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Castle & Beckett - Partner und Freunde fürs Leben

von Ahadi
SammlungFreundschaft, Liebesgeschichte / P16 / Gen
Kate Beckett Richard Castle
30.10.2019
10.12.2020
50
162.835
6
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Dieses Kapitel
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21.03.2020 4.279
 
Kívánok nektek egy csodálatos napot együtt, és öszintén remélem, hogy továbbra is jól teljesítesz, és természetesen ugyanúgy remélem, hogy ez a jövöben is így lesz, geht es bei mir heute einmal auf Ungarisch zu, jedenfalls was das an dieser Stelle inzwischen obligatorische Begrüßungsprozedere betrifft, alles weitere wird von mir natürlich, wie gehabt, ausschließlich auf meiner Muttersprache Deutsch verfasst.

Und da ich euch, höflich wie ich nun mal bin, natürlich nicht eure kostbare Zeit stehlen möchte, indem ich den Hauptteil des Kapitel, dem ihr sicherlich schon entgegen fiebert, unnötig lange hinaus zögere, verzichte ich heute ausnahmsweise einmal auf die sonst üblichen Danksagungen, die aber trotzdem auch dieses Mal wieder herzlicher Natur sind und lasse euch stattdessen jetzt, hier und sofort mit dem Lesen beginnen.

Mindenkinek, mint mindig, minél több örömöt kívanok ma!

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Es war bereits weit nach Mitternacht und ein heftiges Gewitter wütete gerade über den East-Hamptons, als der gefeierte Bestsellerautor Richard Edgar Castle, alias Richard Alexander Rodgers, im großzügigen Wohnzimmer seines luxuriösen Ferienhauses stand und durch die dort befindlichen, großen Panoramafenster nach draußen blickte und den Sturm über dem Meer beobachtete.

Bis vor zehn Minuten hatte er noch oben in seinem Schlafzimmer, in seinem bequemen Bett gelegen und friedlich geschlafen, zumindest bis ihn plötzlich ein furchtbarer Albtraum ereilte, der ihn abrupt aus dem Schlaf riss, ihn schweißgebadet und mit wild klopfenden Herzen im Bett hochfahren ließ und deren Nachwirkungen ihn partout vom Weiterschlafen abhielten.

Er war daraufhin aufgestanden, hier herunter in den Wohnbereich gegangen und hatte sich aus der ans Wohnzimmer angrenzenden Küche ein Glas Wasser geholt, in der Hoffnung, dass dieses ihm dabei helfen würde, die Bilder seines Albtraums aus seinem Kopf zu vertreiben, bislang aber leider ohne Erfolg, denn der besagte Traum spukte auch jetzt immer noch in seinem Geist herum und ließ ihn einfach nicht mehr zur Ruhe kommen.

Castle war so sehr in seinen Gedanken versunken, dass er die Person, die sich ihm langsam von hinten näherte, gar nicht bemerkte, erst als er plötzlich und völlig unerwartet zwei Arme spürte, die sich von hinten um ihn schlangen, schreckte er aus seinen Gedanken auf und obwohl er die Person, zu der die Arme gehörten, nicht sehen konnte, wusste er trotzdem sofort, um wen es sich dabei handelte.

„Hey“, sagte er kurz und knapp zu seiner Muse, Partnerin und engen Freundin, NYPD-Detektive Katherine Houghton Beckett, er drehte sich jedoch nicht zu ihr um, sondern blickte weiter starr aufs Meer hinaus, das, genauso wie das Gewitter, regelrecht tobte und über dem die Blitze eine richtige Lichtershow veranstalteten, allerdings interessierte er sich im Moment nicht für dieses absolut atemberaubende Lichtspektakel da draußen.

