Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Castle & Beckett - Partner und Freunde fürs Leben

von Ahadi
SammlungFreundschaft, Liebesgeschichte / P16 / Gen
Kate Beckett Richard Castle
30.10.2019
10.12.2020
50
162.835
6
Alle Kapitel
164 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
15.05.2020 3.390
 
Tipki yeni bir bölümün basinda her zaman yaptigim gibi, sizlere de saygin okuyucum, elbette bu sefer yine keyifli bir gün diliyorum, begrüße ich euch heute einmal auf Türkisch, in der zwar stillen, aber dennoch großen Hoffnung, bei euch auf diese Weise zumindest ein klein wenig Urlaubsfeeling aufkommen lassen zu können.

Als nächstes möchte ich mich dann natürlich auch noch einmal ganz herzlich bei meiner treuen, sowie unermüdlichen Leserin JohannaJames bedanken, die mir die bislang einzige Rückmeldung zum letzten Part gegeben hat und es hoffentlich auch anlässlich des heutigen, druckfrischen Oneshots tun wird.

Ama simdi, calilarin etrafinda gereksiz yere uzun süre konusmadan, hepinize, her zamanki gibi, okurken mümkün olan en iyi eglenceyi diliyorum!

***************************************************************************

Es war bereits weit nach Dienstschluss, als Det. Kate Beckett in Sportklamotten gekleidet aus der Umkleidekabine des reviereigenen Fitnessstudios heraus trat und sich in Richtung des angrenzenden Trainingsraums begab, ihr Ziel war es ihre ganze überschüssige Energie heraus zu lassen, die sich in den vergangenen Tagen bei ihr angesammelt hatte.

Sie hatte ganz bewusst bis nach Feierabend gewartet, bis nur noch die Kollegen von der Nachtschicht da waren, damit niemand sie bei ihrem Training störte, das sie meistens nach einem besonders anstrengenden oder emotionalen Fall absolvierte und bei dem sie beim besten Willen keinen Zuschauer brauchte, geschweige denn wollte.

Zwar hatte sie dieses Mal keinen schwierigen Mordfall hinter sich, aber irgendwie musste sie ja schließlich die gesamte Energie, die bei ihr über war, heraus lassen und da sie momentan nun mal keinen Freund hatte, mit dem sie „trainieren“ konnte, blieb ihr halt nichts anderes übrig, als stattdessen den Boxsack zu malträtieren.

Ihr ganzer Körper kribbelte schon vor lauter Power, die, genauso wie sie auch, nur darauf wartete endlich heraus gelassen zu werden, doch kaum hatte sie die Tür zum Trainingsraum geöffnet, da blieb sie auch schon wie versteinert stehen, als sie sah, dass dieser nicht leer war, so wie sie es zu so recht später Stunde eigentlich erwartet hatte.

Denn in einer Ecke des Raumes stand niemand geringeres, als ihr Berater, Partner und inzwischen auch bester Freund Rick Castle, der den schwarzen Boxsack, den sie jetzt eigentlich benutzen wollte, immer wieder mit gezielten Schlägen und Tritten attackierte, sodass dieser an der Kette, an der er befestigt war, hin und her schwang.

Sobald die Polizistin registriert hatte, was der Krimiautor tat, bemerkte sie schließlich auch, dass er, wie es nicht anders zu erwarten war, natürlich keinen seiner teuren Maßanzüge anhatte, die er sonst immer trug, sondern ein ähnliches Trainingsoutfit wie sie, sprich ein ärmelloses Oberteil und eine locker sitzende Jogginghose.

„Kann ich Ihnen irgendwie helfen, Detektive?“, fragte Castle an seine Muse gewandt, ohne sie dabei an zu sehen oder mit seinem Tun auf zu hören und ohne es zu wissen erstaunte und verwirrte er die angesprochene Frau mit seiner Frage, denn sie wusste nicht, woher er so genau wissen konnte, dass sie es war und niemand jemand anders.

Schließlich hatte er ihr den Rücken zugedreht und so weit sie wusste hatte er keine Augen im Hinterkopf, von daher war es für sie ein absolutes Rätsel, wie er sich so sicher darüber sein konnte, dass es sich bei der Person, die zu ihm in den Trainingsraum gekommen war, um sie handelte und nicht um einen der restlichen Kollegen, die noch da waren.

