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Castle & Beckett - Partner und Freunde fürs Leben

von Ahadi
SammlungFreundschaft, Liebesgeschichte / P16 / Gen
Kate Beckett Richard Castle
30.10.2019
10.12.2020
50
162.835
6
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Dieses Kapitel
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24.04.2020 3.346
 
Ich grüße euch, meine Damen und Herren, Jungs und Mädels.

Genauso wie ich es in der Einleitung eines neuen Kapitels bisher immer zu tun pflege, so möchte ich natürlich auch dieses Mal wieder, bevor es los geht, zunächst einmal nochmal ganz herzlich „Danke“ sagen, zu all den Leserinnen und Lesern, die mir zum ersten Teil dieses Two-Shots einen Kommentar da gelassen haben.

Ja und da ich euch, höflich wie ich nun mal bin, nicht unnötig lange aufhalten, geschweige denn riskieren will euch möglicherweise zu langweilen, höre ich jetzt auch schon mit dem Reden auf und fange stattdessen mit dem Erzählen des zweiten Teils von „Blinde Zuversicht“ an, bei dessen Erforschung wünsche ich euch allen natürlich viel Freude!

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„Also, ich muss schon ganz ehrlich sagen, Kate, das Essen war echt super lecker. An Dir ist wirklich eine wahre Meisterköchin verloren gegangen“, sagte Castle begeistert zu seiner bezaubernden Gastgeberin, nachdem Besagte den Abwasch erledigt und sich anschließend mit ihrem frisch aufgefüllten Weinglas zu ihm auf die Couch gesellt hatte.

Zwar hätte er ihr wirklich liebend gerne beim Abwaschen geholfen, genauso wie natürlich auch bei der Zubereitung des Abendessens und das obwohl er von ihr eingeladen wurde, aber da er zur Zeit ja leider sehunfähig war, blieb ihm wohl oder übel nichts anderes übrig, als sich zurück zu lehnen und sie die ganze Arbeit machen zu lassen.

Im Hintergrund spielte schon die ganze Zeit über leise Musik aus ihrer bereits etwas älteren Musikanlage, normalerweise würden sie sich an einem solchen Abend zwar einen Film anschauen, aber das war, aus vorab genannten Gründen, ja momentan leider nicht möglich, sodass sie sich wohl oder übel mit Musikhören begnügen mussten.

Was jedoch noch lange nicht hieß, dass die beiden ihre Zweisamkeit nicht auch so wirklich sehr genossen, denn genau das taten sie, voll und ganz, sie brauchten nicht unbedingt einen Fernseher, um einen schönen Abend miteinander verbringen zu können, sie brauchten lediglich einander, um rundum zufrieden und glücklich zu sein.

„Ach, das sagst Du doch jetzt nur so“, entgegnete Beckett daraufhin und war, so fies sich das vielleicht auch anhören mag, dennoch echt heilfroh darüber, dass er momentan völlig blind war und somit zum Glück auch nicht sehen konnte, wie sie aufgrund seines Kompliments, das sie wirklich sehr schmeichelte, mächtig errötete.

Und obwohl sie in diesem Punkt natürlich vollkommen recht hatte und er die Röte in ihrem Gesicht tatsächlich nicht sehen konnte, so nahm er dafür aber zumindest ziemlich stark an, dass sie es tat, denn sie errötete so gut wie immer, wenn er ihr Komplimente dieser Art machte, was in den letzten Wochen immer häufiger vorkam.

Sie versuchte zwar immer, wenn das passierte, ihr Erröten so gut wie möglich vor ihm zu verbergen, aber es war ihm trotzdem bislang kein einziges Mal entgangen, bis auf jetzt natürlich, wo er es, wie schon gesagt, leider nicht mit seinen Augen sehen, dafür aber instinktiv ganz deutlich wahrnehmen konnte.

„Nein, ich meine es ernst. Wenn Du irgendwann einmal keine Lust mehr dazu haben solltest, gegen das Verbrechen zu kämpfen, dann könntest Du locker ein eigenes Restaurant aufmachen“, versicherte er ihr, dass er sie keinesfalls anlog, sondern das er im Bezug auf sein Kompliment an sie stattdessen vollkommen ehrlich zu ihr war.

