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Castle & Beckett - Partner und Freunde fürs Leben

von Ahadi
SammlungFreundschaft, Liebesgeschichte / P16 / Gen
Kate Beckett Richard Castle
30.10.2019
10.12.2020
50
162.835
6
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164 Reviews
Dieses Kapitel
4 Reviews
 
16.02.2020 3.726
 
Hey-Yo-Wow allerseits.

Ich bete wirklich inständig dafür, dass ihr alle bei dem heftigen Sturm, der in den letzten Tagen und auch heute sowohl bei mir Zuhause in good old Germany, als auch in vielen, anderen Teilen von Europa gewütet hat, nicht weg geflogen seid, sondern das Mistwetter stattdessen möglichst wohl behalten überstanden habt und ihr euch hoffentlich auch schon sehr darauf freut, lesen zu dürfen, was ich wohl heute Schönes für euch so im Petto habe.

Aber bevor es so richtig zur Sache geht und ihr euch ans Lesen macht, werde ich, genauso wie ich es schon immer zu Beginn eines neuen Kapitels mache, so selbstverständlich auch am heutigen Tag, vorher noch einmal kurz und schnell meinen ganz großen und persönlichen Dank an meine treue Leserin JohannaJames entsenden, die auch dieses Mal wieder leider die Einzige war, die mir zum voran gegangenen Part einen Kommentar da ließ.

Denkt jetzt aber bitte bloß nicht, dass ich mich mit dieser Anmerkung bei euch über die extrem niedrige Anzahl von Rückmeldungen beschweren möchte, denn schließlich weiß ich ja mittlerweile, dass keine oder kaum Kommentare nicht immer gleich automatisch bedeuten, dass ihr meine Oneshots nicht lest, sondern das dies lediglich heißt, dass ihr nicht immer die nötige Zeit dafür habt, um mir schriftlich mit zu teilen, ob und wie es euch gefallen hat.

Lange Rede - folgender Sinn: Ich, Ahadi, wünsche euch, meinen Lesern, wie ihr es inzwischen schon gar nicht mehr anders von mir gewohnt seid und wie ihr es wahrscheinlich auch niemals anders von mir kennen lernen werdet, genauso wie ich es an dieser Stelle schon immer getan habe, so natürlich auch heute wieder so viel Freude wie nur möglich beim Erforschen des neuesten Teils meiner aktuell laufenden Oneshot-Serie!

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Es war ein dunkler, grauer Regentag in New York City, welcher einer von vielen war, denn schon in den letzten zwei Wochen gab es keinen einzigen Tag, an dem es mal nicht regnete und dies sollte an diesem Samstagnachmittag auch nicht anders sein, ganz im Gegenteil, es regnete nämlich schon seit den frühen Morgenstunden fast unentwegt wie aus Kübeln und es war aufgrund dessen bislang auch kaum ein einziger Sonnenstrahl zu sehen gewesen, was für die Laune der Bürger natürlich nicht gerade besonders förderlich war.

Und ausgerechnet an diesem Tag, an dem draußen so ein Sauwetter herrschte, hatte Det. Kate Beckett sich fest vorgenommen, etwas mit ihrer Cousine Sophia und deren beiden Kindern Fiona und Julian zu unternehmen, die gerade bei ihr zu Besuch waren, aber zum Glück gab es in einer so großen Stadt wie Manhattan ja genügend Orte, die überdacht und klimatisiert waren und zu denen sie somit getrost gehen konnten, ohne dabei klitschnass zu werden und eine Lungenentzündung zu riskieren.

Ja und nachdem sie sich am Tag zuvor mit ihrem Partner Castle, der mit seiner Tochter Alexis früher an vielen dieser Orte gewesen war, darüber beraten hatte, welcher der Besagten am besten geeignet wäre und sie Sophia, der ja die letztendliche Entscheidung, wohin sie nun gingen, oblag, anschließend die zusammen gelegte Auswahl an Plätzen vorgelegt hatte, hatte ihre Cousine sich, nach kurzer Überlegung schlussendlich für einen kostengünstigen Indoor-Spielplatz, mit angeschlossenem Restaurant entschieden.

