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Castle & Beckett - Partner und Freunde fürs Leben

von Ahadi
SammlungFreundschaft, Liebesgeschichte / P16 / Gen
Kate Beckett Richard Castle
30.10.2019
10.12.2020
50
162.835
6
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Dieses Kapitel
1 Review
 
05.06.2020 3.164
 
Grüß Gott, ihr lieben Leut.

Ich hoffe sehr, dass ihr alle, genauso wie ich auch, ein schönes, sonniges, entspanntes, sowie erholsames Pfingstwochenende hinter euch habt, mit frisch aufgeladener Körperbatterie in die neue und zugleich erste Juni-Woche gekommen seid und jetzt auch schon riesig gespannt darauf seid, was ich wohl heute schönes für euch im Petto habe.

Und weil ich natürlich nicht will, dass ihr länger als wirklich unbedingt nötig darauf warten müsst, mit dem Lesen anfangen zu können, eröffne ich hiermit auch schon das neueste Kapitel, bei dessen Erkundung ich euch allen, genauso wie ich es bislang immer tat, so auch am heutigen Tage wieder so viel Freude wie nur möglich wünsche!

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Der erfolgreiche, weltberühmte und millionenschwere Bestsellerautor Richard Castle saß in seinem lofteigenen Büro, an seinem Schreibtisch und arbeitete gerade fleißig an seinem nächsten Nikki-Heat-Roman, als es urplötzlich an seiner Haustür klopfte, was ihn abrupt aus seinem emsigen Schreibprozess heraus riss.

Er erwartete an diesem Abend keinen Besuch mehr und seine zwei rothaarigen Damen, die beide außer Haus waren, hatten jeweils einen Schlüssel zum Loft, sodass sie nicht extra an zu klopfen bräuchten, daher hatte er nicht die geringste Ahnung, um wen es sich bei demjenigen, der da an seine Haustür klopfte, handeln könnte.

Und da er natürlich ganz genau wusste, dass er erst dann eine zufrieden stellende Antwort auf seine Frage bekommen würde, wenn er aufstehen, zur Tür gehen und nachsehen würde, um wen es sich denn nun bei seinem unangekündigten Besucher handelte, beschloss er schließlich auch genau das zu tun.

Infolgedessen speicherte er schnell das Geschriebene ab, schloss dann seinen Laptop, erhob sich anschließend aus seinem ledernen Bürostuhl, schritt flinken Fußes aus seinem Büro heraus, durchquerte sein großzügiges, geräumiges Wohnzimmer, ging geradewegs zur Tür, öffnete diese und war mächtig erstaunt, als er sah, wer da vor ihm stand.

„Kate!? Welch erfreuliche Überraschung Dich hier zu sehen“, war seine Überraschung nicht nur ersichtlich, sondern auch ganz deutlich aus seiner Stimme heraus zu hören, was jedoch keineswegs etwas daran änderte, dass er sich wahnsinnig darüber freute sie zu sehen, denn von allen möglichen Besuchern wäre sie ihm jederzeit am liebsten.

„Hey Rick. Komme ich ungelegen?“, erwiderte sie die Begrüßung mit einem kleinen, etwas scheuen Lächeln, zwar war es normalerweise nicht ihre Art einfach so unangemeldet bei jemanden auf zu schlagen, aber es war jetzt auch nicht unbedingt so ungewöhnlich, dass sie ohne vorherige Ankündigung bei ihm auftauchte.

Schließlich war sie vor ein paar Monaten, nachdem Detektive John Raglan, der damals leitende Ermittler im Mordfall ihrer Mutter, sie aus heiterem Himmel angerufen und dazu aufgefordert hatte ihn in einem Coffeeshop zu treffen, auch unangemeldet zu ihm gekommen, um ihn darum zu bitten sie zu dem ominösen Treffen zu begleiten.

Und Castle hatte sich damals kein bisschen über ihr plötzliches Auftauchen beschwert, nicht im geringsten, ganz im Gegenteil, er war stattdessen sofort zur Stelle und hilfsbereit gewesen, genauso wie zu jedem anderen Zeitpunkt auch, wenn sie Probleme oder Sorgen hatte, nicht mehr weiter wusste und ihn aufsuchte, um ihn um Unterstützung zu bitten.

