Story of a snitch

von Enpix
GeschichteFreundschaft, Schmerz/Trost / P12
29.10.2019
10.11.2019
4
6.179
 
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29.10.2019 1.269
 
Nach dem Abitur wollten viele aus meiner Klasse Urlaub machen und da wir uns als Klasse sehr gut verstanden haben, haben wir uns entschieden gemeinsam an den Bodensee zu fahren. Einige aus meiner Klasse waren noch nicht volljährig, hatten keinen Führerschein oder hatten kein Auto und von daher fuhr ein Teil der Klasse mit einem Reisebus zum Bodensee. Da ich bereits volljährig war und zu meinem Abitur das Auto von meinem Vater geschenkt bekommen habe, entschloss ich mich meine erste längere Reise zu machen. Von Berlin aus bis zum Bodensee war es ein ganz schön weites Stück und damit mir auf der Fahrt bis dorthin nicht langweilig wird, nahm ich einen guten Freund von mir und meine Freundin mit. Wir werden mindestens sieben Stunden fahren müssen, also stand ich am Montag bereits um 3:00 Uhr auf, ging in die Küche, machte mir einen Tee und belegte mir ein Brötchen. Ich habe mich am Abend davor schon gut vorbereitet, weswegen ich schon um 3:30 aus dem Haus zu meinem Auto ging. Ich setze mich rein, schloss die Tür und startete den Motor. Ich verband noch schnell mein Handy mit dem Auto um meine Musik einzuschalten, schaltete die Sitzheizung ein und fuhr los. Zuerst holte ich meinen Freund ab, der nur wenige Minuten von mir entfernt wohnte. Auf den Straßen war um diese Uhrzeit so gut wie nichts los und es war echt angenehm zu fahren. Ich stellte mich vor die Haustür von Elias und rief ihn an um zu sagen, dass er rauskommen soll. Währenddessen stieg ich schon mal aus dem Auto und öffnete den Kofferraum um gleich sein Gepäck verstauben zu können. Elias öffnete die Haustür und winkte mir zu. „Und wie sieht es aus hast du gut geschlafen?“, fragte mich Elias. Ich antwortete ihm: „Joa geht. Habe zwar nur so 5 Stunden geschlafen, aber ich fühle mich recht fit, also keine Sorge.“ Ich nahm den Koffer von Elias und legte ihn direkt neben meinen. „Krass wie viel Platz du in dem Auto hast.“, fiel Elias auf, da er das Auto jetzt zum ersten Mal gesehen hat. Elias setzte ich auf den Beifahrersitz und ich schaltete ihm die Sitzheizung ein. Obwohl es Juli war, war es an diesem Morgen recht kalt, aber es lag wahrscheinlich auch daran, dass wir beide nur ein T-Shirt angezogen haben. Wir fuhren jetzt gemeinsam zu meiner Freundin und auf dem Weg dorthin fing Elias plötzlich an über ein Mädchen zu reden, die in unserer Klasse war und auch zur Abschlussfahrt mitkam. „Du kennst doch noch bestimmt Sara oder?“, fragte mich Elias. „Na klar, wie kann ich sie nur vergessen.“ „Was meinst du damit?“, fragte mich Elias mit einer erschrockenen Stimme. „Also ich kenne dich doch und da fällt mir natürlich auf, dass du mit ihr sehr viel Zeit verbringst und da bisschen mehr als nur eine Freundschaft seien kann.“ „Ich weiß ja selber nicht, ob wir mehr als Freunde sind, aber ich hoffe es.“, sagte Elias ganz hoffnungsvoll. „Ich will es über diese Woche jetzt herausfinden.“, fügte Elias noch hinzu. „Ich habe schon eine Idee.“, sagte ich. „Und die wäre?“ „Erfährst du, wenn es soweit ist.“, sagte ich zu Elias und lächelte ihm zu. Noch einmal rechts abgebogen und dann stand da auch schon meine Freundin. So wie sie da stand war ihr bestimmt sehr kalt. Ich hielt kurz auf dem Fußgänger weg an und stieg aus. „Hey Schatz wie geht’s dir?“, fragte ich sie während ich sie umarmte. „Mir geht’s ganz gut, aber mir ist so kalt.“, sagte Sophie mit klappernden Zähnen. Ich öffnete ihr die Tür und setzte sie hinten in mein Auto, schaltete ihr auch die Sitzheizung ein und gab ihr eine Decke, die ich in meinem Kofferraum liegen hatte. Ich legte noch ihren Koffer auf meinen und setzte mich dann wieder ins Auto und stellte das Navi ein. „Boah krass 718 Kilometer.