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Rosen unterm Sternenhimmel

GeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P16 / Gen
Aki Izayoi / Akiza Izinski Carly Nagisa / Carly Carmine Crow Hogan Jack Atlas Tetsu Ushio / Officer Trudge Yusei Fudo
13.10.2019
30.10.2020
5
10.447
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13.10.2019 1.855
 
„So fertig, könntest du mal schauen was wir sonst noch so für Aufträge in der Ablage liegen haben, Crow!“ rief Yusei, der gerade noch mit dem Kopf in einer Waschmaschine steckte. Die Jungs waren mal wieder fleißig am arbeiten, da das Geld mal wieder an allen Ecken und Enden fehlte. Crow ging zum Schreibtisch und musterte das Fach. „Yusei, sag mal kann es sein, dass du vergessen hast die neuen Aufträge in die Ablage zu legen?“. „Nein ich lege sie doch immer sofort da rein, wenn ich einen neuen bekomme“.„Tja, sieht wohl so aus als ob es nichts mehr zu tun gäbe. Das Fach ist leer“. Jetzt gesellte sich auch Yusei zu seinem Freund an den Schreibtisch. „Seltsam, ich hab mir eingebildet, es wären mehr gewesen, andererseits bin ich auch recht schnell vorangekommen“.“Ich weiß was du meinst, ich hab momentan auch nichts zu tun“.“Ist dir aufgefallen, dass die Gegend zur Zeit allgemein recht ruhig ist?“. Crow ließ sich in einen Sessel fallen. „Was erwartest du. Es ist Ferienzeit. Die meisten Leute haben die Stadt verlassen um irgendwo am Strand in der Sonne zu liegen“. Yusei setze sich jetzt gegenüber seines besten Freundes und zusammen fingen sie an zu träumen. Sie waren ja noch nie außerhalb von NDC und so ein Urlaub wäre bestimmt mal wunderschön. Aber.... woher das Geld nehmen, so eine Reise ist verdammt teuer.

Ein Klopfen an der Tür riss die beiden wieder aus ihren Träumen. „Es ist offen!“ rief Yusei und die Tür ging auf und herein kamen Jack, Akiza und Carly. Akiza und Jack machten ziemlich genervte Gesichter, Carly hingegen wirkte recht verzweifelt. Noch bevor Yusei oder Crow mehr machen konnten als einen fragenden Blick aufzusetzen, legte Jack auch schon los.“Das sind doch alles Idioten, die haben mich doch gar nicht verdient“.“Deshalb hättest du deinen Chef nicht unbedingt einen... wie war das noch mal...“Ignoranten Saftsack“ nennen müssen. Aber was soll’s jetzt ist es auch schon zu spät" seufzte Carly "Wo wir schon mal bei der Arbeit sind, mein Chef hat mir Zwangsurlaub erteilt... ich hab keine Ahnung nicht was ich in den 2 Wochen machen soll, die Stadt ist wie ausgestorben“.“ Ihr habt gut reden, meine Eltern sind spontan nach Europa geflogen und haben mich einfach ohne ein Wort zu sagen zurück gelassen. Sie haben mir nur eine Nachricht dagelassen“. Crow und Yusei konnten nicht anders: sie mussten über die Situation einfach lachen. Nach kurzem Überlegen einigten sich die Freunde darauf, ein bisschen in die Innenstadt zu gehen um auf andere Gedanken zu kommen. Die Straßen waren, wie zu erwarten, ziemlich leer, die meisten Geschäfte hatten allerdings geöffnet. Sie gingen an Boutiquen und Elektronikläden vorbei, an Restaurants und Kiosken, schauten hier mal rein und probierten dies und das mal aus. Als die Gruppe allerdings an einem Blumenstand vorbei gingen, blieben Akiza und Carly stehen. Sie bewunderten die vielen Rosen, Tulpen und Narzissen. Die beiden warfen immer wieder erwartungsvolle Blicke in Richtung Yusei und Jack, was die zwei allerdings gar nicht bemerkten. Wohl aber der junge Mann mit den orangenen Haaren der direkt neben den beiden stand. Oh man das darf doch nicht wahr sein, schoss es ihm durch den Kopf, stupste die beide an und nickte mit dem Kopf Richtung Blumenstand. Die beiden schauten sich an, lächelten und gesellten sich dazu. Yusei gab dem Blumenjungen ein paar Scheine und bekam dafür einen Strauß von 10 Rosen, alle in einem wunderschönen rot, bis auf die eine in der Mitte. Eine prächtige Rose ganz in Schwarz.  Er reichte die Blumen Akiza, deren Augen zu glänzen begannen. „Auf das unsere Freundschaft für immer hält“ flüsterte er ihr ins Ohr und lächelte sie an. Das Glänzen in ihren Augen erlosch und ein leicht enttäuschter Gesichtsausdruck trat stattdessen an dessen Stelle. Crow konnte es kaum glauben. Es war die optimale Situation, so dermaßen offensichtlich, was Akiza sich wünschte und er, der großer Held von NDC, der vor nichts zurückschreckt um seine Verbündeten zu schützen, vergeigt es so sehr, dass es fast schon weh tat dabei zuzusehen. Auch Jack war keinen Deut besser. Seine Wahl war auf einige Tulpen gefallen, Carly mochte diese sehr, dass wusste Crow. Aber auch er schaffe es nicht, die Blumen stilvoll zu übergeben. „Eine wunderbare Blume, die Tulpe. Stark und schön, erinnert mich glatt an mich“. Auch Carly, die genau wie die Rothaarige für einen Moment schon Hoffnung hatte, wirkte jetzt sehr enttäuscht. Crow traute seinen Augen nicht, weder Yusei noch Jack haben es hinbekommen. Besonders aber Jack schockierte ihn. Wie konnte man denn so blind sein und so etwas romantisches mit einem Satz komplett kaputtzumachen.

Crow  ging ein bisschen voraus und setze sich in ein Café, um der Situation zu entkommen. „Na Crow, was ist denn los, du wirktest etwas deprimiert“. Der Duellant drehte sich um und sah, dass Trudge hinter ihm stand. „Oh Hey. Ja... ich verzweifle nur etwas an Yusei und Jack“."Willst du mir davon erzählen?". Und so erzählt Crow dem Polizisten was heute so passiert ist. „Ist das zu glauben das die beiden so blind sind?“. Truge seufzte. Er war ja selbst schon zu der Erkenntnis gekommen, das Carly und Akiza eigentlich mehr wollte als nur Freundschaft. Doch da kam ihm eine Idee.“Du sag mal, du meinst doch, dass ihr für die nächsten zwei Wochen nichts vorhabt und das Yusei sich wohl auch mal so einen Urlaub wünscht. Wie wäre es, ich hab da einen guten Freund bei einem Reisebüro, der mir noch einen größeren Gefallen schuldet. Ich glaube ich könnte da was arrangieren“. Crow wirkte mehr als überrascht. Doch Truge lächelte. „Ein Flug... sagen wir... in ein Wellness Resort auf Hawaii oder so was ähnliches? Klingt doch nicht schlecht“. Crow war völlig überrumpelt. Doch so langsam machte sich auch der Zweifel breit. „Das klingt viel zu schön um wahr zu sein. Außerdem wie sollen wir uns so was leisten?“. „Hast du nicht zugehört? Ich hab da noch einen Gefallen offen. Das bekommen wir schon hin. Hier... komm zu dieser Adresse heute Abend um 6 Uhr. Dann besprechen wir alles weitere. Wir finden schon eine Lösung. Bis dann... oh und erzähl den anderen noch nichts davon, solange noch nichts sicher ist“. Damit verabschiedete er sich und ging von dannen. Crow war zugegebenermaßen immer noch ziemlich überrascht, aber er durfte sich jetzt nichts anmerken lassen.

Er ging zurück zur Gruppe und beantworte die Frage, wo er den gewesen sei mit einem entspannten „nur mal kurz austreten“. Weiter fragte keiner und das war auch gut so. Das Gespräch mit Trudge beschäftigte ihn sehr, aber das durfte er sich nicht anmerken lassen. Der restliche Nachmittag verlief entspannt und ohne weitere Vorkommnisse. Als sie sich schlussendlich vor der Tür der Werkstatt verabschiedeten, wirkten die beiden Frauen der Gruppe immer noch etwas enttäuscht über die Sache mit den Blumen, obwohl sie sich natürlich über die Geschenke freuten. In der Werkstatt angekommen warf Crow einen Blick auf die Uhr an der Wand. Es war 17:45 Uhr. Bis zu der angegebenen Adresse würde er wohl 10 Minuten brauchen, also sollte er sich langsam auf den Weg machen. „Leute, ich muss noch mal wo hin, wartet nicht auf mich mit dem Abendessen“.“Alles ok, Crow? Du warst heute recht schweigsam, kenn ich so gar nicht von dir“ hielt ihn Yusei auf. Crow hielt kurz inne. Doch dann verschränkte er die Hände hinterm Kopf und grinste „Ja Ja alles gut. Ich war heute nur ein bisschen am träumen“.“Sicher? Du weißt, wir sind für dich da wenn du ein Problem hast“ schaltete sich jetzt auch Jack ein. Crow musste schmunzeln, er hatte schon echt klasse Freunde. „Danke Jack, aber es ist wirklich nichts“. Mit diesen Worten verließ er die Werkstatt. Yusei und Jack schauten sich an, diskutierten noch kurz, kamen dann aber zu dem Schluss, dass man sich in einer Freundschaft vertrauen muss und machten sich ans Abendbrot.

