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Wir sind beide Kämpfer (Teil 1 - Kämpferherz)

von KiwiMaus
GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P16 Slash
Die deutsche Nationalmannschaft FC Bayern München
24.10.2019
05.11.2019
13
70.133
11
Alle Kapitel
40 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
04.11.2019 4.512
 
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Morgen leute wirds was geben! Aber heute erst mal - Viel Spaß mit dem Kapitel! Freue mich auf Reviews - Eure Kiwi
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Beide guckten zuerst etwas unsicher zwischen mir und Leon hin und her. Dann machte Mats einen Schritt auf mich zu. Als er vor mir stand streckte er die Hand aus. „Ich bin dafür wir fangen nochmal bei Null an. Ich bin Mats!“ Ich strahlte ihn an und schlug ein. „Ben!“, meinte ich. Dann linste ich an Mats vorbei. Manuel stand verlegen hinter ihm. Der Boden im Treppenhaus schien interessant zu sein. Mats trat beiseite und bollerte ihn mit dem Ellenbogen kurz an. Ich grinste. „Ich glaubs nicht“, flüsterte ich zu Leon. „Großer Nationaltorwart aber hier kneift er!“ Leon versuchte sich ein Grinsen zu verkneifen und nickte. Mats gab mir einen Daumen hoch. Manuel kratzte sich am Kopf und kam dann auch mich zu. „Das hab ich gehört!“, moserte er leise zu Mats. „Hey… Manuel und… ähm…also… Neuanfang klingt gut…“, stammelte er vor sich hin. Gott wie süß! „Ben!“, wiederholte ich mich und gab auch ihm die Hand. „Ich würd mich freuen, wenn wir einfach nen netten Nachmittag haben!“, sprach ich und nahm mir, was Peter gesagt hatte wirklich zu Herzen.

Leon guckte einen Moment etwas verblüfft, lächelte dann aber. „Das war der Plan!“, meinte er dann. „Ich hab Kaffee gemacht“, sprach ich zu den drei Fußballern. „Du hast ja auch ne normale Kaffeemaschine!“, teilte ich Leon dann meine Entdeckung mit. Dieser nickte. „Ja, wenn meine Eltern mich besuchen kommen. Die trinken das Zeug literweise!“, informierte er mich. Unsicher lächelte ich ihn an. Über seine Eltern hatte er mir noch nie wirklich was erzählt. „Oh Kekse!“, sprach Mats da und schaute glücklich auf den Tisch. Mats schmunzelte. „Du hast meinen Frustschrank gefunden?“, fragte er mich. „Wenn du das Heiligtum voll Schokolade und anderen Leckereien so nennst dann ja…“ Ich zwinkerte ihm zu. „Wer bist du und wo hast du Ben gelassen!“, fragte er dann halblaut. Etwas unsicher schaute ich auf den Boden. Leon legte doch kurz einen Arm um meine Hüfte. „Gefällt mir!“, säuselte er in mein Ohr. Verdammt! Wie ich seine Stimme liebte.

Die Gedanken, die ich in dem Moment bekam verdrängte ich schnell. Weder in diesem Moment, noch überhaupt wollte ich solche Gedanken haben. Maxi hatte mich zwar zum Nachdenken gebracht aber so wirklich traute ich mich nicht an so etwas wie ein normales Leben zu denken. Zu viel war in der Vergangenheit passiert. Zu oft hatten kurze schöne Momente in einer riesigen Enttäuschung geendet. Zuletzt, als mein Großvater nach dem Tod meiner Mutter mit mir reden wollte. Die Erzieherin im Heim damals hatte mir versichert, dass er mich nun bestimmt zu sich nehmen würde. Stattdessen hatte er mir nur erklärt, welch Enttäuschung ich sei. Dass ich am Tod seiner Tochter schuld sei. Ohne mich wäre sie doch nie infiziert worden. Als ich ihm wiederholt gesagt hatte, dass ich so geboren sei und Mom schon vorher krank war, hatte er mich nur als Lügner angeschrien und mir eine runter gehauen. Träume gehörten in die Nacht. Wenn man schlief.

Leon schien zu merken, dass meine Gedanken schlechter wurden. „Komm… lasst uns Karten spielen oder so…“, schlug er vor. Vermutlich wusste er ebenso wenig die Situation einzuschätzen wie ich und naja, Spiele heiterten doch meistens auf, oder?! „Karten?“, kam es neugierig von Manuel. „Ja… wie wär´s mit… Poker oder so?“, fragte er. „Super Idee!“, warf ich ein. „Ihr habt alle Millionen auf dem Konto und wisst vermutlich wie man das spielt und ich… Öhm…. Ich schaute auf den Zettel neben dem Telefon auf dem ich meine Schulden notierte. „Minus 50€ und da sind die Kosten für die Kleidung nicht mal mitgerechnet und ich hab keine Ahnung wie man Poker spielt!“, schuldbewusst schaute Leon mich an. Mats haute ihm auf die Schulter. „Gut gemacht Alter – das hättest du wissen können!“, raunte er ihm zu. Geknickt schaute Leon zu mir. „Der muss dir echt alles zurück zahlen?“, erkundigte sich Manuel. „Nein!“, kam es von Leon. „Ja!“, sprach ich selben Moment, setzte dann aber erklärend hinterher: „Wenn es nach ihm geht nicht. Ich hab aber bei niemandem Schulden und aushalten lass ich mich nicht!“ „Ach die Diskussion!“, kam es dann belustigt von Manuel und er guckte Leon mitleidig an. „Ich steh halt nicht darauf bezahlt zu werden!“, meinte ich schneidend.

Sofort guckten mich alle etwas entsetzt an. „Ich… ich bezahl dich nicht!“, stammelte Leon. „Ich…“ „Schon gut!“, warf ich resigniert ein. „Ich… Ich weiß, dass du… Ich weiß dass du andere Gründe hast. Fühlt sich halt für mich trotzdem falsch an!“, meinte ich leise. Mats mümmelte im Hintergrund verhalten an einem Keks herum. Manuel rutschte unruhig auf seinem Stuhl herum. „Sorry Jungs…“, entschuldigte ich mich auch bei den Beiden für meinen Aussetzer. „Ich… bin nicht so gut in… Zwischenmenschlichem!“, sprach ich. Mats nickte. „Nicht schlimm…“, meinte er und goss sich dann selbst einen Kaffee ein. „Also…. Rommé?!“, schlug ich vor. „Rommé?“, fragte Leon. „Ja, ist das einzige Kartenspiel was ich kann!“, meinte ich dann. „Na gut! Dann Rommé!“, stimmte Manuel zu. „Hab ich als Kind immer mit meinen Eltern und meinem Bruder gespielt!“, schwelgte er in Erinnerungen. „Kenn ich auch!“, meinte Mats dann. „Rommé war das mit dem Reihen bilden, oder?“, erkundigte sich Leon. Wir drei nickten unisono. „Jup!“

Eine halbe Stunde spielten wir einfach nur Karten und tranken dabei den Kaffee. Irgendwann blickte Manuel mich an. „Hast du gestern das Spiel gesehen?“, fragte er. Ich nickte. „Ja, in einer Kneipe…“, meinte ich dann. „Alleine?“, horchte Manuel. „Nö…Mit nem Kumpel von Manja!“, antwortete ich. „Manja? Wer ist das?“, fragte Mats. „Ne Freundin von Ben. Sozialarbeiterin!“, beteiligte sich nun auch Leon am Gespräch und beendete seinen Zug. „Och Man, Leon!“, maulte ich, der als nächstes dran war. „Ne Herz Dame… Ernsthaft?“, rief ich genervt aus. „Dein Kleiner kann echt nichts mit Frauen anfangen!“, schnaubte Manuel belustigt. Ich guckte gespielt beleidigt. „Doch! Als Freunde taugen die!“, kommentierte ich. Leon grinste. „Gut für mich!“, antwortete er dem Torwart. „Ich kann das irgendwie immer noch nicht ganz einordnen“, gestand Manu nun. „Was?“, fragte Leon. „Naja… du…sch… also!“ „Schwul?“, fragte ich. Er nickte. „Ja, ist irgendwie… Er wirkt nicht so!“, verteidigte sich Manuel. „Wie müsste er denn deiner Meinung nach wirken?“, hinterfragte ich.

Er zuckte mit den Schultern. „Keine Ahnung...“, dann wurde er rot. „So wie du?“, fragte er und verzog das Gesicht, als würde ihm selbst bewusst wie falsch das klang. Auch Leon guckte auf und grinste Manuel an. „Sorry Alter, unsereins trägt einfach gerne den heterosexuellen Tarnumhang!“, belustigt schaute ich Leon an. „Was?“, rief er grinsend aus. „Das wollte ich schon immer mal sagen!“ Schnell gab ich ihm einen Kuss, bevor ich wieder ernster wurde. „Ich bin halt nen klassischer Twink!“, meinte ich dann. „Ah, das hab ich schon mal gehört!“, sprach Mats dazwischen. „Das sind die…“ „…meist Kleinen, jungen, niedlichen Jungs?“, beendete Leon Mats Satz. „Ich weiß auch, von wem du das hast!“, meinte er belustigt. „Cathy!“, kommentierten Manuel und Leon zeitgleich und lachten los. Wer auch immer Cathy war. Soweit war ich in meinen Recherchen noch nicht gekommen. „Meine Frau!“, informierte Mats mich, weil er wohl meinen fragenden Blick gesehen hatte. Dankbar über die Info lächelte ich. „Du solltest deine Vorurteile dringend überarbeiten Alter!“, sprach ich dann zu Manuel. „Ich hab Kerle kennengelernt, die sehen eher so aus, als würden sie Jungs wie mich zum Frühstück fressen!“, sprach ich. „Und die mögens es so richtig gerne hart in den Arsch!“, informierte ich ungefiltert. „Scheiße!“, fluchte Mats belustigt. „Das Bild werd ich nie wieder los!“, warf er in die Runde. Leon und Manuel lachten. Ich schaute auf die drei und ein Grinsen legte sich auf meine Züge.

„Also, zurück zum Thema!“, sprach der blonde Torwart und wischte sich Tränen aus den Lachfältchen am Auge. „Wie fandest du das Spiel?“, fragte er nach. „Ganz okay…“, meinte ich. „Okay?“, fragte Leon argwöhnisch. Ich neigte unsicher meinen Kopf von einer auf die andere Seite. „Hätt halt gerne ein Tor von dir gesehen oder… naja…“ „Na Klasse!“, sprach Manuel. „Jetzt überzeugen wir nicht mal mehr die Menschen mit denen wir zusammen leben!“, meinte dieser. „Nina hat sich auch schon beschwert über unsere Leistung!“ Er klang beleidigt. „Cathy interessierts nicht ganz so sehr!“, warf Mats ein. „Die freut sich nur wenn ich nen Tor mache, ansonsten isses ihr egal!“ „Hmm, na… mir nicht!“, meinte ich salopp. „Dir ist aber schon klar, dass Tore machen nicht gerade die Hauptaufgabe deines Süßen ist?“, erkundigte sich Mats. Ich runzelte die Augenbrauen. „Ich bin vieeel wichtiger!“, meinte Leon inbrünstig. Manuel und Mats grinsten los. „Ich dachte beim Fußball ging es darum das das Runde ins Eckige geht?“, informierte ich über mein Wissen. „Joa, aber irgendwer muss ja dafür sorgen dass der Ball überhaupt erst da vorne Ankommt!“, berichtigte Mats. „Und das ist seine Aufgabe… Meine ist, dass der da…“, er deutete zu Manuel. „…Nicht so viel zu tun hat!“, sprach er weiter.

„Gott!“, stöhnte Manuel auf. „Ich seh mich hier schon bis in die frühen Morgenstunden mit Ketchupflaschen und so nem Gedöns hantieren um dir Fußball zu erklären!“ Ich schnaubte. „Sei nicht so genervt großer Meister…Ich hatte die letzten Jahre wichtigeres zu tun!“ Ernst sah ich in an. „Ich wusste nur nicht, dass Leon im Mittelfeld spielt!“ Ganz unwissend war ich ja nicht gerade. „Zentrales Mittelfeld“, klärte Leon mich auf. „Du hattest wohl auch die letzte Zeit besseres zu tun!“, meinte Mats beleidigt. „Ja, mit Sicherheit aber nicht woran du denkst…“, erwiderte ich. Dann wurde ich ernst. „Ihr wisst das ich Positiv bin und ich werde nichts tun, was ihn in irgendeiner Weise gefährdet…“, sprach ich ruhig und schaute dabei beide abwechselnd an. Nun schaute auch Manuel ernster. „Das glaube ich dir sogar. Dennoch… wie willst du verhindern, dass etwas passiert?“, erkundigte er sich. „Da unten passiert bei mir gerade gar nichts und solange meine Werte nicht so gut sind wie sie eben sein können, wird sich das nicht ändern!“, klärte ich in auf. „Ben ist in Behandlung bei einem sehr guten Spezialisten!“, sprach Leon. „Und ich respektiere seine Meinung und unterstütze ihn bei diesem Ziel“, sprach er weiter. „Ich hatte die letzten Jahre ausschließlich geschützten Sex und das auch nur um meinen Arsch zu retten. Sonst wäre ich längst in irgendeiner Gosse verreckt!“, wurde ich deutlicher im Ton.

Mats setzte sich gerader hin. „Wir machen uns lediglich unsere Gedanken. Nicht wegen dem Team sondern in erster Linie wegen Leon selbst!“, meinte dieser dann. „Leon muss letztendlich selbst wissen was er tut und was er will… Aber als Kumpel gehört´s auch dazu kritisch zu sein!“, verteidigte er sich und Neuer. Ich nickte. „Und das ist auch okay! Ich wollte das nur noch einmal klar stellen…“ Dann schaute ich zu Leon. „Ich geh mit Peters Freund Maxi am Montagabend zur AIDS-Hilfe“, berichtete ich meinem Freund. Fragend schaute dieser mich an. „Er…“, ich schaute in die Runde. „Maxi ist selbst…positiv!“, meinte ich dann leise und fühlte mich schlecht. Diese Tatsache über Maxi rauszuposaunen fühlte sich falsch an. „Er ist der Meinung, dass mir das helfen könnte selbst irgendwie besser klar zu kommen. Er ist unter Nachweis!“, sprach ich dennoch weiter. „Unter Nachweis?“, griff dies Mats auf. „War das nicht, wenn HIV quasi nicht mehr nachweisbar ist im Blut?“, erfragte er. Leon nickte. „Das Ansteckungsrisiko unter der Nachweisgrenze geht gegen Null. Übrigens betrifft das Virus nicht nur Blut sondern auch andere Körperflüssigkeiten. Betroffene diskordante Paare können dann sogar ohne Kondom Sex haben ohne sich anzustecken“, klärte er weiter auf und griff nach meiner Hand. „Könnten!… -  wir mit Sicherheit nicht!“, stellte ich klar. Auch für Manu und Mats. Leon ignorierte das. „Heten können dann sogar Kinder kriegen die gesund sind!“, sprach er stattdessen weiter. „Heten!“, warf Manu entrüstet ein. „Das klingt wie ne Krankheit!“, meinte er dann. Ich grinste leicht. „Wie du es dir nicht vorstellen kannst, mit einem Mann in die Kiste zu steigen, regt sich bei mir…“, ich schaute zu Leon. „Und ihm … nichts, wenn wir an ne nackte Frau mit Titten denken…“, sprach ich und schmunzelte. „Verstanden!“, erwiderte Manuel.

Wir machten uns wieder ans Kartenspielen. Da keiner mehr wusste wer dran war – Okay, ich wusste schon, dass ich dran war, hatte aber eh ein zu schlechtes Blatt – mischten wir noch einmal durch und begannen eine neue Runde. Irgendwann schaute Manuel auf seine Uhr. „Oh fuck!“, rief er aus.  „Es ist kurz vor zwölf!“, meinte er entsetzt. „Oha…dann…sollten wir uns wohl mal auf den Weg machen!“, sprach Mats und erhob sich. Auch Manuel eilte zur Garderobe und griff nach seiner Jacke. „Gott sein dank haben wir morgen nur ein kurzes Auslaufen!“, sprach er. „Auslaufen?“, hakte ich nach. „Regeneration…!“, meinte Mats. „Damit wir keine Probleme im Training bekommen.“ Ich nickte verstehend. „Erst am frühen Mittag!“, sprach Leon. „Wie können also in Ruhe frühstücken.“ Ich umfasste seinen Arm und lehnte mich ein wenig an ihn. Müde war ich nicht. Fühlte sich ungewohnt an, dies zu tun. Ungewohnt aber gut. „Passt schon mit euch beiden!“, meinte Mats dann, nachdem er uns gemeinsam gemustert hatte und verließ dann mit Manuel die Wohnung. „Ciao!“, sprach Manuel und grüßte noch einmal. „Sehen uns morgen Goretzka!“, sprach Mats noch. Dann schloss er die Tür hinter sich und Manuel.

Ich schaute Leon an. „Ist doch ganz gut gelaufen, oder?“, erkundigte ich mich. Dieser nickte. „Ich glaube die mögen dich!“, meinte er dann. Ich hob eine Braue. „Naja, immerhin wissen sie jetzt, dass du ehrlich bist und es dir ehrlich mit mir ist…“, sprach er und tupfte einen Kuss auf meine Lippen. Ich nahm sein Kinn in meine Hand und brachte Leon so dazu, zu mir zu schauen. „Ich bin froh dich wieder hier zu haben!“, gab ich zu und küsste ihn dann richtig. Als wir den Kuss beendeten hatte Leon rote Wangen. „Du machst es einem echt schwer, es langsam angehen zu lassen und die Sache mit dem „schauen wo´s hingeht““, meinte er dann. Ich schluckte und holte Luft. „Wir sollten da vielleicht nochmal nachverhandeln“, sprach ich leise. „Hmm?“, Leon schaute mir in die Augen. „Ich… also… Vielleicht… würde ich doch ganz gerne… Wissen zu wem ich gehöre!“, druckste ich rum. „Du musst schon deutlicher werden!“, erwiderte Leon. Dieser miese… Er wusste doch wie schwer mir so etwas fiel. „Ich… Ich würd gern dein… Freund sein!“, sprach ich dann stockend. „Ich hätte dich auch gern als festen Bestandteil in meinem Leben!“, bestätigte Leon. „Als meinen Freund!“, setzte er hinterher.

Glücklich strahlte ich ihn an. Dann riss ich seinen Kopf in meine Richtung und küsste ihn stürmisch. Leon umfasste mein Gesicht und intensivierte den Kuss. Angestachelt davon öffnete ich leicht meinen Mund und stupste mit meiner Zunge leicht gegen seine Lippen. Leon öffnete fast sofort seine Lippen und ließ meine Zunge ein. Sein Geschmack berauscht mich nahezu. Zuerst träge, dann immer doller umspielten sich unsere Zungen. Mal hatte er die Oberhand, mal ich. Plötzlich hatte ich Leons Hände an meinem Hintern liegen. Mein Fußballer massierte meinen Arsch und kniff dann ein wenig hinein, was mich erregt aufkeuchen ließ. Schnell atmend unterbrach ich den Kuss. Leon schaute mich an, hielt mit dem was er tat inne. „Zu viel?“, fragte er. Ich nickte und er ließ sofort von mir ab und trat einen Schritt nach hinten. Sofort wurde mir kalt. „Ich…so meinte ich das nicht…“, sprach ich. Neugierig schaute Leon mich an.

„Ich…“, ich suchte nach den richtigen Worten. „Ich bin´s halt irgendwie nicht mehr gewöhnt und… klar, gefällt mir was du machst…Irgendwie aber…“ „Aber du willst mich nicht gefährden!“, beendete Leon meinen Satz und klang leicht enttäuscht. „N…nein, also ja aber… ich mein…“, ein wenig verzweifelt raufte ich mir die Haare. „Verdammt!“, schnauzte ich ihn an. „Klar will ich dich nicht gefährden und ja, ich hab so die ein oder anderen Probleme mit dem Thema aber...“, statt weiter zu reden griff ich nach Leons Hand und zog ihn hinter mir her zum Sofa. Bei der Couch angekommen schubste ich Leon kurzerhand auf die weichen Polster und setzte mich dann auf seinen Schoß. Kurz entschlossen nahm ich seine Hand und legte sie in meinen Schritt. „Ist nicht gerade so, als würde mich das kalt lassen!“, verdeutlichte ich noch einmal. Mein Schwanz war bretthart. Leon drückte leicht zu, woraufhin mir Stöhnen entwich. Leon legte seine freie Hand in meinen Nacken und zog mich in einen Kuss. Mit seiner anderen Hand fummelte er an meiner Hose herum. Irgendwann hatte er meine Hose aufbekommen und versuchte mit seiner Hand in meine Hose zu schlüpfen. Dies wollte jedoch so richtig nicht klappen. Zu eng war es bereits in meiner Hose geworden. „Mist – zieh das Ding aus!“, nuschelte Leon in den Kuss.

So schnell ich konnte stand ich auf, fummelte mir die enge Jeans über meinen Hintern und schwang mich zurück auf Leons Schoß. Dieser zog mich erneut in einen tiefen Kuss legte seine Hand zurück in meinen Schritt und massierte sachte meinen Schwanz und die Eier. Mir war das irgendwie zu wenig Aktion da unten. „Verdammt, ich bin nicht aus Zucker“, keuchte ich aus dem Kuss heraus. Sofort packte Leon richtig zu. Kurz darauf verschwand seine Hand in meiner Boxer und er verstrich meine Lusttropfen auf meiner Eichel, welche es sich offenbar zur Aufgabe gemacht hatte, einen Weg aus meiner Shorts zu finden. Leon strich mit kräftigen Strichen an meinem Schwanz auf und ab und massierte dabei meinen Damm. Tief erregt stöhnte ich laut in den Kuss. Ich war bereits so angeheizt, dass ich wusste, dass ein Orgasmus nicht lange auf sich warten ließ. Nach nur wenigen weiteren festen Strichen kam ich. Leon zog seine versiffte Hand aus meiner Hose, doch bevor ich irgendwie auch nur annähernd panisch werden konnte fischte Leon eine Packung Desinfektionstücher unter einem der Kissen hervor und reinigte sich die Hände. Dabei hielt er durchgängig mit mir Blickkontakt und hypnotisierte mich so geradezu. Auch, wenn dieser kleine Handjob soweit nicht wirklich spannend war, so war er für mich alles. Daher liefen auch ungehindert ein paar Tränen über meine Wange. Leon schien zu verstehen, wieso es so war und küsste mir nur still meine Tränen weg.

Ich ergab mich diesem Kuss. Das erste Mal seit… Das erste Mal seit ich festgestellt hatte, dass ich mit Männern mehr anfangen konnte als mit Frauen konnte ich mich absolut fallen lassen. Ich merkte in diesem Moment, wie viel mir Leon bedeutete. Leise reifte in mir eine Idee. Ich ließ den Kuss leise auslaufen. Leon schaute mich fragend an. Ich atmete einmal ein und tief wieder aus. Dann rutschte ich von Leons Schoß. Zwischen seine Beine. Überrascht und verunsichert schaute er mich an. Einen kurzen Moment haderte ich, dann griff ich selbstbewusst an den Reißverschluss seiner Jeans. Ritsch! Das Geräusch war irgendwie vertraut und doch ganz anders. Wie oft hatte ich es gehasst in diese Haltung gezwungen zu werden. Für Geld! Dies hier… mit Leon… war anders. Ich wollte ihm nah sein. So nah wie es mir derzeit möglich war, ohne ihn zu gefährden. Ich ruckelte an seiner Hose. Fragend schaute Leon mich an. Ich schaute einfach nur zurück. „Du musst nicht…“, fing er an. Ich schüttelte sachte den Kopf. „Ich will aber!“, meine Stimme war leise und doch sprach ich selbstbewusst. Noch einmal ruckelte ich an seiner Hose. Leon hob leicht sein Becken an und ich zog ihm seine Jeans herunter.

Leon stöhnte leise und verhalten auf. Seine Calvin Klein-Shorts waren bereits gut ausgefüllt. Kein Wunder! Ihn wird der Handjob auch nicht kalt gelassen haben. Ganz und gar nicht wie ich beim Griff an seinen Schwanz, welcher noch immer mit Stoff verhüllt war, feststellte. Leon keuchte bei meiner Berührung auf. Ich schaute hoch. Seine Wangen waren leicht rosig. Seine Augen glasig und doch erkannte ich darin etwas. Zuneigung! Ein Blick den ich so lange so sehr vermisst hatte. Ich griff in den Bund seiner Pants. Noch einmal bewegte Leon sein Becken so, dass ich auch das letzte Stück Stoff beseitigen konnte. Leons Schwanz stand sofort wie eine eins. Immer wieder hörte ich leise seufzende Laute, während ich seine Latte mit der Hand bearbeitete. Ich warf noch einen letzten Blick in Leons Gesicht. Voll Zuneigung schaute er mich an. Trotz seiner Erregung lächelte er mich leicht an. Strich mir mit der Hand über die Wange. Dann senkte ich meinen Kopf über seinen Schritt und leckte einmal seine gesamte Länge entlang. Leon zischte laut. Sein Atem wurde schneller. Ich schloss meine Lippen um seine Spitze. Schmeckte seine Lust. Sein Geruch umwölbte meinen Verstand. Auch in mir wuchs die Lust wieder.  Ich begann seinen Schwanz in mich aufzunehmen. Ich wusste, dass ich das konnte und…gut war. Mit Leon nun war das alles eine ganz andere Erfahrung.

Von Leons unregelmäßigen Atemzügen und seinem Keuchen angestachelt spielte ich ein wenig mit seinem Bändchen und tunkte die Zunge in den kleinen Spalt. Dann ließ ich seinen Schwanz soweit ich konnte in meinen Rachen gleiten. „Oh…verdammt… das….!“, stammelte Leon. „Oh Gott…. Ja…“, er griff in meine Haare. Kurz versteifte ich mich. Doch statt sich noch weiter in meinen Hals zu drängen, wie dies Kunden getan hatten begann  ließ Leon leicht an Druck nach und begann meine Kopfhaut zu massieren. Umgehend entspannte ich mich wieder, was auch Leon zu merken schien, denn er erhöhte den Druck der streichelnden Bewegungen wieder ein kleinen wenig. Ich bewegte meinen Kopf schneller auf und ab. Strich mit meiner Hand die Innenseiten seiner Oberschenkel entlang. Dann nahm ich seine Hoden in die Hand und spielte ein wenig damit. Ich drückte leicht zu, was Leon noch stärker lustvoll aufstöhnen ließ und sein Schwanz zuckte noch mehr in meinem Mund. Auch schmeckte ich ihn deutlicher. Davon angeturnt brummte ich leicht vor Wonne. „Oh Scheiße… ich…“. Leon keuchte abgehakt. Doch er kam noch nicht. Ich entließ seinen Schwanz aus meinem Mund und nahm seine Eier in meinen Mund, während ich mit meiner Hand weiter seinen Schwanz bearbeitet. Immer wieder gab Leon zusammenhangloses Gebrabbel von sich. Dies heizte mich jedoch nur noch mehr an.

Noch einmal leckte ich Leons gesamte Länge und nahm sie anschließend bis zum Anschlag auf. Er hatte definitiv keinen Kleinen. Die Länge passte proportional perfekt zu ihm und ich freute mich irgendwie diebisch darauf, was wir alles in Zukunft im Bett anstellen konnten. Wenn ich soweit war auch andere Dinge zuzulassen. Wenn…
Ich erhöhte den Druck auf seinen Schwanz und steigerte das Tempo. Leons keuchen wurde immer abgehakter. Ich merkte, wie seine Bauch- und Beinmuskeln unkontrolliert anfingen zu kontrahieren. „Ben… ich…“ Er versuchte mich wegzudrücken doch ich ließ mich nicht beirren. Ich wollte ihn schmecken. Wollte ihn erleben wenn er kam. Wenn er in meinen Rachen abspritzte. Ich schaute Leon von oben ins Gesicht. Unsere Blicke verschränkten sich ineinander, hielten einander gebannt. Leons Mund stand leicht offen, er leckte sich über die Unterlippe und stöhnte dann ungehemmt auf. Wenige Augenblicke später war es soweit. Leon schoss seine Ladung in meinen Mund und Hals. Ich ließ seinen Schwanz ein wenig heraus und schluckte. Sportlereiweis. Lecker! Bei dem Gedanken  grinste ich. „Was?“, fragte Leon, der dies wohl bemerkt hatte. Sein Atem ging noch immer schnell und stoßweise. „Gilt das jetzt als Sportlernahrung?“, fragte ich ihn und begann zu kichern. Statt zu Antworten zog Leon mich hoch und küsste mich hart und tief. Erstickte meine Lache effektiv. Ich setzte mich wieder auf seinen Schoß. Der Kuss wurde sanfter. Bis Leon mich aus dem Kuss entließ.

„Danke!“, sprach er und es klang aufrichtig, liebevoll und voller ungefilterter Emotionen. „Nein!“, sprach ich. „Ich… ich… Es war einfach richtig und… Danke dir!“, widersprach ich. Leon neigte den Kopf. „Ich… Ich habs genossen. Ich konnte es genießen und… Ich mag dich Leon… sehr!“ Fast wäre mir das dämliche L-Wort rausgerutscht. Völlig plemplem. Aber so war die Situation gerade. Ich kuschelte mich an Leons Brust. Sog seinen unverfälschten Geruch in mich auf. Leon legte seine Arme um mich und drückte mich an seine Brust. Küsste meinen Scheitel. „Ich… Du bedeutest mir so viel!“, sprach er. „Dir ist das vermutlich überhaupt nicht bewusst…“ Ich blickte auf zu ihm. „Ich hab immer verdrängt was ich bin… wer ich bin… War… besser… irgendwie“, erzählte er weiter. Dann gluckste er. „Das war mein erster Blowjob!“, offenbarte er mir kichernd. Mein Herz wummerte in meiner Brust. Ich nahm sein Gesicht zwischen meine Hände. „Für mich war das auch ein erstes Mal…“, begann ich. „Das erste Mal…echte Nähe!“, offenbarte ich ihm. Leon lächelte mich an, sagte jedoch nichts. Dies war auch so eine Art, die ich an Leon liebte. Einfach mal die Kresse halten. Manchmal waren Worte zu viel und er schien das zu wissen.

Wir lagen noch eine Weile aneinander gekuschelt auf der Couch. Leon hatte sich nicht die Mühe gemacht sich wieder komplett anzukleiden. Stattdessen hatte er irgendwann begonnen herum zu ruckeln um seine Hose loszuwerden die ihm noch immer auf den Fußknöcheln hing. Bei seiner Boxer hatte ich ihm dann kurzerhand geholfen. Er schien überhaupt keine Probleme damit zu haben, oben vollständig bekleidet zu sein und unten blank zu ziehen. „Guckst du eigentlich auch manchmal nach deinen Kollegen?“, erkundigte ich mich auf dem nichts. Leon atmete aus. „Möglich!“, antwortete er. „Also tust du´s?“, hakte ich nach. „Würde es dich stören wenn?“, stellte nun Leon eine Gegenfrage. Ich schüttelte den Kopf. „Nö!“, meinte ich dann. „Find den Neuer ja rein optisch auch scharf!“, gab ich ihm als Antwort. „Dein Ernst?“, fragte Leon. In seiner Stimme schwang ein leichter Unterton mit. „Eifersüchtig?“, foppte ich ihn. „Brauchste nicht…“, sprach ich weiter. „Gibt da nen Spieler den ich viel besser finde. Hat nen echt netten Arsch… lange Beine… ist nen ziemlich cooler Typ…“ Leon schaute mich an. „Ja echt!“, machte ich weiter. „Der hängt auch nicht immer nur lahm in so nem Kasten rum…“, ich grinste ihn an. „Klappe jetzt!“, sprach Leon entrüstet. „Sonst werd ich noch rot!“, fügte er hinzu.

„Wollen wir ins Bett gehen?“, fragte er dann. Ich nickte. Jetzt war ich einfach nur noch müde. Und erschlagen vom Tag. Den Eindrücken und von meinen Gefühlen. Leon und ich entledigten uns nur noch unserer restlichen Kleidungsstücke. Meine Hose hatte ich mir auf dem Sofa nicht mehr wieder angezogen, bloß meine Boxer. War bequemer so. „Ich…“, druckste Leon dann rum. „Also ich…normalerweise hab ich die letzten Jahre daheim nur nackt geschlafen. Er kratzte sich nervös im Nacken. „Tu dir keinen Zwang an!“, meinte ich nur und huschte unter die Decke. Leon tat es mir nach. Er wirkte ein wenig verunsichert. „Ist das wirklich okay für dich!“, fragte er noch einmal nach. „Alter…ich hatte gerade deinen Schwanz in meinem Mund und du fragst das?!“, entgegnete ich und ließ meine Stimme dabei etwas genervt klingen. Dann drehte ich mich demonstrativ weg. Leon sagte nichts mehr. Stattdessen zog er mich wenig später vorsichtig an seine Brust. „Bist du jetzt sauer?“, fragte er. „Nein… Müde!“, sprach ich und war es wirklich. Um klarzustellen, dass ich wirklich nur Müde war kuschelte ich mich noch ein wenig enger an Leon und mogelte mich mit einem Bein zwischen seine Waden. Meine Augen fielen mir fast zu. „Schlaf gut!“, wisperte Leon leise in meinem Nacken. „Nacht gut!“, brummelte ich und verschränkte unsere Hände. Kurz darauf war ich in der Welt der Träume angekommen.
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