Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

New Times New Crimes- Eine Breaking Bad Story

von Liz14
GeschichteDrama, Krimi / P16
Jesse Pinkman Marie Schrader OC (Own Character) Skyler White Walter White
25.10.2019
13.01.2020
14
39.250
1
Alle Kapitel
3 Reviews
Dieses Kapitel
noch keine Reviews
 
27.10.2019 2.788
 
Am nächsten Tag begann ich meine Ermittlungsarbeiten damit, dass ich mir ein neues Styling verpassen ließ.
Das war bei mir irgendwie Routine. So bald ich irgendwas illegales tat oder einen neuen Abschnitt begann, ließ ich mir die Haare schneiden und färben. Nachdem ich in meinem zweiten Job als Friseurin meine Arbeit erledigt hatte, ging ich zu meiner Kollegin und hielt ihr ein Bild mit meinen neuen Vorstellungen hing.
Sie nickte daraufhin nur und ich setzte mich auf den Stuhl.
Mein Schwarzes Haar, was mir schon fast bis zu den Ellenbogen ging, wurde auf Schulterlänge gekürzt und erhielt rote Strähnen zwischen dem Schwarz.
„Let the crime begin“, murmelte ich grinsend, als ich mich danach zufrieden im Spiegel betrachtete und dann damit begann zuerst am öffentlichsten Ort nach zu forschen, wo Mr. White sich wohl aufhielt.
Meiner alten High-School. Da ich selber nicht sehr viel gewachsen war, seit der High-School, konnte ich mich problemlos unter die Schüler mischen, ohne dass mich jemand erkannte.
Dann ging ich zum Chemietrakt und warf unauffällig einen Blick durch das Fenster ins Klassenzimmer.
Ich sah ihn am Schreibtisch vor seiner Klasse sitzen, die er gerade unterrichtete.
Er hatte sich kaum verändert. Er sah nur etwas älter und er wirkte ein wenig müde.
Ich wartete bis der Unterricht vorbei, ehe ich ihm ein wenig folgte.
Nur mal um zu sehen, ob ich noch nebenbei noch etwas herausfinden konnte. Eigentlich wirkte er so freundlich und normal wie früher. Nicht wie jemand, der sich entschloss Meth zu kochen. Allerdings ging man mit diesem Thema auch nicht gerade hausieren. Das einzige was auffällig war, dass er oft hustete. Und das mehrfach und sehr heftig. Irgendwie hörte sich dass nicht nach einem normalen Husten an.
Außerdem krümmte er sich dabei, als habe er Schmerzen.
Nachdem der Unterricht vorbei war, folgte ich ihm unauffällig nach Hause. Auch zuhause hatte er offenbar ein ganz normales Familienleben. Eine blonde Frau, die offensichtlich schwanger war und ein Sohn im Teenageralter. Mir fiel auf, dass der Junge auf Krücken ging und scheinbar stotterte.
Ich beobachtete alles von meinem Auto aus oder blickte hier und da mal unauffällig durchs Küchenfenster.
Er schien ein ganz normales Familienleben zu führen und sich dort auch sehr wohlzufühlen. Warum also wollte er Methamphetamine kochen?
Es wurde also Zeit, dass ich nun den Hacker einschaltete. Es wäre ja nicht das erste Mal, dass man durch einen einfachen Hintergrundcheck bei einem Menschen tiefe Abgründe vorfand.
„Hey Georgie“, rief ich ihn also später bei mir zuhause an.
„Yo, Lesley, was geht?“
„Ich brauche deine Hilfe. Sag mal wie riskant ist es, die Kontostände von jemanden zu überprüfen, ohne dass jemand es mitkriegt?“
„Das ist nicht allzu schwer, wenn man weiß wie es geht, aber das ist nicht kostenlos, auch wenn wir Freunde sind“, meinte Georgie.
„Okay, wie viel willst du?“, fragte ich.
„Ein Freundschaftspreis: 50 Dollar und ein Date mit dir“, meinte er grinsend am Telefon. Ich verdrehte die Augen. Georgie versuchte schon seit Jahren mich ins Bett zu kriegen.
„130 Dollar und wir vergessen das Date“, sagte ich nur.