In Momenten wie diesen wurde ihr immer wieder klar, dass sie, obwohl sie bereits seit fast drei Jahren zusammen arbeiteten und sich mittlerweile auch schon ziemlich gut kannten, trotzdem noch längst nicht alles über ihn wusste und das er genauso geheimnisvoll war wie sie, ein Puzzle, von dem sie noch lange nicht sämtliche Teile beisammen hatte.

„Ich wollte trainieren. Ich hatte nur nicht damit gerechnet, dass sonst noch jemand hier wäre“, beantwortete sie ihm seine Frage, auch wenn er sich höchstwahrscheinlich schon selbst denken konnte, aus welchem Grund sie hier her in den Fitnessraum gekommen war und das garantiert nicht, um auf der Trainingsmatte zu nächtigen.

„Und Du? Was machst Du so spät noch hier? Ich meine, wenn ich mich richtig erinnere, dann bist Du doch schon vor circa zwei Stunden nach Hause gegangen“, erkundigte sie sich anschließend bei ihm über den Grund seines Hierseins, schließlich war es ja nicht gerade alltäglich, dass er sich um diese Uhrzeit noch im Revier befand.

„Ich war auch Zuhause. Aber als ich dort ankam teilte Alexis mir mit, dass sie sich mit Ashley trifft und dann bei ihrer Freundin Paige übernachtet. Anschließend kam dann meine Mutter angeschwebt, sagte mir, dass sie ebenfalls ein Date hatte und ich nicht auf sie zu warten bräuchte“, begann er ihr zu erklären, weshalb er nicht zu Hause war.

„Und da ich nicht unbedingt schreiben musste und ich auch keine besonders große Lust darauf hatte, mutterseelenallein in meinem Loft herum zu sitzen, beschloss ich stattdessen etwas für meine Gesundheit und Fitness zu tun und fuhr hier her“, beendete er seine Erklärung an sie mit diesen Worten auch schon wieder.

„Kann ich verstehen“, entgegnete Kate daraufhin wahrheitsgemäß, schloss die Tür hinter sich und ging dann weiter in den Raum hinein und tatsächlich konnte sie seine Entscheidung, hier her zu kommen, anstatt Zuhause ganz alleine rum zu hocken, nur allzu gut verstehen, sowie nachvollziehen, denn ihr ging es oft nicht sehr viel anders.

Auch sie wusste manches Mal nicht, was sie tun sollte, wenn sie nach einem langen, anstrengenden und ermüdenden Arbeitstag abends einsam und allein in ihrer leeren Wohnung saß, ohne jemanden zu haben, der ihr Gesellschaft leistete, ohne jemanden, mit dem sie reden oder vielleicht auch noch sehr viel mehr als nur das tun konnte.

Rick beschloss kurzerhand eine kleine Pause vom Training zu machen und stellte seine Schläge und Tritte, mit denen er den Boxsack bislang unaufhörlich malträtiert hatte, daher in der nächsten Sekunde schließlich ein, drehte sich dann zu seiner Partnerin um und war von dem Anblick, der sich ihm da bot, maßlos fasziniert.

Sie hatte ihr langes, tiefbraunes Haar, das immer so wundervoll verführerisch nach reifen, frischen Kirschen duftete, zu einem Pferdeschwanz zusammen gebunden und obwohl ihre Trainingsklamotten etwas labberig waren, hatte er sie dennoch selten so wunderschön und umwerfend gesehen, wie gerade jetzt in diesem Augenblick.

Aber auch sie war von dem, was sie sah, mächtig angetan, zwar fand jetzt natürlich nicht unbedingt jede Frau auf der Welt einen verschwitzten Mann sexy und anziehend, aber sie auf jeden Fall schon und den ihres Beraters ganz besonders, sie hatte noch nie zuvor jemals einen Mann gesehen, der schweißgebadet so gut aussah wie er.

Die freiliegende Haut seines Oberkörpers war nass-glänzend vom Schweiß und sein dunkelblaues Tanktop, das ebenfalls schweißgetränkt war, klebte geradezu an seiner muskulösen Brust, seine breiten Schultern und seine kräftigen Oberarme taten ihr übriges, um ihn so richtig lecker aussehen zu lassen, praktisch zum Anbeißen.

