Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Someone's Bizarre Adventure Part 1: Star Spangled Banners

GeschichteAbenteuer / P16 / Gen
Emporio Alnino Irene Jotaro Kujo OC (Own Character) Stands
30.10.2019
24.12.2019
2
5.593
 
Alle Kapitel
noch keine Reviews
Dieses Kapitel
noch keine Reviews
 
 
24.12.2019 3.144
 
Sequoia National Forest – Kalifornien


James saß mit einem angespanntem Lächeln auf einem recht stabilem Holzbett in einer ebenso stabilen Holzhütte, irgendwo in einem Wald. Mit ihm waren noch drei andere Personen in der Hütte. Nathan, ein recht angepisst wirkender Lateinamerikaner. Billy, ein recht gut gebauter Mann, der fast so aussah, als wäre er dem Klischeebild eines Nordic Alien entsprungen. Blaue Augen. Lange, blonde Haare. Und darüber hinaus eine recht positiv gestellte Attitüde, obwohl er von James´s ehemaligen Schutzbefohlenen vermutlich gefoltert wurde. Aber was James mehr Angst machte, war die andere Person. Sie trug eine komplett schwarze Uniform und war zudem auch noch mit einer Neoprenmaske und Skibrille vermummt. Aber da war noch die Waffe, die er trug. James erkannte, dass es sich dabei um eine M4 handelte. Und er wusste auch, das diese Waffe entsichert war.
„Entschuldigung, Billy?“, flüsterte er seinem Zimmergenossen auf der anderen Seite der Hütte zu und diese Antwortete mit einem so lautem: „Ja?!“, dass James vor Schreck zusammenzuckte. James räusperte sich noch einmal ehe er nervös fortfuhr: „Ähm, also. Muss ihr Kollege eigentlich die Waffe die ganze Zeit entsichert haben? Ich glaube nicht, das wir nach unserer Notlandung etwas zu befürchten hätten.“ „Das ist sein Tick“, antwortete ihm Billy, während er mit einem Paddelball spielte: „Er kommt aus sehr schlechten Verhältnissen und ist daher etwas paranoid.“ „Papperlapap!“, meckerte Nathan nun: „Sag ihm einfach wie es ist!“ „Ich glaube nicht, dass unser Neuer mir das abkaufen würde.“ „Billy“, meldete sich James nun wieder mit einem etwas ernsterem Ton zu Wort: „Du hast es geschafft, dass ich dir auf dieses Himmelfahrtskommando gefolgt bin. Und wir haben den Absturz überlebt, obwohl wir dies unmöglich hätten tun können. In diesem Moment würde ich dir alles glauben, also sag´s einfach.“ Billy seufzte und begann dann zu erläutern: „Er kommt aus einem vernichtetem Paralelluniversum und die Zerstörung eben Dieses hat ihn leicht traumatisiert.“ „Was?!“, schrie James unglaubwürdig, woraufhin Nathan genervt aufseufzte. „Hab´s ja gesagt“, merkte der Angesprochene wieder an, wobei er wohl kurz davorstand den Paddelball Rekord zu brechen. So schnell, wie er nun mit diesem herum dribbelte.
Währenddessen hatte die schwarz gekleidete Gestalt überhaupt nicht reagiert und stand nur da. James stammelte nur Wortfetzen vor sich hin, ehe er seine Sprache wiedergefunden habe und schließlich aufschrie: „Wieso hab ich die Hütte nicht gesehen?!“ „Kannst du mal aufhören, so dumme Fragen zu stellen?!“, schrie der genervte Nathan ihn nun wütend an und sah schon danach aus, James ordentlich einzuheizen. Doch Billy hielt Nathan zurück und ließ dabei den Paddelball fallen. „Hey hey hey hey“, sprach er beschwichtigend auf Nathan ein: „Komm mal wieder runter. Und jetzt sitzt er wohl auch mit im Boot.“ „Er sollte einen Scheiß wissen!“, klagte Nathan ihn an: „Ich versteh nicht, warum wir ihn nicht einfach nach dem Transport getötet haben!“ „Weil seine Fähigkeiten nützlich sind.“ „Ja, natürlich! Die waren echt nützlich, beim Dezimieren seiner eigenen Leute!“ „Er weiß ja wohl noch nicht genau, wie...“ Während sich im Hintergrund das Streitgespräch der Beiden fortfuhr, wandte sich James an die schwarz gekleidete Figur. „Hey“, sprach er ihn ruhig an: „Mache ich ihnen zufällig Angst, weil ich Soldat war?“ Die Person reagierte zur Überraschung von James damit, dass diese leicht den Kopf schüttelte. „Ansonsten sind sie in Ordnung?“ Die Person nickte als Antwort. „Können sie nicht sprechen?“ „Ich kann sprechen“, antwortete ihm nun die Gestalt dumpf und monoton: „Ich will nur nicht mit euch reden.“ „Na gut“, seufzte James leicht enttäuscht: „Dann lass ich sie wieder in Ruhe, okay?“ Die Person nickte. In der Zwischenzeit hatten auch Billy und Nathan ihr Streitgespräch beendet und saßen nun wieder auf ihren zugeteilten Betten. Billy schnappte sich sogleich den Paddelball vom Boden und fuhr damit fort, den Ball gegen den kleinen Holzschläger zu drippeln. Für eine lange Zeit war es ungewöhnlich still, abgesehen vom Paddelball. Zwar hätte James gerne etwas gefragt, doch verkniff er sich das Aussprechen dieser Fragen schnell. Einerseits, um die Ruhe zu genießen. Und zum anderen, da er bereits ahnte das alle seine Frage in naher Zukunft beantwortet werden würden.

Schließlich, nach einer gefühlten Ewigkeit des Geräusches von elastischem Plastik auf Holz, mischte sich ein anderer Laut in diesen. Das Geräusch von Schritten auf Laub. Die schwarz gekleidete Gestalt horchte merklich auf und ging von der Eingangstür weg. Kurz darauf wurde an diese scheinbar geklopft. Oder eher, man versuchte nach Dieser zu tasten. Schließlich wurde die Tür nach innen gedrückt und sie alle erkannten, wie ein etwas älterer Mann und eine blaue Gestalt nun langsam eintraten. Diese Schwerfälligkeit wich allerdings schnell wieder als der Mann, James erkannte und die blaue Gestalt sich unglaublich schnell auf ihn zubewegte und ihn mit Barrage von Schlägen eindecken wollte. Jedoch erschien darauf die große Gestalt über James gebeugt und schütze ihn so vor den Angriffen. Allerdings ging dabei auch lautstark das Bett zu Bruch. „Jotaro!“, schrie Billy erschrocken auf, woraufhin er von seinem Bett fiel: „Beruhige dich! Er gehört zu uns!“ Doch die blaue Gestalt ließ nicht von James´s „unsichtbarem Freund“ ab und schrie dabei unentwegt: „ORA ORA ORA ORA ORA ORA ORA ORA“ Der Angesprochene schien keineswegs zu reagieren und näherte sich James. Keiner der Drei machte Anstalten ihn aufzuhalten. Jedoch wurde Jotaro von einer dicken Schnur von hinter ihm um die Hüfte gepackt und nach hinten gezogen, woraufhin die blaue Gestalt verschwand. Hinter Jotaro trat nun eine merkwürdig vermummte Gestalt ein. Es schien so, als wäre sie von einer Membran umgeben. Jedoch verschwand diese und darunter erkannten alle eine junge und gutgekleidete Frau. „Jolyne!“, sprach die schwarz gekleidete Person die Frau fast schon erleichtert an, doch diese warf der Person einen bösen Blick zu. „Emporio“, seufzte sie: „Ich haben dir schon hundert mal gesagt, dass ich so nicht heiße. Mein. Name. Ist. IRENE!“ Beim letzten Wort, erschien eine andere Gestalt zwischen der Frau und Emporio, und versuchte diesen mit einem Fausthieb zu treffen. Allerdings traf diese dann aber doch ins Leere. „Tut mir leid“, entschuldigte sich Irene bei Emporio: „Ich habe mich manchmal nicht unter Kontrolle.“ Allerdings fügte sie streng hinzu: „Aber es liegt auch an dir, dass du dir meinen Namen nicht merken kannst, Emporio.“ Der Angesprochene nickte überraschend heftig, als wäre er ein Kind, was sich bei seiner Mutter entschuldigt.