Trotzdem würde sie natürlich sofort wieder gehen, falls ihr Besuch, aus welchem Grund auch immer, gerade ungelegen kommen sollte, wobei sie inständig hoffte, dass er, falls dem wirklich so sein sollte, dann zumindest keinen Damenbesuch hätte, denn der Gedanke an ihn, in Verbindung mit einer anderen Frau, bereitete ihr erhebliche Magenschmerzen.

Zwar war ihr vollkommen klar, dass sie eigentlich keinerlei Ansprüche auf ihn hatte, da er, genauso wie sie auch, derzeit Single und somit weder ihr, noch sonst irgendjemanden gegenüber auf diese Weise verpflichtet war, aber das änderte nichts an der Tatsache, dass sie in den Mann vor sich nun mal schwer verliebt war.

„Nein. Ich habe nur gerade ein wenig geschrieben, das ist alles“, versicherte er ihr daraufhin vollkommen aufrichtig, dass sie keinesfalls ungelegen kam und selbst wenn dem doch so sein sollte, wäre es ihm völlig egal, denn wenn sie, wegen was auch immer, seine Hilfe brauchte, dann würde er sie garantiert nicht einfach so wieder wegschicken.

„Aber bitte, komm doch rein“, forderte er sie höflich dazu, in sein Loft ein zu treten, nachdem ihm aufgefallen war, dass sie immer noch draußen im Hausflur stand, schließlich hatte seine Mutter ihn ja gut erzogen und seine Manieren verboten es ihm strikt, eine wunderschöne Frau wie Beckett im kalten Flur stehen zu lassen.
   
Also trat er, in Verbindung mit seiner freundlichen Bitte an sie, herein zu kommen, ein Stück weit beiseite und öffnete außerdem seine Haustür noch ein bisschen mehr, sodass sie nun ungehindert in seine Wohnung eintreten konnte, was sie, auf seine Aufforderung, sowie sein Beiseitetreten hin, auch unverzüglich tat.

„Und ich störe Dich auch wirklich nicht, Rick? Wenn doch, dann wäre es kein Problem für mich, sofort wieder zu gehen“, hatte sie von ihm zwar bereits eine Antwort auf ihre Frage erhalten, ob sie vielleicht gerade ungelegen kam, aber es sprach ja schließlich nichts dagegen auf Nummer sicher zu gehen und ihn vorsichtshalber lieber nochmal zu fragen.

„Nein Kate, Du störst wirklich nicht“, antwortete er ihr wahrheitsgemäß und wirkte dabei nicht im geringsten genervt, obwohl sie ihm eine Frage stellte, auf die er ihr schon eine Antwort gegeben hatte, doch er konnte ihre Vorsicht gut verstehen, denn er würde an ihrer Stelle ebenfalls lieber hundertprozentige Sicherheit haben wollen.

„Ganz egal, mit was auch immer ich beschäftigt bin, ob nun mit Schreiben oder sonst irgendetwas anderem, ich würde jederzeit alles stehen und liegen lassen, wenn Du mir zu verstehen gibst, dass Du meine Hilfe brauchst“, teilte er ihr anschließend offen mit, dass er seine Tätigkeiten, zu ihren Gunsten, immer und überall einstellen würde.

Er hatte in der Zwischenzeit die Haustür wieder hinter ihnen beiden geschlossen und sich zu ihr ins Wohnzimmer gesellt, wo er ihr, nachdem er sie stumm um Erlaubnis gebeten hatte, gentlemanlike aus ihrer Jacke heraus half, welche er ordentlich in dem kleinen Wandschrank aufhängt, der sich direkt neben der Wohnungstür befand.

„Bitte, nimm Platz“, deutete er, bei diesen Worten, mit seiner rechten Hand auf seine große, tiefschwarze Ledercouch, auf der sie in der Vergangenheit bereits einige Male gesessen und auch schon so manchen Filmabend im Kreise der Castle-Familie verbracht hatte, sie dankte ihm nickend und kam seiner erneuten, freundlichen Bitte bzw. Aufforderung nach.