„Hey“, gab sie den Gruß daraufhin zurück und ließ dabei ihre Arme von seiner Mitte weg, hin zu seinem rechten Unterarm wandern, an dem sie sich dann sanft festklammerte, gleichzeitig schmiegte sie ihren Kopf an seinen Oberarm, weil sie instinktiv spürte, dass es ihm emotional nicht besonders gut ging, ebenso spürte sie ganz deutlich, dass ihn irgendetwas bedrückte, er konnte momentan also jedes bisschen Trost wirklich bestens gebrauchen.

„Was machst Du denn hier unten?“, stellte sie ihm nach einigen Sekunden, die sie ihrerseits damit verbracht hatte, ihn mit ihren braun-grünen Augen besorgt an zu blicken und er seinerseits damit, weiter wie hypnotisiert nach draußen zu starren, schließlich die Frage, die sie sich bereits selbst zu dem Zeitpunkt gestellt hatte, als sie vor ein paar Minuten aufgewacht war und festgestellt hatte, dass er nicht mehr neben ihr im Bett lag.

„Ich könnte Dich genau dasselbe fragen“, entgegnete er mit einer Aussage, die genauso gut auch von ihr hätte stammen können und die sie in der Vergangenheit auch bereits einige Male zu ihm gesagt hatte, wenn er bei spätabends oder auch frühmorgens bei ihr im Revier auftauchte, wenn sie wieder einmal über einem Mordfall brütete, der ihr einfach keine Ruhe ließ, ohne sich dabei eine eigentlich dringend notwendige Pause zu gönnen.

„Ich bin eben aufgewacht und als ich gesehen habe, dass Du nicht mehr neben mir liegst, habe ich mir Sorgen gemacht, also bin ich aufgestanden und habe nach Dir gesucht“, antwortete sie ihm wahrheitsgemäß und sie konnte förmlich spüren, dass er ein schlechtes Gewissen hatte, weil sie aus Sorge um ihn, zu so später Stunde extra aus dem warmen und weichen Bett aufgestanden war, um sich auf die Suche nach ihm zu begeben.

„Und warum bist Du hier, Rick? Hm? Was ist los?“, fragte sie ihn anschließend, was ihn denn mitten in der Nacht dazu veranlasst hatte, sein gemütliches Bett zu verlassen und hier runter ins Wohnzimmer zu gehen und obwohl sie wusste, dass er anhand ihrer Stimme zweifelsfrei hören konnte, wie besorgt sie um ihn war, drehte sie sanft sein Gesicht zu ihr, sodass er sie anblickte und ihr somit ihre Besorgnis um ihn auch sprichwörtlich ansehen konnte.

„Ich hatte einen Albtraum“, erwiderte er daraufhin ehrlich, zum einen deswegen, weil er an dem Ausdruck in ihren Augen tatsächlich erkennen konnte, wie große ihre Sorge um ihn war und zum anderen deshalb, weil sie nichts anderes als die reine Wahrheit verdient hatte, schließlich wollte sie ihm ja nichts böses, ganz im Gegenteil, sie machte sich aufrichtig Sorgen um ihn und wollte von ihm wissen, was ihn bedrückte.

„Ich habe von damals geträumt, als dieser Irre Scott Dunn deine alte Wohnung in die Luft jagte“, beschloss er ihr den genauen Inhalt seines Albtraums zu erläutern, nachdem er sich so weit zu ihr herum gedreht hatte, dass sie sich gegenüberstanden, so war es einerseits einfacher miteinander zu reden und andererseits natürlich auch deutlich bequemer, weil er so seinen Kopf nicht die ganze Zeit über zur Seite gedreht halten musste.

„In meinem Traum war alles genauso wie damals, von der Explosion, bis hin zu dem Teil, wo ich deine Wohnungstür eingetreten habe, um zu Dir zu gelangen. Nur als ich dann nach Dir gesucht und gerufen habe, erhielt ich, anders als damals, dieses Mal keine Antwort“, fuhr er fort und sie konnte glasklar sehen, dass die Bilder des Albtraums, den er durchlebt hatte, in diesem Augenblick erneut wie ein Film vor seinem geistigen Auge abliefen.

