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Halloween - Special

von BlindFate
OneshotAllgemein / P12 / Gen
Chet Kelly John Gage Roy DeSoto
31.10.2019
31.10.2019
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Hallo,

und damit herzlich willkommen zu meinem aller ersten 'Halloween - Special'.
Es ist, aufgrund gewisser Umstände, leider nicht ganz so geworden, wie ich es eigentlich geplant hatte, aber es ist, nichts desto trotz, dennoch ein, auf seine ganz eigene Weise, gelungener OneShot.

Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen und hoffe, dass es euch gefällt.
Von daher, Happy Halloween!

Bis dahin,
BlindFate

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Wie jeden Morgen, wenn sie ihren Dienst antraten, standen die Jungs der A-Schicht der Einheit 51 in der Umkleide vor ihren jeweiligen Schränken und zogen sich ihre Uniformen an. Doch war es dabei alles andere als ruhig.
Denn Einer von ihnen hatte sich, wie bereits so oft, mit dem jüngsten Teammitglied der Einheit einen Scherz erlaubt.

„Happy Halloween, Gage.“ konnte Chet nicht mehr vor lachen. War Johnny's Anblick, als er seinen Schrank öffnete und das Skelett zu lachen begann, zumindest in Chet's Augen, ein Bild für die Götter.

„Ha ha, sehr witzig Kelly!“ nahm Johnny das lachende Skelett, welches Chet zuvor in seinem Schrank versteckt hatte, nun aus diesem heraus und warf es ihm, mit finsterem Blick zu ihm herüber sehend, zu. Gleich darauf ließ Johnny jedoch auch schon wieder von ihm ab und machte sich, genau wie die Anderen, nun ebenfalls daran sich umzuziehen.

Roy hatte ihn, lediglich flüchtig aus dem Augenwinkel heraus zu ihm herüber sehend, beobachtet und hatte sich selbst ein Lachen verkneifen müssen, weshalb er, auch jetzt noch, wo Johnny bereits dabei war sich umzuziehen, still vor sich her schmunzelte.
„Wirklich, sehr witzig, Roy.“ bemerkte Johnny seinen Blick aus dem Augenwinkel heraus und sah mit dementsprechend zornigem Blick zu ihm herüber.
„Komm schon, Kleiner. Es ist Halloween.“ zuckte Roy daraufhin, nach wie vor, schmunzelnd, zu ihm herüber sehend, nur kaum merklich mit den Schultern.
Auf seine Worte hin sah Johnny ihm, ohne auch nur ein Wort zu sagen, mit skeptischem Blick in die Augen. Hatte er, was diesen 'Feiertag' betraf, einfach nur schlechte Erfahrungen gemacht, weshalb er dem ganzen Gegenüber mehr als nur skeptisch war.
„Komm schon, Johnny. Dieses Jahr wird es bestimmt lustig.“ versuchte Roy ihn aufzumuntern, doch schien es nicht sonderlich gut zu funktionieren, denn Johnny stand, sich das Hemd seiner Uniform zuknöpfend, abermals eine Augenbraue skeptisch hochgezogen, mit ebenso skeptischen Blick, von unten herauf, aus dem Augenwinkel heraus zu ihm herüber sehend, einfach nur da.
Daraufhin ließ Roy, ihm dennoch guter Dinge zu lächelnd, wieder von ihm ab, schloss seinen Schrank und wandte sich, ebenso wie die restlichen Jungs nur wenige Augenblicke zuvor, zum Gehen. Hatten sie die Umkleide bereits verlassen.

Nachdem auch Johnny sich schließlich fertig umgezogen hatte, verließ auch er, nur wenig später den Raum und ging zu den Anderen in die Küche. Somit waren sie, bis auf ihr Captain alle versammelt.
Da Roy ihm bereits eine Tasse Kaffee an seinen Platz gestellt hatte, brauchte Johnny nur noch auf diesem Platz zu nehmen und, während sie ihren Kaffee tranken, gemeinsam mit den Anderen darauf zu warten, dass auch ihr Vorgesetzter zu ihnen kam.



Es dauerte nicht lange, da trat Hank, eine Akte unter den Arm geklemmt, auch schon zu ihnen in die Küche.
„Guten Morgen, die Herrn.“ begrüßte er sie, während er im Vorbeigehen seinen Blick einmal quer durch die Runde schweifen ließ, mit einem leichten Lächeln.

„Wie sie alle wissen, ist heute Halloween und somit vermutlich wieder einer der Tage im Jahr, an dem es vermehrt zu, sagen wir mal, etwas seltsameren Einsätzen kommt. Sollte es zu einem solchen Einsatz kommen, bleiben sie ruhig und gehen sie besonnen ihrer Arbeit nach.“ hielt Hank ihnen, nachdem er am Kopf des Tisches, mit dem Rücken zur Küchenzeile zum Stehen gekommen war, die alljährliche 'Halloween-Rede'.
Kaum hatte er sie beendet, ließ er seinen Blick abermals, dieses mal jedoch mit fragend hochgezogenen Augenbrauen, quer durch die Runde schweifen.
Da von den Jungs jedoch nichts weiter kam als ein stummes Nicken, ließ Hank sogleich auch schon wieder ab und wechselte stattdessen zur normalen Tagesordnung.
„Gut, dann kommen wir jetzt zur heutigen Aufgabenverteilung. Stoker, Lopez, sie bringen die große Halle auf Vordermann. Kelly, sie übernehmen den Schlafsaal und die Toiletten, Gage, DeSoto, sie kümmern sich um die Küche und die Umkleide...“ ließ Hank seinen Blick, während er sprach zu jeweils denjenigen herüber schweifen, die er zuvor angesprochen hatte.
„... Haben sie noch fragen?“ schlug er die Mappe, welche er bis gerade aufgeklappt in seinen Händen gehalten hatte, nun wieder zu und sah abermals mit fragendem Blick zu seinen Jungs auf.
Jedoch bekam er außer verneinenden Blicken keine Antwort von seinen Jungs.
„Dann ab an die Arbeit.“ gab er ihnen daraufhin im nächsten Augenblick mit einer knappen Kopfbewegung in Richtung der großen Halle zu verstehen.



Eine gute Stunde waren die Jungs inzwischen schon im Dienst, als der erste Alarm ertönte.
„Einheit 51, Verdacht auf Herzinfarkt nach Achterbahnfahrt....“ ertönte die Stimme des Dispatchers durch den Lautsprecher.

Noch während der Alarm einging, ließen die Jungs alles stehen und liegen und eilten aus sämtlichen Richtungen in die große Halle und zu ihrem jeweiligen Einsatzfahrzeug.
Da Mike näher, als Hank, an diesem dran war, war er es, der den Funkspruch entgegennahm und somit auch erwiderte.
Kaum hatte er das Funkgerät wieder zurück an seinen Platz gehangen, nahm er sich den Zettel, auf welchen er die angegebene Adresse notiert hatte, und eilte anschließend zum Squad.
„Hier.“ überreichte er Roy den Zettel, welcher ihn, nachdem er ihn einmal kurz überflogen hatte, umgehend an Johnny weiter reichte. Mike selbst eilte, gleich nachdem er ihn Roy übergeben hatte zum Engine, nur um diesen nur wenige Augenblicke später hinter dem Squad aus der Halle hinaus auf die Straße zu lenken.



An ihrem Einsatzort angekommen, hatten die Jungs zunächst einmal ihre liebe Mühe ihren Patienten ausfindig zu machen. Denn dieser befand sich in mitten eines, eigens für diesen Feiertag stattfindenden Jahrmarktes.

Schließlich fündig geworden, versorgten die Jungs ihren Patienten und brachten ihn schon bald darauf wohlbehalten ins Rampert. Hatte sich, noch während sie ihn vor Ort versorgt hatten, herausgestellt, dass es sich nicht um einen Herzinfarkt, sondern um einfaches, dennoch starke Beschwerden verursachendes Sodbrennen handelte.
„Wann lernen es die Leute endlich? Wenn sie doch wissen, dass sie es nicht vertragen, warum fahren sie dann Achterbahn? Und dann auch noch wenn sie gerade erst gegessen haben?“ konnte Johnny die Dummheit, wie er es nannte, ihres Patienten nicht verstehen.
„Tja, solche Leute gibt es eben, Kleiner....“ sah er nur flüchtig aus dem Augenwinkel heraus zu ihm herüber. Musste er sich auf das Fahren konzentrieren. Waren sie auf dem Weg zurück zur Station.
„.... Was mich viel mehr verwundert ist, dass du mit Doc Brackett mal einer Meinung bist.“ konnte Roy sich ein weiteres Schmunzeln nicht verkneifen.

Auf seine Worte hin kassierte Roy, seitens Johnny, nur einen ernsten Blick. War er es nun, der zu ihm herüber sah.
Gleich darauf ließ er jedoch auch schon wieder von ihm ab und richtete seinen Blick stattdessen nach vorne.



Wieder an der Station angekommen gingen die Beiden, nachdem sie die Ausrüstung des Squads überprüft und die MedBox aufgefüllt hatten, genau wie die anderen Jungs, wieder ihren Aufgaben nach.


Wie von Hank bei der morgendlichen Besprechung angekündigt, war ihr erster Einsatz nur einer von vielen seltsamen, sowie kuriosen Einsätzen an diesem Tag.
Denn schon bald nachdem sie wieder auf der Station angekommen waren, mussten sie zu einem Einsatz ausrücken, bei dem sie ein Kind, das mit seiner Hand in einem Süßigkeitenglas stecken geblieben war, von einem Baumhaus herunter holen. Hatte es sich dort versteckt, weil es das Glas unerlaubter Weise von seinem angestammten Platz im Haus entfernt hatte.

Kaum waren sie von diesem Einsatz zurück, mussten sie zu einem Verkehrsunfall ausrücken, bei dem eine junge Frau einer, von links kommenden, schwarzen Katze, welche ihr vor den Wagen gelaufen war, ausgewichen und dabei mit ihrem Wagen gegen einen Baum gefahren war.

So zog es sich, zum Leidwesen Johnny's, nicht nur den gesamten Vormittag und Mittag, sondern auch den frühen Nachmittag über hin.


Erst zum späten Nachmittag hin wurde es, zumindest für eine kurze Zeit ruhiger, so dass Johnny sich, sich eine Tasse Kaffee gönnend, in der Küche an den Tisch setzen und gemütlich in der Zeitung lesen konnte, während die anderen Jungs es sich vor dem Fernseher bequem machten und einen, wie Chet es betitelte, 'Klassiker unter den Horrorfilmen' guckten.

Irgendwann, gegen frühen Abend, wurde die Ruhe auf der Station jedoch von einer Gruppe kleiner, kostümierter Kinder unterbrochen.
„Süßes, sonst gibt’s Saures!“ begrüßten sie Johnny, als er, da die Anderen ihn, da er ja am nächsten zum Nebeneingang saß, vorgeschickt hatten, ihnen die Tür vom Nebeneingang, vor welcher sie standen öffneten.
„Hey...“ rang er sich, sein Blick einmal quer durch die Runde von kleinen Vampiren, Gespenstern, Teufeln und Mumien wandern lassend, gezwungener Maßen, ein Lächeln ab.
„Süßes, sonst gibt’s Saures!“ wiederholten einige von den Kindern, da Johnny nicht auf ihre Worte reagierte, ihre Forderung im nächsten Augenblick mit aufforderndem, zugleich ungeduldigem, sowie leicht erzürntem Blick, wobei sich das alles auch ihn ihrem Tonfall wieder spiegelte.  

„Hey, Kinder, ihr seht ja richtig gruselig aus.“ trat Chet nun, zunächst lächelnd zu den Kindern herunter sehend, im nächsten Augenblick jedoch mit ernstem Blick zu Johnny aufsehend, zu diesem heran.
„Na, Gage, willst du ihnen nicht geben, was sie wollen, hm?“ sah er, mit fragend hochgezogenen Augenbrauen und mit einer Hand in Richtung der Kinder vor ihnen deutend, zu ihm auf.
Auf seine Worte hin ließ Johnny von den Kindern ab und sah stattdessen, mit ebenso ernstem, fast schon finsterem Blick zu Chet herüber.
Ohne ihm auch nur ein Wort zu erwidern ließ Johnny nicht nur von ihm, sondern auch von den Kindern ab und wandte sich gleich darauf zum Gehen.

