Between x Bodies

von rivexgirl
OneshotRomanze, Schmerz/Trost / P18 Slash
Jimin Jungkook
30.10.2019
30.10.2019
1
9.705
7
Alle Kapitel
2 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
 
 
30.10.2019 9.705
 
Hallo! Danke, dass du auf diese FF geklickt hast! Ich möchte zuerst eine Warnung aussprechen für alle, die nicht mit dem Omegaverse vertraut sind: Bitte informiert euch vorher, damit ihr keine falschen Erwartungen habt und hinterher verstört seid. (lol) Ich meine es ernst.

Viel Spaß beim lesen!





-





Jimin öffnete die Tür zum Hörsaal und ließ seinen Blick über die Leute schweifen, die neuen Bücher in seinen Händen fest im Griff. Er war pünktlich zu seiner ersten Vorlesung erschienen, doch der Saal hatte sich schon mit Studenten gefüllt. Alle unterhielten sich lautstark über die Köpfe der anderen hinweg. Es waren nur noch vereinzelt Plätze frei, die nach und nach beschlagnahmt wurden. Unschlüssig lungerte er am Eingang herrum, etwas überfordert mit der Situation.

„Hey!“, hörte er plötzlich eine Stimme in seine Richtung rufen.

Jimins Augen schnellten nach links und erblickten einen jungen Mann, der in der hintersten Reihe saß und ihm wild zuwinkte. Er lächelte ihn freundlich an und deutete dann mit einer Geste auf den Stuhl neben sich. Jimin verstand sofort, dass er ihm den Platz neben sich anbot und bedankte sich schüchtern bei ihm, als er sich schließlich neben ihn setzte. Jimin fing sofort an seine Materialien für die Vorlesung auszupacken. Als er dabei war Collegeblock und Stift für Notizen bereitzulegen, bekam er erst mit, dass er von dem Mann beobachtet wurde.

„Ich glaube, wir haben uns schonmal gesehen.“, fing er an. „Warst du nicht auch bei den Einführungstagen dabei?“

„Ja, stimmt. Ich heiße Jimin.“ Er nickte und lächelte ihn vorsichtig an. „Und du bist?“

Seine Augen blitzten auf. „Jungkook! Kannst du dich wirklich nicht an mich erinnern?“

Jimin musterte Jungkook mit zusammengezogenen Augenbrauen. Er kam ihm schon irgendwie bekannt vor, aber so richtig konnte er sein Gesicht niemandem zuordnen. Sollte er ihn doch kennen, dann nicht von den Einführungstagen, es müsste schon länger her sein. Allerdings kamen ihm die großen braunen Augen und die Form seiner Nase vertraut vor.

Jungkooks Lippen verzogen sich zu seinem schiefen Lächeln und Jimin wendete vor Schüchternheit seinen Blick ab. Es war ihm peinlich, ihn so lange angestarrt zu haben.

„Wir sind zusammen zur Grundschule gegangen.“, erklärte Jungkook. „Ich weiß, es ist eine Weile her. Aber ich wusste, dass du es bist, Park Jimin!“

„Ah! Jeon Jungkook, richtig?“, Jimins Augen weiteten sich. Er hatte nicht damit gerechnet, dass er jemandem aus seiner Grundschulzeit in der Uni begegnen würde.

„Du hast dich kein bisschen verändert..“ Jungkook spielte nervös mit seinem Bleistift rum. „Aber wieso studierst du erst jetzt? Du warst damals ein paar Klassen über mir.“

Jungkook lag nicht falsch, dachte Jimin. Er hatte sich wirklich nicht sehr verändert. Jimin war früher schon klein gewesen, schmaler als die anderen und besaß insgesamt ein feminines Erscheinungsbild. Nicht, dass es Jimin störte. Doch Jungkook hingegen hatte sich sehr verändert.

Sein Blick schweifte über seinen Oberkörper. Er trug ein weißes, leicht transparentes T-Shirt und man konnte ausgeprägte Muskeln darunter erahnen. Sein Profil zeigte eine scharfe Kieferpartie und er war um einiges größer als Jimin. Seine Ohren waren durchgepierct und seine braunen Haare glänzten seidig. Jungkook hatte sich zu einem attraktiven Mann entwickelt. Er war bestimmt ein Alpha. Nicht, dass es Jimin sonderlich interessiert hätte.

„Ich habe nach meinem Abschluss eine Zeit lang als Tänzer gearbeitet, mich dann aber letztendlich doch für ein Studium entschieden.“, meinte Jimin. „Meine Freundin ist hier auch Studentin, deswegen war diese Uni meine erste Wahl.“

Jungkook nickte und seine Kiefermuskeln verzogen sich für einen kurzen Augenblick, ehe sie sich wieder entspannten.

„Achso. Cool!“


-


In den nächsten Wochen verbrachte Jimin viel Zeit mit Jungkook, da sie sich ständig auf dem Campus trafen und Jungkook immer einen Platz neben sich für Jimin in den Vorlesungen frei hielt. Er bemühte sich, ihm näher zu kommen und das ließ die alte Freundschaft zwischen ihnen neu aufflackern. Außerdem gab Jungkook ihm ein Gefühl von Sicherheit. Es war vorteilhaft, mit einem Alpha durch die Uni zu laufen. Niemand rempelte oder baggerte ihn an, wie es so oft in der Vergangenheit der Fall gewesen war.

Sie schwelgten oft in Erinnerungen an ihre Kindheit. Es war komisch für Jimin, Jungkook näher kennenzulernen, weil er ihn nur als Kind in Erinnerung hatte, doch er fand es interessant, neue Sachen über ihn zu erfahren. Er erzählte Jimin z.B, dass er auch in der weiterführenden Schule mit Taekwondo weitergemacht hatte und damals viele Preise durch Turniere gewann. Und Jimin erzählte ihm, dass er als Tänzer viel gereist war und sogar Auftritte in Europa hatte.

„Warum hast du damit aufgehört?“, fragte Jungkook ihn einmal, als sie in der Bibliothek saßen und sich langweilten. Sie waren die einzigen, die noch dort waren, denn es war schon sehr spät.

„Mh? Mit dem Tanzen?“, Jimin gähnte und blickte dann von seinem Buch auf, dass er sowieso nur halbherzig überflogen hatte.

„Ja.“, Jungkook stützte seinen Kopf auf eine Hand und sah ihn mit Bambi-Augen an. „Dir hat es doch so viel Spaß gemacht.“

Jimin klappte das Buch zu, wandte seinen Blick von Jungkook ab und suchte nach den richtigen Worten. Dann lächelte er milde.

„Weil es mir ehrlich gesagt wichtiger ist, bei den Menschen zu sein, die ich liebe.“


-


„Du hängst andauernd mit diesem Jungkook rum, kann das sein?“, fragte Mina ihren Freund, während sie zusammengekuschelt auf dem Bett in ihrer Wohnung lagen und sich gegenseitig von ihrem Tag erzählten.

Ihr Kopf lag auf Jimins Brust und sein Arm schlang sich um ihre Schultern. Mina wartete geduldig auf seine Antwort. Sie hatte seine Wärme vermisst und genoss es, bei ihm zu sein. Jimin war momentan sehr beschäftigt, was Mina verstand, da er gerade erst mit dem Studium angefangen hatte, doch Zeit für Zweisamkeit zwischen ihnen blieb auf der Strecke, was Mina nicht gefiel.

Obwohl sie sich manchmal zufällig auf dem Uni Gelände trafen, verbrachten sie die meiste Zeit getrennt und Jimin war immer in Begleitung von Jungkook, seinem neuen Freund. Es schien so, als hätten die beiden ihre eigenen Pläne, wann immer sie aufeinandertrafen und Mina vorschlug, etwas zusammen zu tun. Jimin und Sie gingen nicht mal miteinander in die Kantine um zusammen zu essen. Das ärgerte Mina sehr, doch sie wusste nicht, wie sie es ansprechen sollte.

„Mh, schon.“, stimmte Jimin ihr zu. Er fing an, ihr mit seiner freien Hand über den Bauch zu streicheln. Dann sah er seiner Freundin ins Gesicht, um darin zu lesen. „Stört dich das?“

„Nein!“, log Mina, denn es war ihr zu peinlich, ihre Eifersucht zuzugeben. „Ich frage mich nur, warum.“

„Wie meinst du das?“

„Naja, er ist ein Alpha, nicht wahr? Ich hätte irgendwie nicht gedacht, dass du dich so gut mit ihm verstehst!“

Mina kicherte, doch Jimin fand das gar nicht lustig. Er hörte auf sie zu streicheln.

„Es gibt keinen Grund nicht mit einem Alpha befreundet zu sein.“, meinte Jimin ernst.

Mina war ein unsicheres Mädchen. Das war sie schon immer gewesen. Besonders, wenn es um Jimin ging, denn die ganzen Jahre über hinweg, in denen sie miteinander ausgingen, musste sie mit ansehen wie ihm reihenweise Alphas Aufmerksamkeit schenkten.