„Ich rief immer wieder nach Dir, aber ich bekam immer noch keine Antwort, ich lief durch die ganze Wohnung, doch ich konnte Dich nirgends finden. Das Feuer breitete sich immer weiter aus, der Rauch wurde immer dichter und ich bekam langsam keine Luft mehr, aber ich konnte und wollte trotzdem nicht einfach aufgeben“, während er erzählte und sie aufmerksam zuhörte, strich sie ihm mit ihrer linken Hand tröstend über den rechten Oberarm.

„Ich hörte die Sirenen der Feuerwehr draußen vor dem Haus, aber ich dachte überhaupt gar nicht daran, einfach zu gehen und ihnen die Sache zu überlassen. Mir war klar, dass ich die Wohnung nicht verlassen würde, bevor ich Dich nicht gefunden hätte. Ich hatte nur einen einzigen Gedanken: Ich musste Dich unbedingt finden, koste es, was es wolle“, stiegen ihm mit jedem Satz, den er sprach, zusehends Tränen in die Augen, ein Anblick, der sie zutiefst schmerzte.

„Also suchte und rief ich weiter nach Dir, in der Hoffnung, Dich endlich zu finden. Doch dann spürte ich, wie ich allmählich das Bewusstsein verlor, ich sank zu Boden und nach und nach wurde alles schwarz, ich hörte noch Scott Dunns Stimme, die „Goodbye Nikki, Goodbye Rook“ rief, bevor ich schließlich endgültig ohnmächtig wurde…und dann wachte ich zum Glück auf“, beendete er hiermit die Aufzählung der Geschehnisse aus seinem Traum.

„Und obwohl ich, als ich merkte, dass das alles nur ein böser Traum und nicht wirklich passiert war, natürlich schon heilfroh darüber war, so änderte das dennoch nichts an der Angst, die ich aufgrund dieses Traums empfand und auch jetzt immer noch empfinde“, war seine Erzählung jedoch noch nicht ganz zu Ende, denn schließlich fehlten ja nach wie vor die Gründe, die ihn dazu brachten, hier unten so mutterseelenallein im dunklen Wohnzimmer zu stehen, anstatt oben im weichen, warmen Bett zu liegen.

„Ich kann einfach nicht aufhören, immer wieder daran zu denken, was alles hätte passieren können. Und zwar nicht nur damals, sondern auch bei dem Unfall“, ergänzte der Schriftsteller dies zu dem, was er bereits gesagt hatte und ohne das der jeweils andere es wusste oder ahnte, wanderten sowohl ihre, als auch seine Gedanken zu dem Ereignis zurück, das den erschreckenden Albtraum bei ihm überhaupt erst verursacht hatte.

Vor über zwei Wochen befanden er und Beckett sich auf dem Rückweg von einer wichtigen Zeugenbefragung, die sie ein ganzes Stück außerhalb der Stadt durchgeführt hatten und weil sie im Radio keinen Sender fanden, der nach ihrem Geschmack war, vertrieben sie sich die Zeit, die die Fahrt in Anspruch nahm und die ihnen schier wie eine Ewigkeit vorkam, stattdessen damit sich angeregt miteinander zu unterhalten.

Doch auf einmal kam, wie aus heiterem Himmel, von hinten ein Autofahrer angerast, der sie überholte sie und sie dabei scharf schnitt, was unglücklicherweise dazu führte, dass Kate die Kontrolle über den Wagen verlor, sie daraufhin von der Straße abkamen und sich mehrmals überschlugen, bevor sie bzw. das Auto oder jedenfalls das, was von diesem überhaupt noch übrig war, schließlich wieder auf allen vier Rädern liegen blieb.

Er kam, nach einem kurzen Moment der Ohnmacht, als Erstes wieder zu sich und stellte, sehr zu seiner Überraschung und Verwunderung fest, dass er sich, wie durch ein Wunder, offenbar nichts gebrochen hatte, weil er alles fühlen und bewegen konnte, dafür aber hatte er tierische Kopfschmerzen, als wenn ihm jemand mit nem Baseballschläger eine drüber gezogen hätte und auch sein restlicher Körper tat ihm höllisch weh.

