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Castle & Beckett - Partner und Freunde fürs Leben

von Ahadi
SammlungFreundschaft, Liebesgeschichte / P16 / Gen
Kate Beckett Richard Castle
30.10.2019
10.12.2020
50
162.840
6
Alle Kapitel
164 Reviews
Dieses Kapitel
4 Reviews
 
01.05.2020 3.203
 
Els desitjo a tots un dia meravellós junts i un bon comencament de maig per endavant, geht es bei mir, der euch von mir versprochenen Abwechslung halber, begrüßungstechnisch einmal auf Katalanisch zu.

Doch bevor es an den Hauptteil des Kapitels geht, möchte ich allen treuen Mitgliedern meiner Fangemeinde, wenn ich das mal so salopp ausdrücken darf, die so freundlich waren mir zum letzten Teil ein Review zukommen zu lassen, vorher selbstverständlich noch einmal meinen ganz persönlichen, sowie großen Dank aussprechen.

I ara el senyal de sortida segur que us el donareu a tots i, per descomptat, us desitjo el máxim gaudi possible mentre navegueu!

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„Vielen Dank nochmal, dass ich mitkommen durfte, das war wirklich sehr nett von euch“, meinte der Krimiautor Richard Castle zu seinen beiden Begleiterinnen, bei denen es sich zum einen um seine Partnerin, Detektive Katherine Beckett und zum anderen um deren beste Freundin, die Gerichtsmedizinerin Dr. Lanie Parrish handelte.

„Ach, nichts zu danken, Castle. Immer wieder gerne“, winkte die hübsche, braunhaarige Polizistin daraufhin ab, genauso wie sie es in der vergangenen Stunde bereits einige Male getan hatte, wenn ihr Berater sich bei ihr und Lanie dafür bedankt hatte, dass sie ihn freundlicherweise zu ihrem Feierabendbier mitgenommen hatten.

„Ich stimme Kate voll und ganz zu, Writerboy. Wir haben Dich wirklich gerne bei uns und würden Dich auch jederzeit gerne wieder auf einen Drink mitnehmen“, teilte die ebenso ansehnliche, dunkelhäutige und schwarzhaarige Ärztin der Aussage ihrer besten Freundin, die für sie seit jeher so etwas wie eine Schwester war.

„Das ist schön zu wissen“, war die Freude des inoffiziellen NYPD-Beraters darüber, dass die zwei Frauen seine Gesellschaft mindestens genauso sehr genossen, wie er die ihre, natürlich riesengroß und er war seinen bezaubernden Begleiterinnen auch wirklich unglaublich dankbar dafür, dass sie ihm vorhin erlaubt hatten sie zu begleiten.

Er hätte ansonsten auch echt nicht gewusst, was er hätte machen sollen, seine Mutter, sowie seine Tochter waren beide über Nacht außer Haus und sein nächster Nikki-Heat-Roman war auch schon so gut wie fertig, sodass er nicht die geringste Idee hatte, was er mit seinem sturm- bzw. arbeitsfreien Abend hätte anfangen sollen.

Doch sehr zu seinem Glück und seiner Freude zugleich waren Beckett und Lanie, wie bereits erwähnt, auch wenn es eigentlich nicht üblich war, trotzdem so unfassbar nett gewesen ihm zu erlauben, sie ausnahmsweise zu ihrem wöchentlichen Mädelsabend zu begleiten, der an diesem Abend in einer Bar stattfand, die gerade erst vor kurzem neu eröffnete.

Und er konnte sich auch nur allzu gut vorstellen, wie neidisch die Jungs und vor allem Esposito wahrscheinlich reagieren würde, wenn er morgen erfuhr, dass er den heutigen Abend in so reizender Begleitung verbringen durfte, während er zusammen mit Ryan auf dessen Couch gesessen und irgendwelche Videospiele gezockt hatte.

Castle fand es nur ein wenig schade, dass die dritte Frau im Bunde, Kevins Verlobte Jenny O’Malley, dieses Mal leider nicht mit von der Partie sein konnte, weil Besagte gerade ihre Großmutter in Kanada besuchte, aber ihm würde dennoch niemals in den Sinn kommen, sich deswegen irgendwie beschweren zu wollen, nicht einmal ansatzweise.

