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Castle & Beckett - Partner und Freunde fürs Leben

von Ahadi
SammlungFreundschaft, Liebesgeschichte / P16 / Gen
Kate Beckett Richard Castle
30.10.2019
10.12.2020
50
162.835
6
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Dieses Kapitel
5 Reviews
 
10.04.2020 3.163
 
Grüß Gott meine Lieben.

Ja ich weiß, dass diese Begrüßungsformel aufgrund der derzeitigen Umstände missverstanden werden könnte, aber ich versichere euch hoch und heilig, dass ich damit keinesfalls auf irgendetwas anspielen möchte, schon mal gar nicht auf etwas schlechtes, sondern das ich euch lediglich, genauso wie immer, herzlich begrüßen möchte.

An JohannaJames, die ich glücklicherweise bereits lange Zeit zu meinen loyalsten Lesern zählen darf und die mir zum vorherigen Kapitel, wie unzählige Male zuvor auch schon, so auch dieses Mal wieder ein echt superklasse Feedback zukommen ließ, möchte ich jetzt und hier noch einmal nachträglich ein ganz großes „Thank you“ entsenden.

Und da es für mich an diesem Punkt nicht mehr zu sagen gibt und ich außerdem nicht unnötig lange um den heißen Brei herum reden möchte, schalte ich die Ampel hiermit auch schon von rot auf grün und wünsche euch allen, wie üblich, recht viel Spaß beim Lesen!

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„Verdammt nochmal. Komm schon, Castle, geh endlich ran“, murrte Kate Beckett in ihr Mobiltelefon, nachdem sie gerade zum gefühlten hundertsten Mal versucht hatte, ihren Berater auf seinem Handy zu erreichen, während sie, wie ein Tiger im Käfig, unruhig im Zimmer auf und ab lief, jedoch war ihr Versuch auch diesmal wieder ohne Erfolg.

Sie und Castle befanden sich momentan nicht in New York, sondern in Philadelphia, wo Captain Montgomery sie vor ein paar Tagen hinbeordert hatte, um das dortige Policedepartment, das zur Zeit stark unterbesetzt war und das NYPD deswegen um Hilfe gebeten hatte, bei einem komplexen Fall zu unterstützen.

Es war zwar ursprünglich so geplant, dass sie in getrennten Zimmern schliefen, aber dummerweise lief bei der Reservierung etwas schief, sodass statt zwei, stattdessen nur eine Suite für sie gebucht war und da gerade eine große Messe in der Stadt war, waren sämtliche Hotels restlos ausgebucht und so kam es, dass sie sich wohl oder übel das Zimmer teilen mussten.

Und obwohl es, wie bereits erwähnt, von vorne rein eigentlich nicht so gedacht war, arrangierte das Duo sich dennoch überraschend gut mit ihrer Wohngemeinschaft und bereits nach zwei Tagen schien es fast so, als hätten sie in der Vergangenheit schon immer so zusammen gewohnt, als hätten sie nie getrennt voneinander gelebt.

Doch so gut ihr vorübergehendes Zusammenleben in der Suite auch verlief, so schlecht lief es dafür im Bezug auf den Fall, denn obwohl sie so hart arbeiteten, wie sie nur konnten und sie wirklich allen verfügbaren Spuren, sowie allen möglichen Hinweisen nachgingen, landeten sie schlussendlich doch immer wieder nur in Sackgassen.

Sie gingen in aller Herrgottsfrühe ins Revier und kehrten dafür auch erst spätabends wieder in ihr Hotelzimmer zurück, sie taten wirklich alles in ihrer Macht stehende, um den Fall endlich zu lösen, bislang aber erfolglos, was sie langsam aber sicher zur Weißglut brachte, allerdings war der Fall leider nicht das Einzige, woran sie schwer zu knabbern hatten.

Denn zu allem Überfluss zeigte einer der Detektives, mit denen sie zusammen arbeiteten, großes Interesse an Beckett und ließ keine, aber auch wirklich keine einzige sich bietende Gelegenheit aus, um mit dem Objekt seiner Begierde zu flirten, sehr zum Missfallen des Writers, der heimlich schwer in seine attraktive Muse verschossen war.

