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Castle & Beckett - Partner und Freunde fürs Leben

von Ahadi
SammlungFreundschaft, Liebesgeschichte / P16 / Gen
Kate Beckett Richard Castle
30.10.2019
10.12.2020
50
162.835
6
Alle Kapitel
164 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
30.09.2020 3.075
 
„Moin“, grüße ich euch heute einmal auf die norddeutsche Art.

Mein persönlicher Dank, bezüglich der drei vorhandenen Rückmeldungen zum letzten Kapitel, die, sehr zu meiner Freude, allesamt positiver Natur und auch wieder mal wirklich super nett waren, gilt den loyalen, sowie unermüdlichen Verfassern derselbigen, sprich Lary29, KBRC87 und JohannaJames.

Nun aber keine weiteren, unnötigen Verzögerungen mehr, sondern stattdessen Butter bei die Fische, ich wünsche euch, genauso wie ich es bislang immer getan habe, so natürlich auch dieses Mal wieder gute Unterhaltung beim Erkunden des nunmehr 45. Kapitel!...nicht mehr lange und wir haben die Fünfzig endlich voll!

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„Möchtest Du vielleicht noch einen kleinen Nachschlag, Rick?“, fragte Det. Kate Beckett an ihren langjährigen, gutaussehenden und charmanten Partner Rick Castle gewandt, mit dem sie zusammen an ihrem großen Esstisch, in ihrem geräumigen Apartment saß und mit dem sie gerade eben ganz gemütlich zu Abend gegessen hatte.

Sie hatte ihn vorhin auf dem Revier ganz spontan zu einem gemeinsamen Abendessen zu sich nach Hause eingeladen, auf seine Nachfrage hin, was denn der Anlass für ihre Einladung sei, die für ihn wirklich völlig unerwartet kam, meinte sie zu ihm, dass es keinen besonderen Grund dafür gäbe und sie ihm lediglich etwas Gutes tun wollte.

„Oh, nein danke, Kate. Ein einziger Bissen und ich platze womöglich noch“, lehnte der Bestsellerautor ihr Angebot freundlich, aber bestimmt ab, bevor er anschließend zu der dunkelblauen Servierte griff, die direkt neben seinem Teller lag und mithilfe dieser mögliche Essensreste von seinen Mundwinkeln entfernte.

Zwar hätte er, auch wenn er wirklich pappsatt war, durchaus nichts gegen eine weitere Portion einzuwenden, aber da er sich zum einen nicht tatsächlich noch sprichwörtlich überfressen und zum anderen ihr gegenüber natürlich auch nicht den Eindruck erwecken wollte, dass er verfressen wäre, schlug er ihr verlockendes Angebot aus.

„Aber trotzdem Danke. Dein Essen ist wirklich wahnsinnig lecker. Ich muss ganz ehrlich sagen, an Dir ist eine echte Sterneköchin verloren gegangen“, fügte er diese Aussage zu seiner vorherigen hinzu und schenkte der angesprochenen Frau ein sanftes Lächeln, das ihr Herz augenblicklich zu erwärmen vermochte.

Zwar waren die schmeichelnden Worte ihres Beraters natürlich nicht die ersten, die sie in ihrem Leben zu hören bekam, aber das änderte trotzdem nichts an der unwiderlegbaren Tatsache, dass Ricks Komplimente an sie die mit Abstand ehrlichsten, liebsten und absolut süßesten waren, die sie jemals von einem Mann bekommen hatte.

„Vielen Dank, Castle“, entgegnete die brünette Polizistin sichtlich errötend und ausnahmsweise war es ihr wirklich vollkommen egal, dass er ganz klar und deutlich sah, dass sie rot wurde, bis vor Kurzem wäre es ihr noch unangenehm, gar peinlich gewesen, aber mittlerweile war dem nicht mehr so.

Ganz im Gegenteil, sie genoss die Komplimente des Writers inzwischen genauso sehr, wie die Aufmerksamkeit, die er ihr schenkte und nicht zuletzt natürlich auch die kleinen, liebevollen Gesten, mit denen er sie in letzter Zeit zunehmend bedachte und die weit mehr beinhalteten, als nur den obligatorischen Becher Kaffee, den er ihr jeden Morgen brachte.

Er hielt ihr die Türen auf und half ihr in ihre Jacke oder ihren Mantel, er sorgte dafür, dass sie genügend aß und trank und natürlich auch, dass sie ausreichend Schlaf bekam, er hörte ihr zu, wenn sie Sorgen oder Problem hatte und bot ihr eine Schulter zum Anlehnen, wenn sie aus irgendeinem Grund traurig oder deprimiert war.

Mit anderen Worten: Er war einfach immer für sie da, ganz egal, in welcher Situation auch immer, ohne auch nur im geringsten irgendetwas als Gegenleistung von ihr zurück zu verlangen, er sorgte wirklich stets dafür, dass es ihr rundum gut ging und es ihr an absolut nichts fehlte, er war der beste Freund, den sie sich überhaupt nur wünschen konnte.

„Soll ich Dir helfen?“, fragte er seine Partnerin, nachdem diese aufgestanden war und damit begonnen hatte den Tisch ab zu räumen, schließlich konnte er, als vollendeter Gentleman, ja nicht einfach faul herum sitzen und dabei zusehen, wie sie die ganze Arbeit, auch wenn es jetzt nicht unbedingt viel war, ganz alleine machte.

„Nein danke. Setz Du Dich ruhig schon mal auf die Couch und entspann Dich ein bisschen. Ich mach das schon“, war sie ihm für seine Hilfsbereitschaft natürlich sehr dankbar, fand diese auch wirklich unglaublich lieb, wollte ihm, da er ihr Gast war, aber schlichtweg nicht zumuten, sich mit dem lästigen Abwasch herum zu schlagen.

„Bist Du sicher? Es wäre nämlich wirklich kein Problem für mich, Dir ein wenig unter die Arme zu greifen“, wollte er, bevor er ihrer freundlichen Aufforderung nachkommen und es sich auf dem Sofa bequem machen würde, vorher hundertprozentig sicher gehen, dass sie seine Hilfe auch wirklich nicht benötigte.

„Ja. Trotzdem vielen Dank“, blieb sie eisern bei ihrer Ansicht, dass sie, als die Gastgeberin, völlig alleine abwaschen sollte, zumindest an diesem Abend, beim nächsten Mal könnte er ihr ja dann vielleicht wieder dabei helfen, wobei sie sich insgeheim sicher darüber war, dass dieses besagte nächste Mal schon sehr, sehr bald sein würde.

Wie gebeten – so getan, Castle nahm auf der Couch Platz, die Beckett erst kürzlich mit seiner Hilfe neu bezogen hatte und nahm einen Schluck Wein aus seinem Glas, das er frisch aufgefüllt hatte, bevor er von der Essecke ins Wohnzimmer übergesiedelt war, er lehnte sich zurück, schloss die Augen und lauschte den Geräuschen aus der angrenzenden Küche.

Und während die Braunhaarige das dreckige Geschirr bzw. Besteck säuberte, konnte sie es nicht unterlassen ab und zu mal einen Blick auf ihren Gast zu werfen, der mit geschlossenen Augen auf ihrem Sofa saß oder viel mehr halb lag und völlig tiefenentspannt zu sein schien, was ihr ein zufriedenes Lächeln ins Gesicht zauberte.

Er hatte in der Vergangenheit so unglaublich viel für sie getan und das nicht nur in den letzten Tagen, sondern auch in den vergangenen Wochen, Monaten und Jahren, sie konnte mittlerweile schon gar nicht mehr zählen, wie oft er ihr bereits das Leben gerettet und dabei jedes Mal sein eigenes riskiert hatte, für sie.

Zu Beginn ihrer Zusammenarbeit, die ihrerseits zunächst eher unfreiwilliger Natur war, hatte sie gedacht, dass er ein eingebildeter, verantwortungsloser, selbstsüchtiger und herzloser Frauenheld sei, der nur an sich selbst und sein eigenes Vergnügen dachte und der dabei nicht die geringste Rücksicht auf diejenigen nahm, die er verletzte.

Aber inzwischen wusste sie, ohne jeden Zweifel, dass er das genaue Gegenteil davon war, in Wahrheit war er nämlich der freundlichste, humorvollste, verantwortungsvollste, mutigste, selbstloseste, großzügigste, liebste und süßeste Mann, den sie kannte und sie konnte einfach nicht anders, als ihn für all das, was er war, von ganzem Herzen zu lieben.

„Ist alles in Ordnung, Kate?“, wurde sie von der Stimme ihres Beraters abrupt wieder in die Realität zurückgeholt, sie war offenbar so sehr in ihren Gedanken versunken gewesen, dass sie nicht mitbekam, dass sie ihn mittlerweile anstarrte, was von ihm auf Dauer natürlich nicht unbemerkt geblieben war und ihn scheinbar auch Sorgen bereitete.

„Was? Äh, ja, ja, alles okay“, brauchte sie ein paar Sekunden, um geistig wieder vollständig ins Hier und Jetzt zurück zu kehren und etwas zu sagen, wobei sie selbst ganz genau wusste, dass sie dabei nicht besonders glaubwürdig herüber kam, sodass er sich höchstwahrscheinlich auch nicht einfach so mit ihrer halbherzigen Antwort zufrieden geben würde.

„Wirklich?“ Bist Du Dir da sicher?“, sollte sie auch tatsächlich recht behalten, doch wenn sie ganz ehrlich zu sich selbst war, dann hatte sie auch überhaupt gar nichts anderes von ihm erwartet, als das er noch einmal genauer bei ihr nachhaken würde, um sicher zu gehen, dass bei und mit ihr auch wirklich alles völlig in Ordnung war.

„Ja. Ich war einfach nur in Gedanken, das ist alles“, erwiderte die Mordermittlerin und warf ihrem sichtlich besorgten Partner ein Lächeln zu, was ihn, so zumindest ihre Hoffnung, zweifellos davon überzeugen sollte, dass sie gerade eben lediglich ihren Gedanken nachhing, es ihr ansonsten aber gut ging.

Und das ganz offensichtlich mit vollem Erfolg, denn er lächelte, nach nur kurzem Zögern, zurück, was für sie ein eindeutiges Zeichen dafür war, dass er ihre erneute Zusicherung, dass wirklich alles vollkommen okay war, akzeptierte und das er diesbezüglich ab jetzt auch nicht mehr weiter bei ihr nachfragen würde.

Knapp zehn Minuten später hatte Beckett den lästigen Abwasch dann schließlich oder viel mehr endlich erledigt und war, nachdem sie ihr leere Weinglas ebenfalls quasi neu aufgetankt hatte, anschließend zu Castle auf die Couch übergesiedelt, dort saßen die beiden nun und unterhielten sich miteinander über Gott und die Welt, wie es so schön hieß.

„Wie geht es denn deinem Dad?“, erkundigte der Schriftsteller sich nach dem derzeitigen Befinden des Mannes, den er bisher zwar nur ein paar Male persönlich getroffen hatte, in dem er aber trotzdem bereits eine Vaterfigur sah, eine Art Ziehvater so zu sagen, etwas, was er zuvor nur in Captain Montgomery gesehen hatte.

Allerdings war der Respekt und die Sympathie, den bzw. die er Jim Beckett entgegen brachte, allem Anschein nach, keinesfalls einseitiger Natur, im Gegenteil, denn Kates alter Herr schien ihn genauso sehr zu respektieren und auch zu mögen, was ihn, da er ja romantische Gefühle für dessen Tochter hegte, natürlich ungemein beruhigte.

„Es geht ihm gut. Er hat gerade eine große Sammelklage durchgebracht und gönnt sich jetzt ein paar ruhige Tage in seiner Waldhütte“, antwortete sie und honorierte zum wiederholten Mal, dass er nicht „nur“ aufrichtig auf ihr Wohlergehen bedacht war, sondern das er auch ehrlich an daran interessiert war, wie es ihrer Familie ging.

Keiner ihrer bisherigen Freunde hatte jemals so viel Interesse an ihr, geschweige denn an ihren Liebsten gezeigt oder zumindest nicht, ohne dabei gewisse, unreine Hintergedanken zu hegen, fast immer, wenn ein Mann ihr gegenüber vorgab Interesse an ihrem Leben zu haben, dann nur aus einem einzigen Grund und zwar bloß, um sie ins Bett zu kriegen.

„Und wie geht es Martha und Alexis?“, wollte sie daraufhin im Gegenzug von ihm erfahren, wie es denn zur Zeit um seine rothaarigen Damen, wie er sie zu nennen pflegte, stand, sie mochte seine Mutter und seine Tochter nämlich sehr, genau genommen sah sie die beiden, neben der im Revier, als so etwas wie eine zweite Familie an.

„Denen geht es bestens. Mutter hat wirklich großen Erfolg mit ihrer Schauspielschule und geht auch in ihrer Rolle als Mentorin voll auf. Und Alexis wächst, blüht und gedeiht nach wie vor prächtig und ist auf dem besten Weg eine reife, erwachsene, junge Frau zu werden“, gab er ihr auf ihre Frage hin natürlich auch eine offene und ehrliche Antwort.

Ganz im Gegensatz zu ihrem Vater, der sich, trotz seines Alters von gut vierzig Jahren, oft immer noch wie so ein kleines Kind benahm, dachte der weibliche Detektive darauf im Stillen, ganz allein für sich und musste sich wirklich schwer auf die Zunge beißen, um ihre Gedanken letztendlich nicht doch auch noch laut aus zu sprechen.

„Aber weißt Du, Kate, auch wenn ich wirklich unsagbar stolz auf Alexis und natürlich auch auf meine Mutter bin, so bereitet mir ihr schulischer und beruflicher Werdegang, gleichzeitig auch gewisse Sorgen“, sagte der Krimiautor zu seiner Muse, nachdem einige Sekunden lang völlige Stille zwischen ihnen herrschte.

„So? Wieso denn, Rick?“, wollte die Brünette, auf diese Anmerkung hin, natürlich von ihm wissen, aus welchem Grund genau er denn Bedenken darüber hegte, dass sein kleines Mädchen allmählich zu einer selbstständigen Person wurde und seine Mutter ihre große Leidenschaft, sprich die Schauspielerei, erfolgreich zum Beruf gemacht hatte.

„Nun, wie Du ja ganz bestimmt weißt, beendet Alexis nächstes Jahr die High School und wird danach aufs College gehen. Und so wie ich meine Tochter kenne, wird sie wohl eher nicht gerade eine Uni wählen, die in der Nähe liegt, sondern viel mehr eine, die weiter weg ist, womöglich sogar eine im Ausland“, entgegnete er.

„Und so wie ich die Sache sehe, wird auch Mutter wahrscheinlich nicht mehr lange bei mir wohnen. Ich hatte bislang zwar immer gehofft, dass sie nicht ewig bei mir bleiben und irgendwann wieder ausziehen würde. Aber jetzt, wo Alexis bald weg sein wird, sieht die Sachlage ein wenig ander aus“, setzte er seine Ausführung fort.

„Denn wenn Alexis erst mal ihren Abschluss hat und aufs College geht, sei es nun in der Nähe, in einem anderen Staat oder Gott bewahre, vielleicht sogar irgendwo in Übersee und Mutter womöglich auch noch auszieht, dann bin ich ganz alleine“, offenbarte er seiner Gesprächspartnerin schließlich den Grund für seine Bedenken.

Castles Leben bestand, abgesehen von dem Schreiben von Romanen, bislang hauptsächlich darin so viel Zeit wie nur möglich mit seinen beiden Frauen zu verbringen, die, da er seinen Vater niemals kennen gelernt hatte, somit auch die einzige Familie war, die er hatte, neben seiner zweiten Familie im Revier natürlich.

Daher konnte sie natürlich auch voll und ganz nachvollziehen, warum der Gedanke, möglicherweise bald von seinen zwei liebsten Rothaarigen verlassen zu werden, ihm Unbehagen bereitete, was unter anderem auch daran lag, dass er der Typ Mensch war, der gerne Gesellschaft hatte und auf Dauer nicht gerne alleine war.

Und aufgrund der Tatsache, dass sie den Mann, der ihr da gerade sein Herz ausschüttete, ohne dabei ein Blatt vor den Mund zu nehmen, nicht nur als Partner schätzte, als guten Freund mochte, sondern in erster Linie auch aufrichtig liebte, konnte sie einfach nicht anders, als tiefes, reines Mitgefühl für ihn zu empfinden.

Zumal sie sich nur zu gut daran erinnern konnte, wie es ihr und ihren Eltern damals ergangen war, als sie nach Stanford ging, um Jura zu studieren, die dauerhafte Trennung war anfangs weder ihr, noch ihrer Mutter oder ihrem Vater leicht gefallen, umso besser konnte sie natürlich nachempfinden, wie ihr Partner sich diesbezüglich fühlen musste.

„Versteh mich jetzt bitte nicht falsch, Beckett. Ich habe keinesfalls etwas dagegen, dass Mutter und Alexis zunehmend ihre eigenen Wege gehen. Im Gegenteil, ich wäre der Letzte, der sie jemals daran hindern wollen würde, ihr eigenes Leben zu führen“, fuhr er fort und unterbrach dadurch, ohne es zu wissen, erneut ihren Gedankengang.

„Es ist einfach nur so, dass ich nicht alleine sein will. Na gut, Mutter wäre ja vielleicht halb so wild, weil sie, falls sie tatsächlich einmal ausziehen sollte, wahrscheinlich weiterhin in New York wohnen bleiben würde“, schien der Autor mit jedem weiteren Satz, den er sprach, zunehmend in einen regelrechten Redeschwall zu verfallen.

„Das größere Problem ist Alexis. Ich meine, mit wem soll ich denn bitteschön Laser-Tag spielen, Ausflüge machen, ins Museum oder in den Zoo gehen, wenn sie nicht mehr da ist und in Kalifornien, England oder sonst irgendwo anders auf der Welt studiert?“, wurde seine Verzweiflung immer größer und auch ersichtlicher.

„17 Jahre, sprich fast zwei volle Jahrzehnte lang, ist sie jetzt schon an meiner Seite. Ich sehe sie jeden Tag, außer wenn ich gerade auf Buchtour bin. Und nächstes Jahr wird sie dann von einem Tag auf den anderen weg sein, fort von Zuhause, fort von mir“, mischte sich zu seiner Verzweiflung zusätzlich noch eine kräftige Prise Traurigkeit hinzu.

„Und ich weiß beim besten Willen nicht, was ich dann machen soll. Ich mag mir das gar nicht vorstellen, ich, mutterseelenallein in meinem großen, leeren Loft, ohne jemanden, der mir Gesellschaft leistet und mit dem ich reden kann“, bis beide Emotionen schließlich ihren Höhepunkt erreichten und er den Kopf senkte.

Dies ließ unweigerlich einen Instinkt in ihr wach werden, der, genauso wie bei ihm, immer dann bei ihr zum Vorschein, wenn jemand, wie in diesem Fall er, der ihr am Herzen lag verzweifelt, traurig oder deprimiert war und dieser Instinkt erweckte gleichzeitig den starken Drang in ihr in zu trösten und natürlich auch zu versuchen, ihn auf zu muntern.

Infolgedessen legte sie ihre rechte Hand auf sein linkes Knie, so wie sie es damals auch im 3XK-Fall getan hatte, nachdem der wahre Mörder Jerry Tyson tragischerweise entkommen war, was ihn dazu brachte seinen Kopf wieder zu heben und ihr direkt in die Augen zu blicken, azurblau traf auf braun-grün und umgekehrt.

„Ich versichere Dir, Du bist nicht alleine, Rick und Du wirst es auch niemals sein. Nicht solange Du Menschen an deiner Seite hast, die jederzeit fest zu Dir stehen und Dich bei allem unterstützen, ganz egal, was auch immer passieren sollte“, begann sie in der nächsten Sekunde mit ruhiger, einfühlsamer Stimme mit ihm zu sprechen.

„Und selbst wenn Martha und Alexis irgendwann nicht mehr da sein sollten, dann wirst Du immer noch uns haben, mich, die Jungs, Lanie, Captain Montgomery, sowie alle anderen im Revier. Wir sind Freunde, Castle, ein Team, wir alle zusammen“, ergänzte sie, schloss damit zeitgleich ihre kleine Ansprach ab und schenkte ihm zudem ein sanftes Lächeln.

„Vielen Dank, Kate“, hatte er, da er seine Partnerin inzwischen lange und auch gut genug kannte, um zu wissen, dass sie ihn niemals anlügen würde, somit auch nicht den geringsten Zweifel daran, dass sie ihm nichts anderes als die reine Wahrheit sagte und er konnte einfach nicht anders, als ihr dafür unglaublich dankbar zu sein.

Und er äußerte ihr gegenüber seine unsagbar große Dankbarkeit nicht nur verbal, sondern zeigte ihr diese auch deutlich, indem er zum einen das Lächeln, mit dem sie ihn bedachte, erwiderte und zum anderen, indem er seine linke Hand auf ihre rechte legte, die noch immer auf seinem Knie lag und ihre Hand behutsam mit seiner umschloss.

„Immer“, entgegnete sie, auf diese drei Zeichen seiner Dankbarkeit hin, mit ihrem Codewort und war heilfroh darüber, dass sie es geschafft hatte ihn von seiner Verzweiflung und Traurigkeit, von denen er bis vor wenigen Minuten noch innerlich gequält wurde, quasi zu erlösen und ihn wieder auf zu heitern.

Die folgenden Minuten verbrachten die zwei damit, sprichwörtlich miteinander Händchen zu halten und einander, wie das verliebte Pärchen, das sie insgeheim waren, fest und tief in die Augen zu blicken, ohne auch nur ein einziges Mal weg zu sehen, sie waren wie gefesselt von den Augen des anderen, geradezu hypnotisiert sogar.

Und weder sie, noch ihn störte diese Tatsache auch nur im geringsten, geschweige denn die vertraute, gar intime Pose, in der sie sich befanden, ganz im Gegenteil, sie genossen die ungestörte Zweisamkeit in vollen Zügen und die beiden wünschten sich nichts mehr, als das dieser Moment, diese Nacht niemals zu Ende gehen möge.

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Ich mache es am heutigen Tag genauso wie beim letzten Mal auch schon und fasse mich auch dieses Mal wieder einfach mal kurz und bündig:

1: Hoffentlich hat es euch wieder mal gefallen oder zumindest teilweise.

2: Hoffentlich fallen eure Reviews nicht nur positiv, sondern auch zahlreich aus.

3: Ich wünsche euch allen noch ein paar schöne Arbeitstage, ein erholsames Wochenende, sowie einen angenehmen 3. Oktober.

4: Bleibt möglichst auch in nächster Zeit fit, gesund und munter.

Mit vielen lieben und respektablen Grüßen, euer Ahadi.
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