I missed you  나는 너를 그리워  [ Taekook| Vkook ] OneShot

von lanelike
OneshotDrama, Romanze / P12
Jungkook V
28.10.2019
28.10.2019
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"Ich habe mich in dich verliebt."

Immer und immer wieder ging ich diesen eigentlich so simplen Satz in meinem Kopf durch. Ich redete mir ein, dass es ok wäre, dass er mich nicht von sich stoßen würde wenn er davon wusste. Doch jedes mal wenn ich es ihm sagen wollte, kam kein Ton über meine Lippen.

Es war eine kühle Sommer Nacht und wie so oft lagen wie hier nebeneinander und dösten vor uns hin. Er zumindest, denn ich rang nach wie vor mit mir selbst.

Aber nicht immer lagen wir so entspannt nebeneinander.. Das ein oder andere Mal fanden auch ziemlich tiefsinnige Gespräche statt oder aber wir alberten einfach nur gemeinsam etwas herum.
So oder so kann man aber sagen, dass dieser Ort für uns schon immer etwas besonderes war.

Der alte Bahnhof .

Schon lange fuhren hier keine Züge mehr ein oder aus und als wir ihn damals entdeckten waren wir sofort begeistert von diesem Ort.

Die meisten dummen Ideen entsprangen hier und auch hier offenbarten wir uns unsere Geheimnisse.

Ich erinnere mich noch gut als er mir hier schüchtern erzählt hatte, dass er sein erstes Mal mit einem Mädchen hatte. Seine glühenden Wangen konnte ich trotz der Dämmerung erkennen.

Ein leichtes Schmunzeln huscht über meine Lippen als ich an diesen Moment zurückdenke. Schon damals versetzte es mir einen kleinen Stich in mein Herz, doch ich war noch zu jung um zu begreifen, dass dieses Gefühl Eifersucht ist. Deshalb hatte ich dieses neue Gefühl schließlich auch einfach ignoriert und ihm grinsend meine Hand auf die Schulter gelegt.

Lächelnd schüttle ich den Kopf.

Das ist nun schon 6 Jahre her und noch immer erinnere ich mich daran als wäre es gestern gewesen. Bereits damals, mit meinen 12 Jahren hatte ich schon diese Gefühle für ihn. Zwar dauerte es noch ganze drei Jahre bis ich mir selbst meine Gefühle für ihn eingestehen konnte.

Für mich war es schwer. Ich wollte es nicht wahr haben, dass ich auf Jungs stand. Ich ekelte mich vor mir selbst. Immer und immer wieder redete ich mir ein, dass es abnormal war, wie ich fühlte. Als Jungen einen Jungen zu mögen, das ging nicht. Das war ekelhaft und falsch.

Ich fing an zu Rauchen, ich war dreizehn. Anfangs waren es nur ein zwei Zigaretten im Monat, doch mit der Zeit wurden es immer mehr, bis ich täglich mehrere rauchte.
Er wusste davon nichts. Immer hatten wir uns alles anvertraut, egal wie peinlich etwas war, doch das konnte ich ihm einfach nicht sagen. Er wäre so enttäuscht von mir gewesen...

Sein Vater war Kettenraucher doch als er 9 Jahre alt war, starb dieser an den Folgen.

Die Zeit nach seinem Tod war schwer für ihn. Es dauerte mehrere Monate bis er das erste Mal richtig mit mir darüber sprach. Ich wusste dass er seinen Vater liebte, auch wenn er immer und immer wieder sagte, dass er ihn dafür hasst, ihn und seine Mutter verlassen zu haben.

Und nun....

...nun war ich derjenige der mehrere Zigaretten am Tag rauchte...mit vierzehn Jahren.

Ich wusste, dass es falsch war, dass ich aufhören sollte da es ihn verletzen würde, aber ich machte trotzdem immer weiter, weil es irgendwie das einzige war das wirklich half.

Mit der Zeit entfernten wir uns aber immer mehr voneinander und irgendwann ging jeder seinen eigenen Weg.
Ich dachte der Abstand zu ihm würde mir gut tun, doch leider war dem nicht so.
Eher im Gegenteil sogar.

Umso mehr wir uns voneinander entfernten, umso stärker wurde das Verlangen ihn bei mir zu haben, ihn in meinen Armen zu halten....

Doch früher oder später kam es dann wie es kommen musste.
Deo und Kaugummi halfen schon lange nichts mehr und ich wundere mich immer noch, dass meine Eltern es nicht schon früher bemerkt haben.

Natürlich waren sie enttäuscht von mir und so konnte ich mir erst mal eine viel zu lange Stand-Pauke anhören, doch sie merkten, dass dieses Verhalten von mir einen Grund hatte und versuchten mit mir darüber zu reden.
Ihnen zu sagen, dass ich rauchte da ich mich in meinen besten Freund verliebt hatte, kam für mich aber nicht infrage, zumal da sie ja noch nicht mal von meiner Sexualität wussten.

Also sagte ich nichts.

Bis heute nicht.

Inzwischen habe ich aufgehört zu rauchen. Mit der Hilfe meiner Eltern rauchte ich bald nur noch wenige Zigaretten im Monat und schaffte es schließlich sogar ganz aufzuhören. Dafür bin ich ihnen so unglaublich dankbar, denn obwohl ich ihnen nie den Grund für meinen Absturz gestand, standen sie mir immer bei und ich bin mir sicher, dass ich es ohne sie nicht geschafft hätte.

Dank ihnen habe ich schon seit mehr als einem Jahr keine Zigarette mehr geraucht. Auch meine Gefühle für ihn konnte ich mit der Zeit vergessen, zumindest ein wenig.

Noch ein letztes Mal ziehe ich die Luft tief ein ehe ich mich aufsetzen will um nachhause zu gehen.
Allerdings höre ich im nächsten Moment ein dumpfes Geräusch.

Vorsichtig öffne ich meine Augen und erkenne schwach die Umrisse einer weiteren Person.
Sofort verschnellert sich mein Atem, denn auch wenn ich nicht wirklich erkennen kann wer da vor mir sitzt, bin ich mir doch ziemlich sicher, dass er es ist.

Vorsichtig richte ich mich auf und sehe ihn von der Seite an.

Er hat sich verändert. Er ist noch schöner als damals. Seine Wangenknochen stehen markant hervor und seine schwarzen Haare hängen ihm locker ins Gesicht. Er sieht erwachsen aus. Kein Wunder, er müsste inzwischen 19 sein.

Plötzlich dreht er seinen Kopf in meine Richtung und erschrocken zucke ich etwas auf. Meinen Blick nehme ich allerdings nicht von ihm, und so starre wir uns gegenseitig an.

Plötzlich breitet sich ein warmes Lächeln auf seinen Gesicht aus und seine Hand legt sich auf meine Wange .

Schlagartig weiten sich meine Augen . Vor drei Jahren habe ich ihn das letzte Mal gesehen, und nun sitzt er plötzlich neben mir, hier an unserem Platz, und streichelt meine Wange.

Ich verstehe es nicht, ganz und gar nicht. Dennoch kann ich nicht verhindern, dass meine Augenlieder etwas flattern ehe ich sie schließe und mich seiner Hand etwas entgegen drücke.

Ein Leiser Seufzer kommt über meine Lippen ehe ich meine Lieder wieder aufschlage.

Lächelnd sieht er mich an, vorsichtig nimmt er seine Hand wieder von meiner Wange, aber nur um sie gleich darauf auf meine Hand zu legen.

"Ich habe dich vermisst, Taehyung..."

Den Blick starr auf unsere ineinander verschränkten Hände gerichtet dauert es einen Moment bis ich meinen Kopf hebe um ihm in die Augen zu sehen.

Ein sanftes Lächeln breitet sich auf meinen Lippen aus und sanft erwiedere ich den Druck auf seine Hand.

Ich dachte immer es würde komisch werden, würden wir uns irgendwann mal wieder sehen, immerhin sind wir ja nicht unbedingt im positiven auseinander gegangen. Zwar war kein Streit der Grund doch ich merkte damals wie sehr es ihn verletzte als ich ihn immer mehr aus meinen Leben ausschloss.

Allerdings ist die Stimmung gerade überhaupt nicht komisch. Um ehrlich zu sein ist es sogar schön ihn nun wieder zu sehen. Und auch er scheint das so zu sehen denn als er mein Lächeln sieht breitet sich auch auf seinen Lippen ein Lächeln aus und sein Griff um meine Hand wird etwas fester.

Eine angenehme Wärme breitet sich in meinem Körper aus als ich sein Lächeln sehe.
Auch wenn ich die letzten Monate sicher war, ihn und meine Gefühle für ihn hinter mir gelassen zu haben, muss ich nun zugeben dass es wohl nicht so ist.

Das Kribbeln welches ich spüre wenn er mich berührt zeigt mir nur, dass meine Gefühle für ihn immer da waren. Ich habe mit der Zeit lediglich gelernt sie zu ignorieren.

Doch spätestens in dem Moment als er mit seiner sanften Stimme sagte, dass er mich vermisst habe, sind die Schmetterlinge welche ich jahrelang weggesperrt hatte wieder ausgebrochen und flattern nun aufgeregt durch meinen Magen.

Leise seufze ich und versuche den Tumult in meinem Magen etwas zu beruhigen, jedoch ohne Erfolg.

Aber wenn ich eines gelernt habe in der Zeit ohne ihn, dann dass man seine Gefühle nicht verstecken soll, denn im Endeffekt ist das schlimmer als alles andere und bringt nur Probleme.

Und diesen Fehler werde ich nicht nochmal machen,
deshalb ziehe ich ihn auch ohne groß zu überlegen in meine Arme und vergrabe mein Gesicht in seiner Halsbeuge.

"Ich habe dich auch vermisst, Jungkook."

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