„Hör zu, Kate, wenn Du lieber alleine trainieren möchtest, dann gehe ich selbstverständlich“, hatte er zwar nichts dagegen den Raum mit ihr zu teilen oder vielleicht sogar mit ihr zusammen zu trainieren, aber er wollte sich ihr natürlich keinesfalls irgendwie aufdrängen und bot ihr daher an, den Raum gegebenenfalls freiwillig für sie zu räumen.

„Nein, Du musst nicht gehen, Rick. Du kannst ruhig bleiben, es macht mir nichts aus“, erwiderte die brünette Mordermittlerin vollkommen ehrlich, was er unmöglich wissen konnte war, dass sie größtenteils deswegen wollte, dass er da blieb, weil sie sich einfach nicht an seinem wirklich köstlichen Anblick satt sehen konnte.

„Okay. Darf ich mit dem Boxsack weitermachen oder möchtest Du jetzt vielleicht dran?“, war er natürlich wahnsinnig froh, gar glücklich darüber, dass sie ihn nicht wegschickte und ihm stattdessen erlaubte zu bleiben, was sich auch unmissverständlich an dem sanften Lächeln zeigte, das er ihr schenkte und das sie auch sogleich zurückwarf.

„Na ja, ursprünglich hatte ich zwar schon geplant mit dem Boxsack zu arbeiten, aber jetzt, wo ich Dich so sehe, hätte ich dann doch schon eher Lust auf etwas Sparring. Aber natürlich nur dann, wenn Du willst“, antwortete sie und gab ihm etwas von seiner Freundlichkeit ihr gegenüber zurück, indem sie ihm anbot mit ihr gemeinsam zu trainieren.

Sie hatte ihn in den letzten drei Monaten bereits einige Male in Sachen Nahkampf und Selbstverteidigung unterrichtet, sodass er, wenn sie jetzt miteinander sparren würden, zwar noch lange kein Profi so wie sie, aber zumindest kein totaler Anfänger mehr wäre, dem sie die ganzen Grundsätze erst noch beibringen musste.

„Klar, natürlich, gerne“, hatte er insgeheim schon selber vorgehabt, sie zu einer weiteren gemeinsamen Sparring-Session ein zu laden, hatte diesbezüglich jedoch noch ein wenig gezögert und war daher jetzt natürlich umso froher oder viel mehr glücklich darüber, dass sie ihm, ohne es zu wissen, diese Aufgabe abgenommen hatte.

„Lass mich nur kurz noch mal etwas trinken und dann können wir los legen“, setzte er diesen Satz an seinen vorherigen schnell noch hinten dran und begab sich, noch während er mit ihr sprach, zu der kleinen Sitzbank, die in der gegenüberliegenden Ecke des Fitnessraums stand und auf der er vorhin bei seiner Ankunft seine Sporttasche ablegte.

„Tu das, ich mache mich in der Zwischenzeit schon mal warm“, sagte sie daraufhin zu ihm und begann, während er gierig aus der großen Wasserflasche trank, die er aus seiner Sporttasche gezogen hatte, wie gerade eben angekündigt, mit einer Reihe von Aufwärmübungen, bei denen sie von Castle aufmerksam beobachtet wurde.

Beckett spürte natürlich die begehrlichen Blicke ihres Partners und war deswegen, genauso wie jedes Mal, wenn er das tat, so natürlich auch diesmal wieder stolz und geschmeichelt zugleich, stolz, weil sie solch einen Einfluss auf ihn hatte und geschmeichelt, weil es keinesfalls selbstverständlich war, dass er sie so ansah.

Sie war ja gewiss nicht die einzige schöne, junge und attraktive Frau, die er kannte, schließlich lernte er bei seinen Signierstunden, Buchpartys und Touren, sowie auch bei etlichen anderen Events, die er regelmäßig besuchte, jede Menge solcher Frauen kennen, die in den meisten Fällen auch großes Interesse an ihm hatten.

Und gerade deswegen war es für sie natürlich umso schmeichelhafter, dass er von allen Frauen, die sich ihm reihenweise anboten und die ihm frei zur Auswahl standen, ausgerechnet sie, eine einfache Polizistin, mit solchen Blicken bedachte, als wäre sie die einzige Frau auf der ganzen, großen, weiten Welt, die es für ihn zu begehren galt.