Aber dann fiel ihm plötzlich brennend heiß wieder ein, dass er ja nicht alleine im Auto saß, also ignorierte er seine Schmerzen oder versuchte zumindest bestmöglich es zu tun und drehte seinen Kopf nach links, um zu sehen, wie es um seine Partnerin stand und der Anblick, der sich ihm bot, ließ sein Blut förmlich in den Adern gefrieren und seine Schmerzen waren wie weg geblasen, als der Schock durch seinen gesamten Körper strömte.

Sie saß bewusstlos in ihrem Sitz, ihr Kopf hing schlaff nach unten und Blut floss über ihre rechte Gesichtshälfte, das aus einer großen Platzwunde an ihrer Stirn stammte, er löste rasch seinen Sicherheitsgurt und beugte sich dann, so weit es seine zahlreichen Verletzungen zuließen, zu ihr hinüber und tastete an ihrem Hals nach ihrem Puls, den er, sehr zu seiner Erleichterung, fand und der zum Glück auch stabil war.

„Kate! Hey! Kate! Wach auf!“, sprach er sie an, wobei er sie zum Schluss fast schon anschrie, während er sie gleichzeitig an der Schulter rüttelte, in dem verzweifelten Versuch, sie auf diese Weise aus ihrer Bewusstlosigkeit heraus zu holen, jedoch leider ohne Erfolg, denn sie kam, entgegen seiner Hoffnung, nicht wieder zu sich, aber er gab nicht so leicht auf und versuchte stattdessen weiter sie zu wecken.

Doch egal, wie sehr er es auch versuchte, sie wachte einfach nicht auf und als ob das nicht schon schlimm genug wäre, stieg ihm, zu allem Überfluss, in der nächsten Sekunde auch noch ein beißender Geruch nach Benzin in die Nase und als kluger Mann brauchte er natürlich nicht lange, um zu zweifelsfrei wissen, wieso er diesen Geruch wahrnahm und welch tödliche Gefahr von dem auslaufenden Benzin für sie beide ausging.

Er wusste sofort, dass, wenn sich das Benzin irgendwie entzünden sollte, das Fahrzeug dann explodieren und in Flammen aufgehen und sie bei lebendigem Leibe verbrennen würden, er musste also zusehen, dass sie schleunigst aus dem Auto heraus kamen, ansonsten würde dieses nämlich innerhalb der nächsten paar Minuten, ohne jeden Zweifel, zu ihrem ganz persönlichen Sarg werden und das galt es auf jeden Fall zu verhindern.

Castle wusste im Nachhinein, ehrlich gesagt, gar nicht mehr so wirklich, wie er aus dem völlig zerstörten Wagen heraus gekommen war, er hatte nicht die geringste Ahnung, ob er nun die Beifahrertür aufbekommen konnte oder ob er doch aus dem Seitenfenster klettern musste, er wusste nur, dass er es letztendlich tatsächlich irgendwie geschafft hatte, aus dem Wrack raus zu kommen.

Und er wusste auch nur zu genau, dass er, nachdem er anschließend um das Auto herum und rüber zur Fahrerseite gehumpelt war, arge Schwierigkeiten dabei hatte die Tür zu öffnen, er zog so stark er nur konnte an dieser, doch sie wollte einfach nicht aufgehen, dafür aber wurde der Benzingestank von Sekunde zu Sekunde immer stärker und stärker und er wusste, dass ihm nicht mehr viel Zeit blieb, um Kate aus dem Wagen heraus zu holen.