Schließlich waren zwei wunderschöne, attraktive Frauen, mit denen er seine Zeit verbringen durfte, tausendmal besser war als den ganzen Abend über mutterseelenallein in seinem großen, leeren Loft zu sein, zumal er in eine der beiden Damen schwer verliebt war und er deren Gesellschaft deshalb natürlich umso mehr genoss.

„Darf ich euch noch etwas zu trinken bringen?“, fragte der Schriftsteller seine Begleiterinnen, zwar hätte er theoretisch auch einfach darauf warten können, dass einer der Kellner zu ihnen an den Tisch kam und ihre Getränkebestellung aufnahm, aber er wollte lieber nicht riskieren, dass einer von diesen womöglich noch seine heimliche Angebetete anbaggerte.

Er wusste zwar natürlich, dass er im Grunde genommen keinerlei Anspruch auf die besagte Person hatte, aber das bedeutete ja trotzdem noch lange nicht, dass er deshalb zwangsweise pausenlos mit ansehen musste, wie irgendwelche daher gelaufenen Kerle vor seinen Augen mit der Frau flirteten, die er über alles liebte.

„Ja, ich nehme noch ein Bier“, antwortete Kate, die gleichzeitig auch die vorab genannte Frau war, die Ricks Herz bereits vor einiger Zeit unwiderruflich gestohlen hatte, auch wenn sie sich natürlich schon ein wenig darüber wunderte, dass ihr Partner so frei von sich aus anbot für sie den Kellner zu spielen, aber sie beschloss trotzdem nicht nach zu fragen.

„Ich nehme auch noch eins“, schloss Lanie sich, nach kurzer Überlegung, ihrer Busenfreundin an, woraufhin Castle sich von seinem Sitzplatz erhob und zur Bar ging, die beiden Frauen sahen ihm nach und nutzten die günstige Gelegenheit natürlich auch gleich dazu, um einen Blick auf den knackigen Po des Autors zu erhaschen.

„Oh Mann, was für ein Wahnsinns-Hintern. Da würde ich wirklich nur zu gerne einmal reinbeißen“, stieß die Pathologin zwischen ihren zusammengebissenen Zähnen hervor, während sie Castle weiter hinterher blickte und erntete dafür einen überraschten und zugleich auch leicht belustigten Gesichtsausdruck von ihrer Freundin.

Bei jeder anderen Frau, die so etwas über den Mann, den sie von ganzem Herzen liebte, sagen würde, würde sie eifersüchtig reagieren und das nicht zu knapp, aber in diesem Fall nicht, ja gut, die Gerichtsmedizinerin hatte schon ein wenig Interesse an Castle, doch da war sie, wie sie nur allzu genau wusste, gewiss nicht die Einzige, keinesfalls.

Schließlich war Rick allein schon rein äußerlich ein echter Hingucker, hinzu kam, dass er sympathisch, humorvoll, fürsorglich, verständnisvoll und großzügig war, außerdem besaß er ein Herz aus purem Gold, mit anderen Worten, ihr Berater war der Typ Mann, nach dem sich zahlreiche Frauen regelrecht die Finger leckten.

Und sie zählte zweifelsfrei dazu, auch wenn sie dies natürlich niemals irgendjemanden gegenüber offen zugeben würde und wenn sie jede Frau, die auch nur ansatzweise Interesse an Castle zeigte, jedes Mal gleich umbringen würde, dann wäre sie mittlerweile eine Massenmörderin, die unzählige Frauen auf dem Gewissen hätte.

„Lass das mal bloß nicht Esposito hören, Lanie. Sonst kommt er am Ende womöglich noch auf den Gedanken, Castle aus Eifersucht um zu bringen“, sagte der weibliche Detektive daraufhin teils ernsthaft und teils scherzhaft zu ihrer „Schwester“, nachdem sie den letzten Schluck ihres ersten Bieres getrunken hatte.