Allerdings sollte es so kommen, dass die vier Becketts nicht alleine zu dem ausgewählten Indoor-Spielplatz gingen, sondern in Begleitung ihres charmanten Beraters, wobei dies auf den ausdrücklichen Wunsch von Julian und Fiona hin geschah, die felsenfest darauf bestanden hatten, dass Rick sie begleitete, was ehrlich gesagt auch nicht verwunderlich war, wenn man bedachte, dass die drei sich sofort prima miteinander verstanden hatten, als Sophia ein paar Tage zuvor mit ihren beiden Kids im 12. Revier aufgetaucht war.

Man könnte zwar durchaus annehmen, dass die Mordermittlerin skeptisch reagiert hatte, als ihre Cousine ihr sagte, dass ihre Kinder unbedingt wollten, dass Castle mitkam, doch dem war nicht so, im Gegenteil, sie freute sich stattdessen sehr darüber, dass ihre Nichte und ihr Neffe sich so super mit dem Autor verstanden, was, ihrer Ansicht nach, mitunter wahrscheinlich auch daran lag, dass Besagter selber ein kindliches Gemüt besaß und sich auch nicht selten selbst wie so ein kleines, spielverrücktes Kind benahm.

Und auch jetzt, wo sie mit einem Becher Kaffee in der Hand, neben ihrer Cousine Sophia auf einer Bank am Rande der großzügigen, überdachten Spielanlage saß und mit eigenen Augen sehen konnte, wie klasse ihr Partner auch dieses Mal wieder mit den beiden Kiddies zurecht kam, wie toll er mit ihnen spielte und wie viel er mit ihnen lachte, bereute sie es keine einzige Sekunde lang zugelassen zu haben, dass ihr langjähriger und treuer Weggefährte sie hier hin, zu ihrem Familientreffen begleitete, oh nein, nicht im geringsten.

Rick hatte ihr zwar schon einmal erzählt, dass er früher, als Alexis noch klein war, viel mit ihr auf Spielplätzen und ähnlichen Einrichtungen gewesen war, aber sie hatte bislang nicht gewusst, was für ein unglaubliches Talent im Umgang mit Kindern er ganz offenbar besaß, doch jetzt wusste sie es und sie konnte auch überhaupt gar nicht glücklicher darüber sein, dass dem so war und sie konnte ihm richtig ansehen, wie sehr er das ausgelassene Spielen und Toben mit den Kindern genoss, was ihm auch bestimmt lange Zeit gefehlt hatte.

Sie hatte ja schon immer gewusst, dass Rick ein Faible für Kinder hatte und auch, dass er ein wirklich großartiger Vater war, Alexis war der beste Beweis dafür und gerade dies war eine Seite von ihm, die sie gleich zu Beginn ihrer Partnerschaft zu ihm hingezogen hatte und die sie auch sehr an ihm liebte und ihm jetzt dabei zu zuschauen, wie toll er mit Fiona und Julian spielte, als gäbe es für ihn nichts schöneres auf der Welt, sorgte dafür, dass ihre Liebe zu ihm nur noch fester und tiefer wurde, als es ohnehin schon der Fall war.

Und obwohl das Szenario, das sich den zwei Frauen bot, wirklich unglaublich schön und auch sprichwörtlich herzerwärmend war, so verursachte Besagtes in Becketts Inneren dennoch ein wehmütiges, fast sogar schon trauriges Gefühl und es rief außerdem viele Erinnerungen in ihr wach, Erinnerungen an ihre frühe Kindheit, wie ihre Eltern damals jede freie Minute, die sie nicht unbedingt arbeiten mussten und in der natürlich auch das Wetter entsprechend war, mit ihr auf dem Spielplatz oder anderswo zugebracht hatten.

Kate würde es zwar niemand anderem gegenüber jemals offen zugeben, weil sie ja schließlich einen Ruf als hart gesottene Mordermittlerin zu verlieren hatte, aber sie gestand sich dafür zumindest selber ganz ehrlich ein, dass sie diese wunderschöne Zeit mit ihren Eltern schrecklich vermisste, in der sie ein kleines Kind und noch völlig unbekümmert war und nicht die geringste Ahnung davon hatte, wie unfassbar grausam die Welt, die ihr damals noch so groß und wundervoll erschien, in Wirklichkeit sein konnte.

Doch als sie gerade einmal 19 war und gerade erst mit dem College angefangen hatte, sollte das Schicksal dann schließlich völlig unverhofft zuschlagen und ihr ihre geliebte Mutter unwiederbringlich weg nehmen, zwar waren seit jenem dunklen und kalten Januarabend mittlerweile mehr als zwölf Jahre vergangen und sie hatte auch den Mann, der ihre Mom getötet hatte, Gott sei Dank zur Strecke gebracht, aber der Schmerz, den dieser große Verlust verursacht hatte, war trotz all der Zeit dennoch nicht weniger geworden.

Es verging nach wie vor kein einziger Tag, an dem sie ihre Mutter nicht so schmerzlich vermisste, als wäre es erst gestern gewesen, dass sie sie verloren hatte und an dem sie sich auch nichts sehnlicher wünschte, als das ihre Mom noch hier wäre, es gab so viele Dinge, die sie noch hätte miterleben sollen, eins dieser Dinge war Castle, Besagter wusste es zwar nicht, aber dafür wusste sie nur allzu gut, was für ein großer Fan von ihm ihre Mom einst gewesen war und wie sehr sie seine Romane geliebt hatte, fast genauso sehr wie sie es tat.

Sie wollte sich lieber nicht vorstellen, was wohl passieren oder besser gesagt, wie Rick wohl reagieren würde, wenn er erfahren würde, dass sie in Wahrheit nicht nur ein riesen Fan seiner Werke, sondern womöglich sogar sein allergrößter Fan war, sein Fan Nummer eins so zu sagen, sein eh schon ziemlich aufgeblähtes Ego würde, wenn dies geschehen sollte, dann höchstwahrscheinlich vor lauter Liebkosung explodieren und er würde wahrscheinlich auch nicht aufhören, sie ewig damit auf zu ziehen, was sie bzw. ihr Stolz garantiert nicht überleben würden.

Obwohl sie, wenn sie genauer darüber nachdachte und ganz ehrlich zu sich selbst war, sich dann doch schon ziemlich sicher war, dass die Wahrscheinlichkeit, dass er sie mit der Tatsache, dass sie sein Number-One-Fan war, endlos lange aufziehen würde, dann doch eher höchst unwahrscheinlich war, er würde sie deswegen zwar vielleicht schon ein klein wenig necken, aber sie deshalb gleich bis zur glatten Weißglut treiben, das würde er definitiv nicht tun, dafür war ein viel zu lieber Kerl, der sie auch viel zu sehr mochte, um irgendetwas bösartiges zu tun, das wusste sie ganz genau, ohne jeden Zweifel.

Und sie wusste, ebenfalls zweifellos, dass sie ihn genauso sehr liebte, wie er sie mochte, wenn ihre Liebe zu ihm seine Zuneigung für sie nicht sogar noch um ein ganzes Stück übertraf, doch ganz egal, ob dem nun so war oder nicht, auf jeden Fall war der Buchautor der erste Mann, den sie seit Jahren aufrichtig liebte, Rick war nicht nur ihr Berater und Partner bei der Arbeit, sondern auch ihr mit Abstand allerbester Freund, neben Lanie natürlich, aber vor allem war er derjenige, dem ihr Herz und ihre Liebe gehörte und zweifelsfrei auch für immer gehören würde.