„Na schön, dein Verlust, aber mehr Kohle ist auch gut. Also, wie heißt der Kerl und was genau willst du von ihm?“
„Alle Kontostände und Internetseiten, auf denen er sich gerade so herumtreibt. Wie lange wird das dauern?“
„Ich kann dir bis morgen was liefern, reicht das?“
„Ist gut, Wie willst du die Kohle? Ich kann nur in bar bezahlen. Soll ich vorbeikommen?“
„Ja, wäre gut. Morgen gegen vier?“
„Passt. Ich komme dann.“

Die Kontostände ergaben mit allerdings ein neues Bild.
So wie es nämlich aussah, stand die gesamte Familie um Walter White eindeutig im Minusbereich. Die waren hochverschuldet, bei Haus, Krankenversicherung und Stromrechnungen. Nun würde es zumindest Sinn machen, dass er Meth kochen wollte, um seine Familie durch zu bringen. Allerdings war das doch für jemanden wie ihn keine Dauerlösung, oder?
Außerdem wenn er so wenig für seine Stelle als Lehrer bekam, wie wollte er denn dann erklären, dass er auf einmal so viel Geld verdiente? Als ob die Steuereintreiber, dass früher oder später nicht mitbekamen.
Allerdings fand ich noch etwas anders bei den Internetforen, die Georgie mir geschickt hatte.
Es waren hauptsächlich Seiten, die über Lungenkrebs handelten. War er selber oder vielleicht jemand aus seiner Familie krebskrank? Das würde dem ganzen ja noch die Krone aufsetzten. Hoch verschuldet und auch noch einen Krebspatienten. Wovon sollte man denn da die Behandlung bezahlen? Vielleicht war dass ja auch der Grund weshalb er so oft hustete.
Ich entschied mich Jesse erst mal nichts von meiner Vermutung mit dem Krebs zu erzählen, aber dass mit den Kontoständen war vielleicht schon mal ein guter Anfang.
Also fuhr ich am nächsten Tag wieder zu ihm hin und klopfte an seine Tür. Als er mir öffnete, sah er überrascht entgegen.
„Hi“, meinte er nur überrascht.
„Hey, ich hab Ergebnisse, darf ich rein kommen oder passt es gerade nicht?“
„Ich hab gerade meine Kumpels da, vielleicht sollten wir das ganze später besprechen“, meinte er dann ein wenig unangenehm berührt. Ich nickte.
„Okay, ich kann heute Abend wiederkommen.“
„Nein, komm ruhig rein, die bleiben so wieso nicht mehr lange hier. Die Haarfarbe sieht übrigens cool aus“, meinte er dann hastig.
„Danke.“
Ich folgte ihm ins Haus. Dort im Wohnzimmer saßen Badger, Skinny Pete und Combo.
Ich kannte sie ebenfalls noch aus der High-School. Sie gehörten zu der alten Clique.
„Hey, Jungs, seht mal wer da ist“, rief Jesse und die drei blickten mich erstaunt an.
„Alter, das gibt’s ja nicht. Lesley Boswald!“, meinte Skinny Pete und stand auf um mir ein Highfive zu geben.
„Yo, Jungs, wie ich sehe habt ihr noch immer die gleichen Gewohnheiten?“, grinste ich, als ich die Bongs auf dem Tisch sah, die offensichtlich eben erst entzündet worden waren.
Verlegen grinsten sie, kannten sie doch meine alte Einstellung zu Drogen noch.
„Sorry, wir wussten nicht, dass du vorbeikommst, sonst hätten wir…“, entschuldigte Badger sich und ich winkte ab.
„Ist okay, ist ja nicht mein Haus, ihr könnt machen was ihr wollt, so lange ich nicht dafür mit in die Scheiße gezogen werde“, grinste ich.
Ich ließ mich neben Badger auf das Sofa fallen und bekam so gleich von Jesse eine Bierflasche gereicht.
„Danke.“
„Wie lange ist das ist jetzt her? 6 Jahre?“, fragte Combo dann, als er unser letztes gemeinsames Treffen ansprach.
„So ungefähr. Die alte Clique ist wieder vollzählig. Fehlt jetzt nur noch…“, Combo stockte und sah mich verlegen an. Sofort war Stille in dem Wohnzimmer eingekehrt und alle schwiegen betreten.
„Samantha? Ist okay, Combo, ich bin drüber hinweg, auch wenn ich nicht gerne darüber rede“, lächelte ich beruhigend.
„Tja dann. Wir wollten ohnehin gerade gehen. War cool dich mal wieder zu sehen Lesley B. Wir sollten mal wieder abhängen“, meinte Skinny Pete dann in die unangenehme Stille hinein.
Alle drei standen auf, während Jesse noch immer am Türrahmen lehnte.
„Bye Lesley“, lächelte Combo und ich stieß meine Faust an seine.
„Bye Jungs, passt auf euch auf“, rief ich ihnen noch hinterher.
„Bye, Lesley, komm noch mal vorbei, dann können wir wieder abhängen.“
Ich nickte.
Nachdem die Tür sich hinter ihnen schloss, rieb Jesse sich über die Augen.
„Sorry, ich hab nicht gewollt, dass sie…“
„…meine Schwester erwähnen? Ist schon okay, Jesse. Ich kann eh nicht davor weglaufen jetzt sind es auch schon ein paar Jahre“, lächelte ich sanft.
„Okay, dann na ja. Sorry jedenfalls.“
„Ist okay.“
„Also, du hast gesagt, du hast was für mich?“
„Ja, ich hab nachgeforscht und hab zumindest raufgefunden, dass Mr. White dringend Geld braucht. Der und seine Familie haben Schulden ohne Ende. Das würde zumindest erklären, warum er Drogen kochen will und als Chemielehrer ist das nicht so schwer wenn man die nötigen Kenntnisse hat. Und mit Meth kann man ja viel Geld verdienen, hab ich gehört“, grinste ich.
Jesse zuckte lächelnd mit den Schultern.
Er hatte mir in all der Zeit unserer Freundschaft immer wieder erzählt wie viel Kohle man damit machen konnte, wenn man Meth verkaufte. Ich hatte ihm damals gesagt, dass er sich lieber einen Job suchen sollte, womit man viel Geld verdienen konnte. Nicht dass Jesse das je interessiert hätte.
„Und du meinst, der braucht das Geld für seine Familie?“
„Wäre zumindest ein logischer Grund. Ich meine, als Chemielehrer an einer High-School verdient man ja nicht unbedingt viel und wenn man eben eine Frau und bald zwei Kinder zu Ernährern hat, das kostet schon Geld und wer weiß, vielleicht haben sie ja noch mehr Schulden“, meinte ich.
„Und das ist alles?“
„Bisher alle Fakten, der Rest sind nur Vermutungen“, meinte ich.
„Yo, glaubst du, der lässt mich bei der DEA hochgehen?“
„Also bisher hab ich ihn mit keinem der Bullen reden sehen. Ich glaube, der hält dicht.“
„Okay, dann…geht das in Ordnung? Da kann nichts passieren?“
Ich zuckte die Schultern.
„Das kann ich dir nicht sagen, Mann. Ich hab ihn gerade mal drei Tage überwacht und das auch nicht 24 Stunden. Du musst dir überlegen, ob das Risiko es wert ist. Und selbst wenn er jetzt dichthält, kann ja passieren, dass er es sich irgendwann anders überlegt“, meinte ich ehrlich zu ihm.
Jesse schien nicht wirklich zufrieden mit der Antwort, denn ich sah, wie er die Augen verdrehte und sich mit den Händen übers Gesicht fuhr.
„Es ist deine Entscheidung“, meinte ich nur und stand auf.
„Okay, ich weiß. Ich…ich meld mich bei dir, okay?“, meinte er.
„Ist gut, bis dann“, meinte ich dann, ehe ich die Wohnung verließ.

Zuhause holte ich zum ersten Mal seit langem die alten Fotos hervor. Die Fotos von vor sechs Jahren.
Die Fotos unserer alten Clique, bestehend aus Combo, Badger, Skinny Pete, Jesse, meiner Schwester Samantha und mir.  
Wie glücklich wir damals aussahen. Es kam uns damals alles so leicht vor. Es war immerhin die High-School. Gut, ich war schon immer etwas anders gewesen als die anderen. Während meine große Schwester sich mit den Jungs Drogen, Alkohol und Partys gönnte, war ich die brave wohlerzogene Tochter.
Ich hatte damals gute Noten, hatte mich gut mit den Lehrern verstanden und wollte alles nur keinen Ärger. Aber da ich meine Schwester liebte und daher auch zu ihrer Clique gehöre, passierte Ärger zwangsläufig. War es, weil ich sie und die Jungs besoffen irgendwo abholen musste oder vor unseren Eltern verstecken musste oder weil wieder irgendjemand Scheiße gebaut hatte und ich mithelfen musste, die Sache wieder auszubügeln.
Ich war immer nur das Anhängsel gewesen. Die Brave. Die Verklemmte. Die nichts ausprobierte und sich auf nichts einließ. Aber da meine Schwester cool war und wir schon immer eine starke Verbindung zueinander hatten, gehörte ich eben mit dazu. Und damals war ich tierisch in Jesse Pinkman und seine blauen Augen verknallt. Samantha wusste das natürlich und zog mich regelmäßig damit auf. Und Jesse, der damals nichts davon ahnte, machte es sich regelmäßig zur Aufgabe irgendwelche Witze über meine Schüchternheit zu reißen, wofür Samantha ihm auch schon ein paar Mal den Arsch aufgerissen hatte.
Wir waren eine Truppe gewesen. Und dann kurz vor meinem Abschluss passierte etwas, was alles auseinanderbrechen ließ.
In den letzten zwei Monaten vor meinem High-School-Abschluss, verschwand Samantha plötzlich spurlos. Ich erinnerte mich noch sehr deutlich an den Tag. Wie ich mich für die Schule fertig gemacht hatte und Samantha sich von mir verabschiedete, ehe sie aus der Tür ging. Das war das letzte Mal, dass ich sie sah. Sie hatte die High-School schon zwei Jahre vor mir beendet, genau wie alle anderen aus der Clique, das heißt diejenigen, die nicht schon vorher geflogen waren. Ich stand kurz vor den Abschlussarbeiten und es waren nur noch zwei Wochen, bis zum meinem 18. Geburtstag.
Aber Samantha tauchte nicht wieder auf. Dass sie für ein paar Stunden immer mal wieder verschwand, war nicht ungewöhnlich, da sie mit den Jungs abhing. Aber als sie am nächsten Tag noch immer nicht auftauchte und auch keiner der Jungs sie gesehen haben wollte, bekam ich Angst. Ich hoffte, dass sie wiederauftauchen würde, dass alles nur ein Missverständnis war. Sie hatte mir versprochen, sollte sie mal abhauen, dass sie mich auf jeden Fall mitnehmen würde, was bei unserem Elternhaus kein Wunder war.
Unsere Eltern waren ziemlich reiche und einflussreiche Leute, über die manchmal auch in der Zeitung berichtet wurde und die sich mehr um ihre Arbeit kümmerten, als um uns. Sie erwarteten von uns immer nur das Beste und Samanthas Art dagegen zu rebellieren, waren eben unsere Clique und die Drogen gewesen. Ich hatte mich nicht so gut durchsetzen können und deshalb immer brav gelernt und versucht immer allem Ärger aus dem Weg zu gehen. Aber ich litt auch unter dem Druck, den sie auf mich ausübten und beneidete Samantha immer um ihr Selbstbewusstsein. Aber wir hatten einander und ich hatte noch nie jemanden so sehr geliebt wie sie. Und sie nun zu verlieren,
war für mich das schlimmste, was mir jemals passieren konnte. Vier Monatelang suchte man meine Schwester, ehe sie es aufgaben. Das war das schlimmste. Das Ungewisse. Nicht zu wissen, wo sie war und was mit ihr passiert war. Vielleicht lebte sie ja noch, vielleicht war sie tot. Aber das war das schlimme. Sie war erst 19 Jahre alt gewesen und voller Lebensfreude. Sie hatte ein langes Leben verdient. Und nun wusste ich nicht mal, ob sie es noch hatte.