Er dachte jedoch nicht im geringsten daran, seinen Rettungsversuch an dieser Stelle ab zu brechen und nur sich selbst in Sicherheit zu bringen, nein, er würde sie entweder retten oder halt mit ihr zusammen sterben, eine andere Option gab es für ihn nicht, er würde sie niemals einfach so eiskalt im Stich lassen, nur um feige seine eigene Haut zu retten, denn ohne sie, die Frau, die er über alles liebte, wäre sein Leben sowieso vorbei.

Also versuchte er weiter verzweifelt die Fahrertür zu öffnen, er zog nach Leibeskräften, während er im Stillen zu allen Göttern betete, die er kannte und sie bat, die Sache nicht auf diese Weise enden und vor allem Beckett nicht sterben zu lassen, nicht so, nicht bevor er ihr nicht sagen konnte, wie sehr er sie liebte und als ob der Himmel seine Gebete erhört hätte, schaffte er es auf einmal tatsächlich die Tür endlich auf zu kriegen.

Er verschwendete, obwohl er natürlich schon überrascht und auch verwundert darüber war, dass er die Tür so plötzlich doch aufbekommen hatte, aber trotzdem keine Zeit damit sich zu fragen, wie es dazu kam, denn schließlich wusste er ja ganz genau, dass momentan wirklich jede einzelne Sekunde zählte, um Kate zu retten und rechtzeitig in Sicherheit zu bringen, bevor sich das Benzin entzünden und das Auto mitsamt ihnen in die Luft fliegen würde.

Von daher zögerte er nicht lange, sondern löste stattdessen schnell den Sicherheitsgurt, was zum Glück genauso problemlos ging wie bei ihm und drehte sie dann so in ihrem Sitz herum, dass ihr Rücken zu ihm zeigte, bevor er den so genannten Rautekgriff anwendete und sie mithilfe von diesem aus dem Wagen heraus zog und sobald dies getan war, hob er sie auf seine Arme und brachte sie, so schnell er nur konnte, in Sicherheit.

Und er schaffte es, wie sich herausstellen sollte, auch wirklich gerade noch rechtzeitig, in sprichwörtlich allerletzter Sekunde, sie aus dem Gefahrenbereich heraus zu bringen, denn bereits im nächsten Augenblick entzündete sich das ausgelaufene Benzin schließlich, woraufhin das Autowrack mit einem ohrenbetäubenden Knall explodierte und von einem Mantel aus dichten, schwarzen Rauch und lodernden Flammen umschlossen wurde.

Rick legte seine Muse im weichen, grünen Gras ab und war sich sicher, dass er noch nie zuvor im Leben glücklicher darüber war, noch am Leben zu sein und genauso wie er vorher im Stillen zu ihnen gebetet hatte, so bedankte er sich nun bei den allmächtigen Göttern im Himmel, dass sie so gnädig waren, die Geschichte nicht auf diese tragische Weise enden zu lassen und ihnen stattdessen die wertvolle Chance gaben, weiter zu leben.

Anschließend suchte er in seiner Jackentasche nach seinem Handy und hoffte inständig, dass dieses bei dem Unfall nicht kaputt gegangen war und wie durch ein Wunder, das zweite an diesem Tag, zeigte sich, sobald er das gesuchte Gerät gefunden hatte, dass Besagtes zum Glück tatsächlich so gut wie unversehrt und auch noch voll funktionsfähig war, sodass er den Notruf wählen und Hilfe rufen konnte.

Castle“, vernahm er, kaum hatte er aufgelegt und das Handy wieder in seiner Jackentasche verstaut, plötzlich Becketts schwache Stimme und als er sie anblickte sah er, dass sie ihre Augen leicht geöffnet hatte, was ihn ungemein beruhigte, denn er hatte wirklich schon ernsthaft befürchtet, dass ihr Zustand sich möglicherweise noch verschlimmern und sie vielleicht sogar ins Koma fallen könnte oder ähnliches.

