Zwei Wege

CrossoverFreundschaft / P12
Captain Becker Connor Temple Jess Parker
12.10.2019
12.10.2019
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Nachdem ich Primeval letztens durchgesuchtet habe, hatte ich Lust das mit einer ähnlichen Serie zu vermischen: Timeless!
Es wird nicht so spannend wie man es vielleicht denken mag, und irgendwie ist es gegen Ende total abgedriftet, aber ich hoffe das es zumindest lustig ist!

Viel Spaß beim lesen
LG
Schrödi
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Es war selten das die Anderen etwas über Beckers Privatleben erfuhren. Und noch seltener das er sich darüber mit Lester unterhielt.
Jess sah neugierig in Lesters verglastes Büro, wo der Sicherheitschef nun schon eine geschlagene halbe Stunde auf ihren Boss einredete. Schließlich winkte der Ältere einfach ab, nickte knapp und Becker verließ erleichtert das Büro.
„Was war das denn?“, Connor kam wie aus dem Nichts herbei, „Hast du es geschafft ihn von den Gehaltserhöhungen zu überzeugen?“ Doch Becker schüttelte bloß den Kopf und fuhr sich erschöpft durch seine Haare. Mehr erfuhren sie nicht, nicht einmal als Beckers Soldaten plötzlich wie aufgescheuchte Hühner durch das Gebäude liefen. Nur das irgendetwas verdammt wichtiges beschützt werden musste, das war klar.
Selbst Matt konnte nicht mehr erfahren. Er wurde mit „Berufsgeheimnis.“ abgespeist und selbst Lester verriet nichts durch seine ironischen Kommentare, auch wenn sein beisender Humor immerhin vermuten ließ das es nichts schlimmes war.  
 
Früher als sie vermutet hätten, noch am selben Nachmittag, wurde ihre Neugier weiter angefacht: der große Lieferwagen in der Tiefgarage wurde von Beckers Männern umschwärmt, was ihnen natürlich nicht lange verborgen blieb.

Etwas was auch recht selten war, waren Besucher. Die hatten meist die unangenehme Angewohnheit sich entweder als ihre Feinde zu entpuppen oder drauf zugehen. Eine Kombination aus Besucher, Leuten die Becker kannte war und die ihnen nicht schaden wollten war in der Geschichte des ARC noch nicht aufgetaucht und die drei Amerikaner mussten sich vor den neugierigen Blicken der anderen Mitarbeiter und den unablässigen Fragen des Teams schützen. Aber das Team hatte nicht damit gerechnet das man das Spiel auch umgekehrt spielen konnte und Rufus unterhielt sich bald angeregt mit Jess und Connor.
Als Lester eine Teambesprechung einberief war die Spannung beinahe greifbar.
Becker stand entspannt neben den Amerikanern, es war ungewohnt ihn so vertraut mit Außenstehenden zu sehen.
„Also.“, Lester bedachte sie alle mit einem ernsten Blick, „Da ein Staatsgeheimnis ja zu langweilig wäre, hat unser verehrter Sicherheitschef beschlossen das wir unbedingt noch ein weiteres brauchen. Die genaue Erklärung überlasse ich Ihnen, Captain. Ach ja, ich denke das es besser ist wenn wir Burton so wenig wie möglich davon erzählen. Um genau zu sein: gar nichts!“ Connor machte sich unter dem durchdringenden Blick kleiner und nickte. Becker räusperte sich und alle Augenpaare richteten sich auf ihn.

„Ich habe nicht gelogen als ich sagte ich hätte bereits Erfahrungen im Umgang mit Dinosauriern.“ Gut, das war nicht das was sie erwartet hatten. Lester verzog bei der Erinnerung daran das Gesicht. Einer von Beckers seltenen Anflügen von Sarkasmus war also doch die Wahrheit gewesen.
„Bevor ich zum ARC kam habe ich für Mason Industries gearbeitet, ebenfalls als Sicherheitschef.“, er zögerte kurz, Jess lächelte ihm aufmunternd zu, „Und ich breche hiermit den Geheimhaltungsvertrag, aber das kümmert die Hälfte von euch sowieso nicht. Mason Industries hat Zeitmaschinen gebaut. Sie brauchen unsere Hilfe um die letzte sicher aufzubewahren.“ Damit war das wichtigste gesagt, aber natürlich war die Neugier nicht gestillt. Lester verließ hastig den Raum, er würde hinterher sowieso alles erfahren und musste noch einige Anrufe tätigen und den Unwissenden spielen.

„Du hast schon vor uns von Zeitreisen gewusst?!“ „Mit welchem Dinosaurier hattest du zu tun?“ „Können wir die Zeitmaschine mal ausprobieren?“ waren nur einige der Fragen die in dem kleinen Raum umher schwirrten. Becker hob die Hände und sie verstummten.
„Ja, ich bin durch die Zeit gereist.“sagte er schlicht und Lucy warf ihm einen amüsierten Blick zu.
„Einige Male. Einmal bin ich dabei aus versehen im Jura gelandet und wäre fast von einem Dino gefressen worden, keine Ahnung mehr welcher genau. Das zweite Mal haben wir einen deutschen Panzer geklaut.“ Matt nickte, er schien von dieser Wendung nicht so überrascht wie die anderen. Dann trat er näher zu Becker.
„Mason Industries will nicht das wir die Zeitmaschine einlagern, oder?“ fragte er leise. Becker sah kurz zu Wyatt und der zweite Soldat in der Runde kam zu ihnen.
„Sie wissen nichts davon, aber wir hatten keine andere Wahl.“, Becker wandte sich eindringlich an Wyatt, „Wir werden euch helfen, ihr könnt ihnen alles erzählen.“ Der Soldat nickte ernst und Becker klopfte ihm aufmunternd auf die Schulter. Die Vertrautheit die der stoische Sicherheitschef zeigte, die bisher nur die Mitglieder des ARC-Teams für sich beansprucht hatten, hatte Konkurrenz bekommen.

