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Castle & Beckett - Partner und Freunde fürs Leben

von Ahadi
SammlungFreundschaft, Liebesgeschichte / P16 / Gen
Kate Beckett Richard Castle
30.10.2019
10.12.2020
50
162.835
6
Alle Kapitel
164 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
11.01.2020 3.695
 
Servus, meine sehr verehrte Fangemeinde.

Bevor es los gleich geht möchte ich mich, genauso wie immer und wie ich es mir inzwischen nun einmal zur Gewohnheit gemacht habe, so selbstverständlich auch dieses Mal nochmal vielmals bei den Lesern unter euch bedanken, die mir zum vorherigen Teil ein Review gaben, darunter Lary29 und JohannaJames und vorab auch schon mal bei denen, die es noch tun werden.

Tja und da ich euch natürlich nicht länger als unbedingt nötig hinhalten möchte, indem ich euch unnützerweise zulabere und somit Gefahr laufe, euch womöglich noch zu Tode zu langweilen, gebe ich euch hiermit auch schon grünes Licht, also macht es euch bitte bequem und lest euch einfach mal in die nagelneue Materie ein, viel Vergnügen dabei!

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„Du Kate, darf ich Dir eine Frage stellen?“, fragte der erfolgreiche, weltberühmte Krimiautor und inoffizielle Polizeiberater Richard Castle an seine mittlerweile langjährige Muse, Partnerin, gute Freundin und heimliche Herzensdame, den NYPD-Detektive Katherine Beckett gewandt, die neben ihm an ihrem Schreibtisch saß und zwar fleißig, jedoch mit herzlich wenig Begeisterung, den anliegenden Papierkram bearbeitete.

„Sicher“, antwortete die angesprochene Brünette ihm, ohne dabei von dem Bericht, der vor ihr auf der Schreibtischplatte lag und den sie gerade ausfüllte, auf zu sehen und obwohl es ihr weder an ihrer Tonlage, noch irgendwie anders an zu merken war, so war sie insgeheim trotzdem neugierig und gespannt zugleich, was für eine Frage er ihr wohl stellen würde, beschloss aber geduldig ab zu warten, da sie es ja eh gleich erfahren würde.

„Wer ist eigentlich dein Lieblingskollege?“, rückte er daraufhin schließlich mit der Frage heraus, wegen der er sie so eben gerade gefragt hatte, ob er ihr Besagte denn stellen durfte oder nicht, zwar war es für gewöhnlich nicht seine Art das zu tun, normalerweise fragte er einfach so drauf los, ohne sie extra groß um Erlaubnis zu bitten und sich bei ihr quasi eine Genehmigung dafür ein zu holen, aber in diesem Fall machte er halt eine Ausnahme.

Und ihre Reaktion auf diese völlig unerwartete und ziemlich merkwürdige Frage sollte auch schon sogleich sprichwörtlich auf dem Fuße folgen, denn kaum hatte er zu Ende gesprochen, da stoppte sie auch schon abrupt in ihrem Tun, sah von dem Bericht vor ihr auf, blickte ihn an und bedachte ihn mit einem Gesichts- bzw. Augenausdruck, als wäre er gerade eben von irgendeinem fremden Planeten hier her gebeamt worden.

„Wie bitte?“, wollte die erfahrene Mordermittlerin, obwohl sie sich hundertprozentig sicher war, dass sie sich so eben gerade keineswegs verhört hatte, ihren Ohren trotzdem nicht so wirklich trauen und glaubte seine Frage doch irgendwie falsch verstanden zu haben, während sie ihn weiter ansah, als würde er nicht von der Erde, sondern stattdessen aus einer weit entfernten Galaxis stammen, was dem aufmerksam Autor natürlich mitnichten entging.

