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Castle & Beckett - Partner und Freunde fürs Leben

von Ahadi
SammlungFreundschaft, Liebesgeschichte / P16 / Gen
Kate Beckett Richard Castle
30.10.2019
10.12.2020
50
162.835
6
Alle Kapitel
164 Reviews
Dieses Kapitel
3 Reviews
 
03.04.2020 3.418
 
Groetnis oan elkenien, wêrtroch ik jo fansels freegje myn kar fan wurden net te letterlik te nimmen, begrüße ich euch, verehrte Leserinnen und Leser, am heutigen Tage, anlässlich des 28. Kapitels meiner Oneshot-Serie, einmal auf Westfriesisch und hoffe natürlich inständig, dass ihr, genauso wie ich Gott sei Dank auch, bislang noch gesund seid.

Zu meinen beiden treuen, unermüdlichen Lesern Hummel und JohannaJames möchte ich an dieser Stelle, so wie es sich nun mal gehört, selbstverständlich nochmal ganz herzlich „Dankeschön“ sagen, für die wieder einmal wirklich super netten Feedbacks, die Genannte mir zum voran gegangenen Kapitel geschickt haben.

Ynstee, lykas altyd, winskje ik jo alle bêst mooglik fermaak by it blêdzjen!

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Katherine Houghton Beckett lag in ihrem abgedunkelten Wohnzimmer, in eine warme, kuschelige Decke eingewickelt auf ihrer Couch und las, bei einem schönen Glas Rotwein, gerade den letzten Roman ihres Lieblingsautoren und Partners Richard Castle „Naked Heat“, als es urplötzlich und für sie völlig unerwartet an ihrer Wohnungstür klopfte.

Sie überlegte kurz, ob sie das Klopfen vielleicht einfach ignorieren und darauf warten sollte, dass der ungeladene Besucher wieder verschwand, sie entschied sich letztendlich aber dagegen und beschloss stattdessen, so schwer es ihr auch fiel, sich aus ihrer Decke zu schälen, vom Sofa auf zu stehen und nach zu sehen, wer da abends uneingeladen bei ihr auftauchte.

Zwar nahm sie sich auf dem Weg von der Couch zur Tür fest vor, demjenigen oder derjenigen eine gehörige Standpauke zu halten, aber als sie die Tür dann schließlich öffnete und sah, wer da vor ihr stand, da waren sämtliche Worte, die sie sich zurecht gelegt hatte, von einer Sekunde auf die andere verschwunden, weggeblasen wie Sand im Wind.

„Hey Castle“, begrüßte die brünette Mordermittlerin den ihr wohlbekannten Mann vor sich, wobei ihre Überraschung, ihn hier vor ihrer Tür stehen zu sehen und die auch nicht gerade klein war, nicht nur sehr deutlich in ihrem Gesicht, sowie in ihren Augen zu sehen, sondern auch unüberhörbar anhand ihrer Stimme zu vernehmen war.

Doch auch wenn ihre Überraschung über seinen unerwarteten Besuch, wie bereits erwähnt, schon ziemlich groß war, hieß das dennoch nicht, dass sie nicht gleichzeitig auch ein kleines bisschen darüber erfreut war ihn zu sehen, ganz im Gegenteil, der gutaussehende und charmante Autor war ihr als Gast nämlich tausendmal lieber als jeder andere.

„Hey Beckett“, gab der angesprochene Millionär den Gruß daraufhin zurück, wobei er nicht nur bei dem, was er sagte, sondern in seinem gesamten Auftreten einen etwas unsicheren, gar schüchternen Eindruck auf sie machte, was ihm ja nun wirklich gar nicht ähnlich sah, schließlich trat er ansonsten immer sicher und selbstbewusst auf.

„Entschuldige bitte die späte Störung“, entschuldigte er sich anschließend, so wie es sich seiner Ansicht nach nun einmal gehörte, bei ihr für sein unangemeldetes Auftauchen, auch wenn es eigentlich noch gar nicht so spät war, wie er andeutete, sondern gerade mal kurz nach acht, zumal es nicht das erste Mal war, dass er ohne vorige Anmeldung bei ihr aufschlug.

