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Castle & Beckett - Partner und Freunde fürs Leben

von Ahadi
SammlungFreundschaft, Liebesgeschichte / P16 / Gen
Kate Beckett Richard Castle
30.10.2019
10.12.2020
50
162.840
6
Alle Kapitel
164 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
27.11.2019 3.277
 
Moin, moin ihr lieben Leut.

Heute geht es, da ich bislang nur ein einziges Review erhalten habe und zwar von meiner treuen und unermüdlichen Leserin JohannaJames, wofür ich mich natürlich nochmal vielmals bei ihr bedanken möchte, genauso wie beim letzten Mal auch, sofort und ohne irgendwelche Verzögerungen los, ich wünsche euch allen gute Unterhaltung beim Lesen!

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Det. Kate Beckett und ihr Team hatte es in den vergangenen Tagen alles andere als leicht, nicht nur, dass sie gerade einen Mordfall bearbeiteten, der nur aus Sackgassen zu bestehen schien, nein, zu allem Überfluss mussten sie auch noch mit einem Detektive vom Dezernat für Bandenkriminalität, namens Frank Hendricks, zusammen arbeiten, der unerträglicher nicht hätte sein können.

Denn anstatt, dass er den Ermittlern hilfreich unter die Arme griff, so wie es eigentlich seine Aufgabe war, verbrachte er seine Zeit lieber damit seine Kollegen, die verbissen an der Lösung des Falls arbeiteten, mit seinen unzähligen Geschichten zu unterhalten, in denen er sich jedes Mal als glorreichen Helden darstellte, der die Verbrecher im Alleingang zur Strecke brachte.

Vor allem Beckett ging der auswärtige Detektive mit seinem angeberischen Getue gewaltig auf die Nerven, der hochnäsige Kerl ließ echt keine einzige, sich bietende Gelegenheit aus, um vor der attraktiven Teamleiterin herum zu prahlen, wie so ein Gockel auf der Miste und mit seinen Superhelden-Storys bei ihr Eindruck schinden zu wollen.

Da hat er jene Schieberbande ganz alleine hops genommen, hier hat er jenen Bandenchef, natürlich solo, dingfest gemacht, er erzählte immer wieder dieselben eintönigen Geschichten, wirklich jedes Mal, wenn Hendricks den Mund aufmachte, gab er, statt etwas sinnvollem oder hilfreichem, stattdessen nur eine weitere seiner zahllosen Heldentaten zum Besten.

Und obwohl die Polizistin bekanntlich eine Engelsgeduld besaß, hatte sie von Hendricks ständiger Angeberei trotzdem so langsam aber sicher die Nase gestrichen voll und sie schwor sich, dass, wenn er ihr auch nur noch ein einziges Mal mit einem seiner Märchen kam, sie ihm dann eigenhändig das Maul stopfen würde, ganz egal wie.

Sie war ja bislang fest davon überzeugt gewesen, dass Castle schon unerträglich war, als er damals anfing ihr zu folgen, aber der werte Herr Kollege schlug mit der Art, die er an den Tag legte, die Weise, wie der Autor sich zu Beginn ihrer Zusammenarbeit verhielt, um Längen und ließ sie völlig neue Maßstäbe setzen, was das egoistisch, überheblich und unausstehlich sein betrifft.

Ihr Schatten war, wie bereits erwähnt, zu Anfang ja schon ziemlich nervig gewesen und hatte sich wie so ein 12-jähriger auf Zuckschock benommen, aber zum Glück hatte er dieses Verhalten inzwischen abgelegt, zumindest größtenteils, ganz im Gegensatz zu Hendricks, der sich pausenlos aufführte, wie so ein pubertierender, dauergeiler Teenager.

Wenn Rick wieder mal seine kindischen fünf Minuten hatte und sie ihm sagte, dass es genug war, dass er sofort damit aufhören und sich gefälligst wieder anständig benehmen soll, dann tat er das auch, er schmollte dann zwar ein wenig, aber er hörte zumindest auf sie, es war halt alles einfach nur eine Sache der Erziehung und bei ihrem Partner hatte sie diesbezüglich erstklassige Arbeit geleistet.

