Die Geschichte vom kleinen Vogel

OneshotAllgemein / P12
29.10.2019
29.10.2019
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Es gab einmal ein neugieriges kleines, weißes Vöglein. Es war so neugierig das es beschloss die Welt zu erkunden da es sich zuhause unwohl fühlte. Auf dessen Reise begegnete das Vöglein vielen Orten und Farben.

Die Orte und dessen Farben erfüllten das Vöglein so sehr mit Freude dass es ein Teil der Farbe in seine Federn aufnahm. Es flog und flog, es flog durch den weiten Himmel und dachte an das schöne Azurblau.

Es sah aus als wären es Tränen welche im Himmel schweben. Es sah aus wie ein Ozean welcher sich im Himmel befand. Der schöne Himmel spiegelte sich in den Tiefen des dunklen Ozeanes aus Wasser wieder. „Ein Ozean aus Tränen welcher sich im Himmel befand…“

Das Vöglein fand das dies ein schöner Gedanke ist. Es fand den azurblauen Himmel so schön, dass es beschloss das Azurblau mit in seine Federn aufzunehmen. Das Vöglein beschloss nun weiter zu fliegen.

Viele andere weiße Vögel waren neidisch auf dieses schöne Azurblau welches am hinteren Ende des Vögleins an den feinen Spitzen der Federn befand. Sie wussten nicht wieso aber sie wollten genauso sein wie dieses Vöglein.

Und wieder flog und flog es, es flog durch den weiten Himmel, entgegen des Sonnenuntergangs. Der Sonnenuntergang, so fand das Vöglein, hatte viele schöne Farben… doch am meisten erfreute sich das Vöglein an dem schönen Orange.

Es schimmerte so schön in einem Teich in dem sich der Sonnenuntergang wunderschön spiegelte. Am meisten stach das Orange heraus, welches das Vöglein so bewunderte.

Das Orange erinnerte das Vöglein an Fröhlichkeit und daran wie sehr es sich an das Lächeln der andern Vögel erfreute wenn diese zufrieden waren, auch wenn das Vöglein selbst nicht zufrieden war.

Doch das Vöglein war so fasziniert das es das schöne Orange, welches für ihn das Lächeln wiederspiegelte, ebenfalls mit in seinem Federgewand aufnahm.

Das Vöglein flog wieder weiter, wieder flog es an seinen alten Freunden vorbei und deren Familien. Sie bewunderten wieder das schöne Federkleid des Vögleins. Das Azurblau eines Ozeanes welcher aus Tränen bestand und im Himmel sein zuhause fand.

Das Orange des Sonnenuntergangs welches für das Vöglein Lächeln und Zufriedenheit wiederspiegelte. Und auch das Weiß passte zu diesen Farben. Die Vögel waren wieder einmal neidisch auf das Vöglein.

Das Vöglein machte sich wieder auf den Weg, auf den Weg in die Ferne… ohne Familie und ohne Freunde entschloss sich das Vöglein diese fremde Welt zu erkunden. Es flog und flog, es flog weiter… weiter in die Ferne… ohne zu wissen was vor ihm lag.

Es flog durch einen Garten in welchem sich viele Blumen und Bäume befanden. Besonders viel der Baum mit den schönen pinken Blüten, es war ein Kirschblütenbaum. Dem Vöglein fiel ein Gedicht ein welches sich um Kirschblüten handelte.

Sakura, Sakura


In den Feldern und Hügeln und den Dörfern soweit das Auge reicht.


Wie Nebel, wie Wolken.


Duftend und glänzend in der aufgehenden Sonne,


Sakura, Sakura


der Frühlingshimmel


soweit das Auge reicht.


Wie Nebel, wie Wolken.


Der Duft und die Farben,


gehen wir, gehen wir


Uns am Anblick erfreuen.


Das Vöglein erinnerte sich daran, dass es selber immer Nester in diesen wunderschönen Bäumen baute. Aus diesem Grund und weil das Vöglein den Baum und das Gedicht so schön fand, beschloss es die schöne pinke Farbe des Baumes und der Kirschblüten mit in sich aufzunehmen.

Wieder flog das Vöglein weiter… diesmal jedoch alleine… es traf keinen bekannten Vogel mit dem sich das Vöglein hätte unterhalten können… es war allein… doch das störte das Vöglein nicht.

Wieder einmal, wie es das Vöglein eigentlich schon nicht mehr anders gewohnt war, flog es… es flog und flog soweit es nur konnte. Es landete für eine kleine Pause auf einem Krankenhaus. Das Vöglein beobachtete in der Zeit die kleinen Kinder, welche mit ihren Familien unten auf einer schönen grünen Wiese spielen. Die schöne Wiese viel dem Vöglein erst nicht wirklich auf, bis ein Sprinkler anfing eine kleine Fläche der Wiese zu nässen.