Nicht unbedingt sexuelle, aber er entfachte großes Interesse in ihnen, wohin er auch ging. Jimin meinte immer, das wäre nur so, weil er äußerlich mehr wie ein Omega aussah und deswegen ihre Beschützerinstinkte weckte. Das stimmte wahrscheinlich auch. Schließlich hatte er noch nie eine Heat bekommen und war nicht mehr in dem Alter, in dem es normalerweise anfing.

Dennoch schien er Alphas magisch anzuziehen und das hatte sie immer gestört. Mina mochte keine Alphas. Sie war wie die meisten Menschen Beta und ekelte sich vor dem Mating und alles was dazugehörte. Omegas & Alphas waren in ihren Augen wilde Tiere, die sich nicht kontrollieren konnten. Ständig hörte man von Vergewaltigungen und ungeplanten Schwangerschaften, ausgelöst durch Ruts & Heats. Sie hätte es am liebsten, wenn es keine Alphas und Omegas gäbe. Der Gedanke, dass es eine klitzekleine Chance gab, dass Jimin vielleicht doch ein Omega war, ging ihr nicht aus dem Kopf.

Mina befreite sich aus Jimins Umarmung und richtete sich auf. Dann sah sie ihn ernst an.

„Warum hast du dich nie testen lassen?“, warf sie ihm vor.

„Mina, was ist los mit dir?“, empörte sich Jimin. „Lass das. Du weißt ich bin kein Omega und Jungkook ist nicht an mir auf diese Art interessiert. Vertraust du mir etwa nicht?“

Mina öffnete den Mund um etwas zu entgegnen, doch beließ es dann dabei, verlegen auf die Bettdecke zu starren. Sie hatte die Hände zu Fäusten geballt , aber entspannte sich schnell wieder, weil sie merkte, dass sie grade total überreagierte.

Jimins Gesichtsausdruck wurde weich und verständnisvoll. Er fuhr ihr mit einer Hand durchs Haar und strich ihr eine Strähne aus dem Gesicht.

„Mach dir keine Sorgen. Wenn du magst, können wir mal zu dritt ausgehen.“, meinte Jimin optimistisch. „ Morgen gibt ein Typ namens Jackson zufällig eine Party und Jungkook wurde eingeladen. Wollen wir auch hin?“


-


Die Party war bereits in vollem Gange als Jimin und Mina ankamen. Sie fand in der Villa einer reichen Studentenverbindung statt und obwohl die Nacht gerade erst angefangen hatte, waren die meisten Leute schon angetrunken. Es gab im Garten des Hauses ein aufblasbares Planschbecken mit Eis drin, worin Bier und Hochprozentiges zur Kühlung gelagert wurden. An alkoholischen Getränken hatte der Veranstalter definitiv nicht gespart. Gerüchten zufolge war Jackson, der Leiter der Verbindung, Sohn eines reichen Geschäftsmannes. Jimin hatte gehört, dass er es liebte, das Geld seines Vaters zu verprassen. Er besaß keinen guten Ruf. Anscheinend war Jackson ein hedonistisch veranlagter Rebell, der nichts lieber tat als jede Woche zu feiern und Omegas aufzureißen. Jimin war eigentlich nicht der Typ für diese Art von Partys, aber Jungkook wurde andauernd von irgendwelchen Mitstudenten zum Feiern überredet, weil er ein gutaussehender Alpha war und somit viele Männer und Frauen anzog. Es bot sich also an, dass sie sich hier trafen und Jimin hoffte, dass Mina ihn besser kennenlernen würde und so ihre Abneigung gegen ihn fallen ließ.

Das ganze Haus war mit Leuten gefüllt, die ausgelassen Tanzten, als gäbe es kein Morgen mehr und überall flogen Bierdeckel und Konfetti rum. Im Erdgeschoss wo am meisten los war, spielte der Dj laute Musik und in den oberen Etagen gab es Gesellschaftsräume mit Billardtischen und einer Videospielecke. Im Dachgeschoss befanden sich die Schlafzimmer, welche gerne von Alphas benutzt wurden, die einen Omega abgeschleppt hatten.

Jimin und Mina konnten Jungkook nicht gleich finden. Nachdem sie sich mehr oder weniger überall umgeschaut hatten und in ein paar Gespräche mit Kommilitonen verwickelt wurden, nahm Jimin sein Handy aus der Tasche und textete ihm, wo er sich grade befand und dass Jungkook dorthin kommen sollte.

Sie standen draußen auf der Terasse, um dem Lärm zu entkommen und damit Mina eine Zigarette rauchen konnte.

„Guck dir mal die Leute hier an, Jimin. Die Jungs sind alle nur auf das eine aus. Ich wette die meisten davon sind Alphas wie Jungkook.“, flüsterte Mina ihrem Freund ins Ohr. Sie standen neben einer Gruppe von Männern, die Mina kritisch beäugte.

„So ist das auf den meisten Partys.“, seufzte Jimin nur. „Lass uns einfach Spaß haben.“

Mina schnaufte und verschränkte die Arme ineinander.

Kurz daraufhin sah Jimin schon wie sich Jungkook mit Bierflaschen in beiden Händen durch die Leute schlängelte und als er die beiden entdeckte, breitete sich ein entschuldigendes Grinsen auf seinem Gesicht aus.

„Gut, dass ich euch endlich gefunden habe! Ich wurde von jemandem aufgehalten, sorry.“, Jungkook lachte und bot Jimin und Mina die Flaschen an. „Ein Hyung wollte mir jemanden vorstellen und das hat sich etwas hingezogen.“

Jimin bemerkte, dass Jungkook anders aussah, als sonst. Er hatte seine gelockten Haare in der Mitte gescheitelt und gestylt, was Jimin sehr gefiel. Die Frisur ließ ihn älter wirken, als er war. Normalerweise trug er seine Haare immer glatt und ins Gesicht hängend.

Jungkook öffnete sein Bier mit einem Feuerzug, legte seinen Kopf in den Nacken und nahm einen großen Schluck aus der Flasche, sodass Jimin freie Sicht auf seinen Hals und Brustbereich hatte. Das dunkle Hemd mit V-Ausschnitt stand ihm gut.

Mina beobachtete Jimin misstrauisch aus den Augenwinkeln und räusperte sich, woraufhin Jimin reagierte.

„Ah, das ist übrigens meine Freundin Mina.“, stellte Jimin seine Freundin vor. Er nahm ihre Hand in seine und Jungkook folgte der Bewegung mit seinem Blick.

„Schön, dich kennenzulernen.“, meinte Jungkook „Jimin hat mir schon viel von dir erzählt.“

„Das gleiche kann ich über dich sagen.“, erwiderte Mina kühl.

Der Alpha merkte, dass sie ihm gegenüber voreingenommen war, aber versuchte es zu überspielen.

„Na dann!“, Jungkook hob seine Flasche. „Lasst uns anstoßen! Auf einen guten Abend.“


-


Die Nacht verlief überraschenderweise ohne Reibereien zwischen den beiden, was Jimin begrüßte. Jungkook gab sich Mühe, Mina in jedes Gespräch was sie führten mit einzubeziehen. Dadurch fühlte sich Mina nicht ausgeschlossen und wurde lockerer im Umgang mit ihm. Schon bald unterlag sie seinem Charme und lachte sogar über seine dreckigen Witze. Was wohl teilweise auch an dem Alkohol lag, aber dennoch war Jimin froh, dass die beiden sich verstanden. Jungkook wusste mit ihr umzugehen. Als sie Billard spielten, gab er ihr Tipps und verhalf ihr zum Sieg, ohne dass sie merkte, dass er mit Absicht schlechter spielte. Mina warf die Arme in die Luft und jubelte. Jungkook schürzte die Lippen und seufzte theatralisch. Jimin konnte sich das lachen nicht verkneifen.

Es schien so, als hätte Mina endlich Vertrauen in ihn gefasst. Jimin war eine Person, der Harmonie sehr wichtig war und deswegen freute er sich, dass die beiden miteinander auskamen und sie zu dritt Spaß hatten.

-


Die Zeit verging und die Stimmung im Haus veränderte sich. Wie es auf Jacksons Partys üblich war, gab es an jeder Ecke hochprozentiges und einige Alphas machten sich einen Spaß daraus, Betas und Omegas abzufüllen, die alleine waren und sich nicht gegen die Überredungskünste von ihnen wehren konnten. So kam es dazu, dass Jimin andauernd Shots angeboten wurden, wenn er sich auch nur ein Stück weit von Jungkook entfernte. Dieser bekam nicht mit, dass Jimin mittlerweile sehr betrunken war, weil er selbst schon einiges intus hatte, doch es störte ihn, dass die Typen ihn nervten. Er versuchte also in Jimins Nähe zu bleiben, damit sie sich nicht trauten, ihn anzusprechen. Allerdings widersetzte sich ein Alpha Jungkooks Präsenz und fing an, ihn heftig anzuflirten. Das ging Jungkook zu weit und er verlor schließlich die Beherrschung.

„Verzieh dich.“, knurrte Jungkook in seine Richtung und zog Jimin instinktartig hinter sich. „Er ist nicht an dir interessiert, checkst du das nicht?“

Jungkook funkelte ihn herausfordernd von oben herrab an.

