Infinite Earths Oneshots und Shorts-Sammlung

von Afaim
GeschichteAbenteuer, Drama / P16
Laurel Lance
27.10.2019
06.12.2019
17
71657
1
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14. Masken



Universum: mein A/B/O-Verse, da ich meine Version von Batwoman schon nach „Elseworlds“ entwickelt habe, unterscheidet diese sich sehr von der Canon-Version, dies ist der Versuch die ersten acht Folgen der Serie mit meinem Verse abzustimmen.



Spoiler: Für mein A/B/O-Verse, besonders die Fic „Dark Knightress“ in „Road to Finale Crisis“ und für die 1. Staffel von „Batwoman“ bis Episode 1.8. „A Mad Tea Party“, danach AU



Pairings: Gen-Fic über die Kane-Schwestern mit: Kate/Sophie, Kate/Renée, Jacob/Catherine, Sophie/Tyler, Alice/Dogson



Warnings: Spoiler, AU, Kate hat bei mir eine andere Herkunftsgeschichte, Character Death (mehrfach), Rassismus (Alice), Sexismus, A/B/O-Dynamik, kein Happy End



Inhalt: Wie sich herausstellte, war Beth doch nicht tot.



Beth hatte sich noch niemals in ihrem Leben so sehr gefürchtet, wie an dem Tag, an dem sie und ihre Mutter entführt wurden. Sie und ihre Mutter in den Händen von Terroristen (zumindest dachte sie das damals). Zumindest war Kate entkommen, zumindest war Kate in Sicherheit, das war ihr einziger Trost. Ihre Mutter war wie ihr Vater ein Beta, nicht für den Kampf geschaffen, sondern für die Vermittlung. Doch mit Terroristen konnte man nicht vermitteln. Also ermöglichte sie stattdessen ihrer Tochter die Flucht.

Beth lief um ihr Leben, versuchte nicht an ihre Mutter zu denken, nur daran zu fliehen. Nur daran Kate und ihren Vater wiederzusehen. Auf ihrer Flucht stolperte sie über Dr. Cartwright, oder stolperte er über sie? Er wusste, wer sie war, versprach ihr, dass sie mit ihrem Vater telefonieren dürfte. Sie glaubte ihm. Sie war mehr Kind als Frau. Ja, er war ein großer starker Alpha, und sie war ein Kind und ein Omega. Trotzdem konnte sie nicht anders, als sich jahrelang immer wieder vorzuwerfen, dass sie nicht tapfer genug gewesen war, nicht schlau genug, nicht schnell genug, nicht misstrauisch genug. Sie hätte entkommen müssen – irgendwie.

Dr. Cartwright hatte nicht vor sie gehen zu lassen. Er wollte sie behalten. Nicht für irgendwelche perversen sexuellen Spielchen, für die erwachsene Alphas minderjährige Omegas, die sie entführten, normalerweise behalten wollten, sondern für seinen Sohn, Jonathan. Jonathan war ein Omega wie sie, und er besaß eine besondere Gabe, daran bestand kein Zweifel, allerdings war er auch entstellt und traute sich nicht vor die Türe. Sein Vater war der Meinung, er würde einen Spielgefährten gebrauchen können. Beth sollte dieser Spielgefährte sein.

Beth hatte aber keine Lust dazu als Gefangene eines verrückten Alphas ihr Dasein zu fristen. Beth wollte entkommen. Jonathan, so stellte sich heraus, wollte ihr nicht helfen zu fliehen. Das sollte sie nicht überraschen, immerhin war auch er ein Omega, und sein Vater hatte auch ihn in seiner Gewalt. Und außerdem war doch noch etwas Anderes in Jonathan, etwas Düstereres – Jonathan wollte sie ebenfalls behalten, wollte sie ebenfalls nicht gehen lassen.

Also nahm sie ihre Flucht selbst in die Hand. Einen Anruf, mehr brauchte sie nicht.

Wenig später konnte sie die Stimmen ihres Vaters und ihrer Schwester hören. „Sag ein Wort und ich töte sie“, hatte Dr. Cartwright ihr nach dem Anruf angedroht, „Geh in dein Zimmer, öffne nicht die Türe und sei still, wenn du willst, dass ich diejenigen, die nach dir suchen kommen, nicht töte.“ Beth wusste, was mit ihrer Mutter passiert war, sie hatte es im Fernsehen gesehen. Sie wollte auf keinen Fall riskieren auch noch ihren Vater und ihre Schwester zu gefährden. Also blieb sie still, öffnete die Türe nicht, und sagte kein Wort, während Dr. Cartwright ihren Vater vorlog Jonathan hätte den Anruf getätigt – Jonathan, der perfekt Stimmen nachahmen konnte und das auch demonstrierte.

Kate kam in den Keller und blieb direkt vor der Türe zu Beths Gefängnis stehen. Beth hielt den Atem an und wartete ab, wartete darauf, dass Kate sie durch ihre Zwillingsverbindung spüren würde, dass Kate von sich aus die Türe öffnen würde, dass sie und ihre Schwester wieder vereint wären.

Kate öffnete die Türe nicht, Kate spürte sie nicht, Kate ließ sie im Keller zurück, Kate und ihr Vater verließen das Haus wieder, ließen Beth zurück. Und Beth verbrachte die nächsten dreizehn Jahre als Gefangene.



Kate würde niemals vergessen wie sie ihre Mutter und ihre Schwester verloren hatte. Wie die beiden entführt wurden, wie ihre Mutter hingerichtet wurde und Beth verschwand. Kate war immer davon ausgegangen, dass sie es spüren würde, wenn Beth tot wäre. Vielleicht wollte sie trotzdem die Hoffnung nicht aufgeben, vielleicht suchte sie trotzdem weiter nach ihrer Schwester, nachdem die Suche offiziell schon aufgeben worden war. Sie wusste, dass auch ihr Vater die Hoffnung nicht aufgegeben hatte.

Doch die Wahrheit war: Das dort draußen war eine grausame Welt, selbst wenn es Beth irgendwie gelungen war ihren Entführern zu entkommen – einem minderjähriger weiblichen Omega, der alleine durch die Wälder irrte, konnte vieles zustoßen. Deswegen schien es ihren Vater auch zu erleichtern, als Catherine Hamiltons Team die Überreste fand. Als der Gentest feststellte, dass die Leiche Beth war. Kate jedoch konnte niemals das Gefühl abschütteln, dass Beth vielleicht trotzdem immer noch irgendwo dort draußen am Leben war.

Da ihr Vater sich aber die Schuld an dem gab, was geschehen war, ließ sie das Thema fallen, sprach nicht mehr darüber, sondern fand sich damit ab, dass Beth weg war. Akzeptierte, dass Beth tot war und machte mit ihrem Leben weiter. Was blieb ihr im Grunde auch anderes übrig? Je mehr Zeit verging, desto unwahrscheinlicher war es, dass Beth immer noch am Leben war. Und irgendwann begann Kate sogar zu glauben, dass ihre Schwester wohl wirklich tot sein musste, ansonsten wäre sie doch wohl zu ihr zurückgekehrt, nicht wahr?



Die Jahre vergingen, Kate konzentrierte sich auf ihr eigenes Leben. Westpoint schmiss sie raus, nachdem sie mit einem Mit-Omega fratanisiert hatte. Das Ganze hätte sie vielleicht weniger hart getroffen, wenn Sophie Moore, besagter Mit-Omega, ebenfalls herausgeschmissen worden wäre, doch Sophie unterschrieb das Abstreitungsformular, und voila sie durfte bleiben. Kate Kane, die noch nie viel davon gehalten hatte zu lügen, unterschrieb es nicht und musste gehen. Wenn sie jemand nicht haben wollte, so wie sie war, musste dieser ganz auf sie verzichten, das war zumindest ihre Ansicht. Sophie hingegen schien kein Problem damit zu haben sich zu verstellen. Oder zu lügen. Immerhin hatte sie Kate versprochen ebenfalls nicht zu unterschreiben. Aber sie hatte Kate ja auch gesagt, dass sie sie lieben würde, nicht wahr? Offensichtlich war bereits das eine Lüge gewesen.

Trotzdem, Kate hatte Sophie geliebt und sie auch niemals vergessen. Nicht wirklich. Nicht einmal Renée hatte sie dazu gebracht Sophie Moore zu vergessen, zumindest nicht vollkommen. Als sie also erfuhr, dass Sophie von der verrückten Alice und ihrer Wonderland-Gang entführt worden war, brach sie ihre Ausbildung bei Talia al Ghul ab und kehrte nach Gotham zurück um Sophie zu retten.

Die Dinge in Gotham hatten sich in ihrer Abwesenheit verändert. Batman war verschwunden, genau wie Bruce (er hing also nicht in seiner Villa herum und badete im Selbstmitleid, nein er badete irgendwo anders im Selbstmitleid, wie es schien). Ihr Dad hatte sich eine Sondereinheit namens die Crows aufgebaut und beschützte mit dieser Gotham anstelle von Batman. „Batman war nie ein großer Held, das wollten sie uns immer nur glauben machen, Kate. Wo war er, als deine Mutter und deine Schwester entführt wurden? Er hat sie nie gerettet, warum hat er sie nie gerettet?“, erklärte Jacob Kane seiner Tochter zu diesem Thema, „Die Crows beschützten Gotham. Wenn du willst, dann kannst du dich uns anschließen, etwas für diese Stadt bewirken.“ Kate konnte ihrem Vater kaum an die Nase binden, woher sie wusste, warum Batman ihre Familie damals nicht gerettet hatte, genauso wenig wie sie es ratsam fand zu erwähnen, dass sie kein Interesse daran hatte ein Mitglied der Crows zu werden, weil sie lieber eine Vigilantin wie Batman werden wollte und die letzten Jahre damit verbracht hatte sich dazu ausbilden zu lassen. Also sagte sie nur: „Um entführt zu werden, wie Sophie? Wer ist diese Alice eigentlich, und was hat sie gegen dich und Sophie?“

Darauf hatte Jacob Kane keine Antwort zu bieten, und Kate beschloss die Dinge selbst in die Hand zu nehmen. Auch wenn Bruce nicht da war, konnte er ihr immer noch dabei helfen Sophie zu retten. Seine Technologie überwachte die ganze Stadt.

In der Bathöhle traf sie auf Luke Fox, Lucius Sohn. Luke war ein Beta und sehr erbost über ihr Eindringen in die Bathöhle. Offenbar hatte er in den letzten Jahren mit Bruce gearbeitet – nun in den letzten Jahren vor seinem Verschwinden vor drei Jahren – und Bruce hatte Kate ihm gegenüber nie erwähnt (Überraschung! Das war typisch für Bruce, der sie immer soweit er konnte von Batman hatte fernhalten wollen). Kate ließ sich davon nicht beeindrucken, sondern fand Alices Gang und Sophie, und lieh sich Bruces Anzug um ihre Ex-Freundin zu retten. Und das hätte es dann auch schon wieder sein sollen, nur dass es nicht so einfach war, denn…

„Du hast die Augen unseres Vaters.“

Wie sich herausstellte hatte Alice einen ganz speziellen Grund gehabt Sophie zu entführen. „Sophie Moore ist die Omega-Tochter, die sich Jacob Kane immer gewünscht hat, Kate. Er hat dich ersetzt. Er hat deine Schwester ersetzt. Du magst vielleicht bereit sein diese Beleidigung zuzulassen, ich bin es nicht“, erklärte Alice Kate. Wie sich herausstellte, war Beth doch noch am Leben, wie sich herausstellte, war Beth Alice.



Niemand glaubte Kate diese Neuigkeit. Ihr Vater glaubte ihr nicht. Seine Ehefrau Catherine Hamilton-Kane glaubte ihr nicht. Catherines Tochter Mary glaubte ihr nicht. Sophie glaubte ihr nicht. Ja, noch nicht mal Luke Fox wollte ihr glauben. Bis sich herausstellte, dass sie absolut recht hatte.

Auf jeden Fall war Alice verrückt und auf Rache aus. Und lief herum und tötete Menschen. Kate wusste, dass sie sie aufhalten musste. Dass sie ihren Vater vor der Rache seiner totgeglaubten Tochter beschützen musste. Dass sie einen Weg finden musste Beth vor sich selbst zu retten. Zum Glück musste sie diesen Kampf nicht alleine bestreiten. Bruce mochte sie zwar Luke gegenüber nie erwähnt haben, doch er hatte sie nicht vergessen.

„Ich habe ihn gefunden. Einen Anzug für eine Frau von deinen Maßen“, erklärte Luke und zeigte ihr das Fundstück, „Wenn du das anziehst, werden nicht mehr alle glauben, dass Batman zurück ist.“ (Was tatsächlich ein Problem war, da sie alle mit Ausnahme von Sophie, die sie von nahen gesehen hatte, für den zurückgekehrten Batman zu halten schienen, was sie und sehr viele andere dank Beta-Psycho Tommy Elliot fast das Leben gekostet hätte).

So wurde Batwoman geboren, zuerst nur eine Notwendigkeit, bald eine Berufung. Und vor allem Alices Schwester. Alice hatte sich allerdings in den fünfzehn Jahren seit ihrem Verschwinden auch einen Bruder zugelegt. Sein Name war Jonathan Cartwright, doch sie nannte ihn Mouse. Er war ein Omega wie Kate und Beth, wie Mary, und Kate konnte nicht anders als sehr wohl die Ironie daran zu erkennen, dass Alice versucht hatte Mary umzubringen, weil diese ihren Platz in Kates Leben eingenommen hatte, während sie selbst Kate bewusst durch jemanden, den sie Mouse nannte, ersetzt hatte. Vor allen anderen Dingen aber war Mouse ein Chamäleon, er konnte andere Menschen täuschend echt nachahmen, was Alice nützlich zu kommen schien. Vielleicht behielt sie ihn ja deswegen in ihrer Nähe, vielleicht war er ihr deswegen wichtiger als ihr Boy-Toy Ex-Crow und Alpha Dogson. Vielleicht aber verband sie beide ja auch echte Zuneigung.

Alice erzählte Kate die lange und traurige Geschichte davon, was ihr passiert war, nachdem sie vor ihren Kidnappern geflohen war, sie erzählte ihr von Dr. Cartwright. Sie hatte Jahre an Mouses Seite verbracht, vielleicht liebte sie ihn wirklich.

Alice liebte aber auch Kate wirklich, davon war der Omega überzeugt. Sie hatte sie vor Tommy Elliott gerettet und hatte die Waffe, die Batwoman töten könnte, zu einem Einzelstück gemacht. Beth, davon war Kate überzeugt, steckte immer noch tief in Alice. Sie musste sie nur noch herauslocken, sie musste sie nur an die Oberfläche bringen um ihre Schwester zurückzubringen.

„Ist Alice das alles wert?“, wollte Mary von ihr wissen, und Kate hätte am liebsten voller Überzeugung gesagt: „Ja, ja, das ist sie.“ Beth war immer für sie dagewesen, hatte sie immer geliebt. Nicht so wie ihr Vater, der von ihr enttäuscht war und das nicht einmal versuchte zu verbergen, nicht so wie Bruce, der sie nie als Kampfgefährtin an seiner Seite hatte haben wollen, nicht so wie die verdammte Catherine Hamilton, die darüber, dass sie Beths Knochen gefunden hatte, gelogen hatte, nicht so wie Sophie, die sie einst auf Westpoint verraten hatte, und nun mit einem männlichen Beta namens Tyler verheiratet war, und drohte Kates Geheimnis an Jacob Kane zu verraten und das sogar auch tat. Sie behauptete es nur getan zu haben, weil sie Kates Leben retten wollte (vor der Batkiller-Waffe), doch Kate wusste, dass sie Sophie nie wirklich trauen könnte, weil Sophie sich letztlich immer für ihren Vater entscheiden würde und niemals für Kate – Ehemann hin oder her, das war es, was schwerer wog.

Sie überzeugte Sophie davon nicht Batwoman zu sein, und war noch damit beschäftigt zu verarbeiten, dass Sophie sie an ihren Vater verraten hatte, als sich herausstellte, dass Beth ihren echten Vater entführt hatte. Mouse hatte ihn ersetzt und machte auf Liebkind mit Catherine, was ihr Vater nach allem, was sie zu verantworten hatte, niemals getan hätte. Alpha hin oder her.