„Hey Kate, willkommen zurück“, hauchte er ihr zu, nachdem er sich über sie gebeugt und Augenkontakt zu ihr hergestellt hatte und er zeigte ihr seine Freude darüber, dass sie wieder wach war oder zumindest halbwegs, indem er ihr das beste Lächeln schenkte, das er in Anbetracht der Situation zustande bringen konnte und ihr außerdem mit seiner rechten Hand zärtlich über die linke Wange strich.

„Was ist passiert?“, fragte sie ihn mit nach wie vor sehr schwacher Stimme, während sie nach Kräften gegen die Ohnmacht ankämpfte, die sie immer wieder zu übermannen drohte, ihr ganzer Körper schmerzte höllisch, vor allem ihr Kopf, der so dermaßen dröhnte, als wenn ihr ein Betonklotz drauf gefallen wäre, aber wenn sie sich ihren Berater so ansah, dann schien es ihm auch nicht wirklich sehr viel besser zu gehen als ihr.

„Wir hatten einen Unfall. Bleib einfach ruhig liegen und versuch bitte wach zu bleiben. Hilfe ist schon unterwegs“, wollte er sie in ihrem derzeitigen gesundheitlichen Zustand natürlich nicht mit Details belasten, die er ihr getrost auch noch später erzählen konnte, jetzt galt es für ihn erst einmal sicher zu stellen, dass sie weiterhin bei Bewusstsein und auch möglichst ruhig liegen blieb, bis die alarmierten Rettungskräfte hoffentlich bald eintrafen.

„Danke“, sagte sie leise zu ihm, aber immer noch laut genug, dass er das Wort klar und deutlich verstehen konnte, zwar wusste sie noch nicht genau, was in der Zeit, in der sie bewusstlos gewesen war, vonstatten gegangen war, aber dafür wusste sie natürlich ganz genau, dass sie, während ihrer Ohnmacht, ja wohl kaum selber aus dem Auto geklettert war, also musste er sie wohl aus diesem heraus gezogen haben.

„Immer“, entgegnete er und lächelte sie dabei erneut so gut wie möglich an, sie erwiderte das Lächeln daraufhin ebenfalls bestmöglich und obwohl er eigentlich wusste, dass es in der jetzigen Situation eher nicht so wirklich angebracht war, beugte er sich trotzdem zu ihr hinunter und gab ihr einen sanften Kuss auf die linke Stirnhälfte, bevor er ihr ein weiteres Mal behutsam, fast sogar schon liebevoll über die Wange strich.

Und als er in der nächsten Sekunde endlich die Sirenen, der sich nähernden Rettungskräfte vernahm, dankte er nochmal allen Himmelsmächten, die so gnädig waren seine Gebete zu erhören und sie beide weiter leben zu lassen und er mochte sich überhaupt gar nicht vorstellen, was gewesen wäre, wenn er es nicht geschafft hätte sie rechtzeitig aus dem Wrack heraus zu holen und sie bei der Explosion ums Leben gekommen wären.

Aber eins war sicher, überlebt hätte er Kates Tod definitiv nicht, er wäre früher oder später daran zerbrochen, zwar wäre er natürlich nicht wirklich gestorben, nach außen hin wäre er immer noch lebendig gewesen, aber dafür wäre er zweifelsfrei innerlich über kurz oder lang daran zugrunde gegangen, sie besaß sein Herz und würde es auch für immer besitzen und wenn sie irgendwann einmal nicht mehr da war, würde auch er Geschichte sein.

Mittlerweile war die anfängliche Euphorie darüber, dass er und Beckett zum Glück noch am Leben waren, der nachträglichen Melancholie gewichen, egal, wie sehr er es auch versuchte und so sehr er sich auch darum bemühte, er konnte einfach nicht aufhören immer wieder darüber nach zu denken, wie nahe sie dran waren zu sterben und das sie dem sicheren Tod gerade noch so von der Schippe gesprungen waren, vor allem sie.