“, sagte Elias leise vor sich hin. Als wir auf die Autobahn auffuhren schaltete ich den Tempomat an und stellte ihn auf 120km/h ein. Ich aktivierte noch den Spurhalteassistent und den Fernlichtassistenten. Elias und Sophie sind eingeschlafen und ich war alleine im dunklen unterwegs, aber als es so langsam hell wurde weckte ich die beiden auf um demnächst auf einer Raststätte kurz Pause zu machen. Ich rüttelte Elias leicht an seinem Bein und sagte: „Elias wach auf!“ „Sind… sind wir schon da?“, fragte Elias und gähnte noch nebenbei. „Was? Nein.“, sagte ich. „Wir haben jetzt gerade mal die Hälfte.“, fügte ich noch hinzu. „Und warum weckst du mich dann?“ „Schau mal wer vor uns fährt!“ „Ein Bus.“, stellte Elias fest. „Ja richtig und was ist das für ein Bus?“, fragte ich weiter. „Ja keine Ahnung, woher soll ich das wissen?“ Nach einer kurzen Pause sagte Elias dann: „Achso warte… ist das der Bus, indem unsere Klasse fährt?“ „Ja richtig.“, sagte ich uns applaudierte Elias. „Wir fahren dem Bus jetzt so lange hinterher, bis er auf eine Raststätte abfährt und du wirst dann zu Sara gehen und sie fragen, ob sie bei uns mitfahren will.“, fügte ich noch hinzu. „Und was, wenn sie „nein“ sagt? Das wäre voll peinlich. Ne das mach ich nicht.“, sagte Elias und fing an zu schwitzen. „Hör auf so negativ zu denken und vertrau mir!“ Ich war mir nämlich ganz sicher, dass sie ja sagen wird. Nach circa einer halben Stunde fuhr der Bus ab und ich fuhr dem Bus hinterher. „Schatz wach auf!“, sagte ich noch bevor ich zum stehen kam. „Setzt dich dann mit Sara nach hinten und Schatz komm du nach vorne zu mir!“, sagte ich zu den beiden. Solange Elias Sara fragte, ob sie bei uns mitfahren will, ging ich in den Tankstellen Laden und kaufte uns ein Sixpack Coca-Cola. Tanken musste ich noch nicht, da das Auto vollgetankt war, als wir losgefahren sind. Als ich zurück zu meinem Auto ging, sah ich wie Sara gerade einstieg. Ich wusste einfach, dass sie bei Elias nicht nein sagen wird. Ich öffnete die Fahrertür und setzte mich rein. „Hallo Sara, lange nicht mehr gesehen. Wie geht’s dir so?“, fragte ich sie während ich jedem eine Cola gab. „Mir geht’s soweit ganz gut, aber ich habe leichte Kopfschmerzen, weil die ganze Klasse im Bus laute Musik anhat und mitsingt.“, antwortete sie und fing an leise zu lachen. „Habt ihr ihren Koffer mitgenommen?“, fragte ich sie. „Jup, ist im Kofferraum.“, antwortete Elias. Der Bus war noch eine kurze Zeit an der Raststätte, aber ich fuhr schon los. Ich schaltete wieder jeden Assistenten ein und fuhr weiter. Es waren jetzt nur noch 325 Kilometer zu fahren und die Fahrt war bis dahin sehr entspannt.  Elias und Sara unterhielten sich leise hinten im Auto, während mir meine Freundin von ihrem gestrigen Tag erzählte. Weitere 200 Kilometer später fuhren wir von der Autobahn ab. Jetzt waren es nur noch circa 100 Kilometer bis zum Bodensee, die wir auf der Landstraße fuhren. „Ist das eigentlich dein Auto?“, fragte mich Sara ganz neugierig. „Ja ist es.“, antwortete ich ihr ganz höflich. „War bestimmt nicht billig oder?“, fragte mich Sara. „Ich habe das Auto nicht gekauft. Dafür hätte ich auch kein Geld. Mein Vater hat sich ein neues Auto gekauft und mir zum Schulabschluss sein altes, also dieses hier geschenkt.“ Die letzten Kilometer vergingen wie im Flug und schon parkte ich auf dem Parkplatz von unserem Hotel ein. „So wir sind da.“, sagte ich und öffnete die Tür. Ich stieg aus und holte die Koffer aus dem Auto. Ich nahm den Koffer von mir und Sophie und schloss das Auto ab. Zu viert gingen wir ins Hotel rein um einzuchecken.
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