Jess und Connor hatte sich nach diesem Gespräch natürlich noch angeregter mit Rufus unterhalten als zuvor. Die Koordinatorin bemerkte wie diese Lucy mit Becker sprach und bei dem begeisterten Gesichtsausdruck den die Beiden hatten, wurde ihr übel. Worüber redeten sie bloß? In all der Zeit die sie mit Becker arbeitete, hatte er noch nie so enthusiastisch ausgesehen. Obwohl... doch, als sie ihm eine Panzertasse geschenkt hatte. Die Eifersucht packte sie und sie starrte verbissen an die Wand.
Rufus bemerkte es und lächelte ihr aufmunternd zu.
„Keine Sorge. Lucy ist mit Wyatt zusammen. Ich denke sie reden über Geschichte.“ Dieses Mal blieb selbst Connor die Spucke weg und er sah fassungslos zu ihrem Sicherheitschef, der nicht so wirkte als würde er sich für etwas interessieren das außerhalb des ARCs lag. Andererseits... was erwartete man schon von Jemandem der gerne zur Schule gegangen war?
„Wie ist er überhaupt an den Job gekommen? Er ist doch Brite.“ fragte Jess weiter, begierig noch mehr interessante Fakten zu erfahren.
„Einer der anderen Soldaten hat ihn persönlich empfohlen. Gesucht wurden verlässliche Männer, mit einer umfangreichen Ausbildung. Und sonstigen Fähigkeiten die bei einem derartigen Job nützlich sein können um in der Vergangenheit notfalls zu überleben.“
„Welche?“ Jess wusste das sie gerade wie eine verliebte Siebtklässlerin wirkte, es fehlte nur ein Block um alles aufzuschreiben, aber das war ihr gerade egal. Rufus zuckte mit den Schultern.
„Keine Ahnung.“ Connor hatte gleich die nächste Frage parat und er beugte sich verschwörerisch zu Rufus.
„Weißt du seinen Vornamen?“ Der Pilot der Zeitmaschine nickte und Connor schlug begeistert die Hände zusammen. Der Laut hallte durch den Raum und alle sahen in ihre Richtung. Connor seufzte und zog den Kopf ein, erleichtert als die anderen wieder anfingen zu reden.
„Wie hast du es rausgekriegt? Hast du sein Lieblingsgewehr als Geisel genommen?“, fragte der Student neugierig, „Und, das wichtigste: was ist es denn jetzt?“
„Das würde den ganzen Spaß verderben!“ sagte Rufus verschmitzt und Connor schlug sich stöhnend die Hände vors Gesicht. Da war er so kurz davor gewesen, das ganze ohne Illegalität herauszukriegen! Gut, es war schon illegal gewesen sich Einblick in die Akten der Einsätze zu beschaffen bei denen Becker teilgenommen hatte... Er hatte dort allerlei erfahren, nur den Vornamen nicht. Und das was er erfahren hatte, hatte ihm Alpträume bereitet. Aber immerhin hatte Becker mit seinem Job hier ein wesentlich sichereres Arbeitsumfeld. Natürlich, Dinosaurier waren nicht gerade ungefährlich, aber sicherer als ein Schlachtfeld war es allemal.
„Habt ihr seine Katze gesehen?“ Connor starrte schon wieder fassungslos zu Becker. Beinahe machte er Jess Konkurrenz. Rufus lachte leise.
„Ich nehme das als Nein. Die hat er aus dem Jahr 1888 mitgenommen.“

Als der erste Trubel verstummt war, sie hatte bereits mit Connor einen Plan geschmiedet diese Zeitmaschine mal aus der Nähe zu betrachten, fand sie Becker in der einsamen Stille seiner geliebten Waffenkammer. Ihn so zu sehen half ihr mit den ganzen neuen Informationen fertig zu werden, es wirkte alles so wie immer.
„Seit wann magst du denn Geschichte?“
„Sarah.“, Jess sah ihn mitfühlend an, sie hatte die Ägyptologin nie kennen gelernt, aber sie hatte gehört wie viel sie Becker bedeutet hatte, „Ihr war es wichtig. Und sie hat uns mit ihrem Wissen schon das Leben gerettet... Ich dachte wenn ich so viel wie möglich weiß kann das für meine Arbeit nur nützlich sein. Lucy hilft mir dabei, auch wenn meine Arbeit eher mit Dinosauriern zu tun hat.“, er sah zu Boden, „Aber wenn es mal nicht die üblichen Dinosaurier sind dann will ich auch darauf vorbereitet sein.“
„Egal was durch die Anomalie kommt“, sagte Jess ernst, „du wirst uns beschützen.“ Er nickte und als das restliche Team herein kam, wusste sie das sie alle dasselbe füreinander tun würden.
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