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Castle & Beckett - Partner und Freunde fürs Leben

von Ahadi
SammlungFreundschaft, Liebesgeschichte / P16 / Gen
Kate Beckett Richard Castle
30.10.2019
10.12.2020
50
162.835
6
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Dieses Kapitel
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24.11.2019 2.878
 
Schönen, guten Tag zusammen.

Da ihr allesamt inzwischen wahrscheinlich nur allzu genau wisst, was ich an diesem Punkt immer zu sagen pflege und ich euch nicht unnötig lange auf die Folter spannen, geschweige denn Gefahr laufen will euch zu langweilen, geht es heute ausnahmsweise einmal direkt und ohne jedwede Umschweife zur Sache, dabei wünsche ich euch ganz viel Spaß!

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„Vorsicht, das könnte jetzt ein wenig brennen“, warnte Detektive Katherine Beckett ihren Partner Richard Castle vor, den sie gerade liebevoll verarztete, nachdem er von einer Verdächtigen, die sie im Zuge ihrer aktuellen Mordermittlung befragt hatten, ohne triftigen Grund, mitten im Revier mit Pfefferspray attackiert worden war.
   
„Du meinst, noch mehr, als ohnehin schon?!“, entgegnete der sichtlich angeschlagene Krimiautor, der mit vor Schmerzen zusammen gekniffenen Augen, zurückgelehnt auf der kleinen Couch im Pausenraum saß, wobei nicht so ganz klar war, ob es sich bei seiner Äußerung nun um eine Frage oder eine Aussage handelte.

Und obwohl die Situation eigentlich nichts komisches an sich hatte, konnte die Brünette trotzdem nicht anders, als amüsiert die Augen zu verdrehen, während sie kaum merklich den Kopf schüttelte und den Ansatz eines Lächelns um ihre Mundwinkel herum trug, sein Verhalten war mal wieder so was von typisch und doch schon irgendwie niedlich.

Ja, so war er nun einmal, nach außen hin mimte er gerne den großen, starken, unempfindlichen und unverletzlichen Macho, aber in Wirklichkeit war er das genaue Gegenteil davon, na ja gut, groß und stark war er schon, das konnte und wollte sie nicht bestreiten, doch alles andere traf keinesfalls auf ihn zu, nicht mal im geringsten.

In Wahrheit war er nämlich sehr sensibel und einfühlsam, zwar nicht unbedingt immer, aber zumindest meistens, des weiteren war er aufmerksam, fürsorglich und ein wahnsinnig guter Zuhörer, was er ihr in der Vergangenheit bereits mehrere Male bewiesen hatte, wenn sie aus irgendeinem Grund emotional aufgewühlt war.

Des weiteren war er immer da, wenn man ihn brauchte, selbst dann, wenn man eigentlich lieber allein sein und ihn gar nicht bei sich haben wollte, eine Eigenschaft von ihm, die sie bereits des öfteren zu spüren bekam und die sie einerseits schon ziemlich nervig, andererseits jedoch auch wahnsinnig süß fand, da es ihr zeigte, dass ihm die Menschen in seinem Leben wirklich wichtig waren, dass er sich um jene sorgte und kümmerte.

Und nicht zuletzt war er auch sehr mutig, was er schon unzählige Male unter Beweis gestellt hatte, als er beispielsweise einen schießwütigen Voodoo-Killer nur mit einer Champagner-Flasche ablenkte, damit sie ihn niederstrecken konnte oder als er einen professionell ausgebildeten Auftragsmörder mit bloßen Fäusten ausgeknockt hatte.

All das war er und noch so einiges mehr und es führte unweigerlich dazu, dass sie sich bereits vor geraumer Zeit in ihn verliebte und obwohl sie seit je her große Angst davor hatte, ihm ihre Gefühle zu gestehen, wusste sie, dass sie dies nicht ewig vor ihm geheim halten konnte, irgendwann würde der Tag kommen, an dem sie endlich ehrlich zu ihm sein musste.

Doch heute war es noch nicht so weit, außerdem galt es für sie jetzt erst einmal sich um ihren verletzten Schatten zu kümmern, bei dessen schmerzgeplagten Anblick sie wirklich große Lust dazu bekam, Melissa Carter, so der Name der Verdächtigen, die ihm das angetan hatte, einen kleinen Besuch in ihrer Arrestzelle ab zu statten.

Bei dem Gedanken daran, dieser wild gewordenen Furie eine Kostprobe ihrer eigenen Medizin zu geben, nur damit sie einmal sah, wie weh es tat, wenn man eine volle Ladung Pfefferspray in die Augen bekam und da hin getreten wurde, wo es am meisten weh tat, denn wenn jemand eine solche Behandlung verdient hatte, dann diese verrückte Ziege.

In der nächsten Sekunde ermahnte Beckett sich selbst strengstens, sie war Polizistin und sollte nicht so denken, wie sie es eben gerade tat, so sehr sie Castle auch liebte und so sehr Melissa Carter auch eine ordentliche Abreibung verdient hatte, so oblag es einzig und allein der Justiz sie für das, was sie getan hatte, angemessen zu bestrafen und nicht ihr, leider.

Also rief sie sich innerlich wieder zur Ordnung und beschloss, anstatt irgendwelche Rachepläne zu schmieden, sich stattdessen lieber wieder um den Mann zu kümmern, der angeschlagen und zwar nicht schwer, aber dennoch leicht verletzt vor ihr auf der Couch saß und voll und ganz auf ihre liebevolle Umsorgung vertraute.

Von daher beugte sie sich im darauffolgenden Augenblick zu ihm vor und legte ihm das Tuch, das sie zuvor in kaltes Wasser getaucht hatte, behutsam auf seine gereizten und noch immer stark geröteten Augen, wodurch er leicht zusammen zuckte und durch seine fest aufeinander gebissenen Zähne ein deutlich hörbares Zischen ausstieß.

Für sie ganz klar ein vergeblicher Versuch, einen Schmerzenslaut zu unterdrücken und obwohl sie einerseits fand, dass er sich nicht so anstellen sollte, da es ja schließlich weitaus schlimmere Sachen gab, als Reizgas in die Augen zu bekommen, so tat es ihr andererseits schon ein bisschen im Herzen weh, ihren geliebten Partner so leiden zu sehen.

Zumal der unberechtigte Angriff mit dem Pfefferspray nicht das Einzige war, was er heute hatte erleiden müssen, denn die Verdächtige hatte ihm, als er sich bereits mit wie Feuer brennenden Augen vor ihr krümmte, als ob das nicht schon genug wäre, zu allem Überfluss auch noch ins Allerheiligste getreten, ihm war also nichts erspart geblieben.

„Kate, ich schwöre Dir, ich habe nichts getan, was diese Aktion mit dem Reizgas auch nur ansatzweise irgendwie rechtfertigt“, versicherte er ihr, obwohl er natürlich wusste, dass sie niemals auf den Gedanken kommen würde, dass er die Attacke der Verdächtigen auf irgendeine Art und Weise provoziert oder gar bewusst herbeigeführt hatte.

„Ich weiß, dass Du nichts getan hast, Rick. Ich habe schließlich selbst gesehen, dass Du ihr bloß ihre Brieftasche wieder zurück geben wolltest“, bestätigte sie eigentlich nur das, was er bereits wusste, nämlich, dass sie nie und nimmer glauben würde, er würde sich einer Frau gegenüber so verhalten, dass diese zu solch radikalen Mitteln griff.

„Eins sage ich Dir: Das war das letzte Mal, dass ich einer Frau etwas wiedergegeben habe, was sie zuvor verloren hat“, sagte er daraufhin zu ihr und nahm vorsichtig das nass-kalte Tuch von seinen nach wie vor feuerroten Augen, um sie ansehen zu können oder zumindest so gut es momentan eben ging, da seine Sicht immer noch leicht getrübt war.

„Wirklich? Und Du würdest diesbezüglich auch keinerlei Ausnahmen machen?“, konnte sie zwar natürlich vollkommen verstehen, warum er nach dem heutigen Vorfall nie mehr einer Frau etwas Verlorenes wieder zurückgeben wollte, aus Angst vor einer möglichen Wiederholung, aber sie wollte trotzdem wissen, ob das auch für jede Frau galt.

„Na ja, sagen wir mal so: Wenn es sich bei der Frau, um eine ganz spezielle Frau handelt, dann wäre ich durchaus dazu bereit, diesbezüglich eine Ausnahme zu machen“, gab er nach kurzem Überlegen zu, dass sein gefasster Entschluss nun doch nicht unbedingt auf alle Frauen der Welt zu traf und es letztlich darauf ankam, welche Dame genau er vor sich hatte.

„So? Und wen genau meinst Du mit „ganz spezielle Frauen“, wenn ich fragen darf?“, fragte sie ihn daraufhin und setzte sich neben ihn auf die Couch, sie war sichtlich neugierig darauf von ihm zu erfahren, wer für ihn in die Kategorie „Ausnahmen“ fiel, wobei sie insgeheim schon hoffte, dass sie zu den Auserwählten zählte.

„Tja, da wären zum einen Mutter, Alexis und natürlich Du“, brauchte er nicht lange zu überlegen, da die Liste der Frauen, die bei ihm unter die Bezeichnung „ganz speziell“ fielen, entgegen ihrer Vermutung, nicht besonders lang war, sondern lediglich drei Personen enthielt, seine Tochter, seine Mutter und so wie sie es gehofft hatte, sie.

„Niemand sonst?“, wollte sie, obwohl sie es gerade mit ihren eigenen Ohren gehört hatte, trotzdem irgendwie nicht so recht glauben, dass die Anzahl der Frauen, für die er eine Ausnahme machen würde, tatsächlich nur so gering war, schließlich war er ein heiß begehrter Junggeselle und bekam unzählige Angebote von seinen weiblichen Fans.

Allerdings war er nicht so ein Frauenheld, wie die Presse ihn seit je her darstellte, zwar lernte er auf seinen Buchpartys und bei seinen Signierstunden, sowie bei anderen Events natürlich viele, zumeist sehr junge und ziemlich attraktive Frauen kennen, die an ihm interessiert waren, aber das hieß dennoch noch lange nicht, dass er auch mit seinen Groupies schlief.

Das war einer ihrer größten Fehler, die sie ganz zu Beginn ihrer Zusammenarbeit gemacht hatte, sie war damals fest davon überzeugt gewesen, dass er mit jeder Frau, die ihm über den Weg lief und mit der er flirtete, automatisch auch schlief, sie erkannte erst sehr viel später, zu spät, ihrer Ansicht nach, dass sie mit dieser Annahme komplett falsch lag.

Zwar flirtete er schon gerne mit Frauen, genauso wie jeder andere Mann auch…obwohl, wenn sie jetzt so genau darüber nachdachte, dann hatte sie schon seit einiger Zeit nicht mehr gesehen, wie er mit einer Frau, abgesehen von ihr, geflirtet hatte und auch wenn sie den genauen Grund dafür nicht kannte, hatte sie da schon eine wage Ahnung, weshalb dem so war.

Und zwar beinhaltete ihre Ahnung, so wage sie auch war, die Idee, dass es ihm gefühlsmäßig genauso ging, wie ihr, dass er dasselbe für sie empfand, wie sie für ihn, mit anderen Worten: Das er sie auch liebte…und da dieser Gedanke von einer großen Portion gespeist wurde, war sie sehr zuversichtlich, dass mit dieser Vermutung gar nicht so verkehrt lag.

Aber jetzt mal wieder zurück zum eigentlichen Thema: Rick Castle, der weltberühmte und millionenschwere Bestsellerautor, ihr langjähriger Berater, Partner und enger Freund hatte ihr so eben gerade eröffnet, dass er sie zu den wenigen Frauen zählte, für die er jederzeit dazu bereit wäre, trotz der heutigen Ereignisse, eine Ausnahme zu machen.

Wobei sie sich ganz sicher war, dass er sich damit nicht nur auf das Aufheben und Wiederbringen von Brieftaschen oder ähnliches bezog, sondern auf alles mögliche, auch wenn dies für sie eigentlich nichts Neues war, denn schließlich tat schon immer, von Anfang an alles nur erdenkliche, damit es ihr gut ging und sie glücklich war.

Dies war auch einer der vielen Gründe, warum sie sich überhaupt erst so sehr in ihn verknallt hatte, weil er alles, wirklich einfach alles in seiner Macht stehende tat, um sicher zu stellen, dass es ihr an nichts fehlte und er ließ dabei nichts unversucht, geschweige denn scheute er irgendwelche Mühen oder Kosten in seinem Bestreben sie zufrieden zu stellen.

Schließlich hatte er damals im Mordfall Jack Coonan, ohne auch nur eine einzige Sekunde lang zu zögern oder von ihr irgendetwas als Gegenleistung zu verlangen, mal eben so hunderttausend Dollar aus seinem eigenen Vermögen locker gemacht, um nach mehr als zehn Jahren, endlich den Mörder ihrer Mutter dingfest machen zu können.

Und obwohl sie sich, nachdem der Fall erfolgreich abgeschlossen war und sie Dick Coonan, der sowohl der Mörder seines Bruders Jack, als auch der ihrer Mom war, in Notwehr erschossen hatte, um Castles Leben zu retten, bei ihrem großzügigen Wohltäter bedankt hatte, wusste sie genau, dass kein Wort des Dankes jemals voll und ganz ausreichen würde, um sich ausreichend bei ihm revanchieren zu können.

Aber der Romanautor hatte, obwohl mittlerweile schon einige Zeit vergangen war, bis heute immer noch keinerlei Gegenleistung oder Rückzahlung von ihr verlangt, aber wenn sie ganz ehrlich zu sich war, dann hatte sie auch nicht erwartet, dass er das tun würde, jeder andere würde das vielleicht oder sogar wahrscheinlich tun, aber nicht er und dafür liebte sie ihn nur umso mehr.

„Vielen Dank, Rick. Das Du mich zu den wenigen Ausnahmen zählst, ehrt mich wirklich sehr“, schenkte sie ihm ein warmes Lächeln und legte ihm zusätzlich ihre rechte Hand aufs linke Knie, dies in Verbindung mit ihren Worten, die gar nicht ehrlicher hätten sein können, zauberten ihm im Nu ebenfalls ein sanftes Lächeln ins Gesicht.

„Ich bitte Dich, Kate. Ich meine, nachdem Du Dich so lieb um mich gekümmert hast, da ist das doch das Mindeste“, winkte er prompt ab, nicht wollend, dass sie sich bei ihm für etwas bedankte, das aus seiner Sicht selbstverständlich war, dann legte er seine linke Hand auf ihre rechte, die auf seinem Knie lag und verschlang ihre Hände ineinander.

„Immer“, antwortete sie mit ihrem Codewort, welches gleich zwei Bedeutungen hatte und zwar einmal „Nichts zu danken, gern geschehen und auch jederzeit wieder gerne“ und einmal „Ich liebe Dich“ und ganz egal, in welchem Zusammenhang es verwendet wurde, es bedeutete jedes einzelne Mal sowohl das Eine, als auch das Andere.

Es vergingen viele Sekunden, in denen keiner der beiden auch nur ein einziges Wort sagte, stattdessen sahen bzw. lächelten sie sich einfach nur an und jeder Außenstehende, der sie nicht kannte würde wahrscheinlich annehmen, die zwei wären nicht mehr ganz dicht, so lange völlig bewegungs- und wortlos da zu sitzen und sich gegenseitig an zu starren.

Doch jeder andere, der das Duo dagegen sehr wohl kannte würde sofort wissen, dass sie keineswegs einen an der Klatsche hatten, sondern das sie, genauso wie schon so oft in der Vergangenheit, gerade einfach nur einen weiteren intimen Moment miteinander teilten, bei dem man sie, außer im Notfall, auch besser nicht stören sollte.

„Wie geht es eigentlich deinen Augen?“, erkundigte die Ermittlerin sich, nachdem die Blase, in der sie und er sich befunden hatten, leider viel zu schnell geplatzt war und sie wieder in die Realität, ins Hier und Jetzt zurück gefunden hatten, mütterlich, wie sie nun einmal war, bei ihrem Partner um den derzeitigen Gesundheitszustand seiner Augen.

„Es ist schon viel besser, das Brennen hat größtenteils aufgehört und auch die Rötung wird zum Glück bald verschwunden sein“, antwortete er ihr wahrheitsgemäß und hoffte im Stillen wirklich sehr, dass er nie wieder in seinem gesamten, restlichen Leben eine solche Attacke auf sich erleben musste und schon mal gar nicht durch so eine Irre.

Und obwohl der Autor schon ernsthaft darüber nachgedacht hatte, die verrückte Furie wegen Körperverletzung an zu zeigen, hatte er sich letztendlich dann doch dagegen entschieden, allerdings nicht wegen seines Egos, das durch den Angriff heute einen herben Schlag erlitt, sondern einfach nur, um seiner Muse eine Unmenge an Papierkram zu ersparen.

Sehr zu Becketts Ärger, die, wenn Castle sich doch dazu entschieden hätte, Melissa Carter an zu zeigen, so sehr sie Papierkram normalerweise hasste, trotzdem jeden noch so großen Stapel an Akten und Berichten, der aufgrund einer Anzeige dann auf sie zugekommen wäre, mit allergrößter Freude auf sich genommen hätte, das wäre es ihr absolut wert gewesen.

Aber leider war es nun einmal einzig und allein seine Entscheidung, ob er die Bekloppte nun anzeigte oder nicht und da er sich nach langem Überlegen eben dazu entschieden hatte, es nicht zu, musste sie dies wohl oder übel akzeptieren, dafür würde sie die Durchgeknallte aber zumindest noch ein wenig in der Arrestzelle schmoren lassen, Strafe musste ja schließlich sein.

„Das freut mich. Und wie geht es deinem…na ja, Du weißt schon?“, fragte sie ihn als nächstes, wie es seinem zweiten Körperareal ging, das etwas ab bekommen hatte und ließ im Zuge dieser Frage ihren Blick kurz von seinen Augen weg, hin zu seinem Schritt und schließlich wieder zurück in die Höhe, zu dem Blau seiner Iris wandern.

„Mach Dir keine Sorgen, Kate. Ich werde, trotz der heutigen Ereignisse, auch in Zukunft immer noch dazu in der Lage sein, Kinder zu zeugen“, beruhigte er sie in seiner typischen Rick Castle Manier, halb ernst und halb scherzhaft, mit einem schalkhaften Glitzern in den Augen und einem amüsierten Lächeln in seinem markant gutaussehenden Gesicht.

„Du willst noch mehr Kinder, Rick?“, war sie mächtig erstaunt darüber zu hören, dass er sich, seiner Aussage nach zu urteilen, die Option offen hielt später noch einmal Vater zu werden, ein Gedanke, der ihr ehrlich gesagt nie gekommen war, umso überraschter und zugleich auch glücklicher war sie darüber, dass er die Liebe doch noch nicht so ganz aufgegeben hatte.

Wobei sie natürlich inständig hoffte, dass er die Liebe, womöglich sogar die ganz große Liebe, nicht bei irgendeiner Frau, sondern stattdessen bei ihr finden würde, sie setzte all ihre Hoffnung darin, dass sie die Liebe seines Lebens sein würde, genauso wie er die ihre war, jawohl, er war ihr „One and done“, da war sie sich zu hundert Prozent sicher.

„Ich sag’s mal so: Mit der richtigen Frau an meiner Seite, wäre ich zu allem bereit“, erwiderte er ehrlich und was sie nicht wusste war, dass er wusste, dass er nicht extra zu suchen bräuchte, um die ganz große Liebe seines Lebens zu finden, weil er sie schon längst gefunden hatte, nämlich in ihr, sie war sein „Third time is the charme“.

„Gut zu wissen“, war alles, was sie daraufhin zu ihm sagte und es bedarf zwischen ihnen auch überhaupt gar keiner Worte mehr, denn alles, was sie wissen wollten und mussten erfuhren sie auch so und zwar so, wie sie es immer taten, ganz einfach anhand der Gesten und Blicke des anderen und alles weitere wichtige, was es zu wissen galt, würden sie dann im Laufe der Zeit schon noch erfahren.

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Ich mache, genauso wie ich es zu Anfang des Kapitels getan habe, auch jetzt zum Schluss eine kleine Ausnahme von der Regel und fasse mich kurz und bündig zugleich, indem ich euch einfach nur sage, dass ich auch heute wieder hoffe, dass es euch gefallen hat und das ich mich schon sehr auf eure Feedbacks freue.

Auf Wiedersehen/lesen, bis demnächst, euer Ahadi.
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