Zehn Minuten später hatte er seinen Durst schließlich gestillt, sie sich fertig aufgewärmt und sich, genauso wie er auch, ihre Sparring-Handschuhe angezogen, sodass die beiden sich nun auf der großen, blauen Matte, die sich in der Mitte des Trainingsraums befand, gegenüber standen und bereit zum Kampf waren.

„Und? Bist Du bereit, Dir den Hintern versohlen zu lassen, Writerboy?“, fragte sie ihn und musste sich wirklich arg auf die Zunge beißen, um nicht auch noch die Worte „Mal wieder“ zu ihrer Fragestellung hinzu zu fügen, schließlich wäre es nicht das erste Mal, dass sie ihm bei einer ihrer Sparring-Sessions zeigte, wer von ihnen der einzig wahre Boss im Ring war.

„Ich würde mich besser nicht zu früh freuen, wenn ich an deiner Stelle wäre, meine liebe Kate. Denn wie Du selbst zu mir gesagt hast, bin ich ein sehr gelehriger Schüler und ich habe in den letzten Monaten in der Tat eine Menge von Dir gelernt“, antwortete er, während er eine Haltung einnahm, die ihr seine Bereitschaft signalisieren sollte.

„Na, wenn das so ist, dann zeig mir doch mal, was Du so alles von mir gelernt hast, Ricky“, lächelte sie ihn keck an und war insgeheim schon etwas überrascht darüber, dass er sie nicht korrigiert hatte, dass er kein „Writerboy“, sondern ein „Writerman“ sei, bevor sie schließlich genau dieselbe Haltung einnahm wie er.

Er warf das Lächeln, mit dem sie ihn bedachte, daraufhin auf ebenso freche Weise zurück und nahm sich im Stillen fest vor, ihr nicht einfach nur zu zeigen, was er in den letzten drei Monaten alles von ihr gelernt hatte, sondern setzte sich selbst außerdem das große Ziel, alles zu versuchen, um sie auch endlich einmal zu besiegen.

Zwar dürfte es für ihn unmöglich sein, dieses geplante Ziel auch tatsächlich zu erreichen, da er sich momentan ja noch auf Anfänger-Niveau befand und sie dagegen ein ausgebildeter Profi war, aber selbst wenn er heute erneut gegen sie verlieren sollte, so würde er dafür auf jeden Fall irgendwann, eines Tages, in naher Zukunft über sie triumphieren.

Das Duo atmete noch einmal kurz tief durch und in der darauffolgenden Sekunde begann der Kampf dann auch schon, doch die ersten paar Minuten desselben bestanden lediglich aus gegenseitigem Umkreisen und abwechselnden, geblockten Angriffen, sodass zunächst keiner der beiden so wirklich die Oberhand über den jeweils anderen gewann.

Und obwohl der Autor wirklich versuchte, seine gesamte Konzentration einzig und allein darauf zu zentrieren einen Weg zu finden, sie irgendwie zu überlisten und zu Boden zu bringen, sie sprichwörtlich aufs Kreuz zu legen, konnte er dennoch nicht verhindern, dass sein Fokus immer wieder mal woanders hin wanderte.

Wenn er so sah, wie seine Partnerin auf der Matte im Kreis umher tänzelte, genauso wie er es auch tat, dann konnte er einfach nicht anders, als sie mit einer hungrigen Raubkatze zu vergleichen, die ihre Beute, sprich ihn, umkreiste und nur auf eine passende Gelegenheit wartete, um sich auf ihn stürzen und zur Strecke bringen zu können.

Der inoffizielle Polizeiberater konnte ja unmöglich wissen, dass es ihr nicht anders ging als ihm, dass sie sich ebenfalls nicht wirklich hundertprozentig auf ihre eigentliche Aufgabe, ihn zu besiegen, konzentrieren konnte und das sich ihr Augenmerk, genauso wie seines, auch immer wieder mal auf etwas anderes als auf den Kampf richtete.

Nachdem ihr Berater, Gott allein wusste, wie lange genau, auf den Boxsack eingeschlagen und eingetreten hatte, hatte sie eigentlich nicht erwartet, dass er noch die nötige Lust und Geduld aufbringen können würde, um zusätzlich noch eine Sparring-Session mit ihr ab zu halten, aber in diesem Moment wurde sie diesbezüglich eines besseren belehrt.

