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Castle & Beckett - Partner und Freunde fürs Leben

von Ahadi
SammlungFreundschaft, Liebesgeschichte / P16 / Gen
Kate Beckett Richard Castle
30.10.2019
10.12.2020
50
162.835
6
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03.09.2020 2.210
 
Servus, ihr lieben Leut’.

Ich möchte euch an dieser Stelle offenbaren, dass ich wirklich inständig hoffe, dass ihr alle oder ggf. zumindest der Großteil von euch bislang noch bei bester Gesundheit ist, ebenso sehr hoffe ich natürlich auch, dass das auch weiterhin so bleiben wird bzw. das ihr, falls ihr doch irgendwie krank sein solltet, in Kürze wieder gesund sein werdet.

Als nächstes möchte ich, bevor es dann gleich los geht, vorher selbstverständlich schnell auch nochmal ein ganz großes „Dankeschön“ an all die Mädchen und Jungen, Damen und Herren entsenden, wie wieder einmal so freundlich waren mir zu dem Kapitel, das ich zuletzt gepostet habe, einen Kommentar zu hinterlassen.

Nun macht es euch aber bitte gemütlich, ganz egal, wo auch immer ihr euch gerade befindet solltet, ob ganz bequem Zuhause auf dem Sofa oder im Bett, bei der Arbeit im Pausenraum, in Bus oder Bahn oder sonst irgendwo unterwegs, auf jeden Fall wünsche ich euch allen miteinander, wie üblich, recht viel Vergnügen beim Lesen!

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Die drei NYPD-Detektives Beckett, Ryan und Esposito, sowie ihr Berater Richard Castle, welche zusammen das beste Mordermittlerteam im 12. Revier bildeten, hatten wieder einmal einen Fall erfolgreich zum Abschluss gebracht und feierten dies nun bei einem gemeinsamen Feierabendbierchen in ihrer Stammkneipe, dem Old Haunt.

Im besagten Fall war der Mitarbeiter einer Partnervermittlung ermordet worden und zunächst sah es tatsächlich so aus, als hätte niemand im beruflichen oder privaten Umfeld des Opfers ein Tatmotiv, der Tote schien bei allen, die mit ihm zu tun hatten, beliebt zu sein, was die Ermittlungen natürlich alles andere als einfach für das Team machte.

Im weiteren Verlauf sollte sich jedoch zeigen, dass der anfängliche Schein nur trügte und das das Opfer, obwohl es sehr erfolgreich dabei war Menschen miteinander zu verkuppeln, doch nicht überall und bei jedem beliebt war und das es sehr wohl Leute gab, die ihn ganz und gar nicht mochten und die ihm mitunter sogar den Tod wünschten.

Darunter auch ein paar ehemalige Kunden der Partnervermittlung, die der Tote einst mit ihrem „Seelenverwandten“ zusammengebracht hatte, die mittlerweile aber schon gar nicht mehr mit ihrer „großen Liebe“ zusammen waren und das Opfer, aus welchem Grund auch immer, dafür verantwortlich machten.

Tja und schlussendlich sollte sich tatsächlich herausstellen, dass ein gewisser Marc Collins, ein ehemaliger Klient des Toten war, der Mörder war, sein Motiv: Rache…er war nämlich wenige Tage vor der Tat von seiner Frau verlassen worden und hatte daraufhin beschlossen denjenigen, der ihm das alles überhaupt erst eingebrockt hatte, aus Rache für sein Unglück zu töten.

Und jetzt, wo sie den Fall gelöst und den Verantwortlichen seiner gerechten Strafe zugeführt hatten, sorgten dessen Beweggründe dafür den Mann, der ihn einst mit seiner „Traumfrau“ zusammengeführt hatte, kaltblütig umzubringen, bei den vier Verbrechensbekämpfern für jede Menge Gesprächsstoff.

„Also Leute, wenn ihr meine persönliche Meinung dazu hören wollt: Ich kann Collins kein bisschen verstehen, nicht im geringsten“, gab Det. Javier Esposito sich die Ehre, der Erste zu sein, der seinen drei Kollegen und Freunden völlig unverblümt mitteilte, wie er selbst die ganze Sache sah, ohne dabei ein Blatt vor den Mund zu nehmen.

„Ich meine, welcher halbwegs normale und intelligente Mann wird denn bitteschön zum Mörder, nur weil seine Frau ihn verlassen hat und er in seinem verletzten Stolz unbedingt einen Schuldigen braucht. Wenn ihr mich fragt, ist das einfach nur krank“, fügte der Latino diese Ausführung zu seiner Vorherigen hinzu.

Was der ehemalige Special-Forces-Soldat nicht bemerkte, die anderen dafür aber sehr wohl war, dass seine Aussage eine gewisse Ironie enthielt, weil er nämlich auch hin und wieder mal zu Kurzschlussreaktionen neigte, wenn er von einer Frau, die ihm wichtig war und die ihm etwas bedeutete, emotional verletzt und verlassen wurde.

Zwar waren seine Reaktionen auf eine Trennung, in Verbindung mit einer emotionalen Verletzung nicht so radikal, sprich tödlich, wie bei Marc Collins, aber er neigte in einem solchen Fall dennoch ganz gerne dazu, vor allen den harten Macho zu spielen, den so etwas banales wie ein Beziehungsende in keinster Weise kratzen konnte.

Ein gutes Beispiel dafür war, wie er es kaum erwarten konnte auf Kevins Hochzeit mit Jennys ganzen Freundinnen zu flirten und ihnen mal zu zeigen, was Manhatten so alles zu bieten hatte, wie er es ausdrückte und das nur kurze Zeit, nachdem er und Lanie sich nach einem heftigen Streit darauf geeinigt hatten, vorerst getrennte Wege zu gehen.

Zwar hofften Beckett, Castle und Ryan darauf, dass Esplanie, so der Schipper-Name von Javier und Lanie, den der Autor sich einst ausgedacht und dem Paar verpasst hatte, früher oder später wieder zusammen kommen würde, aber je länger die Trennung andauerte, umso mehr schrumpfte die Hoffnung aller auf eine glückliche Wiedervereinigung der beiden.

„Ich schließe mich Espo an. Ich meine, Collins muss doch von Anfang an bewusst gewesen sein, dass eine Möglichkeit von Fünfzig-zu-Fünfzig bestand, dass seine Ehe früher oder später auseinander brechen könnte“, überraschte Det. Kevin Ryan mit dieser Aussage alle anderen am Tisch und das auch nicht gerade allzu knapp.

Schließlich war der Ire normalerweise ein regelrechter Verfechter der Ehe, der der festen Ansicht war, dass der heilige Bund fürs Leben, wie die Bezeichnung schon verlauten ließ, auch tatsächlich ein ganzes Leben lang anhalten sollte, von daher waren das ganz neue, ungewohnte Töne, die seine Kameraden da von ihm zu hören bekamen.

„Zumal Collins den Fehler gemacht hat, sein Liebesglück von einem anderen abhängig machen, anstatt es selbst in die Hand zu nehmen. Da braucht er sich, meiner Meinung nach, gar nicht zu wundern, dass seine Ehe nicht so lange anhielt, wie er geglaubt hat“, ergänzte Honigmilch, wie er von den anderen scherzhaft genannt wurde.

„Doch sei’s wie’s sei. Ich bin einfach nur überglücklich darüber, die Richtige gefunden und geheiratet zu haben und mit ihr nun den Rest meines Lebens verbringen zu dürfen“, sagte Ryan abschließend und mit einem Lächeln, das ein Ausdruck reines Glücks war, bevor er sich einen kräftigen Schluck von seinem Bier genehmigte.

Castle, Beckett und Esposito freuten sich natürlich für, sowie mit ihrem Freund und waren im Stillen echt heilfroh darüber, dass seine voran gegangenen Bemerkungen bezüglich der Ehe und der fünfzigprozentigen Wahrscheinlichkeit, dass diese scheiterte, nicht daher rührten, dass es in seiner noch relativ frischen Ehe irgendwelche Probleme gab.

Denn wenn dem so wäre, dann wäre das auch echt wahnsinnig traurig gewesen, denn Kevin und Jenny waren ein richtiges Traumpaar, das war für alle Beteiligten von Anfang an klar und mehr als deutlich gewesen, von dem Moment an, an dem „Honeymilk“ ihnen seine damalige neue Freundin auf dem Revier persönlich vorgestellt hatte.

„Ich finde, dass man die ganze Sache von zwei Seiten betrachten kann“, warf Kate in die Runde, zwar war ihr Mitteilungsdrang jetzt nicht so groß, aber wenn die Jungs schon offen und ehrlich ihre Meinung mitteilten, dann konnte es ja nicht schaden, wenn sie es ihnen gleich tat und ebenfalls ihren Senf dazu gab, wie man so schön sagte.

„Einerseits kann ich Collins Wut und Enttäuschung über die Trennung durchaus verstehen und auch nachvollziehen. Schließlich hat er seine Frau, auch wenn er sie auf einem etwas anderem Wege kennen gelernt hat, trotzdem wirklich geliebt und war dementsprechend natürlich sehr verletzt, als seine Frau sich dazu entschieden hat, ihn zu verlassen.

Andererseits muss ich Ryan jedoch voll und ganz beipflichten. Collins muss sich des Risikos, dass seine Ehe nicht lange andauern könnte, bewusst gewesen sein, als er das Opfer damals damit beauftragt hat, eine passende Frau für ihn zu finden. Denn eine hundertprozentige Garantie gibt es bei solchen Dingen einfach nicht, die gibt es nie.“

Damit beendete die brünette Polizistin ihre Ausführungen, wobei ihr, ähnlich wie zuvor Espo, ebenfalls die darin enthaltene Ironie glatt zu entgehen schien, schließlich drückte sie sich ja schon seit Jahren vor einer ernsthaften Liebesbeziehung, in erster Linie vor einer mit einem gewissen Krimiautor, der momentan direkt neben ihr am Tisch saß.

Auf der einen Seite konnte man sie ja natürlich schon verstehen, sehr gut sogar, sie hatte wegen des Traumas, das sie aufgrund des brutalen Mordes an ihrer Mutter, in jungen Jahren hatte durchmachen müssen, einfach schreckliche Angst davor erneut einen geliebten Menschen zu verlieren, wie damals ihre Mom.

Auf der anderen Seite könnte man jedoch sagen, dass sie sich das, was sie gerade eben selbst gesagt hatte, zu Herzen nehmen und einsehen sollte, dass es in keiner Beziehung eine hundertprozentige Garantie dafür gab, dass es auch wirklich funktionierte, geschweige denn dafür, dass die Liebe tatsächlich ein Leben lang anhielt.

Aber sehr zu ihrem Glück war derjenige, für den ihr Herz schlug, ein unglaublich geduldiger Mann, der sie in keinster Weise zu irgendetwas drängte, ganz im Gegenteil, er gab ihr den nötigen Freiraum, ebenso wie die nötige Zeit, die sie brauchte, bis sie zu einer vollwertigen Beziehung bereit war, eine Beziehung mit dem Mann, der sie über alles liebte.

„Wie siehst Du das Ganze denn, Castle?“, fragte Beckett an ihren Partner gewandt, der die ganze Zeit über, während sie und zuvor die Jungs ihre teils verschiedenen und teils gleichen Meinungen untereinander ausgetauscht hatten und obwohl man es ihr nicht ansah, war sie schon mächtig gespannt darauf seine Antwort zu hören.

„Ich würd’ sagen, ich sehe es genauso, wie ihr. Das es zum einen durchaus verständlich ist, dass Collins enttäuscht und wütend darüber war, dass seine Frau sich von ihm scheiden lassen wollte. Schließlich hatte er sein ganzes Vertrauen und seine gesamte Hoffnung darin gesetzt, dass seine Ehe für immer halten würde“, sollte die von ihr erwartete Antwort auch nicht lange auf sich warten lassen.

„Zum anderen hätte Collins jedoch erkennen müssen, dass das Opfer nicht völlig alleine Schuld daran war, dass er die falsche Frau geheiratet hatte, was automatisch dazu geführt hat, dass seine Ehe scheiterte, sondern das er tatsächlich eine gewisse Mitschuld an seinem Unglück hatte“, sprach der Romanautor weiter.

„Das Opfer hatte zwar einst die vermeintlich passende Frau für Collins ausgesucht und ihm diese auch vorgestellt, so wie es nun mal sein Job war. Aber Marc selbst hatte die Wahl bereitwillig akzeptiert und die Auserwählte schließlich auch geheiratet, sodass er, wenn man es genau nimmt, eigentlich auch seine Frau und nicht zuletzt auch sich selbst hätte umbringen müssen.“

Rick beendete seine Meinungsäußerung an dieser Stelle und nahm einen kräftigen Schluck von seinem Bier, während er in die Runde blickte und anhand der Gesichtsausdrücke seiner „Kollegen“ konnte er erkennen, dass Besagte seine ganz eigene Sichtweise darauf, wie es überhaupt zu dem Mord an dem Partnervermittler kommen konnte, verstanden.

„Aber genug jetzt davon. Ich meine, wir sind doch schließlich hier, um den abgeschlossenen Fall zu feiern und nicht, um darüber zu spekulieren, was bei einem Mörder so alles im Leben schief gelaufen ist“, meinte der Schriftsteller in der nächsten Sekunde und machte damit einem verbalen Schlussstrich unter das Thema „Marc Collins Fehler“.

„Ganz genau“, stimmte Ryan der Aussage seines Kumpels zu, er sprach es jetzt zwar nicht laut aus, aber er hatte ehrlich gesagt auch keine Lust mehr darauf, sich mit den anderen weiter darüber zu unterhalten, was bei einem Mann so dermaßen verkehrt gelaufen war, sodass er letztendlich einen anderen Menschen skrupellos getötet hatte.

„Da hast Du vollkommen recht, Bro“, teilte Esposito die Ansicht seiner beiden Waffenbrüder, dass sie ihren wohlverdienten Feierabend mit etwas weitaus besserem verbringen konnten, als mit einer endlosen Diskussion über einen Mordfall, der vor wenigen Stunden erfolgreich von ihnen gelöst und ad acta gelegt worden war.

„Ich hätte es selber nicht besser sagen können, Castle“, schloss Beckett, die natürlich genau derselben Meinung war, sich aus diesem Grund auch sogleich „ihren“ drei Herren an, Mord und Totschlag hatte sie so gut wie jeden Tag, doch für heute hatte sie genug davon und stattdessen würde sie Zeit mit ihrem Team verbringen.

„Also dann: Auf den abgeschlossenen Fall“, sagte der inoffizielle Polizeiberater lächelnd und erhob sein Glas zu einem Toast, ein Toast zu Ehren der erfolgreichen Überführung eines Mörders, eines von vielen, gar unzähligen anderen, die sie in den vergangenen Jahren festgenommen hatten und auch in Zukunft noch festnehmen würden.

„Auf den abgeschlossenen Fall“, toasteten Kate, Javier und Kevin ihm daraufhin zu, wobei die drei ebenfalls ein freudiges Lächeln im Gesicht trug und obwohl sie wirklich heilfroh darüber waren diesen Mordfall gelöst zu haben, konnten sie es, so makabar es auch klang, dennoch insgeheim kaum erwarten, sich an den nächsten heran zu wagen.

Und ihre Erfahrung sagte ihnen, dass sie auf diesen nicht allzu lange warten müssten…

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Gibt es von mir am heutigen Tage ausnahmsweise einmal ein etwas kleineres Kapitel, für diejenigen unter euch, die es kurz, knapp und knackig mögen, allen anderen Lesern verspreche ich hiermit hoch und heilig, dass ich wirklich mein bestes tun werde, um den nächsten Part dann wieder ein wenig länger zu machen.

Und ich hoffe wirklich inständig, dass die geringe Länge bzw. die extreme Kürze des Kapitels eure Feedbacks nicht ganz so negativ werden lässt und falls dem doch so sein sollte und eure Meinungen diesmal nicht ganz so gut ausfallen werden, dann werde ich das so hinnehmen, ohne wenn und aber, wie der erwachsene Mensch, der ich bin.

Lange Rede – kurzer Sinn: Ich wünsche euch allen, auch wenn es (leider) noch nicht soweit ist, trotzdem jetzt vorab schon mal schönes, entspanntes und erholsames Wochenende, sowie einen gelungenen Start in die nächste Woche, kommt gut in den Herbst und bleibt mir vor allem natürlich auch weiterhin gesund.

Bye, bye, euer Ahadi.
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