„Darf ich Dir vielleicht etwas zu trinken anbieten, Kate?“, fragte er sie, sobald sie auf der so eben genannten Sitzgelegenheit Platz genommen hatte, seine anfängliche Überraschung über ihr unerwartetes Erscheinen an seiner Tür hatte sich inzwischen restlos in Luft aufgelöst und war der überschwänglichen Euphorie gewichen, sie jetzt hier bei sich zu haben.

„Was hättest Du mir denn an zu bieten?“, konterte sie mit einer Gegenfrage, zwar kannte sie sein hauseigenes „Getränkesortiment“ mittlerweile in- und auswendig, aber sie konnte ja nicht wissen, ob seit ihrem letzten Besuch hier im Loft, der bereits etwas zurück lag, nicht vielleicht noch ein neues Getränk hinzu gekommen war.

Der Schriftsteller musste sich, auf die Frage seiner Muse hin, wirklich schwer auf die Zunge beißen, um ihr nicht zu antworten, dass er ihr, neben einer zahlreichen Auswahl an Getränken, außerdem noch sein kostbares Herz, seine ganze Liebe, lebenslanges Glück und überhaupt alles, was sie sich nur wünschen könnte, an zu bieten hätte.

Wenn ihn jemand explizit danach fragen würde, dann würde er demjenigen ehrlich sagen, dass er selbst gar nicht so genau wusste, wie lange er schon in sie verliebt war, aber es kam ihm schier wie eine Ewigkeit vor, er wusste nur, dass es definitiv irgendwann im ersten Jahr ihrer Zusammenarbeit passiert sein musste.

Doch selbst wenn er dem Fragesteller bzw. der Fragestellerin den exakten Zeitpunkt nennen können würde, wann genau er sein Herz an die liebreizende Polizistin verloren hatte, wäre es ihm sowieso vollkommen schnuppe, es war jedenfalls nun mal so geschehen und er würde es auch auf gar keinen Fall irgendwie anders haben wollen.

Und mal ganz ehrlich, warum sollte er denn auch?

Katherine Houghton Beckett gehörte ja schließlich nicht zu der Sorte von Frauen, die man praktisch an jeder Straßenecke antreffen konnte, sondern eine echte Rarität, ein Schatz so zu sagen, den (M)man(n) heutzutage leider nur noch extrem selten fand, umso glücklicher war er aufgrund dessen natürlich sie gefunden zu haben und bei sich zu wissen.

Sie war selbstbewusst, einfühlsam, willensstark, auf ihre ganz eigene und sehr spezielle Art und Weise humorvoll, mutig, warmherzig, diszipliniert, konnte gleichzeitig aber auch wild und verrückt sein, einerseits war sie hart im Nehmen, andererseits jedoch auch weich und empfindsam, mit einem Wort, sie war absolut außergewöhnlich.

Und eben genau all diese Eigenschaften, die sie in ihrer Person ineinander vereinte, die sie ausmachten und die sie, genauso wie jeden anderen Menschen auf diesem Planeten auch, zu einem einmaligen Individuum machten, hatten letztendlich dafür gesorgt, dass er sich so schwer, wenn nicht sogar unsterblich in sie verliebt hatte.

Bislang hatte er zwar leider noch nicht den nötigen Mut, geschweige denn den passenden Zeitpunkt gefunden, um ihr seine Liebe gestehen zu können und er wusste natürlich, dass er ihr auch nicht ewig verheimlichen können würde, wie er wirklich für sie empfand, irgendwann, früher oder später, würde er mit der Wahrheit herausrücken müssen.

Und obwohl der Krimiautor bereits jetzt unglaublich große Angst davor hatte, wie Kate möglicherweise auf sein Liebesgeständnis reagieren könnte bzw. würde, war ihm klar, dass er es in naher Zukunft trotzdem wohl oder übel würde tun müssen, denn nur, wer vorher mutig genug ist, wird am Ende glücklich sein können.

