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For the safety of the earth...

Kurzbeschreibung
GeschichteKrimi, Freundschaft / P12 / Gen
14.10.2019
13.11.2019
7
10.636
5
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14.10.2019 1.692
 
Er spuckte aus und trocknete den Mund. Er spülte die Zahnbürste und tat sie in den Becher zurück. Das schwarze Haar richtete er sich nochmal genauso wie die Uniform bevor er das Quartier verließ und sich zur Brücke begab. Er schritt den gewohnten Gang entlang und stand wenig später hinter der taktischen Konsole. Der Subcommander genauso wie Ensign Mayweather waren bereits auf der Brücke, da öffnete sich der Turbolift und Captain Jonathan Archer trat aus diesem. Die Crew begrüßte den Mann, der sich auf seinen Platz setzte. Die Enterprise befand sich im Warp und erholte sich von den letzten aufregenden Tagen.

Nur Malcolm Reed fiel es schwer sich zu erholen. Immerhin hatte er hinter dem Rücken seines Captains gehandelt als er Befehle von seinem ehemaligen Vorgesetzten Harris befolgt hatte. Dr. Phlox war von Klingonen entführt worden. Reed sollte die Enterprise bei der Suche etwas aufhalten. Dies hatte er zwar getan, jedoch hatte man ihn entlarvt. Die Zeit im Arrest hat den jungen Lieutenant viel nachdenken lassen und er bereute zutiefst diese Entscheidung, Archer angelogen zu haben und das mehrmals.
Captain Archer hätte ihn vors Kriegsgericht zerren können, von Bord schmeißen können, aber er hatte ihm eine zweite Chance gegeben. Diese wollte Malcolm nutzen und seine Loyalität zu ihm niemals mehr infrage stellen. Er fühlte sich immer noch schlecht. Das Gefühl der Reue war schrecklich.

Während des Fluges blieb es ruhig und in der Messe gab es heute ein gutes Gericht. Malcolm spießte das Gemüse gerade auf als Commander Tucker sich zu ihm gesellte. Er aß etwas von seiner Portion und sah den taktischen Offizier durchdringend an.
“Äh… Hi Trip?”, begrüßte er seinen Freund etwas unsicher.
“Du. Du erzählst mir jetzt alles ganz genau. Ich will das nicht von Jon erfahren, sondern von dir Freundchen”, sagte Tucker mit ernster Stimme und schob sich etwas Reis in den Mund. Klar wussten nur der Captain und T’Pol von den Einzelheiten seiner Tat hier an Bord. Den anderen Mitgliedern hatte man Details verschwiegen. Nun schuldete er Trip diese Erklärung und er erzählte seinem Freund, was er angestellt hatte. Dieser schwieg während der Erzählung, behielt ihn jedoch weiterhin im Blick. Seine Kehle fühlte sich trocken an als er davon erzählte. Der Lieutenant bereute die Tat zutiefst. Was hatte er sich nur dabei gedacht?
Malcolm stocherte in seinem Essen herum als er endete. Irgendwie war ihm der Appetit vergangen.

“Das war… ehrlich gesagt, ganz schön dumm von dir Malcolm”, meinte Tucker.
“Ach, glaubst du ich weiß das nicht?”, zischte der taktische Offizier zurück.
“Jetzt reg dich nicht auf, klar war es wohl eine schwierige Situation, immerhin hat dein ehemaliger Vorgesetzte dich angesprochen und dir versichert, dass es besser wäre, die Enterprise würde sich nicht so schnell einmischen. Dennoch… “, sagte Trip.
“Dennoch stehe ich schon seit etlichen Monaten unter dem Kommando von Captain Archer und nicht von Harris”, beendete Malcolm seinen Satz und strich sich bedrückt durch die Haare.
“Ja, das stimmt. Wie lange warst du bei dieser Organisation?”, fragte ihn Tucker.
“Paar Jahre, lange genug um das volle Vertrauen von Harris mir erarbeitet zu haben”, meinte Reed und seufzte darauf.
“War es denn gut?”, fragte der Ingenieur weiter.
“Meistens ja, aber ich kann halt nicht wirklich viel erzählen Trip. Es ist alles ziemlich geheim, wenn du mich verstehen kannst”, erwiderte der Lieutenant und schob sich eine vollbeladene Gabel in den Mund. Er kaute auf dem Essen herum und merkte wieder, dass er keinen Appetit mehr hatte.
“Ja ok, wenn das so ist, höre ich lieber auf zu fragen bevor hier noch Männer auftauchen, die unser Gedächtnis auslöschen”, sagte Tucker und daraufhin mussten die beiden Freunde anfangen zu lachen. Tucker hatte immer einen guten Spruch auf Lager, wenn die Situation mal bedrückend ist.

