In der Nacht ist der Mann nicht gern allein

KurzgeschichteRomanze / P16 Slash
22.10.2019
22.10.2019
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> Serendipity_81 schreibt: In der Nacht ist der Mann nicht gern allein.
> Oceans_11 schreibt: Auch unter Tags ist er es nicht, aber manchmal geht es nicht anders.
Nervös auf meinen Nägeln herumkauend sitze ich auf meinem Stuhl wie ein Vogel auf einer Sprosse, die Arme um die Knie geschlungen, und starre in das bläuliche Licht des Monitors. In meinem Bauch kribbelt es und meine Mundwinkel zucken. Werfen wir uns hier bloß Lebensweisheiten an den Kopf, oder ist das eine Anmache? Neugierig scrolle ich durch den Verlauf und versuche es herauszufinden. Vor vielen Stunden hat Serendipity_81 einen eigenen Chatroom eröffnet, um eine Forums-Diskussion weiterzuführen. Ursprünglich ging es darum, ob Star Wars eine Neuinterpretation der Bibel ist. Es wurde heiß debattiert und bald haben sich die anderen Diskussions-Teilnehmer verabschiedet. Seit Stunden chatten nur noch Serendipity_81 und ich (Oceans_11) miteinander. Das ursprüngliche Thema haben wir schon lange hinter uns gelassen.
Nachdem ich Serendipity_81 gestanden habe, dass ich schwul bin, scheint er auf der Jagd zu sein, nach … mir. Zumindest ist er seitdem, sofern ich das richtig interpretiere, auf der Mission, mich zu einem Schäferstündchen zu überreden. Ob er dabei der Schäfer sein will, oder mir nur die grundsätzliche die Idee herantragen, habe ich noch nicht herausgefunden. Aufgrund seines Nicknames gehe ich außerdem davon aus, dass er zweiunddreißig ist, womit er mir, ehrlich gesagt, sowieso zu alt ist. Das ist aber nur einer der Gründe, warum ich mich winde, wie ein Wurm im Schlamm.
Ich habe Serendipity_81 von der Sehnsucht erzählt, dass ich endlich erfahren möchte, wie es ist, mit einem Mann richtig in einem Bett Sex zu haben, mit ihm einzuschlafen und mit ihm aufzuwachen. Zwar bin ich keine Jungfrau mehr, aber die bisherigen Erlebnisse waren allesamt etwas … flüchtig, ernüchternd, flach. Sie waren geil, keine Frage, aber immer heimlich, wie auf der Flucht, verstohlen, als wären sie verboten. Wie soll ich ein zufriedenes Verhältnis zu mir selbst aufbauen, wenn ich einen der wichtigsten Triebe so auslebe, als wäre er illegal?
Da meine Mutter Bürgermeisterin einer Kleinstadt ist, also sehr um einen guten Ruf bedacht, kann ich meinen Eltern unmöglich sagen, was Sache ist. Zudem wohne ich noch daheim. Ein Leben und Lieben im Schatten – und genau daran sind meine bisherigen Beziehungen zerbrochen, noch ehe sie richtig entstanden sind. Drei Wochen war der bisherige Rekord – dann hatten die Kerle die Nase voll davon, die heimliche Mätresse des Bürgermeistersöhnchens zu sein. Auch das habe ich Serendipity_81 erzählt. Als ich ihm von meinem vielfach gebrochenen Herz und der Sehnsucht nach Nähe und die Unmöglichkeit, sie zu erfahren, geschrieben habe, musste ich sogar heulen – habe das aber unter ein paar zynischen Witzen versteckt – Gott die Dank sieht man im Chatroom keine Tränen.