Aber bis es so weit sein würde und der Moment gekommen war, an dem er sie über die wahre Natur seiner Gefühle für sie aufklären würde, würde er die verbleibende Zeit, die er mit ihr zusammen verbrachte, damit zubringen ihr auf seine ganz spezielle Art und Weise zu zeigen, wie wichtig sie ihm war und wie viel sie ihm bedeutete.

„Nun, ich hätte Mineralwasser Naturell, Medium oder Classic an zu bieten…dann hätte ich noch verschiedene Sorten Saft…Cola…Bier, normal oder alkoholfrei…sowie Rot- oder Weißwein…und Whiskey und Cognac hätte ich auch noch da“, zählte er ihr schließlich die vielen, unterschiedlichen Getränke auf, die er zur Auswahl hatte.

„Ich nehme ein Glas Orangensaft“, sagte sie nach kurzer Überlegung zu ihm und obwohl sie es seit jeher nicht anders von ihm kannte, war sie trotzdem jedes Mal aufs Neue erstaunt und erfreut zugleich darüber, wie zuvorkommend und galant er sein konnte, eben ein richtiger, vollendeter Gentleman, von denen es leider nur noch sehr wenige gab.
   
„Ein Glas Orangensaft, kommt sofort, Madame“, verneigte er sich bei diesem Satz kurz vor ihr, ähnlich wie ein vornehmer Kellner in einem edlen Restaurant, was ihr unweigerlich ein kleines Kichern entlockte, anschließend begab er sich schnurstracks in die Küche, die direkt ans Wohnzimmer angrenzte, wo er sich an die Umsetzung ihrer Bestellung machte.

Keine zwei Minuten später kehrte er dann auch schon wieder aus der Küche zurück ins Wohnzimmer und überreichte ihr mit den Worten „Hier, bitte sehr, Detektive“, sowie einem charmanten Lächeln das von ihr gewünschte Glas Orangensaft, welches sie mit einem dankenden und zugleich sanften Lächeln entgegen nahm.

Und während sie sogleich einen Schluck von dem leckeren, wunderbar gekühlten und herrlich erfrischenden Saft nahm, setzte er sich derweil neben sie auf die Couch und im Verlauf der nächsten Sekunden begann sich im Inneren seines Kopfes eine Frage, die er bis jetzt beiseite gestellt hatte, nun langsam wieder zurück in den Vordergrund zu drängen.

„Also Beckett, dürfte ich Dich fragen, was mir das Vergnügen und die Ehre verschafft, dass Du mich so überraschend hier, in meinem bescheidenen Zuhause besuchst?“, sprach er die so eben erwähnte Frage, die ihn nun, wo sie einen bequemen Sitzplatz und ein erquickendes
Getränk hatte, zunehmend beschäftigte, schließlich auch laut aus.

„Wieso? Freust Du Dich denn etwa nicht, mich zu sehen, Castle?“, gab sie, anstatt einer Antwort, stattdessen erneut eine Gegenfrage zurück, die mittlerweile zweite, seit sie ins Loft gekommen war und obwohl sie natürlich ganz genau wusste, dass er sich sehr wohl über ihren Besuch freute, sprach ja dennoch nichts dagegen zumindest einmal nach zu fragen.

„Doch, doch, natürlich freue ich mich, Dich zu sehen, riesig sogar. Ich freue mich immer, wenn Du mich besuchen kommst oder überhaupt, wenn ich Dich sehe, Kate“, beeilte er sich damit ihr aufrichtig zu versichern, dass er auf gar keinen Fall nicht erfreut war über ihren Besuch, auch wenn er mit diesem nicht gerechnet hatte.

„Es ist nur so, dass ich etwas erstaunt und überrascht bin. Denn wenn ich mich richtig erinnere, dann wolltest Du heute doch eigentlich etwas mit deinem Dad unternehmen“, fügte er hinzu und war sich nahezu hundertprozentig sicher, dass seine Feststellung, dass sie für den heutigen Tag eigentlich Pläne mit ihrem Vater hatte, völlig korrekt war.