Chet sah ihm für einen kurzen Augenblick hinter her, ließ aber sogleich auch schon wieder von ihm ab und wandte sich nochmals den Kindern zu.
„Er hat es nicht so mit Halloween...“ gab er ihnen, mit einer Hand in die Richtung deutend, in die Johnny soeben verschwunden war, zu verstehen, während er sich etwas zu ihnen herunter beugte. „... Nicht weglaufen, ich bin gleich wieder da!“ gab Chet ihnen im nächsten Augenblick zu verstehen und ließ nun selbst für einen kurzen Moment von ihnen ab, nur um kurz darauf mit einer, mit Süßigkeiten vollgestopften Schüssel im Arm wieder zu ihnen zurück zu kommen.
„Hier. Da ist bestimmt für jeden von euch was feines dabei.“ füllte er jedem der Kinder eine große Hand voll Süßes in die Eimer und Taschen, die sie dabei hatten.
„Danke, Mister!“ bedankten sie sich, noch während er die Süßigkeiten verteilte, bei ihm.
„Nichts zu danken. Schließlich ist ja heute Halloween.“ zwinkerte Chet ihnen zu. „So, das wär's. Jeder hat was bekommen.“ richtete Chet sich, die, inzwischen halbleere, Schüssel, nach wie vor, im Arm haltend, nun wieder auf. Ließ seinen Blick jedoch abermals quer durch die Runde der verkleideten Kinder schweifen.
„Nochmals danke, Mister...“ verabschiedeten sich einige der Kinder von ihm, während andere stumm blieben, während sie sich, gemeinsam mit den Anderen zum Gehen wandten.
„Happy Halloween!“ hob Chet, während sie sich zum Gehen wandten, eine Hand zum Abschied, während er ihnen lächelnd hinterher sah.



Kaum hatte Chet die Tür vom Nebeneingang hinter sich geschlossen, machte er sich, fröhlich vor sich her grinsend, auch schon wieder auf den Weg zurück zu seinem Stuhl.
Durch das vergnügte Grinsen ihres Kollegen doch ein wenig irritiert, sah nicht nur Marco, sondern auch Mike mit fragendem Blick zu Chet herüber.
Jedoch schüttelte Chet ihnen, als Antwort auf ihre ungestellte Frage, weiterhin still vor sich her grinsend, nur kaum merklich verneinend mit dem Kopf zu. Gleich darauf konzentrierte er sich wieder auf den Film. War es einer seiner Lieblings Horrorfilme.

Roy hingegen bekam, da er ganz rechts außen saß und ihm die Sicht auf Chet somit von Marco, welcher direkt neben ihm saß,  verwehrt wurde, davon nichts mit. Stattdessen galt seine Aufmerksamkeit unbeirrt dem Film.
Erst als ein fluchender Schrei aus der Richtung des Schlafsaals bis zu ihnen in die Küche heran drang, wurde nicht nur Roy's Aufmerksamkeit, sondern auch die der Anderen, von dem Film ab und stattdessen auf seinen fehlenden Partner gelenkt.

„War das Johnny?“ war es Marco, der sich mit fragendem Blick bei Roy erkundigte.

Auf seine Frage hin erwiderte Roy den Blick seines Kollegen zunächst ebenso verwundert.  Da er sich doch ein bisschen um seinen besten Freund sorgte, ließ Roy im nächsten Augenblick aber auch schon wieder von Marco ab und erhob sich, noch während er seinen Blick wieder in Richtung des Durchgangs richtete, von seinem Platz und eilte anschließend hastigen Schrittes in die Richtung, aus dem soeben der fluchende Schrei gekommen war.

Sich zunächst gegenseitige fragende Blicke zu werfend, erhoben sich kurz darauf auch Mike und Marco von ihren Plätzen und taten es ihrem Kollegen gleich. Eilten auch sie aus der Küche hinaus in die große Halle.
Nur Chet blieb, genüsslich vor sich her schmunzelnd, wo er war und machte es sich, nun auf seinem Stuhl erst recht so richtig bequem.
„Happy Halloween.“ sprach er, sich eine Hand voll von dem Popcorn nehmend, welches sie vor Beginn des Films zubereitet hatten, weiterhin den Film genießend, halb laut vor sich her.

Hank hingegen beachtete das Fluchen seines jüngsten Teammitglieds nicht. Schließlich waren sie alle erwachsene Männer und somit in der Lage ihre Angelegenheiten selbst untereinander zu regeln. Zumal es für sie alle nichts neues war, dass Chet Johnny versuchte reinzulegen. Daher ließ er seine Jungs einfach machen und widmete sich stattdessen in aller Seelenruhe den Berichten, die von ihrer heutigen Schicht noch geschrieben werden mussten.