Es kam schon öfter vor, dass er, obwohl sie bereits den ganzen Tag im Revier miteinander verbrachten, trotzdem manchmal nach Dienstschluss noch mit ihr zusammen zu ihrer Wohnung fuhr und sie dann gemeinsam zu Abend aßen oder das er zu ihr kam, wenn ihm beispielsweise etwas zu einem Mordfall einfiel, an dem sie gerade arbeiteten.

„Ich hoffe, ich komme nicht ungelegen“, beeilte er sich hinzu zu fügen, als er kurz hinter sie blickte und die gedämmten Lichter in ihrem Wohnzimmer sah, zwar wusste er nichts von einem neuen Mann in ihrem Leben, aber das hieß ja noch lange nicht, dass sie nicht vielleicht doch gerade männlichen Besuch hatte, bei dem er sie gestört hatte.

„Oh nein, schon gut, Castle. Ich habe nur gerade auf dem Sofa gelegen und gelesen, das ist alles“, war ihr, auch wenn er es nicht laut ausgesprochen hatte, dennoch sofort klar, dass er wahrscheinlich dachte, sie hätte gerade Männerbesuch und machte sich deshalb geschwind daran, ihn wahrheitsgemäß wissen zu lassen, dass dem nicht so war.

„Bitte, komm herein“, sagte sie zu ihm und trat dabei ein Stück weit beiseite, öffnete die Tür noch ein wenig mehr und machte dazu mit ihrem linken Arm eine einladende Geste, als ihr plötzlich aufgefallen war, dass er immer noch draußen auf dem kalten, leeren Flur stand, er nickte daraufhin knapp und kam ihrer Einladung dann schließlich nach.

„Darf ich Dir vielleicht etwas zu trinken anbieten? Wasser, Saft, Cola, Bier, Wein, Whiskey oder einen Tee?“, fragte sie ihn, nachdem er in ihr Apartment gegangen war, sie ihre Wohnungstür anschließend wieder hinter ihnen beiden geschlossen und ihn darum gebeten hatte auf ihrer Couch Platz zu nehmen, was er auch unverzüglich tat.

„Ein Tee wäre nett. Aber natürlich nur, wenn es Dir nicht allzu viel Mühe macht“, nahm er ihr Angebot auf eine Tasse Tee nach kurzer Überlegung an und gab ihr, ganz der Gentleman, der er nun einmal war, ehrlich zu verstehen, dass es kein Muss war ihm einen zu zubereiten und das sie ihm keinen zu machen brauchte, wenn ihr dies zu viel Arbeit machen würde.

Normalerweise würde er zwar lieber ein Bier, einen Wein oder auch einen Scotch trinken, aber ihm war an diesem Abend einfach nicht nach etwas alkoholischem, Alkohol könnte er nämlich genauso gut auch bei sich Zuhause konsumieren, außerdem wollte er nicht Gefahr laufen möglicherweise zu viel zu trinken und irgendetwas zu tun, was er hinterher bereuen könnte.

Er befürchtete zwar nicht, dass er ihr gegenüber gewalttätig werden könnte, aber dafür fürchtete er sich umso mehr davor, dass er ihr im angetrunkenen Zustand seine wahren Gefühl für sie beichten könnte, er war nämlich nicht nur ein lustiger, sondern dummerweise auch ein ehrlicher Betrunkener, es genügten bereits ein paar Gläser Bier und schon konnte er nicht mehr lügen.

Ihm war zwar natürlich vollkommen klar, dass er ihr nicht ewig etwas vormachen konnte, sondern ihr irgendwann die Wahrheit sagen und ihr seine Liebe gestehen musste, je früher, desto besser, aber wenn er es dann endlich tat, wollte er zu diesem Zeitpunkt völlig nüchtern und bei klarem Verstand und nicht angetrunken oder gar betrunken sein.

„Ach, iwo, ist doch schnell gemacht“, winkte die Braunhaarige lächelnd ab und ging dann schnurstracks in ihre Küche, die direkt ans Wohnzimmer angrenzte, um den dort befindlichen Teekessel rasch mit Leitungswasser zu befüllen, den Kessel danach auf eine der Herdplatten zu stellen und diese anschließend ein zu schalten, damit das Wasser heiß wurde.

