Zwei Völker und die sieben Weltmeere

GeschichteAbenteuer, Drama / P16
OC (Own Character)
23.10.2019
23.10.2019
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23.10.2019 2.649
 
Im Jahre 89.346 v. Chr. kamen die Hydree, welche ihren Heimatplaneten, den Mars (Rotgrund) verlassen mussten, auf die Erde (Ork´huz), und machten sie zu ihrer neuen Heimat.
Im Laufe der Zeit veränderten sich ihre Körper durch die Evolution, und passten sich den Begebenheiten der Erde an. Nachdem diese Veränderungen abgeschlossen waren, erkannten die Hydree, dass sie eine neue Spezies geworden waren, und nannten sich fortan Hydriten.
Die Hydriten begegneten den Menschen, als diese in der Bronzezeit waren. Doch die barbarischen Menschen betrachteten sie als Ungeheuer, und jagten und töteten sie, wenn sie auf sie trafen. In zehn Jahren wurden mehr als fünfhundert Hydriten von den Menschen getötet.
Die Hydriten zogen sich daraufhin in ihre Unterwasserstädte zurück, und mieden jeden Kontakt zu den Menschen. Allerdings bewohnten beide Spezies denselben Planeten, und sollten sich auch in den darauffolgenden Zeiten immer wieder begegnen.




48.000 v. Chr. in Sahul

Das große Tier fraß gemächlich, und störte sich nicht an den drei Neuankömmlingen, die gerade das Wasser verließen. Die drei Hydriten hatten einen Forschungsposten eingerichtet, um die Tiere an Land zu beobachten. Die Hydriten waren eine Spezies, welche in den Ozeanen lebte, sie konnten sich nicht länger als wenige Stunden an Land aufhalten. Es war reiner Forscherdrang, welcher sie auch von Zeit zu Zeit an Land trieb, und sie nachforschen ließ, welche Geschöpfe dort lebten.
Nachdem sie Rotgrund verlassen hatten, war Ork´huz ihre neue Heimat geworden, und die Hydriten interessierten sich dafür, welche Geschöpfe auf dem Land ihres neuen Heimatplaneten lebten.
Bur´ado verließ die Transportqualle, dichtauf gefolgt von Est´ris und Ir´odo. Der Hydrit freute sich darüber, dass seine Gefährtin ebenfalls einen großen Wissensdrang besaß, und ihn begleitete. Est´ris trug ein Armband, welches aus bunten Steinen bestand, welche Bur´ado am Meeresgrund gefunden hatte. Ir´odo und er hatten schon vor zahlreichen Rotationen Freundschaft geschlossen, und sie freute sich ebenfalls darauf, die Landtiere zu sehen, welche in Sahul lebten.
„Das ist aber merkwürdig.“ bemerkte Bur´ado, „Wo sind denn die anderen, die wir ablösen sollen?“
Sie waren in der Nähe der Forschungsstation, doch von den anderen Hydriten war nichts zu sehen. Suchend sahen sie sich um. Hatten sie die anderen verpasst, und waren diese schon aufgebrochen? Nein, das war unmöglich, denn ihre Transportqualle trieb noch vor der Küste. Und bis zur nächsten Stadt zu schwimmen, war sehr beschwerlich.
Die drei Hydriten gingen weiter. Schließlich erreichten sie die Forschungsstation. Und nicht weit vom Eingang entfernt, befand sich eine große Blutlache. Die drei Hydriten sahen sich ängstlich und aufmerksam um. Ir´odo zog ihren Kombacter hervor. Doch nichts gefährliches schien in der Nähe zu sein.
„Einer von ihnen ist wahrscheinlich von einem Raubtier angegriffen worden.“ stellte Bur´ado fest, „Aber wieso können wir die anderen nicht finden? Sind sie von dem gleichen Raubtier angegriffen worden?“
„Welches Raubtier sollte es denn sein?“ fragte Est´ris, „Diese Gegend wird doch seit hunderten Rotationen von unseren Forschern beobachtet. Hier dürfte es kein Tier geben, welches uns nicht bekannt ist.“
„Doch, eines schon.“ bemerkte Bur´ado, als er sich die Stelle um die Blutlache herum ansah, „Siehst du diese Fußspuren dort? Sie entsprechen keinem Geschöpf, welches uns bekannt wäre. Und es scheinen mehrere von ihnen zu sein.“
Tatsächlich, um die natürlich schon lange getrocknete Blutlache herum, waren mehrere Fußabdrücke zu sehen. Diese Geschöpfe mussten einen der Hydriten getötet haben. Wenn nicht die anderen auch, und sie nur von diesem einen wussten.
„Vielleicht waren es Mar´osianer.“ vermutete Est´ris.
„Ich glaube nicht.“ wandte Ir´odo ein, „Die letzte Kriegszeit hat sie geschwächt, und soweit wir wissen, sind sie nicht bis hierhin vorgedrungen.“
„Betreten wir die Forschungsstation.“ beschloss Bur´ado schließlich, „Und für die nächste Zeit sollten wir sie besser nicht alleine und unbewaffnet verlassen, schon gar nicht nachts.“