Und diese bildliche Wiederholung dieser schrecklichen Ereignisse, ließen den Damm in seinem Inneren nun endgültig brechen und die Tränen, die ihm bereits die ganze Zeit über den in den Augen brannten und die er bislang wirklich nur mit allergrößter Mühe hatte zurückhalten können, jetzt unaufhörlich über die Wangen fließen, ein Anblick, der ihr unweigerlich das Herz brach und den Beschützerinstinkt in ihr weckte.

Da sie auf die Schnelle jedoch keine Worte fand, mit denen sie ihn hätte trösten können, beschloss sie ihm anderweitig Trost zu spenden und zwar indem sie die kurze Distanz zwischen ihnen schloss, dann erneut ihre Arme um ihn schlang, ihren Kopf auf seine breite, feste Brust bettete und sich so dicht an ihn schmiegte, wie es nur ging, sie brauchte keine Worte, wenn sie doch genauso gut auch Gesten für sich sprechen lassen konnte.

Er versteifte sich aufgrund dieser Handlung zwar zunächst, entspannte sich aber sehr schnell wieder, als er die wohltuende Wirkung spürte, die diese Umarmung auf ihn hatte und sobald dies geschehen war, genoss er die Nähe und auch die angenehme Wärme, die sie ausstrahlte, in vollen Zügen und er konnte nicht anders, als den kleinen Rollentausch zu bemerken, der hier gerade vonstatten ging, denn normalerweise war er derjenige, der sie tröstete.

Was aber natürlich nicht hieß, dass er es nicht unglaublich schön fand, ausnahmsweise mal von ihr gehalten und getröstet zu werden, das tat er nämlich und auch ihre Geste sollte ziemlich schnell die Wirkung zeigen, die sie mit dieser beabsichtigt hatte, denn er merkte deutlich, wie sein bisher stetiger Tränenfluss langsam, aber sicher zu versiegen begann, bis er wenige Minuten später schließlich endgültig vorüber war.

Der Autor löste sich daraufhin aus ihrer Umarmung, blickte seine Muse an und schenkte dieser dann das erste, richtige Lächeln seit dem Unfall, in dessen Anschluss sie noch ein paar Tage zur Beobachtung im Krankenhaus gelegen hatten, glücklicherweise sollte sich bei den Untersuchungen herausstellen, dass nicht nur er, sondern auch sie sich nichts gebrochen hatte, sie beide mussten wirklich einen riesen Schutzengel gehabt haben.

Nach insgesamt vier Tagen Aufenthalt hatten sie sich, entgegen dem ausdrücklichen Rat der Ärzte, schließlich auf eigenen Wunsch aus der Klinik entlassen, weil sie es einfach nicht mehr länger dort ausgehalten hatten, sie brauchten nach diesen traumatischen Erlebnissen unbedingt einen Tapetenwechsel, aber vor allem brauchten sie dringend ein wenig Abstand und so beschlossen sie zu verreisen und die Stadt für eine Weile zu verlassen.

Und da sie es schon lange bereute seine damalige Einladung, gemeinsam mit ihm übers Memorial-Day-Wochenende zu seinem Feriendomizil in den Hamptons zu fahren, abgelehnt zu haben, stimmte sie sofort zu, als er ihr den Vorschlag machte, dass sie dafür ja jetzt endlich einmal zusammen für ein paar Wochen dorthin fahren könnten und sie bereute ihre Entscheidung, mit ihm hier her zu kommen, nicht im geringsten.

Ganz im Gegenteil, sie könnte nämlich überhaupt gar nicht glücklicher darüber sein, dass sie seinem Vorschlag zugestimmt hatte und jetzt mit ihm hier war, sodass sie für ihn da sein und ihn trösten konnte, genauso wie er es sonst immer bei ihr tat und sie zeigte ihm ihre Freude auch ganz deutlich und unmissverständlich, indem sie sein Lächeln in der darauffolgenden Sekunde erwiderte und zwar mit genau derselben Intensität, die seines innehatte.