Umso näher Roy dem Schlafsaal kam, desto lauter wurde Johnny's Gemecker und Gefluche.
Schließlich im Schlafsaal angekommen hielt Roy, kaum hatte er diesen betreten, den Blick auf seinen Partner gerichtet, für einen kurzen Moment in der Bewegung inne.
Denn was er da sah, ließ ihn zwar unweigerlich erstarren, doch lockte es ihm abermals ein Schmunzeln auf die Lippen.
„Was...“ drang es im nächsten Augenblick jedoch von hinten an ihn heran. Waren nun auch Mike und Marco bei ihm und somit im Schlafsaal angekommen.
Als Antwort auf ihre nicht ausgesprochene Frage deutete Roy lediglich mit dem Zeigefinger seiner rechten Hand in Richtung von Johnny's Bett, woraufhin die Beiden ihm seiner Geste mit ihren Blicken folgten und sie, ebenso wie Roy, unweigerlich schmunzeln mussten.

Erst jetzt, als Johnny sich, da er denjenigen, der das getan hatte, zur Rede stellen wollte, zu ihnen umdrehte, bemerkte Johnny ihre Anwesenheit.
„Ha, ha, sehr witzig, Jungs!“ funkelte Johnny sich, während er auf sie zu kam, aus wütenden Augen an. Hatte er absolut kein Verständnis dafür, dass sie sich darüber amüsierten.
„Wieso, sieht doch ganz hübsch aus.“ kam es, als Johnny nun nur noch wenige Schritte von ihnen entfernt war, von Roy.
„Wenn du es so hübsch findest, Roy, können wir gerne tauschen.“ sah Johnny, während er nun an ihm vorbei trat, mit finsterem Blick, zu ihm herüber.
Gleich darauf ließ Johnny jedoch auch schon wieder von ihm ab und setzte seinen Weg, nun auch den anderen Beiden, da auch sie, allem Anschein nach, immer noch ihren Spaß daran hatten, einen finsteren Blick zu werfend, unbeirrt fort.

„Na das kann ja noch heiter werden.“ sprach Marco, kaum das Johnny den Schlafsaal verlassen hatte, das aus, was sie wohl alle in diesem Augenblick dachten.


Johnny war gerade am Durchgang zur Küche angekommen, als erneut ein Alarm einging.
„Einheit 51/2, weibliche Person ohne Bewusstsein...“ tönte es aus dem Lautsprecher, woraufhin Johnny, halblaut in sich hinein fluchend, umgehend auf dem Absatz kehrt machte und zum Squad eilte.

Roy tat es ihm umgehend gleich, nur das er, von Mike und Marco gefolgt, aus dem Schlafsaal hinaus in die große Halle geeilt kam.
Da es dieses Mal Hank war, der näher am Funkgerät dran war, war er es, der den eingehenden Alarm entgegen nahm.
„Einheit 51, haben verstanden, machen uns auf den Weg.“ erwiderte er den Funkspruch, nachdem er die Adresse notiert hatte.
Kaum hatte er das Funkgerät wieder an seinen Platz zurück gehangen, nahm Hank sich den Zettel mit der Adresse und eilte umgehend zum Squad.
„Hier.“ überreichte er Roy den Zettel, wobei er jedoch, von unten herauf, zu Johnny herüber sah, welcher, mit steifer Miene und finsterem Blick, diesen stur nach vorne gerichtet, da saß.

Nachdem Roy den Zettel einmal kurz überflogen hatte, reichte er ihn auch schon an Johnny weiter, welcher ihn, auch wenn er stur gerade aus sah, sogleich auch schon von ihm entgegennahm.
„Dann los.“ gab Hank ihnen im nächsten Augenblick zu verstehen und ließ gleich darauf auch schon wieder von ihnen ab.

Kaum hatte Hank sich von dem Einsatzfahrzeug zurück gezogen, setzte Roy dieses auch schon in Bewegung.



An ihrem Ziel angekommen, wurden Johnny und Roy bereits von einem der Angestellten in Empfang genommen.
„Kommen Sie! Hier entlang.“ führte er sie, nachdem sie ihre Ausrüstung geholt hatten, ins Innere des Gebäudes und anschließend in den entsprechenden Raum.
„Da vorne, in der sechsten Reihe.“ deutete der Angestellte mit einer Hand in Richtung der beiden Personen, die sich als einzigste noch in dem Raum befanden.
„Danke.“ nickte Roy ihm daraufhin nur knapp zu und setzte sich, ebenso wie Johnny, wieder in Bewegung. Waren sie beide für einen kurzen Moment zum Stehen gekommen.

