Schuld war der Gartenteich

GeschichteRomanze, Schmerz/Trost / P18 Slash
Marc Westerhoven OC (Own Character) Paul Richter Stephan Sindera
01.11.2019
09.12.2019
32
87031
9
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Dieses Kapitel
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Liebe Leserinnen und Leser. Hier eine Idee die schon länger in meinem Kopf kreise zieht. Diese Geschichte beginnt recht harmlos, doch das Rating wird definitiv noch gebraucht werden. Wer mit dem Thema slash M/M nichts anfangen kann, muss es ja nicht lesen.
Allen anderen wünsche ich viel Spaß mit diesem kleinen Ausbruch der etwas anderen Art.

Die Personen gehören nicht mir, ich hab sie mir lediglich für diese Geschichte kurz ausgeliehen. Grammatikfehler und Kommagrütze kann gerne behalten werden. Reviews sind erwünscht und auch Kritik ist natürlich erlaubt.


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"Na Kollege. Noch nich fertig mit der Arbeit? Willst wohl hier einziehen?" Gemütlich streckte sich Marc auf seinem Bürostuhl als er endlich den Bericht fertig getippt hatte und es Zeit war für Feierabend und ein freies Wochenende. Grinsend sah er zu Moritz rüber, der Missmutig noch immer an seinem Bericht tippte und bekam für den Spruch nur einen bösen Blick zugeworfen. "Ich will dich doch nur aufziehen. Nimm's nich persönlich kleiner." Wieder ein grinsen von Marc und ein böser Blick von Moritz. "Ich bin nich dein kleiner. Du kannst schon gehen, ich brauch noch ne Weile." Er deutete seinem Kollegen an, dass dieser sich verziehen sollte. Moritz hatte heute keine Lust mehr auf dumme Sprüche seiner Kollegen. Davon hatte er heute definitiv genug gehört und deshalb hing er noch immer an diesem Bericht fest. Wie sollte er das schreiben? Wie sollte man niederschreiben was da passiert war? Es war ihm einfach nur peinlich und er wusste nicht, wie er es aufschreiben sollte ohne noch mehr zum Gespött der Wache zu werden.

Flashback zum Nachmittag

Marc und Moritz wurden von der Leitstelle zu einem Einsatz in eine Schrebergartensiedlung gerufen. Einer der Schrebergärtner beschwerte sich über deutlich zu laute Musik der Nachbarn. Er habe wohl schon versucht mit ihnen zu sprechen, aber die jungen Männer wollten nicht auf ihn hören. Deshalb rief er die Polizei. Als die beiden Beamten auf dem Parkplatz eintreffen, war die Musik schon weithin zu hören. "Wirklich zu laut.", schrie Marc schon fast gegen den Lärm an. Lange mussten sie nicht nach dem Melder suchen, denn dieser kam ihnen schon entgegen gelaufen und wedelte hektisch mit den Armen. "Da hinten. Die machen einen Krach? Das geht so nicht. Wir sind eine anständige Siedlung.", schimpfte der ältere Herr lautstark gegen den Lärm an. Die Polizisten nickten und setzten sich sofort in Bewegung. Es war Oktober, relativ kalt und es regnete.
Sie näherten sich der Laube und sahen nicht nur die Gartenhütte, sondern auch einen Pavillon der aufgestellt war. Darunter tummelten sich etwa 8 junge Männer, alle nur noch in Boxershort bekleidet. Sie feierten zu lauter Metal-Musik und bekamen gar nicht mit, wie sich die Beamten näherten.
Marc sah keine andere Chance ruhe in die Sache zu bringen, ging am Pavillon vorbei und zog kurzerhand den Stecker der Anlage heraus. Augenblicklich verstummte die Musik und die Männer sahen sich fragend um. "Guten Abend die Herren. Westerhoven von der Polizei Köln. Sie sind ein bisschen laut!", sagte er ruhig und versuchte unter den Männern einen Anführer aus zu machen. "Wir Feiern doch nur. Mach die Musik wieder an." Einer der Männer war vorgetreten, grinste den Polizisten an und ein anderer nahm den Stecker und wollte ihn wieder rein Stecken. Doch Marc konnte ihm diesen aus der Hand nehmen und hielt ihn fest. "Nix is. Jetz is ruhe hier." Er war genervt und blickte in die Runde als er den Blick von Moritz auffing. Der deutete auf eine Ecke unter dem Pavillon in der sich Bierflaschen und auch hochprozentiges stapelten. Der Geruch von Alkohol lag deutlich in der Luft, aber nicht nur das.