Zwar wunderte es sie natürlich schon ein wenig, dass Castle sie um einen Tee gebeten hatte, weil sie viel mehr erwartet hatte, dass er ein Bier, einen Scotch oder einen Wein trinken würde, so wie er es meistens tat, wenn er bei ihr war, aber sie würde seine Getränkewahl, trotz all der Verwunderung, die sie verspürte, dennoch nicht hinterfragen.

Wenige Minuten später war das Wasser dann auch schon heiß, woraufhin Beckett etwas davon in eine Tasse füllte, in die sie bereits einen Teebeutel gehängt hatte, anschließend stellte sie den Teekessel auf eine kalte Herdplatte, bevor sie die Tasse, mit dem fast trinkfertigen Tee darin, dann zum Sofa und zu dem Mann brachte, der ihn bestellt hatte.

„Hier bitte“, überreichte sie ihrem Berater mit diesen Worten und einem sanften Lächeln die von ihm gewünschte Tasse Tee, er lächelte dankbar zurück und nahm das ihm gereichte Getränk mit einem leisen „Danke“, sowie einem kurzen Kopfnicken entgegen, während seine Partnerin sich neben ihn auf die Couch setzte und einen Schluck von ihrem Wein nahm.

Der Schriftsteller pustete kurz und versuchte dann ebenfalls einen kleinen Schluck von seinem Tee zu nehmen, merkte zum Glück aber schnell, dass dieser dafür noch viel zu heiß war, also beschloss er einfach ein wenig zu warten, bis der Tee etwas abgekühlt war und stellte die Tasse von daher vor sich auf den gläsernen Couchtisch.

„Also Rick, was verschafft mir das Vergnügen deines Besuchs?“, fragte die Polizistin ihren mehrfachen Lebensretter, nachdem sie einige Sekunden lang in völliger Stille nebeneinander da gesessen hatten, schließlich hatte er ihr ja noch nicht gesagt, aus welchem Grund genau er hier war und sie war natürlich neugierig, sowie gespannt darauf diesen von ihm zu erfahren.

Er überlegte kurz und dachte für einen winzigen Augenblick daran, ihr einfach zu sagen, dass er halt gerade zufällig in der Nähe war und kurzerhand beschlossen hatte, mal eben bei ihr vorbei zu schauen, aber zum einen war ihm diese Erklärung viel zu klischeehaft und zum anderen wollte er sie natürlich auch keinesfalls anlügen.

„Ich bin hier her gekommen, weil ich etwas von Dir wissen möchte?“, antwortete er ihr daher vollkommen aufrichtig und obwohl er nichts mehr wollte, als eine ehrliche Antwort auf die Frage, die ihm bereits seit zwei Tagen im Kopf herum schwirrte, war er sich trotzdem nicht so ganz sicher, ob es wirklich eine gute Idee war, unangemeldet bei ihr auf zu tauchen.

„So? Und was genau möchtest Du von mir wissen?“, hakte sie daraufhin genauer bei ihm nach und nahm sich fest vor, auch nicht locker zu lassen, bevor er nicht vollständig mit der Sprache heraus gerückt war, ihre Neugier war jetzt nämlich erst recht geweckt und würde auch erst dann gestillt sein, wenn sie von ihm alles erfahren hatte, was sie wissen wollte.

„Hör zu, ich weiß, dass sich das für Dich womöglich ziemlich albern und auch ein wenig verrückt anhören mag. Aber ich möchte von Dir wissen, ob Du mich überhaupt noch magst“, entgegnete der Bestsellerautor und kam sich dabei tatsächlich vor wie ein pubertierender Teenager, der das Mädchen, in das er verknallt war, gerade fragte, ob sie gerne mit ihm ausgehen würde.

Beckett stutzte und obwohl sie sich nahezu hundertprozentig sicher war, dass sie die Worte, die er so eben zu ihr gesagt hatte, klar und deutlich vernommen hatte, glaubte sie dennoch kurz sich entweder verhört oder ihn einfach nur falsch verstanden zu haben oder aber es war keins von beiden und er wollte sie stattdessen auf den Arm nehmen.

„Ja, ich weiß, was Du jetzt wahrscheinlich denkst. Aber ich frage Dich das keineswegs, weil ich Dich veräppeln will oder so. Im Gegenteil. Ich meine das völlig ernst“, ließ er sie ehrlich wissen, dass er nicht im geringsten vorhatte sie zu verarschen, als er den Anflug von Ungläubigkeit bei ihr wahrnahm, diesen so zu sagen instinktiv spürte.

