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Früh am Morgen...

OneshotSchmerz/Trost, Liebesgeschichte / P16 / MaleSlash
Enjolras Grantaire
19.10.2019
19.10.2019
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Hallo :)

Nach einer etwas längeren Pause habe ich mich wieder entschieden etwas zum Thema Les miserables zu schreiben. Natürlich mit meinen Lieblingscharakteren.

Dieser One Shot sollte eigentlich als Auftakt dienen, da ich eine Fortsetzung meiner Geschichte Because of you in Angriff nehmen möchte.
Ich hoffe das er euch gefällt und wünsche euch ganz viel Spaß beim lesen :)

GLG ;D

Anmerkung: Die Figuren gehören nicht mir sondern Victor Hugo. Ich schreibe nur hobbyhalber und verdiene kein Geld damit!





Der Tag hatte früh begonnen. Leichter Nebel lag noch tief in der ruhenden Stadt. Kein Laut auf den Straßen. Selbst der Bäcker schien noch in seinem Bett zu schlafen. Dunkelheit war aus den Fenstern der einzelnen Wohnhäuser zu vernehmen und doch lag in all der Dunkelheit ein kleines Plätzchen das einen leichten Schein von Licht auf die Straße fielen ließ.

Es war schon spät. Wieder einer dieser Nächte die mit der Arbeit begonnen und im Wirtshaus geendet hatten. Manch einer würde die Zeit seiner Heimkehr als sehr frühen Morgen bezeichnen und in der Tat ein Blick auf die Wanduhr, hatte ihm verraten das es bereits halb vier morgens war. Zwei Stunden noch dann begann der Morgen von neuen und er freute sich schon auf den Feierabend. Wie jeden Tag.. jede Woche..jeden Monat...seit er Paris den Rücken gekehrt hatte.

Grantaire hatte seine Entscheidung niemals bereut. Keinen einzigen Tag hatte es gegeben an dem er sich gewunschen hätte, anders entschieden zu haben. Es war das beste gewesen, für sich und alle Beteiligten. Ein Mensch der zwei andere Menschen liebt, kann weder dem einen noch den anderen gerecht werden. Ein Mensch der zwischen Gott und seinesgleichen schwankt wird immer versuchen den Gott für sich zu erwählen und mag sein das dies eine gewisse Zeit gut gehen kann, da der Gott kurzzeitig geblendet ist von der Liebe die er für diesen Menschen empfindet, doch langfristig gesehen wusste der Mensch das er nicht ausreichen würde um einen Gott ein Leben lang gerecht zu werden.
Was nun den anderen Menschen anging, seinesgleichen, so liebte er ihn mehr als man vermuten hätte können und genau aus diesem Grund hatte er sich auch von diesem abgewandt, ganz gleich wie schmerzhaft es für beide war.

Und so verbrachte Grantaire seine Tage damit sein Kunststudium einigermaßen hinter sich zu bringen. Die Uni war eine sehr gute Universität, vielleicht etwas hinter weltlerisch, stur und stumpf in seinen Ansichten und Grantaire hätte nichts lieber getan als alles hin zuschmeißen. Doch wie hätte das ausgesehen, was würde so mancher Freund von ihm denken. Er wusste das es einer von ihnen im Moment noch schlechter getroffen hatte, als er selbst. Wusste das dieser wichtige Teil seines Lebens, komplett den Boden unter den Füssen verloren hatte.

Mit seinen Wochenendjobs konnte er sich zwar über Wasser halten, aber für immer wollte und konnte er so ein Leben nicht führen. Seine Malerei brachten bei weiten nicht den gewünschten Erfolg, lediglich hin und wieder konnte er einige seiner Werke an den Mann bringen. Für Galerien reichte es jedoch noch nicht.
Seine eigene Galerie zu besitzen oder eine gewisse Anerkennung der Gesellschaft an seiner Person im Sinne einer Vernissage waren nur noch leise dahin klingende Träume die hinter einer dichten Nebelwolke verschwanden.

Grantaire saß an seinem Küchentisch. Das leichte flackern der Kerze die auf einem Kerzenhalter  am Fenster stand, erhellte nur zum Teil die große Küche. Grantairés Gesicht blieb in Dunkelheit gehüllt. Sein Kopf lag schwer auf seinen Schultern, der Geist wirr von dem Wein den er vor Stunden noch in sich hinein geschüttet hatte. Seine Augen brannten. In seinen Händen ein Brief den er erst bei der Heimkehr unter seiner Tür gefunden hatte.

Noch bis gestern war er sich seiner Entscheidung Paris für immer zu verlassen so sicher gewesen... vielleicht lag es nur an dem Wein der noch ihn ihm wütete..
Das Papier in seinen Händen ließ die Flammen der Kerze auf sich tanzen und entglitt langsam und geräuschlos seinen Fingern.

Grantaire hob müde den Kopf , einzelne Tränen rannen ihm herab, dem Brief entgegen der nun offen vor ihm lag.

Ein Brief der kürzer nicht sein könnte..

Drei Zeilen...
Wenige Worte...


„...Komm heim...
...ich brauche dich...
...ich liebe dich...“
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