Bad influence

von ChrissyN
GeschichteDrama, Romanze / P18
10.10.2019
06.11.2019
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Eine unbekannte Nummer rief mich am nächsten Tag an. Ich gehe da aus Prinzip nicht ran. Ich habe genug Verehrer verschmäht, die jetzt einen auf Stalker machen könnten. Aber immerhin war ich dem Anrufer dankbar, denn ohne ihn hätte ich noch mehr verpennt.
„Mom, darf ich das Auto haben?“ rief ich während ich noch dabei war meinen Pulli anzuziehen. Blind, weil ich den Pulli vor lauter Hetze nicht über den Kopf gestülpt bekam, eilte ich die Treppe herunter.
Nicht ohne die Abkürzung zu nehmen die sich stolpern nennt und die letzten Meter rutschte.
Ich beäugte meinen Arm, mit dem ich voll gegen das Geländer geflogen war. Das würde einen Blauenfelck geben.
„Hättest du nicht schon längst unterwegs zur Schule sein müssen?“, fragte Mama mitleidlos.
„Ja, hab verpennt. Wenn ich es noch pünktlich schaffen möchte muss ich den Wagen nehmen“, erklärte ich gereizt.
„Junges Fräulein, du verfährst immer das ganze Benzin und tankst dann nicht“, beschwerte sich Mama.
„Lass dir das Geld von Herbert wiedergeben“, meinte ich. „Sag ihm ich strippe dann nachher für ihn, dann macht er das schon.“ Ich winkte gespielt fröhlich nahm den Autoschlüssel von der Anrichte und verschwand hinaus.
Ich war schon von den wenigen Schritten zum Auto durchnässt und den ganzen Tag über sollte der verdammte Regen nicht aufhören.
Gerade so fand ich einen Parkplatz und gerade so schaffte ich es vor Unterrichtsbeginn da zu sein.
Aber es kam kein Lehrer. Hätte ich mich ja gar nicht so beeilen müssen...
Schließlich kam der Rektor und teilte uns mit, dass Herr Schmitz auf unabsehbare Zeit krankgeschrieben sei, und dass somit ein Vertretungslehrer in kürze seine Stelle fürs Erste übernehmen würde.
Ich sah meine guten Noten davon spazieren.
Nach dem Unterricht setzte ich mich ins Auto. Ich wollte nicht im Regen stehen, aber Mom bestand darauf dass ihr Wagen ein nichtraucher Auto sein sollte. Also ließ ich die Tür auf und sah zu wie die Schüler das Gebäude verließen. Der Parkplatz diente zwei Schulen als Autoabstellplatz.
Ich drückte meine Kippe aus und wollte den Motor starrten, als ich Kyle erblickte. Er schlurfte geradezu über den Parkplatz. Natürlich hatte ich ihn hier schon öfter gesehen. Er ging auf das andere Gymnasium,das mit unserem strengstens verfeindet war. Hendrik war zuerst auch auf der Schule hat dann aber angeblich gewechselt. Was ich aber nicht glaube, er ist ganz klar geflogen.
Kyle hatte ich bin jetzt nicht weiter registriert, aber nun wusste ich ja dass er Hendriks Bruder war.
„Hey Kyle“, rief ich.
Kyle blieb stehen und sah sich um. Schließlich entdeckte er mich.
„Willst du mitfahren?“, rief ich ihm durch den Regen hinzu.
„Danke, nicht nötig“, meinte er tapfer obwohl er schon ziemlich durchnässt war.
Okay da musste ich wohl Überzeugungsarbeit leisten. Ich stieg also aus und schlenderte gemächlich auf ihn zu.
„Du willst also lieber, dass wir beide nass werden?“, fragte ich.
„Ich möchte keine Umstände machen“, sagte Kyle höflich.
Er scheint der zurückweichende Typ zu sein. Also ist Angriff hier mal nicht die beste Verteigung. Im Gegenteil. Ich muss es irgendwie schaffen, dass er glaubt er sei auf die Idee gekommen, den ersten Schritt zu machen.
„Machst du nicht. Hendrik war heute nicht in der Schule. Ich muss ihm eh noch blätter vorbei bringen.“ Hey der erste Teil war nicht mal gelogen. Und Delia, welch Wunder auch nicht in der Schule war, kombinieren wir mal scharf wo sie jetzt sein könnte.
Ich hatte keinen Bock mich zuhause zu langweilen. Also dann lieber mit den Beiden rumhängen, oder sie als Vorwand benutzen mein kleines Spielchen hier weiter zu treiben.
„Okay“, meinte Kyle zaghaft.
Also schlenderten wir zusammen zurück zum Auto und stiegen patsch nass ein.
Ich zog meinen Pullover aus weil der nur so triefte. Ich hatte darunter noch ein schwarzes Top, das nicht weniger nass war, aber wenigstens Figurbetonter war.
„Was hast du da?“, fragte Kyle und deutete auf meinen Arm.
Irritiert blickte ich ebenfalls dahin. Wie ich es vorher gesehen hatte prankte auf meinem Arm ein riesieger blauer Fleck. Ich wollte aber nicht zugeben, dass ich heute morgen einfach zu doof zum Treppenlaufen war.
„Ach, nichts“, sagte ich schnell.
„Entschuldige, es geht mich nichts an“, sagte Kyle.
Eine Weile schwiegen wir. Ich wusste, dass ich mich etwas zurück nehmen musste, wenn ich wollte, dass Kyle sich für mich interessierte.
„Hey, ich wollte dich eben nicht so anpampen“, sagte ich schließlich. „Es ist nur...“
„Schon gut“, fiel er mir ins Wort.
Dachte er womöglich dass der blaue Fleck von einem Schlag kam? Er sah mich irgendwie mitleidig an.
Ich hatte aber keinen Bock das aufzuklären. Schließlich wusste ich ja auch nicht genau, was in ihm vorging.
Also wechselte ich schnell das Thema.
„Ich habe mir gestern noch ein paar Lieder von Palaye Royale reingezogen. Die sind hammer“, meinte ich lächelnd.
Kyle nickte nur. Na toll. Danke für das Gespräch.
Während ich noch überlegte, was man noch auf der kurzen Reststrecke sagen könnte, sprach er dann doch.
„Du bist anders als ich erwartet hätte“, meinte er schüchtern.
„Ach und wie?“, fragte ich während ich vor seinem Zuhause parkte. Aber keiner von uns machte anstalten auszusteigen.
„Netter“, fand er.
„Und wie kamst du darauf, dass ich nicht nett bin?“, erkundigte ich mich.
„Naja, die Leute reden...“, druckste er herum.
Für gewöhnlich hätte ich mich jetzt nach vorn gebäugt und mit lasziv verschwörerischem Ton geflüstert: „Und es ist alles wahr.“ Ich liebe es mit den Erwartungen zu spielen. Erstens, weil die Leute sowieso reden und zweiten, weil ich ja auch wirklich viel auf dem Kerbholz habe.
Aber bei Kyle ließ ich es bleiben.
„Ich gebe eigentlich nichts auf gerede, aber die Oberstufe hat dich als ziemliches Lieblingsthema...“, berichtete Kyle.
„Du brauchst dich nicht rechtfertigen. Die Leute reden halt viel, wenn man etwas aus der Reihe fällt“, sagte ich locker.
„Ich wollte nicht der Bote von schlechten Nachrichten sein“, entschuldigte er sich.
Wie süß, als wüsste ich nicht das die Leute reden... als hätte ich nicht die Hälfte der Gerüchte selbst gestreut.
„Hey, ist okay. Mir macht das nichts“, erklärte ich sanft.
Ohne uns abzusprechen warteten wir darauf dass der Regen schwächer wurde. Das hieß ihm war meine Gesellschaft nicht unangenehm. Andernfalss wäre er sofort aus dem Auto gesprungen und hätte den Regen in Kauf genommen.
„Du bist cool“, sagte er schließlich. „Deshalb versteh ich nicht, warum du mit Hendrik rumhängst.“
„Ich auch nicht“, lachte ich.
Aber er blieb ernst.
„Es ist wegen der Drogen, oder?“, hakte er nach.
„Was, nein ich...“, begann ich aber er unterbrach mich: „Ist schon ok. Ich will dich da nicht aushören. Du musst auch nichts sagen. Aber ich kriege da halt so einiges mit.“
„Ich hänge bei ihm rum wegen Delia. Ich halte ihn auch für einen Idioten. Delia schießt sich immer voll ab bei ihm. Da muss ich etwas auf sie aufpassen. Ich selber rauche höchstens mal einen Joint“, gab ich zu.
„Wieso?“, fragte Kyle.
„Wieso ich auf Delia aufpasse, oder wieso ich ab und zu mal rauche?“, erkundigte ich mich.
„Zweiteres.“
Ich überlegte kurz.
„Es gehört bei uns einfach dazu. Delia und Marleen haben damit angefangen und“, ich stockte. Wollte ich wirklich gerade etwa zugeben, dass ich die Mädchen beeindrucken wollte und meinen Ruf damit noch etwas zweifelhafter machen wollte?
Kyle nickte nur. Ich hatte wohl schon zuviel gesagt.
„Rauchst du gar nicht?“, pflaumte ich ihn an.
„Ne, ich sehe ja wohin es Hendrik gebracht hat“, gab er zu.
„Interessiert es dich gar nicht?“, wollte ich wissen.
„Nicht wirklich. Ich glaube wenn man wirklich zufrieden mit seinem Leben ist, braucht man sowas nicht“, erklärte er.
„Du bist also vollkommen zufrieden mit dir?“, hakte ich nach.
„Nein“, gab er zu. „Bist du es?“
„Ich hatte bisher den Eindruck“, behauptete ich.
Kyle blickte mich an, als würde er mir nicht glauben.
„Warum willst du dann Leute beeindrucken, die gar nicht dein Gutes wollen?“, fragte er.
„Sieh mal, es regnet kaum noch“, sagte ich säuerlich und stieg aus dem Auto aus.
Kyle lief mir nach.
„Hey, das war nicht böse gemeint...“
Ich reagierte nicht. Brauchte ich auch nicht. Hendrik riss die Tür auf und grinste breit. Wobei das in doppeldeutiger hinsicht zu verstehen war.
„Wir haben uns schon gefragt, wann ihr endlich rein kommt“, spottete er.
Ich griff ihn am Arm und zog ihn die Treppe hinauf. Kyle blickte uns verdattert nach.
Oben angekommen, schloss ich schnell die Tür.
„Schmier dir die Wette in die Haare“, fauchte ich. „Dein Bruder ist ein Idiot. Damit geb ich mich nicht ab.“
„Das hält dich doch sonst nicht ab“, höhnte Hendrik.
„Hey, lass sie“, mischte sich Delia lallend ein. Begann dann aber zu grinsen.
„Aber heftiger Spruch Junge. Schlag ein.“ Sie hob ihre Hand und gab Hendrik ein High Five.
„Was soll das?“, fragte ich wütend. „Delia du bist nicht besser. Und ich bin ja eh nur hier... Ach fuck.. Macht doch was ihr wollt.“
Ich riss die Zimmertür wieder auf und stapfte die Treppe hinunter zum Auto.
„Überlegs dir Schätzchen“, rief Hendrik. „Wir haben noch nicht darüber gesprochen, was dein Einsatz war...“
Ich kam pitsch nass zuhause an.
Bevor meine Mutter was sagen konnte verschwand ich in mein Zimmer, rauchte eine Beruhigungskippe und versuchte runter zu kommen. Was bildete sich Delia ein? Egal, sollte sie alleine klar kommen. Sie war nicht besser als ich. Ich habe das letzte Mal auf sie aufgepasst. Ich...
Mein Handy piepte.
Clever

schrieb mir Hendrik.
Herzlichen Glückwunsch, ich wusste du kneifst nicht.
Verwundert starrte ich mein Handy an. Was war denn nun los?
Das Handy piepte ein weiteres Mal.
Eine fremde Nummer wurde mir angezeigt. Darunter folgender Text:
Hi Joe,
ich habe Hendrik nach deiner Nummer gefragt. Ich wollte nur sagen:
ich meinte das vorhin nicht so... oder vielleicht doch. Also zumindest nicht böse... Ich wollte dir einfach nur einen Denkanstoß geben. Was du damit machst ist deine Sache. War auf jeden Fall nett von dir, mich mit zu nehmen.
Kyle
Mein erster Gedanke war, wie süß sein geschriebenes gestotter war. Und dass er sich Gedanken um mich machte. Aber dann schoss mir durch den Kopf, was er sich denn so aufspielte. Als wäre er mein Vater. Ich meine was soll das... Denkanstoß... Wie alt war er denn bitteschön, dass er glaubte mir was sagen zu können.
Das schrieb ich ihm dann auch.
Für wie alt hälst du dich? Denkst du, du kannst mir was vorschreiben?
Die Antwort kam schnell.
Seit wann hat Alter was mit dem Recht zu tun. Ich sage nur Paragraph 13.... Und ich wollte dir nichts vorschreiben. Ich dachte nur du wärst glücklicher, wenn du weisst, dass es nicht auf die Anderen drauf ankommt. Du bist nicht abhängig von der Meinung von Leuten wie Hendrik.
Vor Wut schaffte ich es gar nicht in meiner gewohnten Schnelligkeit die richtigen Buchstaben zu treffen, als ich antwortete.
Ich bin definitiv nicht von Hendriks Meinung abhängig. Ich bin keins dieser Mädchen, dem Wichtig ist, jedem zu gefallen. Aber, danke wenn ich einen Psychologen brauche werde ich mich bei dir melden.
Ich musste einen Moment warten bis die Antwort kam.
Und warum polarisierst du dann so? Negative Werbung ist auch Werbung... Egal... Ich möchte das aus der Welt schaffen. Wie gesagt ich habe es nicht böse gemeint. Nimm es an oder lass es...
Negative Werbung ist auch Werbung? Was soll sowas? Hielt der mich etwa für eine Attention Hoe?
Na warte... Ich zeige dir, wie ich auf deine Meinung scheiße, dachte ich mir. Wenn ich mit dir fertig bin und dich wie eine heiße Kartoffel fallen lasse. Wäre doch gelacht, wenn ich Kyles Wette nicht schaffe.
Okay, dann lass uns persönlich darüber reden...
Er ließ sich Zeit mit der Antwort.
Ich habe gleich Probe.
Kein Problem.
Dann siehs als Wiedergutmachung, dass ich zuhören darf. Ich werde auch nicht mitschneiden ;)
Es dauerte eine Weile aber dann kam ein:
Ok

NoLicense übte in der Garage von Hendriks und Kyles Eltern.
Sie spielten gerade eine rockige Nummer, als ich hinzu kam. Erst als das Lied vorbei war, wurde ich begrüsst.
„Hey Joe. Leute das ist Johanna. Sie hört heute mal zu“, erklärte Kyle.
„Die Joe?“, fragte ein asiatisch aussehender Junge. Wahrscheinlich Chang. „Hab schon viel von dir gehört.“
Die Luft im Raum schien dicker zu werden.
„Also nicht von Kyle... Du bist berüchtigt“, ergänzte er.
Ich zwinkerte ihm frech zu.
„Naja hör einfach zu“, meinte Kyle emotionslos. Der Schlagzeuger gab den Takt vor und dann wurde noch eine weitere halbe Stunde geprobt. An sich hätte ich mich gelangweilt, aber die Musik war so mitreißend, dass ich entweder mitwippte oder fasziniert zusah, wie sie spielten.
Nachdem sie das letzte Lied gespielt hatten packten sie zusammen.
Außer Chang, dem Sänger und Kyle dem Keyboarder, waren da noch der Schlagzeuger Tim, Bassist Bob, und Mike der Gitarrist.