Jedoch begnügte Det. Martin Devers, so der Name des vorab genannten Beamten, sich nicht ausschließlich damit, jede Gelegenheit dazu zu nutzen, um Kate vor den Augen ihres Partners an zu baggern, als würde er dafür bezahlt werden, oh nein, er nahm außerdem noch jede Chance wahr, um Rick vor seiner Herzensdame schlecht zu machen.

Ständig musste Castle sich von seinem neuen Nebenbuhler anhören, dass er kein richtiger Polizist wäre und somit nicht die geringste Ahnung davon hätte, wie man ordnungsgemäß in einem Fall ermittelte, dass er nicht ins Revier gehörte und lieber an seinen albernen Büchern arbeiten sollte, anstatt Cop zu spielen und andere Leute vom arbeiten ab zu halten.

Zwar wies Beckett ihren Kollegen jedes Mal aufs Neue zurecht, wenn dieser ihrem Partner mal wieder klar und deutlich zu verstehen gab, dass er der Ansicht war, dass er nicht in die Ermittlungen involviert sein sollte, doch Devers ignorierte ihre Zurechtweisungen einfach, als wären diese überhaupt nicht existent und machte munter weiter.

Kate brauchte natürlich nicht lange zu überlegen, aus welchem Grund der Detektive so vehement gegen Castles Mitarbeit in dem Fall war, ihr war sofort klar, warum dem so war, sie war ja schließlich nicht dumm, sondern eine verdammt kluge Frau und eine hervorragend ausgebildete Polizistin und sehr erfahrene Mordermittlerin noch dazu.

Die ihr vorliegenden Beweise zu analysieren und zu einem vollständigen Bild zusammen zu setzen, war nun mal ein fester Bestandteil ihrer täglichen Arbeit, daher wusste sie auch schnell, dass Devers Rick deswegen nicht im Revier haben wollte, weil er ihn als Rivalen ansah, zumal Castles Interesse an ihr mehr als offensichtlich war.

Und ihr war natürlich ebenso wenig entgangen, dass ihr Berater jedes Mal ziemlich eifersüchtig reagierte, wenn Devers mit ihr flirtete und das, obwohl sie nie auf die ständigen, nervigen und völlig unangebrachten Annäherungsversuche ihres Kollegen eingegangen war und sie hatte auch nicht die Absicht, überhaupt jemals auf diese ein zu gehen.

Schließlich war sie ja nicht deswegen nach Philadelphia gefahren, weil sie sich dort auf private Partnersuche begeben wollte, sondern um bei der Aufklärung eines Falls zu helfen, genau darauf versuchten sie und Castle sich auch zu konzentrieren, was in Anbetracht von Devers unerwünschtem Verhalten allerdings leichter gesagt war als getan.

Die beiden beschlossen einfach ihr bestmöglichstes zu tun, um Devers zu ignorieren und stattdessen an der Lösung des Rätsels, über dem sie brüteten, zu arbeiten, während sie im Stillen hofften, dass Devers endlich einsehen würde, dass er mit seinem Werben um Beckett keinen Erfolg haben und infolgedessen damit aufhören würde.

Doch selbst nach fünf Tagen war der Fall immer noch nicht aufgeklärt und je länger die Ermittlungen sich hinzogen, desto aufdringlicher wurde Devers und umso mehr wurde sowohl ihre, als auch Ricks Geduld bis zum Zerreißen gefordert, bis ihre Nerven die enorme Belastung schließlich nicht mehr aushielten und sie ihrem Ärger unbedingt Luft machen mussten.

Allerdings richtete die Entladung ihrer Wut, die der Detonation einer Bombe gleichkam, sich nicht, wie man es eigentlich erwarten sollte, gegen Devers, stattdessen ließen sie ihre ganze Verärgerung unglücklicherweise aneinander aus und gaben sich gegenseitig die Schuld daran, dass der Fall, trotz tagelanger Arbeit, noch immer nicht gelöst war.

