Laufsteg in ein besseres Leben

von Malec-Sun
GeschichteRomanze, Freundschaft / P18 Slash
27.10.2019
06.12.2019
21
79721
22
Alle Kapitel
105 Reviews
Dieses Kapitel
3 Reviews
 
 
 
Hallo!
Dies ist meine 2. Geschichte und ich wünsche euch viel Spaß am Lesen. Ich werde jeden 2. Tag ein neues Kapitel hochladen um euch nicht allzulange auf die Folter zu spannen.

ZUR ANMERKUNG: Die Gedanken von Tyler sind kursiv geschrieben und die von Ben fett. Damit es übersichtlicher ist mache ich es so.

Ich würde mich sehr über eure Meinung freuen!!

Liebe Grüße und einen schönen Sonntag!

--------------------------------------------------------------


Verdammte Scheiße, musste sich der Idiot ausgerechnet jetzt erwischen und einbuchten lassen? Jetzt ist natürlich auch mein toller Job wieder futsch, aber das ist dem Arsch natürlich komplett egal. Und wo nehme ich jetzt die Kohle für die nächste Party und was zu essen her? Mist verdammter!

Tyler trottet langsam die Straße entlang zum Haus seiner Pflegeeltern und fährt sich genervt durch die blonden Haare. Wie soll er das seiner Freundin erklären? Und Arthur und Elena? Die waren doch so froh gewesen, dass er für sich selber sorgte und ihnen nicht mehr unnötig auf der Tasche lag, dass sie sogar über den Job hinweggesehen hatten, denn er gefunden hatte. Aber er liebte es hinter der Bar zu stehen und Drinks zu mixen, die er selber noch lange nicht würde trinken dürfen. Es war ihm auch immer klar gewesen, dass der Idiot ihn illegal beschäftigte und auch Drogen im Club vertickte, aber es war ihm egal gewesen.

Er ist fast 1,80m groß und ging im schummrigen Licht leicht als 21 durch und das obwohl er eigentlich erst 16 Jahre alt ist und noch zur Schule geht. Er möchte später einmal Polizist werden und weiß, dass es besser ist, wenn dieser Job nie in seinen Akten aufscheint, aber er hat nun mal eine Freundin die gerne feiern geht. Und für sie ist es selbstverständlich, dass er für alles bezahlt, obwohl sie weiß, dass er nur bei Pflegeeltern wohnt, die ihm kein Taschengeld geben. Und da er auch immer hungrig ist und nicht so viel zu essen bekommt, wie er will, musste er sich einen Job suchen und obwohl er immer zu Jessica sagte, dass er sich den Job nur für sie gesucht hat, hat sie doch immer gemeckert, wenn er arbeiten musste und somit keine Zeit für hatte. Was aber natürlich so nicht stimmte: er hat den Job auch, damit er endlich sein eigenes Geld hat und sich coole Klamotten davon kaufen kann und nicht die alten von seinem Bruder tragen muss. Er ist zwar mittlerweile um einiges größer als Keith, aber seine Klamotten sind immer noch scheiße. Die ganze Unterstufe ist er deswegen von seinen Freunden aufgezogen worden und er hat genug davon.

Jessica machte ihn in letzter Zeit echt wahnsinnig damit, mit ihrer ständigen Meckerei. Zumal sie nach jeder Party will, dass er noch mit zu ihr geht, was ihm überhaupt nicht gefällt. Denn kaum sind sie in ihrem Zimmer, fängt sie an sich auszuziehen und mit ihm herumzuknutschen. Gegen knutschen hat er ja nix einzuwenden, aber ob er auch Sex mit ihr haben will, das ist sich Tyler nicht sicher. Zumal er nur was mit ihr angefangen hat, damit er eben auch cool ist, schließlich ist sie Cheerleaderin und somit extrem beliebt. Er ist nicht sonderlich sportlich, aber Tyler geht fast jeden Tag ins Fitnessstudio um sich einige Muskeln aufzubauen, er will keine Muskelmaschine werden, aber auch nicht mehr der schlaksige dünne Junge sein, der er immer war, da er so schnell gewachsen ist. Na ja dazu hat er jetzt ja dann wohl wieder mehr Zeit, wenn er nicht arbeiten musste. Aber er braucht dringend einen neuen Job, das ist ihm nur zu klar.

