Drei Häuser und der Magister mit der Göttin im Kopf

KurzgeschichteAllgemein / P12
20.10.2019
23.05.2020
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23.05.2020 180
 
„Kann ich bei dir schlafen?“ Jeralt schaute überrascht auf das kleine Mädchen am Zelteingang. Dies war das allererste Mal, wo Byleth so einen Wunsch äußerte. Bereitwillig machte der Söldner Platz. „Natürlich, mach es dir bequem.“

Als Byleth unter der Decke lag und sich an ihn kuschelte, fragte Jeralt behutsam „Hast du schlecht geträumt?“ Bisher hatte seine Tochter immer nur von einem grünhaarigen Mädchen erzählt, mit dem es im Traum redete. Wenn er ehrlich mit sich war, wusste Jeralt überhaupt nichts über seine Tochter. Byleth sprach weder über ihre Ängste noch über ihre Freuden mit ihm. Der Söldner konnte gut verstehen, dass seine Kameraden das unheimlich fanden, ihm ging es nicht anders.

„Der Traum war seltsam,“ erklärte Byleth. „Ich habe das Mädchen auf dem Thron wiedergesehen, doch es schlief…“ Geduldig wartete Jeralt, bis seine Tochter weitersprach. „Doch dann schien es Alpträume zu haben, und ich habe es aufgeweckt.“ Byleth fing an zu zittern. „Es hat ganz laut geschrien, und ich bin davon aufgewacht. Ich weiß nicht, wovon sie geträumt hat, aber ich habe Angst, dass ich auch davon träume!“
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