„So wie‘s aussieht gehört er nicht dir. Du bist also derjenige, der sich verpissen sollte.“, zischte der Alpha.

Jungkooks Miene verfinsterte sich und die Wut stand ihm ins Gesicht geschrieben. Die beiden Alphas bewegten sich keinen Millimeter und zeigten keine Regung. Absolut aufeinander fixiert lieferten sie sich ein Blickduell.

Jimin kam es so vor, als sei die Zeit stehen geblieben. Die Leute neben ihnen bemerkten langsam was vor sich ging und hörten auf zu tanzen. Die Stimmung änderte sich schlagartig von ausgelassen, zu angespannt. Die beiden Alphas erregten Aufsehen und alle warteten nur darauf, dass etwas passierte.

Jimin kannte dieses Verhalten, es war nichts neues, dass Alphas in solchen Momenten überaus streitlustig reagierten und gegenseitig ihre Dominanz zur Schau stellten, bis sich einer von beiden unterwarf. Doch er kam sich vor wie im falschen Film, denn er, Jimin, war der Grund dafür und das machte ihm plötzlich Angst.

Er klammerte sich an Jungkook und schaute sich verstohlen um. Mina saß mit einer Kommilitonin regungslos in einer Ecke, die Augen weit aufgerissen und das Glas in ihrer Hand noch in der Luft. Jimin schloss die Augen und wünschte sich, dass es nicht eskalierte.

Nach einer gefühlten Ewigkeit, senkte der Alpha schließlich den Kopf und duckte sich weg. Jungkook wartete, bis er sich verzogen hatte und atmete dann erleichtert ein und aus. Die Situation entspannte sich sofort. Die Studenten gingen wieder dem nach, womit sie aufgehört hatten, als wäre nichts passiert. Jungkook drehte sich zu Jimin um und ließ seine Finger an Jimins Unterarm zu seinem Handgelenk gleiten.

„Gehts dir gut?“, fragte Jungkook leise und sanft.

Jimin fasste sich verwirrt mit einer Hand an den Kopf. „Ich denke schon.“, murmelte er. „Mir ist nur etwas warm und ich glaube ich sollte mich hinsetzen.“

Doch dann merkte er, dass es ihm plötzlich schlechter ging und sich Übelkeit in ihm breit machte. Er gab dem Alkohol die Schuld dafür und bereute es, nicht willensstark genug gewesen zu sein, die Shots abzulehnen.

„Okay. Warte, ich helfe dir. Lass uns irgendwohin gehen, wo es ruhiger ist..“, schlug Jungkook besorgt vor und legte einen Arm um Jimins Taille um ihn zu unterstützen.

Mina kam schnellen Schrittes auf sie zugelaufen und Jimin ahnte bereits, was ihm bevorstand, doch er war jetzt absolut nicht in der Verfassung Beziehungsgespräche zu führen. Er musste dringend eine Toilette finden und sich auskotzen.

Als sie näher kam sah Mina, dass es Jimin nicht gut ging und behielt deswegen alles, was sie ihm an den Kopf werfen wollte, für sich. Sie wandte sich stattdessen Jungkook zu.

„Du kümmerst dich für mich um ihn, richtig?“ versuchte Sie cool zu klingen, doch Jimin wusste, wie schwer es ihr fiel, nicht auf der Stelle loszuheulen, als er ihren Gesichtsausdruck sah. Er fühlte einen Stich im Herzen und plötzlich kamen Schuldgefühle in ihm hoch, auch wenn er wusste, dass er nichts dafür konnte, wie sich die Situation abgespielt hatte.

„Ich gehe mit einer Freundin nach Hause. Ich habe genug für heute.“, sagte sie mit monotoner Stimme. Bemüht, nicht die Nerven zu verlieren.

„Okay, pass auf dich auf“, wisperte Jimin und Mina war die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben. Sie kehrte auf der Stelle um und verschwand in der Menge.

Jungkook brachte Jimin zum Badezimmer, wo dieser sich schließlich ins Klo übergab und beschloss dann, ihn mit zu sich ins Studentenwohnheim zu nehmen. Jimin und Minas Wohnung lag etwas weiter außerhalb und außerdem wollte er nicht, dass es zu einem Streit kam, falls sie noch wach sein sollte, wenn er wiederkam. Obwohl Jimin sich ausgekotzt hatte, ging es ihm nicht besser. Im Gegenteil, er konnte sich kaum noch auf den Beinen halten und klammerte sich an Jungkook. Manchmal laberte er wirres Zeug und Jungkook machte sich Sorgen. Weil Jimin in seinen Armen immer wieder absackte, trug er ihn auf dem Weg zurück auf dem Rücken.

In Jungkooks Zimmer angekommen, half er ihm aus den mit Kotze befleckten Klamotten und lieh ihm ein T-Shirt von sich, welches ihm zwar viel zu groß war, aber seinen Zweck erüllte. Er ließ Jimin schließlich in seinem Bett schlafen und pennte dann in dem großen Sessel neben ihn ein.

-

Am nächsten Tag wachte Jimin verkatert mit Kopfschmerzen auf und schaute sich orientierungslos im Zimmer um. Er konnte sich nicht daran erinnern, dass Jungkook ihn hierher gebracht hatte. Jimin stand auf und suchte nach ihm in der Küche und im Bad, doch er war nicht da. Er nahm sein Handy vom Nachttisch, welches Jungkook wohl dorthin gelegt hatte und sah auf die Uhr. Es war bereits 3 Uhr nachmittags, er hatte viel zu lange geschlafen. Jimin seufzte und checkte die Messenger App. Als er sah, dass Mina versucht hatte, ihn mehrere Male anzurufen, kamen Jimins Erinnerungen an gestern schlagartig zurück und seine Augen weiteten sich, als er die Nachrichten las, die sie ihm danach geschickt hatte.

Im gleichen Moment hörte er wie das Schloss der Tür sich öffnete und Jungkook das Zimmer betrat.

„Ah, du bist endlich wach!“, freute sich Jungkook, als er Jimin entdeckte. „Ich hab‘ dir was mitgebracht.“

Er deutete auf eine Tüte in seiner Hand. „Ich war in der Apotheke und habe dir was gegen Übelkeit und ein paar andere Medikamente gekauft.“, grinste er.

Jungkook kam auf Jimin zu und legte ihm die Hand auf die Stirn. „Du bist warm.“, sagte er ernst.

Jimin vermied Augenkontakt mit Jungkook, weil das, was Mina geschrieben hatte, auch ihn betraf und er nicht wusste, wie er mit ihm darüber sprechen sollte. Er war total aufgewühlt und sackte zurück aufs Bett. Seine Augen füllten sich mit Tränen und dann sprudelte es aus ihm herraus.

„Jungkook.“, flüsterte Jimin. Es fühlte sich so an, als hätte er einen Knoten im Hals.

„Wonach rieche ich für dich?“

Sich darüber bewusst, was er damit andeutete, blickte er beschämt auf den Boden zwischen seinen Füßen.

Jungkooks Miene verhärtete sich und er zögerte mit der Antwort.

„Ich weiß nicht, wie ich das beantworten soll.“, sagte er schließlich.

Jimin blickte verwirrt zu ihm auf.

Jungkook seufzte, stellte die Tüte auf den Boden ab und setzte sich zu Jimin aufs Bett. Er schloss die Augen und atmete tief ein. Sog Jimins Duft in sich auf, welcher daraufhin rot anlief.

„Jimin, dein Duft ist sehr subtil. Leicht, wie süße Sahne.“, fand Jungkook. „Unschuldig.“

Jimins Wangen waren nun tomatenrot.

„Aber da ist auch ein Hauch von Pfirsich.“, beschrieb Jungkook. „Der ist neu.“

„Und.. was soll das heißen?“, unterbrach ihn Jimin.

Jungkook sah ihn überrascht an.

„Jimin.. Wusstest du das etwa nicht?“ fragte er ihn ungläubig. „Dir ist doch bewusst, dass du ein Omega bist, oder? Natürlich riechst du gut für mich.“

Jimin öffnete den Mund und starrte ihn entgeistert an.

„Ich bin was?“, murmelte er. „Das ist ein Witz oder?“

Jungkook schüttelte langsam den Kopf.

Jimin war zuerst sprachlos. Dann realisierte er, was Jungkook ihm soeben offenbart hatte. Er spürte die Wut wie ein Blitz in sich aufkommen. Jimin schnellte hoch und zeigte mit dem Finger auf seinen Freund. Seine Augen verengten sich zu Schlitzen.

„Du wusstest es von Anfang an!“, schrie er ihn an. „Scheiße..“ Sein Körper sackte in sich zusammen.

„Mina verlangt von mir, dass ich einen Test mache. Vorher will sie mich nicht wiedersehen.“ Er kämpfte mit den Tränen. „Den kann ich mir jetzt sparen.“

Jungkook wollte für Jimin da sein und ihn beruhigen, aber es gab nichts, was er in dieser Situation tun konnte. Es brach ihm das Herz ihn so zu sehen. Er hatte den Drang ihn in den Arm zu nehmen und zu trösten, doch Jimin könnte die Geste falsch verstehen und so ließ er es bleiben.

„Vielleicht täusche ich mich ja auch!“, log Jungkook. „Du solltest nochmal zum Arzt gehen und das abklären lassen.“

Er beugte sich vorsichtig vor, um Jimin einen aufmunternden Klaps auf die Schulter zu geben, doch der kleinere entzog sich ihm reflexartig.

„Tut mir Leid, ich muss jetzt gehen.“, stieß er aus. „Ich..“, stotterte er. „Brauche Zeit für mich alleine.“

„Ich verstehe..“, flüsterte Jungkook.

Jimin griff nach seinen Klamotten, die Jungkook gestern sorgfältig für ihn gefaltet auf den Nachttisch gelegt hatte und schlüpfte eilig in seine Hose und Schuhe. Er zögerte, als er sein T-Shirt musterte.

„Du kannst meins anbehalten. Du musst es mir nicht wiedergeben.“, sagte Jungkook verständnisvoll.

Jimin bedankte sich mit einem zaghaften Nicken. Dann warf er seine Jacke über und stopfte sein Handy in die Hosentasche. Er ging schnellen Schrittes auf die Tür zu, um das Zimmer zu verlassen. Jungkook schnappte sich die Tüte mit den Medikamenten und eilte ihm hinterher.

Er streckte seinen Arm aus und bot sie ihm an.

„Vergiss die nicht.“, erinnerte er Jimin.

Jimin bekam ein schlechtes Gewissen, weil Jungkook so freundlich zu ihm war, obwohl er ihn angeschrien hatte. Er wollte erst ablehnen, aber griff schließlich doch nach der Tasche. Jungkook lächelte zufrieden, dann wurde er ernst.

„Versprichst du mir, dass du dich bei mir meldest?“

Sein Gesicht war ausdruckslos, aber seine Augen funkelten Jimin hoffnungsvoll an.

„Ja, Ich gebe dir Bescheid.“, versicherte er ihm.


-


Jimin hatte noch am gleichen Tag versucht mit Mina zu reden, doch sie ließ sich nicht darauf ein. Als er ankam, stand bereits ein Koffer für ihn bereit und als er Sturm klingelte, öffnete sie die Tür nur, um sie im gleichen Moment wieder vor seiner Nase zuzuschlagen. Jimin rief Mina daraufhin übers Handy an und flehte sie fast an, ihm zuzuhören, doch Mina gab ihm eine eiskalte Abfuhr. Sie setzte ihn auf die Straße.

Für Jimin hieß das, dass er wieder zu seinen Eltern ziehen musste. Zum Glück hatten diese Verständnis dafür und boten ihm bereitwillig sein altes Zimmer an, auch wenn Jimin ihnen nicht verriet, warum Mina und er Streit hatten.

Den Rest des Wochenendes verbrachte Jimin damit, depressiv zu sein und über Jungkooks und Minas Worte nachzudenken. Letztendlich stimmte er ihnen zu, dass er sich testen lassen musste, um volle Gewissheit zu haben. Er nahm sich vor, am Montag direkt zum Arzt zu gehen, auch wenn er große Angst davor verspürte, die Wahrheit zu erfahren. Er wusste, dass sich sein Leben extrem verändern würde, wenn er wirklich ein Omega war.

Am Sonntag war Jimins Laune am Tiefpunkt angelangt. Er hatte zu nichts Lust und fühlte sich nicht in der Lage, irgendetwas zu unternehmen, geschweige denn zu lernen. Er verspürte ab und zu Übelkeit und ihm war ständig heiß, weswegen er den ganzen Tag nur in Boxershorts bekleidet im Bett lag. Die Tabletten, die Jungkook ihm gekauft hatte, halfen jedoch und deswegen dachte er sich nichts dabei. Manchmal ging er zu seinen Eltern ins Wohnzimmer und verkroch sich in die Arme seiner Mutter, heulte sich bei ihr aus und verschwand dann wieder in seinem Zimmer. Jimins Eltern kam das Verhalten ihres Sohnes zwar unnormal vor, aber schoben seine Gefühlsausbrüche auf die Trennung, die er grade durchlebte.

Montagmorgens fühlte sich Jimin immer noch Elend und überlegte, Zuhause zu bleiben, aber die heutige Vorlesung war wichtig, denn sie baute auf die anderen auf. Außerdem hatte er ein schlechtes Gewissen, weil er das ganze Wochenende über faul gewesen war und kein einziges Buch angerührt hatte. Er schleppte sich ins Bad und verrichtete das nötigste. Klatschte sich Wasser ins Gesicht und putzte sich die Zähne. Aus dem Schrank griff er sich die erstbesten Klamotten, die er findet konnte. Dann schluckte er ein paar Tabletten runter und fuhr zur Uni.

Im Gebäude angekommen merkte Jimin, dass es ein Fehler gewesen war hierher zu kommen. Er musste die Treppen nehmen, weil der Aufzug kaputt war. Jimin hielt sich am Geländer fest und schlurfte die Stufen hoch. Er fühlte sich total schwach, aber jetzt wo er schonmal hier war, konnte er nicht einfach wieder umkehren.

Am meisten machte ihm die Hitze zu schaffen, die in ihm aufstieg. Er betrat den Hörsaal und war froh, dass er sich endlich die durchgeschwitzte Jacke vom Leib reißen konnte. Er lief an Jungkook vorbei, der ihn mit großen Augen hinterher starrte und nahm sich einen Platz in der Mitte. Jimin war noch nicht über ihr Gespräch hinweg und brauchte Abstand von ihm. Wollte alles verdrängen.

Sobald er saß, verspürte er solchen Durst, dass er eine 2 Liter Flasche mit Wasser austrank, die eigentlich für den ganzen Tag reichen sollte. Jimin war froh, dass ihm wenigstens nicht mehr übel war und versuchte sich auf das, was der Professor sagte, zu konzentrieren. Dies gelang ihm jedoch nur mit Mühe, denn der Abstand zwischen den Hitzewellen wurde immer geringer und schon bald hielt Jimin es nicht mehr aus.

Als er schließlich aufstand um den Raum zu verlassen und draußen frische Luft zu schnappen, spürte er plötzlich wie die Wärme in seine untere Region wanderte und sich dort sammelte. Jimin konnte sich ein leises stöhnen als Reaktion nicht verkneifen. Als er sich daraufhin verlegen umsah, stellte er fest, dass ihn lüsterne Augenpaare aus allen Reihen des Saals beobachteten.

Doch es kam noch schlimmer. Auf einmal fühlte Jimin wie sich Feuchtigkeit in seinem Schritt bildete und er griff auf der Stelle nach seiner Jacke, um sie sich um die Hüfte zu binden. Die Flüssigkeit breitete sich immer weiter aus und die Rückseite seiner Jeans verdunkelte sich durch die Nässe.

„Scheiße..“, fluchte Jimin und seine Sitznachbarin merkte nun auch, dass etwas nicht stimmte. Sie warf einen Blick auf Jimin und erkannte direkt was los war.

„Oh, du armer. Soll ich Hilfe rufen? Der Professor weiß mit Sicherheit, was zu tun ist.“

Jimin konnte nicht mehr klar denken, sein Unterleib glühte und er nahm auf einmal jeden einzelnen Alpha im Raum war. Der Geruch überwältigte ihn geradezu. Jimin biss sich vor Lust auf die Unterlippe. Er bekam das Verlangen, sich dem nächstbesten Alpha an den Hals zu werfen und es hier und jetzt mit ihm zu treiben. Er hatte davon gelesen und ein paar mal gesehen, wie sich Omegas in Heat verhalten, aber es selbst zu erleben war etwas völlig anderes. Er merkte, wie er fast die Kontrolle über sich verlor und versuchte dem entegegenzuwirken, indem er sich die Nase zu hielt.

Das Mädchen bekam mit, dass Jimin Schwierigkeiten damit hatte, sich auszudrücken und meldete sich für ihn beim Professor. Sie lief zu ihm und erklärte die Situation, sodass er den Unterricht pausierte und den Omega persönlich aus dem Raum begleitete, alle Augen auf sie gerichtet.


-


Jungkook beobachtete die Situation aus der Entfernung und versuchte sich zusammenzureißen. Sein ganzer Körper zitterte vor Anspannung. Am liebsten würde er die anderen Alphas im Saal zusammenschlagen. Er konnte es kaum ertragen, wie sie Jimin von allen Seiten begafften und nur auf ihre Chance warteten.

Jungkook hatte gewusst, dass der Omega bald in Heat kam. Sein Geruch verriet ihn schon Tage vorher und hatten seine Sinne auf der Party vernebelt. Er wünschte sich, er hätte Jimin vorgewarnt, aber er hatte nicht damit gerechnet, dass er heute erscheinen würde. Jimin war so naiv. Sobald die Symptome sich verschlimmerten, hätten die Alarmglocken bei ihm schrillen müssen. Jungkook kippelte mit dem Stuhl hin und her. Jimin hatte bestimmt große Schmerzen und war verwirrt, denn die erste Heat eines Omegas fiel im Vergleich zu den darrauffolgenden sehr stark aus. Schuldgefühle machten sich in ihm breit.