Er warf ihr vor, dass sie deshalb feststeckten, weil sie ihre Zeit lieber damit verbrachte, vor seinen Augen mit ihrem werten Herrn Kollegen herum zu schäkern und sie beschuldigte ihn wiederum, dass dem so war, weil er, anstatt an der Lösung des Falls zu arbeiten, lieber vor Devers den eifersüchtigen Platzhirsch markierte, der sein Weibchen verteidigte.

Der Streit schaukelte sich immer weiter hoch, wurde immer lauter und hitziger, die Worte, die zwischen ihnen hin und her flogen, immer verletzender, aber handgreiflich wurden sie nicht, jeder Zuhörer oder Beobachter hätte zwar durchaus annehmen können, dass sie kurz davor waren sich an die Gurgel zu gehen, aber ihre Auseinandersetzung blieb dennoch rein verbal.

Zumindest bis es Castle irgendwann offenbar zu bunt wurde und er wutentbrannt aus dem Zimmer stürmte, was inzwischen bereits über eine Stunde her war und so langsam begann Beckett, die sich mittlerweile wieder abgeregt und ihr Fehlverhalten eingesehen hatte, sich Sorgen um ihren Berater zu machen, der partout nicht an sein Handy ging.

Sie wusste natürlich, dass der Autor, trotz seines kindlichen Gemüts, ein erwachsener Mann war, der ziemlich gut auf sich selbst aufpassen und der sich, dank des Nahkampftrainings, das sie ihm gab, im Ernstfall auch bestens verteidigen konnte, aber das änderte dennoch nichts an ihrer immensen Besorgnis um ihn, die von Minute zu Minute immer größer wurde.

Für einen kurzen Moment fühlte sie sich 12 Jahre in der Zeit zurück versetzt, zu jenem bitterkalten, dunklen Januarabend im Jahre 1999, an dem sie zusammen mit ihrem Dad in dem Restaurant saß, in dem sie mit ihrer Mom verabredet waren, die jedoch nicht auftauchte und es auch nie tun würde, was sie zu diesem Zeitpunkt aber noch nicht wissen konnten.

Ihr Vater versuchte damals, genauso wie sie jetzt, auch mehrmals ihre Mutter zu erreichen, jedoch ohne Erfolg, sie nahmen daraufhin schlichtweg an, dass ihr etwas dazwischen gekommen war und beschlossen alleine zu essen, nicht ahnend, dass Johanna Beckett tot in einer dunklen, einsamen Gasse lag, hinterrücks erstochen vom feigen Auftragskiller Dick Coonan.

Kate war zwar vollkommen klar, dass es eigentlich völlig irrational war, auch nur ansatzweise daran zu denken, dass Rick dasselbe grausame Schicksal ereilen könnte, wie ihre Mom, aber wenn sie im Laufe eines gelernt hatte, dann das jederzeit und überall alles mögliche passieren konnte, selbst Dinge, die man sich nicht einmal vor zu stellen vermochte.

Und die Tatsache, dass sie sich hier in Philadelphia befanden, einer fremden Stadt, die nicht unbedingt weniger gefährlich war als New York, trug auch nicht gerade zu ihrer Beruhigung bei, sondern bewirkte stattdessen das genaue Gegenteil davon und sorgte dafür, dass sie sich nur noch mehr um ihn sorgte, als sie es ohnehin bereits tat.
   
Sie wollte gerade erneut versuchen, ihren Partner zu erreichen, in der stillen und inständigen Hoffnung, dass er dieses Mal endlich ans Handy gehen würde, als es im nächsten Augenblick urplötzlich an der Zimmertür klopfte und da Castle keinen Schlüssel mitgenommen hatte, als er vorhin rausgestürmt war, hoffte sie natürlich sehr, dass er es sein würde.

