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Castle & Beckett - Partner und Freunde fürs Leben

von Ahadi
SammlungFreundschaft, Liebesgeschichte / P16 / Gen
Kate Beckett Richard Castle
30.10.2019
10.12.2020
50
162.840
6
Alle Kapitel
164 Reviews
Dieses Kapitel
3 Reviews
 
07.05.2020 2.355
 
Hey, begnüge ich mich heute ausnahmsweise einmal mit einer ganz schlichten Begrüßung.

Trotzdem werde ich natürlich auch am heutigen Tag wieder ein „Dankeschön“, das von Herzen kommt, an die Leserinnen und Leser unter euch entsenden, die mir zum vorigen Kapitel ein Feedback gaben und ich kann einfach nicht anders, als euch zu sagen: „Leute, ihr seid allesamt echt weltklasse, macht bitte ruhig weiter so, wie bisher auch!!“

Aber jetzt macht es euch doch bitte bequem, ganz egal, wo immer ihr euch auch gerade befindet und lest euch einfach mal in die brandneue Materie ein, habt dabei, genauso wie sonst immer, so natürlich auch dieses Mal wieder möglichst viel Spaß!

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„Und? Was hat der Augenarzt gesagt?“, fragte Kate Beckett, die jüngste Frau, die es in der Geschichte der New Yorker Polizei je geschafft hatte, zum Detektive befördert zu werden, den Mann, der für sie Berater, Partner und guter Freund in eins war, als sie nebeneinander auf der Liege im Untersuchungsraum des Mount-Sinai-Hospitals.

„Kühlen, kühlen, kühlen“, sagte Krimiautor Rick Castle, welcher der vorab angesprochene Mann war, daraufhin zu der Fragestellerin, die mit den grazilen Fingern ihrer rechten Hand behutsam um sein blaues, angeschwollenes, linkes Auge herumfuhr, während sie ihn mit einem sanften und zugleich besorgten Blick beäugte.

Sein verletztes Auge rührte daher, dass er vorhin bei einer Befragung von einem aggressiven und wenig kooperativen Verdächtigen attackiert worden war, als dieser sich Beckett bedrohlich näherte und Castle sich aufgrund dessen, auch wenn es eigentlich gar nicht nötig gewesen wäre, dennoch schützend vor sie gestellt hatte.

Die Polizistin hatte natürlich nicht lange gefackelt, als der Brutalo ihren Partner geschlagen hatte, sondern diesen mithilfe der hilfreichen Techniken, die sie einst während ihrer Ausbildung an der Akademie gelernt hatte, in Windeseile überwältigt, unter Kontrolle und zu Boden gebracht und auch ratz fatz in Handschellen gelegt.

Nach der erfolgreichen Festsetzung des gewalttätigen Verdächtigen, rief sie anschließend sofort eine Streife zum Ort des Geschehens, die den Festgenommenen anstelle von ihr aufs Revier bringen sollte, bevor sie für ihren sichtlich angeschlagenen Berater zusätzlich noch einen Krankenwagen rief.

Rick meinte zwar zu ihr, dass es ihm gut ginge und das er keinen Krankenwagen bräuchte, aber Kate war diesbezüglich einfach unerbittlich und bestand felsenfest darauf, dass er sich oder besser gesagt sein verletztes Auge, vorsichtshalber doch einmal von den angeforderten Sanitätern anschauen lassen sollte, nur um ganz sicher zu gehen.

Kurz darauf trafen dann auch schon die alarmierten Kollegen, sowie die herbei gerufenen Sanis am Ort des Geschehens ein und während Erstere den verhafteten Schläger aufs Revier verfrachteten, behandelten Letztere derweil den angeschlagenen Autor, der die gesamte Prozedur, für seine Verhältnisse, überraschend tapfer über sich ergehen ließ.

Und obwohl Castle, ganz das kleine Kind, das er halt manchmal sein konnte, sich mit Händen und Füßen dagegen wehrte, sich von den Sanis zur weiteren Diagnostik und Behandlung ins Krankenhaus bringen zu lassen, schaffte Beckett es mit sehr viel Feingefühl und gutem Zureden letztendlich doch noch, ihn zum Einlenken zu bewegen.

Allerdings tat er dies nur unter der Bedingung, dass sie ihn in die Klinik begleitete, eine Bedingung, der sie unverzüglich zustimmte, was daran lag, dass sie eh schon beabsichtigt hatte mit ihm ins Hospital zu fahren, mit dem hundertprozentigen Wissen, dass er genau dasselbe für sie tun würde, wenn sie an seiner Stelle wäre.

Im Krankenhaus angekommen wurde ihr Partner, dessen verletztes, linkes Auge sich bereits während der Fahrt dorthin stark blau färbte und auch extrem anschwoll, von der Notaufnahme aus direkt in die Augen-Ambulanz überführt, sie setzte sich derweil in den dortigen Wartebereich und wartete auf Neuigkeiten bezüglich ihres Beschützers.

Keine halbe Stunde später wurde sie dann auch schon von einer Krankenschwester in das Behandlungszimmer gebracht, in dem Castle sich befand, der Arzt teilte ihr mit, dass die Verletzung an seinem Auge zum Glück nur schlimmer aussah, als sie in Wirklichkeit war und bald wieder vollständig, sowie folgenlos verheilt sein würde.

„Aber es sieht doch schon viel besser aus, findest Du nicht?“, fragte der Schriftsteller seine Muse in der darauffolgenden Sekunde eher weniger ernsthaft, als viel mehr spaßhaft, weil er, auch wenn er es natürlich nicht selbst sehen konnte, trotzdem ganz genau wusste, dass sein verletztes Auge keinesfalls besser aussah.

Die Brünette blickte ihn, auf seine Scherzfrage hin, belustigt an und musste sich wirklich schwer auf die Zunge beißen, um nicht augenblicklich lauthals drauf los zu lachen, ihr Berater mag zwar momentan nur mit einem Auge sehen können, aber seinen einmaligen und unvergleichlichen Sinn für Humor hatte er dennoch nicht verloren.

„Ich schaue Dir in die Augen, Kleines“, meinte er als nächstes mit einem rauchigen Ton in der Stimme zu ihr und zwinkerte ihr mit seinem wehen Auge zu, was er aber besser nicht hätte tun sollen, die Strafe dafür folgte nämlich sogleich und zwar in Form eines heftigen Schmerzes, der ihn zusammen zucken und aufstöhnen ließ.

„Na dann kühl dein Auge mal schön“, hatte sie, obwohl sie einerseits schon der Ansicht war, dass er im Grunde genommen selbst Schuld an seiner Verletzung hatte, andererseits natürlich schon ein wenig Mitleid mit ihm, immerhin hatte er es nur gut gemeint und sie mit seinem Eingreifen lediglich vor einem Angriff durch ihren Verdächtigen schützen wollen.

Dabei wusste er, genauso gut wie sie, dass sie eigentlich keinerlei Schutz brauchte, weder von ihm, noch von sonst irgendjemand anderem, schließlich war sie, aufgrund ihrer polizeilichen Ausbildung, in Sachen Nahkampf und Selbstverteidigung bestens geschult und somit in dieser Hinsicht auf niemandes Hilfe angewiesen.

Trotzdem fand sie sein Einschreiten, so merkwürdig sich das vielleicht auch anhören mag, schon irgendwie süß und auch lieb, vor allem wenn man die Tatsache bedachte, dass der Verdächtige, dem er sich zu ihrem Schutz mutig in den Weg stellte, einen ganzen Kopf größer, sowie breiter und muskulöser gebaut war als er.

Es war allerdings nicht das erste Mal, dass sein stark ausgeprägter Beschützerinstinkt, der immer dann bei ihm zum Vorschein kam, wenn jemand, der ihm wichtig war und den er liebte, in Gefahr war, ihn so etwas unüberlegtes und riskantes tun ließ, keineswegs, es war in der Vergangenheit nämlich bereits ein paar Mal vorgekommen.

Zum ersten Mal tat er so was, als er einen schießwütigen Voodoo-Killer mit nichts weiter, als mit einer simplen Champagner-Flasche ablenkte, damit sie die Chance hatte ihn mit einem gezielten Schuss nieder zu strecken und zuletzt als er einen professionellen Auftragsmörder aus dem Hinterhalt heraus überwältigte und mit bloßen Fäusten K.O. schlug.

Und obwohl sie ihm seine mutigen Handlungen, die ihr sowohl in den beiden besagten, als auch in allen übrigen Fällen das Leben gerettet hatten, natürlich wirklich sehr hoch anrechnete, änderte das dennoch nichts daran, dass sie jedes Mal, wenn er ein solches Risiko einging, um sie zu beschützen, riesen Angst um ihn hatte.

Es verging kein einziger Tag, an dem sie nicht befürchtete, dass er eines Tages, wenn er wieder mal sein Leben für das ihre riskierte, nicht so viel Glück haben würde wie bisher und irgendwann, früher oder später, von einer Kugel oder auch von sonst irgendeinem anderen tödlichen Objekt erwischt und getötet werden würde.

Zwar würde sie, genauso wie bislang, so natürlich auch in Zukunft stets ihr Bestes und Möglichstes tun, um zu verhindern, dass er durch irgendwen oder irgendetwas umkam, aber wie sie aus eigener, jahrelanger Erfahrung nur allzu gut und genau wusste, ließ es sich ja leider nun mal nicht immer vermeiden, dass jemand ums Leben kam.

Vor allem wenn man in einem so gefährlichen Beruf wie dem ihrem tätig war, denn jeder Mensch, der sich dazu entschließt Polizist zu werden, geht damit automatisch das hohe Risiko ein, sich die eine oder andere Kugel ein zu fangen und durch eine solche entweder verletzt oder im schlimmsten Fall sogar getötet zu werden.

Cop zu sein war nun mal leider kein Pappenstiel und auch wenn sie sich natürlich nicht wünschte, irgendwann durch eine Kugel oder sonst irgendwie gewaltsam aus dem Leben gerissen zu werden, war sie dennoch mittlerweile an die Möglichkeit gewöhnt, eines Tages nicht mehr nach Hause kommen zu können.

Doch Rick war, im Gegensatz zu ihr, nun einmal kein Polizist, sondern nur ein Autor, zwar der mutigste Autor, den sie jemals getroffen hatte, aber dennoch im Grunde genommen nur jemand, der mit dem Schreiben von Büchern sein Geld verdiente und der sich, anders als wie sie, eigentlich nicht tagtäglich einer solchen Gefahr aussetzen musste.

Aber er machte es trotzdem, obwohl er weder Dienstwaffe, noch Polizei-Marke hatte, die ihn dazu verpflichtete es zu tun, setzte er Tag für Tag seine Gesundheit und sein Leben aufs Spiel, um ihr dabei zu helfen, Mörder hinter Schloss und Riegel zu bringen und gleichzeitig den Angehörigen der Opfer Gerechtigkeit widerfahren zu lassen.

Zwar meinte er immer zu ihr, wenn sie ihn danach fragte, dass er es deswegen tat, um für seine Romane zu recherchieren, aber da sie ja schließlich nicht dumm, sondern eine ziemlich kluge Frau war, wusste sie natürlich ganz genau, dass er es keinesfalls deshalb machte, um seine Bücher so authentisch wie möglich schreiben zu können.

Und obwohl sie den exakten Grund dafür, warum er jeden Tag aufs Neue sein Leben riskierte, nicht kannte, hatte sie zumindest eine gewisse Vermutung, aus welchem Grund genau er das starke Bedürfnis zu haben schien, sie unbedingt bei der Arbeit begleiten und bei der meist lebensgefährlichen Jagd auf Mörder unterstützen zu müssen.

Allerdings würde sie im Bezug auf ihre Vermutung logischerweise erst dann wirklich hundertprozentige Gewissheit haben, wenn sie ihn fragen würde, ob sie mit dieser denn auch richtig lag und je nach dem, wie seine Antwort auf ihre Frage ausfallen würde, würde sie mit ihrer Annahme letztendlich halt entweder recht haben oder eben auch nicht.

Doch heute würde sie ihm diesbezüglich keinerlei Fragen mehr stellen, denn ihr Partner hatte aufgrund des Schlages, den er hatte einstecken müssen, bereits genug durchgemacht und auch in den nächsten Tagen würde sie sich damit zurückhalten, jedenfalls solange, bis sein verletztes Auge wieder vollständig verheilt war.

Aber sobald er in ein paar Tagen dann wieder auf beiden Augen sehen konnte, würde sie ihm endlich die Frage stellen, die sie ihm eigentlich schon seit langem stellen wollte, wozu sie sich bislang aber einfach nicht so wirklich getraut hatte, doch die Zeit des Zögerns und des Zauderns war jetzt endgültig vorbei, ein für alle Mal.

In Kürze würde sie wissen, ob sie mit ihrer Vermutung nun wirklich richtig lag oder nicht und bis es so weit war, würde sie sich ihrem verwundeten Beschützer annehmen, sich liebevoll um ihn kümmern und ihn pflegen, bis seine körperliche Gesundheit wieder vollständig hergestellt war, so wie es sich für eine gute Freundin nun einmal gehörte.

„Rick, ich möchte, dass Du weißt, dass ich Dir wirklich sehr dankbar dafür bin, dass Du Dich vorhin schützend vor mich gestellt und den Schlag quasi für mich eingesteckt hast“, sagte sie im nächsten Moment zu ihm, wissend, dass er wusste, dass jedes einzelne Wort, das sie sprach, völlig ungelogen und stattdessen vollkommen ehrlich gemeint war.

„Jederzeit Kate“, gab er ihr daraufhin ebenso aufrichtig zu verstehen, dass er das, was er heute getan hatte, wenn sich in Zukunft irgendwann wieder einmal eine solche Situation ergeben sollte, dann bereitwillig erneut tun würde und zwar jedes Mal aufs Neue, wenn so etwas passierte und das ohne auch nur mit der Wimper zu zucken.

„Ich weiß“, entgegnete sie lächelnd und ergriff mit ihrer linken Hand seine rechte, während er mit seiner linken Hand den Eisbeutel, den er nach der Untersuchung vom Arzt zum Kühlen seines verletzten Auges bekommen hatte, an dieses hielt, das hinderte ihn aber natürlich nicht daran das Lächeln, das sie ihm schenkte, zu erwidern.

„Trotzdem möchte ich Dich inständig darum bitten, in Zukunft vorsichtiger zu sein. Ich weiß natürlich, dass Du es nur gut gemeint hast und mich nur beschützen wolltest. Und obwohl ich das wirklich wahnsinnig lieb und süß von Dir finde, möchte ich einfach nicht, dass Du verletzt wirst. Verstehst Du?“, meinte sie als nächstes zu ihm.

„Ich verstehe Dich, Kate, voll und ganz. Und ich verspreche Dir hiermit hoch und heilig, dass ich in Zukunft vorsichtiger sein und das ich erst nachdenke werde, bevor ich handle“, hatte er natürlich vollstes Verständnis für ihr Anliegen an ihn, schließlich war er ja genauso sehr um ihr Wohlergehen besorgt und bemüht, wie sie um das seine.

„Danke Castle, danke nochmal für alles“, hatte sie ihm zwar im Grunde genommen schon dafür gedankt, dass er sie vor ihrem Verdächtigen beschützt hatte, wenn auch etwas durch die Blume gesprochen, aber sie wollte diesbezüglich dennoch lieber noch einmal auf Nummer sicher gehen und dankte ihm daher noch mal für sein mutiges Einschreiten.

„Immer, Beckett, immer“, war alles, was er auf ihre erneute Danksagung hin, zu ihr sagte und zwar in Verbindung mit einem herzerwärmenden Lächeln, das sie sogleich zurückwarf, gleichzeitig umwickelte er ihre Hand mit seiner und drückte diese sanft, zur zusätzlichen Untermauerung seiner Worte, die zugleich ein Versprechen waren.

Ein Versprechen, dass er stets halten und niemals freiwillig brechen würde.

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Ja ich weiß, meine Kapitel waren schon einmal deutlich länger und auch schon mal weitaus spannender, aber ich kann leider nichts anderes tun, als mich in aller Form bei euch für die Kürze/extreme Kürze des heutigen Parts zu entschuldigen und euch zu versichern, dass ich mein Möglichstes tun werde, um das nächste wieder länger zu machen.

Und gerade deswegen, weil das Kapitel so kurz ist, setze ich aufgrund dessen bzw. infolgedessen all meine vorhandene Hoffnung darin, dass es euch zumindest halbwegs gut gefallen hat und ich hoffe natürlich genauso sehr, dass die Anzahl, sowie die Qualität eurer Reviews nicht allzu sehr darunter leiden wird.

Ich weiß ehrlich gesagt selbst nicht so wirklich, woran es liegt, ich nehme aber einfach mal stark an, dass es zum einen an dem Homeoffice liegt, das ich zurzeit tätigen muss und das mir wahrscheinlich allmählich zu Kopf steigt und zum anderen vielleicht auch daran, dass meine Muse derzeit nicht so machen will, wie sie eigentlich soll.

Lange Rede – Kurzer Sinn: Ich wünsche euch allen miteinander noch einen schönen, gemütlichen und entspannten Donnerstagabend, sowie vorab natürlich auch schon mal ein ebenso angenehmes und erholsames Wochenende, sodass ihr dann frisch und ausgeruht in die kommende Woche starten könnt.

Bye, bye, macht es gut oder wenn möglich auch besser, euer Ahadi.
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