Mit ihm konnte sie sich zum ersten Mal, seit einer gefühlten halben Ewigkeit, endlich wieder vorstellen irgendwann einmal zu heiraten und eine eigene Familie zu gründen, etwas, wovon sie schon als junges Mädchen geträumt und was sie auch immer fest vorgehabt hatte zu tun, bis ihre Mutter gewaltsam aus ihrem Leben gerissen worden war, aber heute war dieser Wunsch wieder genauso stark wie er es zuletzt zu ihren Teenagerzeiten gewesen war, kein anderer Mann, außer Castle, war jemals dazu in der Lage gewesen, diesen Kindheitstraum, der jahrelang tief in ihr geschlummert hatte, wieder neu zu erwecken.
   
„Also, ich muss schon ganz ehrlich sagen, Kate: Dein Castle ist echt ein Goldstück. Ich habe selten einen Mann gesehen, der so toll mit Kindern umgehen kann, wie er“, meinte Sophia im nächsten Moment zu ihrer jüngeren Cousine, nachdem sie einen Schluck von ihrem Kaffee genommen hatte und während sie, genauso wie die Polizistin auch, weiter mit großer Zufriedenheit und Begeisterung dabei zusahen, wie der inoffizielle NYPD-Berater fröhlich und ausgelassen mit den beiden Kids spielte.

„Er ist nicht mein Castle, Sophia“, machte Beckett ihrer Verwandten unverzüglich klar, dass Rick weder ihr Eigentum war, noch sonst irgendwie ihr gehörte, auch wenn sie ihr liebend gerne das genaue Gegenteil davon gesagt hätte, aber leider war er nun einmal, genauso wie sie auch, ein freier Mensch und niemandes Besitztum, die Zeiten, in denen Menschen anderen Leuten gehörten, waren ja zum Glück längst vorbei und selbst wenn nicht, dann wäre es viel mehr so, dass sie ihm gehören würde und nicht umgekehrt.

Wobei sie, wenn sie ganz ehrlich zu sich war, im Grunde auch nichts dagegen hätte, wenn sie tatsächlich ihm gehören würde, zwar befanden sie sich mittlerweile im 21. Jahrhundert, was auch gut war und eigentlich war auch sie der dominante Part von ihnen beiden, aber allein schon die rein bildliche Vorstellung davon, wie Castle sie dominierte, vorzugsweise natürlich in einem Bett, ließ ihr regelrecht das Wasser im Munde zusammen laufen und machte sie nur noch schärfer auf ihn, als sie es eh schon war.
   
„Castle ist mein Partner und auch ein wirklich sehr guter Freund, aber mehr auch nicht“, wiederholte sie als nächstes in etwa dieselben Worte, die sie schon einmal zu ihrer lieben Cousine gesagt hatte und zwar, als diese vor ein paar Tagen auf dem Revier erschienen war und sie gefragt hatte, ob der Writer ihr fester Freund wäre, aber sie war Sophia keinesfalls böse deswegen, denn schließlich war sie ja nicht die erste Person, die sie und Rick zusammen sah, daraus die falsche Schlussfolgerung zog und annahm, dass sie beide ein Paar waren.

Zwar tat es ihr natürlich schon ein wenig oder gar ziemlich weh, ihre Cousine, die ja keinerlei böse Absichten hegte, so dermaßen an zu lügen, aber sie konnte ihr einfach unmöglich die Wahrheit sagen und Sophia gegenüber offen zugeben, dass sie Rick heiß und innig liebte und sich nichts sehnlicher wünschte, als mit ihm den Rest ihres Lebens zu verbringen, sie würde es zwar wirklich gerne tun, konnte es aber, wie bereits gesagt, einfach nicht, jedenfalls noch nicht, nicht bevor sie nicht endlich dazu bereit war, sich selbst ihre wahren Gefühle für Castle ein zu gestehen.