Bei Hendricks hatte man es jedoch ganz offensichtlich versäumt, ihn im Bezug auf den Umgang mit anderen Kollegen anständig zu erziehen und sie war sich ganz sicher, dass jedweder Versuch, ihn doch noch zu einem umgänglichen Cop zu machen, völlig zwecklos wäre, denn zum einen wäre es dafür viel zu spät und zum anderen vergebene Liebesmüh.

Ob es nun ein Versäumnis der Akademie war Hendricks zu einem umgänglichen Kollegen heran zu ziehen oder nicht, das vermochte sie nicht zu beurteilen, aber wahrscheinlich war er halt der Typ Mann, der einfach nicht mit anderen zusammen arbeiten konnte, ohne ständig vor diesen angeben zu müssen und seinen Mitmenschen damit gehörig auf die Nerven zu gehen, solche Leute sollte es ja bekanntlich geben.

Somit war alles, was sie und ihr Team zur Zeit tun konnte, die Zähne zusammen zu beißen und einfach zu hoffen, dass sie den Fall möglichst bald lösen würden, denn je früher sie den Mörder fanden und hinter Gitter brachten, desto schneller würden sie Hendricks los werden und umso eher würde endlich wieder Ruhe im Revier einkehren.

Ein paar Tage später…

Beckett stand im Pausenraum und sah ihrem Berater dabei zu, wie er für sie beide einen frischen, leckeren Kaffee zubereitete, es mag sich zwar vielleicht banal anhören, aber sie mochte es ihn dabei zu beobachten, seine geübten und präzisen Handgriffe, sein konzentrierter Gesichts- und Augenausdruck, sie fand den gesamten Vorgang einfach nur wahnsinnig faszinierend.

Und während sie ihm weiter mit Begeisterung bei der Kaffeezubereitung zusah, jubelte sie innerlich vor Freude, dass der Fall jetzt endlich gelöst war, was nicht nur bedeutete, dass ein Mörder ein für alle Mal hinter Schloss und Riegel war, sondern auch, dass sie Detektive Hendricks nun endlich vom Hacken hatten und sie sich keine seiner Angeber-Geschichten mehr anhören mussten.

„Hier, bitte sehr. Einen Kaffee, mit sehr viel Liebe zubereitet, für die beste Mordermittlerin des NYPD und die schönste Frau von ganz New York City“, überreichte der Bestsellerautor seiner Muse, mit diesen feierlichen Worten und einem charmanten Lächeln im Gesicht, den von ihm eigenhändig gezauberten Kaffee.

„Danke Rick, das ist echt süß von Dir“, nahm sie die ihr von ihm gereichte Tasse Kaffee, mit einem strahlenden Lächeln und einem glücklichen Funkeln in den Augen entgegen, sie blickte auf die braune, leicht dampfende Flüssigkeit und musste prompt über das fröhliche Smiley-Gesicht kichern, das er kunstvoll in den hellen Schaum gezeichnet hatte.

„Always“, antwortete er kurz und bündig, überglücklich darüber, dass ihr nicht nur der Kaffee, sondern auch das kleine Kunstwerk in der Crema zu gefallen schien, er verschönerte ihren Kaffee zwar nicht unbedingt immer, aber hin und wieder, wie zum Beispiel jetzt, zum erfolgreichen Abschluss eines Falles, tat er es schon für sie, liebend gerne sogar.

Alles für die Menschen, die mir wichtig sind und die ich liebe, das war sein Motto, an das er sich eisern hielt und sich auch in Zukunft stets halten würde, ganz egal, was auch immer passieren mag, für die Personen in seinem Leben, die ihm etwas bedeuteten, würde er definitiv alles, wirklich einfach alles tun, um sie glücklich zu machen.

Dies galt vor allem für seine Mutter Martha, seine Tochter Alexis und nicht zuletzt auch für seine Partnerin Beckett, die Frau, die ihm bereits ziemlich zu Beginn ihrer Partnerschaft sein Herz gestohlen hatte und selbst wenn es möglich wäre, würde er dennoch niemals wollen, dass sie es ihm wieder zurückgab, es gehörte ihr und würde ihr auch immer gehören, solange er lebte.

