Ein etwas anderes Konzert

OneshotAllgemein / P16
Haytham Kenway OC (Own Character) Shay Patrick Cormac
25.10.2019
25.10.2019
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Disclaimer: Die Charaktere aus Assassins Creed Rogue gehören Ubisoft und ich verdiene  kein Geld damit, sondern leihe sie mir nur mal kurz aus. Das gleiche gilt für andere Teile von Assassins Creed.



Anmerkungen: So unten sind die Links für die Musik, die die beiden auf dem Konzert hören. Und seit nicht zu streng zu mir, ich weiß das es damals eigentlich nicht solche Musik gab, aber ich hatte diese Idee beim hören und lest selbst. Viel Spaß

euer kleiner Todesengel




https://www.youtube.com/watch?v=uT3SBzmDxGk


https://www.youtube.com/watch?v=x8yymm3DtVA


https://www.youtube.com/watch?v=l-9VZZWtMfQ





Ein etwas anderes Konzert







Ich gähnte herzhaft und schaute in mein Spiegelbild. Meine Augen waren dunkel geschminkt und meine Haut hell gepudert.  Meine Lippen hatte ich mit einem roten Lippenstift gefärbt. Alles in allem sah ich nicht schlecht aus, was mir auch die Blicke meines Templers sagten. „Bist du fertig, Prinzessin?“, fragte er mich und half mir beim aufstehen. „Ja wir können, auch wenn du mich vom Einschlafen abhalten musst“, grinste ich Shay verführerisch an. „Du wirst nicht einschlafen, es ist ein Konzert und Lady Melanie würde mir den Hals umdrehen, wenn du schläfst. Das willst du doch nicht“, flüsterte er mir leise zu und wollte mich küssen. „Vergiss es, mo chride. Du verwischst meinen Lippenstift“, sagte ich frech, drehte mich um und stolzierte aus dem Raum.


An der Tür hatte mich Shay wieder eingeholt und ich hakte mich bei ihm unter. „Wird Haytham auch da sein?“, fragte ich ihn. „Der Großmeister, ja ich denke schon. Es gibt eigentlich kein gesellschaftliches Ereignis bei dem er nicht ist“, erklärte Shay mir und öffnete die Tür zu unserer Kutsche. Ich nahm seine Hand und war froh als ich endlich saß. Dieser Tag war ohne dieses Konzert schon anstrengend genug. Zuerst verschlief ich und kam zu spät ins Hospital, dann gab es einen großen Unfall in Waterfront und es kam ein Patient nach dem anderen rein, so dass ich fast zu spät bei Shay gewesen wäre. Innerhalb von zehn Minuten hatte ich mich fertig gemacht und nun konnte ich endlich mal Luftholen. „Was geht dir durch deinen Kopf, Prinzessin?“, fragte mich mein Templer. „Wie ich mich vor dieser Veranstaltung drücken kann“, meinte ich grinsend zu ihm „Keine Chance, wenn ich da sein muss, dann du ebenfalls“, bestimmte er und legte zur Sicherheit noch seinen Arm um mich. „Hast du Angst, dass ich abhauen könnte?“, fragte ich ihn und fing an, an seinem Hals zu knabbern. „Faith, wir sind gleich da und wenn du nicht willst, dass ich dich hier nehme, solltest du damit aufhören“, knurrte Shay. „Sag nicht, du kannst deine Finger nicht bei dir halten?“, antwortete ich frech.


„Das wirst du nachher bereuen“, sprach Shay und öffnete die Tür der Kutsche. Er stieg aus und hielt mir seine Hand hin, damit ich in den hohen Schuhen nicht hinfallen konnte. „Danke, Master Cormac“, lächelte ich und am liebsten hätte ich meinen Templer zurück in die Kutsche gezerrt. Leider entdeckte uns meine liebe Großmutter. An ihrer Seite war Jack, mein Assassinenbruder aus London, ihre Leibwache. Er schaute mich an und verzog sein Gesicht. Ja er mochte solche Veranstaltungen genauso wenig wie ich. Uns beiden war ein Ale in einer Taverne einfach lieber.


Wir begrüßten Lady Melanie. „Schön, dass ihr beide da seid und dazu noch pünktlich“, begrüßte sie uns beide. Ich lächelte meine Großmutter nur höflich an und behielt meinen bissigen Kommentar lieber für mich, sonst wäre dieser Abend endgültig gelaufen. „Wer tritt heute Abend überhaupt auf? Der Name auf deiner Einladung sagt mir nichts“, fragte ich Lady Melanie „Oh das nun ja ...ich habe diese beiden Künstler vor ein paar Wochen entdeckt und nun lasst uns reingehen.“, sagte sie geheimnisvoll. Jack nahm ihre Hand und führte meine Großmutter in das große Gebäude. Es war aus roten Backsteinen gebaut und das zur Zeit einzige Theater der Stadt.


Es war natürlich klar, dass die komplette Oberschicht zu so einem Ereignis kam. Ich begrüßte höflich die Leute, welche ich von den mittlerweile unzähligen Abendessen kannte. Shay und ich folgten Lady Melanie und sie führte uns in die obere Etage. „Ich habe mir gedacht, von hier oben sehen wir besser und Faith, du kannst so Melody aus dem Weg gehen“, erklärte sie und ich wurde noch etwas blasser um die Nase. War dieses gehässige Miststück etwa auch hier? Ich dankte meiner Großmutter und wir gingen in unser Loge. Es gab vier Plätze in der Loge. Lady Melanie setzte sich nach vorn, Jack stellte sich ganz pflichtbewusst an den Eingang, um ungewollte Besucher zu vertreiben. „Setzt euch, Master Kenway wird bestimmt gleich da sein.“, meinte sie und wir beide erfüllten ihren Wunsch.


Ich schaute auf die Menschen in großen Saal und allmählich wurde es immer voller. Kurz bevor das Konzert anfing, kam der Großmeister und setzte sich neben mich. Na toll mit Shay auf der einen Seite und Haytham auf der anderen, konnte ich unmöglich das Weite suchen. „Ist was kleine Lady?“, fragte mich Lady Melanie. „Nein, nur sind meine Fluchtchancen jetzt gleich null.“, murmelte ich zu ihr. Vom Großmeister bekam ich wissendes Grinsen. „Ladys und Gentleman, wenn ihr nun bitte eure Plätze einnehmen würdet, die Vorstellung wird gleich beginnen.“, hörte ich und unterdrücke ein Gähnen. „Faith, benimm dich.“, tadelte Lady Melanie mich und setzte sich noch ein Stück gerader hin.



Der Vorhang öffnete sich und zwei jungen Herren traten vor das  Publikum. Was war an denen so besonders, das sie die Aufmerksamkeit meiner Großmutter erregt hatten? Die beiden Herren setzten sich auf die zwei Stühle und nahmen ihr Instrument in die Hand. Beide schienen Violincello zu spielen. Nun das wäre mal eine Abwechslung zu den anderen Konzerten. Ich dachte mit Grauen an das Letzte. Der Pianist war... na ja er war grottenschlecht. Bei jeder fünften Note verspielte er sich und mir taten nach einigen Minuten die Ohren weh. Ich war heilfroh, dass dieses Konzert durch Buhrufe aus dem Publikum ein schnelles Ende gefunden hatte.


Die Musiker fingen an zu spielen und für mich hörte es sich so an wie immer. Ich hielt mir meine Hand vor den Mund und gähnte erneut und musste mich beherrschen nicht auf der Stelle einzuschlafen. Nach ein paar Minuten des Spielens wurden die beiden Herren immer schneller und es schien so als wollten sie sich gegenseitig übertreffen. Die tiefen Töne des Basses mischten sich mit den helleren Tönen und die Melodie welche erklang war eine, die ich noch nie gehört hatte. Es hatte etwas vollkommen neues und ich fand es gut. Die Menschen unter uns schauten sich geschockt an und konnten nicht fassen, was sie da hörten. Was hatten die nur? Endlich mal etwas neues und frisches. Es konnten doch nicht immer nur langweilige Menuette sein. Ich bewunderte die zwei Herren und wie sie ohne Noten vor sich zu haben spielten. Diese schnellen Töne, es passte sich einfach perfekt an. Als sie das Lied beendet hatten, lag einer der beiden mit seinem Cello auf der Bühne. Ihre Perücken lagen neben ihnen und sie grinsten sich frech an. Unter uns das Publikum war wie in einer Schockstarre. Ich stand auf und fing an zu applaudieren. „Eine Zugabe?“, fragte ich die beiden Herren frech. „Natürlich Miss.“, sagten sie und nahmen erneut ihre Plätze ein. Die nächsten Lieder waren ähnlich, schnell und ungestüm und ich genoss dieses Konzert in vollen Zügen.


Nach einer Stunde, die Hälfte der Zuschauer war schon während des Konzerts gegangen, beendeten die beiden Musiker ihr Spiel. „Siehst du, ich habe doch gesagt, dass sie anders sind.“, meinte Lady Melanie zu mir, als wir das Theater verließen. „Ja und ich habe die beiden morgen zu einem Abendessen bei dir eingeladen. Bis dann.“, sagte ich noch und die Kutsche fuhr los. „Wie fandest du es?“, fragte ich meinen Templer. „Wenn so was zur Mode wird, könnte ich glatt ein Musikliebhaber werden.“, grinste Shay und ich kuschelte mich glücklich in seine Arme. Diesen Abend würde ich nie vergessen und die Musik ebenfalls nicht.
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