Bei dem Ehepaar angekommen, erkundigte Roy sich sofort, was passiert war, während Johnny bereits eine Verbindung zum Rampert aufbaute.
„Ich weiß auch nicht. Wir haben diesen Film geguckt und als er zu Ende war hat sie sich einfach nicht mehr gerührt.“ wusste der Mann sich keinen Rat.
Bei den Worten des Mannes sah Johnny, mit leicht finsterem Blick, von unten herauf, zu dem Mann auf, schüttelte dabei aber kaum merklich verneinend mit dem Kopf. Hatte er, aufgrund der Plakate, an denen sie auf ihrem Weg hier her vorbeigekommen waren, eine Ahnung um welche Art Film es sich hierbei handelte.
„Das haben wir gleich.“ nickte Roy dem Mann, leicht lächelnd, versichernd zu. Konnte auch er sich denken, worum es sich hierbei handelte.
„Rampert, hier Einheit 51/2, bitte kommen.“ nahm Johnny nun endgültig Kontakt mit dem Rampert auf.
„Hier Rampert, sprechen Sie, 51/2.“ war es Kel's Stimme, die aus dem Hörer des Funkgerätes zu ihm heran drang.
„Rampert, haben eine weibliche Patientin, ca. 50 Jahre alt. Patientin ist nach Kinobesuch ohne Bewusstsein.“ sah Johnny, während er sprach, abermals von unten herauf, zunächst zu dem Mann, dann zu Roy auf.
„Verstanden, 51/2, wie sind die Vitalwerte?“ klang die Stimme des Arztes zwar konzentriert, dennoch glaubte Johnny auch in ihr einen Hauch eines leichten Lachens zu erkennen.
„Wie sind ihre Vitalwerte?“ erkundigte Johnny sich daraufhin bei seinem Partner, welcher sie ihm gleich darauf auch schon mitteilte.
„Rampert, Vitalwerte sind: Blutdruck 100/ 70, Puls 55, Atmung bei 12.“ leitete Johnny sie sogleich auch schon an Kel weiter.
„Verstanden, 51/2, versuchen sie es mit Riechsalz.“ war alles, was Kel ihnen daraufhin an Anweisungen gab.
„Verstanden, Rampert, versuchen es mit Riechsalz.“ sah Johnny daraufhin abermals, von unten herauf zu seinem Partner auf, welcher besagten Gegenstand bereits, mit einem leichten Schmunzeln auf den Lippen, bereit hielt.

Im nächsten Augenblick hielt er ihrer Patienten das Riechsalz unter die Nase. Es dauerte nicht lange, da kam sie auch schon wieder zu sich.
„Nehmen sie das ekelige Zeug da weg!“ drang es, unmittelbar nachdem sie wieder zu sich gekommen war, aus ihrer Kehle heraus. Gleich darauf richtete sie sich, Roy's Hand mit der ihren beiseite stupsend, etwas weiter auf.
„Wie fühlen sie sich, Ma'am?“ ging Roy dennoch routiniert seiner Arbeit nach.
„Bill, wer sind diese Leute? Was wollen die hier?“ ging sie gar nicht erst auf Roy's Frage ein, ignorierte sie die beiden Paramedics einfach.
„Nun, ich habe sie herrufen lassen. Du warst ohnmächtig, Liebes.“ wusste der Mann nicht so recht, wie ihm geschah.
„Ich will hier weg. Komm, lass uns gehen, Bill!“ stand sie, Johnny und Roy nach wie vor ignorierten, nun einfach auf und stolzierte, ihren Mann an der Hand gepackt hinter sich herziehend, einfach davon.

Johnny sah ihnen im ersten Augenblick einfach nur ungläubig hinter her, ehe ihm wieder einfiel, dass Kel noch immer in der Leitung war.
„Ähm... Rampert... Patientin ist wieder wohlauf. Transport nicht nötig.“ war Johnny immer noch perplex.
„Verstanden, 51/2.“ beendete Kel die Verbindung.



„Ich versteh' es einfach nicht... Ja, es ist Halloween, aber deswegen müssen die Leute doch nicht auf so dumme Ideen kommen!“ beschwerte Johnny sich auf dem Weg zurück zum Squad bei Roy.
„Reg dich ab, Kleiner. Es ist nun mal, wie es ist und wir können es nicht ändern, hm?“ sah Roy, während er die MedBox im Squad verstaute, flüchtig zu ihm herüber.
„Ja, schon, aber...“ setzte Johnny dazu an etwas zu sagen, konnte seinen Satz aber nicht beenden. Wurde er von einem eingehenden Alarm unterbrochen.

„Einheit 51/2 sind sie einsatzbereit?“ erkundigte sich der Dispatcher bei ihnen.
„Hier Einheit 51/2, sind einsatzbereit.“ erwiderte Roy den Funkspruch umgehend.
„Verstanden, 51/2, unterstützen sie Einheit 51/1....“ teilte der Dispatcher ihnen daraufhin die Adresse ihres nächsten Einsatzortes mit.
„Verstanden, machen uns auf den Weg.“ damit schlug Johnny, der dem Funkspruch die ganze Zeit über gelauscht hatte, nun umgehend die Seitentüren des Squads zu. Gleich darauf eilte er hastigen Schrittes einmal um den Squad herum und stieg anschließend auf der Beifahrerseite ein.

Kaum hatte er die Tür hinter sich zugezogen, setzte Roy das Einsatzfahrzeug, samt Blaulicht und Sirene, auch schon in Bewegung.




An ihrem Einsatzort angekommen erwartete sie ein Großeinsatz, der sie, gemeinsam mit drei weiteren Einheiten, sowie einem Löschzug, bis spät in den Abend hinein auf Trab hielt.


„Wo sind Kelly und Gage?“ erkundigte Hank sich, nachdem schließlich nur Roy und Marco aus dem Teil des Gebäudes, für welches sie zuständig waren, herauskamen, bei ihnen.
„Wir mussten uns aufteilen, Cap.“ gab Marco ihm daraufhin, mit leicht besorgtem Blick zu verstehen.
Roy hingegen sah nur flüchtig aus dem Augenwinkel heraus zu seinem Vorgesetzten. Musste er sich zuerst noch um seinen Patienten, den er soeben aus dem brennenden Gebäude raus geholt hatte, kümmern.
Jedoch wurde ihm diese Aufgabe sogleich auch schon von den Jungs einer der anderen Einheiten abgenommen. Hatte Hank beim Chief Unterstützung angefordert, die soeben auch schon eingetroffen war.

„Sehen sie zu, dass sie Gage und Kelly da raus holen!“ erteilte Hank Marco und Roy nun den Befehl, woraufhin sie beide sich sofort wieder auf den Weg ins Innere des Gebäudes machten.


„Johnny!“ rief Roy, kaum waren sie etwas weiter in das Gebäude vorgedrungen, nach seinem Partner.
„Chet!“ ertönte anschließend Marco's Stimme.
Doch bekamen sie keinerlei Antwort, weshalb sie noch weiter ins Innere vordrangen.

„Johnny!“
„Chet!“ riefen sie immer mal wieder nach ihnen, bis sie schließlich eine dumpfe Antwort bekamen.
„Wir sind hier!“ machte Chet sie sogleich auch schon auf sich aufmerksam. Trat dazu, aus einem der Räume hinaus auf den Flur und winkte ihnen zu.
Kaum hatten sie ihn gesehen, beschleunigten Roy und Marco ihr Tempo, so dass sie nur wenige Augenblicke später, bei ihrem Kollegen ankamen.

An dem Durchgang zu dem Raum angekommen, ließ Roy unwillkürlich von Chet ab und ließ seinen Blick stattdessen einmal quer durch den Raum schweifen.
„Johnny!“ drang es mit einem Mal leicht erschrocken aus seiner Kehle. Sah er sofort, dass er verletzt war. Denn sein Partner saß, aufgrund des Sauerstoffgeräts auf seinem Rücken, seitlich gegen die Wand gelehnt, sich mit seiner linken Hand seine rechte Schulter haltend, ein Bein ausgestreckt, das andere leicht angewinkelt, in einer Ecke des Raums auf dem Boden.
„Roy...“ sah Johnny, fast schon mühsam, zu ihm auf, woraufhin Roy sich umgehend von seinem Platz löste und zu ihm herüber eilte.

„Wir müssen hier raus!“ war es im nächsten Moment Marco's Stimme, die zu ihnen heran drang.
„Hey, Chet, helf mir mal!“ wandte Roy sich, sich leicht zu ihm umdrehend, nun zu seinem Kollegen um. Gab ihm mittels einer hastigen Handbewegung zu verstehen, dass er zu ihm kommen sollte.

Chet zögerte für den Bruchteil einer Sekunde, tat aber dann wie geheißen und trat zu Roy und Johnny heran. Gemeinsam halfen sie ihm auf die Beine und nach draußen. Jedoch gestaltete sie das ganze als etwas schwierig. Denn Johnny hatte sich, allem Anschein nach ein Bein gebrochen und eine Schulter ausgekugelt.


