Hekate

von Selkis
GeschichteThriller, Schmerz/Trost / P18
07.11.2019
01.02.2020
11
20291
5
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Hallöchen aus dem nirgendwo!

Ich versuche hier mal mein Glück, und schaue ob ihr gefallen an dieser FF habt.
wenn nicht, wird sie wieder gelöscht ;)

Personen die nur am Rande spielen, bekommen keine genauen Beschreibungen ihres Aussehen, und etwas gedankliche Freiheit möchte ich euch ebenso lassen.

Sodala, auf gehts:


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Anna Franklin, ihres Zeichen Reporterin in einem kleinen Nest in South Carolina, lauschte gespannt den Ausführungen des Senior Supervisory Special Agent David Rossi, der in einem Hörsaal der Columbia University einen Vortrag vor etwa siebzig Studenten hielt.

Äußerlich unterschied sich Anna nicht groß von den Anderen Studenten, sie hatte sich den jungen Leuten angepasst, um nicht aufzufallen und sich in Ruhe die Vorlesung anzuhören, und damit vielleicht ihre schlimmsten Ängste zu bestätigen. Fleißig machte sie sich Notizen, fügte querverweise in ihren Laptop ein. Und nach nur einer halben Stunde wusste sie, sie hatte Recht gehabt! In ihrer kleinen Stadt trieb sich ohne Zweifel ein Serienmörder herum, aber keiner hatte ihr oder Opfer Nr. 4 glauben wollen.

Anna wusste aus dem, was sie von den anderen Studenten aufgeschnappt hatte, dass Agent Rossi und sein Kollege Dr. Reid nach der Vorlesung noch etwa eine Stunde in dem Hörsaal bleiben würden, und mit den Studenten reden würden.

Sich versichernd dass ihre Tasche noch da war, griff Anna an ihre Seite, wo die braune schwere Ledertasche stand, in der sie alles gesammelt hatte, was den ‚Hekate-Killer‘, wie sie ihn nannte, betraf. Durch ihre Kontakte, hatte sie die Autopsie berichte bekommen, Fotos der Opfer, der Tatorte, Zeugenaussagen und die Aussage von Opfer Nr. 4.
Anna hoffte wirklich, dass es genügen würde, um die beiden Profiler zu überzeugen. Vor allem der Bericht, was ihr 4. Opfer erlebt und überlebt hatte, sollte die beiden FBI’s überzeugen, aber es hatte auch ihren Sheriff nicht überzeugt. Anna kaute auf ihren Touchpen herum, ungeduldig wartend, dass die Vorlesung vorüber war.

Eine halbe stunde später, als die Vorlesung vorüber war, und auch die letzten Studenten gegangen waren, wartete Anna immer noch. Sie hatte bemerkt dass Agent Rossi sie immer öfter ins Auge fasste, und nachdenklich die Stirn runzelte. „So, nun da alle Studenten gegangen sind, werden sie uns wohl sagen können, was sie von uns wollen, nicht wahr Miss?“, sprach er sie an.
Anna stand auf, klappte ihren Laptop zu und nahm ihre Tasche: „Mein Name ist Anna Franklin, ich bin Reporterin, und ich denke in meiner Heimatstadt treibt sich ein Serienkiller herum. Ich weis, ich habe weder die Erfahrung, noch ihr Fachwissen, aber durch ihre Vorlesungen, Agent Rossi und Dr. Reid, sind die Beweise dafür mehr als eindeutig.“, sie atmete tief durch und schritt langsam nach unten zu den Agents. „Wie kommen sie darauf?“, fragte sie Dr. Reid und verschränkte die  Arme. „Darf ich ihnen die Akte zeigen, die ich erstellt habe? Ich habe alles gesammelt, was ich finden konnte, und ich habe eine Aussage einer Überlebenden!“

Rossi und Reid warfen sich einen Blick zu, war das nur eine übereifrige Reporterin, die sich profilieren wollte, oder hatte sie wirklich etwas? „Dann zeigen sie einmal her, Miss Franklin.“, erbarmte sich Rossi und lächelte leicht.

