Auf Wiedersehen.

von Aikoy
GedichtFreundschaft, Schmerz/Trost / P12
19.10.2019
19.10.2019
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Ich könnt' n Buch raus schreiben,
lass die Worte aus mir treiben,
bringe uns're Geschichten auf Papier,
dennoch ist es so, dass ich nix kapier'.

Fünfzehn Jahre, lebenslänglich,
lächerlich!, dass Ende kam,
schneller als wir dachten,
gleich was wir auch machten.
Es bleibt uns nur der Gram,
denn alles ist vergänglich.

Und eine Frage ist allgegenwärtig
Wo war der Punkt, das Signal,
an dem man's hätte merken soll'n?
War'n unsere Gefühle so anderwärtig,
fast schon suizidal?

Wo beginnt eine gute Geschichte?
Ganz am Anfang, wo alles begann?
Nein danke, ich verzichte.

Wie wäre es mit dem Höhepunkt?
Der Zeitpunkt an dem ich dich,
so wirklich richtig lieb gewann?
Als es hat richtig gefunkt?

Nein, auch das nicht.
Sie beginnt am Ende,
denn dort lauert die Gefahr.
Doch mir wurd's zu spät bewahr,
es gab kein Entrinnen, kein Licht!
Nicht für dich, nicht für mich.

Doch nun ist es zu spät, verlor‘n.
In uns Leere wie giftige Spor‘n,
das Lachen stumm, dass Herz ganz kalt,
für uns gibt es keinen weiteren Halt.

Lass uns die Augen schließen,
ein letztes Mal die Gedanken fließen,
ehe wir einander wiedersehen
und nun gemeinsam vergehen.
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