„Ja, das stimmt, Du erinnerst Dich richtig“, war sie ehrlich gesagt kein bisschen überrascht oder erstaunt darüber, dass er sich daran erinnern konnte, was sie heute, an ihrem freien Tag, eigentlich vorhatte, da er ihr immer aufmerksam zuhörte, wenn sie ihm etwas erzählte, eine Eigenschaft von ihm, die sie ganz besonders an ihm mochte und auch liebte.

„Aber leider ist meinem Dad in allerletzter Minute ein sehr wichtiges Mandat dazwischen gekommen, sodass wir unsere Vater-Tochter-Pläne kurzfristig absagen und auf ein ander Mal verschieben mussten“, erklärte sie ihm weiter, welche Umstände dazu geführt hatten, dass die geplanten Unternehmungen mit ihrem Vater storniert wurden.

„Oh, das tut mir leid, Kate“, sagte er daraufhin zu ihr und sie wusste sofort, ohne ihn extra fragen zu müssen oder auch nur den geringsten Zweifel zu haben, dass seine Aussage der Wahrheit entsprach, denn zum einen würde er sie niemals bewusst anlügen und zum anderen war seine Aufrichtigkeit deutlich aus seiner Stimme heraus zu hören.

Zwar war es jetzt eigentlich nicht so schlimm, dass ihre Pläne mit ihrem Das ins Wasser gefallen sind, aber da Jim Beckett ihr einzig verbleibender Elternteil war, war die Zeit, die Vater und Tochter miteinander verbrachten, sehr kostbar und desto bedauerlicher war es von daher natürlich, wenn ihnen, so wie heute, etwas dazwischen kam.

Zumal sie Mordermittlerin und ihr Vater Rechtsanwalt war und die beiden aus diesem Grund eh schon wenig Zeit füreinander hatten, es reichte höchstens mal für ein gemeinsames Essen, das war es dann aber auch schon, desto mehr hatte sie sich natürlich darüber gefreut, ausnahmsweise mal einen ganzen Tag mit ihrem Dad verbringen zu können.

Und umso enttäuschter dürfte sie, genauso wie höchstwahrscheinlich auch ihr Dad, jetzt natürlich darüber sein, dass ihr wertvoller Vater-Tochter-Tag bedauerlicherweise ausfallen und auf einen anderen, bislang noch völlig unbekannten Zeitpunkt verschoben werden musste und Gott allein wusste, wann genau dieser sein würde.

„Und Du bist jetzt zu mir gekommen, weil Du an deinem freien Tag nicht alleine sein wolltest, habe ich recht?“, offenbarte er ihr seine Annahme, die er infolge ihrer voran gegangenen Erklärung, aus den ihm vorliegenden Fakten konstruiert hatte, genauso wie sie es für gewöhnlich während einer laufenden Mordermittlung tat.

„Ja“, antwortete sie ungelogen und überraschte ihn mit ihrer wahrheitsgemäßen Antwort, ohne es zu wissen oder zu ahnen, denn er hatte eigentlich fest damit gerechnet, dass sie seine Frage verneinen und ihm gegenüber niemals einfach so offen zugeben würde, dass sie deshalb hier bei ihm war, weil sie nicht alleine in ihrer leeren Wohnung sein wollte.

Andererseits war er aber natürlich auch heilfroh darüber, dass sie so ehrlich zu ihm war, denn dadurch wusste er jetzt, weshalb sie hier war und so konnte er ihr auch die Gesellschaft geben, die sie wollte bzw. brauchte und die sie hier bei ihm suchte, ein Freundschaftsdienst, den er natürlich nur zu gerne leistete und den er ihr auch niemals verwehren würde.

„Ich weiß, wie merkwürdig sich das wahrscheinlich für Dich anhören muss. Schließlich bin ich, wenn ich abends nach Dienstschluss nach Hause komme und auch sonst die meiste Zeit alleine. Aber ich hatte, nachdem mein Dad mir vorhin abgesagt hatte, einfach das Bedürfnis nach Gesellschaft“, ergänzte sie im Bezug zu ihrer vorige Aussage.