“Aber am Ende hast du Jon immerhin die Wahrheit gesagt und ihm die Treue geschworen”, sagte der Commander.
“Das hätte ich viel früher tun sollen”, nuschelte Reed.
“Fehler sind menschlich, niemand ist perfekt Malcolm”, sagte Trip und legte die Hand auf die Schulter seines Freundes. Klar war das jetzt schwierig und er hatte einen ziemlichen Fehler getan, aber Archer hatte ihm verziehen.
“Er hätte mich durch die Luftschleuse schmeißen sollen”, murmelte Malcolm, seine Laune war wohl wieder im Keller.
“Aber das hat er nicht, er hat dir eine zweite Chance gegeben und die wirst du nutzen!”, sagte Tucker ernst und rüttelte den taktischen Offizieren etwas.

Einige Crewmans blickten sich zu den Beiden um, beachteten sie jedoch nicht weiter.
“Das wird schon wieder. Mit der Zeit ist wieder alles beim Alten”, versuchte Trip seinen Freund aufzumuntern. Er mochte es nicht, wenn einer seiner Freunde deprimiert war und Malcolm sah gerade aus wie ein Häufchen Elend. So sollte er sein Dasein nicht weiterfristen. Reed schwieg und blickte nach einigen Augenblick unsicher zu ihm.
“Bist du dir sicher?”, fragte er.
“Können Kühe fliegen? Sicher bin ich mir sicher, ich kenne Jon! Er wird wieder vollstes Vertrauen in dich haben”, meinte Tucker schief grinsend und brachte Malcolm dann doch etwas zum Lächeln.
“Eine Frage hätte ich noch. Diese Organisation, was macht die denn? Hat die auch einen anderen Namen?”, fragte der Commander seinen Freund und sah kurz Unsicherheit in seinem Blick aufblitzen.
“Komm schon, ich erzähle es auch nicht weiter”, spornte Tucker ihn an und näherte sich ihm etwas, damit er nicht so laut sprechen musste.
“Na gut, also diese Organisation wurde gegründet um die Erde zu beschützen bei extremen Bedrohungen”, erklärte Reed. Trip sah seinen Freund etwas missbillig an, schaute sich kurz um und lehnte sich weiter zu ihm vor.

“Also nur so eine Art Security?”, fragte der Commander und Malcolm strich sich durch die Haare.
“Naja, eigentlich schon, aber… es ist ihnen erlaubt die Vorschriften außer Kraft zu setzen bei einigen Bedrohungen”, sagte Malcolm dann etwas leiser. Er wollte irgendwie nicht, dass es mehr Leute mitbekommen.
“Tatsächlich? Jetzt hört sich das alles doch etwas interessanter an”, meinte Tucker und schob sich eine Gabel Essen in den Mund, er schluckte und fixierte Reed wieder mit seinem Blick. Gesetze umgehen um die Sicherheit der Erde zu gewährleisten, davon hatte er auch noch nicht gehört.
“Und? Was hast du alles schon so dort erlebt Malcolm? Was für Bedrohungen, die sowas fordern?”, fragte Trip.
“Das ist geheim, das darf ich nicht sagen, denn dann müsste ich dich töten. Ich meine es ernst. Die Organisation ist dazu da um die Erde und deren Bevölkerung mit allen Mitteln zu verteidigen, falls eine Bedrohung über sie kommen sollte”, erklärte der taktische Offizier leise und stocherte in seinem Essen rum. Sein Freund beobachtete ihn dabei.
“Okay, ich halte die Klappe, aber dir ist es nicht sehr angenehm darüber zu sprechen oder? Du wirkst etwas… nervös”, fragte er.
“Etwas… War nicht immer gut dort. Ein Grund, wieso ich gegangen bin”,  erwiderte Reed.
“Verstehe. Aber eines kannst du mir doch noch sagen oder? Wie heißt die Organisation? Ich werde auch nichts weitersagen, darauf hast du mein Wort. Brauchst mich nicht zu töten”, meinte der Commander und sah ihn bittend an. Wenn der Kerl schon nichts von seinen Missionen erzählen konnte…
“Ihr Name ist… Sektion 31”, erwiderte Malcolm und Trip schien nicht wirklich froh darüber zu sein. Er schob sich eine weitere Gabel Essen in den Mund.
“Na dann….”