Natürlich kam Serendipity_81 mit dem naheliegenden Vorschlag an, von daheim auszuziehen, mit dreiundzwanzig ist es auch schon längst Zeit dafür. Aber … das geht nicht. Meine Eltern haben extra für mich um teures Geld den Dachboden ausgebaut – ein eigenes Stockwerk nur für mich. Eine schönes, modernes Loft, für das ich noch nicht einmal Miete zahlen muss. Das ist sehr praktisch, da ich studiere und noch kein eigenes Geld verdiene. Allerdings führt die Treppe zu meinem Domizil mitten durch die Wohnung meiner Eltern. Außerdem haben sie eine Alarmanlage und rund ums Haus Kameras installiert. Zwar sollen damit nur Diebe und Räuber abgehalten werden, aber damit wird auch präzise aufgezeichnet, wann ich heimkomme, wen ich mitbringe, ob ich mich von jemandem verabschiede oder aus jemandes Auto steige.
Selbstverständlich darf ich nicht außer Haus schlafen. Zwar kräht kein Hahn nach dem Balg der Bürgermeisterin einer Kleinstadt, aber meine Eltern haben seit jeher Angst davor, jemand würde durch mich Lösegeld oder politische Forderungen von ihnen erpressen. Als Kind fand ich das cool, weil ich dachte, ich wäre etwas Besonderes, wie in manchen Filmen, die dann äußerst spektakulär enden. In der naiven Hoffnung, mit einem Hubschrauber und durch ein S.W.A.T.-Team geborgen zu werden, habe ich mit einem Schulfreund sogar einmal eine Entführung inszeniert. Das war der berühmte Schuss ins eigene Knie, dessentwegen ich heute noch hinke, da er mir diesen goldenen Käfig erbaut hat. Vermutlich werde ich also zu einem dieser bedauernswerten Männer, die mit fünfzig noch bei Mama wohnen.
> Serendipity_81 schreibt: Es ist eine Entscheidung und kein Schicksal.
Wie bei jeder Zeile, die er seit unserem – Cybersex – sendet, bekomme ich leichtes Bauchkribbeln und frage mich, ob das wieder eine Anmache ist. Das mit dem 'cs' hat sich vor zwei Stunden einfach so – mehr oder weniger aus dem Gespräch heraus – ergeben. Dass wir danach normal weiterschreiben, ist eine interessante wie auch schöne Erfahrung. Normalerweise suche ich für Cybersex extra Chatrooms auf, den anderen kenne ich nicht und nach dem Abspritzen treffe ich ihn auch nicht wieder.
> Oceans_11 schreibt: Das Schicksal bietet die Auswahl, zwischen der zu entscheiden ist.
> Serendipity_81 schreibt: Richtig. Also hast du die Entscheidung zwischen mir und einer einsamen Nacht.
Ich pralle zurück. Also ist das doch eine Anmache und keine Ansammlung von Lebensweisheiten! Meine Finger zittern so heftig, dass ich minutenlang nicht tippen kann. Auch wenn ich es völlig ausschließe, einen wildfremden Mann mitten in der Nacht durch die Wohnung meiner Eltern zu lotsen, um mit ihm Sex zu haben … die Option wühlt mich so auf, dass ich schreien könnte.
> Serendipity_81 schreibt: Noch da?
Mit zitternden Fingern tippe ich eine Antwort.
> Oceans_11 schreibt: Ja.
> Serendipity_81 schreibt: Atme in eine Tüte. lol
Der Scherz trifft auf die Wahrheit und haut ihr eine runter. Ich muss den Kerl loswerden.
> Serendipity_81 schreibt: Wie fällt die Entscheidung aus?
Ehe ich antworte, überschlage ich rasch, was ich in den letzten Stunden über ihn erfahren habe: Er ist ebenfalls schwul, arbeitet in irgendeiner Firma für Sicherheitstechnik und ist aktuell verliebt. Vor allem letzteres schreckt mich ab.
> Oceans_11 schreibt: Und was ist mit …?
> Serendipity_81 schreibt: … wem?
> Oceans_11 schreibt: Na diesem Kerl, in den du verknallt bist.
Nun kommt von ihm minutenlang nichts und ich kriege Panik, dass er abgesprungen ist. Andererseits, käme mir das nicht ohnehin entgegen? Wozu sollte er an mir dranbleiben, wenn ich ihn sowieso abserviere?
Weil ich geil bin!
