エッセイ(Der Aufsatz)

von Titziana
KurzgeschichteHumor, Romanze / P12
Conan Edogawa Kogoro Mori Ran Mori
20.10.2019
20.10.2019
1
1819
1
Alle Kapitel
1 Review
Dieses Kapitel
1 Review
 
 Datenschutzinfo
 
 
 
Conan wandte sich der Tür zu. Ran betrat die Wohnung und seufzte schwer. Sie murmelte etwas Unverständiges und schüttelte den Kopf, ehe sie die Tür hinter sich schloss. „ Bin zuhause!“
„ Hallo Ran!“ Conan kam auf sie zu und schenkte ihr eines seiner kindlichen Lächeln. „ Ist was passiert? Du wirkst so gestresst.“ Ran winkte ab und meinte: „ Ach es ist nur dieser Aufsatz, den uns unser Lehrer aufgegeben hat.“ Sie ging neben ihm durch und begab sich zu ihrem Zimmer. Conan sah ihr nach. Sonst war sie doch immer voller Tatendrang bei solchen Dingen. Fragend lief er ihr hinterher und bog um die Ecke. Als er ins Zimmer linste, hatte Ran gerade die Schultasche hingestellt und legte sich aufs Bett. Sie schloss die Augen und seufzte frustriert. Conan klopfte kurz am Türrahmen und trat ein, ehe er zu ihrem Bett ging. Ran öffnete ihre Augen wieder und wandte sich Conan zu. „ Und wie war dein Schultag?“
„ Ja ganz ok.“ Er grinste kurz ein wenig. Diese einfachen Aufgaben heute hatten ihn nicht sonderlich gefordert und auch Ai wäre beinahe eingeschlafen.
„Was ist denn nun mit diesem Aufsatz?“ Hakte er nach.
Ran wurde leicht rot um die Nase. Irritiert musterte Conan sie. Hatte er etwas Unanständiges gesagt? Ran lächelte gekünstelt und setzte sich auf. „ Ach der.“ Sie versuchte, sich erneut heraus zu reden, in dem sie anfügte: „Ich mach uns jetzt das Abendessen.“ Damit eilte sie zur Tür und verschwand um die Ecke. Conan hob fragend eine Augenbraue. Was war den bitteschön an einem Aufsatz so schwer? Suchend sah er sich um und entdeckte ihre Schultasche. Sollte er einen Blick hineinwerfen? Nein, sowas gehörte sich einfach nicht! Er konnte ihr nicht hinterher spionierten. Wenn sie es sagen wollte, um was es ging, dann hätte sie es längst getan. Er entschied es bleiben zu lassen und lief ihr hinter her. Als er um die Ecke bog und Ran hinter dem Kochherd in der Küche erblickte, blieb er stehen. Kogoro hatte sich zu ihr in die Küche begeben und lehnte sich nun mit seinem Körper an die Theke. „ Was ist denn Mausebein? Du wirkst ziemlich überfordert.“ Ran nickte langsam. Sie wandte sich von ihrer bereits kochenden Brühe ab und drehte sich zu ihm um. Conan bemerkte, dass sie nun nach ihm Ausschau hielt. So als ob, sie nicht wollte, dass er dies zu hören bekäme. Schnell verstecke er sich und horchte. Als Ran sicher war, dass er nicht in der Nähe war, sagte sie: „Weisst du Paps. Wir müssen einen Aufsatz schreiben….“
„Ja und?“ Mori hatte es anscheinend eilig. Er trommelte mit den Fingern auf der Theke herum und musterte seine Tochter. „Nun ja….“ Ran druckste herum und wurde leicht rot um die Nase.
„Es ist so… Wir nehmen im Moment dieses Aufklärungszeug durch…. und da…. da wollte der Lehrer, dass wir einen Aufsatz über das andere Geschlecht und seine Anziehungskraft auf uns selbst, schreiben…“ Ran war inzwischen rot, wie eine Tomate und senkte beschämt den Blick. Kogoro hingegen lachte nur auf. „Ach Ran, mein Schatz! Schreib doch einfach irgendwas hin und lass dich von dem nicht so aus der Fassung bringen.“ „Ja, was soll ich den hinschreiben?“ Sie spielte nervös mit einer Haarsträhne und wandte sich wieder dem Kochen zu. Als sie die Brühe um rührte, meinte sie kleinlaut: „Ich kann doch nicht der ganzen Klasse offenbaren, wie ich mich fühle, wenn ich Shinichi sehe….“
     