Mary versuchte Kate dazu zu bringen ihrer Mutter zu verzeihen, doch Kate hatte keine Lust dazu. „Du hast Alice eine zweite, dritte, und fünfte Chance gegeben! Und für meine Mutter hast du keine übrig?! Warum nicht? Jeder kann mal einen Fehler machen!“, drang Mary in all ihrer Omega-Offenheit in Kate, doch Kate fühlte sich zu verraten um ihr zuzuhören.

Was sich rächte - alles rächte sich. Wie sich ihre nie überwundenen Gefühle für Sophie Moore gerächt hatten, rächte sich nun ihre Liebe zu ihrer Schwester. Während sie Jacob Kane dort suchte, wo er nicht war, vergiftete Mouse die Hamiltons, und Alice zwang Catherine zu einem falschen Geständnis, das Kates Vater wegen Korruption ins Gefängnis brachte.

„Ist Alice das alles wirklich wert?“, wollte Mary erneut von ihr wissen. Diesmal mit dem Wissen um ihre tote Mutter, der Alice keine Chance gelassen hatte. „Ihr einziger Weg zu überleben wäre gewesen mich sterben zu lassen, und das hätte sie niemals getan“, sagte Mary, „Meine Mutter mag viele Fehler gehabt haben, doch sie war ein Alpha bis zuletzt, sie war eine Mutter bis zuletzt. Und sie hat niemanden umgebracht. Also, ist Alice alle Opfer, die sie gefordert hat, wirklich wert?“

„Nein“, meinte Kate mit erstickter Stimme, „Das ist sie nicht. Beth ist tot. Und Alice ist ein Monster.“

Ihr Vater schwor Alice zu töten, und Kate schwor sich ihm dieses Mal nicht in den Weg zu stellen. Alice hatte bewiesen, dass sie vor nicht zurückschreckte um ihre Rache zu bekommen, und Kate sah ein, dass sie keine Schwester mehr hatte, die sie retten konnte. Dass sie Beth loslassen musste, wenn sie ihre wahre Familie – ihren Vater und Mary und ja auch Sophie Moore – retten wollte.

Also ließ sie Beth los und sah in ihr von nun an nur noch Alice. Das war leichter gesagt als getan, doch sie konnte es sich nicht mehr leisten ihre Feindin zu lieben, nicht nachdem diese Catherines umgebracht hatte.

Alice war ein verrückter Omega, und es gab nichts Gefährlicheres als verrückte Omega. Batwoman würde sie aufhalten müssen, egal wie schwer das werden würde. Und es wurde schwer, so wirklich schwer, am Ende schaffte sie es. Alice starb nicht, sondern wurde weggesperrt. Schon wieder. Vielleicht war es Karma. Alice hatte ihre Freiheit nur dazu genutzt andere so sehr zu terrorisieren, wie sie von Dr. Cartwright terrorisiert worden war. Also wurde ihr ihre Freiheit wieder weggenommen.

Was Kate Kane anging, so hatte sie nur noch eine Schwester: Mary Hamilton, Omega wie Kate, Ärztin ganz anders als Kate, und jemand, auf den sich Kate immer verlassen konnte, mit und ohne Kostüm. Vielleicht der einzige jemand, auf den sich Kate immer verlassen konnte, wenn man von Luke absah.

Renée fragte Kate niemals nach Beth, und Kate sprach auch niemals von ihr. Ihre Schwester war vor langer Zeit im Keller von Dr. Cartwright gestorben, Alice war nichts weiter als ein Schatten von ihr, der rein gar nichts mehr mit Beth Kane gemeinsam hatte.



Nach dreizehn Jahren konnte Beth entkommen. Sie tötete Dr. Cartwright, befreite sich selbst und Mouse, weil kein anderer da war, um sie zu befreien. In ihrer langen Gefangenschaft hatte sie gelernt, dass sie sich auf niemand anderen verlassen konnte als auf sich selbst. Sie war es die die beiden Omega befreite, sie war es, die sich und ihren Bruder beschützte, niemand anderer würde das übernehmen.

