_Gefährliche Liebe_

GeschichteAllgemein / P18 Slash
Eren Jäger Levi Ackermann / Rivaille
17.10.2019
09.11.2019
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Levi POV:

Immernoch sauer auf Hanji, dass sie mir diesen nervigen Zwerg aufs Auge drücken wollte, lief ich mit besagtem Schrumpfhirn in Richtung Ausgang und hielt ihm die Tür auf.
"Was ein Gentleman" murmelte er nur mit ironischem Unterton.

"Wie war das kleiner?"
Zischte ich in seine Richtung und er zuckte wie gewünscht zusammen.
Ohne seinen Blick zu heben, nuschelte er ein
"Oh nichts alles gut."
Und machte einen Schritt von mir weg.
"Tzz. Jetzt hör mir mal gut zu, du erscheinst morgen pünktlich um 5:45 Uhr hier vor dieser Tür. Dann suche ich mir Aufgaben für dich raus, die du erledigen kannst. Und wag es nicht zu spät zu kommen. Sonst darfst du die doppelte Zeit da bleiben. Klar Kleiner ?!"

Er hob seinen Blick letztendlich und ich konnte sehen, wie sehr ihm das gegen den Strich ging.
"Also erstmal ich bin größer als du, hör endlich auf mich kleiner zu nennen, wie hast du es eignetlich geschafft Polizist zu werden?!"

Ich musste tatsächlich leicht schmunzeln, bei seiner Dreistigkeit.
"Für dich immernoch 'Sie'. Und war dir das vorhin noch nicht genug?"

Ich kam ihm einen Schritt näher und packte seinen Kragen, bevor ich ihn etwas zu mir herunterzog um an sein Ohr zu kommen.

"Glaub mir dich werde ich mir noch erziehen.
Und dann wirst du es nicht mehr wagen mir Widerworte zu geben."

Ich ließ ihn wieder los und sah, dass sich eine leichte Gänsehaut auf seinem Körper bildete.
So ein naiver Junge, sich so mit mir anzulegen.
"Jetzt mach, dass du wegkommst."
Sagte ich mit strenger Stimme und deutete ihm an endlich zu gehen und nichts mehr zu sagen.
Er folgte meinem stillen Rat und sah mir ein letztes Mal in die Augen, bevor er kehrt machte und von der Wache verschwand.

Ich stand noch eine Weile in der Tür und sah zu, wie er davonlief.
Das war ich gerade in seinen Augen gesehen habe, brachte mich etwas zum Lachen.
Es war Demütigung, Angst, aber auch dieses Funkeln, was mich schon beim letzten Mal reizte.


Auf einmal hörte ich eine vertraute Stimme hinter mir.
"Dass ich das noch erleben darf, Levi. Du lachtst nie und vorallem nicht für jemand anderen."

Ich drehte mich um und sah Erwin, wobei ich mich ernsthaft fragte, wie er es geschafft hatte, sich so an mich heranzuschleichen.
Ich ignorierte ihn, zischte ihn nur kurz an und ging geradewegs an ihm vorbei.
Doch leider ließ die Augenbraue, neugierig wie er war, nicht von mir ab.
Er ging mir hinterher, bis in die Küche, wo ich mir eigentlich gerade Tee machen wollte.

"Wer war der Junge eben?"
Fragte er mit einem leichten grinsen.
Ich sah ihn nur genervt an und seufzte.
"Er leistet hier seine Sozialstunden ab und ich darf seinen Babysitter spielen."

Ich stellte den wasserkocher an und drehte mich zu Erwin um, welcher umgedreht auf einem Stuhl saß und Arme, sowie Kopf auf der Lehne ablegte und mich dumm ansah.

"Warum weiß ich davon, denn noch garnichts?"

Ich verdrehte die Augen.
"Was weiß ich, red mit Hanji. Aber ist ja egal jetzt weißt du's"

Sein grinsen, welches eigentlich verschwunden war, tauchte gerade wieder auf.
"Was hat er denn getan, dass DU gelächelt hast?" fragte er verblüfft.

"Was geht dich das an Augenbraue?"

"Nichts aber-"

"Richtig nichts. Also frag nicht so blöd. Und jetzt entschuldige mich."
Mit diesen Worten machte ich mich mit meinem Tee in der Hand, zurück zu meinem Büro.

Er rief mir aber noch aus der Küche hinterher.
"Dann freu ich mich ja umso mehr, den süßen morgen mal kennenzulernen. Muss ja besonders sein."

Ich rollte wieder mit den Augen.
"Er ist hier um verdammt nochmal Sozualstunden abzuarbeiten!"





__________________________


Eren POV :

Wie sehr ich mir doch gewünscht hätte, dass der nächste Morgen nie anbrechen würde.
Mikasa hat noch nichts von der ganzen Situation mitbekommen, zum Glück ist sie auf Klassenfahrt. Meine Eltern sind allein im Urlaub, also musste ich mir auch keine Sorgen machen, wie ich es ihnen sagen würde.
Naja.... Noch nicht.

Um Mikasa machte ich mir nicht wirklich Gedanken, dass einzige was ich mir vielleicht von ihr anhören dürfte, wäre eine Rede darüber, dass ich auf mich aufpassen sollte und nicht so einen Mist anstellen.

Warum musste eignetlich alles so kommen? Warum konnte ich den Typen nicht einfsch Jean selbst überlassen?! Dann hätte die Pferdefresse jetzt die Sozualstunden an dieser verkackten Polizeiwache.

Ich bekam in der Nacht kein Auge zu versuchte mich am Morgen mit unmengen an Kaffee wach zu bekommen.
Selbst die kalte Dusche, erfüllte nur mäßig ihren Zweck.
Ich musste auch noch recht schnell laufen, da ich wegen meiner Müdigkeit eh schon spät dran war und unbedingt pünktlich sein wollte.
Ich musste früher aufstehen, da die Busverbindungen bei uns nicht sehr durchdacht waren.
Um pünktlich da zu sein, war ich gezwungen einen Bus zu nehmen, bei dem ich noch eine halbe Stunde vor der Polizeiwache warten musste.
Natürlich konnte ich auch einfsch eine viertel Stunde später ankommen, aber ich wollte einfsch keinen Streit provozieren.
Ich wusste ohnehin nicht, wie ich eine so lange Zeit, mit diesem Polizisten aushalten sollte.

Ich hätte mir wirkich jemanden zum Reden gewünscht, aber Mikasa wollte ich ihre Zeit nicht verderben und Armin, würde sich zu viele Sorgen machen. Wobei ich mit ihm so oder so bald reden muss...

Ich wartete noch eine halbe Stunde und hatte eigentlich mit Pünktlichkeit gerechnet. Aber dieser Drecksack von Polizist, meinte mir eine Standpauke halten zu müssen, nur um dann selbst eine Viertel Stunde zu spät kommen zu müssen.
Ich sah ihn schon von weiter weg und hörte das klimpern von seinem Schlüssel.
Ich presste meine Zähne aufeinander und warf ihm vermutlich einen Todesblick zu, was ihm nicht verborgen blieb.

"Ich war mir nicht sicher, ob ich auf deine Pünktlichkeit vertrauen konnte, da habe ich mir erlaubt ein bisschen Spielraum zu lassen."

Ich wagte es nicht, irgendwelche Widerworte zu geben, weil ich wusste, dass es sowieso nichts bringen würde.
Außerdem war ich noch viel zu müde für Streit.
Ich fing ihm stumm hinterher und sah dabei zu, wie er die Tür zum Büro aufschloss und mich hereinbat.
Sofort setzte er sich an seinen Platz und stellte seinen PC an.

Während all dem wendete er seinen Blick nicht einmal von mir ab. Was mach einer kurzen Zeit echt unangenehm wurde.
Ich weiß nicht warum, aber sobald ich Blick Kontakt mit ihm hatte, wurde ich nervös.
Und doch gab es etwas in seinen Augen von dem ich meinen Blick nicht lösen wollte.
Aber das ging wohl jedem so...

"Willst du nur rumstehen und mich anstarren, oder dich auch bewegen? Du kannst mir als erstes einen Kaffee holen. Ach ja und du kannst meinen Spint mitbenutzen in der Zeit wo du hier bist. Und wehe du machst was dreckig in meinem Büro."

Ich nickte nur

"Hast du auch deine Stimme über Nacht verloren?"
Er wurde ein wenig lauter, was mich einen Schritt zurücktreten ließ.

"T.. Tut mir leid."

