New Times New Crimes- Eine Breaking Bad Story

von Liz14
GeschichteDrama, Krimi / P16
Jesse Pinkman Marie Schrader OC (Own Character) Skyler White Walter White
25.10.2019
13.01.2020
14
39.250
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25.10.2019 3.029
 
Ich erwachte, durch einen heftigen Knall. Ich brauchte einen Moment um die Augen zu öffnen und mich aufzurichten Da war etwas an meinem Gesicht. Ich blinzelte und erkannte, dass man mir eine Gasmaske übergezogen hatte und ich auf dem Beifahrersitz eines Wohnmobils saß. Ich saß auf dem Schoß von meinem besten Freund, der scheinbar noch bewusstlos war und ebenfalls eine Gasmaske trug. Ich streckte mich unwillkürlich ein wenig und löste den Anschnallgurt. Im Wohnmobil lagen hinter den Sitzen zwei reglose Körper. Scheiße. Hoffentlich waren die nur bewusstlos, so wie ich eben noch.
Dann stand ich auf und stolperte durch die Tür ins Freie, wo ich die Maske abstreifte und mich die heiße Sonne New Mexikos empfing.
Ich hielt mir die Hand vor sie Augen und brauchte einen Moment, bis ich endlich wieder klar sehen konnte. Mein Kopf schmerzte heftig und die Sonne machte es nicht gerade besser.  Unser Wohnmobil war scheinbar irgendwo in der Wüste an einem Hang zum Stehen gekommen und vor mir stand der Mann, der uns den ganzen Ärger erst eingebrockt hatte und nun am Rande der Landstraße stand. Ich hörte Sirenen, die näher kamen. Scheiße, bitte keine Bullen jetzt.
„Mr. White“, sprach ich ihn nach kurzem Zögern an und er drehte sich zu mir um.
„Wo sind wir hier?“

3 Wochen zuvor…

Alles fing mit einem Anruf an. Nach fast sechs Jahren rief mein Kumpel Jessie Pinkman mich an, als ich gerade in den letzten Minuten meiner Schicht war.
Glücklicherweise war gerade nur ein Kunde in unserem Restaurant und ich war damit beschäftigt die Tische abzuwischen, als mein Handy klingelte.
Verwirrt ging ich dran. Meine Kollegin und zukünftige Vorgesetze war zum Glück gerade nicht da.
Die würde mir sonst die Hölle heißmachen.
„Hallo?“, fragte ich beinahe leise ins Telefon.
„Yo, Lesley B. Was geht?“, meldete sie eine männliche Stimme am Telefon.
„Wer ist da?“, fragte ich verwirrt.
„Ähm…hier ist Jesse“, meinte die Stimme lässig, aber auch etwas zurückhaltend.
„Jesse wer?“, fragte ich.
„Jesse Pinkman. Erinnerst du dich?“, fragte er dann etwas vorsichtiger.
Ein wenig verwirrt sah ich auf mein Handy. Jesse Pinkman. Von dem hatte ich schon seit beinahe 6 Jahren nichts mehr gehört. Der Kontakt war nach der Highschool so gut wie abgerissen.
„Lesley, bist du noch dran?“, riss seine Stimme mich aus meinen Gedanken.
„Ähm, ja klar, also ich…ja, ich erinnere mich. Wie geht’s dir?“
„Ganz gut, eigentlich. Hör mal, ich will dich ja nicht überrumpeln, aber…können wir uns mal treffen?“, fragte er dann.
„Ähm…ja klar, okay. Sicher doch“, meinte ich, als ich Schritte aus der Küche hinter mir hörte. Scheiße. Veronica kam bestimmt jede Sekunde wieder hier rein.
„Okay, wann hast du Zeit?“, hörte ich noch ehe ich Veronica auch schon rufen hörte.
„Ähm, ich ruf dich später noch mal an, jetzt ist gerade schlecht, bis dann“, meinte ich hastig und legte auf, noch bevor Jesse zeit hatte irgendwas zu erwidern.
„Lesley“, ich drehte mich um, mit dem Handy in der Hand. Veronica stand vor mir.
„Was machst du da? Mit wem hast du telefoniert?“, fragte sie streng.
„Meine Mom hat angerufen, es war wohl etwas mit meinem Dad. Er ist ins Krankenhaus gekommen“, erwiderte ich hastig. In Ausreden einfallen lassen, war ich schon immer gut gewesen.
„Aha, ist es dringend?“, fragte sie daraufhin ein klein wenig ruhiger.
„Nein, wohl nicht so schlimm. Ich hab ihr gesagt, dass ich später vorbei komme und nach ihm sehe“, meinte ich daher beruhigend.