„Kannst du mir was grünes klären“, kam Bob auf mich zu. Damit empfing er mich am offensten, aber geschmeichelt war ich nicht.
„Da frag lieber Kyles Bruder“, erklärte ich.
„Pass auf dich auf, Kyle“, rief Chang, als sie die Garage verließen.
Den Spruch ignorierte ich lieber gekonnt.
Kyle räumte noch ein paar Sachen weg.
Dann wandte er sich an mich: „Lass uns ins Haus gehen. Möchtest du was trinken?“
„Cola, wenns geht“, antwortete ich.
Ich folgte ihm in sein Zimmer. Dabei machten wir einen Abstecher in die Küche wegen der Cola.
Als wir endlich saßen sagte ich schnell: „Ihr seid wirklich gut. Seit wann macht ihr das?“
Er ging gar nicht darauf ein: „Wir wollten reden.“
„Okay“, sagte ich zögerlich.
„Ich wollte dir nicht zu nahe treten. Ich finde lediglich...“
„Ist schon okay, ich war bloß sauer, weil ich mir über sowas nie Gedanken gemacht habe“, versuchte ich es runter zu spielen.
„Okay, das verstehe ich“, sagte er diplomatisch.
„Jetzt erzähl mir, wie es dazu kam, dass du in der Band bist.“
„Tim und ich sind immer zusammen in die Musikschule gegangen. Und dann hat er mir die anderen vorgestellt.“
„Und wie seit wann gibt es die Band?“, hakte ich nach.
„Etwa 3 Jahre“, erklärte Kyle.
„Ihr seid mega gut. Das nimmt doch sicher viel Zeit in Anspruch. Bleibt da noch Zeit für was anderes?“, fragte ich nicht ohne Hintergedanken.
„Die Band beansprucht mich schon ziemlich, aber ich mache nichts lieber. Aber wenn die Jungs mal keine Zeit haben trainiere ich etwas.“
„Was trainierst du?“, erkundigte ich mich.
„Ausdauer, Fitness, und manchmal ein bisschen auf den Boxsack hauen, aber nicht professionell. Würde ich das richtig machen, müsste ich regelmäßig ins Boxstudio. Und dafür habe ich keine Zeit. Darunter würde die Band leiden“, erklärte er.
„Wow andere in deinem Alter hängen lieber vor der Konsole aber du bist da echt anders“, versuchte ich ihm zu schmeicheln.
Er zuckte mit den Schultern.
„Das finden viele komisch“, gestand er.
Und ich kam nicht umhin mich zu fragen, warum so ein Kerl nicht der totale Mädchenschwarm war. Er war süß talentiert und nach eigener Aussage sportlich. Gut er strotzte nicht vor Muskeln aber hatte trotz allem und soweit ich dass unter dem Pulli beurteilen konnte eine schöne Figur. Er schien nur so anständig, übermoralisch und tiefgründig. Ich glaube die ganzen jungen Schülerinnen konnten damit auch nicht viel anfangen. Und er stand im Schatten von Chang. Der auch wirklich hübsch, durchtrainiert und Frontsänger war. Aber Kyle schien das nicht zu stören.
„Ich habe auch nicht so viel Zeit heute. Fine wollte mich anrufen“, erklärte er plötzlich.
Bevor er mich zweimal bitten musste zu gehen, leerte ich schnell meine Cola und stand dann auf.
„Gut, dann will ich dich mal nicht aufhalten“, meinte ich gespielt fröhlich.
Zuhause machte ich mir stark Gedanken darum, warum er mich so schnell abgewimmelt hatte. Vorallem für eine wie Fine. Vielleicht hätte ich auf die Aussage, dass viele seine Art komisch fanden antworten sollen, anstatt ihn nur anzustarren.
Warum machte der Kerl es mir so schwer. Wie konnte er Fine mir nur vorziehen? Und warum ärgerte ich mich so darüber? Aber ich versuchte es als Ansporn zu sehen, die Wette zu gewinnen.
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