Anna erwiderte das lächeln und breitete auf den Podiumsstisch ihre Unterlagen aus. Rossi konnte nicht abstreiten, dass er beeindruckt war, von der Fülle an Beweisen, die diese junge Frau gesammelt hatte. „Das sind Fotos von den Tatorten, der Opfer, den Zeichen die gefunden wurden und den Verletzungen, die Opfer Nr. 4 hatte. Hier ist ihre Aussage, die Aussagen, von Personen, die in den Tatnächten, seltsame Dinge gehört oder gesehen haben. Und ich habe alle Autopsie Berichte, derer ich habhaft werden konnte.“, erklärte Anna, nicht ganz ohne Stolz. Ja, sie hatte geackert, wie verrückt Recherchiert, hatte Türen abgeklappert und hatte unzählige Theorien aufgestellt, bis Opfer Nr. 4 gefunden worden war.

Ihre Aussage und ihre Verletzungen, hatten Anna umdenken lassen. Von der Prestige, die es ihr bringen würde, als kleine Provinz-Reporterin einen Serienkiller zu fassen, war plötzlich der Drang geworden, dem Töten ein Ende zu setzen. Diese Augen, dieses unbeschreibliche Grauen das Anna darin gesehen hatte, verfolgten die Reporterin nun in ihren Träumen. Sie würde niemals diese leeren Augen vergessen, das hohle Lachen, als sie dem Opfer gegenüber gesessen hatte und ihr versichert hatte, sie sei jetzt in Sicherheit.„Keiner ist in Sicherheit, nicht solange ER noch da draußen ist. Passen sie auf sich auf, Anna.“

„Was denkst du Reid?“, fragte Rossi leise und hielt das Bild eines primitiven Altars in den Händen. „Ich denke sie hat Recht, Rossi. Das ist ein Serienkiller und er hat gerade erst angefangen. Ich sehe hier eine deutliche Entwicklung, er verfeinert sein Ritual und er wird nicht von alleine aufhören.“, antwortete der Dr. ebenso leise. Rossi richtete den Blick auf Franklin: „Wie viele Opfer gibt es inzwischen?“ „Acht, sieben Tote und eine die Überlebt hat. Opfer Nr. 4 konnte ihm entkommen, bevor er ihr die Kehle durchschneiden konnte. Sie irrte zwei Tagen in den Wäldern herum, bevor sie gefunden wurde. Sie wies heidnische Runen auf, die ihr der Täter in die Haut geschnitten hatte. Wie sie das überlebt hat, ist mir noch heute ein Rätsel…“, führte Anna aus. „Sie sagte mir gegenüber, sie sei beim Pilze sammeln gewesen, als er sie angriff. Sie erinnerte sich an einen scharfen Schmerz im Nacken. Das nächste an dass sie sich erinnerte, war wie sie gefesselt zwischen zwei Bäumen zu sich kam. Der Täter hinter ihr, wie er ihr gerade die Zeichen in den Rücken schnitt. Vor ihr befand sich der Altar, den sie auf dem Bild sehen. Sie konnte sich befreien und fliehen, bevor er sein Werk beenden konnte.“, endete Anna bitter. „Sie haben eine persönliche Verbindung zu der Überlebenden?“, fragte Reid und las sich den Bericht der Autopsie des letzten Opfers durch.
„Ich habe es verbockt…“, gab Anna zu. „Sie hat sich mir anvertraut und ich habe versucht bei unserem Sheriff etwas zu erreichen, aber er will es nicht glauben. Und er hat Nicole einschüchtern können. Sie hatte Angst, sie verlies die Stadt. Wo sie jetzt ist, weis ich nicht.“, Anna ballte die Fäuste und spürte das Verlangen, diesen Mistkerl von einem Sheriff eine reinzuhauen.
„Anna, sie haben einen Serienmörder und wir werden ihnen helfen. Sie haben mein Wort.“, entgegnete Rossi. Reid nickte.

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Bei Interesse, wie es Weitergeht, lasst doch nen kleinen Kommentar da.

Bis (Hoffentlich) bald
eure Selkis
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