Kunoichi auf Abwegen

GeschichteRomanze, Freundschaft / P16
Iruka Umino Itachi Uchiha Jiraya Kakashi Hatake Kisame Hoshigaki OC (Own Character)
22.10.2019
22.10.2019
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KUNOICHI AUF ABWEGEN

                                                             


Kurzbeschreibung:
Tsunade ist wenig erfreut, als Jiraiya und Naruto eine Fremde von ihrer zweijährigen Trainingsreise mit ins Dorf bringen. Die Überredungskünste des Sannin machen sich allerdings bezahlt und die 21-jährige Chi darf unter der Bedingung bleiben, dass Jiraiya die volle Verantwortung für sie übernimmt. Seltsame Regelung für eine Erwachsene? Nun, traue niemals einer Kunoichi die sämtliche Erinnerungen verloren hat. [Pairing: steht fest, möchte es aber der Spannung halber ungerne verraten.]

Genre:
Freundschaft. Humor. Romanze. Schmerz. Und ganz viel Drama, baby.

Danksagung:
Merci an meine liebste Creepy Sister♥ Ich war so unschlüssig, welcher Titel zum Plot passt, aber du hast mir schlussendlich geholfen mich zu entscheiden! Ich weiß nicht einmal, ob du das liest, aber fühl dich virtuell gedrückt! Bis zum Ersticken! Und Gaara oder Sasuke belebt dich wieder! Mund zu Mund, haha. Bitte, gern geschehen! ♥


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P R O L O G
                                           


Dichte Nebelschwaden zogen sich durch Kirigakure und dicke Regentropfen fielen unnachgiebig auf die Erde hinab. An einigen Stellen versammelten diese sich und verschmolzen zu kleinen und großen Pfützen. Trotz der Wetterverhältnisse waren viele Menschen unterwegs, regnete es doch mehr als die Hälfte des Jahres im Wasser-Reich. Wie ein Fluss aus dunklen, kühlen Farben bahnten sich die Bewohner ihren Weg durch die Straßen. Darunter auch ein kleines Mädchen, das sich mit Mühe und Not zwischen den ganzen Menschen hindurchzwang. Ihr offenes fliederfarbenes Haar triefte und der sonst so zerzauste Pony klebte platt an ihrer Stirn. Das schwarze Haarband, welches seitlich eine schmale, geflochtene Strähne zusammenhielt, hing trostlos herunter, als würde es sich jeden Moment lösen und sich ins Trockene bringen wollen. Selbst der dünne Stoff ihres kurzen Yukata hatte sich wie eine zweite Haut um ihren zierlichen Körper gelegt. Doch das nahm ihr nicht ihre Freude, dafür liebte sie den Regen viel zu sehr und nach den heutigen Ereignissen musste schon etwas wirklich Schlimmes passieren, um ihr die gute Laune zu verderben. Als sie den Menschen erblickte, den sie wahrlich eine geschlagene Stunde gesucht hatte, rief sie erfreut aus: „Sensei! Ich habe es geschafft!“ Verwirrte Blicke und auch das ein oder andere genervte Kopfschütteln erntete sie dafür, doch das war ihr egal. Sie merkte nicht einmal, dass die Menschen sie komisch ansahen.

Der hochgewachsene Mann, der die meisten Leute überragte, die an ihm vorbeiliefen, blieb stehen, als er die helle Stimme hörte. Diese kannte er nur allzu gut. Er warf einen Blick über seine Schulter, vorbei an seinem Schwert, welches er auf dem Rücken trug. Dabei wanderte eine seiner schmalen, schwarzen Augenbrauen in die Höhe und ein kaum erkennbares Schmunzeln huschte über seine Lippen, als er das bis auf die Haut durchnässte Mädchen auf sich zulaufen sah. Ja, wenn es eines gab, dass die Kleine mochte, war es Regen, weshalb er sich auch keine weiteren Gedanken um ihren Zustand machte. Er wandte sich ab und setzte seinen Weg ungeniert fort, jedoch nicht ohne sein Tempo zu verlangsamen, sodass das Kind locker zu ihm aufschließen konnte. Als die Kleine ihn eingeholt hatte, sah er aus dem Augenwinkel zu ihr herab, sprach aber kein einziges Wort.