Einige Tage später

Nachdem mehrere Zyklen lang nichts vorgefallen war, gingen die Hydriten nicht mehr so vorsichtig vor. Was auch passiert sein mochte, vielleicht hatte sich einfach bloß ein Raubtier aus weiter entfernten Gefilden hierher verirrt, und die Hydriten waren ihm unglücklicherweise begegnet.
Bur´ado und Est´ris waren einen kleinen, felsigen Hügel hinaufgeklettert. Von diesem aus hatte man einen wunderschönen Anblick ins Tal, welches von einem dichten Wald gesäumt wurde. Die Natur war wild und unberührt, und verschiedene Tiere streiften umher.
Ein Diprotodon ging an den Hydriten vorbei. Er sah sie neugierig an, wandte sich dann aber wieder de Boden zu, wo es nach Wurzeln grub. Es war ein ziemlich großes Tier, doch es war ein friedlicher Pflanzenfresser. Nicht weit entfernt, befand sich eine ganze Gruppe von diesen Tieren, doch dieser hier hatte sich ein wenig von dieser Gruppe entfernt.
„Er hat keine Angst vor uns?“ bemerkte Bur´ado.
„Dazu gibt es auch keinen Anlass. Wir haben nicht vor, ihm etwas anzutun.“ erwiderte die Hydritin.
„Ich meine damit, dass er noch nie zuvor Hydriten gesehen hat, und sich neugierig nähert. Er weiß nicht, dass wir ungefährlich sind, er kennt uns bloß nicht.“ erklärte Bur´ado.
„Du möchtest auf die anderen drei Hydriten heraus, oder?“ fragte Est´ris, „Sie haben Geschöpfe gesehen, welche sie nicht kannten und für harmlos hielten, und wurden angegriffen.“
„Es könnte doch sein, oder?“ meinte der Hydrit.
„Ich halte es zumindest nicht für ausgeschlossen.“ gab Est´ris zurück.
Die beiden Hydriten gingen in den Wald. Früchte, die an der Oberfläche wuchsen, waren oft besonders süß und lecker. Auf ihrem Weg begegneten sie einem Genyoris. Der Rumpf dieses großen Vogels war auf der gleichen Höhe, wie die Gesichter der beiden Hydriten. Doch sie fürchteten sich nicht, denn auch diese Tiere waren harmlose Pflanzenfresser.
Sie gingen am Nest diesen Tieres vorbei… und bemerkten, dass sich keine Eier mehr dort befanden. Irgendein Tier musste sie geraubt haben. Es war nun einmal die Natur, dass manche Tiere auch Eier fraßen, und eines oder zwei aus einem Nest stahlen. Doch dieses Raubtier war so gefräßig gewesen, dass es alle Eier gestohlen hatte. Und vor diesem Nest fanden sich genau die gleichen Fußabdrücke, wie an der getrockneten Blutlache.
Und plötzlich hörten sie einen lauten Schrei.

