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Castle & Beckett - Partner und Freunde fürs Leben

von Ahadi
SammlungFreundschaft, Liebesgeschichte / P16 / Gen
Kate Beckett Richard Castle
30.10.2019
10.12.2020
50
162.835
6
Alle Kapitel
164 Reviews
Dieses Kapitel
5 Reviews
 
14.11.2019 2.372
 
Einen schönen, guten Tag werte Leserinnen und Leser.

So wie immer, bevor es los geht, vorher noch einmal aller herzlichen Dank an all meine nach wie vor loyalen und unermüdlichen Anhänger, wenn ich das mal so salopp ausdrücken darf, die mir zum letzten Kapitel ein Feedback hinterließen, ich kann nur sagen: „Leute, ihr seid allesamt spitzenmäßig und macht ruhig weiter so, ich würde mich freuen“.

Und ich möchte, dass ihr wisst, dass ich stets ein offenes Ohr für eure Anliegen habe, ganz egal, welcher Art diese auch immer sein mögen…Lob, Kritik oder Verbesserungsvorschläge, immer nur her damit und habt keine Scheu oder Angst und teilt mir einfach ruhig und ehrlich mit, wenn bei euch irgendwann einmal der Schuh drückt.

Doch jetzt, ohne weitere unnötige Verzögerungen, eröffne ich hiermit auch schon feierlich das 4. Kapitel, bei dessen hoffentlich unterhaltsamer Erkundung ich euch allen miteinander, so wie üblich, ganz viel Freude wünsche!

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Es war gegen acht Uhr abends, als es an der Tür von Castles Loft klopfte, der Herr des Hauses wusste bereits, um wen es sich bei seinem Besucher handelte, da er diesen höchstpersönlich zu sich eingeladen hatte und von daher zögerte er auch nicht lange, sondern machte sich stattdessen schleunigst daran, seinem bestellten Gast die Tür zu öffnen.

„Hallo Beckett“, begrüßte der Bestsellerautor die Person auf der anderen Seite der Tür, sobald er diese nur wenige Sekunden nach dem Klopfen geöffnet hatte und schenkte seiner Muse, auf deren Besuch er sich schon die ganze Zeit über wahnsinnig gefreut und deren Ankunft er auch schon sehnsüchtig herbei gesehnt hatte, ein charmantes Lächeln.

Die beiden hatten sich nämlich, wie schon so oft in letzter Zeit, zu einem gemeinsamen Fernsehabend verabredet, bei dem sie jedes Mal nicht nur die leckeren Knabbereien und erfrischenden Getränke genossen, sondern auch die angenehme Gesellschaft des anderen und die intellektuelle Konversationen, die sie zwischendurch miteinander führten.

„Hey Castle“, grüßte sie ihn mit einem warmen, herzlichen Lächeln zurück, welches sein Herz gleich doppelt so schnell schlagen ließ wie vorher, nicht wissend, geschweige denn ahnend, dass sein Lächeln eine ähnliche Wirkung auf sie hatte und ihre Knie butterweich werden ließ, etwas, was noch kein Mann jemals zuvor geschafft hatte.

„Aber bitte, komm doch rein“, trat er mit einer einladenden Geste seines rechten Arms beiseite und öffnete die Tür noch ein wenig mehr, nachdem er sich schließlich an seine Manieren erinnert hatte, die es ihm strikt verbaten eine schöne, junge Dame länger als nötig auf dem kalten, leeren Hausflur stehen zu lassen.

Sie nickte ihm dankend zu, kam dann seiner freundlichen Aufforderung nach und trat in die luxuriöse, gemütlich eingerichtete Großraumwohnung ihres Beraters ein, woraufhin dieser die Tür wieder schloss und sich anschließend zu seiner Partnerin gesellte, die im Eingangsbereich des Lofts stand und auf irgendetwas zu warten schien.

„Darf ich Dir den Mantel abnehmen?“, fragte er sie daraufhin, nicht extra nachfragen müssend, worauf genau sie wartete und legte sanft seine großen, kräftigen Hände auf ihre schmalen, fast schon zierlichen Schultern und massierte diese ein wenig durch den weichen Stoff ihres mitternachtsblauen Wintermantels hindurch.

„Natürlich darfst Du“, gab sie ihm unverzüglich die Erlaubnis, ihr beim Ausziehen des Mantels, beinahe sprichwörtlich, hilfreich unter die Arme zu greifen, was er dann auch sogleich tat und nachdem er das besagte Kleidungsstück von ihrem umwerfenden Körper geschält hatte, hängte er dieses an die Garderobe im Eingangsbereich.