Draußen angekommen wurde Johnny umgehend von seinem Partner versorgt und anschließend auch ins Rampert begleitet.



Nun lag er, den linken Arm hinter dem Kopf verschränkt, den Rechten in einer Schlinge auf der Brust ruhend, das rechte, in Gips gehüllte, Bein, auf einem Kissen leicht hoch gelagert,  in einem der Behandlungsräume und wartete darauf, dass er von Dixie auf Station gebracht wurde.
Bis es jedoch soweit war, durften die Jungs noch für einen kurzen Moment zu ihm rein.
„Hey, Kleiner“ wurde er, da er als Erster zu ihm in den Raum trat, leicht lächelnd, zuerst von Roy begrüßt.
„Hey, Johnny.“ traten nach ihm nun auch Mike und Marco zu ihm in den Raum, wobei sie ihm ebenfalls leicht zulächelnd und eine Hand leicht zum Gruß anhoben.
Mit etwas Verzögerung trat schließlich auch Hank zu ihnen in den Raum.
„Hier will sich noch jemand bei ihnen entschuldigen, John.“ kam er, mit einer Hand hinter sich deutend, den Blick jedoch auf sein jüngstes Teammitglied gerichtet, am Fußende des Behandlungstisches zum Stehen.
„Nun kommen sie schon rein, Kelly.“ ließ Hank jedoch im nächsten Augenblick nochmals von Johnny ab und wandte sich stattdessen an denjenigen, dem Johnny seinen Krankenhausaufentahlt zu verdanken hatte.

Den Blick gesenkt, den Kopf kaum merklich eingezogen, die Hände in die Hosentaschen gesteckt, trat Chet schließlich nun ebenfalls in den Raum.
Da die Jungs ihm allesamt Platz gemacht hatten, konnte er direkt zu Johnny an den Untersuchungstisch herantreten.
„Ich höre?“ sah Johnny, die Augenbrauen erwartungsvoll hochgezogen, den linken Arm nun hinter seinem Kopf hervorziehend, von unten herauf, zu ihm auf.
„Es tut mir leid, Gage.“ drang es daraufhin, einem Nuscheln gleich, kaum hörbar, aus Chet's Kehle.
„Was hast du gesagt? Kannst du das nochmal wiederholen? Ich glaub, ich hab dich nicht richtig verstanden?“ tat Johnny so, als ob er ihn nicht richtig gehört hätte.
„Es tut mir leid, Gage!“ wiederholte Chet seine Worte daraufhin laut und deutlich, so dass jeder sie nun hören konnte.

Johnny wollte gerade dazu ansetzen, etwas zu sagen, als die Tür zum Behandlungsraum geöffnet wurde und Dixie nun zu ihnen hereintrat.
„Es tut mir leid, Jungs, aber der Patient braucht jetzt Ruhe.“ sah sie, die Augenbrauen leicht hochgezogen, mit gespielt ermahnendem Blick jedem Einzelnen von ihnen auf.
Da sich jedoch keiner von ihnen regte, war es nun Hank, der das Wort ergriff.
„Ihr habt's gehört, Jungs.“ gab er ihnen, mittels einer Hand in Richtung der Tür deutend, zu verstehen, dass sie gehen sollten.

„Also dann, wir seh'n uns, Kleiner.“ verabschiedete sich Roy, ihm erneut leicht zulächelnd, eine Hand leicht anhebend, als Erster von ihm und wandte sich anschließend auch schon zum Gehen.
„Bis dann, Johnny.“ taten Mike und Marco es ihm im nächsten Augenblick gleich.
Chet hingegen wandte sich, ohne ein Wort zu sagen, von ihm ab.
Hank jedoch lächelte seinem jüngsten Teammitglied aufmunternd zu, ehe auch er sich zum Gehen wandte.

„Happy Halloween, Jungs.“ verabschiedete auch Dixie sich, mit einem Lächeln zu ihnen aufsehend, von ihnen, während sie, Einer nach dem Anderen, auf den Flur hinaus traten.

Johnny sah ihnen, aus leicht wehmütigen Augen hinter her, als die Jungs den Raum verließen, wobei ihm seine Worte, einem Seufzen gleich, aus der Kehle drangen.
„Ja... Happy Halloween....“
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