„Wen von uns hast Du am liebsten? Mich oder die Jungs?“, konnte er ihr Verwirrung natürlich sehr gut nachvollziehen, schließlich hatte er sie mit dieser Frage, die gar nicht unerwarteter und ungewöhnlicher hätte sein können, mächtig überrascht und zugleich überrumpelt, er hätte ihr jede mögliche Frage stellen können, aber er stellte ihr ganz offenbar die Einzige gestellt, mit der sie anscheinend niemals gerechnet hatte.

„Dürfte ich erfahren, warum Du mich das fragst?“, verspürte Beckett, bevor sie näher auf das Thema einging, zunächst einmal das dringende Bedürfnis von ihm zu erfahren, warum er ihr ausgerechnet diese eine, sehr spezielle Frage stellte, schließlich tat er das ja garantiert nicht einfach nur so aus Jux und Dollerei, sondern aus einem ganz bestimmten Grund und sie, als diejenige, der die Frage galt, hatte ja wohl jedes Recht diesen zu erfahren.

„Na ja, weißt Du, ich habe in den letzten Tagen sehr viel über uns nachgedacht. Mit uns meine ich mich, Dich, die Jungs und unsere Arbeit gemeinsam als Team. Und während ich so überlegte, ist mir halt die Frage in den Sinn gekommen, wer von uns dreien wohl dein Lieblingskollege ist“, begann er, wie von ihr freundlich dazu aufgefordert, damit sie über den Grund für seine Frage, die ja nun wirklich keinesfalls alltäglich war, auf zu klären.

„Ich weiß natürlich, dass ihr mich hier im Revier mittlerweile voll und ganz akzeptiert und sowohl als Teil des Teams, als auch als Einen von euch anerkannt habt. Und dafür bin ich euch auch wirklich unglaublich dankbar, aber ich würde trotzdem gerne wissen, wen von uns dreien Du am liebsten hast“, erklärte er ihr weiter, wobei, während er sprach, das große, unsichtbare Fragezeichen über ihrem Kopf zunehmend verschwand, bis es schließlich komplett weg war und stattdessen einem Ausrufezeichen Platz machte.

„Okay“, ließ sie ihn mit dieser einsilbrigen Äußerung, in Verbindung mit einem kaum merklichen Nicken wissen, dass sie eine Erklärung verstanden hatte, auch wenn ihr nicht so ganz klar war, warum es ihm so wichtig zu sein schien von ihr zu erfahren, wer von den Jungs ihr Liebling war, sie wusste nicht, ob es sich dabei nun einfach nur um reine Neugier oder eine abgedrehte Form von Konkurrenzdenken handelte.

Zwar wusste sie, dass die drei Herren dicke Kumpels waren, aber das änderte natürlich trotzdem nichts an der unwiderlegbaren Tatsache, dass sie immer noch Männer waren und Männer hatten ja bekanntlich nun einmal die Angewohnheit bei jeder sich bietenden Gelegenheit miteinander zu konkurrieren und diesbezüglich bildeten Castle, Ryan und Esposito auch keine Ausnahme, ganz im Gegenteil, die drei wetteiferten, wann und wo sie nur konnten.

Erst vor wenigen Tagen hatten sie abends nach Feierabend, in ihrer Stammbar „The Old Haunt“ mit- bzw. gegeneinander um die Wette getrunken, während sie und ihre beste Freundin Lanie zwar sehr gespannt, aber dennoch kopfschüttelnd daneben gesessen und den Herren der Schöpfung dabei zugesehen hatten, wie sie ein Bier nach dem anderen in sich hinein gekippt hatten, bis sie irgendwann schließlich nicht mehr konnten.

Ihr werter Berater war hinterher so betrunken gewesen, dass er zwar noch aufrecht stehen und auch noch halbwegs gehen konnte, jedoch nicht mehr dazu in der Lage war alleine den Heimweg an treten zu können und so kam es, dass sie ihn nach Hause bringen musste, was sich für sie als ziemlich amüsant herausstellen sollte, da der liebe Writerboy besoffen noch lustiger war, als er es im nüchternen Zustand ohnehin schon war.

Und obwohl ihr die vielen anzüglichen Bemerkungen und Sprüche, die er los ließ, während sie ihn heim brachte, schon ein wenig unangenehm waren, weil diese nicht so subtil waren wie normalerweise, fand sie seine direkte Art und Weise, so merkwürdig sich das vielleicht auch anhören mag, trotzdem schon ein bisschen heiß, sie würde es zwar niemals offen zugeben, aber insgeheim mochte sie den kleinen Playboy in ihm schon sehr.

„Ja? Und?“, wurde sie von dem Schriftsteller ruckartig aus ihren Gedanken gerissen und wieder zurück ins Hier und Jetzt geholt, jedoch wusste die Polizistin nicht so recht, was sie Castle sagen sollte, dieser wartete derweil immer noch auf eine zufrieden stellende Antwort auf seine Frage und sah seine Muse auch dementsprechend abwartend und erwartend zugleich an, was dieser nicht gerade dabei half eine Antwort zu finden, sondern stattdessen viel mehr das genaue Gegenteil davon bewirkte.

„Und was?“, hoffte sie darauf, dass, wenn sie so tat, als wüsste sie nicht, wovon er sprach bzw. was er von ihr wollte, er dann vielleicht nicht länger auf eine Antwort von ihr pochen und aufgeben würde, allerdings ahnte sie jetzt schon, dass sie damit keinen Erfolg haben würde, denn sie wusste ja schließlich ganz genau, wie unfassbar stur er sein konnte, in dieser Hinsicht waren sie beide sich wirklich verdammt ähnlich.

„Wie lautet deine Antwort?“, wusste er nicht so recht, ob sie ihn jetzt bloß veräppeln wollte, indem sie so tat, als hätte sie nicht die geringste Ahnung, wovon er redetet oder ob sie tatsächlich schon nicht mehr wusste, was er sie gerade eben gefragt hatte, was er jedoch stark bezweifelte, schließlich war sie ja kein kleines Dummchen, sondern eine sehr clevere Frau, eine, wenn nicht sogar die cleverste Frau, die er jemals in seinem Leben getroffen hatte.

Dem weiblichen Detektive wurde klar, dass sie sagen und tun könnte, was sie wollte, sie würde trotz allem nicht um eine Antwort herum kommen können, wobei sie im Bezug auf diese natürlich absolut ehrlich zu ihm sein würde, denn sie hatte in den ganzen Jahren, in denen sie mittlerweile zusammen arbeiteten und miteinander befreundet waren, einmal den unglaublich großen Fehler gemacht ihn an zu lügen, es hinterher zutiefst bereut und sich selbst hoch und heilig geschworen, nie wieder eine solche Dummheit zu begehen.

Aber just in der Sekunde, in der sie gerade ihren Mund öffnen wollte, um ihm zu antworten, klingelte ihr Telefon und sie konnte anhand der Rufnummer sofort erkennen, dass es die Zentrale war, wahrscheinlich hatte es irgendwo in der Stadt einen Mord gegeben, über den sie jetzt informiert werden sollte und sie wusste nicht so wirklich, ob sie über den Anruf nun glücklich oder eher traurig sein sollte, sie dachte aber nicht groß darüber nach, sondern hob stattdessen den Hörer ab und nahm somit den Anruf schließlich entgegen.

„Beckett“ meldete sie sich wie üblich bei der Person am anderen Ende der Leitung, bei der es sich tatsächlich um einen ihrer Kollegen von der Zentrale handelte, der sie darüber informierte, dass im Central Park eine Leiche gefunden wurde, was für sie und ihr Team einen neuen Mordfall bedeutete, den es für sie zu bearbeiten und zu lösen galt, was sie, nachdem sie das Telefonat wenige Sekunden später beendet hatte, den anderen auch mitteilte, woraufhin die vier Verbrechensbekämpfer sich schnurstracks auf den Weg zum Tatort machten.

Unterwegs entschuldigte sich Kate bei ihrem Partner dafür, dass er von ihr nicht seine heiß ersehnte Antwort bekommen hatte, er winkte daraufhin ab und gab ihr aufrichtig zu verstehen, dass er ihr deswegen keinesfalls böse war, schließlich konnte sie ja nichts dafür, dass der Anruf von der Zentrale ausgerechnet dann kam, als sie ihm antworten wollte und die zwei einigten sich darauf ihr Gespräch einfach später fort zu setzen, sobald der Fall gelöst und der Mörder hinter Gitter war.

Vier Tage später…

Es war kurz nach 18 Uhr, sprich Dienstschluss, als Beckett im Pausenraum vor der edlen und teuren Espressomaschine stand, die Castle gleich zu Beginn seiner Kooperation mit dem NYPD speziell für das Morddezernat gekauft hatte, als kleines Dankeschön dafür, dass die Cops ihn so herzlich bei sich im Revier auf genommen hatten, wobei dies zwar auf alle anderen Kollegen, jedoch nicht auf sie persönlich zutraf.

Denn sie hatte den Writer ganz zu Anfang ihrer Zusammenarbeit, die ihrerseits zunächst eher unfreiwillig und erzwungen war, nicht gerade besonders nett behandelt, zum einen deshalb, weil er ihr mit seiner unreifen und kindischen Art mächtig auf die Nerven gegangen war und zum anderen, weil sie ihn damals noch für einen herzlosen Playboy gehalten hatte, was sich später aber als gewaltiger Irrtum herausstellen und ihr hinterher auch wirklich furchtbar leid tun sollte, selbst heute hatte sie deswegen noch ein schlechtes Gewissen.

Sie war gerade dabei sich einen Kaffee zu zubereiten und zwar genauso, wie Rick es ihr erst vor ein paar Tagen gezeigt hatte und versuchte möglichst keine Fehler zu machen, scheiterte jedoch kläglich, denn sie hatte leider das große Pech einen falschen Knopf zu betätigen und war, ehe sie sich versah, auch schon in weißen, heißen Dampf gehüllt, den sie auch sogleich verzweifelt ein zu dämmen versuchte, was ihr allerdings ebenfalls nicht gelingen sollte.

Plötzlich tauchte wie aus dem Nichts ein Finger auf, der auf einen der vielen Knöpfe der Espressomaschine drückte und damit den unaufhörlichen Dampfausfluss, wie von Zauberhand, augenblicklich stoppte und sobald sie schließlich nicht mehr in den dichten, weißen Nebel gehüllt war, spürte sie auch schon die Präsenz einer Person hinter sich, von der sie ganz stark annahm, dass es sich dabei um Castle handelte.

„Du weißt doch, Kate, wenn Du einen Kaffee haben möchtest, brauchst Du mir nur einen Ton zu sagen“, sollte sich ihr Verdacht auch tatsächlich bestätigen, als sie die für sie absolut unverwechselbare und wohl vertraute Stimme ihres Beraters vernahm, dessen warmer Atem ihr Ohr streifte, ihr damit eine ungeheure Gänsehaut bescherte, er stand so dicht hinter ihr, dass sie sich problemlos an ihn anlehnen könnte und sie verspürte den Wunsch, dass er einfach seine Arme um sie legen und sie ganz fest an sich drücken würde.

„Ich weiß. Aber ich wollte es einfach mal versuchen. Schließlich kannst Du ja nicht immer da sein, um mir einen Kaffee zu machen“, war ihr natürlich vollkommen klar, dass sie ihm nur ein einziges Wort zu sagen brauchte, damit er ihr einen Kaffee zauberte, allerdings war der Romanautor ja auch immer wieder mal auf Reisen und stand somit nicht 365 Tage im Jahr für sie zur Verfügung, weswegen sie dazu in der Lage sein wollte, sich auch mal selber einen Kaffee machen zu können.

„Mach Dir keine Sorgen. Ich werde das nächste Mal, wenn ich auf Buchtour bin, einfach jemanden engagieren, der Dir Kaffee macht“, erwiderte er und nahm sich ernsthaft vor, wenn er das nächste Mal auf Reisen war jemanden damit zu beauftragen, seiner Partnerin ihre tägliche Ration an Koffein zukommen zu lassen, wobei er diesen verantwortungsvollen Auftraf auf jeden Fall einer Frau geben würde, um zu verhindern, dass sein Ersatzmann ihm womöglich noch seine Traumfrau abspenstig machte.

„Ich werde darüber nachdenken“, fand sie seine Idee, wenn sie ganz ehrlich zu sich selbst war, gar nicht mal so schlecht und beschloss ernsthaft darüber nach zu denken, ob sie es nicht vielleicht auch tatsächlich genauso machen würde, wenn er das nächste Mal zu einer Buchtour aufbrach, aber bevor sie das tun würde, brauchte sie jetzt erst einmal einen ordentlichen Kaffee, vorher würde sie nämlich rein gar nichts tun.

Und nur wenige Minuten später, da hielt sie auch schon das gewünschte und dringend benötigte Heißgetränk in ihren Händen, mit sehr viel Geschick und Liebe von Rick hergestellt, welcher der mit Abstand beste Partner war, den sie in ihrer gesamten Laufbahn als Polizistin je hatte und auch jemals haben würde und der, neben der Gerichtsmedizinerin Lanie, auch ihr allerbester und treuester Freund war und es auch immer sein würde.

„Wir müssen übrigens noch unser Gespräch, von vor ein paar Tagen fortsetzen“, erinnerte er sie im nächsten Moment daran, dass sie sich vor vier Tagen, während ihrer gemeinsamen Fahrt zum Tatort darauf geeinigt hatten, ihr angefangenes Gespräch fort zu setzen, sobald sie den Fall abgeschlossen hatten, was sie vor ein paar Stunden auch taten, sodass der geplanten Fortsetzung ihres Gesprächs nun ja eigentlich nichts mehr im Wege stand.

„Ich meine, wir müssen nicht unbedingt, wenn Du nicht willst“, setzte er dies sogleich noch hinten dran, als ihm auffiel, wie er sich ihr gegenüber so eben ausgedrückt hatte, er hatte Angst, dass sich seine Aussage für sie möglicherweise wie ein Befehl angehört haben könnte und das sie dachte, er würde glauben, ihr irgendetwas befehlen zu können, war natürlich das Letzte, was er wollte, denn das würde nichts anderes als Streit bedeuten.

„Nein, nein, ist schon okay, Rick, ich möchte Dir antworten“, entgegnete sie und legte ihre rechte Hand an seinen linken Oberarm und schenkte ihm zusätzlich ein kleines, sanftes Lächeln, um ihn zu beruhigen, denn sie wollte natürlich keinesfalls, dass er sich irgendwie schlecht fühlte, nur weil er sie, freundlich wie er nun einmal war, daran erinnert hatte, dass es da ja noch ein Gespräch gab, das sie Tage zuvor leider unterbrechen mussten und das es für sie jetzt endlich zu beenden galt.

„Und wie lautet deine Antwort?“, fragte er sie daraufhin und hoffte, genauso wie er es bereits vor vier Tagen tat, so natürlich auch jetzt inständig, dass ihre Antwort zu seiner Zufriedenheit ausfallen würde, sprich, dass sie ihm sagen würde, dass er ihr Lieblingskollege war und nicht die Jungs, zwar war er sich ziemlich sicher, dass dem so war, aber er wollte trotzdem keine voreiligen Schlüsse ziehen, sondern stattdessen ihr Urteil abwarten.

„Komm schon, Kate, raus damit. Wer ist dein Favorit?“, hakte er ungeduldig, wie er nun einmal sein konnte, bei ihr nach, als er keine sofortige Antwort von ihr bekam, allerdings tat er dies nicht nur, weil er nicht abwarten konnte, bis sie ihm endlich antwortete, sondern auch, um auf diese Weise seine Unsicherheit darüber zu verbergen, ob ihre Antwort auf seine Frage denn nun zu seinen Gunsten ausfallen würde oder nicht.

„Sag mal Rick, warum bist Du eigentlich so erpicht darauf zu erfahren, wen von euch dreien ich am liebsten habe? Ist es einfach nur reine Neugierde oder ist das vielleicht irgendeine eigenartige Form von Konkurrenzkampf zwischen Dir und den Jungs?“, wollte sie, bevor sie ihm eine Antwort gab, vorher erst einmal wissen, aus welchem Grund genau er so dringend wissen wollte, ob sie nun ihn, Esposito oder Ryan als Kollegen am liebsten hatte.

„Nein Kate, ich schwöre Dir hoch und heilig, dass es keinesfalls ein Konkurrenz-Ding ist. Ich bin einfach nur neugierig, das ist alles“, antwortete er und hielt, während er sprach, so wie es sich bei einem Schwur nun einmal gehörte, den Zeige- und Mittelfinger seiner rechten Hand hoch hielt und sie außerdem anlächelte, als zusätzliche Zusicherung im Bezug auf seine Aussage, dass er sie lediglich aus purer, menschlicher Neugier fragte.

„In Ordnung. Aber Du musst mir versprechen, dass kein einziges Wort, von dem, was hier zwischen uns gesprochen wird, zu den Jungs oder sonst irgendwie nach außen dringt“, erklärte sie sich schließlich dazu einverstanden, ihm endlich seine sehnsüchtig erwartete Antwort zu geben, wollte ihm jedoch zunächst einmal das Versprechen abnehmen, dass die ganze Sache ein Geheimnis zwischen ihnen beiden blieb und das sonst niemand anders davon erfahren würde.

„Schriftsteller-Ehrenwort“, hob er bei diesen Worten nicht nur zwei Finger, sondern seine komplette rechte Hand in die Höhe und schenkte ihr erneut ein Lächeln, das auch dieses Mal als zusätzliche Untermauerung seines Schwurs an sie dienen sollte, zwar hätte er am liebsten „Pfadfinder-Ehrenwort“ gesagt, aber da er ja wusste, dass sie ganz genau wusste, dass er nie ein Pfadfinder war, hatte er sich stattdessen für diese Aussage entschieden.

„Also gut, Castle, ich sag’s Dir“, sagte sie daraufhin zu ihm und wandte ihr Augenmerk kurz von ihm ab, um sich gründlich um zu sehen und so hundertprozentig sicher zu gehen, dass auch wirklich niemand gerade in der Nähe war und sie möglicherweise hören könnte und sobald sie ihren Scan der näheren Umgebung beendet hatte, sah sie ihn anschließend wieder an und begegnete infolgedessen seinem neugierigen und ungeduldigen, sowie erwartenden Blick.

Als nächstes ging sie noch einen winzigen Schritt näher an ihn heran, damit sie nicht so laut reden musste, denn sie war jetzt lieber besonders vorsichtig, vielleicht sogar übervorsichtig, als hinterher womöglich doch noch die Nachsicht zu haben und am morgen Tag das Gesprächsthema Nummer eins auf dem gesamten Revier zu sein, schließlich war sie ein leitender Detektive und konnte, geschweige denn wollte sich eine solche Blamage von daher nicht erlauben.

„Sagen wir es mal so: Wenn ich vor Gericht aussagen müsste, wer von euch dreien mein Lieblingskollege ist, würde ich Dich auswählen, Castle“, beantwortete sie ihm schließlich, nach tagelanger Ungewissheit, wahrheitsgemäß seine Frage und erlöste ihn damit endlich von seinen unerträglichen Qualen, allerdings tat sie das erst, nachdem sie noch einmal kurz ganz tief durch geatmet hatte, um so die Spannung noch ein wenig mehr zu erhöhen und ihn gleichzeitig auch ein kleines bisschen zu ärgern.

„Wirklich?“, zweifelte er zwar natürlich keinesfalls an ihrer Ehrlichkeit ihm gegenüber, schließlich vertraute er ihr tagtäglich sein Leben an, genauso wie sie ihm das ihre, er wollte aber trotzdem auf Nummer sicher gehen und hundertprozentige Gewissheit darüber haben, dass sie das, was sie zu ihm gesagt hatte, auch tatsächlich so meinte, denn wie hieß es bekanntlich im Volksmund: „Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser“.

„Ja. Ich würde Dich wählen, Rick. Jedes Mal und egal was“, gab sie ihm nur zu gerne die zusätzliche Bestätigung, die er brauchte, da sie dieses Bedürfnis von ihm vollkommen nachvollziehen konnte, denn wenn sie an seiner Stelle wäre, dann würde sie auch ganz genau, wissen wollen, ob er seine Aussage auch wirklich so meinte, ohne das dabei auch nur ein einziger, noch so winziger Rest an Zweifel zurück blieb.

„Danke Kate, das bedeutet mir wirklich sehr viel“, lächelte er sie bei diesem Satz an, überglücklich darüber, dass er mit seiner Annahme absolut richtig lag, mit dieser so zu sagen direkt ins Schwarze getroffen hatte und er tatsächlich ihr Lieblingskollege war und gerade aufgrund der Tatsache, dass er kein Cop war, bedeutete ihm dies nur umso mehr und er konnte die Glücksgefühle, die ihn in diesem Augenblick durchströmten, gar nicht in Worte fassen.

„Immer“, gab sie als Erwiderung auf seine Danksagung, von der sie wusste, dass diese völlig aufrichtig war, wobei sie von ihm natürlich nie etwas anderes erwarten würde, ihr Codewort zurück, das bei ihnen beiden mittlerweile geläufig war und auch annähernd eine so große Bedeutung innehatte, wie ihre voran gegangene Aussage, dass er ihr Favorit war und sie wusste, ohne ihn extra fragen zu müssen, dass sie genauso sehr sein Liebling war.

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So, das Thema hätten wir damit auch geklärt, wobei ich mir zu vollen einhundert Prozent sicher bin, dass ihre Antwort auf seine Frage für euch keine allzu große Überraschung gewesen sein dürfte, schließlich ist die gute Kate ja schwer in den guten Rick verknallt, welcher somit für immer ihre Nummer eins sein wird, neben ihrem Dad meine ich natürlich.

Und es dürfte für uns eingefleischte Caskett-Fans ja wohl ebenfalls feststehen, dass Castle und Beckett, auch wenn die Original-Serie leider nicht mehr existiert und wir nur noch die DVD’s, die Bücher und natürlich unsere geliebten Fanfiktions haben, trotzdem immer noch unsere Lieblinge sind und es auch stets sein werden, für immer.

Aber jetzt genug davon, ich hoffe wie immer sehr, dass es euch auch dieses Mal gefallen hat und ich wieder jede Menge Rückmeldungen von euch bekommen werde, aber natürlich habe ich auch stets ein offenes Ohr für Kritik, Verbesserungsvorschläge etc. von eurer Seite, ganz egal, was auch immer es sein mag, das euch beschäftig, immer nur ruhig her damit.

Das nächste Kapitel dürfte, insofern mir nichts dazwischen kommen sollte und wenn natürlich auch meine Muse mitspielt, in der Mitte oder spätestens gegen Ende der kommenden Woche erscheinen und bis es weitergeht, wünsche ich euch allen noch ein schönes Rest-Wochenende, sowie einen angenehmen Start in die neue Woche und auch ansonsten alles Gute.

Tschüss, bis zum nächsten Mal, euer Ahadi.
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