Wenn ich mich nicht gewaltig irrte, konnte ich ein leichtes grinsen auf seinem Gesicht erkennen.

"Respekt hast du wenigstens schonmal ein bisschen. Und jetzt geh meinen Kaffee holen, danach kannst du deine Sachen wegräumen."

Ich tat was er sagte und versuchte möglichst ohne Anweisung meinen Weg in den Konferenzraum zu finden.
Dort traf ich auf die Frau von gestern, Hanji Zoe, und eine weitere Frau, die ich noch nicht kannte.
Ich wurde von beiden sehr nett begrüßt.
"Hallo Eren, mich kennst du ja schon. Und das ist meine Kollegin Petra Raal."

Sie reichte mir ihre Hand und lächelte mich an.
"Hi Eren, freut mich dich kennenzulernen. Ich habe schon gehört du bist jetzt eine Zeit lang bei uns und außerdem der Schützling von Levi...ähm ich meine Kommissar Ackerman.
Wenn du mal Fragen haben solltest, dann kannst du auch jederzeit nach mir fragen und ich helfe dir.
Er ist manchmal... Naja... Das wirst du schon gemerkt haben. Jedenfalls meint er es nicht böse.
Also nimm es ihm nicht so übel, wenn er mal etwas strenger mit dir redet."

Der letzte Satz brachte mich zurück in die Realität.
"Oh verdammt, ich sollte ja seinen Kaffee holen. Freut mich auch sie kennenzulernen."

Beide der Frauen lachten leicht und ich stürmte mit der Kaffeetasse zurück zu seinem Büro.
Dort wurde ich direkt vorwurfsvoll angesehen.
"Hast dir ja ganz schön Zeit gelassen."

Ich schloss kurz meine Augen und stellte die Tasse leicht zitternd auf seinem Tisch ab.
Aus dem Augenwinkel beobachtete er meine Hand.
"Mach ich dich nervös?"

Ich schüttelte schnell den Kopf und ließ mir nichts anmerken. Obwhl er sehr wohl richtig lag.
Ich ging mit meinen Sachen zu seinem Spint, öffnete ihn und hätte ihn am liebsten sofort wieder geschlossen.

Meine Augen weiteren sich und ich zog scharf die Luft ein. An seiner Spinttür hing ein Nacktkalender. So weit so gut, nur waren darauf Männer und keine Frauen.

Ich schluckte schwer und hoffte, dass er meine Reaktion nicht gesehen hatte.
Natürlich vergeblich.

"Was ist los, Balg, gefällt er dir?"

"Was?! Eww Nein ich bin doch nicht schwul!"
Ich bereute auf der Stelle, was ich gesagt hatte, als ich seinen Blick sah und hörte, wie er stoppte zu tippen.

"Tzz"

Das war's? Das war seine Reaktion?
Ich schloss langsam die Tür und setzte mich auf den freuen Stuhl hinter dem Polizisten.
"Ähm.. T.. Tut mir leid. Das sollte nicht böse klingen."

Er hörte wieder auf zu tippen und ließ von seiner Tastatur ab, bevor er sich zu mir drehte.
"Dachtest du das verletzt mich? Kleiner ich hatte in meinem Leben schon mit genug homophoben Menschen zu tun."

"I.. Ich bin nicht homophob..."

"Ja sicher.."
Meinte er nur und begann wieder auf seiner Tastatur zu tippen.

Warum erwischte ich nur immer wieder solche Fettnäpfchen. Und viel eher: Warum steht einer wie er auf Männer? Dem sollten die Frauen doch zu Hauf zu Füße liegen.

Die Stille zwischen uns war bedrückend und mein Blick klebte förmlich an der Uhr, was nur dazu führte, dass die Zeit noch langsamer umging.

"Ähm.. K.. Kann ich irgnedwas tun?."

Er musterte mich streng bevor er die erneute Stille brach.

"Kannst du Putzen?"

Ich überlegte kurz und nickte.
"Denke schon."

"Denken reicht nicht. Dann geh und hol dir das Putzzeug aus der Abstellkammer.
Die ist eine Etage tiefer.
Und dann rann an die Arbeit kleiner."

"Wie oft noch, ich bin größer.."
Murmelte er fast unhörbar.

"Wie war das?"

"Nichts."
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