Dennoch freute sich der Alpha in ihm, dass er hier war, denn Jimin duftete absolut himmlisch nach zuckersüßem Pfirsich. Dass sein Geruch nicht nur ihm gefiel, hasste Jungkook allerdings wie die Pest. Er tötete gleich fünf Alphas in seiner Nähe mit Blicken.

Jungkook fühlte, dass Jimin ihm gehörte. An nichts anderes konnte er denken. Es war wie eine Gewissheit, die seinen Körper durchzog. Als hätte er nur auf diesen Moment gewartet. Der Alpha beobachtete den Omega durch einen Tunnelblick und studierte ihn. Er sog jedes Detail in sich auf: Die rosig verfärbten Wangen und verwuschelten blonden Haare, die Art wie er sich die Lippen leckte und sein Brustkorb sich vor Erregung hob und senkte. Er wollte Jimin beschützen, sich um ihn kümmern. Ihn von seinen Heat-Schmerzen erlösen.. Jimin am besten gleich hier und jetzt nehmen. Er sehnte sich so sehr nach ihm. Er brauchte Jimin. Er musste Jimin haben.

Jimin. Jimin. Jimin..

Nein, das ging nicht. Jungkooks Verstand meldete sich wieder. Er biss sich selbst in den Handrücken und der kurze Schmerz half ihm, einen klaren Gedanken zu fassen. Der Omega war vergeben, er war in einer Beziehung mit einem Mädchen. Jimin gehörte ihm nicht und er musste jetzt cool bleiben und sich selbst beherrschen. Egal, wie sehr er ihn wollte.

Als der Omega mit dem Professor an der letzten Reihe vorbeilief, entdeckte er Jungkook. Seine Augen vergrößerten sich bei seinem Anblick und seine rot angelaufenen Lippen formten sich zu einem 0. Eine Sekunde später riss er sich mit aller Kraft aus der Obhut seines Dozenten und wackelte auf ihn zu. Die Studenten in der Nähe beobachteten das Schauspiel, als würde sowas täglich passieren. Niemand rührte sich vom Fleck. Bei Jungkook angekommen ließ er sich sofort in seine Arme fallen.

„Kookie~“, säuselte Jimin dem Alpha ins Ohr. „Komm mit mir mit!“

Der Omega setzte sich auf seinen Schoß und ruinierte Jungkooks Hose mit dem Slick, der aus seinem Schritt triefte. Jungkook hielt den Atem an und bemühte sich, dem Drang Jimins Duft einzuatmen zu widerstehen. Der Omega fing an sich an ihm zu reiben und seine kreisenden Bewegungen machten Jungkook fast verrückt. Er kämpfte gegen das Bedürfnis an, Jimin anzufassen, seine Hände klammerten sich fest um die Armlehnen des Stuhls. Er schluckte entschlossen und brachte alles an Selbstbeherrschung auf, was in ihm war. Jimin war ihm zu wichtig, obwohl seine Instinkte ihn fast übermannten. Er wusste, dass sich Jimin in einer Ausnahmesituation befand und wollte nicht, dass der Omega es hinterher bereute. Außerdem waren sie in der Öffentlichkeit und er hatte erstaunlicherweise noch ein letztes bisschen Schamgefühl übrig.

„Kookie, es tut weh~“, winselte Jimin. „Hilf mir bitte!“

Der Omega klimperte mit den Wimpern.

Du duftest so wunderbar..“

Er beugte sich hinab, um an Jungkooks Hals zu riechen, doch der Alpha stieß ihn sanft von sich. Jimin fing daraufhin an zu schluchzen.

„Halt!“, rief der Professor und Jimin drehte sich in einem klaren Moment zu ihm um.

„Sie müssen jetzt sofort mit mir mitkommen, sonst muss ich den Sicherheitsdienst verständigen, haben sie das verstanden?“, forderte er den Omega lautstark auf.

Jimin schmiegte sich wieder an Jungkooks Brust und wimmerte herzzerreißend. „Ich gehe nicht ohne meinen Kookie. Jungkookie muss mitkommen!!“, quengelte er. Dicke Tränen kullerten seine rosigen Wangen hinab.

Der Dozent war sichtlich mit der Situation überfordert, er tupfte sich mit einem Taschentuch den Schweiß von der Stirn. Ein paar Studenten tuschelten und ein Beta Mann in der Nähe meldete sich zu Wort.

„Das ist bestimmt ein Pärchen, es hat keinen Sinn sie zu trennen. Die sind ständig beieinander.“

Ein weiterer Student unterstützte seine Aussage.

„Die habe ich schon oft zusammen zusammen gesehen! Sind andauernd am flirten.“

Jungkook spürte den prüfenden Blick des älteren Omegas auf sich. Er sah zu Jimin hinab, der sich wie ein Äffchen an ihn klammerte und wusste, dass er Jimin in diesem Zustand nicht alleine lassen konnte. Der Omega würde sich weiterhin vehement weigern, ihn loszulassen und er wollte nicht, dass der rücksichtlose Sicherheitdienst sie brutal voneinander trennte. Jungkook fühlte sich für ihn verantwortlich. Schließlich war es auch seine Schuld, dass Jimin trotz Pre-Heat in der Uni erschienen war. Er hatte den Drang ihn zu beschützen.

Als der Professor ihn schließlich fragte, ob die beiden zusammen waren, log er ihn ohne mit der Wimper zu zucken an.

„Ja, Park Jimin ist mein Freund..“, murmelte Jungkook.

So kam es dazu, dass die beiden zusammen mit dem Dozenten den Saal verließen.


-


Der Professor führte sie in den Keller des Gebäudes und zum Glück trafen sie auf dem Weg dorthin auf keine weiteren Studenten. Jungkook wollte nicht, dass noch mehr Alphas Jimin in diesem Zustand sahen, denn er befürchtete, dass er instinktiv um ihn kämpfen würde, käme es zu seiner Auseinandersetzung.

Der Omega stöhnte in seinen Armen vor Schmerz auf und die Hitze, die von ihm ausging, intensivierte sich. Erschöpft hielt er sich an Jungkook fest und verteilte immer wieder Küsse auf seinen Hals, Schlüsselbein und Brustbereich. Manchmal murmelte er dabei unverständliche Sätze. Jungkook versuchte Jimin so gut es ging zu ignorieren. Er war darauf fixiert, ihn in Sicherheit zu bringen. Er atmete durch den Mund ein und aus und konzentrierte sich, einen Fuß vor den anderen zu setzen.

Der Professor schloss die Tür zu einem mittelgroßen Raum am Ende des Korridors auf. Er betätigte den Lichtschalter und gedämpftes Licht erhellte das Zimmer. Jungkook sah sich verstohlen um. Die Wände waren weiß und rosa gestrichen und auf dem Boden in der Mitte des Raumes lag eine große Matratze, auf der pastellfarbene Decken und ein Haufen Kissen platziert waren. Daneben stand eine Kiste und in einer Ecke gab es einen Kühlschrank. An der rechten Wand führte eine Tür zu einem kleinen Bad mit Dusche.

Der Professor winkte sie schließlich hinein. Jungkook spürte eine leichte Brise, als er den Raum betrat. Er war exakt auf die Bedürfnisse von Omegas ausgerichtet.

Der Dozent räusperte sich.

„Wie sie sehen, finden sie hier alles, was sie benötigen.“, murmelte der ältere Omega.

Er drückte Jungkook einen Schlüssel in die Hand.

„Damit schließen sie die Tür von innen ab.“, erklärte er. „Wenn sie Hilfe brauchen, kontaktieren sie bitte den Sicherheitsdienst durch den roten Knopf an der Wand. Alles klar?“

Jungkook nickte.

Er legte Jimin behutsam auf die Matratze. Der Omega positionierte sich auf den Rücken, ein Bein leicht angewinkelt und die Hände über dem Kopf verschränkt. Seine Brust hob und senkte sich im Takt. Jimins Klamotten waren vollkommen durchtränkt mit Schweiß und Slick. Sie klebten eng an seinem Körper. Bei dem Anblick leckte sich der Alpha nervös die Lippen.

„Durst..“, hauchte Jimin. „Will trinken..“

Der Professor huschte zum Kühlschrank und nahm eine eisgekühlte Flasche Wasser hinaus. Er übergab sie Jimin und der Omega fing sofort an, gierig daran zu nuckeln.

„So, ich lasse sie jetzt alleine.“ Er klatschte in die Hände. Dann wandte er sich Jungkook zu. „Kümmern sie sich gut um ihn.“

Mit diesen Worten verließ der Professor den Raum. Die Tür fiel krachend hinter ihm zu, noch ehe Jungkook „Warte!“ rufen konnte.

Er schluckte. Der Alpha wusste, dass es jetzt sehr schwer werden würde, Jimin zu erklären, dass er nicht hier bleiben konnte.

„Hey..“, fing Jungkook an. Er beugte sich hinab und hockte sich vor die Matratze. „Ich gehe jetzt auch.“ Er sah ihm tief in die Augen. „Es tut mir Leid, Jimin.. ich kann nicht.“

Jungkook rang mit den Worten. Er wollte Jimin nicht verletzen, Er wollte ihn nicht zurücklassen.. Alles in ihm sträubte sich dagegen, aber er musste Vernunft walten lassen. Er hatte sein Aufgabe erfüllt, Jimin war hier in Sicherheit. Mehr konnte, nein – durfte er für seinen Freund nicht tun.

Der Omega erstarrte. Dann vergrub er sein Gesicht in die Hände und schüttelte wehement den Kopf.

„Kookie. Tu mir das nicht an.“, schluchzte Jimin. „Ich will das nicht alleine durchmachen. Bitte, ich fühle mich so hilflos.. Bleib hier.“

Er krabbelte zitternd auf ihn zu, doch Jungkook wich zurück.

Seine Tonlage vertiefte sich. „Ich meine es ernst.“

Er machte von seiner Alpha Stimme Gebrauch, woraufhin sich der Omega wimmernd zurückzog. Er duckte sich vor ihm weg, kuschelte sich in die Kissen und zog seine Knie an den Oberkörper. Dann schlang er die Arme um sich.

„Ich weiß, was du denkst, Jungkook“, flüsterte Jimin. „Du hast ein schlechtes Gewissen.“

„Du würdest es bereuen.“, sagte Jungkook und sein Mund verzog sich zu seiner graden Linie.

Jimin schwieg. Dann versteifte sich sein Körper plötzlich und er griff nach seinem Unterleib. Er stöhnte laut auf und die rosa Decke unter ihm verdunkelte sich durch die Flüssigkeit, die aus ihm hinaussickerte. Der Omega kniff die Augen zusammen und atmete schwer.

„Jungkook bitte, es tut so weh..“, flehte er den Alpha an. Er rollte sich zu einer Kugel zusammen.

„Wie kann ich jetzt an Mina denken, wenn ich in diesem Moment niemand anderen mehr will als dich?“, wisperte Jimin.

Obwohl Jungkook die ganze Zeit über durch den Mund geatmet hatte, merkte er, wie sich der Raum mit Jimins Duft füllte. Er umhüllte ihn, stieg ihm durch den Mund in die Nase wie giftiges Gas und ließ ihn in Panik verfallen. Der Alpha schreckte hoch, hielt sich die Nase mit einer Hand zu und die andere tastete sich hilfesuchend an der Wand entlang. Es machte ihn verrückt. Jimin machte ihn verrückt. Er tappte mit dem Fuß auf einer Stelle, um sich von der Erregung abzulenken, die sich in ihm ausbreitete wie Feuer.

Ein wissendes Lächeln umspielte Jimins Lippen und er machte Anstalten, sich auszuziehen.

„Kookie..“, säuselte er. „Du willst mich auch. Ich sehe, dass du genauso leidest, wie ich.“

Jimin befreite sich spielerisch aus T-Shirt und Hose und positionierte sich dann vollkommen nackt vor den Augen seines Freundes. Er breitete die Beine aus und fuhr sich mit einer Hand den Oberschenkel entlang. Den Blick herausfordernd auf Jungkook gerichtet, streichelte er sich zu den Innenseiten hin.

„Gefällt dir, was du siehst?“, neckte er ihn.

Jungkook wusste, was zu tun war. Er wusste, dass er schnellstens die Beine in die Hand nehmen und aus dem Raum sprinten sollte. Dass er jetzt, in diesem Augenblick losrennen und nie wieder etwas mit Park Jimin zu tun haben sollte. Doch er tat es nicht. Er stand wie angewurzelt da und betrachtete den schönen Mann der sich vor ihm nackt auf dem Boden räkelte. Und in diesem Moment trat alles andere in den Hintergrund.


-


„Alpha..“, keuchte Jimin. „Ich fühle mich, als würde ich verrückt werden..“

Er streckte die Arme nach Jungkook aus und plötzlich ging alles ganz schnell. Der Alpha regte sich aus seiner Starre. Nahm einen tiefen Zug und ein kehliges Geräusch entwich seinem Rachen. Wie ein Raubtier schlich er sich an, legte sich zu ihm und schlang seinen Körper um Jimins. Er strich ihm die feuchten Strähnen aus dem Gesicht und umfasste dann seine Wange. Vorsichtig beugte er seinen Kopf hinab, bis sich ihre Nasenspitzen berührten. Jungkook hielt inne und Jimin bekam Angst sich in seinen Augen zu verlieren. Pupillen erweitert, tiefschwarz funkelnd wie der Sternenhimmel in einer Sommernacht. Ihr Herzschlag bebte rythmisch im Takt, kam ihm doppelt so laut vor durch die Stille des Raumes.

„Es ist hart zu atmen. Du benebelst meine Sinne.“, hauchte Jungkook. „Dicker als Luft.“ Er lächelte, doch Traurigkeit schwang in seiner Stimme mit. „Das ist Folter..“

Jimin fragte sich ob er Mina jemals geliebt hatte. Stellte für einen Moment seine komplette Jugend infrage. War die Beziehung mit ihr ein Fehler gewesen? War er mit einer Lüge durchs Leben gegangen? Vielleicht. Oder bestimmt.

Jimin war die Wahrheit gleichgültig. Das einzige was jetzt zählte, war Jungkooks Gewicht auf ihm, wie er ihn unter sich festhielt, bereit dazu in ihn einzudringen. Er wünschte sich nichts sehnlicher als seine Nähe. Seinen großen Schwanz in sich zu spüren, benutzt zu werden und endlich ihm zu gehören.

„Bitte..“, stieß Jimin aus und entblößte seinen Hals. „Nimm mich.“

Jungkook keuchte auf. Strich mit seinen Lippen Jimins Hals entlang und sog seinen Geruch auf. Zu seinem Kiefer hin verteilte er viele kleine Küsse. Schließlich kam er bei Jimins Mund zum stocken und betrachtete die Lippen des Omegas mit einem glasigen Blick. Leicht geöffnet, rot und glänzend warteten sie nur darauf, geküsst zu werden. Jimin wandt sich vor Erregung unter ihm. Rieb seinen nackten Unterkörper an dem des Alphas und spürte die Härte durch den Stoff seiner Jeans. Das Feuer in seinem Bauch loderte, fühlte sich so gut und richtig an. Der Omega wollte nicht mehr länger warten, aber er erlaubte es sich nicht, anfangen. Jungkook musste den ersten Schritt tun. Musste zeigen, dass Alpha die Kontrolle über ihn hatte. Nichts anderes würde ihn befriedigen können.

„Fuck..“, fluchte Jungkook und erlöste ihn endlich. Öffnete stürmisch seine Lippen mit seiner Zunge und drang ein. Gierig erkundete er seinen Mund. Jimin stöhnte vor Lust auf. Er legte seine Arme um Jungkooks Hals und zog ihn tiefer zu sich, was Jungkook noch mehr anstachelte. Der Kuss wurde immer wilder und Jimins Verstand verabschiedete sich endültig.

Er spielte an der Gürtelschnalle von Jungkooks Hose herrum. Versuchte sie zu öffnen, doch erfolglos. Er konnte sich nicht konzentrieren. Jungkook bekam seinen mühseligen Versuch mit. Er richtete sich auf und schaute ihn amüsiert an. Dann leckte er sich über die Lippen und zog sich sein T-Shirt über den Kopf. Jimin sah ihm gespannt dabei zu. Er wusste, dass Jungkook viel Sport trieb, aber trotzdem stockte ihm der Atem beim Anblick seines durchtrainierten Körpers. Er bewunderte seine starken Arme und ausgeprägten Bauchmuskeln, die mit jeder Bewegung mitgingen und schließlich in einem V endeten. Jimin konnte es kaum erwarten zu entdecken, wohin es führte.

Jungkook schmiss das Shirt unachtsam in eine Ecke und fuhr damit fort, seinen Gürtel zu öffnen. Jimin konnte seine Hände nicht bei sich lassen und strich ihm über Brust und Bauch.

Der Alpha befreite sich aus der Jeans und Jimins Blick wanderte zu seiner Boxershorts. Seine Augen blieben an dem Abdruck seiner Latte hängen. Ein großer feuchter Fleck hatte sich in der Mitte gebildet. Jimin griff nach dem Bund und zog sie herrunter. Sein riesiger Schwanz sprang ihm wippend entgegen.

„Wow..“, murmelte Jimin und bekam sofort den Drang ihn anzufassen. Er streckte seine Hand aus und berührte mit dem Zeigefinger die empfindliche Spitze. Jungkook stöhnte leise auf. Sein Schwanz zuckte und aus seiner Eichel tropfte Flüssigkeit, die auf Jimins Bauch landete.

Jimin verteilte die Nässe mit seinem Daumen, legte seine Finger um Jungkooks Länge und fing an, ihm einen runterzuholen. Jungkook ließ seinen Kopf in den Nacken fallen und bewegte sanft seine Hüften mit. Jimin erhöhte daraufhin das Tempo. Der Gedanke daran, Jungkook zum Orgasmus zu streicheln und seinen Saft zu schlucken machte ihn noch geiler. Er öffnete seine Lippen und kniete sich vor ihm hin, sodass Jungkook in seinen Mund spritzen konnte.

„Warte.“, unterbrach ihn der Alpha auf einmal.

„Lutsch.“, befahl Jungkook.

Jimin zögerte. Er hatte überlegt ihm einen zu blasen. Doch er war sich nicht sicher ob er seinen Mund weit genug öffnen konnte, denn Jungkooks Schwanz war so breit, dass seine Hand ihn nicht komplett umschloss. Wie sollte er dann in Jimins Mund passen?

Trotzdem wollte er es versuchen.

Er nickte Jungkook brav zu und stützte die Hände auf seinen Oberschenkeln ab. Dann fing er an, langsam den Schaft entlang zu lecken. Jungkook reagierte mit einem zufriedenen Brummen, dass ihn mutiger werden ließ.

An der Spitze angekommen, öffnete er seinen Mund soweit es ging und umschloss schließlich die Eichel. Seine vollen Lippen spannten sich um die Breite. Er versuchte seinen Kiefer zu entspannen, sodass Jungkooks Schwanz leichter hineingleiten konnte. Der Omega schloss die Augen und genoss das Gefühl ausgefüllt zu sein. Seine eigene Latte ruhte schmerzhaft hart in seinem Schoß.

Jungkook seufzte und vergrub seine Hand in Jimins blonde Locken. Der Omega verstand dies als Aufforderung, sich zu bewegen. Jimin wippte vorsichtig mit dem Kopf auf und ab, Jungkooks Schwanz rutschte rein und raus. In seinem Mund bildete sich Speichel, der ihm vom Kinn tropfte, aber er störte sich nicht daran. War zu versessen darauf, Jungkooks Schwanz zu lutschen. Er fand einen guten Rhythmus und erhöhte das Tempo.

Jungkook fluchte. „Oh shit.. Jimin.. Wenn du dich sehen könntest.“, hechelte er. Seine Brust bewegte sich auf und ab und Schweißperlen rannen ihm von der Stirn.

„So sexy. So ein guter Omega.“, hauchte er.

Jimin liebte es. Das Gefühl der Härte in seinem Mund, von dem Alpha gelobt zu werden, die pure Lust in seinen Augen zu sehen, wenn er aufblickte. Alles machte ihn umso geiler.

Gierig vergrub Jungkook die zweite Hand in Jimins Haar und zog ihn näher zu sich ran, bis seine Latte vollständig in Jimins Rachen verschwand. Sie versank so tief in seinem Hals, dass Jimins Nase Jungkooks Bauch berührte. Der Omega versuchte seinen Würgeflex so gut es ging zu unterdrücken und gleichmäßig zu atmen. Der Duft von Jungkooks Schamhaar zog in seine Nasenlöcher und ein weiterer Schwall Slick landete auf der Matratze. Als Jungkook anfing sich zu bewegen, konnte Jimin es nicht vermeiden, durch die Reibung aufzukeuchen. Er wimmerte und Tränen bildeten sich in seinen Augenwinkeln. Jungkook zögerte daraufhin, doch der Omega ermunterte ihn dazu, weiterzumachen, indem er die Hände auf seine Hüften legte und ihn sanft in die Seiten kniff.

Diesmal gelang es Jimin, still zu halten. Mit jedem Stoß gewöhnte sich sein Rachen daran, härter gefickt zu werden. Jungkook hechelte und murmelte Schimpfwörter. Bald konnte er sich nicht mehr zurückhalten und verlor alle Hemmungen. Seine Hüften schnellten vor und zurück, sodass Jimins Mund taub wurde. Jungkooks Orgasmus kündigte sich mit heftigen Stößen an und Jimins Augen rollten zurück. Er griff nach seiner eigenen Latte und wichste in seine Faust.

Daraufhin erklang aus Jungkooks Brust ein tiefes Stöhnen und der Alpha ergoss sich in seinem Mund. Jimin schluckte und schluckte, aber es war zu viel. Seine Wichse sprudelte aus seinen Lippen und rann ihm aus den Mundwinkeln. Jungkook zog seinen Schwanz raus, pumpte und spritzte ihm stattdessen ins Gesicht. Jimin öffnete den Mund und zeigte seine Zunge, sein Verlangen nach Sperma noch nicht gestillt. Jungkook hörte nicht auf, kam lang und heftig bei seinem Anblick. Er rieb seinen Schwanz an Jimins Wange und schmierte sein Gesicht voll, bis sein Orgasmus schließlich abebbte.

Jimin fühlte sich wie im siebten Himmel. Jungkooks dickflüssiges Sperma tropfte auf seinen Oberkörper. Es platschte auf sein Schlüsselbein zu seinen Nippeln hin und lief hinab zu seinem Bauch. Die Nässe fühlte sich angenehm kühl auf seiner Haut an. Jimin fuhr sich mit den Händen die Brust entlang und bekam unendliche Lust darauf, sein heißes Loch mit der Flüssigkeit vollzustopfen. Verzweifelt sammelte er Jungkooks Wichse auf und rieb seinen Unterkörper damit ein.

„Mehr, Alpha. Es ist nicht genug.“, winselte er. „Fick mein Loch und füll meinen Bauch.“

Jimins Worte schlugen bei Jungkook ein wie ein Stromschlag. Er bäumte sich auf und seine Muskeln spannten sich an. Der Alpha in ihm brauchte keine Pause. War bereit, Jimin endlich das zu geben, was er wirklich benötigte.

Er packte Jimins Taille und drehte ihn um, sodass er ihm mit dem Rücken zugewandt war und Jungkook freien Blick auf Jimins Hintern hatte. Er griff in das Fleisch seiner Oberschenkel und zog ihn auf die Knie. Der Omega stützte sich mit den Händen neben seinem Kopf ab und wackelte mit seinem in der Luft hängenden Arsch.

Jungkook lief das Wasser im Mund zusammen. Er nahm Jimins Backen und spreizte sie offen. Hungrig betrachtete er sein pulsierendes, vor Slick triefendes Loch. Seine Nasenlöcher weiteten sich bei dem verführerischen Geruch, der hinausströmte und er vergrub gierig sein Gesicht in Jimins Arsch. Der Alpha ließ seine Zunge über die Ritze fahren und Jimin entfuhr ein überraschtes Geräusch. Erregung, aber auch Scham machten sich plötzlich in ihm breit. Es war das erste Mal, dass jemand an seinem Hintern rumspielte und obwohl sein Omega die Handlung genoss, fühlte sich Jimin überfordert mit der Situation. Er gluckste und stöhnte bei jedem Zungenschlag und wusste nicht, wie ihm geschah. Es fühlte sich so falsch, aber auch unglaublich gut an, von Jungkook an seiner intimsten Stelle geleckt zu werden.

Der Alpha krallte seine Fingernägel in Jimins Hüfte und ließ seine Zunge wie wild um seinen Ring kreisen. Jungkook schleckte den heraustretenden Slick auf und schluckte ihn runter wie süßen Honig. Die schmatzenden Geräusche und sein Brummen erfüllten den stillen Raum. Jimins Körper wackelte durch Jungkooks harsche Bewegungen mit und er fühlte sich machtlos, dagegen anzukämpfen.

Der Alpha hielt inne. Dann ließ er von ihm ab und verteilte stattdessen feuchte Küsschen auf seinen Hintern. Jimin trauerte dem Verlust seiner Zunge mit einem leisen Wimmern hinterher.

„Sag mir, wenn es zu viel für dich wird.“, erklang Jungkooks sanfte Stimme. „Du schmeckst so gut, ich konnte mich nicht beherrschen.“

Jimin schüttelte energisch den Kopf. Was auch immer in seinem Kopf vorging, sein Körper verlangte nach Jungkooks Berührungen. Sein Unterleib schrie nach mehr, mehr, mehr und er positionierte seinen Arsch wieder vor Jungkooks Nase.

„Will endlich deinen großen Schwanz in mir spüren. Füll mich, Jungkookie.. “, verlangte er.

Jungkook erhob sich und schnalzte mit der Zunge.

„So hungrig nach deinem Alpha?“, neckter er ihn.

Jimin bejahte mit einem sehnsüchtigen Stöhnen.

Jungkook biss sich auf die Lippe, nahm seinen Schwanz in die Faust und reihte sich vor Jimins pinkem Loch ein. Der Omega beobachtete ihn erwartungsvoll über seine Schulter. Der Alpha ließ seine Latte durch Jimins nasse Ritze gleiten. Das Gewicht und seine Länge entfachten ein Feuerwerk in Jimins Bauch und er senkte seinen Rücken, um mehr Reibung zu genießen. Jungkook drückte Jimins Arschbacken zusammen und fickte ein paar Mal hindurch. Dann presste er die Spitze seiner Latte sanft gegen Jimins Ring. Die Eichel floppte ohne großen Widerstand hinein und Jimin & Jungkook stöhnten gleichzeitig auf.

Der Alpha zwang instinktiv seine Länge bis zum Anschlag hinein. Jimin riss seine Augen auf und schnappte nach Luft. Jungkook ließ ihm keine Zeit sich an die Größe zu gewöhnen und schlug direkt einen brutalen Rythmus ein. Der Omega jaulte und hielt sich mit den Fäusten an der Bettdecke fest, um nicht wegzurutschen. Vollkommen triebgesteuert missbrauchte der Alpha sein vor Slick spritzendes Loch. Jimins Bauch fühlte sich so ausgedehnt und voll an, dass er vor Glück anfing, zu schluchzen. Der Omega in ihm genoss jeden einzelnen Hieb, liebte es, so hart gefickt zu werden, dass er Sterne sah. Jungkooks Sack klatschte bei jedem Stoß gegen seinen eigenen und ließ seine Latte mitwippen. Der Alpha keuchte vor Anstrengung, aber behielt sein Tempo bei. Jimins Stöhnen entwickelte sich zu einem Dauerquietschen und schon bald konnte er sich nicht mehr aufrecht halten.

Der Omega brach zusammen und Jungkook fickte ihn flach in die Matratze. Der Jüngere verlagerte sein ganzes Gewicht auf ihn und hielt sich an Jimins Handgelenken fest. Er leckte und nippte an Jimins Ohr und flüsterte ihm versaute Dinge zu, die Gänsehaut bei ihm auslösten. Seine Latte rieb mit jeder Bewegung an der weichen Decke und er spürte wie sich sein Orgasmus anbahnte. Als Jungkook schließlich seine Prostata mit einem harten Stoß traf, ergoss sich der Omega zwischen seinem Bauch und der Matratze.

Jungkook verringerte sein Tempo daraufhin, doch Jimins Hitze verlangte nach mehr. Seine Latte pulsierte immer noch in seinem Schoß, obwohl er grade gekommen war. Jimin spreizte seine Beine weiter auseinander und wandte sich wie wild unter ihm. Forderte ihn dazu auf, erneut erbarmungslos in ihn reinzuficken.

Jimin dürstete nach Jungkooks Knot. Er wusste, nur dann würde die Hitze in ihm für einen Augenblick gestillt werden und den Omega besänftigen.

Jungkook nahm sein Kinn zwischen Zeigefinger und Daumen.

„Jimin. Ah.. Bist du bereit?“, raunte ihm der Alpha ins Ohr. „Will sehen wie dein Bauch mit meiner Wichse anschwillt.“

Jimin antwortete ihm mit einem Kuss, der alles und nichts bedeuten konnte.


-


Sie wechselten die Stellung. Jimin lag nun mit dem Rücken auf der Matratze, badete in seiner eigenen Sperma Slick Mischung und Jungkook saß auf ihm drauf. Alles war feucht und glitschig, doch keinem von beiden störte das, denn sie waren zu sehr miteinander beschäftigt. Der Alpha musterte Jimins hübsches Gesicht. Dass er so fertig aussah, war allein ihm zu verdanken und es machte Jungkook zugegebenermaßen etwas Stolz, ihn so zu sehen.

Er hatte es vollkommen ruiniert. Jimins blondes Haar stand in alle Richtungen ab und er blinzelte Jungkook durch halbgeschlossene Augen an. Seine dicken Lippen erschienen fast blutrot und öffneten sich, als wollte er etwas sagen, doch kein Ton kam aus ihm herraus. Getrocknetes Sperma klebte an seinen Wangen und Jungkook wischte es mit seinen Daumen weg. Der Omega neigte seinen Kopf und zeigte die fliederfarbenen Flecken auf seinem Hals- und Kieferbereich. Der Alpha in Jungkook wollte nichts lieber tun als zuzubeißen und ihn für immer an sich zu binden, doch er wusste, dies war nicht der richtige Zeitpunkt.

Jungkook bewegte sich trotz des hohen Tempos vorsichtig in ihm. Er hielt es nicht mehr lange aus. Zu feucht und straff legten sich Jimins heiße Wände um sein geschwollenes Glied. Der Omega kniff die Augenbrauen zusammen und verzog seine Mundwinkel.

„Fühlt sich so gut an.. So perfekt für mich.“, stieß der Alpha zwischen seinen Stößen aus. „Bald ist es vorbei. Ich weiß, du schaffst das, Baby.“, ermunterte er ihn.

In Jimin reinzuficken wurde immer schwieriger. Die Basis seines Schwanzes war mittlerweile zu aufgequollen um einfach hineinzugleiten. Sein Unterleib schoss ruckartig vor und zurück, zwingte ihn rein und raus.

Gleichzeitig fühlte sich alles nur noch fantastischer für ihn an. Die Augen des Alphas hafteten wie hypnotisiert an Jimins Eingang. Sah zu wie sein Loch ihn verschluckte und wieder ausspuckte. Der Ring dehnte sich klaffend um seinen Knoten und legte sich dann wieder eng um sein Glied. Jimin winselte und bewegte sich unkoordiniert mit ihm mit. Jungkook wusste, dass sein Omega ihn dazu trieb. Das erste Mal erwies sich immer als eine schmerzhafte Angelegenheit. Purer Instinkt musste ihn dazu verleiten, trotzdem weiterzumachen.

Jimin klammerte sich an Jungkooks Oberarmen fest und seine Nägel bohrten sich in die Haut. Jungkook fiel daraufhin in Ekstase. Er fickte seinen Knoten hart und rücksichtlos in den Omega hinein. Der Alpha jagte unerbittlich nach seinem Orgasmus. Alles, woran er denken konnte, war Erlösung. Sein Mund klappte auf, als er schließlich spürte, dass sich sein Höhepunkt anbahnte. Jungkook puschte ein letztes Mal seinen fetten Schwanz in Jimins Loch und dann kam er. Er kam und kam und kam und Jimin mit ihm. Er schrie auf und Jungkook knurrte. Der Alpha ratterte in Jimin rein, ergoss sich mehrere Male in ihm und der Omega hing unter ihm fest und ließ sich mitziehen wie eine Puppe.


-


Mina machte sich Sorgen.

Sie saß mit zwei Freundinnen in der Mensa, dich sich miteinander unterhielten, während sie gebannt auf das Handy starrte, dass vor ihr auf dem Tisch lag.

Jimin hatte die Nachrichten, die sie ihm in den letzten 3 Tagen geschickt hatte, weder gelesen, noch war er online gewesen. Mina konnte sich nicht erklären, wieso. Irgendetwas musste vorgefallen sein, dass Jimin ihr nicht antworten konnte, denn solch ein Verhalten kannte sie nicht von ihm.

Sie wusste, dass sie überreagiert hatte und deswegen hatte sie ihm einen ellenlangen Text geschrieben, indem sie ihm erklärte, warum sie sich so verhalten hatte. Offenbarte darin ihre tiefsten Gefühle und Ängste und hatte mehrere Male um ein Gespräch gebeten. Sich zig mal entschuldigt und ihm geschrieben, dass sie ihn vermisste.

Sie konnte es nicht begreifen.

Jimin wusste, dass Mina temperamentvoll war und bisher hatte er immer Verständnis dafür aufgebracht. Nach jedem Streit den sie hatten, war er derjenige gewesen, der zuerst auf sie zugekommen war.

Mina rieb sich die Stirn und seufzte. Sie nippte an ihrem kalt gewordenen Kaffee und verzog angewidert ihr Gesicht.

„Hör auf, Trübsaal zu blasen.“, meinte eine ihrer Freundinnen. „Gib ihm die Zeit, darüber nachzudenken und bombardier ihn nicht mit Nachrichten. Er kommt bestimmt irgendwann wieder angekrochen.“

Mina zuckte mit den Schultern. Sie hatte Recht damit, dass sie aufhören sollte, sich den Kopf darüber zu zerbrechen. Sie beschloss, sich etwas zu Essen zu holen und wollte grade aufstehen, als sie plötzlich einen bekannten Namen hinter sich vernahm.

„Schon gehört? Jeon Jungkook ist vergeben.“

Mina spitzte die Ohren. Sie drehte den Kopf und lauschte dem Gespräch zweier Männer, die wenige Meter hinter ihr an einem anderen Tisch saßen.

„Du meinst „offiziell“?

„Jaja, richtig öffentlich! Geht händchenhalten mit dem Typen durch die Uni, du glaubst es nicht!“

„Krass, ich dachte er wäre der größte Fuckboy.“

Die beiden Männer lachten.

„Also mich überrascht es nicht, nachdem was passiert ist.“

„Stimmt auch wieder.“

Die Farbe wich schlagartig aus Minas Gesicht. Sie stand ruckartig auf und ihr Stuhl fiel mit einem Rumms zu Boden. Der Lärm erregte die Aufmerksamkeit der Studenten. Die beiden Männer warfen sich erstaunte Blicke zu, als Mina mit geballten Fäusten auf sie zukam.

Ihre Knie schlotterten, als sie ihnen die Frage stellte.

„Was ist mit wem passiert?“, stieß sie aus.

„Ehm, ein Omega hatte seine erste Heat während einer Vorlesung und Jungkook.. naja..“, fing der eine an.

„Hat sich drum gekümmert.“, ergänzte der andere mit einem Augenzwinkern. Die Männer prusteten los.

Minas Freundinnen beobachteten die Situation mit besorgten Blicken. Einige Studenten um sie herrum tuschelten.

„Wie hieß er?“, keuchte Mina.

„Park Jimin.“
Review schreiben