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Lost

von ssoukoku
GeschichteFreundschaft, Schmerz/Trost / P18 / Gen
Atsushi Nakajima Chuya Nakahara Osamu Dazai Ryunosuke Akutagawa
06.11.2019
09.01.2020
2
2.039
4
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09.01.2020 770
 
Alles drehte sich, als der rothaarige seine Augen öffnete. Das grelle Licht ließ seine Augen brennen und leicht tränen. Er schaute sich um. Wo war er? Während er seinen Blick wandern ließ, schaute ihn eine junge Frau an und sprang sofort vom Stuhl. Anschließend setzte er sich etwas aufrechter hin, um besser den Raum erkunden zu können. Keine Sekunde später ging die Tür erneut auf und ein großer, schlanker Mann betrat den Raum. Zielstrebig bewegte er sich zu dem blauäugigen. In ihm stieg die Panik. Wer war das? Was hatte er vor? Wurde er entführt? Als Geisel genommen? Der braunhaarige Mann setzte sich auf den Stuhl, welcher neben seinem Bett stand. Was passierte jetzt?

"Chuya! Endlich bist du wach! Ich habe mir solche Sorgen gemacht. Ich dachte du würdest nie wieder aufwachen," sprach der Mann. Die Stimme kam ihm bekannt vor, aber er wusste nicht woher. Er kannte diesen Mann nicht! Und war sein Name Chuya? Das hörte sich alles so surreal an. Er wusste noch nicht mal was passiert war. Der Mann kam ihm immer näher und breitete die Arme aus, um ihn anscheinend zu umarmen. Doch er stoppte ihn.

"Bleib weg! Was redest du da? Ich kenne dich nicht!" Er stieß den größeren von sich. Die warmen braunen Augen schauten ihn erschrocken und verletzt an. Chuya brach den Blickkontakt ab. Er fühlte sich unwohl dabei von einer fremden Person beobachtet zu werden.
"Wer bist du überhaupt? Wo bin ich? Und vor allem wer bin ich?" Die Fragen sprudelten einfach so aus ihm heraus. Nervös wickelte er die Decke immer wieder um seinen Zeigefinger. Es macht ihn verrückt nichts zu wissen. Der rothaarige dachte angestrengt nach, um irgendwas erinnern zu können, doch da war nichts, nur schwarz.

"Du erinnerst dich wirklich an gar nichts?" Erneut schaute der blauäugige zu dem Mann und schüttelte den Kopf.
"Das letzte an was ich mich erinnere, ist das Aufwachen. Der Rest ist... schwarz."
Im nächsten Moment flog die Tür auf, woraufhin Chuya zusammenzuckte und ein blonder Mann mit einem Pferdeschwanz und einer Brille trat ein.
"Dazai! Komm gefälligst..." Er stoppte mitten im Satz, als er bemerkte, dass der Patient aufrecht im Bett saß und ihn er schocken ansah.
"Entschuldigung." Ein einziges Wort und er verließ den Raum.
"Tut mir leid für Kunikida."
"Schon in Ordnung, aber was ist denn jetzt mit mir? Wo soll ich denn hin? Ich kenne niemanden!" Verzweifelt schaute er in die braunen Augen. Er wusste nichts. Und der Typ vor ihm, dessen Namen er gerade nicht hören konnte, war seine einzige Hilfe im Augenblick.

"Ich werde dir helfen dich zu erinnern," versprach er. "Ich kenne dich besser, als du dich selbst. Lieblingsfarbe, Lieblingseis."
Die Hand des rothaarigen wurde genommen und sanft gedrückt.
"Wir schaffen das. Komm, ich bringe dich erstmal zu dir nach Hause." Dazai zog den kleineren aus dem Bett und gab ihm den schwarzen Mantel und den schwarzen Hut. Chuya schaute sich selbst im Spiegel an. Skeptisch ließ er seinen Blick wandern. Irgendwie fand er sein Outfit affig.
"Um ehrlich zu sein, ist es erschreckend. In einen Spiegel zu schauen und nicht mal das eigene Gesicht zu erkennen." Er stand ganz nah am Spiegel und studierte sein Gesicht. Absolut nichts kam ihm bekannt vor. Er setzte den Hut ab und zog auch den Mantel aus. Anschließend drehte er sich um.
"Wir können."

"Wer... Bist du nochmal? Ich habe das Gefühl, ich kenne dich, aber ich weiß nicht woher." Sie gingen schon eine ganze Zeit schweigend nebeneinander her. Ab und zu sprach der braunhaarige etwas über die Stadt und Straßen.
"Dazai. Dazai Osamu. Wir waren einmal Kollegen, aber dann habe ich das Unternehmen gewechselt. Seitdem hatten wir nicht mehr so den Kontakt." Egal was sein Gegenüber sagte. Ihm warfen sich immer mehr Fragen auf. Als was arbeitete er, wieso brach der Kontakt ab, wie war das alles passiert?
"Was hat es mit den Bandagen auf sich? War das wegen mir?" Tiefe Sorge war aus der Stimme rauszuhören. Chuya konnte es nicht ertragen, wenn sich der andere wegen ihm verletzt hatte bei dem Versuch ihn zu retten. Doch Dazai schüttelte nur den Kopf und ließ das Thema somit vorerst unter den Tisch fallen.

"Das ist wie ich wohne? Wow... das ist großartig!" Freudig schaute sich der Mafiosi jeden noch so kleinen Winkel der Wohnung an. Zwar kam ihm nichts vertraut vor, aber er fühlte sich gleich wohl. Vorallem wenn Dazai bleiben würde.
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