Als er um die Ecke biegt und bereits fast zuhause ist, bleibt ihm fast das Herz stehen: Vor dem Haus steht ein Streifenwagen. Scheiße! Was ist denn nun wieder passiert? Als ob mein Leben nicht gerade schon genug den Bach runtergeht. Tyler beschleunigt seine Schritte und stürmt ins Haus, wo seine Pflegemutter ihn bereits erwartete und mit wütenden Augen anfunkelt. „Was ist hier los, Elena?“ „Was hier los ist?“ schreit sie ihn wütend an, „Die Polizei durchsucht gerade dein Zimmer, weil sie der Meinung ist, dass du mit Drogen dealst, so wie dein Boss!“ „Scheiße!“ Und gerade als er sich auf den Weg in sein Zimmer macht um sich dem Unvermeidlichen zu stellen, kommt ein Polizist auf ihn zu. „Bist du Tyler?“ „Ja, warum durchsuchen sie mein Zimmer?“ erwidert er trotzig, denn er will sich nicht anmerken lassen, wie viel Angst er gerade hat. Wenn sie das Gras entdecken, werden sie ihm niemals glauben, dass das nur für ihn ist und dann kann er sich eine Kariere als Polizist abschminken. „Weil wir heute deinen Boss verhaftet haben, wie du aber sicher bereits weißt.“ Tyler nickt nur, unsicher was er darauf sagen soll. „Komm mit, wir unterhalten uns in deinem Zimmer weiter. Mrs. Griffin, haben sie etwas dagegen, wenn wir alleine mit ihrem Sohn reden? Er ist minderjährig und somit müssen wir sie fragen.“ „Er hat sich ganz alleine in diese Scheiße geritten, er wird auch alleine schauen, wie er wieder rauskommt. Also nein ich habe nichts dagegen und im Übrigen ist er nur ein Pflegekind.“

Wieso verurteilst du mich schon, kannst du nicht ein einziges Mal auf meiner Seite stehen? Warum traust du mir sowas überhaupt zu?

Seine Gedanken drehen sich im Kreis und die Verurteilung seiner Pflegemutter schmerzt ihn mehr, als er zugeben möchte.
Er betritt hinter dem Polizisten sein Zimmer und ist entsetzt über die Unordnung. Zwei weitere Beamten durchwühlen wirklich jeden Winkel seines Zimmers und auch die Schublade, wo er die Sachen für seine Joints versteckt hat, damit er Jessica ertragen kann, liegt bereits ausgeräumt auf dem Boden. Fuck! „Setz dich hierhin Tyler. Wir müssen uns unterhalten.“ Tyler tut wie ihm geheißen und setzt sich langsam hin. Unsicher vergräbt er seine Hände in seinen Hosentaschen und schaut auf den Boden. „Es gibt jetzt zwei Möglichkeiten für dich: entweder zu kooperierst mit uns und erzählst uns alles was du weißt, oder wir nehmen dich mit und das heißt dann Jugendgefängnis.“ Entsetzt schaut Tyler auf und merkt, wie sich Tränen in seinen Augen sammeln.

Wie konnte ich nur so saudumm sein und denken, dass ich nicht irgendwo aufscheine. Ich bin so ein Idiot. Verdammte Scheiße! Fuck!

Er versucht seine Gedanken zu ordnen, bevor er zu reden beginnt. „Ich habe nur als Barkeeper bei Oleg gearbeitet, er hat zu mir gesagt, dass er mich nicht ordentlich anmelden kann, weil ich zu jung bin. Woher wissen sie von mir?“ er wischt sich mit den Handrücken über die Augen und schaut zu dem Polizisten. „Wir wissen schon lange von Olegs Geschäften und er stand im Verdacht auch Menschenhandel zu betreiben, weshalb wir den Club und auch dich genauer im Auge hatten. Wir hatten die Befürchung, dass du einfach verschwinden könntest. Aber diese Gerüchte haben sich zum Glück nicht bewahrheitet, seine Kontakte zur russischen Mafia dienen nur zur Koks Beschaffung.“ „Menschenhandel? So was gibt’s in echt?“

Ich glaube ich bin im falschen Film gelandet. Scheiße.