Allerdings sollte die traute Zweisamkeit des Duos nicht lange anhalten und jäh gestört werden, als niemand anderes als Detektive Frank Hendricks den Pausenraum betrat, mit einem selbstsicheren, überheblichen Grinsen im Gesicht und was auch immer er vorhatte, es war auf keinen Fall etwas Gutes, es dürfte wohl eher das genaue Gegenteil davon sein.

„Da bist Du ja, Süße, ich habe Dich schon überall gesucht“, wurde die brünette Polizistin von ihrem auswärtigen Kollegen, in dessen typischer, unangebrachter und indiskreter Art und Weise begrüßt und als ob das nicht schon genug wäre, legte er, als er direkt neben ihr stand, auch noch seinen rechten Arm um sie und drückte sie an sich.

„Erstens bin ich für Sie immer noch Detektive Beckett. Und zweitens rate ich Ihnen, jetzt sofort Ihre Hände von mir weg zu nehmen, bevor ich sie Ihnen breche“, machte sie ihm zunächst einmal unmissverständlich klar, dass sie nicht seine Süße war, ehe sie ihm riet, sie auf der Stelle wieder los zu lassen, bevor sie ihn gewaltsam dazu bringen würde.

Und obwohl sie nicht gedacht hätte, dass er ihrer Aufforderung wirklich nachkommen würde, tat er es aber doch und ließ sie in der nächsten Sekunden tatsächlich wieder los, blieb aber dicht bei ihr stehen und auch das anmaßende Grinsen in seinem Gesicht, wich nicht einen einzigen Millimeter von seinem Platz um seine Mundwinkel herum.

„Sorry, Detektive Beckett, war nicht so gemeint. Was halten Sie davon, wenn ich Sie als Wiedergutmachung heute Abend zum Essen einlade?“, war seine Entschuldigung genauso unecht und unaufrichtig, wie seine plötzlich auftretende Höflichkeit, mit der er sie zum Zwecke der „Wiedergutmachung“ zum Abendessen einlud.

„Tut mir leid, Sie enttäuschen zu müssen, Detektive Hendricks, aber ich habe heute Abend bereits etwas vor“, präsentierte sie ihm prompt ihre Absage, wobei ihr Bedauern ebenso eindeutig gespielt war, wie seine Freundlichkeit, zwar war das normalerweise nicht ihre Art, aber irgendwie musste sie ihm ja ihr Desinteresse klar machen.

„Macht nichts, dann gehen wir halt morgen Abend einen Happen miteinander essen“, konnte oder wollte er ihr nicht vorhandenes Interesse an einer Verabredung mit ihm oder besser gesagt an seiner Person an sich nicht erkennen, so oder so, auf jeden Fall dachte der selbsternannte Superheld ja gar nicht daran, einfach so nach zu geben.

„Sorry, aber morgen Abend habe ich auch schon was vor“, folgte die nächste Absage unverzüglich, sprichwörtlich auf dem Fuße und am Klang ihrer Stimme war ganz deutlich zu hören, dass ihr allmählich der Geduldsfaden riss, es war sowieso ein Wunder, dass nach den letzten Tagen überhaupt noch etwas von ihrer Geduld übrig war, wenn auch nur ein extrem mickriger Rest.

„Mit wem haben Sie denn bitteschön was vor, Detektive Beckett? Etwa mit dem albernen Kasper da?“, verschränkte Hendricks beim ersten Satz die Arme vor der Brust, während er sie mit einem verärgerten Gesichts- bzw. Augenausdruck ansah, beim zweiten Satz nickte er mit seinem Kopf in Richtung des Schriftstellers, der ihn mit einem finsteren, nahezu tödlichen Blick bedachte.

„Ich wüsste zwar eigentlich nicht, was Sie das anginge, aber ja, ich bin mit Rick verabredet“, war ihre Aussage letztendlich nicht so unehrlich, wie es den Anschein hatte, denn sie hatte in der Tat vorgehabt ihren Partner heute Abend auf ein leckeres Essen bei ihrem Lieblingsdiner „Remys“ ein zu laden, um den erfolgreichen Abschluss des Falls zu feiern.

Und sie hatte auch ganz bewusst „Rick“ und nicht „Castle“ gesagt, um ihrem aufdringlichen Verehrer so hoffentlich endlich unmissverständlich vor Augen führen zu können, dass sie keinerlei Interesse an einem Date mit ihm, geschweige denn an ihm persönlich hatte und wer weiß?...vielleicht hatte sie ja Glück und er würde letztendlich tatsächlich Einsicht haben.

„Ja, das stimmt, wir sind verabredet“, trat der inoffizielle Polizeiberater mit diesen Worten vor, stellte sich neben seine Partner und legte seinen rechten Arm um sie, allerdings natürlich viel behutsamer und nicht einmal annähernd so zudringlich, wie Hendricks es zuvor getan hatte, was sie von ihm ehrlich gesagt auch nie anders erwarten würde.

„Das ist doch jetzt wohl hoffentlich nur ein schlechter Scherz oder? Ich meine, so eine heiße Schnecke wie Du, würde doch niemals ernsthaft lieber mit so einem Hanswurst ausgehen, anstatt mit einem scharfen Typen wie mir“, gab der gute Frank immer noch nicht auf, nicht einsehen wollend, dass er absolut keine Chance bei der Brünetten hatte.

„Doch, sogar tausendmal lieber. Und wenn Sie nicht schleunigst Ihren faulen Hintern aus dem Revier heraus bewegen, dann wird die „heiße Schnecke“ Ihnen einfach solange Feuer unter diesem machen, bis Sie es tun. Ist das klar?“, war Kates Geduldsfass mittlerweile einen fingerbreit davon entfernt endgültig über zu laufen und sie kurz davor ihn gewaltsam hinaus zu befördern, Kollege hin oder her.

„Oho, Du kannst ja richtig kratzbürstig sein. Nur zu, Sweetheart, da steh ich drauf“, grinste er Beckett dreckig an und wollte näher an sie heran treten, da hatte er aber leider die Rechnung ohne Castle gemacht, der prompt vortrat und sich abschirmend und schützend zugleich vor seine Muse stellte, er wusste zwar, dass sie keinen Schutz brauchte, wollte aber auch nicht, dass Hendricks ihr noch ein einziges Mal zu nahe kam.

„Zunächst einmal heißt Sie nicht Sweetheart, sondern nach wie vor Detektive Beckett. Und als nächstes meine ich mich zu erinnern, dass sie Sie aufgefordert hat zu gehen“, verschränkte der Buchautor die Arme vor der Brust und baute sich vor dem auswärtigen Ermittler auf, jedoch nicht bedrohlich, sondern einfach nur, um ihm zu zeigen, dass er keinen Zentimeter von der Stelle weichen würde.

„Und ich würde Ihnen raten, ihrer Aufforderung nach zu kommen, ansonsten…“, wollte er sein Gegenüber noch einmal, ein allerletztes Mal, höflichst darum bitten, seiner eigenen Gesundheit zuliebe, das Revier auf der Stelle zu verlassen, kam jedoch gar nicht dazu, seinen Satz zu beenden, da Hendricks ihm abrupt ins Wort fiel.

„Was sonst? Wollen Sie Witzfigur mir etwa drohen?“, baute der Detektive sich, unnachgiebig und dumm, wie er nun mal zu sein schien, bedrohlich vor seinem augenscheinlichen Rivalen auf, was, da die beiden Männer ungefähr gleich groß und auch ähnlich gebaut waren, schon ein wenig merkwürdig aussah und dem Anblick zweier Platzhirsche glich.

„Ich Ihnen drohen? Nein, keineswegs, das würde ich nie wagen. Ich möchte Sie lediglich freundlich auf die Optionen hinweisen, die Ihnen offen stehen“, wies Castle den Vorwurf der Bedrohung weit von sich, zwar fürchtete er sich nicht vor einem Zweikampf mit Hendricks, er wollte aber trotzdem erst einmal gewaltfrei versuchen, ihn zum Gehen zu bewegen.

