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For the safety of the earth...

Kurzbeschreibung
GeschichteKrimi, Freundschaft / P12 / Gen
14.10.2019
13.11.2019
7
10.636
5
Alle Kapitel
10 Reviews
Dieses Kapitel
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24.10.2019 1.583
 
Sein Kopf pochte vor Schmerz als Malcolm langsam erwachte. Er stöhnte leise auf und strich sich über den Schädel. Sein Körper fühlte sich schlapp und schwer an, dennoch setzte er sich auf. An der Bettkante sitzend blinzelte der taktische Offizier die verklebten Augen und richtete sich auf. Er stützte sich an der Wand ab und wankte ins Badezimmer. Als er sich am Waschbecken abstützte spürte er das Zittern, welches durch seine Arme und Beine ging. Der Brite atmete paar Mal tief durch und spritzte sich mehrmals kaltes Wasser über das Gesicht bevor er sich wieder zu seinem Bett begab um sich erneut hinzulegen. Er dämmerte in den Schlaf weg.

“Verdammt”, zischte Linnea neben ihn und er blickte zu seiner Partnerin.
“Was ist los?”, fragte Reed und sah die Antwort schon auf den Scannern.
“Wir werden verfolgt”, murmelte die Agentin und gab den Kurs ein während Malcolm die Schilde und Waffensysteme hochfuhr. Da ging schon eine Erschütterung durch das kleine schwarze Schiff mit den roten Streifen auf der dunklen Außenhülle.
“Das war nah an den Energiekopplungen. Wir müssen verschwinden”, informierte Malcolm und schoss mit den Phasenkanonen nach den Verfolgern.
“Wir gehen in 5 Sekunden in Warp”, kam es von Erricsson während ein Torpedo das Schiff verfehlte und es durch die Druckwelle leicht schwankte. Kurz darauf verschwanden sie im Warpkanal.
“Verfolgen uns weiterhin. Ich erhöhe die Geschwindigkeit”, meinte die Blonde und tat es direkt während Reed die Verfolger im Blick behielt. Nach einer Weile vergrößerte sich die Entfernung zu ihnen.
“Wir hängen sie ab”, meinte Malcolm mit einem erleichterten Lächeln.
“Nochmal gut gegangen”, lächelte Linnea und blickte auf den Schirm.


Als Reed erneut erwachte, fühlte er sich wesentlich ausgeruhter. Sein Kopf schmerzte noch etwas, also würde er noch bei der Krankenstation vorbeischauen.
Der Lieutenant setzte sich auf und strich sich durchs Haar. Er blickte sich in dem Quartier um und fragte sich, was passiert gewesen sei. Er konnte sich an die letzten Tage nicht erinnern. War er bei dem Auftrag angegriffen worden oder ist irgendwas schief gelaufen? Er stand auf und zog sich um. Die schwarzen ledernen Klamotten lagen eng an seiner Haut. Er schloss den Kragen und schnallte sich den Gürtel mit entsprechenden Taschen und Gerätschaften um. Er zog die dunklen Stiefel über die Lederhose und zog den Reißverschluss zu.
Er musste sich im Hauptquartier von Sektion 31 befinden. Woher er das wusste? Die Geräusche hörten sich nicht wie ein Schiff an und an dem Bildschirm des Computers auf dem Tisch erblickte er das Emblem seiner Dienststelle. Nun musste er nur noch rausfinden, wieso er hier war bzw. was passiert war.

So verließ Malcolm das Quartier und sah sich auf den Gang um während er diesen entlang schritt bis ihm einfiel, dass er einen Kommunikator besaß.
“Du bist manchmal echt blöd Malcolm”, murmelte er zu sich selbst und fragte über den Kommunikator nach Harris.
“Ach, Agent Reed. Sie sind aufgewacht?”, kam die Frage vom anderen Ende des Funkes.
“Ja Sir und ich wollte mit ihnen sprechen”, erwiderte Reed.
“Das ist kein Problem. Ich bin in meinem Bereitschaftsraum bei der Kommandozentrale. Kommt ruhig her”, sagte Harris und Malcolm bestätigte. Er beendete die Verbindung und machte sich auf den Weg. Paar Minuten später klingelte er an Harris Tür und trat nach einer Erlaubnis ein.