„Okay“, genügte ihr ein einziger Blick in seine azurblauen Augen, um jeglichen Unglauben im Bezug auf seine voran gegangene Frage, ob sie ihn noch mochte, restlos aus seinem Inneren verschwinden und sie zweifelsfrei erkennen zu lassen, dass er es absolut ernst meinte und das es sich bei seinem Anliegen nicht um eine Art Aprilscherz handelte.

„Weißt Du, ich muss einfach immer wieder an das Verhör von Trixie Layne vor zwei Tagen denken“, begann er schließlich damit ihr von dem Hintergrund, der mit seiner Frage an sie in direktem Zusammenhang stand, zu berichten, denn wie er selbst einmal zu ihr sagte, es gab immer eine Geschichte, die alles erklärte und so natürlich auch in diesem Fall.

Ihr Team hatte zuletzt in einem Mordfall ermittelt, bei dem ein Immobilienmakler namens Charles Hill zunächst in seinem eigenen Haus überfallen, an einen Stuhl gefesselt und anschließend qualvoll, bei lebendigem Leibe sprichwörtlich kastriert worden war, bevor der skrupellose Täter ihn schließlich mit einem gezielten Kopfschuss tötete.

Sie hatten ziemlich schnell heraus gefunden, dass das Opfer, das nach außen hin eine lupenreine Weste zu haben schien, in Wirklichkeit nicht nur seine Ehefrau mit mehreren Frauen gleichzeitig betrog, sondern sich, als ob das nicht schon genug wäre, außerdem noch in äußerst fragwürdigen, sprich illegalen Kreisen bewegte.

Somit hatten sie jede Menge Verdächtige, die ein Motiv dazu hatten Hill um zu bringen und die als dessen Mörder infrage kamen und genau aus diesem Grund dauerte es auch mehrere Tage und bedarf es sehr viel harte Arbeit, bis sie endlich den alles entscheidenden Durchbruch in dem Fall erreichten und schließlich herausfanden, wer der Mörder war.

Und zwar handelte es sich bei der besagten Person, die sie unter all den Tatverdächtigen letztendlich als Delinquentin heraus pickten und auf die sämtliche Beweise zweifelsfrei hindeuteten, um eine gewisse Trixie Layne, welche eine der zahlreichen Frauen war, mit denen das Opfer eine Affäre hatte und die damit ein ziemlich starkes Motiv hatte.

Doch auch wenn alles darauf hinwies, dass Trixie die gesuchte Mörderin war, reichten die Beweise, die sie gegen sie hatten, trotzdem noch nicht aus, um sie verhaften zu können, dazu bedarf es erst eines umfassenden Geständnisses ihrer neuen Hauptverdächtigen und genau dieses wollten sie und Castle auch aus der guten Frau herausholen.

Also brachten sie Ms. Layne aufs Revier, packten sie in ein Verhörraum und bearbeiteten sie einfach solange, bis sie schließlich einknickte und den Mord an Charles Hill gestand, ihr Motiv dafür: Eifersucht und Rachsucht – Sie hatte herausgefunden, dass sie nicht die einzige Geliebte war, die das Opfer hatte und beschlossen ihn dafür zu bestrafen.

Sie erzählte ihnen, dass sie, bevor sie den Toten kennen lernte, eigentlich nichts mehr von Männern wissen wollte, weil sie in der Vergangenheit schon oft von diesen belogen, betrogen und verraten wurde, doch Hill ließ sie endlich wieder Hoffnung schöpfen, zum ersten Mal seit vielen Jahren glaubte sie wieder an die große und einzig wahre Liebe.

Zumindest, bis sie schließlich Wind davon bekam, dass sie für den Mann, den sie so sehr liebte, nur eine von vielen anderen Frauen war, mit denen er seine Gattin betrog, nichts weiter als eine billige Affäre, die er, sobald er von ihr müde werden würde, verlassen und gegen die nächste Geliebte eintauschen würde, also fasste sie den Entschluss ihn zu töten.

Und anstatt wenigstens nach ihrem Geständnis ein wenig Reue für ihre abscheuliche Tat zu zeigen, wetterte sie stattdessen munter drauf los und gab jeden männerfeindlichen Spruch von sich, der ihr überhaupt nur ein zu fallen schien, noch nicht einmal vor dem armen, unschuldigen Rick machte sie mit ihren Anfeindungen Halt.

Die Frau hatte doch allen Ernstes den Nerv Beckett zu fragen, ob sie denn nicht bemerkt hätte, wie begehrlich Castle sie ansah und das sie, falls dem so sein sollte, dann bloß nicht denselben Fehler machen sollte wie sie und sich auf keinen Fall einbilden sollte, dass er sie deswegen so anblickte, weil er in sie verliebt war, sondern das er sie lediglich deshalb so ansah, weil er scharf auf sie war und sie ins Bett kriegen wollte.

Weiter meinte sie zu Kate, dass Rick, auch wenn sie es vielleicht nicht wahr haben wollte, trotzdem höchstwahrscheinlich keinen Deut besser als Charles Hill wäre und das er, genauso wie Besagter und alle anderen Männer auf diesem Planeten auch, nicht mit seinem Gehirn, sondern ausschließlich mit einem ganz anderen Körperteil dachte.

Zwar hatte Beckett schon bemerkt, dass die beleidigenden und diskriminierenden Sprüche der Mörderin Castle nicht so ganz kalt ließen, was bei jedem anderen Mann, der etwas auf sich hielt, wahrscheinlich auch der Fall gewesen wäre, aber sie hatte sich dennoch nichts weiter dabei gedacht und angenommen, dass er es sehr schnell wieder vergessen würde.

Doch die Tatsache, dass er heute Abend, zwei Tage nachdem sie Trixie Layne verhaftet hatten, unangemeldet bei ihr auftauchte, um sie zu fragen, ob sie ihn überhaupt noch mochte, zeigte ihr unmissverständlich, dass er es doch nicht ganz so schnell wieder vergessen würde, wie sie gedacht hatte, sondern das ihm das Verhör nach wie vor beschäftigte.

Und weil sie wusste, dass er die ganzen Anfeindungen, die er über sich hatte ergehen lassen müssen, erst dann wirklich vollständig hinter sich lassen können würde, wenn sie ihm eine Antwort geben würde, die ihn voll und ganz zufrieden stellte und da sie ihn natürlich nicht anlügen wollte, würde sie ihm von daher auch nichts anderes als die reine Wahrheit sagen.

„Ja Rick, ich mag Dich immer noch, genauso sehr wie vorher auch“, beantwortete sie ihm seine Frage schließlich und war dabei, wie vorab erwähnt, auch vollkommen ehrlich zu ihm, allerdings war das noch lange nicht alles, was sie ihm unbedingt mitteilen wollte, wie sich bereits in der darauffolgenden Sekunde zeigen sollte.

„Und ich möchte auch, dass Du weißt, dass ich Laynes Worten nicht den geringsten Glauben schenke. Und weißt Du auch wieso?“, teilte sie ihm in kurzen, aber dennoch aufrichtigen Worten mit, dass sie ihn keinesfalls für ein verlogenes, untreues, betrügerisches und triebgesteuertes Schwein hielt, als das Trixie ihn beim Verhör beschimpft hatte.

„Nein, sag es mir“, konnte er, obwohl er sie inzwischen ziemlich gut kannte, manchmal sogar besser als sie sich selbst kannte, aber trotzdem noch lange nicht ihre Gedanken lesen und wusste deshalb natürlich auch nicht, aus welchem Grund sie das, was die Männerfeindin, wie er sie nannte, von sich gab, nicht einmal ansatzweise glaubte.

„Ganz einfach: Weil ich Dich mittlerweile gut genug kenne, um ohne den geringsten Zweifel zu wissen, dass Du nicht so bist, wie diese Verrückte Dich beschrieben hat“, erwiderte sie daraufhin und legte ihm, zur Untermauerung ihrer erneut hundertprozentig wahrheitsgemäßen Aussage, ihre rechte Hand aufs linke Knie, während sie ihm dabei fest in die Augen sah.

„Ich weiß, dass Du nicht zu der Sorte von Männern gehörst, zu denen Charles Hill gehörte. Du würdest niemals eine Frau bewusst belügen, betrügen oder sonst irgendwie absichtlich verletzen. Geschweige denn bist Du jemand, der sich ausschließlich von seinen Urtrieben steuern lässt“, fuhr sie mit ihrer Aufklärung fort.