„Option eins wäre, Sie gehen jetzt sofort freiwillig, was sehr förderlich für Ihre kostbare Gesundheit wäre. Option zwei dagegen wäre, dass ich und meine bezaubernde Partnerin Sie gemeinsam aus dem Revier begleiten“, zählte er seinem Gesprächspartner seine zwei Möglichkeiten auf und überließ ihm dann schlussendlich die Entscheidung, auf welche Weise er das Revier denn nun verlassen wollte.

Und für den Fall, dass Hendricks sich für Option B entscheiden und er sich dann trotzdem nicht von ihm und Beckett heraus begleiten lassen würde, könnten sie ja immer noch Ryan und Esposito zur Unterstützung herbei rufen oder die Jungs könnte die Eskorte am besten gleich von vorne rein übernehmen, so oder so, Frank würde keine Wahl bleiben.

Es vergingen einige Sekunden, in denen der auswärtige Detektive die ihm zur Verfügung stehenden Optionen ab zu wägen schien, bis er schließlich zu einer Entscheidung gekommen zu sein schien und Rick bereitete sich auf einen Kampf vor, indem er sämtliche Muskeln in seinem Körper anspannte und sich auf den ersten Schlag vorbereitete.

Doch Hendricks schien gar nicht kämpfen zu wollen, denn es geschah nichts dergleichen, stattdessen brummte er sich nur etwas unverständliches in seinen nicht vorhandenen Bart, machte dann auf dem Absatz kehrt und marschierte mit tief gekränktem, männlichem Stolz aus dem Pausenraum heraus und direkt in Richtung des Fahrstuhls.

„Gute Arbeit, Rick. Ich muss schon ehrlich sagen, ich bin tief beeindruckt von Dir. Du hast Dich nicht von ihm einschüchtern lassen und ihm stattdessen gezeigt, wer hier der Boss ist. Ich hätte es selber nicht besser machen können“, lobte sie ihn aufrichtig für seine, in ihren Augen, herausragende Leistung, ihren nervtötenden Kollegen erfolgreich in die Flucht zu schlagen.

„Vielen Dank, Kate. Aber ich bin mir sicher, dass Du ihn auch ganz ohne meine Hilfe los geworden wärst“, dankte er ihr einerseits, winkte andererseits jedoch ab, sich zu einhundert Prozent sicher, dass sie ihn auch ganz ohne seine Hilfe dazu gebracht hätte endlich das Weite zu suchen, war aber froh darüber, dass er seinen Teil dazu beitragen durfte.

„Ja, durchaus. Trotzdem hast Du die Konfrontation wirklich super gemeistert, ich bin echt stolz auf Dich“, fand sie schon, dass er nicht so bescheiden sein sollte, schließlich hätte garantiert nicht jeder Zivilist den Mut gehabt, diesem riesen Ekelpaket von Detektive die Stirn zu bieten, so wie er es, glücklicherweise, erfolgreich getan hatte.

Zumal Hendricks aufgrund seiner umfangreichen Nahkampfausbildung, die er, genauso wie jeder andere Polizist auch, an der Akademie genossen hatte, mit ihm locker hätte den Boden wischen können, wobei der Romanautor, im Falle eines Kampfes, selbstverständlich nicht völlig alleine da geständen hätte, sondern auf die Unterstützung seiner treuen Freunde, den anderen Cops, hätte zählen können.

Aber so, wie es jetzt letztendlich gekommen war, war es natürlich am besten und was wäre schon besser, um die zurück gekehrte Ruhe im Revier zu genießen, als ein leckerer, von ihrem Partner mit sehr viel Liebe zubereiteter Kaffee, also nahm sie in der darauffolgenden Sekunde den allerersten Schluck ihres Getränks, das sie immer noch in der Hand hielt, nur um fest zu stellen, dass dieses inzwischen eiskalt war.

„Soll ich Dir einen frischen Kaffee machen?“, war dem aufmerksamen Castle das angewiderte Gesicht von Beckett, das jene machte, als sie an ihrem kalt gewordenen Kaffee nippte, natürlich nicht entgangen und er zögerte, zuvorkommend wie er nun einmal war, nicht lange ihr an zu bieten, ihr einfach ein neues Heißgetränk zu zubereiten, dass dann aber auch wirklich heiß sein würde.

„Wenn es Dir nichts ausmacht“, meinte die Braunhaarige daraufhin zu ihm, wobei sie ganz genau wusste, dass ihre Bemerkung eigentlich völlig unnütz war, schließlich hätte ihr Berater ihr ja wohl kaum angeboten, ihr einen neuen Kaffee zu machen, wenn ihm die Zubereitung eines solchen irgendwelche Umstände bereiten würde, was garantiert nicht der Fall war.

„Ach iwo, ist doch schnell gemacht“, sollte sich ihre Vermutung, dass es ihm keinesfalls etwas ausmachen würde, ihr einen frischen Kaffee zu zubereiten, tatsächlich bewahrheiten und kaum hatte er zu Ende gesprochen, da wandte er sich auch schon von ihr ab, der Espressomaschine zu und machte sich beflissen an die Arbeit

„Vielen Dank, das ist wahnsinnig lieb von Dir“, schenkte sie ihm von der Seite ein strahlendes Lächeln, das ihre wundervollen, braun-grünen Augen so hell und schön glitzern ließ, wie abermillionen Sterne am Nachthimmel und er lächelte geschwind zurück, bevor er sich anschließend wieder hoch konzentriert der Zubereitung ihres Kaffee widmete.

Im nächsten Augenblick beugte sie sich zu ihm rüber und gab ihm einen hauchzarten Kuss auf die rechte Wange, der ihn prompt seiner Konzentration beraubte, ihn somit abrupt in seinem Tun stoppen ließ, falls sie dies bemerken sollte, schien sie es zu ignorieren, denn sie sagte kein einziges Wort und lächelte ihn stattdessen einfach nur weiter still und glücklich an.

„Wärst Du so freundlich mir den Kaffee, sobald er fertig ist, zu mir an den Schreibtisch zu bringen?“, stellte sie ihm eine Frage, die sie sich, genauso wie ihre vorherige Bemerkung, eigentlich hätte sparen können, schließlich kannte sie den Writer mittlerweile lange und gut genug, um zu wissen, dass er liebend gerne den Kellner für sie mimte.

Und obwohl ihr Partner seine Fassung inzwischen schon größtenteils wieder zurück erlangt hatte, traute er seiner Stimme trotzdem immer noch nicht so ganz und beschloss von daher, anstatt ihr verbal zu antworten, ihr stattdessen einfach nur zustimmend zu zunicken, woraufhin sie ihm noch einmal kurz zulächelte, bevor sie sich umdrehte, den Pausenraum verließ und geradewegs zu ihrem Schreibtisch ging.

„Für Sie, Detektive, würde ich alles tun“, sagte er leise zu sich selbst und wusste sofort, ohne auch nur den geringsten Zweifel zu haben, dass er selten, ach was, noch nie in seinem Leben je wahrere Worte gesprochen hatte, denn er würde tatsächlich einfach alles für sie tun, aus seiner tiefen, reinen und ewig währenden Liebe zu ihr heraus.

Eine riesige Villa, einen teuren Sportwagen, ein Grundstück auf dem Mond oder sein gesamtes Vermögen, ganz egal, was auch immer sie von ihm verlangen würde, er würde es ihr geben, ohne zu fragen oder zu zögern, Hauptsache sie war glücklich und würde ihm jedes Mal auf dieselbe Art danken, wie sie es gerade eben getan hatte.

Mit einem zauberhaften Lächeln, einem umwerfenden Augenfunkeln und einem Kuss, der ihn unweigerlich den Kopf verlieren ließ, mehr verlangte er von ihr nicht als Dankeschön und würde er auch niemals von ihr verlangen, denn wenn man all das von ihr bekam, dann war das bereits der beste und schönste Dank, den Mann sich von ihr überhaupt nur wünschen konnte.

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Bitte sehr, bitte schön…das, meine sehr verehrten Damen und Herren, war nunmehr Kapitel Nummer sieben und ich stecke, wie sollte es auch anders sein, natürlich auch heute meine sämtliche Hoffnung darin, dass es euch auch dieses Mal wieder gefallen hat und falls nicht, werde ich das akzeptieren, ohne wenn und aber, wie ein erwachsener Mensch.

Goodbye allerseits, bis zum nächsten Teil, euer Ahadi.
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