Pokémon gegen Titanen

MitmachgeschichteAbenteuer, Fantasy / P12
OC (Own Character)
24.10.2019
10.11.2019
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Crowley dachte, in dieser verrückten Welt könnte ihn nichts mehr schocken.

Nun fand er heraus, dass er sich irrte.

Ymirs menschlicher Körper verschwand in einem Licht aus purer Energie, und stattdessen sprang nun ein sechs Meter großer Titan mit wilden Haaren und scharfen Zähnen vom Turm. Sie stieß ein lautes Brüllen aus und griff die feindlichen Titanen mit ihren Krallen und Zähnen an, sodass der Turm erst einmal nicht mehr unter Druck stand. In der Zwischenzeit war Crowley zu Christa und Shane zu Sasha geeilt, um sie zu beruhigen und nach ihnen zu sehen.

“Christa”, fragte Reiner leise. “Hast du gewusst, dass Ymir... ein Titan ist?” “Nein”, antwortete Christa fassungslos. “Und dabei war ich doch die ganze Zeit bei ihr... wie konnte sie das nur in all den Jahren vor mir geheim halten?”

Genannte randalierte inzwischen wie eine Wilde rund um den Turm und attackierte jeden Titanen, der sich der Burg näherte.

“Haltet euch an Dragoran und Knakrack fest!”, befahl Shane, der ebenfalls leicht panisch klang. Diesmal ohne vorher zu diskutieren, gingen die unbewaffneten Soldaten zu den beiden Drachen-Pokémon und krallten sich an ihnen fest.

Kurz darauf flogen Shanes Pokémon vom Turm weg und brachten die Soldaten auf den Boden neben der Burg. Crowley hatte sich Christa geschnappt und setzte sie mithilfe von Silvarro neben den anderen ab.

“Wie habt ihr es so schnell hierhergeschafft?”, wollte Sasha nun wissen, die sich an Shanes Hand festhielt. “Wir erfuhren, dass ihr hier von Titanen angegriffen werdet, und haben uns sofort auf den Weg gemacht”, erklärte Crowley, sein Blick war weiter auf Ymir gerichtet, die mittlerweile von den Titanen umzingelt worden war und nun in Stücke gebissen wurde. Christa wollte schon zu ihr rennen, aber Crowley hielt sie mit aller Kraft zurück. “Wenn du da hinrennst, werden dich die Titanen auch fressen!”, versuchte er sie zu überzeugen. Das blonde Mädchen wehrte sich allerdings noch immer, sodass er nun seine Geheimwaffe auspacken musste: “Benimm dich nicht wie Abraham!”

Das ließ Christa nun doch innehalten und den blauhaarigen Agenten verwundert anstarren, während Ymir immer weiter angeknabbert wurde. Doch sie wurde von den anderen Pokémon gerettet, die mittlerweile alle verbliebenen Titanen in der Umgebung vernichtet hatten und nun das Gleiche mit denen um Ymir herum taten. Innerhalb weniger Sekunden war die Soldatin nicht mehr in Lebensgefahr, aber auch ihr menschlicher Körper schien etwas abbekommen zu haben. Tiefe Furchen umrahmten ihre Augen und auch ihren Hals, eine große Wunde klaffte in ihrem Bauch, und ihre Augen waren fast geschlossen.

“Hör mir bitte zu, Ymir”, flüsterte Christa kaum hörbar, die den Kopf der Titanenwandlerin leicht angehoben hatte, woraufhin sie ihre Augen mühsam etwas öffnete. “Mein wahrer Name... ich heiße eigentlich Historia...”





Die Verwirrung war so perfekt, dass Verwirrung eine neue Bedeutung erhielt.

Nach der Schlacht bei der Burg Utgard waren sie soeben auf die Mauer Rose zurückgekehrt und hatten den Soldaten Uniformen und 3D-Manöver-Ausrüstungen zur Verfügung gestellt. Während sie auf der Mauer standen und auf den Bericht der Mauergarnison über den Standort des Lochs warteten, sprachen sie miteinander und versuchten, das Geschehene zu verarbeiten.

Soeben stellte Hanji sich zu ihnen und verschränkte nachdenklich die Arme. “Der Trupp von Hannes ist gerade zurückgekehrt”, verkündete die Abteilungsführerin. “Demnach ist zwischen dem Bezirk Trost und dem Bezirk Klova mit der Mauer alles vollkommen in Ordnung.”

“Wie kann denn das sein?”, fragte Armin erstaunt. “Es sind doch jede Menge Titanen aufgetaucht. Wie sollen sie denn sonst durchgekommen sein?”

“Wer weiß”, erwiderte Hanji. “Vielleicht haben sie ja gelernt, Tunnel zu graben oder ähnliches. Aber jetzt gerade müssen wir uns um andere Dinge kümmern. Ymir muss sofort nach Trost gebracht und dort versorgt werden. Darüber hinaus müssen wir sie genau auf ihre Titanenkräfte untersuchen.”

“Mir fällt da etwas ein, Hanji”, meinte Celina sich nun zu erinnern. “Darüber denke ich schon eine ganze Weile nach. Ich frage mich, wie wir überhaupt hierhergelangt sind. Daher kam mir der Gedanke, dass vielleicht die Menschen mit Titanenkräften damit im Zusammenhang stehen könnten.”

“Wie meinst du das?”, wollte Hendrik wissen, der ihre Hand festhielt. “Na ja, es wäre doch zumindest denkbar”, fuhr das Mädchen fort. “Und wenn wir das Rätsel darum lösen könnten, können wir vielleicht auch in unsere Welt zurückkehren.”

“Hey”, mischte Eren sich nun ein. “Was das betrifft, wollte ich nochmal mit euch reden.” Nervös stand er vor ihnen und atmete tief durch, ehe er sagte: “Wenn ihr die Möglichkeit habt, nach Hause zurückzukehren... dann möchte ich gerne mitkommen.”

Alles erstarrte und sah den Soldaten an, als würden sie an seinem Verstand zweifeln. “Eren, das kann nicht dein Ernst sein!”, stieß Mikasa erschrocken aus. “Es ist mein Ernst”, erwiderte Eren tonlos. “Nachdem ich all das von ihnen gesehen habe, steht mein Entschluss fest. Ich möchte ebenfalls ein Agent werden und die Welt der Pokémon erkunden, und daran werde ich nichts ändern.”

“Dann komme ich auch mit”, verkündete das asiatische Mädchen nun genauso entschlossen, wofür sie einen gereizten Blick erntete. “Jetzt hört gefälligst auf, euch zu streiten!”, verlangte Hendrik und trat zwischen die beiden. “Ihr wisst doch, wie es heißt: du kannst das Fleisch nicht verkaufen, bevor du es hast. Wenn wir eine Möglichkeit gefunden haben, nach Hause zurückzukehren, dann können wir immer noch darüber reden. Aber jetzt gerade müssen wir uns um die Titanen innerhalb der Mauer kümmern und weitersehen, klar?”

Schnaubend drehten die beiden Soldaten sich nun um und liefen hinter Hanji her, die nun alles für den Transport der mittlerweile bewusstlosen Ymir vorbereitete, während Crowley gerade etwas abseits mit Christa sprach.

“Also... du heißt in Wahrheit Historia?”, fragte er gerade. “Genau. Mein wahrer Name lautet Historia Reiss”, bestätigte das Mädchen und starrte schuldbewusst zu Boden. “Ich konnte es einfach niemandem erzählen. Es war zu wichtig. Aber ich bin dennoch froh, dass ich es jetzt endlich getan habe. Und ich nehme es dir auch nicht übel, wenn du mich deswegen jetzt hasst...”

Weiter kam sie nicht, denn Crowley riss sie in seine Arme und drückte sie mit aller Kraft an sich. “Das ist mir egal. Ob du nun Christa oder Historia heißt, spielt keine Rolle.”

In diesem Moment bemerkten sie, dass Eren bei Reiner und Berthold ein paar Meter weiter weg stand und vollkommen baff zu sein schien. Da begannen die beiden auf einmal zu leuchten und ihre Körper wurden von purer Energie umgeben. Dieses Licht erfasste auch alle Anwesenden, wie weit es reichte, konnte man nicht sagen. Sie wurden von dem Licht verschluckt und konnten nichts mehr sehen. Das Letzte, was noch zu hören war, war ein lauter Schrei von Eren: “IHR ELENDEN VERRÄTER!!!”