Das Mädchen hatte den Mann eine Weile grinsend betrachtet und hatte darauf gehofft, dass er zuerst das Wort ergriff. Doch als sie merkte, dass er nicht reden würde, verdrehte sie ihre grauen Augen und stach ihm mit einem ihrer Zeigefinger in den Oberschenkel, was er durch den dicken Stoff seiner Hose allerdings nicht bemerkte. „Wollen Sie nicht fragen, wie die Genin-Prüfung war, Kisame-sensei?“, fragte die Neunjährige und musste ihren Kopf in den Nacken legen, damit sie ihn ansehen konnte. Dabei fielen ihr Regentropfen aufs Gesicht und sie musste eine Hand über ihre Augen legen, damit sie noch etwas sehen konnte.

„Nein, eigentlich nicht“, antwortete der Schwertkämpfer monoton und sah gespielt desinteressiert nach vorne. „Du hast die Prüfung wahrscheinlich verpatzt, so wie den Test letzte Woche und die Woche davor auch. Das ist ja nichts Neues, Chizuru. Nur wundert es mich, dass sie dich zur Prüfung zugelassen haben, bei deinem Talent für das Henge no Jutsu.“ Das Stirnband, welches sie um den Hals trug, hatte ihm bereits gezeigt, dass seine Schülerin, wie sie sich gerne selbst nannte, die Prüfung zum Genin erfolgreich gemeistert hatte. Dennoch ließ er es sich nicht nehmen, sie ein wenig aufzuziehen. Das war, wie er fand, eine angenehme und zugleich amüsante Abwechslung zu seinem gewöhnlichen Alltag als Shinobi.

„Falsch“, entgegnete die Kleine beleidigt und plusterte ihre Wangen auf. „Sehen Sie doch selbst“, fügte sie schnell hinzu und formte hintereinander die Fingerzeichen Pferd, Hund, Wildschwein, Hase und Schaf um das Jutsu der Verwandlung auszuführen. In ihrer Aufregung hatte sie wohl vergessen, dass ihr neues Stirnband mit dem Zeichen Kirigakures eigentlich schon Beweis genug war.

Der Shinobi musterte das Mädchen und hob anerkennend beide Brauen, ließ es aber eher wie Amüsement aussehen. „Und wen soll das bitte darstellen?“, hakte er nach und ließ seinen Blick weiterhin über die Gestalt wandern. „Da sieht mir ja ein Axolotl ähnlicher, als das da.“ Natürlich stimmte das nicht. Sie hatte eine perfekte Kopie von Kisame Hoshigaki, dem Shinobi-Schwertkämpfer erschaffen. Dass er beeindruckt war, musste er ihr allerdings nicht auf die Nase binden.

„Sie sind gemein“, brummte Chizuru leise. „Ich hab mir soviel Mühe gegeben! Selbst bei der Prüfung hab ich mich in Sie verwandelt und Sensei Namiko ist vor Schreck fast vom Stuhl gefallen. Sensei Ao hat sogar seinen Bleistift zerbrochen.“ Sie kicherte. „Ich glaube, sie haben Angst vor Ihnen, Sensei.“

Der Körper des blauhäutigen Shinobi bebte leicht, als er alleine über die Vorstellung lachen musste. Zu gerne wäre er dabei gewesen. Er hob seine rechte Hand an und ließ sie auf Chizurus Kopf sinken, nur um ihr in derselben Bewegung über das nasse Haar zu streicheln. Zerzausen, wie er es sonst tat, konnte er es in diesem Zustand nicht, dafür war es einfach zu nass.