Von daher sprintete sie regelrecht zur Tür, öffnete diese und sah, sehr zu ihrer Erleichterung und Freude zugleich, niemand anderen als ihren Berater vor sich stehen, der einen reuigen Gesichtsausdruck trug und dessen schlechtes Gewissen, das er wegen ihrer furchtbaren Auseinandersetzung früher an diesem Abend hatte, sie intuitiv spüren konnte.

Und obwohl die zweifellose Erkenntnis, dass er sich wegen ihres voran gegangenen Streits, an dem sie genauso beteiligt und auch Schuld war wie er, mies fühlte, ihr einen schmerzhaften Stich mitten ins Herz versetzte, überwog in diesem Augenblick dennoch ihre Freude und Erleichterung darüber, dass er endlich wieder da war, völlig unversehrt.

Schließlich hatte sie bis vor wenigen Sekunden noch ernsthaft befürchtet, dass ihm womöglich etwas schlimmes zugestoßen war, dass er verletzt oder sogar tot war und allein der bloße Gedanke daran, dass ihm tatsächlich etwas passiert wäre und dass das letzte Gespräch, das sie miteinander führten, ein Streit gewesen wäre, brach ihr schier das Herz.

„Oh Gott sei Dank, Rick, da bist Du ja. Ich habe mir solche Sorgen ge...“, kam sie überhaupt gar nicht dazu ihren angefangenen Satz zu beenden, da ihr Partner völlig überraschend, sprichwörtlich wie aus heiterem Himmel, auf sie zuschritt, ihre Wangen mit seinen Händen umfasste, seine Lippen auf ihre presste und sie so vom Weiterreden abhielt.

Beckett, die wirklich mit allem möglichen gerechnet hatte, nur beim besten Willen nicht damit, dass Castle sie mit einem Kuss überfallen würde, versteifte sich bei dem plötzlichen Lippenkontakt zwar zunächst, entspannte sich aber ziemlich schnell wieder, als sie die Wirkung spürte, die der Kuss auf sie hatte.

Ihr ganzer Körper kribbelte wie verrückt, von ihren Haarspitzen bis zu ihren Zehen, sie fühlte sich als stünde sie unter Strom, sie spürte das Feuer, das durch den Kuss in ihrem Inneren entfacht wurde und das, je länger der Kuss andauerte, sich allmählich zu einen riesigen Großbrand wurde, das sie von innen nach außen hin zu verzehren drohte.

Dieser Kuss war tausendmal besser als der Letzte, der zugleich auch ihr Erster war, den sie vor einigen Wochen „in verdeckter Mission“ miteinander geteilt hatten, um Hal Lockwoods Wachmann in die Irre zu führen und überwältigen zu können, nachdem ihre erste List, ein betrunkenes Pärchen zu spielen, fehlgeschlagen war.

Und genauso wie zu dem besagten Zeitpunkt, so wünschte sie sich auch dieses Mal wieder, dass dieser Kuss niemals enden und für immer andauern möge, was aber bedauerlicherweise nicht möglich war, weil der Sauerstoff in ihren Lungen irgendwann aufgebracht war, sodass sie sich schließlich voneinander trennen mussten, um Luft zu holen.

Aber zum Glück ging der physische Kontakt zwischen ihnen dennoch nicht vollständig verloren, da der Schriftsteller seine Händen an den Wangen seiner Muse behielt, außerdem seine Stirn an ihre lehnte und seine Nase ganz zart an ihrer rieb, während sie den warmen, stoßartigen Atem des jeweils anderen in ihren Gesichtern spürten.

„Es tut mir leid, Kate. Ich hätte Dich nicht beschuldigen und anschreien dürfen. Ich war eifersüchtig und dumm und habe einen riesen Fehler gemacht, indem ich meinen ganzen Ärger an Dir ausgelassen habe“, flüsterte er ihr zu, sobald seine Atmung sich schließlich wieder normalisiert hatte und strich ihr mit seinen Fingern sanft über die Wangen.

„Mir tut es auch leid, Rick. Ich hätte meine Wut, die ich eigentlich auf den Fall und auf Devers habe, auch nicht an Dir auslassen sollen“, hauchte sie daraufhin zurück und gab ihm wahrheitsgemäß zu verstehen, dass er nicht der Einzige von ihnen beiden war, der vorhin einen unglaublich großen Fehler begangen hatte.