Sie hatte diesen Mann, den sie gerne mal als einen 12-jährigen auf Zuckerschock bezeichnete, selten so fokussiert gesehen wie jetzt gerade, zwar schien seine Konzentration, genauso wie ihre auch, hin und wieder mal irgendwo anders hin zu wandern, aber er gewann seinen Fokus jedes Mal sehr schnell wieder zurück und konzentrierte sich wieder auf den Kampf.

Kates Blick richtete sich auf die nach wie vor nass-glänzende Haut seines Oberkörpers, die von seinem schweißdurchtränkten Tanktop nicht verdeckt wurde und vor ihrem inneren Auge begannen sich Bilder von Szenarien zu formen, in denen er zwar ebenfalls völlig verschwitzt, entgegen der Wirklichkeit jedoch splitterfasernackt war.

Im Nachhinein wusste sie zwar selbst nicht so wirklich, was genau jetzt geschah, aber wahrscheinlich war sie etwas zu lange von seinem beeindruckenden Oberkörper abgelenkt, denn in der einen Sekunde stand sie noch aufrecht auf der Trainingsmatte und in der nächsten fand sie sich bereits auf dieser bzw. ihrem Rücken liegend wieder.

Allerdings blieb sie nicht lange auf diesem liegen, denn noch bevor sie vollständig realisieren konnte, was passiert war oder sie irgendwie reagieren konnte, da drehte Castle sie auch schon auf den Bauch und fixierte ihre beiden Arme auf dem Rücken, genauso wie sie es bei der Festnahme eines widerspenstigen Verdächtigen oder eines Mörder tat.

„Det. Katherine Houghton Beckett, Sie sind verhaftet, wegen Widerstands gegen einen robust-gutaussehenden Bestsellerautor. Alles, was Sie ab jetzt sagen, kann und wird vor Gericht gegen sie verwendet werden. Sie haben das Recht auf einen Anwalt, wenn Sie sich keinen leisten können, wird das Gericht Ihnen einen zur Verfügung stellen.“

Wiederholte der Writer in etwa dasselbe, was sie bei einer Verhaftung immer zu dem- oder derjenigen sagte, den bzw. die sie festnahm und er fand es natürlich schon ein wenig schade, dass er gerade keine Handschellen griffbereit hatte, doch selbst wenn er welche hätte, würde Beckett ihn wahrscheinlich umbringen, wenn er so etwas machen würde.

Und obwohl er sich natürlich schon darüber freute, dass er es tatsächlich geschafft hatte sie zu überwältigen, wurde seine Freude durch die unwiderlegbare Tatsache gedämpft, dass es ihm nur deshalb gelungen war, weil sie ganz offensichtlich durch irgendetwas abgelenkt war, ansonsten hätte er nämlich nicht die geringste Chance dazu gehabt.

„Ha, ha, sehr witzig, Rick. Und jetzt lass mich bitte wieder los“, ohrfeigte sie sich, während sie das zu ihm sagte, in Gedanken selber dafür, dass sie sich so dermaßen von ihm hatte ablenken lassen, wie so ein pubertierendes Teenager-Mädchen, das ihren ersten Schwarm bewunderte und ihm somit die Gelegenheit gab sie auf der Matte fest zu nageln.

„Ich lasse Dich erst dann wieder los, wenn Du zugibst, dass ich mit jedem Mal immer besser und das ich Dir mit Sicherheit schon sehr bald ebenbürtig sein werde“, stellte er ihr, nach kurzer Überlegung, eine Bedingung, die sie zuerst erfüllen musste, um ihre Freilassung zu erwirken, ansonsten würde es ihm auch nur halb so viel Spaß machen.

„Castle, ich schwöre Dir, wenn Du mich nicht auf der Stelle los lässt, dann wird es verdammt schmerzhaft für Dich werden“, forderte sie ihn daraufhin auf ihre typisch dominante Art dazu auf, sie augenblicklich wieder frei zu lassen, auch wenn sie insgeheim ganz genau wusste, dass sie ihre Drohung niemals wirklich in die Tat umsetzen würde.