„Hör mal, nur weil ich mit Javi zusammen bin, heißt das noch lange nicht, dass ich die Qualitäten eines anderen Mannes nicht durchaus zu schätzen weiß“, gab Lanie ihrer besten Freundin klipp und klar zu verstehen, dass sie, auch wenn sie vergeben war, trotzdem nach wie vor eine freie Frau war, die tun und lassen konnte, was sie wollte.

„Außerdem sind Espo und ich jetzt nicht so exklusiv zusammen, zumal er ja schließlich auch ständig anderen Frauen hinterher schaut und mit ihnen flirtet“, brachte sie anschließend die unwiderlegbare Tatsache auf, dass ihr Freund, genauso wie sie, auch ganz gerne einmal nach links und rechts schaute und ebenso gerne fremdflirtete.

Beckett stimmte der Aussage ihrer Freundin mit einem Nicken zu, ohne extra lange überlegen zu müssen, weil sie ganz genau wusste, dass Lanie in diesem Punkt vollkommen richtig lag, ihr Kollege zeigte nämlich tatsächlich hin und wieder mal Interesse an anderen Frauen, beispielsweise an der verruchten Schauspielerin Mandy Bronson.

„Aber mach Dir keine Sorgen, Kate. Selbst wenn ich nicht mit Javi zusammen wäre, würde ich dennoch niemals auf den Gedanken kommen, Dir deinen Schreiberling abspenstig zu machen“, verspürte die Ärztin das dringende Bedürfnis ihr Gegenüber wissen zu lassen, dass sie von ihr, im Bezug auf Castle, keinerlei Konkurrenz zu befürchten hatte.

„Zum einen deshalb, weil echte Freundinnen so etwas nicht machen und beste Freundinnen schon mal gar nicht. Und zum anderen hätte ich, selbst wenn dem nicht so wäre, sowieso nicht die geringste Chance bei Writerboy“, setzte die Schwarzhaarige diese Erklärung, die ihre vorige näher erläuterte, sogleich noch hinten dran.

„Ach wirklich? Und wieso, wenn ich fragen darf?“, wollte sie Mordermittlerin, die für Dr. Parrish deutlich sichtbare Fragezeichen in den Augen hatte, daraufhin von dieser wissen, aus welchem Grund sie so fest davon überzeugt war, dass ein Versuch ihrerseits, Castle für sich zu gewinnen, von vorne rein ein sinnloses Unterfangen wäre.

„Das kann ich Dir sagen, Süße: Ich hätte aus dem einfachen Grund keine Chance bei unserem lieben Ricky, weil er nur Augen für Dich hat“, erwiderte die Pathologin und schnitt damit ein Thema an, das sie Beckett gegenüber in der Vergangenheit schon etliche Male angesprochen hatte, bislang jedoch leider ohne Erfolg, aber sie versuchte es weiter.

„Oh bitte, wie oft willst Du mir damit denn noch kommen, Lanie?“, stützte die Brünette bei diesen Worten frustriert ihr Gesicht in ihre Hände, es war das gefühlte eintausendste Mal, dass Lanie zu ihr meinte, dass Rick in sie verliebt sei und allmählich hatte sie die Nase gestrichen voll davon, sich immer wieder dieselbe Rede anhören zu müssen.

„Wie oft muss ich Dir denn bitteschön noch sagen, dass zwischen Rick und mir nicht das geringste läuft. Jedenfalls nichts, was über reine Freundschaft hinaus geht“, versuchte Kate ihrer Freundin ein für alle Mal unmissverständlich klar zu machen, dass sie und Castle lediglich zusammen arbeiteten und miteinander befreundet waren.

„Okay, ich erkläre es Dir hier und jetzt noch einmal und zwar langsam zum Mitschreiben: Ich und Castle sind nur Partner und gute Freunde. Das ist aber auch schon alles, mehr ist da nicht. Klar?“, hoffte Beckett, als sie das zu Lanie sagte, inständig, dass die Nachricht, die sie ihr damit verzweifelt zu übermitteln versuchte, auch endlich bei ihr ankommen würde.

„Ja, ja, red Dir das ruhig weiter ein, dann glaubst Du es mit etwas Glück eines Tages vielleicht selbst noch“, schenkte die Dunkelhäutige, entgegen der gehegten Hoffnung ihrer Gesprächspartnerin, allerdings keinen Glauben, nicht den geringsten, schließlich wusste sie ganz genau, dass Beckett nicht nur sie, sondern auch sich selbst belog.

„Ich rede mir nichts ein, ich sage lediglich, wie es nun einmal ist“, dachte die Braunhaarige, trotz ihrer Niederlage, jedoch trotzdem nicht daran ihr Vorhaben auf zu geben und versuchte nach wie vor verzweifelt ihr Gegenüber doch noch irgendwie davon zu überzeugen, dass zwischen ihr und ihrem Berater nichts romantisches lief.

„Süße, ich habe Dir doch schon zigmal gesagt, dass, nur weil Du die Augen unbedingt vor der Wahrheit verschließen willst, es dennoch noch lange nicht heißt, dass alle anderen ebenfalls blind sind“, begann die Pathologin ihre Freundin zu belehren, genauso wie sie es in der Vergangenheit bereits unzählige Male getan hatte.

„Du magst es vielleicht nicht sehen wollen, meine liebe Kate, aber dafür können wir es ganz genau sehen. Und mit wir meine ich mich, Javi, Kevin, den Captain und noch etwa ein Dutzend anderer Leute“, fügte Lanie hinzu, in der ebenso verzweifelten Hoffnung, Beckett endlich erkennen lassen zu können, wie die Realität wirklich aussah.

„Hör zu, Mädel. Ich kann ja durchaus verstehen, dass Du Angst vor einer festen Beziehung hast und damit meine ich keinesfalls eine dieser halbherzigen Liebschaften, die Du bisher mit Männern zu führen pflegtest, die Du zwar gemocht, jedoch nicht geliebt hast“, beschloss die Ärztin sich behutsam voran zu tasten und hoffte so mehr Erfolg zu haben.

„Ich meine eine richtige, vollwertige Beziehung mit jemanden, der Dir wirklich wichtig ist und der Dir auch tatsächlich etwas bedeutet. Aber wenn Du Dich weiter hinter deinen Mauern versteckst, die Du um dein Herz herum aufgebaut hast, fürchte ich, wirst Du niemals die Beziehung haben können, die Du brauchst und die Du verdienst.

Ich weiß natürlich, dass ich Dir keine Befehle erteilen kann, aber ich kann Dir zumindest einen gut gemeinten, freundschaftlichen Rat geben. Und mein Rat an Dich wäre, dass Du Dich am besten, so bald wie möglich jemanden anvertrauen solltest, der Dir dabei helfen kann, deine Mauern ein für alle Mal zu überwinden.

Dazu müsstest Du Dich einfach nur jemanden gegenüber öffnen, der bodenständig ist, der ein großes Herz, viel Einfühlungsvermögen und ebenso viel Geduld besitzt. Jemanden, der Dich gut kennt, Dich mag und Dir voll und ganz vertraut, jemanden, den Du mindestens genauso gut kennst und magst und dem Du ebenfalls vollkommen vertraust.

Und wenn Du mich fragst, gibt es keine Person auf dieser Welt, die besser dafür geeignet wäre, als Rick Castle. Ein Mann, der nicht nur all diese Eigenschaften in sich vereint, sondern der Dich außerdem noch aufrichtig liebt, der Dich niemals absichtlich verletzen und alles in seiner Macht stehende tun würde, nur um Dich glücklich zu machen.“

Mit diesen abschließenden Worten beendete die Gerichtsmedizinerin ihre kleine Ansprache und sie setzte nicht nur all ihre Hoffnung darin, sondern betete sogar inständig dafür, dass sie es mit dieser endlich geschafft hatte, durch den sturen Dickschädel ihrer Freundin zu dringen und sie dazu zu bringen, ihre Augen nicht länger vor der Wahrheit zu verschließen.

„Sag mal, Lanie, was macht Dich denn eigentlich so sicher, dass Rick in mich verliebt ist?“, schien dem aber nicht so zu sein, denn die Tatsache, dass Beckett nicht „Du hast vollkommen recht, Lanie“ oder zumindest so etwas in der Richtung sagte, sondern ihr stattdessen eine solche Frage stellte, sprach ja nicht gerade für eine geistige Erleuchtung.

„Machst Du Witze? Hast Du etwa noch nie bemerkt, wie Writerboy Dich ansieht? Wenn nicht, dann frage ich mich ernsthaft, wie Du es überhaupt jemals geschafft hast, Detektive bei der Mordkommission zu werden“, konnte die Pathologin einfach nicht anders, als über das offensichtliche Unwissen ihrer Freundin missbilligend den Kopf zu schütteln.

„Weißt Du, manchmal, wenn ich sehe, wie Rick Dich ansieht, dann wünsche ich mir, dass Javi mich auch einmal so anblicken würde und sei es auch nur ein einziges Mal. So voll Wärme, Vertrauen, Zuneigung, Leidenschaft, Verlangen und vor allem Liebe“, war in Lanies Stimme, als sie das sagte, tatsächlich ein Hauch von Neid zu hören.

„Kate, dieser Mann verehrt Dich, so sehr, wie ein Mann eine Frau überhaupt nur verehren kann. Ich wette, er betet sogar den Boden an, auf dem Du gehst. Er würde alles für Dich tun. Ich bin mir sicher, dass er sogar für Dich töten und sterben würde, wenn es nötig sein sollte“, erklärte die Schwarzhaarige der Ermittlerin weiter.

„Und als deine beste Freundin, die auf dein Wohlergehen bedacht ist und die nur das Allerbeste für Dich will, kann ich auch einfach nicht weiter still dabei zusehen, wie Du Dich noch ewig von deiner Angst beherrschen lässt, weiter tatenlos da sitzt und damit geradewegs in dein eigenes Verderben rennst“, meinte Lanie als nächstes.

„Was genau meinst Du damit“, war Beckett zwar eine verdammt kluge Frau, aber trotzdem noch lange keine Hellseherin und von daher natürlich auch völlig ahnungslos darüber, worauf ihre Freundin mit ihrer Äußerung anspielte und um eben genau das zu erfahren, stellte sie Besagter diese Frage, in Erwartung einer zufrieden stellenden Antwort.

„Was ich Dir damit sagen will ist, dass Du auf keinen Fall zulassen darfst, dass deine Angst davor, von jemanden verletzt zu werden oder erneut einen geliebten Menschen zu verlieren, den Verlauf deines restlichen Lebens bestimmt“, erwiderte die Ärztin daraufhin, nach wie vor in der Hoffnung, auch wirklich zu ihr durchdringen zu können.

„Und ich bin mir hundertprozentig sicher, dass das mit Abstand Letzte, was Du willst ist, eines Tages, wenn Du einmal alt und grau bist, in deinem Schaukelstuhl zu sitzen, auf dein Leben zurück zu blicken und Dir immer wieder „Verdammt, hätte ich doch bloß…“ zu sagen“, setzte Lanie dies sogleich noch hinten dran.

„Von daher bitte ich Dich hiermit inständig, Dir meinen Rat nicht einfach nur zu Herzen zu nehmen, sondern ihn, sobald Du dazu bereit bist, auch in die Tat um zu setzen. Und das möglichst schnell, bevor es irgendwann möglicherweise zu spät ist“, schloss die Pathologin damit ihrer erneute und hoffentlich aufklärende Ansprache ab.

„Ich werde darüber nachdenken“, schien Lanies mühsame Aufklärungsarbeit, die im Grunde genommen einem verbalen Tritt in den Hintern glich, Becketts Worten nach zu urteilen, letztendlich auch tatsächlich Früchte zu tragen, wenn auch vorerst nur kleine, aber ein kleiner Erfolg war für Dr. Parrish immer noch besser als überhaupt gar keiner.

Zwar hatte Kate jetzt nicht „Du hast vollkommen recht, Lanie, ich werde deinen Ratschlag sofort in die Tat umsetzen“ oder so etwas ähnliches gesagt, aber sie hatte zumindest zugestimmt sich ihren Rat durch den Kopf gehen zu lassen, was besser als nichts war und darüber war die Gerichtsmedizinerin natürlich unsagbar froh.

Im nächsten Moment drehte Lanie ihren Kopf zur Seite und sah den Mann, der das Thema ihres Gesprächs war, mit drei Flaschen Bier in den Händen auf sie zukommen, Beckett tat es ihr gleich und sah das bzw. denjenigen, den ihre Freundin auch sah, was zur Folge hatte, dass sich wie automatisch ein Lächeln auf ihr Gesicht stahl.

„Sorry Ladys, dass es so lange gedauert hat. Aber es hat einfach ewig gedauert, bis ich bedient wurde und als ich dann endlich unsere Getränke hatte, wurde ich von einer Horde mannstoller Frauen umzingelt, die unbedingt meine Nummer haben wollten“, sagte er zu seinen Begleiterinnen und stellte die Bierflaschen auf dem Tisch ab.

Und während der Romanautor auf seinem Stuhl Platz nahm, warf die Pathologin ihrer Freundin einen Blick zu, der in etwa so viel bedeutete wie: „Siehst Du? Ich habe Dir doch gesagt, dass Du Dich besser beeilen solltest, aus deiner Muschel heraus zu kommen, bevor es zu spät ist und Dir jemand deinen Angebeteten womöglich noch abspenstig macht!“
   
Beckett verdrehte daraufhin genervt die Augen, was von ihrem Berater zum Glück unbemerkt blieb, bevor sie Lanies Blick anschließend erwiderte, indem sie einen eigenen zurückwarf, der ungefähr so viel sagte wie: „Aber ich habe Dir doch bereits gesagt, dass ich über deinen Rat nachdenken werde! Was erwartest Du denn bitteschön sonst noch von mir?“

„Also dann, meine Damen: Auf uns und unseren gemeinsamen Abend“, hob der Autor mit diesen Worten lächelnd seine Bierflasche und grätschte den beiden Frauen mit seinem Toast unwissentlich mitten zwischen ihr Augengespräch, denn die Ärztin wollte der Polizistin gerade einen weiteren, antwortenden Blick zuwerfen.

„Ja, auf uns“, erhob Kate ihr Glas ebenfalls und war insgeheim unheimlich froh darüber, dass ihr Partner ihr stilles Zweigespräch unterbrochen hatte, denn sie war sich ganz sicher, dass dieses nicht mehr lange von Castle unbemerkt geblieben wäre, schließlich war er, trotz seiner kindlichen Tendenzen, dennoch ein ziemlich aufmerksamer Mann.

„Und auf den schönen Abend“, tat Lanie es ihren zwei Freunden gleich und hoffte innerlich, dass Becketts Worte nicht nur heiße Luft waren und das sie nicht nur gesagt hatte, dass sie über ihren Ratschlag nachdenken würde, um endlich Ruhe vor ihr zu haben, sondern das sie auf das Gesagte auch tatsächlich Taten folgen lassen würde.

Denn es würde ihr wirklich schrecklich leid tun, wenn ihre Freundin diesbezüglich nichts unternehmen und es hinterher ewig bedauern würde, ihre große und einmalige Chance auf lebenslanges Glück mit Rick verspielt zu haben und das eben genau dieser Fall eintritt, das war mit Abstand das Letzte, was sie wollte, dass es passiert.

Und was die Zeit betrifft, die die Drei miteinander verbrachten, so sollte es letztendlich zu einem rundum schönen und angenehmen Abend werden, an den sie sich ganz bestimmt noch sehr lange, sowie gerne zurück erinnern und den sie mit hoher Garantie auch irgendwann noch einmal wiederholen würden.

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E Voila und fertig ist Kapitel Numero 32 und da ich mir zu einhundert Prozent sicher bin, dass ihr alle mittlerweile ganz genau wisst, was ich an dieser Stelle immer zu sagen pflege, werde ich mir das obligatorische Abschiedsprozedere heute ausnahmsweise einmal und verabschiede mich lediglich mit folgenden Worten von euch:

Cuideu, passeu un bon 1 de maig i un cap de setmana agradable, euer Ahadi.
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