Um kurz vor 6 kam Crow an der angegebenen Adresse an. Es war tatsächlich ein Reisebüro, in den Fenstern hingen Bilder von Paaren die in der Südsee am Strand lagen, auf verschneiten Bergen Ski und Snowboard fuhren oder auch in Handtüchern gewickelt in einer Sauna saßen. Der Orangehaarige kam bei den Bilder schnell wieder ins Träumen, doch schon nach ein paar Sekunden holte ihn eine laute Stimme neben ihm zurück in die Realität. „Ah schön, dass es geklappt hat“. Crows Herz machte einen kurzen Aussetzer, so sehr hatte er sich erschrocken. Zu seiner Rechten stand Truge, der ebenfalls die Bilder im Schaufenster musterte. „Da kommt man leicht ins Schwärmen, nicht wahr. Aber wir sollten so langsam reingehen. Mein Kumpel erwartet uns schon“. Im Laden selbst war es recht warm und überall lagen Broschüren und Magazine rum. Sie zeigten weitere Orte, wo jeder mal gerne Urlaub machen würde, ob Pyramiden in Ägypten oder Tauchurlaub in Australien. „Hallo Markus, wie geht es dir?“. Truge schüttelte einem Mann mittleren Alters die Hand, der gerade von einem Stuhl hinter einem Schreibtisch aufgestanden war. Er hatte kurze schwarze Haare und ein schmales Gesicht, dass sehr blass war. Wahrscheinlich hatte er auch noch keinen der Orte gesehen, die er hier so anpreist, dachte sich Crow bei seinem Anblick. „Gut, ganz gut, kann mich soweit nicht beklagen. Das ist der junge Mann, von den du mir am Telefon erzähl hast?“. Er sprach erstaunlich sanft und leise, trotzdem verstand Crow jedes Wort. „Ja genau das ist er. Crow, das ist ein alter Freund von mir, Markus!“. Die beiden gaben einander die Hand. „So das erzähl mir mal die Details. Das bekommen wir schon alles hin“, Markus bat den beiden die Stühle vor seinem Schreibtisch an. „Was macht das alles denn für einen Sinn. Wir haben doch so wie so kein Geld um uns so eine Reise zu leisten“ seufzte Crow und ließ sich in einen der beiden Stühlen fallen. „Na, sag so was nicht“ meinte Markus, der ebenfalls wieder Platz genommen hat. „ Es gibt sehr viele Wege um so etwas zu erreichen. Mach dir da mal keine Sorgen. Erzähl mir einfach was die Situation ist und beantworte dann ein paar Fragen und wir finden schon einen Weg“. Markus und Truge wirkten sehr zuversichtlich, auch wenn Crow immer noch große Zweifel hatte. Das Gespräch dauerte etwas länger als eine Stunde, doch es lohnte sich. Am Ende hatten sie sich einen Plan zurecht gelegt, mit dem sie ihr Vorhaben in die Tat umsetzen konnten. Tickets für einen Flug in den Urlaub, 5 Tage in einem Erholungsresort auf Hawaii mit Wellnessbereich, einigen Sportanlagen und dem Meer quasi vor der Haustüre. Auch das Problem mit dem Geld hatten sie gelöst. Es war perfekt. Da das ganze aber auch dazu dienen sollte, Romanzen zu entfachen, wollten Crow und Trudge „undercover“ mitfliegen und vielleicht hier und da mal der Sache einen kleinen Schubs zu geben. Jetzt ging es nur noch darum den Plan in die Tat um zusetzten. Dieses Ambiente würde ihnen die perfekte Möglichkeit geben, die Funken zwischen den Freunden nur so fliegen zu lassen. Die Drei gingen mit einem Handschlag und voller Tatendrang auseinander. Es würde am Morgen bereits losgehen. Alles was sie jetzt noch brauchten war ein bisschen Schauspielarbeit und etwas Glück...
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