„Ich hab dir doch gesagt, dass du es irgendwann schaffen wirst und ich freue mich für dich. Allerdings bist du noch weit entfernt von deinem Traum, einmal Jōnin zu werden. Dafür fehlen dir noch die grundlegenden Dinge wie Disziplin, Taktik, Stärke und Ausdauer. Aber mit genügend Training, dem richtigen Lehrer und einem guten Team an deiner Seite, wirst du dein Ziel irgendwann ganz gewiss erreichen. Schließlich bist du noch jung und hast noch genug Zeit, um alles zu lernen“, sagte Kisame voller Zuversicht und dirigierte das Mädchen zu einem kleinen Imbiss, um aus dem Regen herauszukommen. Er wollte nicht, dass die Kleine sich erkältete.

Der kleine Laden, beinahe etwas versteckt in einer Seitengasse, war dem riesenhaften Hünen am Liebsten. Die Küche war unglaublich gut und doch kam kaum jemand her, was ihm aber keineswegs missfiel. So hatte er stets seine Ruhe und musste nicht das Gerede der Dorfbewohner über sich ergehen lassen. Denn das kam vor allem dann auf, wenn man ihn zusammen mit der kleinen Chizuru sah. Niemand konnte verstehen, warum die frischgebackene Genin keine Angst vor ihm hatte. Es ging sogar das Gerücht um, dass er sie zwang, ihm Gesellschaft zu leisten. Was sie ihm sonst noch unterstellten, wollte er gar nicht wissen und es interessierte ihn auch nicht. Solange es sich nicht negativ auf seine Begleitung auswirkte, war es ihm schlichtweg egal.

Nach wenigen Minuten, in denen die beiden am Tisch saßen, kam Kasumi, eine hübsche Kellnerin auf den Tisch zu. Als sie den Blick des Schwertkämpfers traf, senkte sie leicht den Kopf. Der Shinobi hatte keinen allzu guten Ruf und die Leute mieden ihn, wann immer sich die Möglichkeit ergab. Dennoch blieb die junge Frau höflich. „Guten Tag, was darf ich Ihnen bringen, Hoshigaki-sama?“, fragte sie und versuchte sich an einem Lächeln, was ihr nicht ganz gelingen wollte. Dabei dachte sie, dass es einfacher werden würde, wo der Mann vor ihr doch schon Stammgast war und auch nie Probleme machte.

„Für mich die Udon Suppe mit extra Fisch, dazu einen Sake und für die Kleine hier Yakisoba und grünen Tee“, antwortete Kisame. Ihm entging dabei nicht, dass die Kellnerin Angst vor ihm hatte und das veranlasste ihn dazu, ein breites Grinsen aufzusetzen, was seine weißen, haifischähnlichen Zähne zum Vorschein brachte und ihn noch bedrohlicher aussehen ließ. Damit überspielte er aber eigentlich nur, dass ihn ihr Verhalten etwas verletzte. Immerhin war sie einer der Gründe, warum er fast täglich das kleine Restaurant besuchte. Ja, er hatte sogar überlegt, sie nach einem Date zu fragen, es aber gleich wieder verworfen. Wenn er seine blaue Haut nicht sonderlich attraktiv fand, warum sollte dies dann jemand anderes tun? „Oh, und ein Handtuch, bitte.“ Er deutete mit einem Nicken links neben sich zu Chizuru, die nicht gerade mädchenhaft die Nase hochzog und sich über die schmalen Ärmchen rieb, da sie doch etwas fror.

Die junge Frau verbeugte sich leicht und hatte nun doch ein ehrliches Lächeln auf den Lippen, als sie erkannte, wie fürsorglich er mit dem Kind umging. Schnellen Schrittes ging sie zurück zum Tresen, um ihrem Vater, dem Koch, Bescheid zu geben.

