Everything happens for a reason

von Leti
GeschichteDrama, Romanze / P16
Kagome Sesshoumaru
30.10.2019
10.11.2019
8
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Endlich ist es so weit und er kann die hinterlistigen Katzen bereits wittern, als wären sie zum Greifen nahe.
Nurnoch wenige Augenblicke und er würde erfahren, was diesen Abschaum dazu gebracht hat, ihn anzugreifen. Woher sie diese Überheblichkeit nahmen, auch nur anzunehmen, es mit ihm aufnehmen zu können.
Allein der Gedanke an dieses feige Schauspiel an jenem Abend, lässt seine Augen kurz rot aufleuchten und ein gefährliches Lächeln ist zu sehen, als er sich schon vorstellt, wie er sie büßen lassen wird.
Der Frieden zwischen ihm und den Pantheryokai ist nun unwiderruflich Geschichte.

In der Ferne erblickt der Daiyokai einige Zelte und er knackt schon in freudiger Erwartung seiner Genugtuung die Fingerknöchel.
Aber so sehr es ihm auch Freude bereiten wird, ihre Anzahl wieder um ein Vielfaches zu dezimieren, muss er irgendwie versuchen, in keinen Rausch zu verfallen und wenigstens einen von ihnen am Leben zu lassen, um zu erfahren, wer diesen Auftrag erteilte. Diesem wird er dann auch schon bald, freundlicherweise einen Besuch abstatten.
Denn er bezweifelt doch stark, dass die Pantherdämonen seine wahren Feinde sind.
Da hält aller Wahrscheinlichkeit nach, ein anderer die Strippen in der Hand.

Als er schon die ersten Pantherdämonen erkennen kann, stoppt er jedoch.
Unter den Gestank der Katzen, mischt sich noch ein anderer Geruch, der hier absolut nicht hineinpasst, ihm aber sehr wohlbekannt ist.
Was hat die Miko hier verloren?

>Das ergibt doch keinen Sinn. Es sei denn...< , Sesshomaru unterbricht kurz seinen Gedanken, aber es kann derzeitig nur eine Erklärung für ihn geben.
> Das Weib steckt mit ihnen zusammen<, führt er dann schließlich fort.
Aber warum sollte sie ihn dann gepflegt haben? Gehörte das alles zum Plan? Sollte dies der Fall sein, soll die Miko noch heute, mitsamt der Katzen, durch seine Hand sterben.
Er wird es herausfinden, und zwar schnellstens.
Grade möchte er die letzten Meter zum Lager hinter sich bringen, als er eine Unruhe wahrnimmt. Irgendwas hat die Pantherdämonen aufgebracht, aber da er seine Aura noch unterdrückt hat, um sie nicht vorzuwarnen, schließt er sich als Grund aus.

Er lässt seinen Blick forschend über das Lager gleiten, als er die wahrscheinliche Ursache aus einem der Zelte kommen sieht, die Miko.
In sekundenschnelle ist sie umgeben von Katzen und er sieht, wie sie sofort einen Pfeil an ihren Bogen legt und auf jemanden zu zielen scheint.
Etwas erleichtert stellt er fest, dass die Miko scheinbar nicht involviert zu seinen scheint. Diese Erleichterung macht aber schnell der Wut platz, denn nun erkennt er, auf wen die Miko, den Pfeil richtet und sein Blick färbt sich wieder rot.
"Toran:", spricht er den Namen voller Abscheu aus. Mit allem hat er gerechnet, aber nicht mit der Frau, welche er einst verschont hat. Den Fehler wird er nun beheben. Dieses Weib hat ihn zum letzten Mal zum Narren gehalten.

Der Geruch von Blut lässt ihn aber zunächst seinen Blick erneut der Miko zuwenden, welche auf ihre Knie zusammensackt und mit geweiteten Augen auf die blauhaarige gerichtet, nach vorn fällt. Hinter ihr einer der Pantheryokai, der sich nach vorn beugt und das Blut von seinem Dolch, an dem Hakama der jungen Frau abstreift.
Ihr Blick wird immer leerer, als der Yokai nun seinen Dolch wieder wegsteckt und dabei ist, es seinen Artgenossen gleichzutun, welche sich von der sterbenden Miko entfernen.