Anschließend bot er ihr einen Sitzplatz auf seiner großen, schwarzen und bequemen Ledercouch an, auf der sie jedes Mal nebeneinander saßen, wenn sie einen gemeinsamen Fernsehabend veranstalteten und mit jedem Mal rückten sie merklich immer näher zusammen und beim letzten Mal hatten sich bereits ihre Knie berührt, wenn auch nur ein wenig.

Und obwohl der Körperkontakt nur an dieser einen Stelle vorhanden und auch wirklich nur sehr gering war, so hatten sie dennoch deutlich das wohlige Kribbeln gespürt, welches die Berührung in ihnen hervor gerufen hatte und sie hatten dieses Gefühl von millionen winziger Stromstöße, die durch sie hindurch jagten, in vollen Zügen genossen.

Außerdem hatte es in ihnen ein unstillbares Verlangen auf mehr geweckt, trotzdem waren sie nicht weiter gegangen, weil keiner von ihnen, weder er, noch sie den nötigen Mut gefunden hatte, den Körperkontakt zwischen ihnen zu vergrößern, dafür war ihre Angst vom anderen zurück gewiesen zu werden, einfach viel zu groß gewesen.

Doch, wer weiß? Vielleicht würde einer von ihnen ja heute Abend genügend Mut sammeln können, um endlich die unsichtbare Grenze zwischen „Einfach nur sehr dicht beieinander sitzen“ und „Einfach nur ganz unbefangen miteinander kuscheln“ zu überschreiten, obwohl…so ganz unbefangen wären sie in diesem Fall nicht wirklich.

Zumindest wenn man bedachte, dass die zwei bereits seit geraumer Zeit heimlich ineinander verliebt waren, schwer verliebt sogar und auch wenn sie bislang auf Nachfrage vehement abstritten, etwas füreinander zu empfinden, das über das rein freundschaftliche hinaus ging, so waren ihre Blicke und Gesten mehr als Beweis genug dafür, wie sehr sie einander liebten.

„Was darf ich Dir denn zu trinken bringen? Wasser, Saft, Cola, Limo, Bier, Wein, Whiskey oder vielleicht einen Wodka?“, fragte er sie, ganz gentlemanlike, was sie zu trinken haben wollte und zählte ihr dafür seine großzügige Auswahl an Erfrischungen auf, ließ sie wissen, was er ihr getränketechnisch so alles anbieten konnte.

„Ach, zu einem schönen, kühlen Bierchen sage ich nicht nein“, antwortete sie und brauchte auch nicht lange zu warten, bis ihr das gewünschte Getränk vom Hausherrn gebracht wurde, wobei dieser, umsichtig wie er nun einmal war, auch gleich ein Glas mitlieferte, je nach dem, ob sie nun aus diesem oder eben direkt aus der Flasche trinken wollte.

Für sich selbst hatte Castle ebenfalls eine Flasche Bier aus dem Kühlschrank geholt, das Einzige, das er an diesem Abend trinken würde, denn wenn seine Hoffnung sich tatsächlich erfüllen und er und Beckett sich wirklich noch näher kommen sollten, dann wollte er bei klarem Verstand sein und die vollständige Kontrolle über sein Handeln haben.

Was er unmöglich wissen, geschweige denn ahnen konnte war, dass auch sie den Entschluss gefasst hatte, es am heutigen Abend bei dem einen Bier zu belassen, auch wenn sie eine höhere Alkoholtoleranz hatte als er, sie wollte auf keinen Fall riskieren, das, was sie nächsten Stunden noch bringen würden, nicht mit allen Sinnen genießen zu können.

Sie ließ ihren Blick über den gläsernen Couchtisch vor sich schweifen und stellte hocherfreut fest, dass ihr Partner auch dieses Mal wieder an alles gedacht hatte, sie sah Schalen mit Paprikachips, Salzstangen, Nachos mit verschiedenen Dips, Erdnussflips und Popcorn, einfach alles, was so zu einem Fernsehabend unter Freunden nun mal dazu gehörte.

„Du sag mal, wie geht es denn eigentlich Martha und Alexis?“, erkundigte sie sich, bevor sie mit dem gemütlichen Teil ihres Abends begannen, bei ihm, wie es denn zur Zeit seinen beiden rothaarigen Damen, wie er sie gerne nannte, so ging, denn sie mochte die zwei wirklich sehr und sah sie sogar fast schon als so etwas wie eine zweite Familie an.