„Beckett, bitte, sag es. Nur einmal, für mich, bitte“, war ihm natürlich vollkommen klar, dass sie, obwohl sie durchaus dazu in der Lage wäre, ihn dennoch niemals ernsthaft verletzen würde, denn das würde nicht nur eine Unmenge an Papierkram mit sich bringen, sondern ihr außerdem zweifelsfrei ein schlechtes Gewissen bereiten.

„Also gut, damit Du endlich Ruhe gibst. Ich, Kate Beckett, gestehe hiermit offen ein, dass Du, Rick Castle, mit jedem Mal immer besser und mir auch ganz bestimmt schon sehr bald ebenbürtig sein wirst“, gab die hartnäckige Polizistin schließlich auf, auch wenn es ihr gewiss nicht leicht fiel und tat letztendlich das, worum er sie gebeten hatte.

„Na bitte, geht doch. Warum denn nicht gleich so?“, sagte der Schriftsteller breit grinsend zu seiner Muse, während er innerlich vor Freude jubelte, bevor er ihre Arme, die er bislang eisern festgehalten hatte, natürlich ohne ihr dabei weh zu tun oder sie zu verletzen, wie versprochen endlich los ließ, von ihr herunter stieg und sie wieder aufstehen ließ.

„Oh und vielen Dank übrigens für das Kompliment. Das Du das sagst, bedeutet mir wirklich unglaublich viel, Kate“, meinte er zu seiner Trainingspartnerin, sobald diese schließlich wieder aufrecht stand und trug dabei nach wie vor ein breites Grinsen im Gesicht, das sprichwörtlich von einem Ohr zum anderen reichte.

„Freu Dich, solange Du kannst, Rickyboy. Denn ehe Du Dich versiehst, wird es genau umgekehrt sein und Du wirst derjenige sein, der mich um seine Freilassung anbetteln muss“, gab sie ihm klipp und klar zu verstehen, dass seine Freude nicht von langer Dauer sein und ihre Rache früher kommen würde, als es ihm lieb sein würde.

„Und wenn Du den Jungs gegenüber auch nur ein einziges Wort darüber verlierst, dann werde ich Dich eigenhändig zum Eunuch machen. Verstanden?“, sprach die Braunhaarige eine unmissverständliche Warnung an ihn aus, denn auf irgendwelche dummen Sprüche von Ryan und Esposito konnte sie wirklich liebend gerne verzichten.

Der angesprochene Mann hob, auf ihre erneute Androhung hin, schwörend den Zeige- und Mittelfinger seiner rechten Hand in die Höhe und lächelte sie gleichzeitig warm an, um ihr auf diese Weise zu signalisieren, dass er ihre Warnung klar und deutlich verstanden hatte und das er sich auch an ihre Anweisungen halten würde.

Sie erkannte dies zwar, ohne auch nur den geringsten Zweifel an seiner Glaubwürdigkeit zu haben, warf ihm aber trotzdem lieber nochmal einen scharfen Blick zu, nur um auch wirklich hundertprozentig sicher zu gehen, dass er sie nicht womöglich doch nur anschwindelte, auch wenn sie ihm diesbezüglich eigentlich voll und ganz vertraute.

Die beiden setzten ihre Sparring-Session anschließend fort, insgesamt trainierten sie über eine halbe Stunde lang miteinander, bis ihre Energie schließlich restlos aufgebraucht war und sie hundemüde den Heimweg antraten, mit dem festen Versprechen das, was sie heute Abend gemacht hatten, schon sehr, sehr bald zu wiederholen.

***************************************************************************

So dalla und schon ist ein weiteres Kapitel vollendet oder zumindest fast, denn es fehlt natürlich noch das an diesem Punkt mittlerweile obligatorische Abschiedsprozedere, aber da ihr dieses inzwischen garantiert schon in- und auswendig kennt, spare ich mir dieses heute ausnahmsweise mal, zumal es für meine Begriffe schon recht spät ist.

Von daher ist das Einzige, was ich euch jetzt und hier noch sage, folgendes: Ich wünsche euch allen miteinander, genauso wie ich es immer tue, so selbstverständlich auch dieses Mal wieder ein möglichst angenehmes Wochenende, sowie vorab natürlich auch schon mal einen gelungenen Start in die kommende Woche.

Saygilarimizla, euer Ahadi.
Review schreiben
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast