Väterherzen

von Lilifana
GeschichteDrama, Fantasy / P12
Carlisle Cullen Charlie Swan Esme Cullen Isabella "Bella" Marie Swan Jasper Whitlock Hale Mary Alice "Alice" Brandon Cullen
29.10.2019
16.11.2019
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„Bella.“ Carlisle richtete seine ganze Aufmerksamkeit auf die Angesprochene und wartete, bis diese sich ihm zuwandte und ihm in die Augen sah. „Dein Zustand ist bereits lebensbedrohlich. Wir müssen dringend Handeln.“
sog scharf die Luft ein. „Was haben Sie denn festgestellt Doc?“ fragte er vorsichtig. „Die Ursache für deinen Schwächeanfall gestern ist eine akute Herzinsuffizienz. Dein Herz hat nur noch eine unzureichende Auswurfleistung und arbeitet viel zu langsam. Hinzu kommen Herzrhythmusstörungen, vermutlich aufgrund eines Kaliummangels. Die Befunde bekomme ich morgen.

Du hast mir auch erzählt, dass deine Menstruation bereits ausgesetzt hat. Das heißt, dein Körper arbeitet bereits im Hungerstoffwechsel und greift neben dem Fettgewebe auch die Muskeln und auch dein Organgewebe an. Verlierst du mehr Haare als früher?“ fragte Carlisle an Bella gerichtet. Bella sah ihn überrascht an.“ Ja, oft finde ich welche auf meinem Kopfkissen…woher weißt du?“ „Auch dass ist eine Folge deines massiven Untergewichtes, Bella“ setzte Carlisle direkt an. „Und du bekommst oft Infekte, frierst Nachts und kannst kaum schlafen?“ Bella nickte. „Ja….aber das ist doch alles nicht schlimm…“ Charlie sah seine Tochter entsetzt an….“ Nicht schlimm? Bella, du verhungerst!“

Bella schüttelte den Kopf. „Ich will nur nicht fett werden…“
Carlisle seufzte. „Bella…es tut mir leid, dir das so sagen zu müssen, aber das, was du gerade erlebst, ist erst der Anfang…wenn du so weitermachst wie bisher, dann wirst deine Niere die Funktion einstellen, deine Leber wird auch nicht mehr richtig arbeiten…und auch dein Herz wird immer weiter geschwächt…du spielst mit deinem Leben, da muss ich Charlie zustimmen. Du musst zunehmen!“  

Bei seinem letzten Satz betonte er jedes Wort, in der Hoffnung, Bella irgendwie zu erreichen.  
Bella blickte ins Leere. Sie wirkte so unendlich weit weg. Carlisle konnte Charlies Schmerz gut nachempfinden…es war schrecklich, sie so zerrissen zu sehen.

„Wie können wir denn jetzt vorgehen?“ fragte Charlie, der wirklich verzweifelt wirkte.
„Ich werde Bella jetzt erstmal krankschreiben. Die Schule ist jetzt zweitrangig. Zunächst muss sie wieder gesund werden.“  erklärte Carlisle. „Und dann müssen wir uns überlegen, wie wir Bella helfen können wieder zuzunehmen.“

„Ich brauche keine Hilfe. Ich kann das alleine- ich habe das unter Kontrolle.“  erklärte Bella daraufhin vehement. Carlisle zog die Augenbraune hoch, er zweifelte daran. Er hatte jedoch geahnt, dass diese Reaktion kommen würde…

„Gut Bella, dann mache ich dir einen Vorschlag. Du versuchst in den nächsten Zwei Wochen selbstständig zuzunehmen. Sagen wir mal, das Ziel sind 400g pro Woche. Ich möchte, dass du dabei ein Tagebuch führst, wie es dir damit geht und welche Gefühle das bei dir Verursacht, eins zwei Notizen am Abend reichen. Heute haben wir Sonntag. Ich möchte dich regelmäßig wiegen, das heißt am Mittwoch, am Samstag und am Montag. Wenn es Schwierigkeiten gibt, kannst du dich jederzeit an Charlie oder mich wenden. Einverstanden?“

Bella sah ihn etwas irritiert an. Scheinbar hatte sie nicht damit gerechnet, dass Carlisle ihr diese Option offenlassen würde, oder ihr sogar vorschlagen würde. Sie nickte. „Kann ich dann jetzt gehen?“ fragte sie. Carlisle nickte…er konnte verstehen, dass die Situation für Bella sehr unangenehm war.

Bevor Charlie seiner Tochter folgte, wandte er sich noch mal an den Arzt. „Glauben sie wirklich, dass sie das allein schafft?“ fragte er, zweifelnd.
Carlisle atmete tief durch, senkte die Stimme und sagte: „Nein. Aber nur so haben wir die Chance, dass sie sich auf weitere Schritte einlässt.“ Erklärte er.
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