> Oceans_11 schreibt: Hättest du Lust auf eine abschließende Runde Sex hier im Chat?
> Serendipity_81 schreibt: Nein!
Ich schnaube enttäuscht.
> Oceans_11 schreibt: Bei mir?
Das ist keine Einladung – ganz im Gegenteil! Ich will wissen, ob ich das richtig verstanden habe, dass er zwar mit mir persönlich – in meiner Wohnung – Sex haben würde, nicht aber über den Chat.
> Serendipity_81 schreibt: Okay, bin gleich da! → Serendipity_81 hat den Chat verlassen.
Ich lasse vor Schreck einen Schrei los.
> Oceans_11 schreibt: NEIN, so war das nicht gemeint! Komm sofort wieder online! DU KANNST NICHT ZU MIR KOMMEN!!! VERDAMMT!!!
Panisch haue ich in die Tasten, als könnten sie ihn wie ein Lasso einfangen, dann fällt mir ein, dass ich ihm nicht geschrieben habe, wo ich wohne. Er kennt meinen richtigen Namen nicht.
Erleichtert schalte ich den Rechner ab und lasse mich aufs Bett fallen. Puh!
Bürgermeisterin. Verflucht! Natürlich weiß er wo ich wohne. Ich habe ihm verraten, dass meine Mutter Stadtoberhaupt ist – jeder kann binnen zwei Klicks herausfinden, wo sie woht! Verdammt, ich habe Serendipity_81 viel zu viel erzählt. Panik!
Im Dunkeln tappe ich runter in die Wohnung meiner Eltern und kontrolliere, ob die neue Videoüberwachungsanlage auch wirklich funktioniert! Erst letzte Woche wurde das System neu eingerichtet, nachdem ich daran herumgepfuscht habe, um es außer Kraft zu setzen. Dank einer Anleitung aus einem Internet-Forum (jenem, wo die Star Wars v/s Bibel Diskussion losgegangen ist) konnte ich das System zwar abschalten, hatte aber keine Ahnung, wie man diese Einstellung wieder zurücksetzt. Seitdem gibt es eine nigelnagelneue und noch viel teurere Überwachungsanlage. Als ich davor stehe, wird plötzlich das Bild des Monitors schwarz, auf dem das Überwachungsbild des Hauseingangs angezeigt wird. Nach einigen Sekunden erscheint ein Schriftzug:
> Mach mir auf, Serendipity_81.
Meine Knie sind weich wie roher Brotteig, als ich zur Eingangstür tappe. Was ich tu, ist total fahrlässig, aber ich bin nur noch … Schwanzgesteuert, oder Herzgesteuert. Obwohl ich in der Aufregung vergesse, die Alarmanlage abzudrehen, heult sie nicht auf, als ich meiner wildfremden Chatbekanntschaft öffne.
Vor mir steht ein Kerl, der mir von irgendwoher bekannt vorkommt. In einem Arm hält er einen Laptop, mit der Hand des anderen tippt er darauf herum. Das blaue Licht des Bildschirms beleuchtet sein hübsches Gesicht. Er ist noch keine dreißig, das sehe ich sofort – und – er gefällt mir sehr. Ohne ein Wort zu sagen, tritt er an mir vorbei ins Haus, ignoriert mich dabei völlig, und tippt weiterhin eifrig auf seinem Computer herum. Endlich klappt er das Ding zu, klemmt es unter den Arm und ergreift meine Hand. Noch immer haben wir kein Wort gesprochen, er zieht mich einfach hoch in meine Wohnung, als wäre er schon einmal hier gewesen. Er bugsiert mich in mein Loft, drückt leise die Tür hinter sich zu, wirft den Laptop aufs Sofa und schiebt mich weiter bis zum Bett.