„Bedeutet das, Du verzeihst mir?“, äußerte er seine inständig gehegte Hoffnung, dass sie ihm seine unfassbare Dummheit verzeihen würde, auch wenn er insgeheim der Ansicht war, dass er ihre Vergebung eigentlich nicht verdient hätte, schließlich benahm er sich ihr gegenüber wie das letzte Idiot und Schuld daran war nur dieser verdammte Det. Devers.

Wenn dieser eingebildete Kerl Beckett in den letzten Tagen nicht so penetrant angebaggert hätte, dann hätte er sich auch nicht wie so ein wild gewordener Höhlenmensch benommen, der seinem Kontrahenten, sprich Devers, gegenüber um jeden Preis seinen Anspruch auf sein Weibchen, sprich Kate, geltend machen wollte.

„Natürlich verzeihe ich Dir. Aber…verzeihst Du denn auch mir?“, vergab sie ihm tatsächlich, als wäre es eine absolute Selbstverständlichkeit, wovon der wusste, dass dem keineswegs so war und sie nahm ihm damit unwissentlich eine große Last von den Schultern, denn er wusste nicht, was aus ihnen geworden wäre, wenn sie ihm nicht verzeihen würde.

Und als kleines Dankeschön dafür, dass sie so warmherzig und gnädig war ihm zu verzeihen, was sie nicht unbedingt hätte tun müssen, küsste er sie in der darauffolgenden Sekunde erneut, anstatt ihr eine verbale Antwort auf ihre Frage zu geben und ließ sie mithilfe des Kusses unmissverständlich wissen, dass er ihr ebenfalls vergab.

Dieser erneute Kuss war, anders als der Vorherige, nicht leidenschaftlich und bedürftig, sondern stattdessen zärtlich und gefühlvoll, was daran lag, dass die beiden ihre ganze Liebe füreinander in diesen einfließen ließen, aber leider mussten sie auch diesen Kuss, aufgrund von Sauerstoffmangel, ihrem Empfanden nach, viel zu früh wieder beenden.

„Und? Was machen wir jetzt?“, fragte Castle seine Partnerin, nachdem sie wieder zu Atem gekommen waren und er erkannte anhand des Ausdrucks in ihren Augen sofort, dass sie wusste, was genau er meinte, sodass er ihr nicht extra näher zu erläutern brauchte, worauf er mit seiner Frage anspielen wollte, sie verstanden sich eben auch ganz ohne Worte.

„Ganz einfach, Rick. Wir werden morgen ins Revier gehen und endlich diesen Gott verdammten Fall lösen. Zusammen. Als Team“, erklärte sie ihm zunächst, was sie plante im Bezug auf die Arbeit, wegen der sie überhaupt hier her nach Philadelphia gekommen waren, zu tun, wissend, dass das nicht das Einzige war, was er von ihr wissen wollte.

„Und wenn Devers es noch ein einziges Mal wagt, Dich an zu pampen oder mich an zu flirten, dann werden wir ihn uns gemeinsam vorknöpfen, dass ihm Hören und Sehen vergeht. Einverstanden?“, fügte sie mit einem breiten Lächeln im Gesicht hinzu, während sie mit ihren grazilen Fingern am Kragen seines dunkelblauen Hemdes herum zupfte.

„Was auch immer Du gedenkst, in diesem Falle zu tun, ich bin dabei“, erwiderte er daraufhin mit einem frechen, sowie etwas rachsüchtigem Grinsen und tat es ihr gleich, indem er im Gegenzug am Kragen ihrer weinroten Bluse herum fingerte und seinen Blick dabei, genauso wie sie auch, die ganze Zeit über auf ihre Augen gerichtet ließ.