Während ich mir die Fotos ansah, musste ich lächeln. Obwohl wir Schwestern waren, waren wir immer so unterschiedlich gewesen. Schon allein vom Aussehen her. Sie war groß und schlank, hatte wunderschöne lange rotblonde Haare gehabt, wie ihr fast bis zu den Ellenbogen reichten und ein Lächeln wie ein Filmstar. Die Jungs hatten ihr häufig hinterher geschaut, wenn sie in ihren Hotpants mit ihren superlangen Beinen über den Schulhof gelaufen war. Sie war fröhlich, rebellisch, optimistisch und neugierig. Ich dagegen war klein und pummelig, hatte Sommersprossen und hellrote Haare, die so wiederborstig auf meinem Kopf wuchsen, wie ein wilder Garten. Ich hatte nicht viel Selbstbewusstsein und empfand mich auch nicht als schön. In der Clique war ich nur das Anhängsel. Außer Samantha hätte es wahrscheinlich nie jemand bemerkt, wäre ich einfach verschwunden.
Seit ihrem Verschwinden waren nun 6 Jahre vergangen und ich fragte mich jeden Tag, wo sie wohl war und ob sie noch lebte.
Aber mit ihrem Verschwinden hatte sich etwas in mir verändert. Ewas zerbrach in mir. Ging kaputt. Samantha war immer für mich da gewesen, sie war mein einziger Halt. Die einzige in der Familie, die an mich glaubte. Und nun hatte ich sie verloren. Es war als hätte man mir das Herz heraus gerissen. Da meine Familie an der Schule allgemein bekannt war, wurde natürlich auch darüber geredet. Ich sah wie die Schüler mich anstarrten und hinter meinem Rücken tuschelten. Ich wurde gleichgültig und stumpfte ab. Mir war alles egal. Egal, was meine Eltern von mir erwarteten, egal, was man mir sagte um mich aufzubauen, egal, dass meine Abschlussprüfungen bevorstanden. Ich verbockte sie und fiel durch. Mein Vater, der „schwer enttäuscht“ von mir war, erwartete, dass ich sie an einer anderen Schule nach einem weiteren Jahr wiederholte, aber auch das war mir egal. Aber dann kurz bevor er mich wegschickte, begriff ich etwas. Etwas, was Samantha mir schon die ganze Zeit gesagt hatte: „Manchmal triffst du Entscheidungen und manchmal werden Entscheidungen für dich getroffen, aber an deiner Stelle würde ich so viele Entscheidungen treffen wie du nur kannst, denn nur dann kannst du dein Leben selbst bestimmen. Ansonsten, lässt du es andere bestimmen.“
Also kam ich aus meinem Loch heraus und sagte meinem Vater zum ersten Mal, in meinem Leben, was ich wollte und dass ich die Prüfungen nicht wiederholen würde. Mit dem Resultat, dass er mich hinauswarf, da ich nicht seinen Familienvorstellungen entsprach. Meine Mutter hatte nichts gesagt, nur geweint. Aber es war mir egal gewesen. Ich schlug mich durch, fand einen Job, nach einer Weile auch eine eigene Wohnung und lebte mein Leben eigenständig.
Meine Mutter hatte nach ein paar Monaten versucht Kontakt zu mir aufzunehmen. Schickte mir Geld und fragte, ob ich nicht wieder nach Hause kommen wollte. Aber eigentlich ging es ihr nicht wirklich darum, dass sie mich liebte, sie wollte den Schein aufrechterhalten, den Schein einer perfekten Familie. Aber die gab es nicht. Also schickte ich das Geld jeden Monat zurück und lehnte das Angebot meiner Mutter höflich ab. Mein Leben war oftmals hart, aber ich hatte mein eigens und fühlte mich so viel wohler damit.
Ich packte die Fotos weg und ging ins Bett. Morgen war ein neuer Tag und wenn ich Glück hatte, wurde dieser besser.

Und ein neues Kapitel ist am Start. Ich würde mich über Kommentare sehr freuen. Ich werde außerdem ab jetzt immer freitags und und sonntags Kapitel hochladen. Allerdings ist diese Geschichte erst mal nur über die erste Staffel, da ich immer noch mitten in der Ausbildung steckte.
Lg liz;)
Review schreiben
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast