Schlucht voller Schatten

GeschichteAllgemein / P12
OC (Own Character)
17.10.2019
14.01.2020
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Hallo erst mal, hier ist euer nächstes Kapitel. Ich habe gemerkt, dass Kraehenherz immer noch die einzige Person ist, die bisher Reviews geschrieben hat. Aber es gibt sicher noch andere, die die Geschichte lesen. Ich würde mir echt wünschen, dass mal jemand neues was schreibt. Mehr Feedback ist immer gut. Anonyme Reviews sind auch zugelassen!



Nebelpfote starrte Canyonpfote einen Moment lang an. Was sollte sie sagen? „Du bist so anders...“
„Anders?“ wiederholte er. „Naja, so wie eine Klippenclankatze halt. Du weißt schon, eure Art alles selbst in die Pfoten zu nehmen, nicht auf andere zu hören und so. Und wie du Titus angegriffen hast.“ Nebelpfote hatte schon viel über den Klippenclan gehört. Große Katzen mit riesigen Klauen, mit denen sie Vögel aus der Luft holen und Schlangen aufspießen. Außerdem strahlte Schluchtenstern immer so eine wütende Aura aus, wenn sie ihn auf Großen Versammlungen gesehen hatte. Sie hatte gesehen, wie verletzt all die Krieger des Moorclans waren, nachdem der Klippenclan sie angegriffen hatte weil seine Krieger 'gegen das Gesetz der Krieger verstoßen hatten'. Dabei waren die Katzen im Moorclan einfach nicht so streitlustig wie die anderen Clans, oder besser gesagt der Klippenclan. Zusätzlich war Canyonpfote auch noch der Sohn von Schluchtenstern, er trainierte ihn bestimmt dazu, der gefährlichste und böseste Krieger für ihn zu werden, damit auch er Anführer wird. Canyonpfote sah sie verdutzt an: „Ich bin nicht so wie die. Du magst schon Recht haben, aber um ehrlich zu sein sehe ich das genauso, ich hasse es. Ganz besonders wie Schluchtenstern mich behandelt. Er versucht mir Angriffe beizubringen, die eine Katze sofort töten könnte und ähnliche furchtbare Dinge. Er will, dass ich Anführer werde, genauso wie er. Er versucht mich glaube ich zu einem zweiten ihm zu machen. Es ist furchtbar. Deswegen bin ich mit euch auch mitgekommen. Ich wollte einfach nur weg. Aber jetzt gehen wir zurück und ich habe Angst wieder in meinen Clan zurück zu gehen.“ So eine Antwort hatte Nebelpfote nicht erwartet. Canyonpfote stimmte ihr sogar zu, und sie hatte Recht mit Schluchtenstern. Doch Canyonpfote hasste das alles. Er war wirklich nicht so, wie sie dachte. Jetzt tat ihr Leid, wie sie ihn behandelt hatte. Nebelpfote war die Ganze Zeit im Glauben gewesen, er würde sie für seinen Clan ausspionieren oder ähnliches. Aber dies war nicht so, ganz im Gegenteil. Er wollte von seinem Clan weg, weil er sich nicht wie eine Klippenclankatze fühlte.
Traurig sah sie ihn an. „Es tut mir Leid, ich wusste nicht, dass du so denkst. Ich dachte du wärst so, wie der Klippenclan immer beschrieben wird.“ Canyonpfote lächelte stumm. Eine Weile herrschte Stille. Beide Schüler dachten über ihr Gespräch nach. Canyonpfote war dankbar, dass Nebelpfote ihn nur wegen Vorurteilen nicht mochte, die er als unzutreffend beweisen konnte. Nebelpfote versprach sich Canyonpfote nun mehr zu vertrauen. Immernoch schweigend hob der sandfarbene Schüler die Maus wieder auf und vergrieb sie in der lockeren Erde. Die beiden Schüler verbrachten noch ein wenig Zeit mit jagen, bevor sie zum Treffpunkt zurück liefen.
Fuchspelz und Lilienpfote waren wesentlich erfolgreicher mit ihrer Jagd, sie hatten ein fettes Kaninchen erwischt. Im Gegensatz zu ein paar Mäusen war dies ein Festmahl. Zufrieden über die Beute verspeisten die vier Katzen das Kaninchen und die Mäuse. „Also,“ hob Nebelpfote an: „wo gehen wir morgen lang? Irgendwie müssen wir ja zurückfinden.“ „Ich würde sagen wir versuchen eine hohe Stelle zu finden und dann sehen wir uns um, vielleicht finden wir den Fluss so wieder. Oder wir wissen dann wenigstens von wo wir gekommen sind.“ schlug Lilienpfote vor. „Typisch Baumclan, immer nur klettern im Kopf.“ neckte Nebelpfote sie. Lilienpfote schnurrte amüsiert. „Immer doch.“ „Sie hat nicht ganz Unrecht, das wäre ein guter Ansatz. Wir müssen nur einen Berg oder einen Baum finden, der hoch genug ist.“ meinte Fuchspelz. Nebelpfote gab ihm Recht. Sie war sich sicher, dass sie einen Weg nach Hause finden würden. Solange sie nicht selbst auf einen Baum klettern müsste wäre kein Weg zu schwer.
Nebelpfote wachte nachts plötzlich auf. Jemand war ihr auf den Schwanz getreten! Sie schreckte hoch und sah Canyonpfote an sich vorbei schleichen. Hatte ja nicht wirklich geklappt. „Was treibst du hier? Du solltest schlafen!“ zischte sie leise, um die anderen nicht zu wecken. Insbesondere Lilienpfote, sie hatte einen schlechten Tag gehabt. „Ich weiß, aber ich kann nicht schlafen.“ Nebelpfote sah nur Sorgen in Canyonpfotes Augen. Etwas bedrückte ihn furchtbar. Jetzt wo sie sowieso schon wach war, könnte sie ihm auch beim schlafen helfen. Außerdem war sie ihm ja was schuldig für ihr Verhalten ihm gegenüber. Nebelpfote rückte ein Stück zur Seite: „Setz dich, erzähl was los ist. Vielleicht kann ich ja helfen.“ Canyonpfote gab ein dankbares Lächeln von sich und legte sich neben sie. Er schaute auf den Boden vor ihm, als er erzählte: „Nun ja, ich hatte ja bereits gesagt, dass ich Angst davor habe zurück zu gehen. Schluchtenstern wird bestimmt furchtbar wütend sein.“
„Aber was soll er denn schon tun?“
„Ich weiß es nicht, bisher habe ich immer extra Arbeit bekommen wenn ich ihm nicht gut genug war.“
„Nicht gut genug?“fragte Nebelpfote.
„Wenn ich bei seinen Aufgaben versage und so weiter. Aber davor habe ich keine Angst. Es ist nur so, ich war weg ohne ihm was zu sagen. Als wäre ich abgehauen, um mich vor seinen Aufgaben zu drücken.“
„Aber so ist es doch auch?“
„Richtig. Aber er hat auch schon mal Katzen einen Hieb verpasst, wenn sie nicht auf ihn gehört haben. Sogar Kieselfell, unser Heiler hat schon mal eine Schramme kassiert, als er einem Verwundeten aus dem Baumclan helfen wollte.“erklärte Canyonpfote.
„Was!? Das darf er nicht! Heiler darf niemand angreifen oder ihre Arbeit verhindern! Sie sind Heiler, das ist ihre Aufgabe!-“
„Psssch, nicht so laut. Ja es ist furchtbar, ich weiß. Deswegen hab ich auch solche Angst. Er wird mich dafür hassen!“
„Und was macht er mit Katzen die er hasst?“
„Zinnfluss ist eine unserer Kriegerinnen, ihr Vater Eisenkralle hat ihn mal herausgefordert. Er war so ähnlich wie ich. Er war es satt so sein zu müssen wie Schluchtenstern. Also hat er ihn zum Kampf herausgefordert. Zinnfluss erzählte mir, Schluchtenstern hätte ihn eine Klippe heruntergeworfen. Eisenkralle ist gestorben. Niemand durfte ihn beerdigen und keines von seinen Jungen bekam je einen Schüler zugeteilt.“
„Er hat ein Clanmitglied getötet!?“rief Nebelpfote.
„Ja.“
„Wenn das wahr ist, ist er der schrecklichste Anführer den es jemals gab.“
„Ist er.“



Fakten:
1. Die Clans erzählen sich noch heute Geschichten von den alten Clans am See.
2. Die Anführer der vier alten Clans zu dem Zeitpunkt, als sie zerstritten und zum neuen Territorium reisten waren: Efeustern(Efeusee), Tigerstern(Tigerherz), Windstern(Windpelz) und Eisstern(Eisflügel). Der Windclan zerbrach völlig und teilte sich auf. *das ist von mir selbst ausgedacht, ich kann nicht vorraussagen wer Anführer wird
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