Ir´odo war umzingelt. Merkwürdige Geschöpfe, wie sie sie noch nie zuvor gesehen hatte, hatten sie eingekreist. Sie gaben seltsame Laute von sich, offenbar konnten sie untereinander kommunizieren. Doch die Hydritin wusste, dass diese sie jagten. Wahrscheinlich waren es auch sie gewesen, welche die anderen Hydriten ermordet hatten.
Ir´odo fuhr den Kombacter aus. Und die Geschöpfe wichen tatsächlich ein wenig zurück, obwohl sie diese Waffe nicht kennen sollten. Das gab der Hydritin ein wenig Zuversicht. Wenn diese Jäger feige waren, würden sie vielleicht von ihr ablassen, wenn sie sich als stark erwies. Sie zielte auf eines der Geschöpfe und schoss eine Ladung ab. Das Geschöpf wurde getroffen und in rauchende Stücke gerissen, welche sich quer über die Lichtung verteilten.
Doch ihre Zuversicht schwand in dem Moment, als sie den Angriff in ihrem Rücken spürte. Feige Geschöpfe konnten natürlich auch hinterrücks angreifen.

Einige Tage später

Bur´ado und Est´ris hatten bloß eine weitere, diesmal frische, Blutlache gefunden. Das war alles, was von Ir´odo übriggeblieben war. Sie hatten sie gesucht und nach ihr gerufen, obwohl sie wussten, dass es keine guten Chancen gab.
Nun saß Bur´ado in der Forschungsstation, und hing seinen trüben Gedanken nach. Er und Ir´odo waren schon lange Zeit befreundet. Es war einfach furchtbar, dass sie auf eine solche Weise getötet worden war.
Est´ris hatte gespürt, dass er eine Weile lang alleine sein wollte. Sie hatte ihm gesagt, dass sie noch einige Früchte sammeln würde. Sie würde in Rufweite der Forschungsstation bleiben, und den Kombacter mitnehmen. Und sobald die Sonne aufging, würden sie diese Forschungsstation verlassen, und wieder in die Stadt zurückkehren. Dann würden zahlreiche Hydriten kommen, bewaffnete Hydriten, und die ganze Angelegenheit näher untersuchen.
Bur´ado stand auf. Er musste für seine Gefährtin Est´ris durchhalten, und durfte nicht in trüben Gedanken versinken. Und plötzlich fiel ihm auf, dass sie schon eine ganze Weile lang weg war.