Mein Kopf schwirrt. Woher kenne ich ihn? War er vielleicht an derselben Schule – in einer Parallelklasse? Oder habe ich ihn mal auf einer Party kennengelernt? Er ist nur minimal größer als ich, hat blondes, kurzes Haar und lässt mir nicht viel Zeit, darüber nachzudenken, was hier passiert. Er zieht mir das Shirt aus und ich hebe folgsam die Arme, ohne dass er darum gebeten hat. Mit einer zügigen Bewegung entblößt er auch seinen Oberkörper und sein betörende Duft raubt mir fast den Verstand. Das Stöhnen, dass sich aus meiner Kehle drängen will, fängt er mit einem Kuss ein. Der Geschmack seines Mundes lässt mich weich werden, so wie die elegant tänzelnde Zunge und die weichen Lippen. Er hält und berührt mich auf eine Art, als würden wir uns gut kennen. Hatte ich mit ihm etwa schon einmal Sex? Das wäre nicht völlig ausgeschlossen, aber an diese Lippen, diese Art der Berührung und seinen betörenden Duft, müsste ich mich doch erinnern!
Seine Hände wandern über meinen Rücken, streicheln meine Haut, kneten meine Muskeln und ich spüre den  Wunsch, seine Stimme zu hören, aber sprechen würde diese Spannung, die erotisch aufgeladene Stimmung zerstören. Als er sich von dem innigen Kuss löst, bin ich ganz benommen. Er nutzt den Schwindelanfall und schubst mich aufs Bett. Noch ehe ich mich neu orientieren kann, wird es kühl um meine Hüften und die Beine. Er hat mir einfach die Hosen ausgezogen und nun liege ich splitternackt vor Serendipity_81!
Am Rascheln der Kleidung höre ich, dass auch er sich auszieht, doch als ich mich aufsetzen will, um ihn anzusehen, drückt er eine Hand gegen meine Brust und mich damit fest in die Matratze zurück. Heiße, samtige Haut streift unabsichtlich meine Knie, dann drängt sich sein fester Körper fordernd gegen meine Beine und ich gebe nach, spreize sie, mache ihm Platz. Mit einer Hand drückt mich Serendipity_81 immer noch fest ins Laken, die andere packt meinen Schwanz an der Wurzel. Sein warmer, feuchter Mund nimmt meine Erektion auf und die Zunge fährt über meinen Schaft. Ich jaule, bäume mich auf und er beginnt an mir zu saugen.
Wenn mir bisher jemand einen geblasen hat, war ich weder nackt, noch lag ich, und niemals ließ sich einer so viel Zeit dabei, wie Serendipity_81. Stets war es nur ein 'schnell-schnell-ehe-uns-jemand-entdeckt'-Ding gewesen. Meine Beine werden schwach, zittern, und mein Schwanz wippt frech, als Serendipity_81 ihn aus seinem Mund entlässt, um meinen Bauch zu küssen. Er klettert an mir hoch, seine Schenkel schieben dabei meine Beine immer weiter auseinander und mit der Zunge quält er meine Nippel. Immer noch ist kein Wort gefallen und woher ich ihn kenne, darüber grüble ich nicht mehr nach.
Sein Atem kriecht über meinen Hals, seine Lippen knabbern an meinem Kinn, die Arme stützt er neben meinem Kopf in die Matratze. Meine Schenkel liegen gespreizt auf seinen. Er sieht mich an, mit einem erregten Funkeln in den Augen, dann löst er eine Hand, führt sie zwischen uns und drückt seinen Schwanz, erst gegen meine Hoden, dann runter zwischen meine Backen. Rasch lass ich meine Hand folgen. Nicht, dass ich etwas dagegen hätte, dass er mich nimmt – aber nicht ohne Kondom – und sagen will ich nichts, die Stille ist zu berauschend. Er lächelt, als ich seinen Schwanz anfasse, und legt seine Finger über meine. Wann auch immer er es übergestreift hat, aber er ist bereits verpackt. Serendipity_81 hält meine Hand fest, in der nun sein Schwanz steckt, und damit bin ich es gezwungenermaßen, der ihn dirigiert. Er stößt durch meine Faust gegen meinen After und hält meine Hand weiter fest, so dass ich nicht nur am Druck in meinem Arsch spüre, dass er immer tiefer eindringt, sondern auch über meine Finger. Dabei winsle ich, ächze, schwitze und bald klemmt meine flache Hand zwischen seiner Leiste und meinem Hintern – er ist ziemlich tief drin. Als ich die Finger wegnehmen will, schiebt er sie wieder hin, legt seine über meine und presst sie gegen den Schaft, damit sie spüren, wie er sich in mir bewegt.