Zwar hatte es für sie nach dem Tod ihrer Mutter, für lange Zeit nur eine zweite Familie gegeben, nämlich ihre Kollegen und Freunde im Revier, aber da die anderen den Autor als Einen von ihnen ansahen, als einen festen Bestandteil des Teams, gehörten somit automatisch seine Mutter und seine Tochter auch zur großen Revierfamilie.

Allerdings sahen nicht nur die Cops vom 12. Revier Rick und „seine Frauen“ als einen Teil von ihnen an, sondern der Castle-Clan sah auch die Polizisten und vor allem sie als jemand von ihnen, als festen Bestandteil der Familie und das von Anfang an, seit sie das Loft zum allerersten Mal betreten hatte, während des Fall mit der tief gefrorenen Leiche.

„Es geht ihnen hervorragend. Sie sind essen gegangen und wollen anschließend noch zu einer Spätvorstellung ins Angelica“, lehnte er sich mit diesen Worten entspannt zurück und legte seinen rechten Arm auf der Rückenlehne der Couch ab und wenn er gewollt hätte, dann hätte er diesen auch problemlos um sie legen können.

„Wir sind also ganz unter uns“, setzte er sogleich noch hinten dran und die Polizistin wusste nicht so recht, wie sie diesen Satz deuten sollte, ob er das nur einfach so sagte oder ob er damit etwas ganz bestimmtes aussagen wollte, aber ihr detektivischer Instinkt sagte ihr, dass mit hoher Wahrscheinlichkeit die zweite Option zutraf.

„Aber, aber, Mr. Castle, Sie hegen doch nicht etwa irgendwelche unlautere Hintergedanken oder etwa doch?“, reagierte sie auf die Äußerung ihres Beraters, indem sie sich zu ihm hinüber lehnte, ihn neckisch anlächelte und ihren linken Zeigefinger leicht aufreizend über den edlen, seidigen Stoff seines dunkelroten Hemdes strich.

„Kommt ganz drauf an, ob Sie dagegen abgeneigt wären, wenn es so wäre, Ms. Beckett“, entgegnete er daraufhin, ergriff mit seiner rechten Hand ganz sanft ihre linke und drückte diese behutsam genau an die Stelle, an der sein Herz wie wild gegen seinen Brustkorb schlug, wie ein Wildpferd, das sich aus seiner Umzäumung befreien wollte.

Sollte sie doch ruhig einmal selber spüren, was sie ihm mit ihren bloßen Worten, Blicken und Berührungen antat, dachte er so bei sich im Stillen, schließlich machte sie ihn ja schon seit Beginn ihrer Zusammenarbeit andauernd verrückt, ständig machte sie irgendwelche anrüchigen Bemerkungen, die ihn an den Rand des Wahnsinns und der Kontrolle brachten.

„Nun, das wiederum käme ganz darauf an, welcher Art genau Ihre Hintergedanken sind“, gab sie mit einem teils schalkhaften und teils verführerischen Lächeln zurück, während sie das Gefühl ihrer großen, warmen Hand auf ihrer ebenso in vollen Zügen genoss, wie das seines kräftigen Herzschlags unter ihrer kleinen, fast schon zierlichen Hand.

„Wenn Sie möchten, Detektive, dann wäre ich gerne dazu bereit, Sie in den Genuss einer kleinen Kostprobe kommen zu lassen“, war er ein weiteres Mal kurz davor, vor lauter Begierde förmlich zu explodieren und er hätte sich wirklich nichts schöneres vorstellen können, als ihr hier und jetzt die Natur seiner Gedanken zu demonstrieren.

„Mhm, das klingt wahnsinnig verlockend“, schnurrte sie geradezu und bettete ihren Kopf auf seine Brust, genau dort, wo sich bislang ihre Hand befunden hatte, sodass sie seinen extrem schnellen Herzschlag nun zwar nicht mehr fühlen, dafür aber hören konnte und sie musste ehrlich zugeben, dass sie noch nie zuvor einen angenehmeren Beat gehört hatte.

Und da sie den Blickkontakt zu ihm die ganze Zeit über aufrecht erhielt, konnte sie eindeutig erkennen, wie nah er dran war, endgültig die Kontrolle über sich zu verlieren und dem Verlangen, das sie in seinen azurblauen Augen sehen konnte, nach zu geben und obwohl es ihr ganz genauso ging, beschloss sie dennoch ihn noch ein wenig zappeln zu lassen.

„Aber später vielleicht. Jetzt möchte ich erst einmal den Film sehen, den Du mir versprochen hast“, schüttete sie ihm von daher in der nächsten Sekunde, einen verbalen Kübel eiskalten Wassers über den Kopf und konnte prompt Enttäuschung, mit einem Hauch von Schmerz in seinen Augen erkennen und dieser Anblick tat ihr im Herzen weh.

„Hey, nicht traurig sein, Rick. Hör zu: Wir sehen uns jetzt erst einmal den Film an und danach schauen wir einfach mal, was wir machen. Okay?“, ließ sie ihn zum Trost, durch die Blume gesprochen wissen, dass sie nicht dagegen abgeneigt war, das, was sie kurz davor waren zu tun, später nach dem Film wieder auf zu greifen und ggf. auch fort zu führen.

„Okay“, war er zwar schon ziemlich enttäuscht darüber, dass sie ihn wieder einmal erst heiß gemacht und dann, innerhalb eines Wimpernschlags, eiskalt fallen gelassen hatte, so wie sie es in der Vergangenheit schon unzählige Male tat, aber er rechnete ihr ihren Versuch, ihn zu trösten, hoch an und beschloss tapfer ab zu warten, was später noch passieren würde.

Also stand der Krimiautor im nächsten Augenblick von der Couch auf, ging zu seinem großen, teuren Plasmafernseher, kniete sich davor und legte den Film „Pretty Woman“ mit Richard Gere und Julia Roberts ein, anschließend kehrte er zur Couch zurück, nahm seinen Sitzplatz neben seiner Muse wieder ein, nahm dann die Fernbedienung und drückte schließlich auf Play.

Beckett kannte außer Castle keinen anderen Mann, der sich freiwillig mit ihr solch einen kitschigen Film angesehen hätte oder zumindest keinen, der nicht hinterher eine gewisse Art von Entschädigung für diese Folter von ihr verlangt hätte, aber in dieser Hinsicht war ihr Partner nun einmal völlig anders, als die meisten Männer.

Und sie war unsagbar glücklich darüber, dass dem so war, mit keinem anderen Mann konnte sie je so ungezwungen zusammen sein und ganz harmlos abends vor dem Fernseher sitzen, wie mit ihm, mit ihm konnte sie sich ganz friedliche Filme aller Art anschauen, ohne das er im Gegenzug dafür irgendetwas von ihr haben wollte, weder Sex, noch sonst etwas.

Sie konnte gar nicht dankbar genug dafür sein, so einen aufmerksamen, lieben, mutigen, fürsorglichen, selbstlosen und umgänglichen Mann wie Castle zu haben und das sowohl als Partner auf der Jagd nach Mördern, als auch und vor allem als guten Freund, der ihr selbst noch im größten Sturm treu und unbeirrbar zur Seite stand, wenn alle anderen schon längst gegangen waren.

Mit anderen Worten: Er war ihr Weggefährte in fast allen Lebenslagen und obwohl sie eigentlich nicht an Gott, den Himmel, das Schicksal oder an sonst irgendwelche höheren Mächte glaubte, so dankte sie trotzdem allen überirdischen Wesen und Kräften, die sie und Rick einst zusammen brachten, im Stillen von ganzem Herzen.

Und wer weiß? Vielleicht hatte sie am Ende des Abends ja noch mehr Gründe dazu, Besagten dafür zu danken, dass sie dafür sorgten, dass ihre beiden Wege sich kreuzten und sie dadurch heute, jetzt und hier zu zweit gemütlich auf dem Sofa vor dem Fernseher saßen und sich gemeinsam einen der bekanntesten Liebeskomödien der letzten 30 Jahre ansahen.



Fortsetzung folgt…

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Na, wollt ihr, dass ich eine Fortsetzung dazu schreibe? Ich schätze jetzt zwar mal ganz stark ja, ich wäre auch gerne dazu bereit und hätte echt große Lust dazu, aber ich werde natürlich nur auf euren ausdrücklichen Wunsch hin einen zweiten Teil anfertigen, teilt mir also bitte mit, ob ihr lesen wollt, was weiter an diesem Abend passiert oder nicht.

Macht es bis dahin gut oder besser und lasst es euch gut ergehen, insofern das bei dem teils schon ziemlich kalten und auch schmuddeligen Wetter möglich ist, auf jeden Fall bin ich auf eure diesmaligen Reviews schon gespannt wie so ein Flitzebogen, völlig egal, ob diese nun positiv oder halt negativ ausfallen, Hauptsache sie sind zahlreich.

Tschüss, bis zum nächsten Mal, euer Ahadi.
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