Moritz deutete auf einen Aschenbecher und machte mit der Hand eine Geste, die ihm signalisierte dass hier wohl auch Joints geraucht worden waren. Auch der Geruch lag in der Luft. "Aber Herr Wachtmeister. Wir wollen doch nur Feiern." "Wir tun doch keine was." "Wollen sie auch ein Bier?" Die Männer begannen auf die Polizisten einzureden, doch sie blieben hart. "Nein, es is ruhe hier. Sie können weiter Feiern, aber in normaler Lautstärke."

Diese Diskussion zog sich über einige Minuten hin, bis die Männer schließlich ein einsehen hatten und versprachen ab jetzt ruhig zu bleiben. Dann wurde die Frage nach dem Pächter des Schrebergartens geklärt. Fehlte noch der verantwortliche für die Drogen. "Wir ham hier keine Drogen." War die einhellige Aussage aller Anwesenden, doch Moritz sah aus dem Augenwinkel wie einer der Männer einen Rucksack packte und hinter dem Pavillon verschwand. Er setzte sich in Bewegung und sprintete hinterher auf die Rückseite. Zu spät bemerkte er die großen Steine die dort lagen und eine Teich einrahmten. Er wollte noch bremsen, konnte aber nicht mehr stoppen und stolperte über die Steine. Aus Reflex riss er die Arme hoch als er einen Bauchklatscher in den Teich machte. Durch das Geräusch alarmiert kam Marc angelaufen und konnte sich ein kurzes auflachen nicht verkneifen als er seinen Kollegen im Teich sah, der sich gerade wieder aufrichtete. Auf der anderen Seite stand der Mann mit dem Rucksack und lachte lauthals über den klatschnassen Polizisten der sich aus dem Teich herauszog.
Marc kicherte leise, reichte ihm aber eine Hand und half ihm heraus.
"Alles klar bei dir?", fragte er. Moritz warf ihm einen bösen Blick zu und nickte. Er war nicht nur Klatschnass, sondern hatte vor sich den belustigten Kollegen, hinter sich den lauthals lachenden Mann und der rest der Truppe kam nun auch an und lachte sich kaputt. Am liebsten wäre in dem kleinen Mauseloch versunken, dass in der nähe des Teichs war. Er glaubte sogar für einen Moment die Maus gesehen zu haben die dort wohnte.

Schlecht gelaunt widmete er sich dem Mann, entriss ihm den Rucksack und sah hinein. Allerdings war dort nichts drin, was die Flucht des Mannes erklärte. Seine einzige Aussage war, dass er die Polizisten ein bisschen auf trab halten wollte, er aber mit dieser amüsanten Show Einlage nicht gerechnet hatte. Nur Mühsam gelang es den beiden ruhe in das geschehen zu bringen. Nachdem die Feiermeute versichert hatte, dass sie ab jetzt leise sein würden zogen die beiden Beamten wieder ab. Zurück am Streifenwagen sah Marc seinen Kollegen an. "So setzt du dich aber nich rein. Dann is ja alles nass. Wir haben hinten noch Müllsäcke." Er ging zum Heck und holte einen Müllsack den er auf den Beifahrersitz legte. Noch immer grinste er und Moritz wollte nur noch zurück auf die Wache und sich umziehen. Ihm war kalt und die Situation war ihm auch so schon peinlich. Aber er wusste, dass es auf der Wache jetzt wohl ein Spießrutenlauf werden würde. Das gab wieder Gesprächsstoff für mehrere Wochen.

Flashback Ende

Natürlich hatte sich das geschehen auf der Wache schnell herumgesprochen und alle Kollegen die an ihm vorbei liefen, mussten kurz grinsen. Zum Glück hatte er 3 Tage frei wenn er endlich diesen Verdammten Bericht fertig hatte. Er beeilte sich und verlies so schnell er konnte die Wache, ohne sich wirklich von seinen Kollegen zu verabschieden. Schnell fuhr er nach Hause und legte sich in die Wanne um sich aufzuwärmen. Noch immer war ihm kalt und wahrscheinlich hatte er sich auch eine Erkältung geholt.
Nach dem Bad saß er im Wohnzimmer, in eine Decke eingepackt und mit einem Tee in der Hand. Es war erst halb 9 und eigentlich noch zu früh um den Abend zuhause zu verbringen. Doch heute hatte er keine Lust noch weg zu gehen. Im Fernsehen lief nicht wirklich etwas und er blickte in sein gut gefülltes DVD Regal, konnte sich aber für keinen Film entscheiden.

Dann klingelte es an der Tür und er schreckte auf. Wer konnte das denn sein? Langsam stand er auf, die Decke noch immer um die Schultern geschlungen schlurfte er in den Flur und öffnete die Tür. Davor erblickte er als ersten Paul und dahinter Stephan und Marc. Paul hatte ein 6er Bier in der Hand und hielt es hoch. Stephan hielt diverse Tüten Chips in der Hand und Marc hatte eine ganze Einkaufstüte mit diversen Getränken und Snacks in der Hand. "Was wollt ihr denn hier?", fragte Moritz verdutzt.
"Wir wollten uns entschuldigen. Wegen vorhin. Das war nich nett.", meinte Paul und drückte ihm das Bier in die Hand. "Äh, ja stimmt. War es nich." Eigentlich hatte er heute keine Lust mehr auf seine Kollegen, aber wenn sie schon da waren und vor allem was zu trinken und Snacks mitgebracht hatte, konnte er sie ja schlecht wieder wegschicken. Auch er musste jetzt kurz grinsen als ihm Bewusst wurde, wie skurril die ganze Sache gewesen war und er deutlich überreagiert hatte. Er trat zur Seite und bat seine Gäste herein.
Einer nach dem anderen betrat die Wohnung, zog Jacke und Schuhe aus und ging ins Wohnzimmer. Die Getränke und Snacks wurden auf den Tisch gestellt. Paul ging in die Küche und holte Gläser und schalen und Marc widmete sich dem CD Regal. Nach seiner Meinung hatte Moritz überhaupt keinen Musikgeschmack, weshalb er sein Handy kurzerhand mit Anlage koppelte und seine Playlist anwarf. Da war alles drin und wahrscheinlich für jeden was dabei.

Moritz hatte sich auf die Couch gesetzt und schon das erste Bier in der Hand als er sich einen Überblick über den Rest der noch auf dem Tisch stand verschaffte. "Was habt ihr denn vor?", frage er als er nicht nur das Bier sondern auch diverses hochprozentiges fand. "Ich wusste nich, was du gern trinkst. Deshalb hab ich einfach mal Auswahl mitgebracht." Freudig nickte Marc ihm zu und besah sich seine Ausbeute. Neben Bier und Likör waren auch Whiskey, Gin, Wodka und Rum dabei. Also für jeden Geschmack etwas. Sie ließen sich im Wohnzimmer nieder und es dauerte nicht lange, bis sie nicht nur herzlich über die ganze Sache heute lachten, sondern auch schon deutlich angeheitert waren. Alle 4 hatten das Wochenende frei und mussten sich nicht zurück halten. Dann würden sie eben mit dem Taxi nach Hause fahren oder sich auf der Couch einquartieren.
Es war ein ausgelassener und feuchtfröhlicher Abend. Zuerst hatten sie nur gequatscht und in alten Geschichten geschwelgt. Doch irgendwann kam Paul auf die Idee ein Trinkspiel zu spielen. Die Wahl fiel auf das beliebte Trinkspiel "Klimpern". Da alle nicht mehr ganz nüchtern waren und kaum einer das Glas traf wurden die Flaschen immer schneller leer und die Beamten immer schneller voll. Von da aus ging es über 42 und Mäxchen über zum Flaschendrehen.

Und was soll man dazu sagen. Zu viel Alkohol und alberne Trinkspiele ... Das gibt ein unerwartetes Erwachen ... Und damit ist nicht der Kater gemeint.
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