„Leute!?“, fragte James nun wieder laut in die Runde, wobei er immer noch im Schutt seines Bettes lag: „Der ältere Heer da wollte mich gerade umbringen! Und ihr kehrt das einfach so unter den Tisch?!“ Billy, Irene und Emporio sahen etwas verwirrt zu ihm, während Nathan schon wieder genervt seufzte. „Mein Gott“, sagte er schließlich zu James gewandt: „Hast du es immer noch nicht kapiert, was das war?!“ „Was was war?“ „Die blaue Person.“ „Du meinst seinen Imaginären...“, begann James, doch unterbrach ihn Nathan mit einen angedeuteten Tritt gegen seinen Bauch. „Hör auf sie so zu nennen!“, schrie er ihn unverständlich wütend an: „So heißen sie nicht!“ „Nathan“, begann sich nun Jotaro ins Gespräch einzumischen: „Du solltest deine Einstellung gegenüber Unwissenden einstellen.“ Er fuhr nun etwas freundlicher fort, wobei er sich an James wandte: „Und mir tut es leid, dich einfach angegriffen zu haben. Du musst wissen, das ich recht viel erlebt habe und daher nicht gut auf Fremde in meinem Umfeld zu sprechen bin.“ Mit fast schon grimmigem Blick reichte Jotaro ihm seine Hand, doch der Angesprochene rappelte sich auf. „Nein danke“, sagte er merkbar eingeschüchtert: „Ich sollte sie wirklich nicht noch mehr unter Druck setzten. Aber, wie heißen die Dinger eigentlich nun?“ „Billy hat dich noch nicht eingewiesen?“, fragte nun Irene neugierig, wobei sie immer noch bei Emporio stand. „Nein“, antwortete James trocken: „In was soll er mich eingewiesen haben?“ Jotaro, Irene und Emporio sahen nun grimmig zu Billy, welcher ein langes Lächeln aufsetzte und mit den Schultern zuckte. „Sorry“, antwortete er langgezogen: „Ich hab da wohl was vergessen.“ „Was hast du vergessen?!“, fragte James nun mehr panisch. „Kein Grund zur Sorge“, versuchte Billy ihn zu beruhigen: „Wird nur ein kleiner Crashkurs.“ „Ein Crashkurs?“ „Jep.“ „Dann schieß mal los.“ Billy räusperte sich, ehe er langsam weiter sprach: „Also, die „unsichtbaren Freunde“ wie du sie vorher genannt hast, haben eine ganz andere Bezeichnung. Sie werden Stands genannt und sind eine Manifestation deines Kampfgeistes.“ „Aber wieso konnten dann andere mein Stand nicht sehen?“, warf James ein, wobei sich dieser zusammenriss, es nicht wieder unsichtbarer Freund zu nennen. „Gute Frage“, warf Billy ein: „Und die Antwort darauf wäre, das wir es auch nicht so genau wissen.“ Eine kurze Stille schien im Raum zu stehen, ehe Billy dann fortfuhr: „Aber genug davon. Da du ja jetzt Teil unseres Team bist, ist es wohl höchste Eiszeit uns vorzustellen. Und mit uns, meine ich eigentlich das ich ungefragt einem noch wild fremden Menschen Informationen meiner Teamkameraden anvertraue, ohne diese vorher um Erlaubnis zu bitten.“ Den letzten Satz ratterte er im Akkord runter und grinste James im Anschluss wie ein fröhliches Kind an. Dieser entgegnete ihm im verwirrtem Ton: „Gut?“

„Sehr schön!“, rief Billy aus und fuhr sogleich damit fort seine Kameraden vorzustellen. „Mit meiner rechten Hand Nathan Queens und seinem Stand, Down Under, solltest du schon Bekanntschaft gemacht haben. Sein Stand kann unorganische Materialien beeinflussen. Der maskierte Kollege hier heißt Emporio Alniño und sein Stand, Burning Down The House, ist überhaupt der Grund, das wir uns hier gerade so ungestört aufhalten können. Denn sein Stand erlaubt es ihm, die Geister von Räumlichkeiten und all der darin befundenen Gegenstände für Andere begehbar zu machen. Die reizende Damen neben ihn ist unsere Spionin im Team, Irene Kujo. Ihr Stand, Soapmouth, erlaubt es ihr sich als nahezu jede Person zu tarnen, die Irene zu Gesicht bekommt. Zumindest ist es ihre primäre Fähigkeit. Der ältere Mann neben ihr ist ihr Vater und eine Art Ehrenmitglied in unserer Crew, Jotaro Kujo. Sein Stand, Ocean Man, erlaubt es ihm das Wasser in der Luft zu absorbieren um es in seinem Körper entweder zu erhitzen oder zu gefrieren. Je nachdem fallen auch seine Faustschläge unterschiedlich aus.“ Mit jeder weiteren Erklärung wurde James´s Gesichtsausdruck immer verwirrter. „Und zu guter Letzt“, fuhr Billy schließlich fort, als würde er den Gesichtsausdruck von James nicht bemerken: „Haben wir mich, den Captain der Einheit. Billy Armstrong. Mein Stand, Lovetrain, erlaubt es mir, jegliches Unglück von mir abzuwenden und es in mein eigenes Glück zu verwandeln.“ James saß da und versuchte seine Optionen abzuwägen. Sein erster Gedanke war, einfach wegzurennen. Aber wenn dieser Irre vor ihm nicht gelogen hatte, wäre es wahrscheinlich sinnlos von hier wegzulaufen. Vor allem dann, wenn man die anderen Fähigkeiten außer Acht ließ, die seine „Kameraden“ besaßen. Sein zweiter Gedanke war, dass er sie einfach anlügen würde. Er würde einfach sagen, das er nicht verstand was das ganze hier sein sollte und warum er überhaupt hier war und so weiter. Aber da erinnerte er sich, dass die Anderen ja bereits sein „Stand“ gesehen hatten. Also wäre diese Lüge wohl sinnlos gewesen. Schließlich blieb er bei der einzigen Option hängen, die seiner Meinung nach diese Situation irgendwohin führen konnte. Einfach mitspielen. „Nun“, unterbrach James nun die kurze Stille: „Wie soll es nun weitergehen, Mister Armstrong?“ Billy schien kurz nachzudenken, ehe er antwortete: „Wie wäre es, wenn du uns etwas über dich erzählst.“ „Nun ja“, antwortete er schulterzuckend: „Da gibt es nicht allzu viel zu sagen. Ich habe halt ein recht normales und schönes Leben geführt, guten Abschluss gemacht, konnte mich bei der Army als Privat behaupten, hatte auch den ein oder anderen Außeneinsatz, wurde nach Area 51 um stationiert. Und jetzt bin ich halt hier.“ „Und dein Stand?“ „Ach. Ihn hatte ich schon seid ich vielleicht 9 war. Ich habe bis heute tatsächlich keine Ahnung wo er herkam.“ Billy lächelte zufrieden: „Sehr schön. Das müsste dafür sprechen, dass du dein Stand von Geburt an hattest. Diese sind normalerer Weise stärker als solche, die man von außerhalb erhält.“ „Es gibt unterschiedliche Wege, so etwas zu bekommen?“, fragte James erneut irritiert von Billys Aussage. Ein Nicken unterstrich nochmal seine Aussage, ehe sich nun Jotaro dazu meldete. „Wir sollten langsam los“, sagte er: „Wir haben den....“ Noch bevor er seinen Satz zu ende reden konnte, war Billy schon aus der Holzhütte gerannt. „Warum hast du mir das nicht eher erzählt?!“, schrie Billy enthusiastisch, als er im Wald verschwand.

James schaute ihm entgeistert hinterher, während sich Nathan sich zu den Anderen begab und zusammen mit ihnen die Hütte verließ. „Kommst du?“, fragte Irene, die immer noch in der Tür stand. James begab sich daraufhin ohne weitere Worte aus dem Schutt und verließ die Hütte. Als er aus dieser ausgetreten war, sah er sich nochmal nach ihr um. Dort war nichts. Nur eine riesige Grasfläche. „Ich sollte aufhören darüber nachzudenken“, seufzte James leise zu sich und wandte sich nun vom Waldstück ab und folgte den Anderen aus der Lichtung hinaus. Nach kurzem Wandern, waren sie an einem Waldweg angekommen. Auf diesem parkte ein 1935ger Dodge, wobei Billy auf dem Fahrersitz saß und dabei unentwegt die Hupe betätigte. Er grinste dabei wie ein glückliches Kind. „Was ist denn in ihn gefahren?“, fragte James ungläubig auf den Dodge deutend und Nathan antwortete ihm seufzend: „Er mag seine Karre.“ „Steigt ein, ihr Loser!“, schrie Billy den Anderen im Anschluss überschwänglich zu: „Wir gehen shoppen!“ Daraufhin begann er wieder wie ein Irrer in die Hupe zu drücken. Nun war es Irene, die genervt aufseufzte: „Hör auf herumzualbern, Billy! Dafür haben wir dich nicht hergebracht!“ Anstatt allerdings eine Reaktion zu erwarten, trotete sie im Anschluss auf den Dodge zu und stieg hinten ein. Ihr Vater und Nathan folgten ihr und James bildete die Nachhut. Als James direkt vor dem Dodge stand, drehte er sich nochmal um, um nach Emporio zu sehen. Jedoch war er nicht mehr da. „Was ist mit eurem Kollegen?“, fragte James scheinbar leicht verängstigt. „Mach dir um den keine Sorgen!“, rief Billy fröhlich: „Der kennt die Wälder wie seine Hosentasche. Und wir haben im Sequoia National Forest genug Geisterräume, in denen er Zuflucht suchen kann. Aber jetzt komm. Steig ein!“ Er hupte erneut mehrmals auf die Hupe, wurde aber durch Nathan unterbrochen, der nun auf dem Beifahrersitz saß und ihn einen Schlag auf den Hinterkopf gab. Mit einem mulmigem Gefühl stieg James in den Dodge ein.

Und wie auf Befehl, ließ Billy die Reifen lautstark durchdrehen, ehe er Vollgas gab. James war dabei der Einzige, dem dieses Ritual zu erschrecken schien, denn die Anderen waren entweder damit beschäftigt ruhig zu sein, oder wie im Falle von Irene, zu Musik aus einem Smartphone zu hören. „Dürfen wir überhaupt so schnell fahren?!“, schrillte James in deutlich panischem Ton. „Alles gut!“, antwortete Billy ihm stark laut und fügte dann noch neugierig hinzu: „Bist du nicht schwindelfrei?!“ „Wenn er es wäre“, gab nun Nathan genervt von sich: „wäre er nie Soldat in der Army geworden.“ „Ich bin es einfach nicht gewohnt, mit so einer schnellen Geschwindigkeit in Zivil zu fahren“, gab James zu verstehen, während er sich vor Angst am Innengriff des Dodges festhielt. Billy lachte. „Du bist kein Zivilist mehr!“, gab Billy ihn dabei zu verstehen: „Du gehörst schließlich nun zu unserer Organisation!“ „Welche Organisation überhaupt?!“ „Sagt dir der Name Speedwagon Foundation irgendetwas?!“ „Ja! Sag bloß, ich bin jetzt ein Wissenschaftler von denen!“ „So etwas ähnliches“, lachte Billy als Antwort und gab nur noch mehr Gas. Die Insassen wurden im Auto heftig durchgeschüttelt und James war der Einzige, dem es irgendwie negativ zu beeinträchtigen schien. „Wo geht es eigentlich hin?!“ „McNary. Arizona“, antwortete ihm Nathan in einer so kalten Art, als würde ihm das heftige Gewackel nichts ausmachen. James erbleichte. Jotaro musste das irgendwie mitbekommen haben, denn er fügte hinzu: „Das wird eine lange Reise. Ich fürchte, du solltest vorerst bis zu unserer ersten rast durchhalten. Auch wenn sie wohl noch lange dauern kann, so wie ich Billy kenne.“ Mit einem Stöhnen akzeptierte James seine aktuelle Lage, bevor sie über eine Erhebung im Weg rasten und dabei sein Kopf unsanft an die Decke des Dodges geriet.



Route 260 - Arizona


Nach einer stundenlangen Autofahrt mit gerade einmal einer Pause dazwischen, fuhr Billy nun rechts ran und hielt an einer Zapfsäule an. Diese stand vor einem kleinen Motel. „Endstation!“, verkündete Billy erfreut. Irene hörte immer noch ihre Musik und ihr Vater war schon neben ihr eingeschlafen. Nathan blieb kühl wie immer, während James als Antwort auf Billy´s Verkündung nach draußen in die kalte Nacht stolperte und sich vor der Zapfsäule übergab. Nathan stieg nach ihm aus und begab sich direkt auf das Motel zu. Aus diesem kam nun auch eine Frau mit pinken, kurzen Haaren heraus. Sie schien die Truppe zu kennen, denn sie begrüßte den Angepissten mit einem leichtherzig grummelnden: „Abend, Nathan.“ „Abend, Anna“, erwiderte der Angesprochene: „Hast du sie?“ Als Antwort, warf Anna ihm einen Schlüsselbund zu, woraufhin er diesen auffing und in das Motel verschwand. Anna begab sich nun zum Dodge, doch bevor sie sich um den Fremden kümmerte der da gerade ihre Zapfsäule am vollkübeln war, klopfte sie sanft ans Fenster. Ihre müde Mimik erhellte sich schlagartig, als sie eine ihr wohl bekannte Person im Dodge sitzen sah. Irene Kujo. Ihre Geliebte. „Wǒ de àirén“, seufzte sie glücklich, ehe sie sich zu James begab und ihn auf die Schulter klopfte. Erst wollte sie ihm die Hölle heiß machen, aber als sich James zu ihr umdrehte und sie ihr bleiches Gesicht sah, erschrak sie. „Was ist mit dir passiert?!“, schrie sie dabei auf. James gab nur einen verwirrten Seufzer von sich, ehe er wieder würgte und weiter kotzte. Anna wandte sich nun eilig an Billy, welche mit einem Dauer grinsen vor seinem Lenkrad saß.

Sie musste zuerst gegen das Fenster hauen, damit sie seine Aufmerksamkeit hatte. „Billy!“, schrie sie ihn vorwurfsvoll an: „Dafür haben wir dich nicht zurückgeholt!“ Dabei deutete sie auf James, welcher nun schwer atmend auf dem Boden kniete, vor ihm eine Pfütze aus Erbrochenem. Billy sah genau zu James hin, stieg dann vorsichtig aus und näherte sich ihm. „James?“, fragte er dabei besorgt: „Ist alles in..?“ Doch bevor er seinen Satz beendet hatte, kippte James nach Vorne in das Erbrochen und Billy eilte nun zu ihm. „James?!“, rief er dabei panisch und hob ihm vom Boden auf. Allerdings seufzte er kurz darauf erleichtert: „Er schläft nur.“ Anna stand daneben und sah den Schlafenden unglaubwürdig an. „Echt jetzt?“, flüsterte sie dabei: „Erst alles vollkotzen und dann wegpennen?“ Billy stand auf, wobei sie ihm James einfach so in die Arme drückte und daraufhin ebenfalls ins Motel verschwand. „Hey!“ rief sie ihm hinterher, ehe er sich zu ihr umdrehte. „Deine Kundschaft, deine Verpflichtung“, klärte Billy ihr schadenfroh auf, bevor er breit grinsend ins Motel verschwand. „Wúsuǒwèi!“, seufzte sie genervt, während sie den schnarchenden James in ihr Motel transportierte: „Je schneller ich hiermit fertig bin, desto eher kann ich mit Irene schmusen.“ Doch kurz bevor sie eintraf, fiel sie vor lauter Müdigkeit auf die Knie. Sie versuchte zwar noch bei Bewusstsein zu bleiben, doch verlor sie dies schließlich, trotz aller Anstrengung. Und auch alle Anderen im und um das Motel herum, schliefen. Ob sie wollten, oder nicht.
 
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast