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Castle & Beckett - Partner und Freunde fürs Leben

von Ahadi
SammlungFreundschaft, Liebesgeschichte / P16 / Gen
Kate Beckett Richard Castle
30.10.2019
10.12.2020
50
162.835
6
Alle Kapitel
164 Reviews
Dieses Kapitel
4 Reviews
 
21.08.2020 3.566
 
Halli-Hallo allerseits.

Wisst ihr, ich habe ja bereits im Vorfeld fest damit gerechnet, dass ihr euch, nachdem ich einige Wochen lang abwesend war, sehr über das neue Kapitel freuen würdet und ich bin tatsächlich nicht enttäuscht worden, vier Feedbacks sind jetzt zwar nicht gerade so unglaublich viel, aber für den (Neu)Anfang trotzdem vollkommen in Ordnung für mich.

Und da wir gerade schon bei dem Thema „Reviews“ sind, werde ich, pragmatisch wie ich nun mal bin, natürlich auch gleich einmal die günstige Gelegenheit dazu nutzen, um mich nochmal vielmals bei den Verfassern der Besagten zu bedanken, dazu zählen Lary29, KBRC87, JohannaJames und Hummel.

Doch jetzt will ich euch nicht länger hinhalten und stattdessen einfach nur noch das tun, was ich an dieser Stelle immer tue und allen Leserinnen und Lesern, die sich dazu entschließen, ein Auge auf den brandneuen Lesestoff zu werfen, genauso wie immer, so natürlich auch dieses Mal wieder ganz viel Spaß beim Schmökern wünschen!

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Die rot-silberne Tür zu Richard Castles Loft öffnete sich und der besagte Mann betrat seine luxuriösen vier Wände, in seiner rechten Hand hatte er seinen metallenen Schlüsselbund und in seiner linken trug er eine große, schwarze Reisetasche, der Schriftsteller war allerdings nicht alleine, er war nämlich in Begleitung.

In weiblicher Begleitung, um genau zu sein und zwar handelte es sich bei derjenigen, die bei ihm war, um seine langjährige Partnerin, Muse, gute Freundin und heimliche Traumfrau Det. Katherine Beckett, die genannte Frau hatte, im Gegensatz zu ihrem Berater, zwar nichts in den Händen, trug dafür jedoch ihren rechten Arm in einer weißen Schlinge.

Nachdem er die Reisetasche, die übrigens ihr gehörte, neben seiner schwarzen Ledercouch abgestellt hatte, half er ihr gentlemanlike aus ihrer Jacke, was dieses Mal ein wenig schneller und leichter ging als sonst, da sie eh nur ihren gesunden, linken Arm im dazugehörigen Jackenärmel stecken hatte.

Anschließend bot er ihr einen Sitzplatz auf seiner Couch an, den sie gerne und sofort, sowie dankend annahm, er zögerte kurz, bevor er es ihr schließlich gleich tat und sich ebenfalls auf die Couch setzte, er setzte sich allerdings nicht direkt neben sie, sondern ein Stückchen von ihr weg, um sie nicht einzuengen und ihr etwas Freiraum zu geben.

„Darf ich Dir vielleicht etwas zu trinken anbieten, Kate?“, fragte er sie, nachdem einige Sekunden lang völlig Stille zwischen ihnen geherrscht und jeder für sich seinen eigenen Gedanken nachgehangen hatte, nicht wissend oder ahnend, dass sie beide unabhängig voneinander an genau dasselbe gedacht hatten.

„Ein Glas Wasser wäre nett“, antwortete sie ihm prompt, quasi wie aus der sprichwörtlichen Pistole geschossen, was daran lag, dass sie ihn, noch bevor er es zur Sprache brachte, eh schon um ein Glas Gänsewein, sprich Wasser, bitten wollte, denn allmählich fing die Verletzung an ihrem rechten Arm an schmerzhaft zu puckern.

„Was für ein Wasser darf ich Dir denn bringen? Soll es ein Mineralwasser sein oder reicht auch Leitungswasser?“, wollte er, sorgfältig wie er nun einmal war, besonders dann, wenn es um sie ging, bevor er sich gleich ans Werk machte, vorher erst noch in Erfahrung bringen, was genau für eine Art von Wasser sie denn haben wollte.

„Leitungswasser genügt“, entgegnete sie nach kurzer Überlegung, zwar hätte sie eigentlich lieber ein Mineralwasser, aber da sie das Glas Wasser eh nur dazu brauchte, um eine der Schmerzpillen, die ihr verschrieben worden waren, einzunehmen, würde in diesem Fall auch die einfachere Wasser-Variante voll und ganz ihren Zweck erfüllen.

„Ein Glas Leitungswasser, kommt sofort, Detektive“, mit diesen Worten erhob Castle sich von der Couch, ging schnurstracks in die Küche und kehrte noch nicht einmal zwei Minuten später auch schon wieder zu Beckett ins Wohnzimmer zurück, die in der Zwischenzeit schon mal ihre Schmerztabletten hervor geholt hatte.

„Hier bitte sehr, ein Glas Wasser, frisch gezapft aus der hauseigenen Leitung. Speziell für die absolut beste Mordermittlerin von ganz New York City. Ach, was sage ich? Von der gesamten Ostküste“, reichte er ihr mit dieser Aussage, in Verbindung mit einem warmen, charmanten, aufrichtigen Lächeln das von ihr gewünschte Getränk.

„Vielen Dank, Rick, das ist lieb von Dir“, nahm sie das angebotene Glas dankend, sowie mit einem zuckersüßen Lächeln entgegen, das sein Herz nicht nur in Null-Komma-Nix zu erwärmen vermochte, sondern auch dafür sorgte, dass sein besagtes Organ zudem noch in einem rasanten Tempo zu schlagen begann.

Seine körperliche Reaktion auf ihr Lächeln blieb ihr allerdings verborgen, sehr zur Erleichterung des Krimiautors, der daher ganz beruhigt wieder neben seiner Muse auf dem Sofa Platz nehmen konnte, ohne sich Sorgen darüber machen zu müssen, dass sie ihm irgendwelche neugierigen Fragen stellte oder sich gar über ihn lustig machte.

Die Polizistin stellte das Wasser derweil kurz auf dem gläsernen Couchtisch vor sich ab, drückte dann eine Schmerzpille aus dem Blister heraus und steckte sich diese in den Mund, bevor sie das Glas anschließend wieder in die Hand nahm und die Tablette schließlich mithilfe des Wassers hinunter spülte.

„Sind die Schmerzen momentan denn eigentlich noch sehr stark, Kate oder geht es einigermaßen?“, erkundigte er sich, da er von Natur aus ein sehr fürsorglicher Mensch war, eben genau aus diesem Grund bei ihr, wie hoch der Grad ihrer körperlichen, verletzungsbedingten Schmerzen derzeit war.

„Sie sind auszuhalten, außerdem helfen die Schmerzpillen gut dabei, sie erträglich zu machen“, erwiderte sie daraufhin, obwohl die Schmerzen ihr in Wirklichkeit doch etwas mehr zu schaffen machten, als sie ihm sagte, aber das würde sie weder ihm, noch sonst irgendjemand anderem gegenüber jemals offen zugeben.

In den folgenden zwanzig, vielleicht sogar dreißig Sekunden herrschte erneut absolute Stille zwischen ihnen und auch im gesamten Loft, einzig und allein das leise Dröhnen des üblich dichten Verkehrs auf den turbulenten Straßen von New York vermochte, wenn auch nur in extrem abgeschwächter Lautstärke, zu ihnen durch zu dringen.

Sie nutzte diese kurze Zeit der völligen Ruhe dazu, um es sich auf der Couch ein wenig bequem zu machen und zwar tat sie das, indem sie sich zurücklehnte, ihren Kopf auf der Rückenlehne ablegte und ihre Augen schloss, während sie darauf wartete, dass die Pille, die sie eingenommen hatte, anfing ihre Arbeit zu machen und ihre Schmerzen linderte.

Er dagegen begnügte sich damit seine Partnerin dabei zu beobachten, wie sie sich tief in das weiche Leder fletzte und sich zusehends zu entspannen begann, er wusste zwar, dass sie es als gruselig empfand, wenn er sie, so wie jetzt, anstarrte, aber er konnte einfach nicht anders, ganz egal, was auch immer sie machte, er fand es jedes Mal absolut faszinierend.

Doch auch wenn er von dem Anblick einer relaxten Beckett, was er bei Weitem nicht alle Tage sah, wirklich sehr gefesselt war, so änderte das dennoch nichts daran, dass es da etwas gab, das ihn noch weitaus mehr beschäftigte und das ihn auch gewiss keine Ruhe lassen würde, bis er es nicht zur Sprache gebracht hatte.

„Du Kate, es gibt da etwas, was ich Dir sagen möchte“, handelte er daher ganz nach der Devise „Gesagt –getan“ oder in diesem speziellen Fall dann doch eher „Gedacht-getan“, doch ganz egal, wie man es auch bezeichnen wollte, auf jeden Fall beschloss er jetzt endlich mit dem, was ihm da auf der Seele lastete, heraus zu rücken.

„So, was denn?“, fragte sie an ihn gewandt und erhob dabei ihren Kopf von seinem bisherigen Liegeplatz, der Rückenlehne des Sofas, um ihn ansehen zu können, während sie miteinander sprachen und obwohl man es ihr von außen nicht ansah, war sie innerlich natürlich schon ziemlich gespannt darauf zu erfahren, was er ihr denn sagen wollte.

Die Brünette sprach es zwar nicht laut aus, nicht zuletzt deswegen, weil sie ihm gegenüber nicht unfreundlich sein wollte, aber sie hoffte insgeheim dennoch schon sehr, dass er sich nicht schon wieder bei ihr für das entschuldigen wollte, was ein paar Stunden zuvor bei dem Zugriff passierte, der letztendlich auch zu ihrer Verletzung geführt hatte.

„Keine Sorge, Kate, ich möchte mich keinesfalls nochmals bei Dir für die Ereignisse von vorhin entschuldigen. Wir haben schließlich bereits ausführlich darüber gesprochen und die Sache vollständig geklärt“, erschien es ihr, als er das zu ihr sagte, beinahe so, als hätte er ihre Gedanken gelesen und infolgedessen beschlossen ihr ihre Sorgen zu nehmen.

Er war zwar eigentlich der Meinung, dass er sie gar nicht oft genug um Verzeihung bitten könnte, dafür, dass er nicht gut genug auf sie aufgepasst und sie nicht ausreichend beschützt hatte, was damit endete, dass sie angeschossen wurde, aber er wollte dann doch lieber keine Diskussion, geschweige denn einen Streit mit ihr vom Zaun brechen.

„Okay, gut“, fiel ihr, als er ihr ehrlich versicherte, dass das, was er ihr sagen wollte, nicht im geringsten etwas mit seinem schlechten Gewissen ihr gegenüber zu tun hatte, tatsächlich sowohl hörbar, als auch sichtbar eine große Last von den Schultern, denn das Letzte, was sie wollte, war, dass er sich für etwas bestrafte, woran er definitiv keine Schuld trug.

„Aber bevor wir unser Gespräch hier fortführen: Möchtest Du vielleicht noch etwas trinken, Kate?“, wollte er das, was er ihr zu sagen hatte, damit keineswegs hinaus zögern, er fragte sie lediglich deshalb, weil er nun mal ein vollendeter Gentleman war und er sie, eine Dame, natürlich nicht verdursten lassen wollte.

„Nein danke, erstmal nicht“, dachte sie tatsächlich kurz daran, dass er mithilfe dieser Frage womöglich nur Zeit schinden wollte, sie verwarf diesen Gedanken jedoch schnell wieder, als ihr klar wurde, dass er wirklich nur ein guter Gastgeber bzw. Krankenpfleger sein wollte und sicherstellen wollte, dass es ihr rundum gut ging.

„Also los, Rick, raus mit der Sprache. Was genau möchtest Du mir denn jetzt sagen?“, hielt sie es mittlerweile vor lauter Neugier schier kaum noch aus und forderte ihn aus diesem Grund freundlich, aber bestimmt dazu auf nun endlich einmal aus dem Quark zu kommen und ihr, ohne weitere Umschweife, zu sagen, was er zu sagen hatte.

Bevor er aber ihrer Aufforderung nachkam, nahm er sich vorher einen kurzen Moment Zeit, um nochmal tief Luft zu holen und sich die Worte, die er nun an sie richten würde, zusammen zu legen, damit die Nachricht, die er ihr übermitteln wollte, auch wirklich richtig bei ihr ankam und es nicht möglicherweise noch zu irgendwelchen Missverständnissen zwischen ihnen kam.

„Nun, wie Du ja selbst am besten weißt, begleite und unterstütze ich Dich mittlerweile schon seit einer ganzen Weile bei deiner Arbeit. Fast drei Jahre, um genau zu sein“, begann er schließlich damit sich von dem Gewicht, das ihm, seit sie wenige Stunden zuvor beim Zugriff angeschossen wurde, auf der Seele lastete, zu befreien.

„Ich muss ehrlich zugeben, dass wir jetzt nicht gerade den allerbesten Start miteinander hatten, aber das hat uns ja trotzdem nicht daran gehindert, unsere anfänglichen Differenzen zu überwinden und im Laufe der Zeit zu einem erfolgreichen Team zu werden, das selbst die schwierigsten Kriminalfälle löst und Mörder reihenweise hinter Gitter bringt.

Wir beide können mit Lug und Recht behaupten, dass wir in all der Zeit unserer produktiven Zusammenarbeit bereits eine ganze Menge miteinander erlebt und auch schon unzählige, lebensgefährliche Situationen gemeinsam durchgemacht und überstanden haben. Ganz egal, ob es nun Schießereien, Gefriercontainer oder Atombomben waren.

Und wie Du Dir sicher vorstellen kannst, hatte ich in jeder einzelnen der besagten Situationen, wenn wir in Gefahr waren, eine riesen Angst um Dich. Aber ich kann ungelogen sagen, dass ich selten, wenn nicht sogar noch nie so große Angst um Dich hatte, wie vorhin, als ich das Blut an deinem Arm gesehen habe.

Ich wusste zu dem Zeitpunkt zwar, was passiert sein musste, aber nicht, wie schlimm es war und ich dachte, befürchtete für einen kurzen Moment wirklich, dass Du lebensbedrohlich verletzt sein könntest. Umso mehr war ich natürlich erleichtert, als sich hinterher herausstellte, dass es zum Glück nur ein Streifschuss war.

Aber dennoch kann ich einfach nicht aufhören, mir alle möglichen „Was-wäre-wenn-Szenarien“ aus zu malen, in denen Du weit mehr abkriegst, als nur einen „kleinen Kratzer“. Weißt Du, an Tagen, wie dem heutigen, verfluche ich die Tatsache ein Schriftsteller mit einer hervorragenden Fantasie und Vorstellungskraft zu sein.“

Der Romanautor pausierte kurz, um zu versuchen, sowohl die Reihe von erschreckenden Bildern, die wie ein Film in seinem Kopf abliefen, als auch die Emotionen, die ebenfalls aufgrund seiner Erzählung zunehmend in ihm aufstiegen, zu unterdrücken, was ihm auch ganz gut gelang, zwar nicht völlig, aber ausreichend genug, um fortfahren zu können.

„Jedenfalls habe ich mir, sobald feststand, dass Dir glücklicherweise nichts schlimmeres zugestoßen war, lange und ausführlich Gedanken gemacht. Über das, was bei dem Zugriff vorhin passiert ist, was in der Vergangenheit bereits alles passiert war und auch, was in Zukunft noch so alles passieren könnte.

Und mir ist, infolge meiner ganzen Überlegungen, schlussendlich klar geworden, dass ich es einfach nicht riskieren kann, mit Dir nochmal in so eine gefährliche Situation zu geraten und Dich dabei möglicherweise zu verlieren. Nicht, ohne das Du weißt, wie unglaublich wichtig Du mir bist und wie unsagbar viel Du mir tatsächlich bedeutest.

„Was ich Dir damit sagen will ist…ich liebe Dich, Kate“, wollte er zwar am liebsten direkt weiterreden, musste jedoch erstmal stoppen und versuchen, den Anstieg von Gefühlen, der immer stärker wurde und ihn zu übermannen drohte, unter Kontrolle zu bringen und erst als ihm das größtenteils gelungen war, vermochte er wieder zu sprechen.

„Und es soll ab sofort auch kein einziger Tag mehr vergehen, an dem ich es Dir nicht mindestens einmal sage. Und wenn Du auch nur ansatzweise genauso für mich empfinden solltest, wie ich für Dich, dann bitte ich Dich, gib mir eine Chance dazu Dir zu zeigen, was ich bereit bin alles zu tun, nur aus Liebe zu Dir.

Falls es Dir aber nicht so gehen sollte, wie mir, dann sei bitte ehrlich zu mir und sag es mir hier und jetzt. Ich verspreche Dir, ich werde, wenn dem so sein sollte, auch keinesfalls sauer auf Dich. Im Gegenteil, ich könnte es sogar sehr gut verstehen, wenn Du nicht so fühlen solltest, ja wirklich.

Schließlich bist Du eine, bitte verzeih mir die etwas derbe Bezeichnung, Hammerfrau und kannst jeden, aber auch wirklich einfach jeden Mann haben, den Du nur willst. Jemanden, der jünger, gebildeter, athletischer, erfolgreicher und bedeutsamer ist als ich. Und der Dir vor allem alles bieten und geben kann, was Du verdienst.

Aber wenn Du in deinem Herzen dasselbe spüren solltest, wie ich, dann lass uns mutig sein und es uns einfach riskieren. Gemeinsam“, mit diesen Worten beendete er seine Ausführung, die, so kam es ihm zumindest vor und ihr wahrscheinlich auch, eine halbe Ewigkeit gedauert und ihm in emotionaler Hinsicht alles, wirklich absolut alles abverlangt hatte.

Und als er schließlich zu Ende gesprochen hatte, fühlte er sich so, als wäre ihm gerade eine zentnerschwere Last von den Schultern, sowie von der Seele und nicht zuletzt auch vom Herzen genommen worden, jetzt wusste Beckett endlich über seine wahren Gefühle für sie Bescheid und er konnte nicht anders, als sich unendlich erleichtert und befreit zu fühlen.

Allerdings sollte das befreiende Gefühl der Erleichterung leider nur von ziemlich kurzer Dauer sein und in binnen weniger Sekunden stattdessen der Angst weichen, der Angst vor dem, was jetzt, wo sie wusste, dass er sie liebte, wohl geschehen würde, schließlich wusste er ja nicht, ob sie denn genauso empfand wie er.

Zwar hatte es in der Vergangenheit schon hin und wieder mal das eine oder andere Indiz dafür gegeben, dass die Möglichkeit bestand, dass sie ihn ebenfalls liebte, zum Beispiel die Art und Weise, wie sie ihn anblickte, wenn sie glaubte, er würde es nicht sehen, wie sie ihn anlächelte und berührte, selbst wie sie mit ihm sprach, könnte durchaus ein Hinweis dafür sein.

Doch wirklich hundertprozentige Gewissheit über ihre Gefühle für ihn hatte er bislang nicht, aber jetzt, wo sie die Wahrheit über seine kannte, dürfte er jeden Moment erfahren, ob er die eben genannten Indizien wirklich richtig gedeutet hatte oder ob das, was er glaubte zu sehen, doch nur ein reines Produkt seiner hyperaktiven Fantasie war.

Er glaubte jetzt zwar nicht, dass sie ihn wegen seines Geständnisses auslachen würde, aber dafür rechnete er fest damit, dass sie ihm gleich sagen würde, dass sie seine Liebe nicht erwiderte, dass sie nicht mehr mit ihm zusammen arbeiten und auch nicht weiter mit ihm befreundet sein konnte und das sie beide am besten ab sofort getrennte Wege gehen sollten.

Aber nichts dergleichen passierte und mit dem, was stattdessen geschah, hatte er wirklich nicht gerechnet, denn anstatt, dass sie ihn zurückwies, von der Couch aufsprang, sich ihre Tasche schnappte und in Windeseile nicht nur sein Loft, sondern auch sein Leben für immer verließ, lächelte sie ihn stattdessen zärtlich an.

Mindestens genauso irritierend wie das liebevolle Lächeln, mit dem sie ihn bedachte, war aber auch der Ausdruck in ihren Augen, die ihm hell funkelnd entgegen blitzten, es schien für ihn fast so, als hätte sie von ihm gerade etwas gesagt bekommen, auf das sie schon sehr lange gewartet hatte, nicht wissend, dass er damit gar nicht mal so falsch lag.

„Ich liebe Dich auch, Rick“, sprach die braunhaarige Polizistin schließlich oder viel mehr endlich die fünf Worte aus, die ihr Berater schon so unglaublich lange aus ihrem Munde hatte hören wollen, wobei es in einigen Fällen auch nur vier Worte waren, weil er irgendwie immer gehofft hatte, dass sie diejenige sein würde, die zuerst „Ich liebe Dich“ sagte.

„Und obwohl ich wirklich riesengroße Angst davor habe, Dich zu verlieren, kann und will ich meine Gefühle für Dich nicht mehr länger verstecken. Mir ist heute, genauso wie Dir auch, endlich klar geworden, dass das Leben einfach viel zu kurz ist, um die Liebe, die man für jemanden empfindet, ewig zu leugnen, aus Angst verletzt zu werden.

Ich will mit Dir zusammen sein, Rick, ich möchte, dass wir ein Paar sind. Das mag sich für Dich jetzt vielleicht ziemlich merkwürdig anhören, aber ich kann mir sogar bereits jetzt vorstellen, Dich irgendwann einmal zu heiraten, Kinder mit Dir in die Welt zu setzen und gemeinsam mit Dir alt zu werden. Ich will einfach alles mit Dir und das für immer.“

Der Bestsellerautor ergriff, auf diese zutiefst bewegende und berührende Erklärung hin, mit seiner rechten Hand ihre linke, umschloss diese behutsam und strich mit seinen Fingern sanft über ihre zarte Haut, während er ihr gleichzeitig ein warmes Lächeln schenkte, das sie, ohne zu zögern, erwiderte.

„Ich will ebenfalls mit Dir zusammen sein, Kate. Ehrlich gesagt, habe ich mir das schon sehr lange Zeit gewünscht“, hätte er ihr zwar genauso gut auch mithilfe von Blicken mitteilen können, wie unsagbar glücklich er darüber war, dass seine Gefühle für sie von ihr erwidert wurden, beschloss aber dennoch es ihr besser laut zu sagen.

„Und das mit dem Heiraten, Kinder kriegen und zusammen alt werden, klingt für mich keineswegs merkwürdig. Ganz im Gegenteil, ich wünsche mir nämlich genau dasselbe mit Dir und zwar nur mit Dir“, wollte er sie außerdem noch wissen lassen, dass er einem gemeinsamen Leben mit ihr, auch in ferner Zukunft, nicht abgeneigt gegenüber stand.

„Gut zu wissen. Aber jetzt schlage ich vor, Du ersparst Dir weitere Worte und küsst mich stattdessen einfach“, war sie zwar unbeschreiblich froh darüber, dass er genau dieselben Wünsche und Träume hatte wie sie, hatte aber dennoch eine Menge anderer Dinge im Sinn, die sie im Moment tun konnten und die weitaus schöner waren als Reden.

Und er, der „rein zufällig“ exakt dieselben Dinge im Kopf hatte wie sie, zögerte deshalb natürlich auch nicht lange, sondern überbrückte, kaum hatte sie ausgesprochen, auch schon die Distanz zwischen ihnen, bis er direkt neben ihr saß und ihre Körper sich berührten, zwar nur ganz leicht, aber im Augenblick genügte es ihnen vollkommen.

Er wartete ein paar Sekunden, bevor er sich langsam zu ihr hinüber beugte, sie kam ihm freundlicherweise ein Stück entgegen, sodass es nicht lange dauern sollte, bis ihre Lippen schließlich aufeinander trafen, die Berührung war federleicht und der Kuss, den sie miteinander teilten, voll Zärtlichkeit und Liebe.

„Ich liebe Dich, Kate“, raunte er ihr zu, nachdem sie den Kuss wieder beendet hatten, zwar widerwillig und auch viel zu früh, jedoch war es dringend notwendig gewesen, weil ihre Lungen irgendwann nach Sauerstoff verlangt und aus diesem Grund angefangen hatten höllisch zu brennen, sodass ihnen leider keine andere Wahl blieb.

„Ich weiß, Rick, ich liebe Dich auch“, flüsterte sie zurück und übernahm anschließend die angenehme Aufgabe, ihre Münder in einem weiteren Kuss miteinander zu vereinigen, der genauso gefühlvoll war, wie der Vorherige und ebenso wie der erste, so war auch der zweite Kuss nichts anderes, als eine zusätzliche Bestätigung ihrer Liebe zueinander.

Einer Liebe, die tief, rein und ehrlich war und die vor allem niemals enden würde.

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Und das war es dann auch schon wieder für diese Woche, das nächste Kapitel erscheint, jedenfalls insofern mir bis dahin nichts gravierendes dazwischen kommen sollte, in ungefähr vierzehn Tagen und bis ich euch dann in Bälde neuen Stoff zum Lesen geben werde, könnt ihr euch ja solange einfach an diesem hier erfreuen.

Als nächstes möchte ich euch noch mitteilen, dass meine Vorfreude auf eure Rückmeldungen, wie immer, bereits jetzt riesengroß ist und das mir, genauso wie bislang immer, so natürlich auch dieses Mal wieder wirklich vollkommen egal ist, ob Besagte nun positiv oder eben negativ ausfallen werden.

Zum Schluss wünsche ich euch, Mädels und Jungs, freundlich wie ich von Natur aus nun einmal bin, noch ein ganz tolles Wochenende, das hoffentlich eure körpereigene Batterie neu auf zu laden vermag, sodass ihr dann mit frischer Energie in die kommende Woche starten könnt und das hoffentlich auch nicht so brütend heiß wird, wie das Letzte.

Ciao, lasst es euch möglichst gut ergehen, euer Ahadi.
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