„Das hört sich für mich keinesfalls merkwürdig an, Kate. Der Wunsch nach Gesellschaft ist ein absolut verständliches, völlig normales und rein menschliches Bedürfnis. Und definitiv nichts, was Dir peinlich oder sonst irgendwie unangenehm sein muss“, entgegnete er mit ruhiger, sanfter, einfühlsamer Stimme.

„Und ich möchte, dass Du weißt, dass ich sehr glücklich darüber bin und das ich mich auch wirklich sehr geehrt fühle, derjenige zu sein, der Dir Gesellschaft leisten darf“, beschloss er es ihr gleich zu tun und genauso ehrlich zu ihr zu sein, wie sie es zuvor zu ihm gewesen war und ihr seine Freude darüber zu offenbaren, so zu sagen ihr Auserwählter zu sein.

Schließlich war sie ja durch nichts und niemand dazu gezwungen worden, ausgerechnet zu ihm zu kommen, um nicht alleine zu sein, sie hätte ja genauso gut auch zu ihrer besten Freundin, der Gerichtsmedizinerin Dr. Lanie Parrish gehen können, aber nein, sie hatte ihn ausgewählt, um Gesellschaft zu haben und darüber war er wirklich unsagbar glücklich.

„Immer“, erwiderte sie kurz und knapp und obwohl ihre Antwort auf seine Danksagung lediglich aus einem einzigen Wort bestand, hatte Besagte dennoch genauso viel Gewicht und Bedeutung, wie alle Worte, die sie ansonsten dazu hätte nutzen können, um ihm zu sagen, dass sie auch jederzeit gerne wieder zu ihm kommen würde.

Den restlichen Tag verbrachten die zwei Verliebten damit sich über Gott und die Welt zu unterhalten und sich ein paar Filme an zu schauen, wobei sie sich zwischendurch etwas zu Essen vom Lieferdienst kommen ließen, abends kehrten Martha und Alexis ins Loft zurück, woraufhin Beckett schließlich selbst nach Hause ging.

Aber natürlich bedankte Kate sich, bevor sie den Heimweg antrat, vorher noch einmal von Herzen bei Rick dafür, dass er sie für den Tag quasi bei sich aufgenommen, ihr Gesellschaft geleistet und ihr einen rundum schönen Tag beschert hatte, den die beiden ganz bestimmt schon sehr, sehr bald wiederholen würden.

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Halt, Stopp, Nein, ihr braucht es mir nicht extra zu sagen, ich weiß selbst, dass das Kapitel nicht so ganz perfekt ist, wobei ich persönlich eh bezweifle, dass es überhaupt so etwas wie ein absolut perfektes Kapitel gibt, geschweige denn sonst irgendetwas, das völlig ohne jedweden Makel bzw. Fehler ist.

Doch ich spüre dennoch ganz deutlich, wie meine Inspiration, die mir kurzzeitig abhanden gekommen war, allmählich wieder zu mir zurück kommt und ich merke auch, dass meine Muse, die wohl Urlaub gemacht hatte, langsam wieder ihre reguläre Arbeit aufnimmt, zum Glück, kann ich nur sagen und zwar sowohl für mich, als natürlich auch für euch.

Kurz und gut, ich hoffe, genauso wie ich es am Ende eines fertigen Kapitels immer tue, so selbstverständlich auch heute, hier und jetzt wieder, dass es euch gefallen hat, wenn auch vielleicht nur teilweise und natürlich freue ich mich auch dieses Mal wieder schon riesig auf eure hoffentlich zahlreichen Rückmeldungen.

Abschließend wünsche ich euch allen, wie immer, noch ein schönes, relaxtes und erholsames Wochenende, kommt gut in die neue Woche, habt ein paar angenehme Arbeitstage oder ggf. auch Urlaubstage, je nach dem, was zutrifft und bleibt allem voran fit und gesund, bis wir dann das nächste Mal wieder voneinander hören bzw. lesen.

Tschüss, macht es gut oder auch besser, euer Ahadi.
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