Die emotionale Situation, in der sie sich befand, war ja auch wirklich schier zum Verzweifeln, einerseits wusste sie hundertprozentig, dass sie den Schriftsteller über alles liebte, andererseits war sie zum jetzigen Zeitpunkt jedoch noch nicht dazu in der Lage, dies auch voll und ganz zu realisieren, geschweige denn ihren Gefühlen entsprechend zu handeln, aber sie hoffte natürlich sehr, dass sie in naher Zukunft endlich so weit sein würde, denn es wäre einfach nicht fair von ihr, ihren Angebeteten ewig im Unklaren zu lassen.

Außerdem wollte sie natürlich keinesfalls Gefahr laufen, ihn möglicherweise noch an irgendeine andere Frau zu verlieren, schließlich wusste sie ja nur allzu gut, wie beliebt Castle, der sich selbst als robust gut aussehend bezeichnete, bei der Damenwelt war, was sich bei jeder einzelnen seiner Signierstunden und Buchpartys auch mehr als deutlich zeigte, denn jedes Mal aufs Neue standen die Frauen sprichwörtlich Schlange, um ein Autogramm von ihm zu bekommen und meistens auch in der Hoffnung auf weit mehr als nur das.
   
„Nun, wenn das so ist, dann würde ich an deiner Stelle lieber schleunigst dafür sorgen, dass sich das ändert, bevor es zu spät ist“, erschien es für Kate tatsächlich fast so, als hätte Sophia ihre Gedanken gelesen, als Besagte dies zu ihr sagte und am Klang der Stimme ihrer Cousine war auch klar zu hören, dass diese ganz offensichtlich nicht verstand, warum sie sich Rick nicht schon längst geschnappt hatte, zumal für ihre Gesprächspartnerin bestimmt glasklar zu erkennen war, dass sie an ihrem Partner nicht gerade uninteressiert war.

„Ich meine, er sieht ziemlich gut aus, ist attraktiv, sehr sympathisch, humorvoll, wohlhabend und kann außerdem wunderbar mit Kindern umgehen“, zählte die 38-jährige Sekretärin, Ehefrau und Mutter aus Chicago die Eigenschaften auf, die sie, obwohl sie Castle erst seit wenigen Tagen kannte, trotzdem bei diesem feststellen konnte und die Besagten, in ihren Augen, aufgrund dessen zu einem richtig guten Fang machten, einem echten Traummann eben, nach dem sich bestimmt jede Menge Frauen regelrecht die Finger leckten.

Und gerade diese Tatsache ließ sie nur noch weniger verstehen, wieso Kate sich ihren charmanten Berater nicht bereits unter den Nagel gerissen hatte, sondern offenbar stattdessen lieber Gefahr lief, ihn sich von einer anderen Frau vor der Nase wegschnappen zu lassen, schließlich war ihre Cousine noch nie ein zögerlicher Mensch, im Gegenteil, sie war schon immer jemand gewesen, der bzw. die ganz genau wusste, was sie wollte und die auch stets dazu bereit war alles zu tun, um das, was sie wollte, auch zu bekommen.
   
„Wenn er Dir so wahnsinnig gut gefällt, dann nimm Du ihn doch“, hatte der Detektive so langsam genug davon, sich anhören zu müssen, wie ihre verheiratete Cousine ihr geradezu von ihrem Partner, in den sie ja, wie bereits erwähnt, zwar heimlich, aber dennoch schwer verliebt war, vorschwärmte, wie so ein blutjunges High-School-Mädchen, das ihrer besten Freundin gerade von dem Jungen erzählte, in den sie frisch verknallt war, was ihr einen kleinen, schmerzhaften Stich ins Herz versetzte.

Zumal die liebe Sophia sich ihre ganze Schwärmerei auch getrost hätte sparen können, denn schließlich wusste sie ja selber nur allzu gut, was für ein wundervoller Mann der Autor war und was für ein riesen Glück sie hatte, ihn als ihren loyalen, sowie mutigen Kumpel bei der täglichen und nicht selten auch sehr gefährlichen Jagd nach Mördern, aber ihn natürlich vor allem als ihren allerbesten Freund zu haben, der immer für sie da war, ihr stets zuhörte, wenn sie Sorgen oder Probleme hatte und der ihr auch bereits mehrere Male das Leben rettete.