„Na dann, was stehst du da noch so rum? Wisch die Tische fertig ab! Was denkst du, werden unsere Kunden von uns denken, wenn sie sehen, wie es hier aussieht“, fuhr sie mich daraufhin giftig an.
Ich schaute mich kurz in unseren Laden um. In dem Restaurant war nur ein einziger Kunde, welcher gerade Zeitung las.
Den interessierte es offenbar auch nicht.
Veronica war ehrgeizig, das musste ich ihr lassen, weshalb sie auch die Stelle als Managerin auch bekommen würde. Aber sie war auch ein Miststück, das glaubte über allen anderen zu stehen. Aber noch war sie nur meine Kollegin.
„Ich denke mal, die imaginären Kunden, die hier sind, werden von dir als Managerin begeistert sein“, murmelte ich.
„Wie war das?“, fragte sie und ich lächelte unschuldig.
„Nichts, ich bin schon dabei“, meinte ich und wischte sofort weiter.
Nach der Arbeit trat ich vor die Tür, lehnte mich an die Wand und klappte mein Handy auf. Ich rief die Nummer von vorher zurück.
„Hallo?“
„Hey, Jesse. Ich bin’s Lesley“, meldete ich mich.
„Hey. Kannst du jetzt reden?“
„Ja, also, du wolltest mich treffen?“
„Ja Mann. Kannst du heute Abend vorbeikommen?“, fragte er.
„Ähm, ja sicher. Ist deine Adresse noch dieselbe? Wohnst du noch bei deinen Eltern?“
„Nein, ich wohne im Haus meiner Tante. Hast du was zu schreiben? Ich geb dir die Adresse“, meinte er.
„Ich kann’s mir auch so merken“, meinte ich und begann in Richtung Straße zu gehen. Nach Hause. Endlich.
Ich verabredete mich mit Jesse für 8 Uhr und fuhr mit dem Bus nach Hause.
Um nun die Zeit zu nutzen, will ich mich kurz vorstellen.
Mein Name ist Lesley Boswald. Ich bin 23, lebe in Albuquerque und habe zwei Jobs die ich halbtags übernehme. Außerdem habe ich keinen Kontakt mehr zu meiner Familie und lebe in einer herunter gekommenen Mietwohnung. Um es kurz zu machen. Mein Leben könnte besser verlaufen.
Aber ich will mich eigentlich nicht beschweren. Dazu wurde ich nicht erzogen.
Aber dennoch es ist trist, es ist langweilig und schwierig.
Vielleicht würde mir die kleine Abwechselung mit Jesse Pinkman ja mal ganz gut tun.  Hätte ich zu dem Zeitpunkt gewusst in welche Schwierigkeiten ich einmal kommen würde, nur weil ich diesen einen Anruf angenommen hatte, ich glaube ich hätte einfach mein Handy weggeworfen und einfach geschworen nie wieder mit diesem Menschen Kontakt aufzunehmen. Gott sei meine Zeuge.
Aber wie heißt es so schön: Schlauer ist man immer hinterher.

Also fuhr ich nach Hause, duschte, zog mir frische Sachen an und fragte meine beste Freundin und Nachbarin Mindy, ob sie mir ihr Auto leihen könnte, weil ich einen Freund besuchen wollte.
Mindy erlaubte es mir, bat mich aber es bis morgen zurück zu bringen, da sie Frühschicht im Krankenhaus hatte.
Als ich bei der Adresse ankam staunte ich nicht schlecht, dafür das Jesse aus seinem Elternhaus rausgeflogen war und seine Schule abgebrochen hatte, wohnte er aber sehr gut. Zumindest ließ das Haus, das vermuten.
Ich parkte das Auto am Straßenrand und klopfte zögerlich an die Tür. Ich fühlte mich hier in dieser feinen Wohngegend nicht unbedingt wohl.
Jesse öffnete mir. Ich musste leicht grinsen als ich ihn sah. Er hatte sich kaum verändert. Noch immer trug er diese weiten Jeans, Beanie und natürlich T-Shirt und Kapuzenjacke.
Seine unglaublich blauen Augen musterten mich überrascht, ehe er grinste.
„Yo Lesley, bist du das? Du siehst ja…anders aus“, meinte er schließlich nachdem er einen Moment nach Worten gesucht hatte.
Ich grinste. Jesse hatte schon immer eine eloquente Art sich auszudrücken.
Aber ich musste ihm recht geben. Ich sah anders aus, als in der Highschool. Im Gegensatz zu früher wo meine Haare noch hellrot und im Pagenschnitt waren, hatte ich nun lange schwarz gefärbte Haare, die unten in einem hellblau endeten. Ich grinste.
„Ich würde zwar dasselbe sagen, aber ehrlich gesagt, du siehst noch genau so aus wie früher“, grinste ich und wir beide stießen unsere Fäuste gegeneinander.
Jesse ließ mich rein und schloss die Tür hinter sich.
„Geile Hütte“, bemerkte ich.
„Danke.“
„Und deine Tante stört es nicht, wenn ich hier bin?“
„Oh, die lebt nicht mehr. Sie ist tot.“
Ich biss mir auf die Lippen.
„Oh, sorry, Mann, das wollte ich nicht…“
„Ist schon okay, ich hab ihr Haus geschenkt bekommen und naja…“, Jesse kratzte sich kurz hinterm Ohr, ehe er in die Küche ging und ich ihm folgte. In der Küche lagen auf dem Tisch leere Pizzakartons, Bongs, Pfeifen, offene Bierflaschen und ein unverkennbarer Geruch von Marihuana lag in der Luft.
„Sorry wegen der Unordnung“, meinte er entschuldigend, als er meinen Blick bemerkte.
„Ist okay, ist ja dein Haus und bei mir sieht es manchmal genauso aus.“
„Okay, ich…willst du vielleicht was rauchen?“
„Nein, danke. Da hat sich nichts geändert, Pinkman“, meinte ich nur.
„Okay. Und was ist mit einem Bier?“
„Ja, das ist cool“, meinte ich und er angelte eine Bierflasche aus dem Kühlschrank.
Er öffnete sie und ich nahm sie entgegen.
„Danke“, ich nahm einen Schluck und deutete auf das Sofa im Wohnzimmer.
„Willst du… dich setzten?“, fragte er.
Ich merkte, wie zögerlich er mir gegenüber war. Es verwirrte mich etwas. Normalerweise war er doch immer so selbstsicher und wortgewandt, wenn es um das Reden mit einer Frau ging.
Hatte er etwa Angst vor mir?
„Pinkman, du brauchst keine Angst vor mir zu haben. Auch wenn ich anders aussehe, ich beiße nicht. Zumindest nicht jetzt, ich hab gefrühstückt“, grinste ich, während ich mich auf das Sofa fallen ließ.
Jesse lächelte nervös und versuchte dennoch lässig zu klingen.
„Ich hab keine Angst vor dir“, aber es klang zu zögerlich und ich grinste erneut.
„Klar doch, also was ist denn los?“, fragte ich, als ich sah wie er sich über den Nacken rieb. Das machte er immer, wenn irgendwas war. Sich über den Nacken, die Haare oder das Kinn reiben. Das hatte ich schon damals in der High-School mitbekommen.
„Gar nichts, was sollte sein?“, kam es immer noch zögerlich. Sehr überzeugend.
„Jesse, setz dich bitte und rede mit mir. Ich kenne dich seit der High-School und ich kann immer noch sehen, wann du Scheiße gebaut hast oder irgendwas dir Sorgen bereitet. Also rück mal raus mit der Sprache, was ist es denn diesmal?“
„Okay, also“, er ließ auf den Schaukelstuhl neben sie fallen und fuhr sich mit den Händen übers Gesicht, ehe er sie anblickte.
„Kannst du…also du musst mir versprechen, dass du in dieser Sache absolut dichthältst. Du darfst absolut niemanden was davon erzählen, sonst bin ich tot und alle anderen, die davon erfahren vermutlich auch“, meinte er dann beschwörend.
Ich hob die Augenbrauen. Das klang ja sehr geheimnisvoll.
„Okay, ich versprech’ s!“, meinte ich dann.
„Schwörst du es?“
„Jesse, jetzt mal ehrlich: Wann hab ich dich jemals verpfiffen?“
„Da war mal eine Sache in der achten Klasse…“
„Das war die Rache dafür, dass du mir ein Schweineherz in die Schultasche gepackt und auf der Party erzählt hast, ich wäre wahrscheinlich ohne Vagina geboren worden, weil ich verklemmt bin. Das hattest du dir verdient und es war auch nur eine Klassenarbeit. Dass du da schon Drogen genommen hast, hab ich nicht erzählt, was eigentlich viel schlimmer war“, meinte ich unbeeindruckt.
„Ja, das war wohl etwas…beschissen von mir“, gab er zu.
„Ja, war es, aber jetzt sag mal, worum geht es? Außer es geht um Drogen dealen. Dann will ich es vermutlich gar nicht wissen, oder?“
„Ja, also auch, aber eigentlich, bräuchte ich deine Hilfe als Privatdetektiv. Bist du da noch im Geschäft?“
„Nein, schon seit zwei Jahren nicht mehr. Unser Geschäft wurde geschlossen, als rauskam das unser Boss sexsüchtig war und dafür einige seiner Fälle missbraucht hat. War nicht gerade geschäftsfördernd“, erzählte ich und schauderte bei der Erinnerung.
„Freak“, meinte Jesse angewidert und ich nickte zustimmend.
„Ja, allerdings und ein Arschloch noch dazu. Aber wieso? Was willst du denn da wissen?“
„Also, ich hab da so ein Geschäft am Laufen und ich hab da jemanden, der will da einsteigen. Und ich bin mir jetzt halt nicht sicher, ob…also ob er mich nicht vielleicht verarscht und dann bei den Bullen hochgehen lassen will.“
„Okay und wie soll ich dir da jetzt helfen?“
„Also kannst du den vielleicht für mich überprüfen?“
„Jesse, also ich…eigentlich geht das nicht, wenn man mich dabei erwischt, wie ich illegal Ermittlungen anstelle, dann bin ich am Arsch“, meinte ich zweifelnd.
„Ja, ich weiß, dass ist ziemlich riskant, aber…ich kann mich dabei nicht verarschen lassen. Kannst du mir da nicht helfen? Ich bin eh mehr oder weniger auf der Flucht vor den Bullen und kann mir keine Scheiße mehr erlauben. Aber ich dachte bei dir, da merkt doch keiner was.“
„Wow“, ich trank noch einen Schluck Bier und stellte die Flasche auf dem Tisch ab.
Also darum ging es also. Nach sechs Jahren sah ich ihn wieder und er wollte einen Gefallen von mir. Einen Gefallen mit illegalen Aktivitäten.
„Nach 6 Jahren, ist das das erste, was du von mir willst? Einen Gefallen?“, fragte ich ihn mit hochgezogenen Augenbrauen. Ich stand auf. Mein Tag wurde also letztendlich auch nicht besser. Doch Jesse sprang ebenfalls auf und hielt mich am Handgelenk fest.
„Bitte, Lesley, du musst mir dabei helfen. Ich bezahl dich auch dafür“, meinte er flehend.
Ich sah ihn zögernd an und beging damit einen folgend schweren Fehler. Ein Blick in seine unglaublich blauen Augen und hatte das Gefühl, als würde er mich damit direkt durchschauen. Mich weich machen.
Gott, schon in der High-School hatte er mich damit mehrere Male um einen Gefallen gebeten und ihn meist auch bekommen.
Scheiße, hatte ich denn gar nichts dazu gelernt?
„Okay, also worum gehst?“, fragte ich dann und er ließ zögerlich mein Handgelenk los.
„Also, ich will einfach wissen warum der Typ mitmacht. Er hat nämlich nur gesagt: Er sei aufgewacht. Aber ich habe ehrlich keinen Plan, was er damit meint“, erklärte Jesse dann.
„Und du willst, dass ich für dich checke, ob er dich bescheißt oder es ernst meint?“, harkte ich nach und er nickte.
„Okay, was weißt du denn über den Typ?“
„Du kennst ihn sogar selber noch. Erinnerst du dich noch an unseren Chemielehrer aus der High-School?“
„Mr. White?“
„Genau den. Der kam gestern zu mir und hat gesagt, das er mit mir Meth kochen und verkaufen will.“
Ich sah Jesse an, als habe er gerade einen Scherz gemacht. Hatte ihm seine Drogenabhängigkeit jetzt auch noch das letzte bisschen Verstand geraubt?
„Du verarschst mich jetzt“, meinte ich ungläubig.
„Nein, ich meine das ernst.“
„Walter White, der wohl netteste und spießigste Lehrer an der gesamten High-School, fragt dich ob du mit ihm Drogen kochen willst?“
„Ja, genau der Mistkerl“, brummte Jesse und nahm einen Schluck von seinem Bier.
Ich konnte mir das absolut nicht vorstellen. Walter White, der nette Chemielehrer, als knallharter Drogenboss.
„Und du hast Ja gesagt? Warum das denn?“, fragte ich dann.
„Na ja, ich hatte nicht wirklich eine Wahl.“
„Was soll das jetzt heißen?“
„Er war bei einer Drogenrazzia dabei und hat mich gesehen, als ich geflohen bin.“
„Was macht Mr. White bei einer Drogenrazzia? Er ist Lehrer oder arbeitet er jetzt neuerdings bei der DEA? Und warum hast du dich erwischen lassen?“
„Ich wusste nicht, dass er da war. Ich bin übers Dach geflohen, als die Anderen schon drin waren. Da standen nur noch die Autos von der DEA. Als ich dann unten war, hab ich ihn erst auf dem Rücksitz gesehen“, erklärte Jesse ärgerlich.
Ich atmete tief durch und rieb mir über die Augen. Na großartig.
„Also erpresst er dich eigentlich, oder was?“, meinte ich.
Jesse antwortete nicht, aber sein Blick war schon Antwort genug. Ich nickte. Jetzt verstand ich.
„Und du willst jetzt dass ich für dich checke ob er dich verarscht oder mit den Bullen zusammen arbeitet?“, fragte ich.
„Ja.“
Ich seufzte. Mann, warum musste Jesse sich immer in eine solche Scheiße reinreiten? Und warum musste ich ihm immer dabei helfen?
„Und? Hilfst du mir?“, unterbrach er meinen Gedankengang.
„Jesse, ganz ehrlich: Das ist echt verdammt riskant für mich. Wenn ich dabei erwischt werde, dass ich ohne Lizenz als Privatdetektiv ermittle, dann kriege ich richtig Ärger“, erklärte ich ihm.
„Ja, ich weiß, deshalb würde ich dich ja auch bezahlen. Ich will nur sicher gehen, dass er mich nicht verarscht und warum er überhaupt Meth kochen will. Ich meine, so ein alter Knacker wie er will Meth kochen und sagt nur er sei aufwacht, auf die Frage warum, das…das checke ich nicht“, meinte Jesse.  
„Pass auf Pinkman, ich versuche was über White rauszufinden, aber nur bis zu dem Grad, wo es nicht gefährlich für mich wird. Das wird dann vielleicht nicht viel sein, aber ich hoffe, du kannst was damit anfangen, ist das okay?“
„Ja, klar. Das wäre toll. Danke Lesley! Mann, ich wusste, dass ich auf dich zählen kann.“
„Bedank dich nicht zu früh. Was kannst du mir bezahlen?“, fragte ich.
„Warte, ich seh mal nach.“
Jesse verschwand aus dem Wohnzimmer und kehrte kurz darauf mit einem Stapel Scheine zurück.
„Ich kann dir, zweihundert geben. Geht das?“, fragte er.
„Zweihundertfünfzig“, sagte ich und hielt die Hand auf.
„Echt jetzt?“
„Ja, echt jetzt. Ich muss den Hacker bezahlen.“
„Welchen Hacker. Du sollst doch niemanden weitererzählen…“
„Ich werde dem Typ auch nichts erzählen. Ich werde einfach ihn bitten ein Konto zu überprüfen und ihn dafür bezahlen. Warum interessiert den gar nicht und er will es nicht wissen. Ist ein doppelter Gewinn wegen Belastung bei den Bullen, sollte das mal rauskommen. Der erfährt nur den Namen und sonst gar nichts. Außerdem hab ich versprochen, nichts zu sagen, okay?“, beruhigte ich ihn.
„Okay und da passiert auch nichts?“, fragte Jesse nach.
„Versprochen, ich kenn den Typen schon ne ganze Weile. Vertrau mir.“
„Okay, meldest du dich, wenn du was hast?“
„Ich komm vorbei und sag dir alles. Bis dahin, arbeite einfach erst mal mit ihm weiter, dann schöpft er wahrscheinlich auch keinen Verdacht. Aber halt mich auf dem Laufenden, wie er sich verhält, okay?“
„Okay, wie lange wirst du brauchen?“
„Vermutlich ein paar Tage. Mal sehen. Ich hab immerhin noch zwei Jobs, die ich machen muss.“
Ich nahm meine Tasche und stand auf. Jesse begleitete mich zur Tür, während ich das Geld einsteckte.
Er hielt mir die Tür und ich drückte meine Faust gegen seine.
„He, Lesley“, sagte er als ich gerade aus der Tür gehen wollte, ich drehte mich zu ihm um.
„Ja?“
„Ist…ist schön dich wieder zu sehen“, meinte er dann.
Ich lächelte.
„Dich auch, aber ein Tipp mal von mir: Bau einfach keine Scheiße mehr.“
„Ich arbeite dran“, grinste er und ich grinste ebenfalls.

YEAH Bitch, ich bin zurück! Ich habe diese Serie schon immer geliebt und konnte einfach nicht wiederstehen, darüber auch eine Geschichte zu schreiben. Ich hoffe, sie gefällt euch.

lg liz;)
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