„Das ist zwar wirklich eine ganz nette Idee. Aber nur mal angenommen, ich hätte von der Mörderjagd tatsächlich eines Tages die Nase voll und würde ein eigenes Restaurant aufmachen wollen. Wie sollte ich das Ganze denn bitteschön finanzieren?“, fragte sie ihn und war natürlich sehr gespannt darauf, zu hören, was er wohl dazu sagen würde.

„In diesem Fall bräuchtest Du Dir nicht die geringsten Sorgen zu machen, Kate. Denn ich würde Dir, spendabel wie ich nun einmal bin, dann selbstverständlich eine großzügige Finanzspritze geben“, sollte seine Antwort nicht lange auf sich warten lassen und sie, so merkwürdig das vielleicht auch klingen sollte, nicht wirklich überraschen.

Denn sie hatte insgeheim schon mit einer solchen Antwort von ihm gerechnet, weil sie aus eigener Erfahrung wusste, was für ein großzügiger Mann Castle war, schließlich hatte er ja damals im Mordfall Jack Coonan, ohne zu zögern, satte 100.000$ seines eigenen Vermögens dafür geopfert, um den Mörder ihrer Mutter endlich dingfest machen zu können.

Von daher war es für sie, wie vorab bereits erwähnt, auch nicht wirklich überraschend oder schockierend, dass er zu bereit wäre ihr eine kleine oder auch große Summe an Geld zu geben, für den Fall, dass sie sich vielleicht irgendwann dazu entschließen sollte, beruflich um zu satteln und beispielsweise ein eigenes Etablissement zu eröffnen.

„Das ist gut zu wissen. Und falls ich meinen Job wirklich irgendwann an den Nagel hängen und ein eigenes Lokal eröffnen sollte, werde ich bestimmt gerne auf dein großzügiges Angebot zurück kommen“, sagte sie zu ihm, bevor sie sich einen kleinen Schluck ihres wohlschmeckenden Rotweins genehmigte.

„Ich werde Sie daran erinnern, Detektive“, erwiderte er, ehe er es ihr anschließend gleich tat und ebenfalls an seinem Getränk nippte, das er die ganze Zeit über in der Hand hielt und bei dem es sich, anders als bei ihr, nicht um Rotwein, sondern stattdessen um Cola-Light handelte, die sie ihm frisch aufgefüllt hatte, nachdem sie zu Ende gegessen hatten.

Zwar würde er auch gerne ein Glas Wein trinken, aber das war ihm zur Zeit leider strengstens untersagt, weil er aufgrund seiner Verletzung ein Schmerzmittel einnahm und deshalb keinen Alkohol trinken durfte, um mögliche Nebenwirkungen zu vermeiden, umso mehr hoffte er natürlich, dass er bald wieder vollständig genesen sein würde.

Just fiel dem Autor wieder ein, dass er sich vorhin im Revier ja fest vorgenommen hatte, seiner Muse zu erzählen, welcher Art seine Gedanken waren, in die er tief versunken gewesen war, bevor sie ihn abrupt wieder in die Wirklichkeit zurückgeholt hatte und er beschloss seinem geplanten Vorhaben auch hier und jetzt, unverzüglich nach zu kommen.

„Du Kate, darf ich Dich etwas fragen?“, ging er seinem gefassten Entschluss auch tatsächlich nach, wollte aber natürlich nicht direkt mit der Tür ins Haus fallen, indem er sie praktisch mit der Frage überrumpelte, die er ihr hauptsächlich stellen wollte, nämlich die, ob sie vielleicht bereits genau dieselben Gedanken gehegt hatte wie er.

„Ich will ja nicht pingelig sein, Rick, aber im Grunde genommen stellst Du mir damit bereits eine Frage“, wollte sie seiner Hauptfrage, die noch folgen würde, natürlich keineswegs entgegen, da sie voll und ganz dazu bereit war, ihm diese zu beantworten, aber es sprach ja schließlich nichts dagegen ihn wenigstens ein klein wenig zu necken.

„Ja, da hast Du vollkommen recht. Gut bemerkt, Beckett, Punkt für Dich“, wusste er, da er sie inzwischen lange und auch gut genug kannte, aufgrund dessen sofort zweifelsfrei, dass sie sich mit ihrer Bemerkung nicht davor drücken wollte, ihm eine Antwort auf seine eigentliche Frage zu geben und das sie ihn damit lediglich ein bisschen ärgern wollte.

