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Dr. Kim Taehyung - Taekook Version

KurzgeschichteHumor, Liebesgeschichte / P12 / MaleSlash
Jungkook V
05.11.2019
14.03.2020
14
8.296
4
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12 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
20.11.2019 910
 
Heute war eindeutig ein Tag, um im Bett liegen zu bleiben und zu schlafen. Er hatte scheiß Laune und das lang nicht nur an seinen höllischen Kopfschmerzen, sondern auch an dem nicht vorhandenen erholsamen Schlaf der letzten Nacht. Und das alles nur, aufgrund eines erneuten Streites mit seinen Eltern: Diese wollten einfach nicht kapieren, dass er so schnell keinen Schwiegersohn mit nach Hause bringen und Enkelkinder adoptieren würde, auch wenn sie sich das so sehr wünschten. Er hatte zurzeit einfach andere Prioritäten.

Zum Beispiel seine Kopfschmerzen, die ihm einfach keine Ruhe ließen. Denn keine der verdammten Tabletten wirkte länger als eine halbe Stunde und damit vollpumpen sollte man sich ja nicht. Toll.



Sein Arzt wollte ihn dazu überreden, stärkere Schmerzmittel zu nehmen und empfahl ihm, 'bitte weniger Stress Mr. Jeon', aber das war nun mal nicht immer so einfach. Außerdem wollte Jeongguk keine stärkeren Tabletten, welche seinen Körper mit noch mehr schädlicher Chemie belasten würden. Sollte er sich irgendwann doch noch einen festen Freund anlachen, könnte dieser ihm etwas von dem ganzen Stress nehmen, den er hatte.

Jeongguk litt bei zu viel Stress unter starken, Migräne ähnlichen Kopfschmerzen.



Leider sah es bisher so aus, als würde er auch mit 30 Jahren noch als ungeküsste Jungfrau auf der Welt leben. Mit 80 würde er dann als verrückter, alleinstehender Opa mit fünf Katzen sterben. Oh, ein Hund wäre natürlich auch dabei. Ohne den ging natürlich nichts.



Aber erst mal musste der junge Mann die Klausuren irgendwie bestehen. Wenn er das schaffen sollte, konnte der Koreaner sich eine Stelle als Psychologe suchen und sein Dasein fristen. Jeongguk war mit seinen 23 Jahren ein Überflieger im Studium. Zugegeben, er studierte halt auch das Themengebiet, was ihn sehr interessierte und dementsprechend leicht fiel: Die menschliche Psyche. Den Traumdeutungskurs hatte er nur belegt, weil er ihm eventuell später nützlich sein könnte. Wer wusste schon, wonach die Kliniken suchten? Immerhin musste er ja noch ein Zwei-Jahres-Praktikum absolvieren.



Ausgerechnet heute musste es in diesem Kurs, den er als doch angenehm und interessant empfand, ein super toller, genialer Experte kommen und einen verdammten Test mit ihnen machen. Weil er einen Assistenten brauchte. Sollte er doch Cha Ji-Hye nehmen, die war schließlich Klassenbeste und sicherlich mehr als bereit dazu, dem Typen zu helfen. Wieso noch lange suchen? Grund? Hallo? Vermutlich war das Ganze auch einfach nur ein Teil der Jahresend Klausuren und wurde bewertet – immerhin hatte Professor Kim betont wie wichtig es wäre heute dabei zu sein. Nur deshalb war er überhaupt aufgestanden.



Jetzt saß Jeongguk hier, auf seinem Platz im Hörsaal und wartete darauf, dass er aufgerufen wurde um zu dem großen Dr. Kim vorgelassen zu werden. Laut den Klatschweibern in seinem Kurs, war dieser ominöse 'Dr. Kim' wohl gutaussehend, reich und Single. Solange der Kerl kein Wundermittel gegen Kopfschmerzen auf natürlicher Basis erfand, konnte der von ihm aus auch nackt Salsa tanzen, dabei Millionen verdienen und diese ihm schenken. Er würde ihm das Geld mit einem, 'Steck es dir dahin wo die Sonne niemals scheinen wird', zu werfen, solange es kein Wundermittel von ihm gab. Und bitte, er war Dr. im Traumdeuten – als ob dieser ein Wundermittel gegen Kopfschmerzen finden würde.



„Jeon, Jeongguk", rief Prof. Kim Namjoon seinen Namen. Der Koreaner verdrehte die Augen. Toll, wirklich toll. Na, immerhin hatte er es gleich hinter sich und konnte schnell wieder in sein Bett verschwinden, zu seinen heißgeliebten Tata Kopfkissen und eventuell einem großzügigen Smoothie. Wer wusste schon, worauf er auf dem Weg nach Hause Hunger bekam?



Jeongguk ging durch die schmale Türe, um in das kleine Hinterzimmer zu kommen, welches eigentliche das Büro von Professor Namjoon war. Ein wirklich junger, gutaussehender Mann saß jetzt hinter dessen Schreibtisch, welcher aufgeräumter war, als jemals zuvor. Der Student hatte dafür jedoch keinen Blick, da die Luft hier so stickig war, dass seine Kopfschmerzen beschlossen, noch einen Gang zuzulegen. Wenigstens die beiden kleinen Fenster waren schon weit geöffnet. Außerdem lag der Raum auf der Schattenseite des Geländes und so war es hier vielleicht einen knappen halben Grad kühler, als im Hörsaal. Aber hey, Mann musste sich auch mit Kleinigkeiten zufrieden geben.



„Hi, ich in Dr. Kim Taehyung, aber bitte nenn mich nur Taehyung oder Oppa", begrüßte der junge Mann ihn freundlich und lächelte. Jeongguk war eigentlich ein höflicher, zurückhaltender junger Mann (Okay, eigentlich war er unheimlich Schüchtern, aber ein gewisses Maß an Höflichkeit und Etikette beherrschte er schon) und hätte er keine Schmerzen, hätte er dem Mann eine ebenfalls freundliche Begrüßung zukommen lassen und dessen Drei-Tage-Bart sowie den falschen Anrede Vorschlag komplett ignoriert.



Jeongguk mochte Männer mit leichtem Bart, aber dieser hier wollte sich offenbar einen sehr hässlichen Schnauzer wachsen lassen. Bäh.

„Tag Dr. Pornobalken", murmelte er also zurück und setzte sich mit verschränkten Armen auf den Stuhl vor dem Schreibtisch. Sollte Professor Kim ihn doch hinterher an meckern.



Der Doktor mit dem Oppa-Kink zuckte kurz zusammen und strich sich wie von selber mit der linken Hand über den Schnauzer und ignorierte dabei seine unhöfliche Aussage. War auch besser so, Dr. Pornobalken. „Ihre Aufgabe wird die Deutung dieses Traumes sein, Mister Jeon", ertönte die tiefe Stimme des Mannes. Jeongguk beugte sich unwillig zu dem ihm zugeschobenen Blatt und überflog den Text. Das war der Test? Er wollte einen Traum gedeutet bekommen ohne Angaben über die Person, die diesen gehabt hatte? Nicht, dass der Koreaner etwas anderes erwartet hätte. Aber heute war sowie so ein scheiß Tag.
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