Ihre Wege trennten sich als Tucker nach dem Essen auf dem Maschinendeck ausstieg und seinem Freund nochmal auf die Schulter klopfte zum Abschied.
Malcolm fuhr weiter zur Brücke und begab sich wieder hinter seine Konsole. Es war ein ruhiger Tag ohne auffällige Aktivitäten, auch fanden sie kein System, was sie kartographieren könnten.
So war der Dienst doch etwas langweilig, wenn man nicht wirklich was beobachten konnte.

Nach Feierabend lag der taktische Offizier in seinem Quartier und las etwas. Immer noch tilgten die Schuldgefühle seine Gedanken und er versuchte sich mit dem Buch abzulenken.
Es war eine alte Seemannsgeschichte, sein Vater hatte ihm das Buch mal geschenkt und er hatte es aufgehoben. Es war doch aus irgendeinem Grund wichtig.
Er hatte es zwar auch versucht in die Navy zu gehen, doch seine Aquaphobie war zu stark gewesen. Aber das Weltall war doch auch interessant und bietete sogar mehr Abenteuer. Außerdem konnte man hier nicht ertrinken… eher ersticken. Malcolm schüttelte leicht den Kopf und schlug die nächste Seite um.
Das Schiff war in einem Sturm geraten und die Mannschaft versuchte verbissen, die Segel einzuziehen. Dabei schwappte das Wasser über die Rehling und ließ den Holzboden des alten Schiffes nass werden. Das Wasser sickerte durch die Bretter und tropfte auf die unteren Decks hinab. Der Wind pfiff den Männern um die Ohren und der Steuermann versuchte das Schiff so still wie möglich zu halten, was die Wellen allerdings verhinderten.

Reed hatte das Buch schon einige Male durchgelesen und fand die Geschichte immer wieder interessant, dass sie in den frühen Jahren der Seefahrt spielte. Wo die Menschen Inseln entdeckt hatten wie ähnlich die Enterprise heute. Nur entdeckten sie keine Inseln, sondern Planeten. Und sie schipperten nicht auf dem Meer, sondern im All.

Er war sehr ins Buch vertieft als ein Ruck durch das Schiff ging. Fast im selben Moment heulte der rote Alarm auf.
Der Sicherheitschef sprang sofort aus dem Bett und verließ das Quartier. Er hatte seinen Phaser dabei und stolperte an die Wand als es eine neue Erschütterung gab. Einige Funken flogen und er stoppte als sich vor ihm ein Mann materialisierte. Er erhob seinen Phaser.
“Was wollen Sie hier?”, fragte er mit erhobener Stimme und war leicht irritiert als er die Kleidung erkannte.
“Malcolm Reed. Sie werden mit mir kommen”, sagte der Mann als die Enterprise durch eine weitere Erschütterung erbebte.
“Wer sind Sie?”, fragte der Sicherheitsoffizier.
“Harris schickt mich”, erwiderte sein Gegenüber nur.
“Harris?”, fragte er und ächzte auf als er einen Schuss von hinten abbekam und zusammensackte. Die zwei Leute verschwanden mit dem Lieutenant und den Angriff auf die Enterprise wurde beendet. Das Schiff, welches angegriffen hatte, ging auf Warp während die Meldungen zur Brücke kamen.

“Sir, es gab Transportaktivitäten. Erst zwei, dann drei”, berichtete Mayweather.
“Einer wurde mitgenommen?”, fragte Archer leicht entsetzt und blickte zu dem Ensign.
“Den Signaturen nach zu urteilen… Lieutenant Reed, Sir”
“Verfolgung aufnehmen!”, gab der Captain den Befehl als eine Konsole piepte.
“Tut mir Leid Captain, wir haben das Signal verloren… “
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