Plötzlich bemerkt Tyler wie sich die Tränen aus seinen Augen lösen und über seine Wange rollen. Ihm wird erst jetzt bewusst, wie gefährlich sein Job gewesen ist. „Natürlich! In Russland leider noch immer gang und gebe. Aber um dich zu beruhigen, wir haben immer gut auf dich aufgepasst und hätten es zu verhindern gewusst, dass sie dich nach Russland bringen.“ „Danke. Aber wenn er echt bei der Mafia ist, dann sollte ich wohl besser nichts sagen, oder? Verräter mögen die nicht so gerne, zumindest in Filmen überleben das die wenigsten. Und da ich noch ein Weilchen leben will, sollte ich wohl den Jugendknast vorziehen.“ „Nun aber mal langsam, Junge! So heiß wird nix gegessen. Und nur weil wir dich schon lange im Visier haben, wissen wir von dir. In Russland kennt dich keiner und eigentlich glaube ich nicht, dass du viel weißt, was uns weiterhelfen könnte, oder?“ Tyler überlegt kurz und schüttelt den Kopf. „Ich habe nur Drinks gemacht und mit den Gästen übers Wetter geplaudert. Aber ich weiß natürlich, dass er Drogen vertickt hat. Ich hab mein Gras, welches sie ja schon gefunden haben, schließlich auch von dort. Aber ich kenne keine Namen oder so. Die Typen kamen rein und gingen mit einem Paket unterm Arm wieder raus. Mehr war da nicht und ich hatte auch nicht Zeit oder Lust sie mir genauer anzuschauen, weil ich zum Arbeiten dort war und es wirklich viel zu tun gab.“ „Das glaube ich dir Tyler. Und ja, dein Gras haben wir gefunden, was machst du damit?“ „Ist das jetzt echt ihre Frage? Soll ich ihnen zeigen, wie man einen Joint dreht, oder was?“ „Verkaufst du es?“ „Nein, ich brauche es, wenn meine Freundin nervt. Sie ist manchmal nur zugedröhnt zu ertragen.“ Trotzig reckte er sein Kinn vor. „So schlimm?“ „Schlimmer!“ Nun lachte der Beamte und auch Tyler musste grinsen, bevor sie beide wieder ernst wurden. „Gut ich glaube dir, dass du keine Einzelheiten weißt und um dich zu schützen, werde ich auch deinen Namen aus allen Ermittlungen heraushalten. Da du aber wissentlich illegal gearbeitet hast und wir Drogen bei dir gefunden haben, wirst du mit einer Sozialstrafe rechnen müssen.“ „Okay. Danke. Sagen sie meinen Pflegeeltern was sie gefunden haben?“ „Es wird unter uns bleiben, versprochen. Aber lass in Zukunft die Finger davon und such dir lieber eine Freundin, die du auch erträgst, wenn du nicht stoned bist. Okay?“ „Mal schauen.“

Als die Polizisten weg sind, macht sich Tyler erstmal dran, sein Zimmer wieder aufzuräumen, als plötzlich sein Pflegevater im Zimmer steht. „Du weißt wie sehr wir von dir enttäuscht sind, Tyler?“ „Warum? Woher sollte ich bitte wissen, dass er Drogen verkauft und mit der russischen Mafia zusammenarbeitet? Das steht nicht auf der Homepage oder in seinem Facebook Profil.“ „Du hättest den Job nie annehmen dürfen, er war nichts für dich.“ „Aber ihr wart doch einverstanden, weil ich endlich selbst Geld verdient habe und keines mehr von euch brauchte. Ihr habt es mir erlaubt, ihr seid mindestens genauso schuld, daran.“ fauchte Tyler seinen Pflegevater an und bereute es im gleichen Moment, als er in die Augen Arthurs schaut, welche eiskalt funkeln. Er weiß was jetzt kommt, noch bevor er die brennende Hitze spürt, die sich auf seiner Wange ausbreitet. „Du wagst es uns die Schuld für deine Blödheit zu geben? Du undankbarer Idiot? Dir werde ich zeigen, wer Schuld dran hat.“ schreit er während er auf seinen Pflegesohn einprügelt.
15 Minuten später verlässt sein Vater das Zimmer und setzt sich an den Küchentisch, als ob nichts geschehen wäre, um mit dem Rest der Familie zu Abend zu essen.