“Agent Reed, setzen Sie sich doch”, sagte der Direktor der Sektion 31 und zeigte auf den Stuhl vor seinem Schreibtisch. Der Angesprochene nickte und setzte sich wie aufgefordert.
“Wie fühlen Sie sich?”, fragte Harris und verschränkte seine Hände auf dem Tisch.
“Etwas komisch Sir. Ich habe Kopfschmerzen und ich wollte fragen, was passiert ist. Wieso ich hier bin”, erwiderte Malcolm und hatte eine gerade Sitzhaltung angenommen.
“Nunja, dann kläre ich Sie mal auf. Sie sowie weitere Agenten unserer Abteilung wurden angegriffen. Wir haben Notsignal von euren Kommunikatoren von verschiedenen Orten erhalten. War nicht leicht euch alle herzubringen”, erklärte Harris ihm und sah ihn dabei ernst an.
“Verstehe, aber wieso wurden wir angegriffen?”, fragte der junge Agent.
“Wir wissen es nicht genau, aber wir vermuten durch diese Angriffe einen Anschlag auf die Erde und das die Klingonen dahinter stecken. Ich habe meine Befürchtung mit dem Kommando der Sternenflotte geteilt, doch diese halten sie für unbegründet. Es war sicherlich kein Zufall, dass so viele angegriffen worden sind”, erläuterte Harris und Sorge spiegelte sich in seinem Blick wieder.
“Wenn Sie dem Flottenkommando dies mitgeteilt haben, wieso unternehmen die nichts für die Sicherheit der Erde?”, fragte Malcolm.
“Sie vertrauen mir wohl nicht. Bei der Entführung von Dr. Phlox, dem Chefarzt der Enterprise, haben die Admiräle meinem Rat auch nicht wirklich Beachtung geschenkt. Sie sind nicht davon überzeugt, dass wir nur Gutes für unseren Planeten wollen”, erklärte Harris etwas aufgebrachter und blickte zu Reed, welcher in Gedanken zu sein schien.

“Enterprise?” , wiederholte Malcolm gedanklich den Namen des Schiffes. Irgendetwas war damit, doch er fand nicht heraus, was er mit dem Namen verband. Er hatte nichts mit dem Schiff zu tun und dennoch schien der Name etwas in ihm auszulösen. Er konnte nur nicht definieren, was es war.
“ed? Agent Reed?!”. Die Stimme seines Vorgesetzten brachte ihn in die Realität zurück. Sein leicht irritierter Blick richtete sich auf den älteren Mann.
“Alles in Ordnung?”, fragte dieser und nach einem kurzen Schweigen nickte Malcolm.
“Ja, es ist alles in Ordnung. Ich war bloß in Gedanken”, meinte dieser hastig. Harris zog etwas die Luft an und sah ihn genau an.
“In was für Gedanken?”, meinte er mit einem Hauch Kälte in der Stimme.
“Ähm… weil die Sternenflotte… Ich glaube schon, dass sie ihre Befürchtungen zu Herzen nehmen werden und erstmal wachsamer sind. Immerhin teilt man ja nicht ohne Grund mit, dass man einen Anschlag vermutet”, erwiderte Malcolm und seine Finger bewegten sich unruhig, was Harris allerdings nicht sehen konnte. Der Direktor von Sektion 31 sah ihn eine Weile schweigend an bis er sich zurücklehnte.
“Gut möglich. Vielleicht muss ich mich ja noch ein wenig gedulden”, unterbrach er dann die unangenehme Ruhe. Malcolm nickte darauf nur und war innerlich unruhig seitdem Harris die Enterprise erwähnt hatte.
“Haben Sie noch Fragen Agent Reed? “, fragte dieser.
“Nein Sir, meine Frage hat sich geklärt”, erwiderte der Brite und sah ihn an.
“Dann können Sie wegtreten”, meinte Harris. Malcolm nickte und verließ den Bereitschaftsraum und schließlich die Brücke.