Der nächste Morgen graute bereits, als Bur´ado sich auf den Weg machte. Gegen jede Vernunft ging er jedoch nicht zu der Transportkapsel, sondern machte sich auf die Suche nach Est´ris.
Es dauerte nicht lange, bis er ihre Spuren gefunden hatte. Und natürlich waren auch dort wieder diese seltsamen Fußspuren der unbekannten Tierart. Der Hydrit folgte ihnen vorsichtig. Und niemand schien ihn zu bemerken.
Es dauerte eine ganze Weile, aber dann schien er eine Art Lager erreicht zu haben. Und eine nie zuvor gesehene Kreatur lief dort herum. Es schien eine intelligente Kreatur zu sein, denn sie trug Kleidung und benutzte Werkzeuge. Es war ein humanoides Wesen, welches sich dort befand, und sie hatte Fell auf dem Kopf. Allem Anschein nach, musste es eine Art Säugetier und ein Weibchen sein. Und sie trug etwas am Handgelenk, was ihm sehr bekannt vorkam. Die Kette mit Meeressteinen, welche er Est´ris geschenkt hatte.
Bur´ado kam aus seinem Versteck und trat auf sie zu. Das Weibchen bemerkte ihn sofort, ging in Kampfstellung und gab Laute von sich, die er nicht verstand. Er hob beide Hände, um zu zeigen, dass er unbewaffnet war. Er musste versuchen, sich mit ihr zu verständigen. Die anderen Hydriten würden erstaunt sein, dass sich auf diesem Planeten eine intelligente Spezies entwickelt hatte, mit der sie würden koexistieren müssen. In erster Linie wollte Bur´ado aber natürlich erfahren, was aus seiner Gefährtin und den anderen Hydriten geworden war.
„Ich habe nicht vor, doch anzugreifen.“ sagte er in der hydritischen Sprache, „Ich bin bloß auf der Suche nach meiner Gefährtin.“
Er deutete auf die Kette, welche sie um ihr Handgelenk trug. Doch das Weibchen schien ihn nicht zu verstehen. Sie machte angriffslustige Geräusche und zog ein Messer hervor, dessen Klinge aus Stein bestand.
„Ich möchte nicht gegen dich kämpfen.“ wiederholte der Hydrit, „Ich suche bloß meine Gefährtin.“
Unvermittelt griff sie an. Sie stach mit dem Messer nach dem Hydriten, doch dieser konnte ausweichen. Wieder und wieder griff sie ihn an, doch Bur´ado konnte jeden ihrer Angriffe geschickt abwehren, oder ihm ausweichen. Schließlich sprang er vor und umklammerte die Hand, welche das Messer hielt. Doch sie tobte, zerrte und kämpfte wild weiter, sodass beide schließlich zu Boden fielen und über diesen den Hügel hinabrollten.
Bur´ado stand mühsam auf. Diese Spezies war überraschend kräftig, doch er hatte dieses Weibchen so gerade noch besiegen können. Er beugte sich zu ihr hin. Sie lag auf dem Boden, und ihr Messer hatte sich in ihre Brust gebohrt. Es musste bei dem Sturz passiert sein. Irgendwie fand der Hydrit es ironisch, dass ihre eigene Waffe das Weibchen dieser Spezies getötet hatte.
Weitere Laute drangen an seine Ohren, die denen ähnelten, welche er schon von dem Weibchen gehört hatte. Ohne dass er es bemerkt hatte, waren weitere Exemplare dieser Spezies hinzugekommen und hatten sie eingekreist. Eines von ihnen, scheinbar ein Männchen, gab einen Klagelaut von sich und rannte auf den Kadaver des getöteten Weibchens zu. Er drückte sie an sich und machte weitere Klagelaute.
Jetzt erkannte der Hydrit, dass dieses Weibchen halbwüchsig gewesen sein musste, und das Männchen ein ausgewachsenes Exemplar war. Und es war wirklich eine intelligente Spezies, denn der Hass, mit welchem das Männchen ihn ansah, ging über jeden tierischen Instinkt hinaus.
Bur´ado wappnete sich gegen einen erneuten Kampf… und würde als erster Hydrit feststellen, wie gefährlich menschliche Gegner waren. Denn ein halbwüchsiges Weibchen hatte er noch besiegen können, ein ausgewachsenes Männchen war dagegen weitaus kräftiger.

Als Bur´ado wieder zu sich kam, bemerkte er, dass der Abend gerade angebrochen war, und dass man ihn gefesselt hatte. Seine Arme und Beine waren an einen Baum gebunden worden, während seine Entführer um ihn herumstanden, und sich dabei in ihrer Sprache unterhielten. Der Hydrit verstand nicht, worüber sie sprachen. Doch er deutete ihre Worte so, dass sie ihn offenbar bestrafen wollten, oder etwas anderes böses mit ihm vorhatten.
Und sie schütteten Krüge mit Blut vor seinem Baum aus. Würden sie ihn später dazu zwingen, dieses zu trinken? Wollten sie, dass seine Tantrondrüse anschwellen und seinen Verstand zum Bösen, Animalischen hin korrumpieren würde? Wie konnte eine kluge Spezies denn bloß so barbarisch sein?
Er musste versuchen zu entkommen, und die anderen Hydriten vorwarnen. Sie würden bestimmt genug Hydriten für einen Suchtrupp zusammenstellen, um die vermissten Hydriten zu finden. Und sie könnten sich auch gegen diese Spezies verteidigen, so hoffte er es zumindest.
Bur´ado zog an seinen Fesseln, doch diese saßen zu fest. Allerdings schienen sie aus einer Art Seil zu bestehen, und Hydriten hatten Krallen. Mit einer Hand fuhr Bur´ado immer wieder über das Seil, welches diese hielt, und spürte, wie es von seinen Krallen mehr und mehr durchtrennt wurde.
Aufregung erfasste die Menschen plötzlich. Der Hydrit glaubte, sie hätten bemerkt, dass er sich zu befreien versuchte und hielt kurz inne. Doch sie schauten in eine ganz andere Richtung. Bur´ado zerschnitt die Fesseln weiter. Die Menschen liefen schließlich davon… und ein anderes Tier erschien plötzlich, und kam auf den gefesselten Hydriten zu.
Es war ein Megalania. Diese Riesenechse war über sieben Meter lang, mehr als eintausend Kilo schwer, hatte enorm starke Gliedmaßen und einen Mittelkamm auf dem Kopf. Das Megalania war eines der am meisten gefürchteten Raubtiere von Sahul, und diese barbarischen Kreaturen wollten ihn an dieses Tier verfüttern.
Bur´ado trennte eine seiner Fesseln auf und befreite so seine Hand. Doch die Zeit reichte bei weitem nicht mehr, um auch die anderen Fesseln zu durchtrennen. Das Megalania hatte ihn bereits erreicht. Der riesige Echsenkopf befand sich genau vor ihm, und aus dem Maul schoss eine gegabelte Zunge hervor.
Doch Bur´ado war mehr als ein gewöhnlicher Hydrit. Er war ein Geistwanderer, und der Körper den er jetzt besaß, war bereits ein Klon von seinem ursprünglichen Körper. Es sollte also nicht schwer sein, auch den Megalania zu übernehmen.
Bur´ado tat dies nicht gerne, denn schließlich war das Megalania bloß ein unschuldiges Tier. Aber die einzige andere Alternative bestand darin, von genau diesem Tier aufgefressen zu werden.
Bur´ado legte seine Hand auf den Kopf des Tieres, und schickte seinen Geist in dessen Körper. Der hydritische Körper brach tot zusammen, doch Bur´ado befand sich nun im Körper des Megalania. Er verzichtete darauf, dessen Geist aus dem Körper zu stoßen. Vielleicht würde es eine Möglichkeit geben, am Meer ein Meerestier zu übernehmen, und in eine hydritische Stadt zu schwimmen, wo er einen neuen Klonkörper bekommen konnte. In diesem Fall würde er erst den Megalania und dann das andere Tier wieder freilassen.
Doch die wilden Instinkte waren schwer zu beherrschen. Das Megalania wollte jagen und fressen. Bur´ado staunte, wie scharf die Sinne des Megalanias waren. Er roch etwas, was ihm unbekannt war, dem Megalania jedoch zu gefallen schien. Er ging in diese Richtung… und sah einen Haufen Skelette vor sich.
Die meisten von ihnen waren von verschiedenen Landtieren. Diese Menschen die er getroffen hatte, waren Fleischfresser, und sehr grausame noch dazu. Sie jagten Tiere, ohne Rücksicht darauf, dass diese aussterben konnten. Und schlimmer noch, unter den Skeletten waren auch einige, welche Hydriten gehörten.
Bur´ado hätte aufgeschrien, wenn er es gekonnt hätte. Er war entsetzt, erschüttert und angewidert zugleich, und die wilden Instinkte des Megalania taten ein übriges. Wahnsinn machte sich im Geist des Hydriten breit, und er roch die Menschen mit den scharfen Sinnen, die er nun hatte.
Er lief los so schnell er konnte, und in diesem Körper war er sehr schnell. Schließlich erreichte er das Lager. Die Menschen saßen am Feuerschein, und über den Feuern hingen die Fleischstücke von weiteren Tieren.
Einen halbwüchsigen Jungen, der sich ein Stück weit vom Lager entfernt hatte, tötete er mit einem Prankenhieb, noch bevor dieser die anderen Menschen warnen konnte. Er sprang mit einem Satz ins Lager, und landete genau zwischen zwei Frauen, welche er ebenfalls mit seinen Krallen zerriss.
Nun kam Unruhe auf, und die anderen Menschen griffen ihn an. Doch ihre Speere und Steine konnten ihm keine größeren Verletzungen zufügen. Bur´ado fuhr unter sie, schlug wild mit seinem massigen Schwanz um sich, schlug mit seinen Pranken zu, und zerriss mit seinem Maul. Völlig wahnsinnig wütete er unter denen, die Est´ris und Ir´odo ermordet hatten.
Schließlich senkte sich die Stille über das Lager der Menschen, lediglich unterbrochen von dem Fauchen und Stampfen des Megalanias. Und schließlich verließ Bur´ado den Ort, während die Füße des Megalanias blutige Abdrücke hinterließen.

ENDE
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