Tyler liegt auf dem Boden in seinem Zimmer, um ihm herum noch immer das Chaos der Durchsuchung. Tränen laufen über seine Wangen und er schluchzt heftig und hält sich den Bauch vor Schmerzen. Irgendwann steht er auf und legt sich ins Bett. Er hat zu große Schmerzen um sich zuzudecken oder sich auszuziehen, also legt er sich mit seinen Klamotten aufs Bett und starrt an die Wand. Es ist schon dunkel draußen, als er bemerkt wie die Tür aufgeht. Aus Angst, dass es Arthur sein könnte, macht er die Augen zu und stellt sich schlafend. Aber es ist sein großer Bruder Keith, der sich vorsichtig hinter ihm aufs Bett legt und seine Arme um ihn schlingt. Tyler dreht sich um, vergräbt seine Brust an der seines Bruders und lässt seinen Tränen freien Lauf. Er merkt das auch sein Bruder weint während er ihm beruhigend über den Rücken streicht. Nach einer Weile werden die Tränen weniger und Tyler fängt leise an zu reden: „Warum behandeln sie uns so, Keith? Warum bekommen solche Leute Pflegekinder? Elena hat dem Polizisten eiskalt gesagt, dass es sie nicht interessiert was er mit mir macht.“ „Ich weiß es nicht, Tyler. Ich glaube sie sind mit sich und ihrem Scheißleben unzufrieden. Aber anstatt etwas zu ändern, lassen sie ihren Frust halt an uns aus.“ „Ich würde so gerne nur einmal zurückschlagen, aber ich kann nicht. Ich kann mich nicht mal bewegen, wenn er anfängt.“ Ich weiß, es geht mir doch genau gleich, keine Ahnung was der Scheiß soll.“ Als beide kichern, merkt Tyler einen stechenden Schmerz in seiner Brust und verzieht schmerzhaft das Gesicht. „Was ist los?“ „Ich glaube eine Rippe ist gebrochen, es tut so verdammt weh, wenn ich lache.“ „Kannst du normal atmen?“ „Ja, es ist nur wenn ich lache. Meine Lunge ist heil.“ „Du solltest zu einem Arzt.“ „Ja genau und was sag ich dem?“

Vielleicht einfach die Wahrheit, aber dann? Wie sollte es weitergehen? Sie würden doch nur wieder zu neuen Pflegeeltern geschickt werden, und die waren doch alle gleich.

Tyler und Keith waren schon bei vielen gewesen und alle waren sie gleich gewesen. Die Kinder nahmen sie nur des Geldes wegen bei sich auf. Liebe gabs keine, nur Schläge und das nun schon seit 10 Jahren. Seit ihre richtigen Eltern bei einem Verkehrsunfall ums Leben kamen und es keine Verwandten gab, die sich um die beiden kleinen Jungs kümmern konnten. Tyler kann sich fast nicht mehr an die schöne Zeit mit seinen Eltern erinnern. Zu viele schlechte Erfahrungen waren dazugekommen und hatten die guten einfach ausgelöscht.

Am Morgen sucht sich Tyler eine lange Jeans und ein Shirt mit langen Ärmeln heraus, es würde gerade noch so durchgehen, obwohl es Mai war und nachmittags das Wetter durchaus bereits zu warm für lange Ärmel war. In der Pause klingelte sein Handy, er kennt die Nummer nicht und drückt zuerst auf ablehnen. Aber sofort klingelt das Telefon erneut und so nimmt er zaghaft das Gespräch an.

*Ja? Wer ist da? *

*Inspektor Meyers hier. *

Ach du Schande, der hatte sich aber schnell eine Strafe für ihn überlegt. Hoffentlich musste er nicht irgendwo die Toiletten putzen, darauf hatte er nämlich gar keine Lust

*Hallo! Worum geht’s? *

*Das kannst du dir doch sicherlich denken. Ich möchte mit dir über deine gemeinnützige Arbeit sprechen, kommst du nach der Schule zu mir aufs Revier? *

*Ja. Ich habe bis ca. 3 Uhr Unterricht, passt es danach? *

*Natürlich, bis später Tyler. *

Den Rest des Schultages verbringt er mit Grübeln und Jessica aus dem Weg gehen, denn er grad überhaupt keine Lust drauf, sie zu sehen. Er wird ihr erklären müssen, dass er am Samstag nicht mit ihr auf die angesagte Party gehen kann, weil er keine Kohle hat. Das wird sie nur wieder ausflippen lassen und von ausflippenden Leuten hat er vorerst genug. Die Mittagspause verbringt er wie üblich mit seinem besten Freund Andrew, welcher immer das Essen aus der Kantine isst.

Wie kann er nur diesen Fraß essen? Aber es ist wahrscheinlich besser als gar nichts zu haben.

Denn Elena hat ihm zur Strafe, für die Schande, die er über sie gebracht hat – die Nachbarn haben sich über das Polizeiauto natürlich ihr Maul zerrissen – kein Essen eingepackt und ihm erklärt, dass er sich das für diesen Monat abschminken kann. Es würde ihm guttun, mal auf etwas verzichten zu müssen, hatte sie ihm eiskalt erklärt.

Als ob ich nicht schon auf genug verzichten muss, wie zum Beispiel elterliche Liebe und Geborgenheit, Taschengeld, Klamotten, die passen… aber was solls, ich hab eh keinen Hunger.

Er weiß, wenn er sich das nur lange genug einredet, dann wird sein Magen das glauben und aufhören nach Essen zu schreien.

Scheiße, ich brauch so schnell wie möglich einen neuen Job, um hier nicht zu verhungern.

„Hast du keinen Hunger heute? Oder hast du dein Essen zuhause vergessen, Tyler?“ riss ihn Andrew aus seinen Gedanken. „Ich glaube ich hab mir den Magen verdorben, ich krieg nichts runter heute und wenn es dir nichts ausmacht, gehe ich inzwischen vor die Tür, ich kann es auch nicht riechen.“

Ohne dass ich fast verhungere. Schließlich hab ich seit gestern Mittag nichts mehr zu essen bekommen. Aber das kannst du dir nicht mal in deinen dunkelsten Träumen vorstellen.

„Das tut mir leid für dich, ja klar geh ruhig raus, ich komme gleich nach.“ Tyler setzt sich vor der Schule in den Rasen, die Sonne scheint und es ihm zu warm. Er beginnt gedankenverloren den Ärmel seines Shirts nach oben zu schieben. Als er am Ellenbogen angekommen ist und über einen besonders schmerzhaften blauen Fleck muss, wird ihm bewusst, dass er heute wohl einfach schwitzen muss und zieht den Ärmel wieder zurück über seinen fast komplett blauen Arm. So ausgerastet ist Arthur schon lange nicht mehr, Tyler hat sich am Morgen im Spiegel betrachtet und gesehen, dass sein Rücken fast komplett blau war, auch seine Arme und Oberschenkel schauen nicht besser aus. Es grenzt an ein Wunder, dass er nur eine gebrochene Rippe davongetragen hat.

Ja ich bin ein echter Glückspilz.

„Was machst du nach der Schule?“ fragt Andrew als er sich wieder zu ihm gesellt. „Ich muss zur Polizei, weil sie ja gestern meinen Ex-Chef festgenommen haben. Meine Aussage machen.“ „Ich dachte du scheinst nirgendwo auf in den Unterlagen, weil du viel zu jung bist?“ „Dachte ich auch, aber diese doofen Bullen, haben mich trotzdem gefunden und waren gestern schon bei mir zuhause.“ „Fuck, deine Eltern werden ausgeflippt sein.“ „So in etwa, ja.“ Andrew hat wirkliche Traumeltern, also hat Tyler schon vor langer Zeit beschlossen, seinem Freund nichts von den Vorkommnissen bei ihnen zu Hause zu erzählen, er hätte es doch nicht verstanden.
Review schreiben