Kisame verfolgte die Brünette mit seinem Blick, bis sie über eine Treppe nach oben verschwand und wandte sich dann Chizuru zu: „Weiß deine Mutter eigentlich, dass du deine Zeit wieder mit mir vergeudest, wie sie immer so schön sagt?“

Chizuru schüttelte grinsend den Kopf. „Mama mag es doch nicht, wenn ich mich mit Ihnen treffe, Sensei. Sie ist immer ziemlich sauer, wenn sie davon erfährt. Aber das ist nicht so schlimm, sie hat mich ja trotzdem lieb.“

Kisame lachte. Keine Mutter mit gesundem Menschenverstand würde diese Treffen tolerieren und das konnte er nur allzu gut verstehen. Seine Mine verfinsterte sich für einen Augenblick, als er daran dachte, wie Chizurus Reaktion ausfiel, wenn sie die Wahrheit über ihren Vater herausfand. Dass sie dann immer noch etwas mit ihm zutun haben wollte, bezweifelte er.

Kasumi riss Kisame aus seinen Gedanken, als sie mit zwei Handtüchern und einer Decke vor ihm stand. Er nahm sie ihr dankend ab und warf das eine Tuch auf den Kopf des Mädchens, nur um kurz darauf ihre Haare trocken zu rubbeln, was sie nicht ganz ohne Protest hinnahm.

Als das Essen fertig angerichtet war, war Chizuru bereits in die trockene Decke gehüllt und hatte Schwierigkeiten ihre Arme daraus zu befreien, was Kisame lachend zur Kenntnis nahm und genüsslich seine Suppe schlürfte. Er genoss diese Treffen mit dem kleinen Wirbelwind, da sie ihn von der grausamen Ninjawelt da draußen ablenkte und vor allem, weil es jederzeit das letzte Mal sein konnte, dass sie so friedlich beisammen saßen. Wer wusste schon, was die Zukunft mit sich brachte?


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Kurze Info:
Ich weiß, wie schnell man einen OC vor allem in diesem Fandom gerne mal als Mary Sue abstempelt. Ich werde auf jeden Fall alles daransetzen, dass sie keine wird! Allerdings hab ich im Gefühl, dass die „Mary-Sue-Messlatte“ hier ziemlich niedrig ist, deswegen möchte ich eines schon mal im Voraus klären: Ja, Chizuru hat die Genin-Prüfung mit 9 gemeistert. Ja, das war ein Jahr eher als Kisame und auch früher als Naruto & Co. Allerdings waren Obito und Rin im selben Alter, wie sie. Und Kakashi, sowie Itachi waren immer noch jünger als sie. Dafür kann sie aber fast schon Kabuto die Hand geben, was die Chūnin-Prüfung angeht, hahaha. Also alles easy peasy lemon squeezy! Nässt euch nicht ein, sie wird schon nicht Super Woman oder der Avatar! Und ja verdammt, ihr Haar hat die Farbe von Flieder, haha. Wenn ihr das als „Mary Sue“-Indiz wertet – Pech für euch, Hidan kann ein paar neue Opfer gebrauchen. Jashin bedankt sich im Voraus! Nein Quatsch, Geschmäcker sind ja verschieden. Wenn euch die Story irgendwann nicht mehr passt, verschiebt sie einfach in den Papierkorb. Aber werft „OC“ nicht gleich in einen Topf mit „Mary Sue“. Merci ♥ oh und vor allem: Merci, dass ihr bis hierher gelesen habt!

Noch kurz zum Pairing:
Viele suchen ja gezielt nach Charakteren oder auch nach bestimmten Pairings. Ich möchte das hier entstehende Pairing nur ungerne im Voraus bekanntgeben. Keine Ahnung warum, aber ich finde, das nimmt irgendwie die Spannung? Eigentlich blöd, weil ich in den Beschreibungen auch immer nach dem Pairing schaue…Aber ich mag es hier nicht verraten. Wenn jemand es trotzdem unbedingt wissen möchte, kann er/sie/es mir einfach eine private Nachricht schreiben. Ihr habt nix zu verlieren und gewinnt sogar 100 Kekse – einfach so. Nennt mich Keks-Dealer! Ok, ich hör auf, bevor’s peinlich wird. Bis zum nächsten Kapitel! ♥
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