„Das würde ich ja auch gerne, Du ahnst ja gar nicht, wie gerne. Aber leider, leider bin ich schon verheiratet“, wollte Sophia ihre Cousine mit ihrer ganzen Schwärmerei zwar eigentlich nur ein bisschen ärgern und damit auch versuchen, sie aus der Reserve zu locken, aber wenn sie ganz ehrlich zu sich selbst war, dann war sie, obwohl sie verheiratet war und ihren Mann auch wirklich sehr liebte, dennoch schon ein klein wenig enttäuscht darüber, dass sie bereits fest vergeben und Castle für sie somit absolut tabu war.

„Hör zu, Kate: Nur weil ich glücklich verheiratet bin und somit keinerlei Bedrohung für dich da stelle, heißt das noch lange nicht, dass das immer so sein wird. Irgendwann wird eine Frau auf der Bildfläche erscheinen, die, ganz im Gegensatz zu mir, nicht vergeben, dafür aber wahrscheinlich sehr an deinem Schriftsteller interessiert sein wird. Und wenn dieser Zeitpunkt gekommen ist, wirst Du Dich wohl oder übel entscheiden müssen, ganz egal, ob Du nun dazu bereit bist oder nicht.“

Startete Sophia den Versuch ihrer geliebten, wenn auch offenbar blinden Cousine, die für sie schon immer fast so etwas wie eine kleine Schwester gewesen war, die Augen zu öffnen, sie hoffentlich erkennen zu lassen, was sie an ihrem smarten Berater hatte und sie dazu zu bringen, mit ihm zusammen zu kommen, bevor es eines Tages für sie womöglich zu sein könnte, wobei sie sich ganz sicher war, dass dieser von ihr vorhergesagte Tag wahrscheinlich sehr viel früher kommen würde, als es Kate lieb sein würde.

„Du wirst Dich dann nämlich unweigerlich entscheiden müssen, ob Du stumm da sitzen und tatenlos dabei zusehen willst, wie eine andere Frau ihn Dir weg nimmt oder ob Du deiner Rivalin stattdessen die Stirn bieten und um Castle kämpfen willst. Ich weiß natürlich, dass ich Dir nichts vorschreiben kann und das will ich auch gar nicht, aber ich möchte Dir trotzdem zumindest den gut gemeinten Rat geben, es am besten gar nicht erst so weit kommen zu lassen und stattdessen einfach mal vollkommen ehrlich zu Dir selbst zu sein.

„Ich bitte Dich hiermit inständig: Sei endlich ehrlich mit Dir, Kate und sei vor allem ehrlich im Bezug auf deine Gefühle. Ich kann ja durchaus verstehen, dass Du unsicher bist, weil er ein reicher und berühmter Bestsellerautor ist und Du nur eine einfache Polizistin. Und ich kann auch verstehen, dass Du Angst davor hast verletzt zu werden. Aber Du darfst Dir von deiner Unsicherheit und deiner Angst dennoch nicht dein ganzes, weiteres Leben dirigieren lassen, Du wirst es ansonsten nämlich früher oder später zutiefst bereuen.

Und glaub mir bitte auch, wenn ich Dir sage, dass das mit Abstand Letzte, was Du mit deinem ständigen Zögern riskieren willst ist, irgendwann auf dein Leben zurück zu blicken und Dir immer wieder „Hätte ich doch nur“ zu sagen. Schon meine Großmutter selig hat immer gesagt: Nur wer mutig genug ist, etwas zu riskieren, wird am Ende auch glücklich sein können“, mit diesen Worten beendete die liebe Sophia ihre Ansprache, in der zwar stillen, aber dennoch inständigen Hoffnung, ihre werte Cousine mit dieser dazu bewegen zu können, im Bezug auf Castle und ihre Gefühle für ihn endlich einmal tätig zu werden.

„Ich werde mein Bestes tun“, war alles, was die Ermittlerin auf diesen ziemlich ausführlichen Ratschlag ihrer Cousine hin erwiderte und obwohl sie solche Ratschläger normalerweise nur sehr ungerne von jemanden entgegen nahm und in der Regel auch nur extrem selten, bis überhaupt gar nicht in die Tat umsetzte, beschloss sie sich zumindest diesen einen Ratschlag ausnahmsweise einmal zu Herzen zu nehmen und das tat sie aber auch nur deswegen, weil er von Sophia kam, die für sie schon immer die große Schwester gewesen war, die sie leider nie wirklich hatte.

Von ihrer „Liebesberaterin“ erhielt Beckett daraufhin ein anerkennendes Lächeln, sowie ein knappes Nicken, das gleich zwei Bedeutungen innehatte, zum einen nämlich „Das freut mich sehr zu hören“ und zum anderen „Na, das will ich aber auch schwer hoffen“, nicht wissend, dass ihre Cousine tatsächlich den eisernen Entschluss gefasst hatte, ihren feigen Arsch endlich in Bewegung zu setzen und alles zu tun, was sie überhaupt nur tun konnte, um das zu bekommen, was sie schon so unglaublich lange haben wollte und zwar Rick Castle, der Mann ihres Herzens und die Liebe ihres Lebens.

Besagter winkte ihr und Sophia im nächsten Augenblick von einem Klettergerüst aus freudig lächelnd zu, ebenso wie Julian und Fiona, die zwei Frauen winkten natürlich sofort zurück, ebenfalls mit einem breiten Lächeln und während ihr Berater sich gemeinsam mit den beiden Kids anschließend wieder dem Spielen zuwendeten, überlegte Kate derweil bereits fieberhaft, wann und vor allem wie sie Rick sagen könnte, dass sie ihn liebte, doch ganz egal, wie auch immer sie es machen würde, tun würde sie es auf jeden Fall.

Denn wie ihre Cousine bzw. deren Großmutter schon selber weise sagte: Man muss mutig sein, um am Ende glücklich sein zu können und genauso würde sie es auch machen, sie würde mutig sein, ihm ihre Liebe gestehen und dann einfach das Beste hoffen und selbst wenn ihre Hoffnung schlussendlich enttäuscht werden sollte, dann würde sie immerhin sich und auch jedem anderen guten Gewissens sagen können, dass sie nach langer Zeit endlich mal wieder Mut gezeigt hatte und ein Risiko eingegangen war.

Wobei der Einsatz bei der ganzen Sache, nicht zu vergessen, nichts geringeres als ihr kostbares Herz war und der Ausgang der Geschichte über den gesamten, weiteren Verlauf ihres Lebens entscheiden würde, darüber, ob sie dies nun in totalem Glück verbringen wird, in Liebe mit ihrem Traummann vereint oder todtraurig und mutterseelenallein.

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Da es für meine Begriffe schon recht spät ist, ihr vom Lesen vielleicht ein wenig erschöpft seid und außerdem bestimmt eine arbeitsreiche Woche vor euch habt, möchte ich euch, freundlich und zuvorkommend wie ich nun einmal bin, natürlich nicht mit unnötig langem Gerede langweilen oder euch womöglich sogar noch zusätzlich ermüden, stattdessen werde ich mich heute ausnahmsweise einmal kurz und bündig fassen:

A: Ich hoffe, genauso wie immer, wirklich sehr, dass es euch gefallen hat.

B: Ich freue mich, ebenfalls wie üblich, schon riesig auf eure diesmaligen Reviews.

C: Ich wünsche euch alles Gute, viel Glück und Gesundheit, bis es weitergeht.

D: Tschüss, bis die Tage, euer Ahadi.
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