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Romeo & Julia

von Sileb
Kurzbeschreibung
GeschichteSchmerz/Trost, Liebesgeschichte / P12 / Gen
Hinata Shintani Misaki Ayuzawa OC (Own Character) Takumi Usui Tora Igarashi
06.11.2019
16.11.2019
10
14.613
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06.11.2019 1.183
 
Misaki lag wach. Sie hatte die halbe Nacht nicht geschlafen und die andere Hälfte hatte sie komisch geschlafen. Der Schlaf war nicht schlecht, ganz im Gegenteil, er war – intensiv – gewesen.
Sie hatte von Takumi geträumt, wie sooft. Im Traum hatte sie den gemeinsamen Tag auf dem Schulfest inklusive der Liebeschallenge noch einmal erlebt. Ihr Traum gipfelte in seiner Liebeserklärung, die von dem Kuss gekrönt wurde, doch dann hallte Erikas Prophezeiung in diesem schönen Traum wider und verwandelte ihn in einen Albtraum. Schwer atmend und mit Herzrasen war Misaki dann aufgewacht. Seit dem lag sie wach und dachte an Takumi Usui.
Nach dem Feuerwerk hatten die beiden sich wieder umgezogen, wobei sie feststellte, dass sie die einzige Teilnehmerin der Liebeschallenge war, die eine Kette mit Herzanhänge trug, und dann begleitete er sie nach Hause.
Den ganzen Weg über hielten sie Händchen und Misaki spürte, wie Takumi sie lächelnd beobachtete. Sie selbst sah abwechselnd auf ihre Hände und dann wieder auf den Boden.
Als sie bei Misaki ankamen nahm er ihr Gesicht in seine Hände und küsste sie ganz sanft, so dass ihr die Röte wieder ins Gesicht stieg.
„Wir sehen uns morgen Abend“, hauchte er ihr noch ins Ohr und dann verschwand er in der Dunkelheit, noch bevor Misaki etwas erwidern konnte.
Nach der Arbeit holte Takumi sie wieder ab und hauchte ihr einen Kuss auf die Lippen.
„Hallo Usui“, flüsterte Misaki und ergriff verlegen seine Hand.
„Ziemlich anhänglich unsere Schulsprecherin“, lachte dieser. Gemeinsam gingen die beiden wieder zu Misaki. Sie lernten zusammen im Wohnzimmer und redeten darüber, dass sie die Beziehung vor erst geheim halten wollten, bevor sich Takumi erneut verabschiedete. Natürlich mit einem Kuss, der allerdings weniger zärtlich war als die letzten und dafür deutlich leidenschaftlicher.
Der Sonntag dagegen gehörte ganz Misakis Familie, doch Takumi wäre nicht Takumi, wenn er sie nicht auch aus der Ferne zur Weißglut bringen könnte.
Am Abend bombardierte er sie mit Nachrichten auf dem Handy.
>>Was hast du gerade an, Schulsprecherin? <<, war die erste Nachricht, doch Misaki antwortete nur mit drei Punkten.
Damit gab sich ihr Alien-Starker aber natürlich nicht zufrieden und setzte nach. >>Wenn du nicht antwortest, komme ich und helfe dir beim Ausziehen ;P <<
Da sie ihn gut genug kannte, um zu wissen, dass er das wirklich tun würde, machte sie kurzerhand ein Bild von sich in ihrem Pyjama und schickte es ihm, zusammen mit dem Hinweis, dass sie bereits Bettfertig war.
Einen Moment schien es ihm den Atem zu verschlagen, doch dann hatte er sich wieder gefangen.
>>Das ist unfair, Misa-Chan << , begann er zu antworten und machte dann weiter: >>Du hast viel mehr an als ich… <<
Es vergingen noch ein paar Sekunden und dann trudelte eine weitere Nachricht ein. Es war ein Bild und Misakis Handy brauchte etwas, um es aufzubauen. Doch als sie es endlich öffnen konnte, erschrak sie peinlich berührt.
Er hatte ihr ein Bild von sich geschickt, auf dem er kein Shirt trug und sich das Haar locker nach hinten gekämmt hatte. Zum Glück hatte er das Foto so aufgenommen, dass man nur seinen Oberkörper und Kopf sehen konnte.
Doch sie fand es auch heiß, auch wenn sie das niemals zugeben würde.
>>Blöder Baka-Usui! <<, antwortete Misaki mit rotem Gesicht, legte das Handy zur Seite und verkrümelte sich unter ihrer Decke.
Am nächsten Morgen begrüßte Takumi Misaki mit funkelnden Augen und einem Kuss, bevor er sie umarmte.
„Ich bin für gleiche Bedingungen bei unseren Gute-Nacht-Fotos“, flüsterte er ihr ins Ohr.
Misaki wollte gerade ausholen um ihm eine zu scheuern, als dieser von ihr zurückwich und er lauthals Sakura begrüßte, die Misaki zur Schule abholte.
Zu dritt machten sie sich dann auf den Weg zur Schule, doch wohl fühlte sich Misaki dabei nicht.
Sakura redete ununterbrochen von ihrem Date mit Kuuga, während sie dabei immer nur geistesabwesend nickte. Sie fühlte sich von Takumi beobachtet, der einen Schritt hinter den beiden lief und dabei die Hände in den Taschen gesteckt hatte.
Als sie an der Schule angekommen waren ertrug Misaki es nicht mehr. Sie musste endlich etwas sagen, drehte sich zu Takumi um und wies ihn zurecht, als sie erkannte, wie unordentlich seine Uniform aussah.
„Verdammt noch mal, knöpf dein Hemd zu, binde deine Krawatte ordentlich und lauf nicht mit den Händen in den Hosentaschen rum! Das verstößt gegen die Schulordnung. Und hör auf mich so anzugrinsen!“
Wütend stampfe sie in Richtung Gebäude und hätte sich am liebsten selbst geohrfeigt.
Eigentlich wollte sie Takumi küssen, aber er trieb sie auch zur Weißglut. Außerdem war es ja ihre Idee gewesen die Beziehung zu verheimlichen, doch jetzt merkte sie, was das bedeutete.
Glücklicherweise hatten sie keine gemeinsamen Kurse, da er in ihrer Parallelklasse war.
Dafür waren Sakura und sie in einer Klasse und unterzog sie einem Verhör, bis die Stunde begann.
Am Nachmittag wartete Takumi allerdings vor dem Schülerratszimmer.
Misaki war wie üblich die letzte, die die Schule verließ und daher wartete er mit über die Schulter geworfenen Jacke auf sie und stahl sich einen Kuss von der überrumpelten Misaki, bevor er sie zur Arbeit begleitete.
„Weißt du, so wie du mich heute Morgen angeschrien hast, dass macht man nicht mit seinem festen Freund.“
„In der Schule gelten aber andere Regeln, dem hast du zugestimmt.“
Er legte den Arm um sie und beugte sich zu ihr, bevor er so verführerisch wie möglich weiterredete: „Dann hilft mir doch morgen früh einfach beim Anziehen und im Gegenzug helfe ich dir heute Abend beim Ausziehen.“
Bang, dafür fing er sich letztlich doch noch eine, bevor sie gemeinsam das Café durch den Hintereingang betraten.
Im Café gingen die beiden wesentlich offener mit ihrer Beziehung um. Honoka, Erika und Satzuki waren ganz aus dem Häuschen, als sie sahen, wie Takumi und Misaki händchenhaltend im Personalraum auftauchten.
Die drei kreischten und hopsten wie verrückt durch den Raum, was Misaki mehr als unangenehm war, doch Takumi grinste sie nur schelmisch an, nahm ihren Kopf in seine Hände und küsste sie so leidenschaftlich, dass sich der Raum zu drehen schien. Sie begann den Kuss gerade zu erwidern, als Takumi ihn abbrach und sich den Gastraum zu setzen.
An diesem Tag war er Gast und Misaki seine persönliche Maid.
Und so verging einige Zeit. Morgens holte er sie ab und stahl sich einige Küsse, nachmittags begleitete er sie zur Arbeit und abends brachte er sie nach Hause.
An den Wochenenden trafen sie sich häufig bei ihm, in Parks oder gingen spazieren. Sie lernten zusammen und Misaki wurde immer lockerer, wenn sie allein mit Takumi war und der genoss das.
Sie küsste ihn von sich aus und Takumi war sich sicher, dass es nicht mehr lange dauern würde, bis sie auch in der Schule zu ihm stehen würde.
Doch dann kam plötzlich eine neue Schülerin namens Ai Suzukani auf die Schule. Sie sah Misaki ähnlich, hatte aber blondes, seidiges Haar und einen deutlich größeren Vorbau als sie.
Außerdem machte sie keinen Hehl daraus, dass sie auf Takumi Usui stand und machte sich bei jeder sich bietenden Gelegenheit an ihn ran.
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