Ein unbekanntes Gefühl macht sich in ihm breit und er merkt, wie plötzlich rasende Wut die Kontrolle übernimmt.
Die folgenden Minuten nimmt er nur gedämmt wahr. Im Bruchteil einer Sekunde steht er vor dem Dämon der noch eben seinen Dolch wegsteckte.
Diesem lässt der Daiyokai keinen Raum zur Flucht, als er ihn am Hals packt und hochhebt. Rote Augen blicken in vor Angst aufgerissene Katzenaugen und ein schmerzerfüllter Schrei gesellt sich dazu, als die Hand des Daiyokais grün aufleuchtet und den strampelnden Pantherdämon langsam verätzt, bevor er ihn angewidert loslässt. Sesshomaru wendet sich nun den restlichen Dämonen zu, welche geschockt auf den Panther am Boden blicken und dann wieder zu dem Daiyokai.
Dieser steht nun in voller Größe vor ihnen, seine Krallen wie auch sein ganzer Körper angespannt und scheint auf die eine Aktion zu warten, die das letzte bisschen an Selbstbeherrschung zum Fall bringen soll.

Alles um sie herum scheint still zu stehen, bis einer der Panther schließlich die Nerven verliert und den ersten falschen Schritt macht.
Es war nicht ersichtlich, ob es ein Schritt zum Angriff oder zur Flucht werden sollte, aber es war egal, denn nun liegt er geteilt, durch Sesshomarus Energiepeitsche am Boden, was nun auch die restlichen Katzen aufwachen lässt. Nur ein Bruchteil wagt es den Daiyokai direkt anzugreifen, aber so unkoordiniert, dass er nicht Mal sein Schwert einsetzen muss, um sie zum Fall zu bringen.
Sein Blick wendet sich nun den Flüchtigen zu und er sucht nach einer ganz bestimmten Dämonin, aber kann Toran nirgends ausmachen.

Der Geruch der toten und teilweise zersetzten Panther trübt seinen Geruchssinn auch mittlerweile so stark, dass es ihm unmöglich erscheint nun ihre Witterung aufzunehmen.
Er knurrt auf bei dem Gedanken, dass ihm dieses Weib wirklich entwischt sein soll, aber da erblickt er blaue Haare, die grade in einem der Zelte verschwinden. Fast augenblicklich steht er davor und tritt lautlos ein, dieses Weib hat ihm den Rücken zugewandt, aber das soll ihn nicht stören, er wird eine Erklärung bekommen, bevor er sie ins Reich der Toten schickt.
Er lässt seine Peitsche auf sie los, welche sich um ihren Hals wickelt und er nun hören kann, wie die Dämonin versucht Worte hervor zu röcheln. In einem Ruck befördert er sie zu seinen Füßen und packt sie in den Haaren, um sie wieder aufzurichten, damit er in ihr hinterhältiges Gesicht blicken kann.

Als er ihr jedoch in die Augen blicken kann, wechselt er wütend den Griff und hält sie nun am Hals fest.
"Du bist nicht Toran.", stellt er trocken fest. Die Dämonin umfasst sein Handgelenk, als sie fleht:" Nein, ich bin nur eine einfache Dämonin die Befehle ausführt, bitte habt erbarmen."
Sesshomaru drückt noch einmal etwas fester zu und fragt kalt:" Was für Befehle?"
"Bitte, ich bekomme kaum noch Luft"
Das war nicht die Antwort, die er hören möchte, also drückt er noch etwas fester, als sie nun anscheinend doch seine Frage verstanden hat. "Wir wurden beauftragt euch zu töten. Uns wurde gesagt, es wäre ein leichter Auftrag, da ihr nicht mehr im vollem Besitz eurer Kräfte seid. Bitte ich habe doch nur meine Befehle ausgeführt, dafür könnt ihr mich doch nicht bestrafen."
Kalt blickt der Daiyokai die Dämonin an, eine Frage wäre da noch offen:" Wer hat das befohlen?"
Nach Luft ringend antwortet die Dämonin:" Ich weiß es nicht wirklich. Toran-sama hat uns nur unsere Aufträge erteilt. Oh bitte ich schwöre, ich habe keine weiteren Informationen, bitte lasst mich gehen."
Der Daiyokai glaubt der Pantheryokai und da sie so nun keinen Wert mehr für ihn hat, drückt er noch ein weiteres Mal zu und spürt schließlich das Knacken.
Leblos fällt sie zu Boden und Sesshomaru verlässt wieder das Zelt.

Natürlich ist das Lager nun leer. Die feigen Geschöpfe haben das Weite gesucht.
Sollen sie doch laufen, die Jagt wird ihm dann nur noch mehr Freude bereiten, sie können nicht ewig vor ihm fliehen und müssen sich ihrem Schicksal stellen.
Als er so über das Lager schaut, fällt ihm ein bestimmter lebloser Körper in sein Blickfeld.
Seine Schritte führen ihn zu ihr. Die Miko.

Zu seinen Füßen liegt sie nun, in ihrem eigenen Blut.
Im Gegensatz zu den Pantheryokai, welche hier verteilt liegen, erscheint ihr Tod ihm jedoch nicht egal. Es ist eigenartig, bereits als er sah, dass sie zu Boden geht, war es so, als würde sein Herz einen Moment aussetzen und nun wo sie leblos zu seinen Füßen liegt, kann er seine Gefühle erneut nicht einordnen.
Schon in der Höhle hat sie ihn dazu gebracht, dass er seine eigenen Handlungen nicht wirklich verstand. Diese Frau war wohl wirklich etwas Besonderes, erstaunlicherweise selbst für ihn. Aber die Betonung dabei liegt auf "war". Diese Frau würde ihn nun nicht mehr verwirren, also entscheidet er sich, die Suche nach Toran aufzunehmen.
Auch wenn er mit der Miko kaum etwas zu schaffen hatte, weiß er eins genau. Diese Frau hatte es noch nicht verdient zu sterben und er würde Toran dafür extra leiden lassen.
Nachdem der Daiyokai nun endlich seinen Blick von der toten Miko lösen kann und sich zum Gehen wendet, bemerkt er ein Pulsieren zu seiner linken.
"Tensaiga?", meint er überrascht zu seinem Schwert. Er hatte es vollkommen außer Acht gelassen. Natürlich könnte er der Frau eine zweite Chance geben.

Kurz zögert er, zieht dann aber doch sein Schwert und kann nun die Diener der Unterwelt erkennen, welche sich bereits an dem Körper der jungen Frau erfreuen.
Mit diesen macht er nun kurzen Prozess, steckt sein Schwert wieder zurück und wartet einen Augenblick. Als die Miko aber nicht den Anschein macht ihr Bewusstsein zurückzuerlangen, geht er in die Knie und betrachtet sie forschend.
>Warum regst du dich nicht Mädchen?<
Fragend blickt er zu Tenseiga, es ist ihm unverständlich, dass es nicht funktioniert hat. Er hat die Diener doch durchtrennt, was hindert sie daran, ihre Augen aufzuschlagen?

Doch da hört er es.
Ihren Herzschlag. Er ist zwar schwach, aber er ist da. Vermutlich hat die Miko zu viel Blut verloren, als dass sie ihr Bewusstsein, sofort wieder erlangt.
Flüchtig denkt er darüber nach, sie nun sich selbst zu überlassen, entscheidet sich dann aber doch dagegen.
Hier wollte er jedoch nicht warten, dass sie zu sich kommt. Also ringt er sich dazu durch, ihren Oberkörper vorsichtig aufzurichten, sie mit einer Hand an der Schulter leicht an sich zu drücken und mit dem anderen Arm unter ihre Knie zu gehen, um sie dann aufzunehmen und mit ihr diesen Ort zu verlassen.




Eine ganze Nacht und einen Tag lässt die junge Frau den ungeduldigen Daiyokai nun schon warten. Die Dämmerung wird schon bald erneut einsetzen und noch immer kann er nur den schwachen Herzschlag und für seinen Geschmack, zu ruhigen flachen Atem wahrnehmen.
Er hat sich dazu hinabgelassen, erneut einen Menschen zu retten, nun soll sie gefälligst auch leben und ihn nicht so lange warten lassen. Als hätte er nichts besseres zu tun, als hier über die Miko seines Halbbruders zu wachen.
Verächtliches Schnauben entkommt ihm, bei dem Gedanken an Inuyasha. Wiedermal bekommt er die Bestätigung, dass er einfach unfähig ist. Nichtmal auf sein Weib kann er aufpassen.
Vielleicht sollte er sich überlegen sie einfach mit an seinen Hof zu nehmen, wenn der Hanyou sie ja scheinbar nicht genug wertschätzt.
Auch wenn sie ein Mensch ist, könnte er vielleicht seinen Nutzen aus ihr ziehen, indem sie seine Krieger versorgen würde. Fähige Heiler kann man immer gebrauchen.
Ja, er würde ihr dieses Angebot unterbreiten, sobald sie wieder aufnahmefähig ist, beschließt er, als sein Blick auf der jungen Frau ruht.
Viel zu lang für seine Verhältnisse, betrachtet er die Miko. Im Grunde genommen, wäre es nicht einmal nötig sie überhaupt anzusehen, da ihm seine Sinne ohnehin verraten werden, wenn sich etwas an ihrem Zustand ändert.
>Was ist das bloß mit dir Miko? Hast du mich etwa auch verhext?<

"Sesshomaru?", leise und heiser vernimmt er seinen Namen. War er wieder so in Gedanken, dass er nicht mitbekam, wie sie wach wurde? Spätestens ihre braunen Augen, welche in seine goldenen blicken, verraten ihm aber das Offensichtliche.
Kagome ist wach.
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