Es war ein kleiner Regenbogen zu sehen, mit vielen bunten Farben, auch mit Farben welche sich bereits im Federgewand des Vögleins befanden. Durch den Regenbogen viel dem Vöglein auf wie schön die Wiese eigentlich war, es erinnerte sich daran wie es selber mit seinen Freunden auf einer schönen großen grünen Wiese spielte. Es wollte auch diese Farbe unbedingt in sein Federgewand mit aufnehmen, also tat es das Vöglein und flog weiter.

Wieder flog das Vöglein weiter, wieder alleine, wieder ohne Familie und Freunde… es flog solang das es fast aufgeben wollte… doch dann fand sich das Vöglein an einem traurigen Ort wieder.

Es war ein grauer Tag. Viele Wolken verdeckten den Himmel, den Himmel welchen das Vöglein doch so bewunderte. Sie verdeckten ebenso die Sonne und ihre Farben, es konnte sich heute kein Sonnenuntergang wiederspiegeln.

Auch die Kirschblütenbäume waren nicht mehr zu sehen, denn hier wachsen anscheinend keine. Viel Wiese fand es hier auch nicht, nur ganz wenig. Das Vöglein fand sich auf einem Friedhof wieder. Das Vöglein war von einer Frage bedrückt, es fragte sich wie es wohl seinen Eltern und Freunden ging. „Sind sie wohl auf? Vermissen sie mich? Denken sie ich sei Egoistisch weil ich alles auf eigene Faust getan habe?“ Das Vöglein fühlte sich unwohl. Es verbrachte einige Zeit auf einem Baum, einem anscheinend toten Baum. Nach einiger Zeit kamen einige Leute vorbei und weinten vor einem Grab. Hina Kotori stand auf dem Grabstein… sie starb bereits mit 5 Jahren.

In den Zeitungen stand das sie von einem Auto überfahren wurde… der Fahrer war betrunken und verlor die Kontrolle. Das Vöglein hörte dies als jemand diesen Vorfall erzählte. Es ist nicht leicht einen geliebten Menschen zu verlieren.

Besonders nicht wenn dieser bereits früh stirbt. Nichts desto trotz legten die Angehörigen des Mädchens einige Rosen auf das Grab… rote Rosen. Das Vöglein erinnerte sich daran wie es sich früher in die Blüten der Rosen, welche in seinem Nest lagen, gekuschelt hat. Sie waren so schön kuschlig fand das Vöglein. Zudem war Rot die Lieblingsfarbe des Vögleins. Dem Vöglein wurde in diesem Moment klar das Rot nicht nur die Farbe der Liebe sein kann. Rot kann auch etwas Trauriges bedeuten.

Rot kann Wut sein. Die Rose war für das Vöglein sowas wie ein Zeichen welches mit Trauer gezeichnet war. Dennoch entschied sich das Vöglein dafür ebenso die Farbe Rot in sich aufzunehmen. Das Vöglein flog wieder weiter.

Nur noch der Kopf des Vögleins war so weiß, wie er von Geburt aus bereits war. Und dieses passte eigentlich sehr gut zu den Restlichen Farben. Nun flog das Vöglein wieder weiter. Es flog und flog, es flog in eine sehr dunkle und tiefe Nacht hinein.

Zur gleichen Zeit zog ein starker Sturm auf. Es regnete sehr stark, so stark das dem Vöglein so kalt war das es sich Schutz suchen musste. In dieser Nacht vermisste das Vöglein die anderen Vögel, zudem beneidete es sie da diese nicht einsam zwischen ein paar Steinen schlafen mussten und sich dazu nicht vor der Kälte fürchten brauchten… denn sie hatten… Familie… Geborgenheit… ein Heim… das kleine Vöglein unterbrach seinen Schlaf, es war immer noch stürmisch und dunkel draußen… es wollte zurück zu seiner Familie… zu seinen Freunden… nach Hause… doch als die Einsamkeit und die Angst dem Vöglein zu viel wurden, verliefen die schönen bunten Farben auf einmal… das Vöglein verlor alles Hoffnung, es hat vergessen wieso es überhaupt losgeflogen war, es fragte sich wieso es nicht zuhause bei seiner Familie blieb. Doch es war anscheinend zu spät… das Vöglein schien zu stürzen… es viel in einen tiefen Abgrund im Meer… es sank.