Conan lief in seinem Versteck rot an. < Oh Ran, wenn du wüsstest…>

Kogoro schnaubte. „ Bist du etwa immer noch in diesen Nichtsnutz verliebt?“ „Er ist kein Nichtsnutz Paps! Er ist ein Detektiv genauso wie du!“ Ran bereute es bereits ihrem Vater von dem Aufsatz erzählt zu haben. Das konnte wieder was werden! Sie wollte sich seine tadelnden Worte über ihre Gefühle zu Shinichi nicht anhören. Doch zu ihrer Verwunderung löste sich ihr Vater von der Theke und trat hinter sie. Er berührte ihre Schultern und meinte einfühlend: „ Ach Mausebein. Schreib es doch einfach etwas allgemeiner. Du musst diesen Idioten ja mit keiner Silbe erwähnen.“ Ran seufzte. „Aber trotzdem wird jeder wissen, dass es so ist…. Allen voran Sonoko.“
Kogoro liess seine Tochter los. „Die Probleme der Jugend.“ Er schüttelte den Kopf und belächelte sie. „Du machst das schon.“ Er wandte sich ab und ging auf den Flur zu. Kurz davor blieb er stehen und senkte den Blick. „Conan! Was machst du denn da?“ Conan lächelte unsicher. „Hehe… Ich äh… suche mein Spielzeug….“ Versuchte er sich heraus zu  reden. < Mist ich hab ihn nicht kommen hören> Dachte Conan und kroch aus seinem Versteck hervor. Kogoro warf ihm jedoch nur einen missbilligten Blick zu und verschwand ins Wohnzimmer. Conan sah ihm nach und wandte sich dann Ran zu. Diese stand mit rotem Kopf da und verschränkte die Arme vor der Brust. „ Conan! Sag bloss du hast uns belauscht!“
<Oje! Sie ist wütend!> Conan fuhr sich unsicher durchs Haar und lächelte. „ Ich… wollte nicht… aber ihr ward so laut….“ Ran kam auf ihn zu. „ Sowas macht man nicht!“ Sie baute sich vor ihm auf und sah auf ihn herab. Conan zögerte. Sollte er die Flucht ergreifen oder hoffen, dass alles nicht so schlimm war?
Ran konnte unglaublich ungehalten sein, wenn sie wütend war. Und tatsächlich. Sie beugte sich zu ihm herunter und ergriff sein linkes Ohr.

„ Aua!“

Sie zog kurz ein wenig daran und meinte: „ Das hast du nun davon, andere Leute zu belauschen!“ Sie liess ihn wieder los und ging zurück zu ihrer Brühe. Conan hielt sich schmerzend das Ohr. Bei Shinichi hätte sie sowas nie gewagt. Dumm, dass er immer noch in diesem Kinderkörper steckte. Er seufzte innerlich und entschied in die Offensive zu gehen.
„ Du Ran?“
„ Mmh?“ Sie rührte weiter und kostete das Essen, ehe sie kurz zu ihm sah. „ Was ist denn?“ Conan kam auf sie zu und lächelte. „ Ich könnte dir doch bei deinem Aufsatz helfen.“
„ Du? Nein, nein Conan. Für so was bist du noch zu klein.“ Sie wurde wieder leicht rot um die Nase und wandte sich wieder von ihm ab. „Aber so schwer kann das doch gar nicht sein. Bitte Ran! Ich möchte dir helfen!“
„Vergiss es! Danach rennst du womöglich noch zu Shinichi und erzählst ihm alles! Nein danke!“ Sie war bereits wieder dabei etwas sauer zu werden. Conan wusste, dass es nun eine Grenze gab, die er nicht weiter strapazieren durfte. Er entschied sich für den Rückzug. „Ich würde ihm nichts davon erzählen… Aber wenn du auf meine Hilfe verzichten möchtest, dann geh ich.“ Er wandte sich ab und ging zum Flur. Kurz davor hielt er jedoch hin und sah zurück. Ran rührte, wie eine Wilde in ihrer Brühe herum. Wenn das nur gut geht…. Ihr Temperament schien wieder einmal mit ihr durch zu gehen. Da war es besser das Weite zu suchen!


Das Abendessen verlief ruhig. Nachdem sie das Geschirr in die Küche gebracht hatten, meinte Kogoro: „Ich geh mir die neuen Sportwetten holen.“ Und eilte zur Tür.
Ran sah ihm nach. Das war wieder typisch. Auch Conan suchte nach einer Ausrede. „Ich… äh.. Ich wollte noch zum Professor.“ Rans Blick nach seiner Ankündigung sprach Bände. Sie unterdrückte jedoch ihre schlechte Laune und wandte sich dem Geschirr zu. Genervt sagte sie: „ Dann geh doch.“ Conan schluckte und beeilte sich das Zimmer zu verlassen. Schnell packte er Shinichis Handy ein und begab sich zur Tür. „ Bin gleich wieder da.“ Sagte er noch und verschwand. Draussen angekommen atmete er einmal kräftig durch. Ob es eine gute Idee war, sie jetzt anzurufen als Shinichi? Vielleicht sollte er zuerst etwas Zeit verstrichen lassen. Zumindest so viel bis sie sich wieder beruhigt hatte. Er schlug den Weg zum Professor ein und lief die Strasse entlang. Nach einer Viertelstunde erreichte er dessen Haus und verharrte davor. Ob er es wohl wagen sollte? Reichten 15 Minuten, um Rans Gemüt zu beruhigen? Er hoffte es. Zögernd wählte er ihre Nummer und richtete seine Fliege mit dem Stimmenverzehre zurecht. Es tutete zweimal, ehe sie ranging. „ Shinichi! Sieh einer an. Du meldest dich auch einmal wieder.“
< 15 Minuten schienen doch nicht zu reichen> Dachte Conan und schluckte. „ Ran, freust du dich nicht, dass ich mich bei dir melde?“
„ Doch natürlich…Entschuldige… Ich bin nur etwa genervt…“ Ran seufzte.
„ Ist es wegen dem Aufsatz?“ „ Moment! Von woher weisst du denn davon?“ Ihre Stimme wurde wieder etwas schneidiger. „ Nun, Conan hat mich vorhin angerufen und mir gesagt, dass ich mich bei dir melden soll, weil du einen schwierigen Aufsatz zu schreiben hättest.“

„WAS! Dieser Kleine!“ Conan hielt sich das Handy etwas weiter weg. Ran konnte echt laut werden.

Als sie sich wieder beruhigt hatte, meinte er: „ Ach komm. Er macht sich eben sorgen um dich.“ Das schien sie ein wenig zu besänftigen. „ Vermutlich hast du recht… Aber ich brauche deine Hilfe nicht. Ich schaffe das auch alleine.“ Conan grinste. „ Wie du meinst. Und wie geht es dir sonst so?“ „ Ganz gut danke.“ Sie verfielen in Small Talk und erzählten sich von den vergangenen Tagen. Nach einer Weile verabschiedete sich Conan und wünschte ihr einen schönen Abend. Er legte auf und lächelte. Seine Ran war echt süss. Er entschied, noch kurz dem Professor einen Besuch abzustatten und dann nach Hause zurückzukehren.


Als er um neun nach Hause zurückkehrte, befand sich Ran unter der Dusche. Von Kogoro fehlte jedoch jede Spur. Conan klopfte an die Badezimmertür und sagte: „ Ich bin wieder da Ran.“ „ Ok, ich dusche noch kurz fertig. Bin gleich soweit.“ Ihre Stimme hatte wieder einen angenehmeren Ton gefunden. Anscheinend war Shinichis Anruf doch gar nicht so eine schlechte Idee gewesen.  Conan nutze die Gunst der Stunde und schlich sich in Rans Zimmer. Vielleicht hatte sie den Aufsatz ja inzwischen fertig geschrieben. Schnell sah er sich um. Ihre Schultasche war verschoben worden. Vermutlich hatte sie ihn bewegt. Und das hiess, dass sie womöglich ihren Aufsatz tatsächlich bereits fertig geschrieben hatte. Er öffnete ihre Schultasche und zog eine Mappe daraus hervor.

Jackpot!

Grinsend entnahm er der Mappe den säuberlich geschriebenen Aufsatz.

< Mal sehn, was sie geschrieben hat>



Das andere Geschlecht und ihre Wirkung auf mich
Wenn ich der Person meines Herzens begegne, entfaltet sich ein warmes Gefühl in mir. Ich spüre die Nervosität in mir aufsteigen, wenn er mich anspricht. Jede Kleinigkeit versuche ich zu analysieren. Wann immer sich unsere Hände zufällig berühren, ergeht ein kleiner Elektroschock durch meinen Körper. All diese Dinge verwirren mich und zugleich sind sie unglaublich schön. Diese Gefühle, die ich dabei empfinde sind kompliziert. Manchmal lassen sie mich lächeln. Hin und wieder auch weinen. Ist das die Liebe?
Ich denke, dass ich genau dieses Gefühl für ihn empfinde. Jedoch kann ich leider nicht von mehr berichten als meinen Gefühlen und diesen kleinen Begebenheiten in meinem Leben. Denn zu einem Kuss oder anderem ist es bis jetzt nicht gekommen. Dennoch hoffe ich, dass meine Klassenkameraden mir da weiterhelfen können. Und eines Tages werde ich hoffentlich auch mitreden können.
Ran Mori



Conans Gesicht war inzwischen leicht gerötet. Seine Ran. Sie hatte von ihm geschrieben, dass wusste er.  

< Eines Tages Ran werde ich dich küssen und dir zeigen wie sich das anfühlt>

Ende

***
Das wars auch schon. ;) Ich hoffe, es hat euch gefallen.
LG Titziana
Review schreiben