„Und bis dahin, würde ich vorschlagen, dass wir uns am besten ein wenig entspannen“, gab sie ihm schließlich eine Antwort auf seine zweite Frage, die so zu sagen in seiner eigentlichen versteckt war und in der er sie fragte, was sie denn plante zu tun, bis sie morgen früh wieder ins Revier gingen, um an dem Fall weiter zu arbeiten.

„Gute Idee, Detektive“, sagte er zu ihr, wohl wissend, was genau für eine Art von Entspannungsmethode sie im Sinn hatte, bevor er sich anschließend zu ihr vorbeugte und ihre Lippen erneut in einem Kuss miteinander vereinigte, der vor lauter Gefühl und Liebe schier nur so sprühte und der weit mehr aus zu drücken vermag, als tausend Worte.

„Aber Mr. Castle, Sie müssten doch inzwischen wissen, dass ich nur gute Ideen habe“, entgegnete sie und unterbrach dafür kurz den Kuss, setzte diesen aber rasch wieder fort, packte ihn dann am Hemdkragen und zog ihn weiter ins Zimmer hinein, woraufhin er blindlings gegen die Tür trat, sodass diese lautstark ins Schloss fiel.

„Ich kann es kaum erwarten, zu erfahren, was für gute Ideen Sie sonst noch so im Petto haben, Ms. Beckett“, raunte er ihr mit vor Erregung heiserer Stimme zu und ließ sich bereitwillig von ihr zu dem großzügigen Doppelbett ziehen, in dem sie bereits die letzten Nächte verbracht hatten und in dem sie nun ihr erstes Mal miteinander erleben würden.

Unnötig zu erwähnen, dass ihre erste gemeinsame Liebesnacht genauso wurde, wie sie es sich bis dahin immer vorgestellt hatten, zärtlich, leidenschaftlich, liebevoll, verlangend und im wahrsten Sinne des Wortes, die Erfüllung all ihrer Träume und Fantasien, die nach jahrelangem Wünschen, Sehnen und Hoffen, jetzt endlich wahr geworden waren.

Und als ob ihre körperliche Vereinigung ein Wunder bewirkt hatte, schafften sie es am nächsten Tag tatsächlich des Rätsels Lösung zu finden, nach der sie tagelang gesucht hatten und den Fall zu lösen, sodass sie endlich wieder nach New York zurückkehren und Zuhause angekommen ihr neues Liebesglück in vollen Zügen auskosten und genießen konnten.

Was sie, wie es nicht anders zu erwarten war, natürlich auch taten…

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Nein, Halt, Stopp, ihr braucht es nicht zu erwähnen, ich weiß selbst, dass das heutige Kapitel nicht wirklich sehr viel länger ist, als das Letzte und ich weiß auch, dass es größtenteils nur aus Erzähltext besteht, aber ich denke, dass ich jetzt so über die Osterfeiertage auch ruhig einmal ein wenig auf Sparflamme schreiben kann.

Aber die Länge oder wie in diesem Fall halt Kürze des Kapitels, ändert natürlich nichts daran, dass ich, genauso wie bislang immer, so selbstverständlich auch dieses Mal wirklich sehr hoffe, dass ich auch am heutigen Tage wieder dazu imstande war, mit meiner Arbeit euren Leser-Geschmack zu entsprechen und sei es auch nur halbwegs.

Jedenfalls freue ich mich bereits jetzt riesig auf eure Rückmeldungen, wobei ich euch, wie schon des öfteren in der Vergangenheit, auch jetzt, hier und heute noch einmal aufrichtig versichern möchte, dass mir wirklich völlig egal ist, ob eure Kommentare nun positiv oder negativ sind, die Hauptsache ist für mich nach wie vor, dass sie zahlreich sind.

Lange Rede kurzer Sinn: Ich wünsche euch allen miteinander noch ein schönes Osterfest, so gut das unter den momentan herrschenden Umständen eben möglich ist und hoffe, dass ihr nicht nur beim nächsten Kapitel wieder mit von der Partie sein werden, sondern auch bei denen, die auf das Besagte noch folgen werden.

Bleibt möglichst weiter sicher und gesund, euer Ahadi.
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