Sich nur auf einen Arm zu stützen, verlangt einen gewissen Kraftakt von ihm ab, er zittert und schwitzt, aber er lässt mich nicht aus den Augen und schubst sich rhythmisch in mich. Dabei verstärkt er immer wieder den Griff um die Hand und sein Atem bläst stoßweise über mein Gesicht. Winselnd winde ich mich hin und her, stöhne, mein ganzer Körper wird von der Ekstase in Besitz genommen, ein Schauer jagt den nächsten, meine Muskeln prickeln, meine Zehen verkrampfen, in meinem Bauch entfesselt sich Hitze, schwappt von dort über meine Schenkel, meine Brust, hoch bis ins Hirn. Nur entfernt bekomme ich mit, wie mein Körper über die Laken geschoben und immer wieder in die Matratze gepresst wird, während sich Serendipity_81 an mit abarbeitet. Mein Schließmuskel zuckt, sein Schwanz vibriert, er hält tief in mich gedrückt inne, zittert, bebt, ächzt und bricht schließlich auf mir zusammen. Sein nassgeschwitzter Körper klatscht auf meinen, glitscht über das Sperma, das ich auf meinem Bauch verteilt habe und keucht.
„Du hast das System unserer Sicherheitsanlage programmiert!“, erinnere ich mich endlich. Daher kam Serendipity_81 mir so bekannt vor. Er war es, der vor einer Woche den halben Tag im Haus herumgeschlichen war, um meinen goldenen Käfig neu zu installieren.
„Als ich gesehen habe, wie du das Teil geknackt hast, wusste ich, du kannst nur der Kerl aus dem Forum sein, dem ich die Anleitung dazu gegeben habe. Und ich wusste, dass ich dich auf jeden Fall wiedersehen will … und mehr.“
„Ha-Ha, sag bloß, ich bin der Kerl, in den du verknallt bist!“, lache ich und er wird ganz still. Mein Herz rast. „Ich?“, frage ich leise und zur Antwort küsst er meine Schulter. „Oh, Wow!“, ist das Klügste, das mir dazu einfällt.

Am nächsten Morgen erwache ich in den Armen eines Mannes – das erste Mal in meinem Leben habe ich jemanden in meinem Bett, mit jemandem die Nacht verbracht. Obwohl ich mir nun den Kopf zerbrechen könnte, wie ich meinen Freund aus dem Haus kriege, komme ich mit ihm Hand in Hand die Teppe runter. Aus der Küche meiner Eltern klappert Geschirr. Typische Frühstücksgeräusche.
„Willst du uns deinen Freund nicht vorstellen?“, ruft meine Mutter. Für einen Moment erwäge ich, ihn rasch loszulassen, ihn als irgendeinen Kumpel zu präsentieren, doch meine Finger gehorchen nicht. Noch ehe meine Eltern uns ins Gesicht sehen, blicken sie auf unsere Hände.
„Ach, Sie sind das“, nuschelt meine Mutter, als sie Serendipity_81 sieht. Mit einem Blick auf den Tisch sehe ich, dass für uns zwei gedeckt ist.
„Sind Sie nur ein … Arrangement für eine Nacht, oder erweisen Sie uns die Ehre eines gemeinsamen Frühstücks, Herr …?“, fragt meine Mutter und mein Kiefer klappt runter.
„Alex Holzer“, antwortet mein Freund und reicht meiner Mutter und meinem Vater die Hand. „… ich bleibe!“ Er strahlt mich an, setzt sich zu Tisch und greift sofort nach einem Brötchen. Völlig überfordert starre ich auf meinen leeren Teller.
„In Zukunft“, meine Mutter sieht streng zwischen mir und Alex hin und her. „In Zukunft keine Ocean's 11 Aktion mehr.“

ENDE
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