„Ich gebe zu, dass ich zu Beginn unserer Zusammenarbeit so über Dich gedacht habe. Aber das war, bevor ich erkannt habe, dass der Playboy und Frauenheld lediglich eine Rolle ist, die Du der Öffentlichkeit und Presse gegenüber spielst“, wollte sie, wenn sie dann schon mal ehrlich zu ihm war, bei der Gelegenheit dann auch gleich alles erzählen.

„Heute weiß ich, dass Du das genaue Gegenteil davon bist. In Wirklichkeit bist Du nämlich ein sympathischer, aufrichtiger, warmherziger, fürsorglicher, treuer, mutiger und rundum wundervoller Mann, der sich gerne um die wichtigen Menschen in seinem Leben kümmert und der alles erdenkliche tut, damit es ihnen gut geht und um sie zu beschützen.

Und obwohl ich weiß, dass es schon lange überfällig ist, möchte ich mich trotzdem noch einmal in aller Form bei Dir für die Art und Weise entschuldigen, mit der ich zu Anfang mit Dir umgegangen bin“, schloss sie mit dieser Entschuldigung, die, genauso wie alles andere auch, was sie zu ihm gesagt hatte, ebenfalls absolut ehrlich gemeint war, ihre kleine Ansprach ab.

„Schon in Ordnung, Beckett, ich habe Dir bereits vor einiger Zeit verziehen“, nahm er, gütig und verzeihend wie er nun einmal war, ihre Entschuldigung natürlich sofort an, auch wenn diese, in seinen Augen, eigentlich vollkommen unnötig war, weil er ihr das Verhalten, das sie damals ihm gegenüber an den Tag legte, heute gar nicht mehr übel nahm.

„Und…danke vielmals, Kate“, sagte er im Anschluss mit einem dankbaren Lächeln zu ihr, ohne zu erwähnen, wofür genau er sich bei ihr bedankte und zwar, weil er ganz genau wusste, dass das, ähnlich wie ihre Entschuldigung an ihn, völlig überflüssig wäre, da sie auch so, ohne extra nachfragen zu müssen, wusste, auf was er sich mit seiner Danksagung bezog.

„Nichts zu danken, Rick, jederzeit wieder“, winkte sie ab und gab das Lächeln zurück, dann griffen die beiden unisono zu ihren Getränken, die nebeneinander auf ihrem Glas-Couchtisch standen und sie stießen miteinander an, ein Bild, das für jeden Beobachter zwar ein wenig merkwürdig erscheinen würde, aber das war ihnen völlig egal.

Wichtig war ihnen nur, dass die Sache, die ihm geschlagene zwei Tage lang einfach keine Ruhe gelassen hatte, jetzt endlich zu seiner vollsten Zufriedenheit geklärt war, sowie das sie an diesem Abend nicht alleine, sondern zusammen sein und auch in Zukunft weiterhin treue Partner und Freunde sein würden, genauso wie sie es bislang waren und auch immer sein würden.

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Ja, ich weiß, was ihr alle jetzt wahrscheinlich denkt, aber ihr braucht es mir nicht extra zu sagen, denn mir ist selbst vollkommen bewusst, dass dieses Kapitel nicht ganz so lang wie die letzten ist, aber ich hoffe dennoch oder besser gesagt, gerade deswegen umso mehr, dass es euch trotzdem gefallen hat, wenn auch vielleicht nur teilweise.

Und ich hoffe natürlich auch, dass die etwas geringe Kürze des Lesestoffs die Art, wie eure diesmaligen Reviews ausfallen, nicht allzu sehr beeinflussen wird und selbst wenn eure Rückmeldungen nicht ganz so positiv sein sollten, werde ich euch deswegen keineswegs böse sein und euer faires Urteil über meine Arbeit voll und ganz akzeptieren.

Aber jetzt will ich euch nicht länger aufhalten, von daher wünsche ich euch, Mädels und Jungs, Damen und Herren, genauso wie ich es bis zum heutigen Tage immer getan habe und höchstwahrscheinlich auch immer tun werde, solange ich im Castle-Fanfiktion-Forum tätig bin, von allem selbstverständlich nur das Beste.

Hâld sa goed mooglik each foar josels oant de folgjende kear, euer Ahadi.
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