Während er durch den Gang zur Krankenstation lief, dachte er über die Enterprise nach. Er wusste nicht viel über sie. Nur das dessen Captain, Archer, eine große Rolle spielte um eine zukünftige Allianz zwischen verschiedenen Spezien zu gründen und das es eine Vulkanierin bzw. ein Denobulaner auf der Enterprise gab. Mehr nicht. Aber wieso machte ihn das Schiff dann so unruhig?
Reed schüttelte den Kopf. Vielleicht trugen seine Kopfschmerzen Schuld daran oder er war doch müder als er annahm. Eins von Beiden war es wahrscheinlich.
Der Agent erreichte die Krankenstation und ließ sich von dem Arzt ein Schmerzmittel verabreichen.
“Danke”, murmelte er und merkte wie sich die Schmerzen langsam auflösten. Kurz nach verlassen der Station wäre er beinah in jemanden reingekracht.

“Man Mal, hast du keine Augen mehr im Kopf?”, ertönte eine vertraute Stimme und er blickte in das Gesicht von Linnea. Sofort formten sich seine Lippen zu einem Lächeln.
“Ich war in Gedanken. Nicht so wichtig und ja, ich habe noch Augen, sonst könnte ich dich ja nicht bewundern”, meinte er.
“Jetzt schmeichelst du mir? Warst wohl etwas sehr in Gedanken”, sagte Linnea leicht lachend und Reed wurde dann doch etwas rot. Er merkte wie seine ehemalige Teampartnerin ihre Hand auf seine Schulter legte.
“Hey, das war ein Witz. Aber, wie gehts es dir denn? Ich hab mir Sorgen um dich gemacht”, meinte sie und musterte ihn intensiv als vermutete sie irgendwelche Verletzungen unter seiner Kleidung.
“Bin noch etwas platt, aber wenigstens vergehen jetzt die Kopfschmerzen”, erwiderte Reed.
“Ja, bei mir sind die auch nur durch das Schmerzmittel von Kraskonow weggegangen”, sagte die Schwedin.
“Du wurdest auch angegriffen?”, fragte Malcolm und sah sie besorgt an.
“Ja, aber mir geht es wieder gut. Wahrscheinlich besser als dir Mal”, lächelte sie und strubbelte ihm durch das dunkle Haar.
“Wahrscheinlich”, meinte er schief grinsend und blickte zur Seite. Es herrschte kurzes Schweigen zwischen den alten Freunden.

“Was glaubst du, wer uns angegriffen hat?”, fragte Linnea dann.
“Ich weiß nicht. Harris glaubt, es waren die Klingonen. Sie haben ja vor nicht allzu langer Zeit Dr. Phlox entführt”, erwiderte Malcolm und spürte wieder dieses komische Gefühl, da Phlox der leitende medizinische Offizier der Enterprise war.
“Ja vielleicht. Aber er hat ihnen ja geholfen bzw. die Enterprise war ja dann auch da. Wieso sollten sie dann die Erde jetzt angreifen?”, fragte sich Ericsson und Malcolm blinzelte kurz als er sich von den Gedanken um die Enterprise abwandte.
“Das ist eine gute Frage. Harris wird uns sicher bald aufklären um was für eine Bedrohung es sich wirklich handelt”, meinte der Brite und die Blonde nickte. Kurz sahen sie sich schweigend an bis Linnea ihn umarmte und ihren Kopf auf seinen Schultern betete. Malcolm war etwas überrascht, aber legte dann seine Arme um sie. Zog ihren gut duftenden Geruch ein, der ihn an ein Blumenbeet erinnerte.
“Ich habe dich vermisst”, murmelte Erricsson leise.
“Ich dich auch Linny”, flüsterte Malcolm in ihr Ohr und schloss die Augen. Genoss den Moment der stillen Zweisamkeit.

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Wir haben heut mit der Jugendfeuerwehr ne Übung in nem alten US-Munitionslager in unserer Gemeinde gemacht. Leider haben wir den Feuerwehrbunker nicht aufbekommen. Versuchen wir es morgen beim Aufräumen. Ich will unbedingt mal so ein Ding von innen sehen... obwohl es schon gruselig dort ist und das Gelände riesig...

Grüße DarthSokratis
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