„Vielen Dank, Castle. Aber entschuldige bitte, ich schweife ab. Nur zu, frag mich“, gab die Tatsache, dass er ihr recht gab, ihr ein gewisses Gefühl des Triumphes, jedoch nicht deswegen, weil sie nur dieses Mal recht hatte und sonst nie, sondern weil er ausnahmsweise einmal völlig frei von sich selbst aus zugab, dass ihre Anmerkung korrekt war.

„Schon okay“, winkte er ab und nahm dann einen weiteren Schluck von seiner Cola, diesmal aber einen größeren als zuvor, er tat dies zum einen, um seine etwas trockene Kehle zu befeuchten und zum anderen auch, um die nötige Zeit zu schinden, die er brauchte, um seine leicht angespannten Nerven ein wenig zu beruhigen.

Denn er wusste bereits jetzt, ohne jeden noch so geringen Zweifel, dass die nächsten Minuten zu einem wahren Wechselbad der Gefühle, einer regelrechten Achterbahnfahrt der Emotionen werden würde und zwar nicht nur für ihn, sondern auch für sie, denn sie war von der ganzen Sache ja schließlich mindestens genauso sehr betroffen wie er.

Er wusste zwar, dass sie zu Beginn ihrer Zusammenarbeit nicht gerade sonderlich begeistert davon war, dass er sie wegen seiner „Buchrecherche“ bei der Arbeit begleitete, weil er ihr von Captain Montgomery quasi aufgedrängt worden war, aber glücklicherweise hatte sich ihr anfangs angespanntes Verhältnis zueinander mittlerweile erheblich verbessert.

Allerdings waren sie beide inzwischen nicht nur zu einem erfolgreichen Team geworden, das hervorragend zusammen arbeitete, sich prima miteinander verstand und jeden noch so komplizierten Mordfall löste, sondern sie waren außerdem noch zu wirklich sehr guten Freunden geworden, die einander blind vertrauten und immer füreinander da waren.

Hinzu kam, dass er sich im Laufe der Zeit schwer, wenn nicht sogar unsterblich in sie verliebt hatte, er wusste zwar nicht genau, wann das passiert war, aber wenn er sich nicht sehr irrte, dann musste das irgendwann zwischen ihrem ersten Treffen, im Fall Allison Tisdale und der Zerstörung ihrer alten Wohnung, im Fall Scott Dunn passiert sein.

„Also, was ich Dich fragen will ist, ob Du Dir auch schon Gedanken darüber gemacht hast, was werden wird, für den Fall, dass ich mein Augenlicht nicht wieder zurückerlangen und für immer blind bleiben werde“, rückte er, nachdem er noch einmal kurz tief Luft geholt hatte, schließlich oder viel mehr endlich mit der Sprache heraus.

„Ja, das habe ich“, beantwortete sie ihm seine Frage wahrheitsgemäß und wenn sie irgendjemand danach fragen würde, dann würde sie demjenigen sagen, dass sie die letzten zwei Tage fest damit gerechnet und auch die ganze Zeit über schon darauf gewartet hatte, dass er ihr genau diese Frage stellen würde und jetzt war es eben so weit.

„Und würdest Du mir vielleicht auch verraten, ob etwas dabei herum gekommen ist und wenn ja, was?“, stellte er ihr auf ihre Bejahung hin die zweite Frage innerhalb weniger Minuten und wusste zweifelsfrei, dass er, genauso wie bei der vorherigen, so auch dieses Mal wieder nichts anderes, als eine ehrliche Antwort von ihr bekommen würde.

„Das schon. Aber ehrlich gesagt bereitet mir das, was bei meinen Überlegungen heraus gekommen ist, nichts als Kopf- und Magenschmerzen“, sollte sein felsenfestes Vertrauen in sie auch tatsächlich nicht umsonst sein, schließlich hatte sie ja auch keinen triftigen Grund ihn an zu lügen, geschweige denn verdiente er es von ihr angelogen zu werden.

Denn er hatte sie in den vergangenen drei Jahren, in denen sie mittlerweile zusammen arbeiteten, immer gut behandelt, er war stets freundlich, gütig, fürsorglich, zuvorkommend und großzügig zu ihr gewesen und hatte sie bislang kein einziges Mal angelogen, von daher war es für sie eine Selbstverständlichkeit, dass sie auch genauso ehrlich zu ihm war.

„Ich mag mir gar nicht ausmalen, was sein wird, falls Du dein Augenlicht nur teilweise oder womöglich sogar überhaupt gar nicht mehr zurückgewinnen solltest“, begann sie ihm von dem Inhalt ihrer Gedanken zu berichten, die seinen glichen und die sie, genauso wie ihn auch, in den letzten beiden Tagen pausenlos beschäftigt hatten.

„Ich weiß natürlich, dass wir keinen besonders guten Start miteinander hatten, aber wir haben es dennoch geschafft unsere anfänglichen Diskrepanzen zu überwinden, uns zusammen zu raufen und ein erfolgreiches Team zu werden. Und ich möchte, dass Du weißt, dass ich wirklich sehr froh darüber bin, dass dem so ist“, erzählte sie ihm weiter.

Und obwohl sie natürlich ganz genau wusste, dass er es nicht sehen konnte, schenkte sie ihm dennoch, zur Untermauerung ihrer Worte, die vollkommen aufrichtig gemeint waren, ein sanftes Lächeln, das er, aus irgendeinem ihr unbekannten Grund, trotz seiner Blindheit ganz offenbar irgendwie spüren konnte und erwiderte.

Vielleicht lag es ja an der völlig unerklärlichen, schier überirdischen, mentalen Verbindung, die seit jeher zwischen ihnen bestand und jeden in ihrem Umfeld, der jemals Zeuge von dieser wurde, nicht nur mächtig faszinierte, sondern auch gewaltig irritierte und die vor allem die Jungs bereits zu so manchem albernen Späßchen auf ihre Kosten verleitete.

„Es mag zwar sein, dass Du kein ausgebildeter Polizist bist, aber das ändert nichts daran, dass Du trotzdem der mit Abstand beste Partner bist, den ich in meiner gesamten Laufbahn jemals hatte und den ich mir auch überhaupt nur wünschen könnte“, blieb sie bei dem, was sie zu ihm sagte, nach wie vor bei der reinen und unverfälschten Wahrheit.

„Ich genieße die Zeit, die wir auf dem Revier miteinander verbringen und so makabar das auch klingen mag, ich liebe es mit Dir gemeinsam Mordfälle zu lösen. Und der Gedanke, Dich nicht mehr tagtäglich bei mir zu haben, ist einfach unvorstellbar für mich“, nahm sie mit jedem Satz, den sie sprach, merklich zunehmend an Fahrt auf.

„Tja, da geht es Dir nicht anders als mir, Kate“, ließ er sie seufzend wissen, dass er im Bezug darauf, was wohl aus ihnen beiden und ihrer wertvollen Partnerschaft werden würde, falls sie in Zukunft nicht mehr zusammen arbeiten können würden, genauso empfand wie sie und war dabei natürlich ebenso ehrlich zu ihr, wie sie es auch zu ihm war.

„Es ist natürlich keinesfalls so, dass ich Ryan und Esposito nicht zutraue, gut auf mich aufpassen zu können. Schließlich haben sie es ja jahrelang getan, bevor Du zum Team dazu gekommen bist. Aber mit Dir an meiner Seite, fühle ich mich einfach noch sehr viel sicherer, als „nur“ mit den Jungs als Verstärkung, weißt Du!?“

„Ich fühle mich mit Dir an meiner Seite ebenfalls am sichersten“, gab er ihr daraufhin zu verstehen, dass sie nicht die Einzige von ihnen beiden war, die sich am besten beschützt fühlte, wenn er bei ihr war, sondern das es ihm diesbezüglich ganz genauso ging wie ihr, so wie das bei Partnern im Kampf gegen das Verbrechen auch sein sollte.

„Und obwohl ich weiß, dass wir, falls Du tatsächlich blind bleiben solltest, dann natürlich immer noch außerhalb des Reviers Zeit miteinander verbringen könnten, genauso wie jetzt auch, so wäre es dennoch einfach nicht mehr dasselbe“, sagte sie als nächstes und legte ihre rechte Hand auf seine linke, die auf seinem gleichseitigen Oberschenkel lag.

Er erschrak zwar natürlich zunächst ein wenig, da er ihre Bewegung nicht hatte sehen können, entspannte sich aber schnell wieder, als er die wohltuende Wirkung dieser Geste spürte, die, wie er sofort wusste, tröstender und zugleich auch unterstützender Natur war und er dankte ihr dafür, indem er ihre Hand sanft mit seiner umschloss und ihre Hand leicht drückte.

„Wie Du Dir sicher vorstellen kannst, fühle ich mich diesbezüglich nicht sehr viel besser als Du, Beckett“, sagte er zu ihr, nachdem einige Sekunden lang, die sich für sie wie eine halbe Ewigkeit anfühlten, absolute Stille zwischen ihnen geherrscht hatte und in denen ihnen allerlei mögliche Szenarien durch den Kopf gegangen waren.

„Ich möchte, dass Du weißt, dass unsere Partnerschaft und auch unsere Freundschaft, neben Alexis, das Beste ist, was mir je widerfahren ist. Du bist nicht nur meine Partnerin und Muse, sondern auch meine beste Freundin. Und nicht zuletzt bist Du auch die außergewöhnlichste Frau, die ich jemals in meinem ganzen Leben getroffen habe.“

Mit diesen Worten, die gar nicht ehrlicher hätten sein können und die allesamt von Herzen kamen, sorgte er unweigerlich dafür, dass sie erneut mächtig errötete und sie war auch dieses Mal wieder sehr froh darüber, dass er das nicht sehen konnte, trotzdem hoffte sie natürlich inständig, dass er überhaupt jemals wieder sehen können würde.

„Und selbst wenn der schlimmste Fall tatsächlich eintreten, ich blind bleiben und unsere Zusammenarbeit damit für immer beendet sein sollte, so würde uns dann zumindest immer noch unsere Freundschaf bleiben“, vermochte er ihr Erröten auch diesmal wieder intuitiv zu spüren und er freute sich innerlich darüber wie so ein Honigkuchenpferd.

„Das mag zwar nur ein relativ geringer Trost sein, wenn man bedenkt, wie viel Gutes wir in der Vergangenheit bereits gemeinsam bewirkt haben und auch in Zukunft noch bewirken könnten. Aber dafür wird uns garantiert nichts und niemand so schnell oder leicht unsere Freundschaft je zunichte machen können“, fuhr er fort.

„Was macht Dich da so sicher, Rick?“, hatte sie zwar auch nicht den geringsten Zweifel daran, dass, selbst wenn er blind bleiben und ihre Partnerschaft zu Ende sein sollte, dann zumindest ihre Freundschaft auch weiterhin Bestand haben würde, wollte aber dennoch gerne von ihm erfahren, aus welchem Grund er davon so felsenfest überzeugt war.

„Ganz einfach: Ich bin mir deshalb so sicher, weil ich uns kenne, Kate. Wir haben in den letzten Jahren schon so viel zusammen durchgemacht, wir standen bereits mehr als nur einmal am Rande des Abgrunds und haben es trotzdem immer wieder geschafft, selbst die schlimmsten und gefährlichsten Situationen zu überstehen. Als Einheit, als Team.

Und auch wenn unsere Partnerschaft, durch unser Überleben, jedes Mal aufs Neue gefestigt und gestärkt wurde, haben wir sämtliche Gefahren letztendlich nicht nur deswegen durch gestanden, weil wir Partner sind, sondern auch Freunde. Freunde, die einander blind vertrauen und sich immer aufeinander verlassen können, egal, was passiert.“

Beckett nahm sich einen kurzen Augenblick lang Zeit, um über die Worte, die sie so eben vernommen hatte, nach zu denken und kam, sobald sie das getan hatte, zu dem Schluss, dass ihr Partner mit seiner Aussage tatsächlich vollkommen recht hatte, eine gut laufende Partnerschaft war im Grunde nichts, ohne privates Vertrauen zueinander.

„Und wenn das unerschütterliche Vertrauen, das wir ineinander haben, uns drei Jahre lang erfolgreich dabei hilft Schießereien, Verstrahlungen, Gefriercontainer und Atombomben zu überstehen, dann wird es uns ganz bestimmt auch dabei helfen können, das drohende Ende unserer Zusammenarbeit zu meistern. Da bin ich mir hundertprozentig sicher.

Unsere Partnerschaft mag zwar womöglich zugrunde gehen, aber dafür wird unsere Freundschaft auf jeden Fall fortbestehen. Wenn wir nicht mehr Beckett und Castle, das dynamische Duo, sein können, dann werden wir zumindest immer noch Kate und Rick sein, zwei Freunde, die nach wie vor stets fest zusammen halten.“

Mit diesen Worten beendete der Autor seine Ausführung und drückte zum Ende dieser hin noch einmal ganz behutsam die Hand seiner Muse, um ihr damit unmissverständlich zu zeigen, dass er das, was er zu ihr gesagt hatte, auch wirklich so meinte, sie erwiderte diese Geste daraufhin ebenso sanft, um ihn wissen zu lassen, dass sie ihm glaubte.

„Immer“, sagte sie in der darauffolgenden Sekunde ihr Codewort, mit dem sie ihm, zusätzlich zu ihrer physischen Zusicherung, zusätzlich noch verbal versichern wollte, dass sie zweifelsfrei wusste, dass er sie nicht anlog und tatsächlich verschwendete sie nicht einen einzigen Gedanken damit, daran zu denken, dass er die Unwahrheit sprach.

„Immer“, entgegnete er und streichelte mit den Fingern seiner großen, starken Hand, mit der er bereits annähernd dreißig Bestseller geschrieben hatte, zärtlich über die zarte Haut ihrer kleinen, grazilen Hand, während er ihr ein warmes Lächeln schenkte, das sie, von ihm zwar nicht gesehen, dafür aber zumindest gespürt, sogleich erwiderte.

Und obwohl sie im Stillen bereits versuchten, sich mit dem unliebsamen Gedanken an zu freunden, dass sie in ein paar Tagen möglicherweise keine Partner mehr sein und nur noch privat etwas miteinander unternehmen können würden, setzten sie natürlich trotzdem all ihre Hoffnung darin, dass schlussendlich doch noch alles gut werden würde.

Vier Tage später hatte Castle dann schließlich seinen Untersuchungstermin, den sowohl er, als natürlich auch Beckett zwar schon die ganze Zeit über mit gemischten Gefühlen entgegen gesehen hatten, den Ersterer aber dennoch tapfer über sich ergehen ließ, mit positiven Resultaten, wie sich hinterher herausstellen sollte.

Denn bei der Untersuchung stellte sich, sehr zu ihrer unermesslichen Freude und ihrem unsagbaren Glück heraus, dass die Verletzungen an Ricks Augen wieder vollständig verheilen und er somit sein Augenlicht wieder hundertprozentig zurückerlangen würde, sodass sie auch in Zukunft weiterhin Partner sein und gemeinsam Mordfälle lösen konnten.

Keine zwei Wochen später konnte er dann auch schon wieder alles und jeden sehen, den blauen Himmel über New York, die riesigen Wolkenkratzer der Stadt, das grüne Gras im Central Park, seine Mutter, seine Tochter, seine Freunde im Revier und Kates zauberhaftes Lächeln, das er gegen nichts auf der Welt jemals eintauschen würde.

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Bittesehr – Bitteschön, das war das Kapitel der jetzigen Woche, das nächste gibt es dann, genauso wie bislang immer, in der kommenden und bis es so weit ist hoffe ich, dass ihr euch solange an dem aktuellen Part erfreut, während ich mich an den hoffentlich zahlreichen Kommentaren erfreuen werde, die ich von euch erhalte.

Und bis es mit dem 32. Teil meiner Oneshot-Serie weitergeht, entsende ich an euch, wie immer, so selbstverständlich auch heute wieder nur die allerbesten Wünsche und Grüße und offenbare euch gegenüber, wenn ich schon mal dabei bin, gleichzeitig natürlich auch gleich meine Hoffnung, dass ihr alle weiterhin gesund bleiben werdet.

Tschüss, bis nächste Woche dann, euer Ahadi.
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