Sie befreite ihren Bruder aus Arkham, suchte sich neue Verbündete, Handlanger, einen Alpha-Liebhaber. Und dann suchte sich Vergeltung. Catherine Hamilton, die dafür gesorgt hatte, dass sie in Gefangenschaft blieb, sollte genauso für alles bezahlen, was sie getan hatte, wie Jacob Kane, der nicht nur Schuld daran war, dass sie und ihre Mutter entführt worden waren, sondern auch noch aufgehört hatte nach seiner verschollenen Tochter zu suchen. Er sollte erleiden, was sie erlitten hatte, das wäre nur fair.

Dann war da noch Kate. Auch Kate hatte sie enttäuscht, doch Kate war ein Kind gewesen. Beth vergab ihr, Beth war bereit sie wieder in ihre Familie aufzunehmen, doch Kate hatte eine neue Familie gefunden, eine mit einer Vorliebe für Feldermäuse. Und sie wollte, dass Beth wieder der verschreckte Omega wurde, der sie einst gewesen war, und das konnte Beth nicht zulassen. Verschreckten Omegas geschahen schlimme Dinge. Alice hingegen geschahen keine schlimmen Dinge. Nicht mehr.

„Du denkst immer noch, dass ich Beth bin“, erklärte sie Kate, „Doch Beth ist vor Jahren gestorben.“

Es war eine Lüge, doch es war leichter als die Wahrheit. Kate würde niemals verstehen, dass Beth sich weiterentwickelt hatte und Alice einfach nur eine Maske war um das, was von Beth noch über war, zu schützen.

Als alles vorbei war, wurde Beth wieder eingesperrt. Kate kam sie kein einziges Mal besuchen. Mary Hamilton kam sie besuchen, wenn das keine Ironie war. „Für Kate bist du gestorben“, sagte sie, „Du brauchst gar nicht erst auf sie warten, sie wird dich nicht besuchen kommen.“

„Kate und ich sind Omega-Zwillinge, Mary. Das ist ein Band, was nichts und niemand durchtrennen kann. Keine Schlitzaugen-OP würde ausreichen damit du meinem Platz in Kates Leben einnehmen kannst“, spottete Beth. Es war so einfach grausam zu sein und so befreiend un-omegahaft.

„Ich will deinen Platz gar nicht einnehmen, das wollte ich nie. Und eure mystisches Zwillingsband wurde bereits durchtrennt, Alice. Siehst du, Kate hat dich immer verteidigt, wollte dich immer retten, aber dann bist du hergegangen und hast euer Band eigenhändig durchtrennt. Du hast meine Mutter umgebracht und unseren Vater ins Gefängnis gebracht und Kate belogen um sie davon abzuhalten irgendetwas dagegen zu tun. Wenn du nur ein bisschen weniger auf Rache aus gewesen wärst, und ein bisschen mehr geblieben wärst wie du warst bevor dir das alles damals passiert ist, dann hätte sich Kate niemals von dir abgewandt“, behauptete Mary.

Beth lachte. Mary Hamilton verstand nichts. Beth hatte sich verändern müssen um zu überleben, sie hatte zu Alice werden müssen um Kate wiedersehen zu können. Kate, die zu Batwoman geworden war, um Sophie Moore und ihren Vater zu retten, würde das doch wohl am besten verstehen. Masken waren für Omegas notwendig um zu überleben. Selbst Mary Hamilton gab vor ein oberflächliches Party-Girl zu sein. Es war nichts falsch an einer Maske. „Du irrst dich, sie wird kommen“, sagte Beth.

Sie wartete, und wartete, wie damals hinter dieser Türe. Doch dieses Mal blieb Kate nicht nur einfach vor der Türe stehen. Nein, sie kam nicht einmal hinunter in den Keller.



Fin.



A/N: Ja, das hier war eine ernüchternd Fic, aber ich empfand das nach dem Herbst-Finale als passend. Wie gesagt, in meiner Fic“ Dark Knightress“ in „Road to Finale Crisis“, erfahrt ihr mehr über Kates, ihren Vater, den Anschlag auf ihre Familie, ihre Beziehung zu Bruce und Renée Montaya.



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