„Du Rick, ich weiß zwar, dass ich es bereits getan habe, aber ich möchte Dir trotzdem noch einmal vielmals für die Rettung meines Lebens danken“, sagte sie zu ihm, nachdem sie sich viele Sekunden lang wie so ein frisch verliebtes Pärchen angelächelt und sich dabei fest in die Augen geblickt hatten und obwohl es wirklich unglaublich schwer war, schafften sie es dennoch irgendwie dem Drang zu widerstehen, sich vor zu beugen und den jeweils anderen einfach zu küssen.

„Ich möchte Dir ebenfalls danken, Kate, dafür, dass Du mir zugehört hast und für mich da bist“, gab er den Dank aufrichtig zurück und beschloss, dass, wenn er sich schon nicht dazu überwinden konnte seinen Mund zu benutzen, er dann wenigstens seine Hände zu benutzen würde, was er auch tat und zwar tat er dies, indem er ihr mit seiner rechten Hand eine verirrte Haarsträhne, die ihr ins Gesicht gefallen war, sanft wieder hinters linke Ohr schob.

„Jederzeit“, erwiderte sie daraufhin und quittierte sowohl seine Dankesworte, als auch seine liebevolle Geste zusätzlich noch mit einem strahlenden Lächeln, das nicht nur dafür sorgte, dass sein Herz sofort noch ein Ticken schneller schlug, sondern sein Lächeln außerdem noch ein wenig breiter werden ließ und in diesem Moment war er wieder einmal unsagbar froh darüber, sie immer noch an seiner Seite zu haben.

„Komm, lass uns wieder ins Bett gehen“, ergriff sie mit diesen Worten mit ihrer rechten Hand seine linke und führte ihn zur Treppe, diese hinauf, nach oben in sein Schlafzimmer, wobei es eigentlich gar nicht wirklich notwendig war, dass sie ihn an der Hand hatte, weil er ihr auch so gefolgt wäre, aber er beschwerte sich nicht, schließlich gab es ja weitaus schlimmeres als von einer Frau wie Beckett praktisch ins Bett gezogen zu werden.

Und kaum hatten sie sich in sein King-Size-Bett gelegt, kuschelten sie sich sogleich eng aneinander, so als wäre es das absolut normalste auf der Welt und als würden sie das jeden Abend so machen, sie wünschten sich dann gegenseitig noch eine geruhsame, restliche Nacht, bevor sie schließlich ihre Augen schlossen und bereits wenige Minuten später tief und fest eingeschlafen und im Land der Träume versunken waren.

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Ich möchte mich an dieser Stelle vorsichtshalber schon mal vielmals bei euch entschuldigen, falls ihr der Ansicht sein solltet, dass das mit den völlig heilen Knochen unseres Lieblings-Duos, in Anbetracht der Tatsache, dass sich der Wagen bei dem Unfall mehrmals überschlug, eher unrealistisch ist, aber ich mag die Vorstellung von Castle und Beckett mit gebrochenen Knochen einfach nicht und ich hoffe, ihr versteht das.

Und ich hoffe natürlich mindestens genauso sehr, dass ich es auch dieses Mal wieder schaffen konnte, eure exquisiten, leserlichen Geschmacksnerven zu treffen, wenn auch vielleicht nur einigermaßen, so oder so, auf jeden Fall bitte ich euch, wie immer, so selbstverständlich auch diesmal wieder im Bezug auf eure Rückmeldungen vollkommen ehrlich zu mir zu sein, ich bin Profi und kann mit schlechter Kritik umgehen.

Aber ich fürchte, ich schon wieder viel zu viel, dabei wisst ihr ganz bestimmt besseres mit eurer Zeit an zu fangen, aus diesem Grund will ich euch jetzt auch nicht mehr länger aufhalten, sondern euch stattdessen einfach nur noch einen gelungenen Start in die neue Woche und auch ansonsten, wie üblich, alles Gute und aufgrund der derzeitigen Lage, vor allem natürlich ganz viel Gesundheit wünschen.

Vigyázz magadra legközelebb, euer Ahadi.
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